Fünf Spartipps: Luxemburg für die schmale Börse

Wednesday 16th, July 2014 / 18:30 von
Fünf Spartipps: Luxemburg für die schmale BörseAlle Bilder: Doris

“Das kannst du dir leisten?” Fragen wie diese erntest du nicht nur, wenn du nach Zürich fährst. Fragen wie diese werden dir auch gestellt, wenn du Luxemburg als Reiseziel angibst (vorausgesetzt, dein Gegenüber weiß, wo der Kleinstaat liegt). Jedenfalls kommt die Frage nicht von ungefähr. Schließlich ist das zweitkleinste Land des Kontinents – wenn überhaupt – vor allem für zwei Dinge bekannt: Als Stützpunkt sowie Gründungsmitglied der Europäischen Union und als bedeutendes Finanzzentrum. Luxemburg hat das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt und ist der weltweit zweitstärkste Geldumlaufplatz. Fakten, bei denen selbst der freigiebigste Spendierhosenträger vor einer Reise seine Münzen zu zählen beginnt.

Doch bevor du jetzt zur Geldbörse greifst oder mit dem Lottospielen beginnst: Es geht auch anders – mit diesen Tipps für den smarten Schmalspurreisenden.

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Luxemburg Card – eine Stadt, ein Land

Manchmal hat Klein-Sein durchaus Vorteile. Zumindest für Touristen. Denn wo man in “normalen” Ländern einen klassischen City Pass erhält, ist die Luxemburg Card im ganzen Land gültig und einsetzbar. Mit der Vorteilskarte kommt man kostenlos in mehr als 60 Museen und Sehenswürdigkeiten. Noch genialer – gerade für diejenigen, die über die Hauptstadt-Grenzen hinaus wollen – ist aber die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel: Denn diese ist mit der Luxemburg Card gratis!

Mehr Infos, Preise und wie man die Luxemburg Card bekommt, findet ihr hier >> 

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Essen gehen

Ja, tatsächlich, das ist ein Spartipp. Damit meine ich vor allem, dass man nur einmal pro Tag in Luxemburg Essen gehen muss. Die Portionen sind riesig. Und wenn ich riesig schreibe, meine ich riesig. “Französische Küche, deutsche Portionen”, so wird mir die Logik erklärt, nach der sich die Teller unter den Unmengen an Essen biegen. Gut, ich lasse das mal so stehen und schlucke die nächste Gabel Köstlichkeiten herunter.

Empfehlenswerte, weil getestete Lokale (Achtung: Veganer- und VegetarierInnen sollten ihren Wunsch vorab bekannt geben, sonst finden sich nämlich leider nur ein bis zwei Gerichte auf der Speisekarte):

Chocolate House: Vis à vis vom Palais Grand-Ducal, nicht nur für Süßes ein Top-Tipp.

Mudam Café: Perfekter Treffpunkt zum Brunch – und dann reicht’s auch für den Tag.

Weinkellereie Caves St. Martin: 53, route de Stadtbredimus in Remich. Am Sonntag setzen sich die Luxemburger zum Mittagessen in den herrlichen Garten dieser Weinkellerei direkt am Wasser und bleiben Stunden. Wir machen es ihnen natürlich nach. Außerdem braucht man ohnehin die Zeit, um die riesigen Portionen zu verdauen.

Jugendherberge Luxemburg City/Melting Pot: Nicht nur die Lage dieser Jugendherberge in der Hauptstadt ist phänomenal (Blick über die ganze Stadt), auch das Essen lässt sich durchaus genießen. Vollpension gibt es nur für Gäste, luxemburgische Spezialitäten und vegetarische Menüs, Snacks und Getränke in der Caféteria oder der Terrasse sind für alle offen. Im Sommer werden außerdem Grill-Abende für Gruppen organisiert.

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Wie man sich bettet

Apropos Jugendherberge Luxemburg City/Melting Pot – die ist auch in Sachen Schlafgelegenheit unschlagbar. Okay, fast unschlagbar: Nur diejenigen, die bei den doch überraschend zahlreichen Couchsurfern gratis unterkommen, betten sich in Luxemburg wohl günstiger.

Aber Achtung: Die Schnäppchen-Gelegenheit hat sich herumgesprochen, nicht nur in den Hochsaisonen ist mittlerweile reservieren unbedingt notwendig.

Hier geht es zu den Preisen >>

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Self-made-Tour(ist)

“MigraTouren” nennen sie sich, die Audio- und Papier-Guides für die vier Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier. Als QuattroPole-Städte haben sie sich zusammengeschlossen, um gemeinsam bessere touristische Angebote zu schnüren. Eines davon sind MigraTouren, geführte Stadtrundgänge, die man entweder für Gruppen buchen oder individuell mit Hilfe eines Audioguides entdecken kann. Letztere sind völlig kostenlos – und dabei durchaus spannend. Bei den MigraTouren begibt man sich nämlich auf die Spuren der Einwanderung durch die QuattroPole-Städte und lernt so andere Seiten der Städte kennen.

Hier geht es zur MigraTour durch Luxemburg >>

“Der Rundgang beginnt am Hauptbahnhof. Im Viertel „Gare-Hollerich“ wohnen 82 Prozent Ausländer, noch mehr als im Durchschnitt der Stadt, der mit 65 Prozent schon bemerkenswert hoch ist. Die Vielfalt des Stadtteils erklärt sich vor allem aus der früheren Funktion als Industriestandort.” MigraTour

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Kunst ist überall

Wie sonst überall kostet der Eintritt zu Museen nicht gerade wenig, da ist auch Luxemburg keine Ausnahme. Klar kann man erwähnen, dass zum Beispiel im MUDAM, dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, jeden Mittwoch zwischen 18.00 und 20.00 Uhr der Eintritt kostenlos ist. Nett, aber vielleicht kein Spartipp.

Doch Luxemburg hat eine andere Besonderheit: Ganz viele Kunstwerke befinden sich nämlich auf der Straße, Kunst ist einfach überall. Als wir dort waren, hatte es sich gerade die Piano-open-Air-Exhibition und Installation “Play Me, I am yours” in den Gassen, Plätzen und Straßen bequem gemacht. Überall drang Musik durch eben diese. Doch auch sonst ist man in Luxemburg von Kunst umgeben: Von den ambitionierten architektonischen Werken im Stadtviertel Kirchberg, das derzeit Schritt für Schritt von einer Baustelle zu einem Gesamt-Kunstwerk wird. Oder auf den Plätzen des alten Stadtviertels Grund – einfach mit offenen Augen und Ohren durchspazieren, ich bin sicher, auch du wirst Kunst entdecken!

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Wer noch mehr Tipps benötigt, riskiert am besten auch einen Blick auf Visit Luxembourg: Da gibt’s zwar keine Spartipps, aber du kannst ein paar Pauschalangebote entdecken. Und manchmal, ja manchmal sind da sogar richtige Schnäppchen darunter!

Über den Autor

Doris ist Schreibende, Reisende mit Basis in Wien und vor allem eine, die nicht still sitzen kann. Am liebsten schreibt sie inspirierende, mutmachende Geschichten von unterwegs oder daheim. Dabei geht es ihr um Menschen, die die Welt nicht nur entdecken, sondern in ihr auch positive Spuren hinterlassen.

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