Gemüsespaghetti: Spiralenschneider vs. Sparschäler Julienne

Monday 16th, June 2014 / 20:35 von
Gemüsespaghetti: Spiralenschneider vs. Sparschäler JulienneBild: Eli L.

Meine Freundin Ina hat mich auf den Geschmack von Gemüse-Spaghetti gebracht. Hier handelt es sich nicht um Spaghetti mit Gemüse, sondern vielmehr um Spaghetti aus Gemüse. Diese sind sowohl für Mahlzeiten ganz ohne Getreide – dafür aber mit der Optik von Pasta, als auch auch für Rohkost-Speisen bestens geeignet oder schmecken auch einfach nur so als Beilage zu verschiedensten Gerichten.

Im allerersten Versuch, Bandnudeln aus Zucchini ohne ein geeignetes Hilfsmittel herzustellen, bin ich schon fast an die Grenzen meiner Geduld gelangt. Meine Methode unter Zuhilfenahme eines ganz normalen Sparschälers und eines Messers war weder die effizienteste, noch die effektivste – es dauerte gefühlte Stunden, um nur eine Zucchini in dünne Bandnudeln zu verwandeln! So macht mir das Kochen und Herumexperimentieren eindeutig keinen Spaß.

Ina hat gelacht, als ich ihr meine hilflosen Versuche geschildert habe und mir ihren Spiralschneider, den Spirali Lurch, zur Probe geborgt. Vielleicht kennen einige von euch diesen Spiralschneider, da er von Attila Hildmann, ein bekannter veganer Koch und Autor mehrerer veganer Kochbücher, empfohlen wird. Mit dieser Maschine schafft man es, Zucchini und auch Karotten wortwörtlich im Handumdrehen in dünne Streifen zu raspeln. Das Gemüse wird vor die scharfen Zacken (hier gibt es unterschiedliche Einsätze) gesteckt, mit der Hand dreht man bequem eine Kurbel und vorne kommen die Spaghetti heraus. Die Vorteile des Spirali Lurch liegen auf der Hand: Ihr könnt schnell dünne Gemüsespaghetti herstellen. Dabei muss man allerdings aufpassen, dass das Gemüse möglichst gerade und nicht gebogen ist, sonst kommen aus dem Spirali nur kurze Streifen heraus. In der Mitte des Gemüses bleibt ein runder Stift von fast einem Zentimeter Durchmesser übrig, den ich einfach so geknabbert habe. Für mich liegt der einzige Nachteil in der Größe der Maschine, da ich in meiner Küche sehr wenig freien Stauraum habe. Beim Waschen müsst ihr auch etwas aufpassen, da die Schneidezacken – wie es auch sein soll – sehr scharf sind, und in einem kleinen Moment der Unachtsamkeit, habe ich mir einen Finger etwas angeritzt.

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Um einen Vergleich zum großen Spiralschneider zu haben, habe ich mir den kleinen Sparschäler Julienne Lurch gekauft. Der Julienne Lurch ist genau so klein wie ein herkömmlicher Sparschäler, besitzt jedoch kleine Zacken zum schneiden der Spaghetti und passt hervorragend in meine Bestecklade. Auch preislich liegt er weit unter dem Spiralschneider. Wie macht er sich aber in der Praxis? Die Gemüsestreifen mit dem Julienne Schäler werden genau so lange wie das Gemüse ist, das finde ich aber ausreichend, denn endlos lange müssen die Spaghetti auch nicht sein. Zucchini lassen sich sehr einfach per Hand in Streifen schneiden – den Schäler einfach ansetzen und mit leichtem Druck über das Gemüse ziehen. Für Karotten benötigt ihr um einiges mehr Kraft als für Zucchini, das schafft ihr mit dem Spirali um einiges einfacher. Insgesamt dauert es etwas länger als mit dem Spiralschneider, allerdings geht das Abspülen des Schälers sehr schnell. Auch hier gibt es dünne Gemüse-Reste die sich nicht zu Spaghetti verarbeiten lassen, da sie einfach zu dünn und nicht mehr fest genug sind, um darüber zu raspeln. Ich hebe sie luftdicht verpackt im Kühlschrank zum Verkochen für den nächsten Tag auf.

Zusammenfassend empfehle ich euch Folgendes: Wenn ihr sehr viele Spaghetti, und nicht nur aus Zucchini, sondern auch aus Karotten herstellen wollt, dann investiert in den Spiralschneider nach dem Motto “einfach Spaghetti im Handumdrehen”. Falls ihr, so wie ich, fast nur Zucchini verarbeitet, nur kleinere Mengen davon und auch nicht viel Platz in der Küche habt, dann probiert doch einmal den Sparschäler Julienne.

Kleiner Tipp: Anfangs wurde ich sogar nach einer Riesenportion Zucchinipasta sehr schnell wieder hungrig und ging dann dazu über normale Vollkornspaghetti mit den Zucchinispaghetti zu mischen – sieht optisch sehr nett aus. Alternativ mache ich zur Zucchinipasta gerne Saucen mit viel Olivenöl, die mehr Kalorien haben.

Habt ihr Erfahrungen mit andere Gemüsespaghetti-Schneidern?

Über den Autor

Eli ist gebürtige Österreicherin und lebt seit sechs Jahren mit ihrem Freund CJ in München. Ihre großen Leidenschaften sind das vegane Kochen und Backen sowie Sport und Reisen.

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1 Comments on “Gemüsespaghetti: Spiralenschneider vs. Sparschäler Julienne

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