Eco. Life. Style.

Autor: Sophie

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Heute geht es wie angekündigt um das Thema Auszeit. Zeit für Auszeit, um genau zu sein. Wir alle sind auf sie angewiesen. Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper und…

Heute geht es wie angekündigt um das Thema Auszeit. Zeit für Auszeit, um genau zu sein. Wir alle sind auf sie angewiesen. Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper und beides kann nur mit ausreichenden Entspannungsphasen zwischendurch erreicht und in weiterer Folge auch aufrecht erhalten werden.

Und doch hetzen wir die meiste Zeit durch das viel zu kurze Leben, anstatt immer wieder bewusst einen Schritt zurück zu machen und die Ruhe regieren zu lassen. Wir stressen uns von einem Termin zum nächsten, stopfen jede noch so kleine Lücke in unseren Terminkalendern mit Verpflichtungen und Verabredungen zu, um nur ja nichts zu verpassen. Dreimal die Woche zum Sport, weil man fit sein muss. Volkshochschulkurs, man will sich schließlich weiterbilden. Tanzen gehen, weil man sich selbst und den anderen zeigen will, dass man es noch kann. Essen und Trinken mit Freunden, weil die sozialen Kontakte unbedingt gepflegt werden müssen, denn sonst wird bestimmt schlecht von einem gedacht. Gehören auch noch Partner und Kinder zum Leben, sieht der Tagesablauf gleich noch etwas gedrängter aus.

Da ist es wirklich kein Wunder, dass einem früher oder später die Luft zum Atmen fehlt. Man arbeitet Terminpläne und To-Do-Listen lange Zeit pflichtbewusst und voller Energie ab, ist irgendwann aber plötzlich erst morgens, bald auch tagsüber müde, bekämpft solche Gefühle der „Schwäche“ jedoch mit Hilfe von Kaffee oder Energydrinks. Nur nicht zeigen, dass man jetzt eigentlich etwas anderes braucht. Man kommt am Abend nach Hause und was ist dann? Sobald man die Wohnungstür hinter sich geschlossen hat, bricht die Erschöpfung über einen herein. Tun wir etwas dagegen? Nein. Am nächsten Morgen beginnt das Spiel von Neuem. Und so etwas nennen wir tatsächlich Leben? Hier läuft doch etwas gehörig falsch.

Wenn sich diese Ohnmacht erst einmal eingestellt hat, ist es meist schon zu spät, um vorsorglich zu handeln. Man hat bereits viel zu lange die Bedürfnisse von Körper und Geist ignoriert. Dementsprechend lange braucht es auch, um beides wieder in Einklang zu bringen. Und doch ist es keineswegs unmöglich. Man muss sich nur der Tatsache bewusst werden, dass es auf die gewohnte Art und Weise nicht mehr weiter gehen kann, und die offenbar ungesunde Lebensweise ändern.

Der erste Schritt dazu lautet: Termine streichen.

Ja, es tut mir leid, aber es ist so. Es führt kein Weg daran vorbei. Mit einem vollen Terminkalender kann man sich nicht entspannen. Sobald Termine mehr Belastung als Freude darstellen, muss man sich – zumindest von einigen – vorläufig trennen. Man muss nicht jeden Tag und jeden Abend auf Achse sein, wenn es einem mehr Energie raubt, als es gibt. Es ist weder Schande, noch ist es ein Ausdruck von Schwäche, wenn man sich einmal ganz bewusst zurückzieht, um durchzuatmen. Und einfach mal nichts zu tun.

„Was, Nichtstun? Iiiiiieh, das geht doch nicht!“ werden jetzt viele denken. Zu Unrecht. Nichtstun fällt heutzutage den meisten Menschen schwer, denn:

„Das ist vergeudete Zeit!“
„Aber ich habe doch so viel zu tun!“
„Ich kann nicht, ich muss… !“
„Das ist langweilig!“
„Das bringt doch nichts!“
„Nichtstun ist asozial!“

Dabei wird übersehen, dass Nichtstun nicht mit dem meist negativ behafteten Wort Untätigkeit verwechselt werden darf. Unsere italienischen Nachbarn wissen schon deutlich mehr damit anzufangen. „Dolce far niente“ – das süße Nichtstun. Müßiggang. Sich einfach mal treiben lassen. Das klingt doch gleich viel besser, oder?

Aber nicht nur Nichtstun fällt den Menschen schwer, auch das bewusste Alleinsein. Alleine zu sein hat aber nicht automatisch mit Einsamkeit zu tun. Sondern mit Selbstrespekt und Regeneration. Viele Kinder lernen in der heutigen Zeit nicht mehr, dass man sich auch alleine beschäftigen kann und sollte. Ohne Freunde, ohne Ablenkung elektronischer Geräte. Immer muss der Schalter auf „On“ stehen, denn „Off“ wäre Schwäche. Und Schwäche darf nicht sein. Schwäche ist böse. So ist bei vielen Kindern und Erwachsenen Überforderung vorprogrammiert. Dabei benötigt ein Kinderhirn genauso wie das Hirn eines Erwachsenen Pausen, um sich weiterentwickeln zu können. Wenn man die ganze Zeit nur auf „Aufnahme“ gestellt ist, geht irgendwann gar nichts mehr. Ein Muskel benötigt auch eine Regenerationsphase, um wachsen zu können. Dem Muskel gestatten wir diese Phase des Nichtstuns. Unserem Geist nicht. Dabei hat er es mindestens genauso nötig.

Probiert es aus! Tretet einfach einmal einen Schritt zurück, streicht einen Termin aus eurem Kalender – oder falls ihr nicht anders könnt, tragt euch einen Termin dafür ein – und macht nichts. Ihr werdet erstaunt sein, was euer Kopf so alles zustande bringt, wenn ihr ihn komplett frei macht. Wenn ihr einmal nicht an To-Do-Listen, Geschäftstermine, Kinder, die schmutzige Wäsche oder den Geburtstag der Schwiegermutter denkt. Schließt die Augen und nehmt euch selbst und eure Atmung wahr.

Es funktioniert nicht? Es schwirren alle möglichen Gedanken durch den Kopf? Der Geist will nicht zur Ruhe kommen und ihr ertappt euch, wie ihr an eure Pflichten denkt? Dann ist es umso wichtiger, diese Übung immer und immer wieder zu machen. Nur Geduld – auch Nichtstun will gelernt sein.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern…

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern kann. Doch was wäre das Thema Ernährung ohne das Thema Bewegung?

Auch in diesem Bereich haben wir nur allzu oft mit unseren beiden lieb gewonnenen Bekannten „Bequemlichkeit“ und „Schweinehund“ zu kämpfen. Der eine mehr (so wie ich zum Beispiel), der andere weniger. Es gibt eine schier unendliche Auswahl an Ausreden, die wir alle schon gehört und vermutlich auch bereits selbst verwendet haben.

Hier ein paar meiner Lieblinge in beliebiger Reihenfolge:
„Es ist zu dunkel!“
„Mir ist zu kalt.“
„Es regnet!“
„Ich bin zu müde!“
„Ich habe Kopfschmerzen.“
„Ich habe Bauchschmerzen.“
„Ich habe doch keine Zeit!“
„Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!“

Habe ich euch ertappt? Jetzt mal ehrlich! Welche dieser Gründe sind eure „Favoriten“? Ich persönlich schätze ja die Abwechslung. Aber im Ernst. Warum ziehen wir es meist vor, faul auf dem Sofa zu liegen und den Weg des geringsten Widerstands zu wählen, anstatt dem Körper ein Mindestmaß an Aktivität zu gönnen, die er von Natur aus dringend braucht und die ihm so gut tut? Wenn man den Körper regelmäßig in Bewegung setzt, geschieht das Gleiche automatisch mit dem Geist. Dazu braucht es nicht viel Aufwand. Man muss sich nicht sofort in einen Fitnessclub einschreiben. Genauso wenig muss man sich mit teurer Sportausrüstung eindecken oder für den nächsten Marathon trainieren. Obgleich natürlich nichts dagegen spricht, wenn man das möchte. Man kann sich körperlicher Aktivität auch ganz entspannt annähern, wie ihr im Folgenden sehen werdet.

Bewegung im Alltag

Ein erster kleiner, aber umso wichtigerer Schritt ist es, den persönlichen Alltag aktiver zu gestalten. Wenn ihr kurz darüber nachdenkt, wie euer ganz normaler Tagesablauf aussieht, findet ihr bestimmt einige Ansatzpunkte, wie ihr künftig bewusster und aktiver durchs Leben schreiten könnt. Ein paar Beispiele gefällig?

Nehmt öfter mal die Treppe! Durch den Verzicht auf Aufzüge oder Rolltreppen spart ihr nicht nur Energie, sondern bietet eurem Körper obendrauf ein effektives Workout. Treppensteigen trainiert die Atmung, das Herz-Kreislauf-System, sowie Po-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Aber lauft jetzt nicht gleich davon, das war erst der Anfang! Steigt am Weg zur Arbeit oder nach Hause eine oder zwei Haltestellen früher aus und legt den Rest des Weges zu Fuß zurück. Auch ein Tretroller stellt eine gute Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln dar, gerade bei etwas längeren Strecken.

Verzichtet vor allem bei kurzen Wegen auf das Auto! Steigt auf das Fahrrad um oder geht zu Fuß. Ist der nächstgelegene Bäcker denn wirklich so weit entfernt, dass man die Entfernung nicht ohne motorisierten Untersatz bewältigen kann? In den meisten Fällen lautet die Antwort vermutlich „Nein“. Wenn ihr auf euer Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid, habt ihr trotzdem keine Ausreden mehr! Spannt immer wieder einzelne Muskelpartien für ein paar ruhige Atemzüge oder die nächste Rotphase an der Ampel an, wie beispielsweise im Sitzen die Bauchmuskeln, den Beckenboden oder die Oberschenkel und im Stehen den Po. Das bekommt um euch herum niemand mit und ihr tut eurem Körper etwas Gutes, ohne extra Zeit investieren zu müssen.

Bewegung in der Natur

Die Wenigsten von uns haben das Glück, Tag für Tag Bewegung in der Natur machen zu können, ohne dafür Anfahrtswege auf sich nehmen zu müssen. Dennoch ist es sehr wichtig für Körper und Geist, sich von Zeit zu Zeit bewusst eine Auszeit zu nehmen, in die freie Natur zu gehen und sich wieder zu erden. Auf welche Art und Weise das passiert, bleibt euch selbst überlassen. Ob Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Radfahren, Schifahren, Klettern, eine Fotosafari, eine Bootstour oder Fischen – das Wichtigste ist, dass ihr Spaß daran habt und den Kopf durchlüften könnt. Und das funktioniert am besten, wenn ihr dem Gehirn nicht tagein, tagaus die gleichen visuellen Eindrücke vorsetzt.

Braucht ihr Messungen, um euch zu motivieren und motiviert zu bleiben? Dann legt euch einen Schrittzähler oder eine Smartphone-App (wie zum Beispiel PedometerAccupedo oder Runtastic) mit dieser Funktion zu, legt Tages-, Wochen-, oder Monatsziele fest und steigert sie regelmäßig. Es gibt heutzutage viele günstig oder sogar gratis verfügbare Helferlein, die euch unterstützen, Fitnessübungen in kleinen, realistischen Einheiten zu absolvieren, um euch nicht zu überfordern und euch damit gleich von Anfang an den Spaß zu nehmen.

Probiert es aus und geht ab sofort aktiver durchs Leben. Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

In meinem nächsten Kolumnenbeitrag werde ich näher auf das Thema „Auszeit“ und die Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag eingehen. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe.

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Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise…

Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise mit Mülltrennung beziehungsweise Müllbeseitigung weiter. Und zwar konkret mit dem Thema Ernährung.

Ernährung geht uns alle an, ganz gleich, welches Geschlecht, welches Alter, welche Nationalität, welche soziale Schicht oder Neigung. Jeder Mensch muss essen, um zu (über)leben. Aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder Ideenlosigkeit neigen aber viele Menschen dazu, ohne nachzudenken beliebige, oft auch minderwertige Lebensmittel in sich hinein zu stopfen. Aber warum?

Warum isst man, was einem sowieso nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach, schnell und günstig verfügbar ist? Warum nimmt man minderwertige Lebensmittel zu sich und riskiert damit nur allzu bereitwillig, die eigene Gesundheit zu ruinieren?

Der Körper kann nun mal nur mit dem Material arbeiten, das wir ihm anbieten. Nur mit diesem von außen zugeführten Material kann er sich entwickeln und regenerieren. Sollte es dann nicht das allerbeste Material sein, das wir bekommen können? Sollte das nicht das selbstverständlichste auf der ganzen Welt sein?

Wenn ihr mich fragt, auf jeden Fall!

An dieser Stelle möchte ich noch klarstellen, dass ich keineswegs für eine rein pflanzliche Ernährung plädieren oder irgendjemand missionieren will. Man kann sich mit einem veganen Ernährungsstil grundsätzlich ähnlich ungesund ernähren (man denke nur an Kartoffelchips, vegane Schokocreme und dergleichen – ich spreche aus Erfahrung!), wie es mit Mischkost der Fall sein kann.

Die Wahrheit ist, dass man sich innerhalb jedes Ernährungskonzepts gesund oder ungesund ernähren kann. Aber man sollte im eigenen Interesse alles daran setzen, sich innerhalb des gewählten Konzepts bestmöglich zu ernähren. Und dazu zählen nun mal weder die Bratnudel-Box vom Asia-Imbiss gegenüber, noch das Tiefkühl-Fertiggericht aus dem Supermarkt oder das frittierte vegane Gemüse-Allerlei. Auch bunte Sonder-Packungsgrößen, die „Jetzt noch mehr Inhalt“, „3+1 gratis“ oder Ähnliches anpreisen, verhüllen selten gesunden, sinnvollen Inhalt.

Gesunde Ernährung muss dabei nicht zwangsläufig teuer sein. Man muss nur die Augen offen halten, beginnen Etiketten zu studieren und – um einen ersten Schritt zu machen – die unnötigsten Inhaltsstoffe wie beispielsweise E-Nummern, gehärtete Fette und übermäßig Zucker (der bekanntermaßen oft mehrfach in unterschiedlichen Bezeichnungen in ein- und demselben Produkt auftaucht) zu identifizieren und nach und nach aus dem Ernährungsplan zu eliminieren.

Ja, zu einer solchen Umstellung muss man sich erst einmal überwinden.
Ja, dazu muss man zweifellos aus der Komfortzone treten.
Ja, nach jahrelanger ungünstiger Ernährung werden einem gesunden Lebensmittel vermutlich erst einmal geschmacklos und langweilig vorkommen.

Aber es ist nur eine Frage der Gewohnheit. Gewohnheiten kann man ändern. Und die Ernährungsgewohnheiten zu ändern, weg von minderwertigen Magenfüllern hin zu einer ausgewogenen, schmackhaften ECHTEN Ernährung, die dem Körper alles gibt, was er braucht (und noch mehr), ist eine der wertvollsten Entscheidungen, die man für sich und seinen Körper treffen kann.

Durch ein sanftes Ausbalancieren der eigenen Ernährung kann man die allseits bekannten abendlichen Heißhunger-Attacken auf ein Minimum reduzieren und sogar komplett aus seinem Leben verbannen. Hochwertige Nahrungsmittel sorgen aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung im Allgemeinen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, wodurch wir automatisch weniger davon essen müssen.

Ein weiterer Denkanstoß: Ernährung wird inzwischen vielfach mit Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Tag für Tag schlucken viele Menschen einen Cocktail an Medikamenten – gegen erhöhten Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte, Kopf- und Magenschmerzen und was es sonst noch alles für Leiden gibt. Dabei wird leider vielfach übersehen, ignoriert oder schlicht und ergreifend nicht gewusst, dass man mit einer sanften Anpassung der Ernährung Imbalancen im Körper ausgleichen kann. Nicht alle, aber viele.

Warum also nicht auf den Selbstversuch einlassen? Was hat man zu verlieren? Wenn man es versucht und sich besser fühlt, wunderbar! Und wenn man keine Besserung verzeichnen kann, ist nichts einfacher, als bestimmte Ernährungsregeln bei Bedarf wieder über Bord zu werfen. Aber wenn man es nicht versucht, weil man meint, es ändert sich sowieso nichts, dann wird man es nie wissen und möglicherweise unnötig leiden.

Ich habe mich bereits auf einen solchen Selbstversuch eingelassen und würde es jederzeit wieder tun. Was habt ihr zu verlieren? Außer schlechter Angewohnheiten…

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle…

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle zwei Wochen auf The bird’s new nest lesen könnt.

Wie der Titel schon erkennen lässt, geht es mir keineswegs darum, perfekt zu sein. Perfekt sein wollen vielleicht andere, aber mein Anspruch war das nie. Trotzdem möchte ich – für mich selbst – BESSER werden und im nächsten Jahr in den verschiedensten Bereichen meines Lebens so einiges ändern. Es würde mich daher freuen, wenn ihr mich auf meiner „Reise“ begleitet, auf der mir garantiert viele Steine und Steinchen in Form von Faulheit, alten Gewohnheiten oder anderen Ausreden im Weg liegen werden. Hier werde ich auf jeden Fall nicht nur die positiven Erkenntnisse, sondern auch mögliche negative Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen. Denn vielleicht findet sich darin die eine oder andere Inspiration oder Motivation für euch. Und wenn nicht, dann kann ich euch doch hoffentlich zumindest ein Lächeln entlocken.

Meine ganz persönlichen kleinen und großen Themen und die damit verbundenen Fragen für das kommende Jahr gestalten sich – ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit – aktuell wie folgt:
Bewusste Ernährung: Warum essen, was einem nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach und schnell verfügbar ist? Warum ungesunde Lebensmittel zu sich nehmen und damit die Gesundheit ruinieren?
Bewegung im Alltag und in der Natur: Warum faul auf dem Sofa liegen und den Weg des geringsten Widerstands wählen anstatt dem Körper die Aktivität zu gönnen, die er so dringend braucht und die ihm so gut tut?
Zeit für Auszeit: Warum durch das Leben hetzen, wenn ein gesunder Geist einen gesunden Körper braucht und beides nur mit ausreichend Entspannungsphasen zwischendurch erreicht und in weiterer Folge erhalten werden kann?
Mülltrennung: Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Umwelt. Warum nicht einfach angehen, statt nur darüber nachzudenken?
Einkaufsverhalten: Warum alles selbst doppelt und dreifach besitzen, wenn Teilen doch viel mehr Sinn und Freude mit sich bringt? Warum Dinge kaufen, die man eigentlich überhaupt nicht braucht und die einem nach kurzer Zeit schon mehr Energie rauben, als sie spenden, weil sie einfach nur Platz wegnehmen?
Kauf von Dosen und (Plastik-)Verpackungen reduzieren: Warum blind zum erstbesten Produkt greifen, wenn es so viele Alternativen gibt, die nicht nur besser sind, sondern auch noch umweltschonender verpackt?
Regionales und vor allem saisonales Obst und Gemüse kaufen: Warum müssen es unbedingt Südfrüchte sein, wenn wir hier – quasi vor der eigenen Haustür – jede Menge tolle Obst- und Gemüsesorten finden, die uns in der jeweiligen Jahreszeit mit allem versorgen, was wir brauchen?
Den nächstgelegenen Bio-Markt erkunden: Warum sind die am leichtesten erreichbaren Einkaufsstätten selten die beste Wahl? Warum nicht einfach etwas Neues ausprobieren und nachhaltigere, gesündere Alternativen für sich entdecken?

Einige Punkte dieser Liste werden sehr einfach umzusetzen sein, andere hingegen in mehreren Schritten und über einen längeren Zeitraum. Ich weiß auch noch nicht, ob ich jemals jeden einzelnen dieser Punkte abhaken kann, aber ich will und werde es versuchen. In kleinen, aber umso nachhaltigeren Schritten.

Was ich bereits seit Herbst verstärkt forciere, ist das Thema Mülltrennung. Viel zu lange bin ich an den Altglas-Sammeltonnen vorbei gegangen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Und habe leere Glasflaschen meistens zusammen mit dem Restmüll entsorgt, weil es ja „nur“ eine einzelne Flasche ist und ich um eine sinnvolle Menge für den Altglas-Container zu sammeln, viel zu lang brauchen würde, ich mir also die meiste Zeit nur den Abstellraum zumüllen würde. Irgendwann hat es zum Glück doch noch „Klick“ gemacht. Seitdem greife ich morgens auch nach einer einzigen Leerflasche, die ich am Weg zur Arbeit im sechzig Meter von der Haustür entfernten Container ablade.

Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

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Immer besser werden

Menschen wollen immer besser werden. Jeder, überall und jederzeit. Dass das bei Weitem nicht so einfach ist, wie es klingt, weiß nach dem einen oder anderen Fehlversuch vermutlich auch (beinahe)…

Menschen wollen immer besser werden. Jeder, überall und jederzeit. Dass das bei Weitem nicht so einfach ist, wie es klingt, weiß nach dem einen oder anderen Fehlversuch vermutlich auch (beinahe) jeder. Dennoch sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, weil man erkannt hat, dass man auch etwas dafür tun muss und man nicht einfach von heute auf morgen beschließen kann, „perfekt“ zu sein. Es ist auch gar nicht notwendig, weil man bereits mit ganz kleinen Veränderungen im Alltag große Veränderungen im Inneren bewirken und so eine stetige Wechselwirkung anstoßen kann.

„Kaizen“ lautet das Zauberwort. Aus dem Japanischen kommend bezeichnet dieser Begriff eine Lebensphilosophie, deren Kern das unaufhörliche Streben nach Verbesserung auf jeder erdenklichen Ebene bildet. Auf Basis dieses Konzepts wurde inzwischen sogar ein Managementsystem entwickelt, das in der westlichen Wirtschaft großen Anklang findet. Aber auch im privaten Bereich kann „Kaizen“ zum Inbegriff der persönlichen Weiterentwicklung werden.

Was bietet sich für einen Start in ein „besseres“ nachhaltigeres Leben mehr an, als das neue Jahr? So viele Vorsätze, die um den Jahreswechsel gefasst werden, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt – und warum? Weil wir uns zu viel vornehmen. Weil wir Ziele formulieren, die ohne eiserne Disziplin kaum zu erreichen sind. Weil wir meistens viel zu ungeduldig mit uns selbst sind und beim ersten Rückschlag fast schon erleichtert aufgeben. Ein nachhaltigeres Leben zu führen ist ein guter Vorsatz. Denn er ist einfach umzusetzen. Es braucht keine besondere Disziplin dazu und auch keine spezielle Ausrüstung. Es geht lediglich darum, aktiv und aufmerksam durchs Leben zu gehen und gewisse Gewohnheiten zu ändern.

Das Wichtigste vorweg: Keine Angst vor dem großen Wort Nachhaltigkeit! Sich entsprechend zu verhalten bedeutet schließlich keineswegs, dass man ab sofort nur mehr mit Jutebeutel bewaffnet Mantras singend zwischen Räucherstäbchen umhertanzen, auf Bambus herumkauen und der Enthaarung jeglicher Körperstellen abschwören muss. Das kann man natürlich gerne machen, wenn es der eigenen Persönlichkeit entspricht, man muss aber nicht. Ganz im Gegenteil – man kann das Thema Nachhaltigkeit auch ganz „unauffällig“ in das eigene Leben integrieren, ohne gleich zum Missionar zu werden.

Es gibt eine Vielzahl an Themen, die jeder Mensch jederzeit und überall ohne große Anstrengungen angehen kann. Um nur ein paar unmittelbar umsetzbare Beispiele zu nennen:

Mülltrennung: Selbstverständlich ist es bequem, sämtliche Abfälle in einen einzigen Müllbeutel zu packen. Es ist allerdings auch nicht viel umständlicher, Müll zu trennen. Dabei kann jeder selbst über die Intensität entscheiden. Altpapier, Glas, Dosen, PET-Flaschen, Biomüll, etc. – von Sondermüll ganz zu schweigen. Womit fängt man am Besten an? Der Weg zur richtigen Mülltrennung kann schrittweise erfolgen. Wichtig ist nur, den ersten Schritt zu wagen. Sucht euch einen Bereich aus, den ihr ab sofort trennen wollt. Denn glaubt mir, der nächste Altglas-Sammelbehälter ist nicht so weit entfernt, wie ihr vielleicht denkt.

Verzicht auf unnötiges Verpackungsmaterial, sowie Dosen und Plastik generell: Geht ab sofort aufmerksam durch den Supermarkt oder Drogeriemarkt. Neben den bunten doppelt und dreifach verpackten Flaschen und Tiegeln sind bestimmt auch weniger oder anders verpackte Produkte zu finden. Lasst den Verpackungsmüll als Signal im Geschäftslokal zurück. Wenn ihr Produkte in Gläsern kauft, habt ihr nach deren Verbrauch immer hochwertige, hygienische Vorratsbehälter zuhause und seid nicht auf Kunststoff-Behälter angewiesen.

Saisonalem und regionalem Obst und Gemüse den Vorzug geben: Die Lebensmittel schmecken durch die Ernte in reifem Zustand und die wesentlich kürzere Lagerung nicht nur besser und beinhalten mehr Vitamine und Nährstoffe, sondern schonen auch die Umwelt, weil die Transportwege im Vergleich zu exotischen und nicht-saisonalen Lebensmitteln um ein Vielfaches kürzer sind.

Nur so viel einkaufen, wie man auch wirklich verbrauchen kann: XXL-Sparpackungen sind in den seltensten Fällen wirklich Sparpackungen. Fallt nicht weiter auf plumpe Werbetricks herein. Denkt bei begrenzt haltbaren Lebensmitteln lieber nochmals gründlich darüber nach, ob ihr diese Menge in absehbarer Zeit auch wirklich verbrauchen könnt – und wollt.

Lieber mal die Füße vertreten! Lasst das Auto auch mal stehen. Man muss sich für die zweihundert Meter zum Bäcker nicht zwangsläufig ins Auto setzen. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder eine kleine Ausfahrt mit dem Fahrrad hat noch niemandem geschadet. So tut ihr nicht nur euch, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. Und das Brötchen schmeckt nachher gleich viel besser!

Was sind eure Vorsätze für das neue Jahr? Habt ihr euch auch Bereiche vorgenommen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun haben?

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