Eco. Life. Style.

Kategorie: Cosmetics.

Mach was draus! DIY Schäumender Seifenspender

Ein neuer Trend in der Gesichtspflege ist, das Reinigungsprodukt für das Gesicht nicht einfach mit der Hand aufzuschäumen, sondern feinsten Schaum mit einem Pumpstoß aus einem Spender zu erhalten. So weit,…

Ein neuer Trend in der Gesichtspflege ist, das Reinigungsprodukt für das Gesicht nicht einfach mit der Hand aufzuschäumen, sondern feinsten Schaum mit einem Pumpstoß aus einem Spender zu erhalten. So weit, so gut! Aber was ist mit der Verpackung, wenn das Produkt leer ist?

Seit ich schäumende Seife als Kind zum ersten Mal entdeckt habe, finde ich solche Seifenspender faszinierend. Der Schaum lässt sich leicht in der Hand verteilen und ist praktisch. Leider sind solche besonderen Bad-Utensilien nicht die billigsten. Bis mein Gesichtswaschschaum leer wurde. Denn statt die Verpackung wegzuwerfen, behielt ich sie und bastelte einen schäumenden Seifenspender, der mir immer noch jeden Tag eine kleine Freude bereitet!

Und so geht’s

Erst einmal werden jegliche Etiketten entfernt und die Verpackung ordentlich ausgespült. Dieses minimalistische Etikett habe ich selbst designt, ihr könnt es hier downloaden oder einfach selbst eines zeichnen oder gestalten. Ein einfacher Schriftzug auf Papier tut es für den Anfang auch!

SchaumSeifenspenderVorlage SchaumSeifenspenderBeklebt

Das Etikett ausschneiden und auf den Seifenspender kleben. Entweder durchsichtiges Klebeband (Vorsicht, das Papier sollte vor Wasser geschützt sein) oder eine Klebefolie verwenden. Und schon haben wir ein neues Bad-Utensil!

SchaumSeifenspenderSeife SchaumSeifenspenderWasser

Zur Verwendung einfach noch mit flüssiger Seife (am besten im Nachfüllpack) und etwas Wasser befüllen und der Schaum-Spaß kann losgehen!

SchaumSeifenspenderFertig

Diese Form des Upcycling funktioniert auch gut mit einem ehemaligen Pumpspender für Öl oder Lotion, den man mit Handcreme befüllen und neben den Seifenspender stellen kann. So kann man sich nach dem Händewaschen gleich die Hände eincremen!

1 Kommentar zu Mach was draus! DIY Schäumender Seifenspender

Pai Rosehip BioRegenerate Oil

Meine Haut ist unrein und dabei gleichzeitig sensibel mit dem entzückenden Bonus, dass sie sehr schlecht verheilt. Das bedeutet, dass die Pickel, die ich bekomme, gerne noch wochenlang als rote…

Meine Haut ist unrein und dabei gleichzeitig sensibel mit dem entzückenden Bonus, dass sie sehr schlecht verheilt. Das bedeutet, dass die Pickel, die ich bekomme, gerne noch wochenlang als rote Punkte in meinem Gesicht zu sehen sind, wenn die Entzündung längst verschwunden sein sollte. Mit normalen Spot-On Produkten brauche ich es gar nicht erst zu versuchen, weil die in der Regel Alkohol enthalten und meine Haut strikte Anti-Alkoholikerin ist. Auf Produkte mit Alkohol reagiert sie nur mit noch mehr Unreinheiten, Rötungen und anderen Gemeinheiten.

Auf meiner Suche nach einem Pflegeprodukt, das den Selbstheilungskräften meiner Haut ein bisschen unter die Arme greifen kann, bin ich auf das Rosehip BioRegenerate Oil von Pai gestoßen, das auf einigen Blogs als das ultimative Wundermittel gegen eigentlich jedes Hautproblem gepriesen wird. Laut Hersteller ist es für alle Hauttypen geeignet und soll dank der hohen Konzentration an Retinolsäuren sowohl gegen erste Fältchen wirken als auch die Selbstheilungskräfte der Haut ankurbeln und Narben mildern. Dabei kommt es völlig ohne chemische Zusätze aus – es ist reines, durch CO²-Extraktion gewonnenes, Hagebuttenöl.

PaiOil-1_zps576cc116

Das Öl befindet sich in einem hochwertig wirkenden Glasfläschen mit integrierter Pipette, durch die es hygienisch entnommen und gut dosiert werden kann. Ich verwende es abends nach der Reinigung, indem ich zwei Tropfen in die noch feuchte Haut einmassiere und einziehen lasse. Je nach Zustand meiner Haut benutze ich danach noch eine normale Feuchtigkeitspflege oder lasse das Öl alleine seine Wirkung tun. Und es hat mich tatsächlich nicht enttäuscht. Der Preis von 24 Euro für 30 Milliliter hat mich am Anfang etwas abgeschreckt, aber es ist unheimlich ergiebig. Ich verwende es jetzt seit einem dreiviertel Jahr und das Fläschchen ist immer noch nicht leer.

Und es wirkt! Ich habe immer noch genau so viele Pickel wie vorher – gegen Unreinheiten wirkt es nicht (was ja auch nie versprochen wurde). Aber die dazugehörigen Rötungen sind nach wenigen Tagen verschwunden, was meinen Teint insgesamt deutlich ruhiger und ausgeglichener wirken lässt. Ich habe es auch schon auf Narben von Katzenkratzern angewendet und eine deutliche Besserung beobachtet. Auch auf trockenen, aufgesprungenen Lippen wirkt es wahre Wunder. Und all das mit nur einem einzigen Inhaltsstoff, ohne Chemie, ohne Tierversuche und ohne schlechtes Gewissen. Für mich ist klar: Wenn das Fläschchen in den nächsten Monaten zur Neige geht, werde ich es definitiv nachkaufen und bei dieser Gelegenheit vielleicht auch den anderen Gesichtspflegeprodukten von Pai eine Chance geben!

5 Kommentare zu Pai Rosehip BioRegenerate Oil

alverde Selbstbräunungs-Gesichtscreme

Gestern bin ich durch Zufall bei dm auf die alverde Selbstbräunungscreme für das Gesicht gestoßen. Da ich gerade zurück aus dem Urlaub bin, meine leicht sommerliche Farbe durch die Zeit…

Gestern bin ich durch Zufall bei dm auf die alverde Selbstbräunungscreme für das Gesicht gestoßen. Da ich gerade zurück aus dem Urlaub bin, meine leicht sommerliche Farbe durch die Zeit im Büro aber schnell wieder verblasst ist und ich sowieso ein sehr heller Hauttyp bin, dachte ich mir sofort – wieso nicht diese Creme einmal ausprobieren und etwas nachhelfen. Angesprochen hat mich vor allem, dass der Selbstbräuner zertifizierte Naturkosmetik und vegan ist. Außerdem verspricht der Text auf der Tube einen sanft exotischen Duft, was sich auch gut anhört. Denn wer von euch schon Selbstbräunungscremes ausprobiert hat weiß, dass diese teilweise ziemlich unangenehm riechen können. Die Inhaltsstoffe mit Bio-Kokosnuss-, Bio-Macadamianuss-Öl und Bio-Sheabutter sollen zudem die Gesichtshaut pflegen.

So, jetzt aber zum Produkttest. Die Creme riecht frisch aus der Tube wirklich angenehm leicht nach Kokos, nach ein paar Stunden kommt leider etwas der Selbstbräuner-Geruch zum Vorschein, allerdings bei weitem nicht so stark wie bei so manchen anderen Produkten. Das Produkt lässt sich leicht auftragen ohne zu glänzen. Schon nach relativ kurzer Zeit konnte ich eine leichte Bräunung feststellen. Zum Glück wirkt diese natürlich und gleichmäßig und passt vom Farbton zu mir. Schließlich will ich nicht à la Marge Simpson mit einem gelb-orangen Gesicht herumlaufen oder, was mindestens genauso schlimm ist, mit Farbstreifen oder Schlieren, bei denen jeder sofort statt an Urlaub und Sommer an Hilfsmittel denkt. Wie lange diese leichte Bräunung hält, wird sich zeigen, aber ich würde annehmen ein paar Tage beziehungsweise wenn ich vorher ein Gesichtspeeling verwende, etwas kürzer. Zusammenfassend bin ich mit der alverde Selbstbräunungs-Gesichtscreme sehr zufrieden und kann euch diese weiterempfehlen!

Noch ein paar allgemeine Tipps bei der Anwendung von Selbstbräunungs-Cremes:
– Diese Cremes schützen nicht vor Sonneneinstrahlung, daher trotzdem Sonnencreme verwenden.
– Wenn ihr euch nicht sicher seid, wie stark die Wirkung ist und ob euch der Bräunungsfarbton zusagt, probiert den Selbstbräuner am besten vorher an einer kleinen unauffälligen Stelle aus, bevor ihr euch damit das ganze Gesicht eincremt.
– Vor dem Auftragen Gesicht waschen und am besten ein Peeling verwenden, damit die Haut schön glatt und sauber ist und den Selbstbräuner gut ohne Streifen aufnehmen kann.
– Wenn ihr keine bräunlichen Handflächen wollt, die Hände sofort nach der Verwendung der Bräunungscreme waschen. Oder noch besser normale Handcreme auftragen bevor ihr den Selbstbräuner verwendet, dann zieht dieser nicht so stark ein.
– Falls ihr ein farblich schwächeres Ergebnis wollt, mischt einfach die Selbstbräunungscreme mit eurer normalen Gesichts-Tagescreme.

Verwendet ihr Selbstbräuner? Was sind eure Erfahrungen?

4 Kommentare zu alverde Selbstbräunungs-Gesichtscreme

Aller guten Dinge sind fünf. Teil 2: Natürlich schön mit puren Beautyhelfern

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Weiter geht es mit dem zweiten Teil. Ich zeige euch meine fünf Favoriten, die im Badezimmer…

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Weiter geht es mit dem zweiten Teil. Ich zeige euch meine fünf Favoriten, die im Badezimmer nicht mehr fehlen dürfen. Dabei handelt es sich um unvermischte, pure Naturprodukte.

1. Sheabutter

Sheabutter, auch Galambutter oder Karitébutter genannt, wird aus den Fruchtkernen (Kariténüsse) des Karitébaumes hergestellt. Man kann Sheabutter in Reformhäusern oder grösseren Drogerien kaufen oder in diversen Onlineshops bestellen. Ich verwende die Butter sehr gerne als Lippenbalsam. Sie hilft auch sehr gut gegen trockene Hautstellen wie zum Beispiel an den Ellbogen. Gegen trockene, spröde Haare kann man eine kleine Menge in den warmen Händen verteilen und gut in die nassen oder trockenen Haarspitzen einkneten.

2. Heilerde

Heilerde ist ein Pulver aus Sedimentablagerungen. Es gibt sie unterschiedlich fein für diverse Anwendungsgebiete zu kaufen. Ich nehme immer die, die für die Hautpflege geeignet ist. Heilerde wird für und gegen alles mögliche eingesetzt, bei mir wird sie nur als Gesichtsmaske gegen fettige, unreine Haut genutzt. Dafür kann man einfach etwas Heilerde mit lauwarmem Wasser zu einer Paste anrühren und mit einem Pinsel auf das Gesicht auftragen. Die Maske sollte mindestens so lange wirken, bis sie komplett eingetrocknet ist. Danach mit viel Wasser abnehmen und die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme pflegen. Etwa zwei bis drei Mal pro Woche angewendet, haben Unreinheiten keine Chance mehr.

3. Jojobaöl

Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs, welches bei Raumtemperatur flüssig ist. Es wird aus den Samen des Jojobastrauches gewonnen und eignet sich super als Massageöl oder zur Haut- und Haarpflege. Ich verteile oft wenige Tropfen Jojobaöl in die nassen Haare. Das Öl kann als Tages- oder Nachtpflege an Stelle von herkömmlichen Gesichtscremes verwendet werden. Dazu tägt man eine kleine Menge auf die gereinigte und noch feuchte Gesichtshaut auf. Das Öl ist eine tolle Pflege nach der Heilerdemaske.

4. Amla

Amla ist die Frucht des Amlabaumes, der auch indische Stachelbeere genannt wird. Diese Früchte gibt es getrocknet und gemahlen unter dem Namen Amla zu kaufen. Ihr findet das Pulver vor allem online oder in indischen Geschäften. Es wird in Indien in diversen Kosmetikprodukten für Haut und Haar und in der ayurvedischen Medizin angewandt, seine Wirkung wird zur Zeit in Studien erforscht. Ich kaufe mir das Pulver aber nur für die Haare und verwende es zwischendurch als Haarkur. Nachdem man die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen hat, rührt man eine Paste aus Amlapulver und Wasser an. Wer mag, gibt noch etwas Olivenöl oder Haarspülung dazu. Dann wird die Mischung auf die gewaschenen Haare und die Kopfhaut aufgetragen und vor dem Ausspülen einige Minuten einwirken gelassen. Aber Vorsicht bei hellen Haaren, Amla hat eine dunkle Färbewirkung! Die Haare und die Kopfhaut werden gepflegt, das Haar glänzt, wird weich und bekommt etwas mehr Volumen. Angeblich hilft es auch, grauen Haaren und Haarausfall vorzubeugen.

5. Essig

Ich verwende nach jeder Haarwäsche eine kalte, saure Rinse für meine Haare. Dazu etwa einen Esslöffel Essig auf einen Liter kaltes Leitungswasser geben, nach der Wäsche über die Haare giessen und nicht ausspülen. Die Essigmenge kann je nach Haartyp etwas angepasst werden, bei zu viel Essig werden die Haare jedoch trocken. Das kalte Wasser und er Essig helfen, die äussere Schicht der Haare anzulegen und sie so in nassem Zustand etwas widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen wie zum Beispiel durch Kämme oder Haarbürsten zu machen. Durch den Essig werden ausserdem Kalkrückstände des Wassers aus den Haaren entfernt. Die Haare sind nach der Rinse weich und glänzend, der Essiggeruch verfliegt, wenn die Haare trocken sind.

Im nächsten Teil zeige ich euch, welche fünf Dinge sich einen Stammplatz in meiner Küche verdient haben.

Keine Kommentare zu Aller guten Dinge sind fünf. Teil 2: Natürlich schön mit puren Beautyhelfern

Nachhaltig lieben: Vegane Gleitgels – jetzt auch mit Öko-Siegel

Auf der Vivaness 2014, der Nürnberger Weltleitmesse für Naturkosmetik, wurde es stolz der Welt präsentiert: Ab sofort soll das vegane Gleitgel BIOglide Umweltbewussten bedenkenlose Lust im Bett verschaffen. Ein guter…

Auf der Vivaness 2014, der Nürnberger Weltleitmesse für Naturkosmetik, wurde es stolz der Welt präsentiert: Ab sofort soll das vegane Gleitgel BIOglide Umweltbewussten bedenkenlose Lust im Bett verschaffen.

Ein guter Marketing-Gag oder was steckt dahinter? Vegane und ökologisch hergestellte Gleitgels gibt es bereits einige. Als bisher erstem seiner Art wurde jetzt dem Gleitmittel BIOglide von Joydivision seine Nachhaltigkeit mit einem Gütesiegel vom deutschen Bundesverband BDiH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.) bestätigt. Der neu ins Leben gerufene „Natural Product Standard“ für zertifiziert natürliche Medizinprodukte legt Wert auf korrekte Verbraucherinformation und fairen Wettbewerb. Nur Produkte, die umweltschonend hergestellt und nach den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens verbreitet werden, erhalten das Siegel. Kategorien, die BIOglide offensichtlich erfüllt.

Ausschlaggebend dafür war vor allem die CO2-arme Herstellung in Deutschland. Nicht vermeidbare CO2-Emissionen für Herstellung und Transport werden außerdem durch ein Klimaschutzprojekt in Bolivien ausgeglichen. Dort investiert Joydivision in die Aufforstung einheimischer Baumarten mit sozialem und ökologischem Zusatznutzen. Ziel ist, dass dadurch nicht nur das Klima, sondern auch die Artenvielfalt und die Menschen vor Ort profitieren.

Weitere nachhaltige Gleitmittel

Wenn auch nicht zertifiziert, ist bewusstes Genießen bei der schönsten Nebensache der Welt mit diesen Gleitmitteln ebenfalls möglich:

  • Glyde Veganes Gleitgel: 100% Veganes Gleitgel auf Wasserbasis.
  • ORION-Gleitgel: Medizinisches Gleitgel auf Wasserbasis mit Wärme-Effekt.
  • Good Clean Love: Diverse Gleitgels wie „Almost Naked“. Enthält keine Petrochemikalien und keine Parabene (Konservierungsstoffe), die empfindliche Schleimhäute reizen, ausschließlich mit naturbelassenen, organischen Inhaltsstoffen hergestellt, 100% vegan, essbar und tierversuchsfrei.

 

Das macht doch bedenkenlos Lust auf die schönste Nebensache der Welt, oder?

Keine Kommentare zu Nachhaltig lieben: Vegane Gleitgels – jetzt auch mit Öko-Siegel

In dubio pro deo – Deodorants für den Sommer

Der Frühling naht und ich möchte schon jetzt die Gelegenheit nutzen, euch einige Informationen zu den Sprays, Sticks, Cremes und Rollern zu geben, die ein Müffeln verhindern sollen. Beinahe jeder…

Der Frühling naht und ich möchte schon jetzt die Gelegenheit nutzen, euch einige Informationen zu den Sprays, Sticks, Cremes und Rollern zu geben, die ein Müffeln verhindern sollen. Beinahe jeder verwendet ein Deodorant, dennoch sind viele Produkte umstritten und der Markt an schweiss- und geruchshemmenden Produkten ist gigantisch.

Was ist eigentlich ein Deo?

Ein Deo (oder Deodorant) müsste eigentlich Deso heissen. Desodorant ist lateinisch und bedeutet „Entriecher“. Die Produkte werden in den Achselhöhlen aufgetragen und sollen unangenehme Gerüche verhindern. Schweiss ist übrigens geruchlos. Wir riechen die Ausscheidungen der auf der Haut lebenden Bakterien, welche den Schweiss zersetzen. Unterschiedliche Produkte setzen dabei auf unterschiedliche Wirkungsmethoden: Gerüche mit Duft überdecken, mit anti-mikrobiellen Stoffen die geruchsbildenden Mikroorganismen kontrollieren oder das Schwitzen durch Antitranspirantien verhindern.

Gefährliche Antitranspirante?

Die Desodorants, die als am angenehmsten und wirksamsten beschrieben werden, sind die Produkte, die Schwitzen verhindern und dabei angenehm duften. Antitranspirante verengen die Schweissdrüsen der Haut und verhindern somit, dass die Bakterien Nahrung haben. Die beiden am häufigsten verwendeten Inhaltsstoffe sind Zinkoxid und Aluminiumchlorhydrate. Immer mehr Deoprodukte werben damit, ohne Aluminiumsalze auszukommen. Doch wie gefährlich sind Produkte mit Alu(miniumchlorohydrat) wirklich?

Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die beweist, dass Aluminiumsalze eine mögliche Gefahr für die Gesundheit sind. Dennoch stehen sie immer wieder in Verdacht, beispielsweise Brustkrebs oder Alzheimer auszulösen. Diesen Ruf werden die Produkte wohl auch nicht mehr los. Was aber viele nicht wissen: Wir nehmen mehr Aluminium durch Lebensmittel auf als über Kosmetika! Das können Lebensmittel sein, die natürlicherweise Aluminium enthalten wie unter anderem Backwaren, Teeblätter, Gewürze oder solche, die mithilfe aluminiumhaltiger Zusatzstoffe hergestellt wurden.

DIY

Viele Produkte enthalten nebst dem umstrittenen Aluminiumchlorid Alkohol, Konservierungsmittel und andere Stoffe, die die Haut reizen oder Allergien auslösen können. Personen mit empfindlicher Haut haben die Möglichkeit, sich einfach, schnell und vor allem günstig ihr wirksames Deo selbst herzustellen. Macht aber jeweils nur kleine Mengen, da die Produkte komplett frei von Konservierungsstoffen sind und daher innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden sollten. Achtet ausserdem darauf, dass ihr die Produkte grossflächig aber dennoch sparsam auftragt und vor dem Anziehen etwas antrocknen lasst, um Flecken auf der Kleidung zu verhindern. Natron neutralisiert Gerüche und lässt sich daher nicht nur aber auch zum Putzen verwenden.

Henna-Deo
Im Artikel über Henna habe ich euch gezeigt, dass man auch aus Henna ein Deo machen kann. Die Anleitung gibt es hier.

Deo-Spray
75ml destilliertes oder abgekochtes, lauwarmes Wasser
1 Teelöffel Natron
Eventuell etwas ätherisches Öl oder einige Tropfen eures Gesichtswassers
1 Sprayflasche aus Glas, ca. 100ml

Alle Zutaten in ein Glasfläschchen mit Pumpzerstäuber füllen und gut schütteln. Vor jeder Anwendung erneut schütteln, damit sich alle Zutaten vermischen. Am besten eignen sich dazu leere Deoflaschen. Falls ihr keine habt, könnt ihr die Fläschchen auch in vielen Apotheken günstig kaufen und immer wieder verwenden. Falls die Düse verstopfen sollte, den Sprayaufsatz in heisses Wasser legen und einige Male pumpen. Falls ihr euer Deo etwas beduften wollt, könnt ihr etwas Gesichtswasser dazugeben. Achtet aber darauf, dass ihr eines ohne Alkohol verwendet, um Hautirritationen zu verhindern. In der Apotheke gibt es auch ätherische Öle, die für den Einsatz in Kosmetikprodukten geeignet sind. Davon braucht ihr nur zwei bis drei Tropfen für ein Sprayfläschchen. Lasst euch aber bitte gut beraten, die ätherischen Öle sind oft sehr aggressiv und sollten keinesfalls mit empfindlichen Hautstellen in Berührung kommen! Die Produkte, die man beispielsweise in Duftlämpchen gibt, tragen daher auch entsprechende Gefahrenhinweise.

Deo-Creme
5g natives Kokosöl
5g Sheabutter
8g Natron
7g Speisestärke
Eventuell 2 bis 3 Tropfen ätherisches Öl
Eventuell 4 bis 5g Zinkoxid (dann 6g Kokosöl und 6g Sheabutter verwenden)
Töpfchen oder kleines Glas mit Deckel

Bild: Yvonne

Ihr bekommt alle Zutaten in Bioläden oder grösseren Drogerien. Wer einen Antitranspiranten machen möchte: Zinkoxid gibt es sehr günstig in Apotheken zu kaufen. Kokosöl und Sheabutter im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen, falls ihr mögt etwas ätherisches Öl dazugeben und die restlichen Zutaten gut einrühren. Die Mischung in ein kleines Gläschen füllen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Danach bei etwa 15 bis 22 Grad Celsius aufbewahren. Ich verwende dazu ein ganz kleines, sauber ausgewaschenes Marmeladenglas, die gibt es oft in Hotels oder auch in grösseren Supermärkten zu kaufen. Die pflegende Creme könnt ihr einfach mit den Fingern auftragen und leicht einmassieren. Diese Menge reicht bei täglichem Gebrauch für etwa drei Wochen.

Ausprobieren lohnt sich!

5 Kommentare zu In dubio pro deo – Deodorants für den Sommer

Basisches Edelsteinbad – Ein Selbstversuch

Mit einer Biobox habe ich eine Probe „Basisches Edelsteinbad“ bekommen. Der Badezusatz ist ein naturkosmetisches Produkt, ganz ohne tierische Substanzen, Farb- und Duftstoffe, Konservierungsmittel und Erdölderivate. Die Besonderheit dieses Produktes ist das…

Mit einer Biobox habe ich eine Probe „Basisches Edelsteinbad“ bekommen. Der Badezusatz ist ein naturkosmetisches Produkt, ganz ohne tierische Substanzen, Farb- und Duftstoffe, Konservierungsmittel und Erdölderivate. Die Besonderheit dieses Produktes ist das Zusammenspiel der Haut und dem basischen Wasser. Ich war gespannt, wie meine Haut auf dieses Produkt reagieren wird und habe deshalb heute einen Selbstversuch gestartet. Ich habe mir ein Vollbad eingelassen und schon ging es los.

Beim Testen waren mir drei Punkte besonders wichtig: Beschaffenheit des Produktes, Geruch und Wirkung auf die Haut. Beschaffenheit des Produktes: Das Basische Edelsteinbad ist weißes, feinkörniges Pulver und sieht ein bisschen aus wie Salz. Geruch: Das weiße, feinkörnige Pulver ist geruchlos. Gibt man es dann in das Badewasser, löst es sich nach kurzer Zeit fast vollständig auf. Durch den Badezusatz wird das Wasser milchig ohne zu schäumen. Wirkung auf die Haut: Die Haut wird beim Baden mit einem hauchdünnen Film überzogen. Wie es in der Beschreibung stand, habe ich alle 15 Minuten mit einem Schwamm meine Haut massiert. Das Wasser perlt dabei von der Haut ab und überzieht die Haut danach erneut mit einem Film. Nach dem Baden zieht durch den ganzen Körper eine wohlige Wärme und die ganze Haut kribbelt angenehm. Nach dem Abtrocknen ist sie samtweich und fühlt sich sauber und gereinigt an.

Ich kann dieses Produkt nur empfehlen, da man seiner Haut etwas Gutes tut, ohne sie mit künstlichen Zusatzstoffen zu belasten.

Das Produkt findet ihr hier: Droste-Laux Basisches Edelsteinbad

3 Kommentare zu Basisches Edelsteinbad – Ein Selbstversuch

Wohin mit alten Shampoos? Die 7 besten Recycling-Tipps

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt…

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt gefunden hat oder einfach süchtig nach Beautyartikeln ist. Beides ist natürlich nicht verwerflich – dennoch ist es aber irgendwie schade, dass die ganzen Flaschen einstauben! Ich meine, wer kann schon das ganze Zeug komplett aufbrauchen? Und dazu kommen noch Geschenke und Pröbchen. Wohin das alles? Einen zusätzlichen Schrank einbauen oder wegwerfen?

Wer nachhaltig leben möchte, kann auch mit diesen überflüssigen Produkten noch so einiges anstellen. Ich habe hier die sieben besten Tipps gesammelt und freue mich natürlich auch, wenn von euch noch ein paar Ideen hinzukommen.

1. Tipp – Duschgel: Shampoos, die man nicht für den Kopf verwenden mag, kann man prima als Duschgel benutzen.

2. Tipp – Rasiergel: Die meisten Bio-Shampoos, -Duschgele und auch –Conditioner eignen sich bestens als Rasiergel, denn sie sind dickflüssig und auch sanft zur Haut. Ich benutze sie sogar lieber als Rasierschaum, denn damit sind die Beine oft hinterher richtig trocken.

3. Tipp – Haarkur: Oft benutzt man ja Bio–Conditioner nicht mehr, weil sie nicht so reichhaltig sind und nicht so schnell wirken wie herkömmliche Produkte. Dabei hilft es meist mehr, wenn man sie länger einwirken lässt und sich die Inhaltsstoffe in Ruhe entfalten können. Wer keine Lust hat, eine halbe Stunde oder länger mit nassem Kopf herumzulaufen, kann zum Beispiel vor dem Schlafen ein paar Kleckse im trockenen Haar verteilen, etwas anfeuchten und dann mit Zopf oder auf einem Handtuch schlafen gehen. Am nächsten Morgen wie gewohnt waschen und sich überraschen lassen!

4. Tipp – Badezusatz: Sowohl Shampoo als auch Duschgel kann man bestens als Badezusatz verwenden. Das riecht meistens auch besser als die regulären Produkte.

5. Tipp – Putzmittel: Manchmal hat man ganz aggressive Shampoos, die man nicht mehr benutzen kann, weil die Kopfhaut irritiert reagiert. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Oft werden Tenside verwendet, die in Reinigungsmitteln vorkommen. Warum also nicht mal zum Beispiel die Badewanne damit schrubben, den Boden oder meinetwegen das Katzenklo? Habe ich alles schon ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

6. Tipp – Seife: Die aggressivere Waschkraft der Shampoos funktioniert natürlich auch bestens zum Händewaschen – und riecht meist besser als viele Seifen.

7. Tipp – Gegenstände reinigen: Auch eine gute Idee ist es, zum Beispiel Pinsel und Bürsten mit Shampoo zu reinigen! Gerade bei Naturborsten ist es wichtig, sie fachgerecht zu säubern und da es sich hier ja auch um Haare handelt, kann man seine Wildschweinborstenbürste gleich noch länger verwenden und hat doppelt die Umwelt und ihre Ressourcen geschont.

Für alle Tipps gilt: Wer sich an der Verpackung stört, kann sie auch in andere Gefäße umfüllen, dann sieht es auch optisch gleich besser aus!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reduzieren eurer Shampoovorräte!

10 Kommentare zu Wohin mit alten Shampoos? Die 7 besten Recycling-Tipps

Henna – Eine vielfältige Pflanze

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis) gehört wie auch der Granatapfelbaum zu den Weiderichgewächsen. Angebaut wird Henna seit Jahrtausenden in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Im Frühjahr und Herbst…

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis) gehört wie auch der Granatapfelbaum zu den Weiderichgewächsen. Angebaut wird Henna seit Jahrtausenden in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Im Frühjahr und Herbst werden auf Hennaplantagen die Blätter des Hennastrauches geerntet. Aus den Blättern der Frühjahrspflanze kann neutrales, farbloses Hennapulver gewonnen werden. Dieses färbt nicht und wird vor allem in Kosmetikprodukten oder farbneutralen Haarkuren verwendet. Aus älteren Pflanzen wird ebenfalls neutrales Henna gewonnen. Dieses kann aber noch leicht färben, man sollte daher unbedingt vor der Anwendung einen Farbtest an einer unauffälligen Hautstelle machen. Henna hat eine leicht antiseptische und kühlende Wirkung und eignet sich dadurch auch gut als Pflege für gereizte Haut.

Lawsonia_inermis_0002

Bild: Atamari (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Schon die Pharaonen im alten Ägypten schmückten ihre Haut mit Verzierungen aus Henna: Den sogenannten Mehndis. Auch heute noch werden diese traditionellen Hennamalereien auf der Haut, besonders an Händen und Füssen, vor allem in Indien für religiöse Zeremonien verwendet.

session-69271_640

Bild: MJO / pixabay.com

In türkischen oder asiatischen Geschäften gibt es oft günstiges Henna zu kaufen. Die Rückstände der Spritzmittel auf den gemahlenen Blättern können jedoch allergische Reaktionen verursachen, ausserdem fällt das Farbergebnis bei minderer Hennaqualität nicht sehr gut aus. Daher ist es am sinnvollsten, das Hennapulver im Reformhaus, der Drogerie oder dem Bioladen aus 100 Prozent biologischem Anbau zu kaufen.

Henna_for_hair

Bild: A.I. (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezepte

Vor jeder Anwendung auf Haut und Haaren sollte ein Allergietest gemacht werden. Dafür einfach die Anweisungen auf der Packung beachten oder ein wenig Hennapulver mit warmem Wasser anrühren und in die Armbeuge geben. Zeigt sich nach 24 Stunden keine Rötung oder Irritation und juckt die Hautstelle nicht, kann das Pulver verwendet werden. Wer unsicher ist, sollte seinen Arzt vor der Anwendung um Rat fragen.

Deopuder / Trockenshampoo

• 30g Speisenatron oder neutrales Babypuder
• 30g neutrales, farbloses Henna

Die Zutaten mit einen möglichst feinen Sieb in eine Schüssel sieben und gut vermischen. Darauf achten, dass die Mischung nicht feucht wird. In eine gut verschliessbare Dose geben und jeweils eine kleine Menge mit einer Puderquaste, einem Wattepad oder mit den Händen auftragen. Die Mischung aus Babypuder und neutralem Henna kann auch als Trockenshampoo verwendet werden. Dazu eine kleine Menge auf die trockenen Haare, insbesondere auf den fettenden Ansatz auftragen, leicht einmassieren und gut ausbürsten.

Antischuppenspülung

• 80 bis 100ml Mineralwasser oder destilliertes Wasser
• 2 Beutel Brennnesseltee
• 1 Teelöffel neutrales Hennapulver
• Teebaumöl

Wasser aufkochen und den Brennnesseltee (oder auch selbst gesammelte, getrocknete Brennnessel) zehn Minuten darin ziehen lassen – am besten in einem kleinen Kännchen oder einer Tasse. Die Teebeutel entfernen und das Hennapulver einrühren. Zum Schluss drei Tropfen Teebaumöl untermischen. Nach dem Waschen die Mischung über die handtuchtrockenen Haare giessen und gut in die Kopfhaut einmassieren. Zehn bis 15 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmen Wasser ausspülen.

Pflegepackung für trockene Hände und Füsse

• 1 bis 2 Teelöffel neutrales Hennapulver
• Jojoba- oder Mandelöl

Henna sieben und nach und nach so viel Öl einrühren, bis ein cremiger Brei entsteht. Die Paste auftragen und mindestens 30 Minuten oder über Nacht einwirken lassen. Dazu Baumwollhandschuhe oder -socken tragen. Wer eine besonders intensive Handpflege braucht, lässt die Paste unter Plastikhandschuhen einwirken. Anschliessend mit warmem Wasser abspülen und die Haut trockentupfen.

Der Klassiker: Haare färben mit Henna

Einige Tage vor dem Färben sollte nicht nur ein Hauttest, sondern besonders bei blondem oder grauem Haar ein Strähnchentest gemacht werden, um das Farbergebnis zu testen. Zum Färben eignet sich pures Hennapulver am besten, die weiteren Zutaten für den gewünschten Farbton werden selber beigefügt. Es gibt mittlerweile Hennapulver in unterschiedlichen Rottönen zu kaufen. Von fertigen oder ölhaltigen Mischungen wird abgeraten, da diese oft Zutaten enthalten, die Allergien auslösen können oder durch die grosse Menge an Fetten verhindern, dass die Farbe richtig und gleichmässig am Haar wirken kann.

Im Gegensatz zu handelsüblicher Haarfarbe dringt Henna nicht ins Haar ein, sondern legt sich als dünne Schicht um jedes einzelne Haar. Durch regelmässiges Färben wird vor allem sehr feines Haar etwas dicker und griffiger. Wer eine grosse Farbveränderung möchte, sollte innerhalb von etwa zwei Wochen drei bis vier Mal färben, um so mehrere Farbschichten um das Haar zu legen. Das Naturhaar schimmert immer leicht durch, besonders im Sonnenlicht. Dadurch wirkt die Farbe aber lebendig und sehr natürlich, ein nachwachsender Ansatz fällt weniger stark auf.

Achtung bei dauergewelltem oder gefärbtem Haar: Vor dem Färben mit Henna mindestens drei Wochen abwarten! Nachdem die Haare mit Pflanzenhaarfarbe gefärbt wurden, nicht mehr auf die handelsüblichen Chemiefarben zurückwechseln, da es zu grünlichen Fehlfärbungen kommen kann.

10917880434_1e7c15101d_o
Bild: Faylyne / flickr.com

Grundrezept

• Ca. 100g färbendes Hennapulver, je nach Haarlänge
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser oder starker Schwarztee
Ausserdem:
• Plastikhandschuhe
• Zeitungspapier, um den Boden zu schützen
• Ein altes Plastiktöpfchen und einen Haarfärbepinsel zum Anrühren und Auftragen
• Hautcreme oder Kokosöl als Schutz vor Verfärbungen und um Patzer auf der Haut zu beseitigen
• Klarsichtfolie oder eine Duschhaube und ein Handtuch
• Bei langen Haaren ein altes Haargummi

Henna und Wasser oder Tee zu einem dickflüssigen Brei verrühren. Die Masse sollte sich noch gut verteilen lassen, aber nicht tropfen. Die Haare mit einem milden, silikonfreien Shampoo waschen und danach sehr gut ausspülen. Die Haut an Stirn und Ohren mit einer fettenden Creme eincremen, um sie vor Verfärbungen zu schützen. Den Boden am besten mit Zeitungspapier auslegen und Flecken im Waschbecken möglichst schnell entfernen, um Verfärbungen zu verhindern.

Die Hennapaste wird auf das handtuchtrockene Haar – am besten Scheitel für Scheitel – aufgetragen, den Rest anschliessend in den Längen verteilen. Wer besonders trockenes Haar hat, gibt für die Längen noch etwas Weizenkeim- oder Jojobaöl zu der Mischung, um ein weiteres Austrocknen der Haare zu verhindern und sie zu pflegen. Die Haare mit einem Haargummi ohne Metallteil zu einem Knoten binden und mit einer Duschhaube oder etwas Frischhaltefolie abdecken. Danach ein altes Handtuch um den Kopf wickeln. Wärme hilft dabei, ein schönes, intensives Farbergebnis zu erhalten.

Die Mischung sollte mindestens eine Stunde einwirken, für einen starken Rotton zwei bis drei Stunden oder über Nacht. Nach der gewünschten Zeit so lange mit warmem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar ist. Wenn nötig, kann man die Haare mit einem milden Shampoo waschen und danach eine Spülung oder Kur verwenden. Wer ohne auskommt, sollte auf unnötiges Waschen verzichten, um eine möglichst starke Farbe zu erhalten. Nach dem Färben ist es ratsam, die Haare einige Tage nicht zu waschen. Henna dunkelt mit der Zeit noch etwas nach, das Endergebnis der Farbe zeigt sich erst nach einem bis drei Tagen. Die Farbveränderung in den ersten Tagen ist bei hellem Naturhaar besonders gross.

Heller, rötlicher Goldton für helles Naturhaar

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• 2 gehäufte Esslöffel Kamillentee

Den Tee mit kochendem Wasser aufgiessen und für mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Die Kamille herausfiltern und wie beim Grundrezept vorgehen.

Tiefes, dunkleres Rot

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• Rotwein

Vorgehen wie beim Grundrezept. Statt Wasser oder Tee mit heissem (aber nicht kochendem) Rotwein arbeiten.

Rotbraun

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• 1 Handvoll Walnussschalen
oder
• Kaffee

Die Walnussschalen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Wasser mit den Schalen aufkochen und bis zur gewünschten Menge einkochen lassen. Danach die Schalen entfernen und wie beim Grundrezept fortfahren. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann starken Kaffee anstelle von Tee oder Wasser zum Anrühren der Mischung verwenden.

Dunkle, blaurote Reflexe

• 20g färbendes Hennapulver
• 60g Indigopulver
• Ca. 200ml heisses, aber nicht kochendes Wasser

Die Zutaten vermischen und mindestens anderthalb Stunden einwirken lassen. Flecken auf der Haut sofort mit einer fettigen Creme oder etwas Zitronensaft entfernen. Diese Mischung sollte nur auf braunem oder schwarzem Haar angewendet werden.

 

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Henna als Pflege und Dekoration für Haut und Haar gemacht?

5 Kommentare zu Henna – Eine vielfältige Pflanze

Was möchtest du finden?