Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut.

Das Augustin

Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der ja nicht gerade für kulinarische Ergüsse bekannten Märzstraße, befindet sich schon seit einigen Jahren das Augustin. Anfänglich als eher normales Beisl gestartet hat es sich nun über die Jahre zu einem richtigen Schatz für die verschiedensten Menschen mit individuellen Ansprüchen entwickelt. So gibt es hier neben traditionellen Gerichten wie Filetsteak auch einiges an veganen und vegetarischen Gerichten, die sehr herausstechen und in dieser Form oft nicht einmal in speziellen, dafür ausgerichteten Lokalen zu finden sind.

Unter der Woche ist das Augustin bisher vor allem als Abendlokal beliebt und bekannt, da es immer erst um 16 Uhr aufgesperrt. Am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag, gibt es sogar schon ab neun Uhr morgens den „Frühstückssalon“ der sich auch nochmal stark vom Abendgeschäft abhebt. Im Frühling und Sommer kann man die leckeren Schmankerln im kleinen aber feinen Gastgarten genießen.

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Aber was steht nun eigentlich alles auf der durchmischten Speisekarte? Viele Speisen sind veganisierbar, andere bleiben so wie sind. Also gibt es für reine Pflanzenesser zum Beispiel Klassiker wie ein vegane Berliner Currywurst mit Pommes (sieht man in Wien ja auch nicht alle Tage) vegane, knusprige Tofu-Sticks und diverse Salate oder Snacks. Aber auch bei den Hauptmahlzeiten müssen wir nicht verhungern. Burger, Erdäpfelgulasch*, Grünkernbratlinge – hier geht es also eher deftig, aber doch gesund zu. Was das ganze natürlich noch besser macht: Man schmeckt gleich bei allen Gerichten heraus, dass hier mit hochwertigen Produkten gearbeitet wird und einiges davon soll auch Bio sein, was immer ein Pluspunkt ist.

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Wer mehr der Frühstücksmensch ist hat aber auch beim Frühstückssalon genügend Auswahl. So gibt es zwar auch hier klassische Variationen mit Schinken und Lachs, aber auch das „Go Vegan“ und das „Carole“ – Tofuwrap, Salat, Avocado, Gurken, Haferbrei – und das um nicht mal acht Euro! Da darf man sich wohl nicht beschweren. Alle Kaffees und Kakaos gibt es selbstverständlich auch mit Sojamilch, was das ganze Frühstück noch perfekt abrundet. Aber auch wenn man einfach Abends auf einen Drink gehen will, gibt es hier die ganze Palette von Bier über Wein bis hin zu speziellen Longdrinks und auch meine liebsten antialkoholischen Getränke wie Club Mate und Fritz Kola. Das alles wird in wirklich netter Atmosphäre von netten Menschen geführt, da kann man auch die nicht so schöne Lage des Lokals ausblenden.

Vor kurzem hat hier auch noch ein weiteres Schmankerl gestartet: Jeden Sonntag gibt es im Augustin jetzt die „Sunday Sessions“ wo bekannte Künstler wie zum Beispiel diesen Monat Clara Luzia oder Marilies Jagsch ab 20 Uhr Unplugged-Konzerte im kleinen Rahmen geben und man dazu lecker speisen und trinken kann.

Fazit: Ein wirklich heißer Tipp für alle die fernab vom Trubel der Großstadt einen gemütlichen Abend, vormittags oder nachmittags in feiner Atmosphäre mit gutem Essen und schöner Musik verbringen wollen.

Bewertung: 8/10
Märzstraße 67
1150 Wien

Mo – Do: 16:00 – 0:30 Uhr
Fr: 16:00 – 1:30 Uhr
Sa: 9:00 – 1:30 Uhr
So und Feiertags: 9:00 – 0:30 UHR

dasaugustin.at

 

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste das Cafe-Restaurant Oben auf den Dächern der Hauptbibliothek und das Erna B. im vierten Bezirk. Bis dahin, Mahlzeit!

 

*Für alle Nicht-Österreicher: Kartoffelgulasch

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