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Rohe Köstlichkeiten mitten in Wien: simply raw bakery (mit Rezept!)

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit…

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit in der Küche beziehungsweise auch auf regionalen Märkten, auf denen ich die Zutaten besorge. Wenn ich einkaufen gehe, achte ich darauf, regionale und auch saisonale Produkte zu kaufen. Gerne kaufe ich direkt bei Produzenten ein. Da wir einen Garten unser eigen nennen und mein Freund auch einen (kleinen) landwirtschaftlichen Betrieb hat, verwende ich natürlich bevorzugt unsere eigenen Produkte. Heraus kommen dabei neben typisch regionalen, saisonalen Speisen oftmals auch „Exoten“, dann ich probiere gerne Neues aus.

Meine Neugierde in Bezug auf Rohkost hat mich auch in die simply raw bakery in Wien geführt. Ich habe mich durch das Sortiment gekostet und eine Mitarbeiterin sowie die Besitzerin mit Fragen gelöchert. Auch die Atmosphäre in der Bakery hat mich beeindruckt. Es ist sehr gemütlich – die Sofas sind ein Hammer und die leise Musik im Hintergrund wirkt auf mich äußerst beruhigend. Das Personal ist sehr bemüht und gibt gerne Auskunft über die Speisen und deren Zubereitung.

simply raw bakery in Wien

Am 23. April 2014 hat die simply raw bakery in Wien eröffnet. Die Besitzerin der Bakery, Gabriele Danek, hat bereits 2010 die Rohkost-Welt für sich entdeckt. Nach der Absolvierung der Gastgewerbeprüfung und der Ausbildung zum „Raw Food Chef“ eröffnete die Quereinsteigerin diesimply raw bakery im Herzen Wiens.

simply raw bakery in Wien

in der simply raw bakery in Wien

Das Besondere an der simply raw bakery ist die Herstellung der Speisen in Gourmet Rohkost Qualität. Aus Früchten, Nüssen, Samen, Superfoods, Gemüse und Kräutern aus biologischer Landwirtschaft werden Gerichte gezaubert, die herkömmlichen Speisen in nichts nachstehen. So werden traditionelle Süßspeisen roh-köstlich interpretiert – Sachertorte, Marillenknödel, Kaiserschmarren und Gugelhupf.

Bei der Herstellung von Gourmet-Rohkost werden Lebensmittel zu keinem Zeitpunkt der Verarbeitung über eine Temperatur von 42 Grad erhitzt, gekocht oder gebacken. Durch diese Vorgehensweise bleiben alle Vitamine, Enzyme und Spurenelemente erhalten. Der menschliche Körper kann somit den besten Nutzen aus der Nahrung schöpfen. In der simply raw bakery sind alle Speisen laktose-, gluten- und zuckerfrei (es wird kein industrieller Zucker verwendet, sondern hausgemachte Dattelpaste und Agavensirup) sowie biologisch, sojafrei und vegan.

Schneefloeckchen in der simply raw bakery

In Handarbeit wird täglich frische Mandelmilch hergestellt, die zur Zubereitung von Speisen, aber auch für einige Kaffeevarianten verwendet wird. Es gibt aber nicht nur Süßes in der simply raw bakery. Auch kleine, nach Saison variable Snacks, Häppchen, Suppen und Tabouleh werden angeboten. Genauso wie Bruschetta, Nudeln und Lasagne kredenzt werden, natürlich in Rohkostqualität.

Die so genannten Superfoods, Goji-Beeren, Chia-Samen, Kakao-Nips und Kakao-Puder, sind auch in der Bakery erhältlich. Die Superfoods zeichnet ihr hoher Anteil an Antioxidantien aus, welche Fänger von freien Radikalen sind. Alle angebotenen Speisen können auch mitgenommen werden. Von diesem Angebot machte ich auch gleich Gebrauch, nachdem ich vor Ort schon ordentlich zugelangt habe. Ich gönnte mir ein traumhaftes, cremiges Tiramisu und einen Caffè Latte mit Mandelmilch. Die Creme des Tiramisus zerging regelrecht auf der Zunge, das Kakao-Puder obendrauf rundete den Geschmack ab. Um ehrlich zu sein, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um Rohkost handelt. Die in der Geschenkbox mitgenommenen Rohkost-Kugeln und die Bounty-Variation haben zu Hause keinen Tag überlebt – mein Gusto war einfach zu groß.

Tiramisu und Caffè Latte in der simply raw bakery

In Zukunft werde ich die simply raw bakery öfters besuchen. Ich kann nur jedem empfehlen, vorbeizuschauen und in die Welt der Rohkost einzutauchen – es zahlt sich auf jeden Fall (nicht nur geschmacklich) aus.

Weitere Informationen findet ihr unter simplyrawbakery.at und auf Facebook: ‪www.facebook.com/simplyrawbakery 

Die simply raw bakery befindet sich in der Drahtgasse 2/Am Hof in 1010 Wien. Sie hat von Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Bakery ist aber auch am Biobauermarkt Freyung am Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr anzutreffen.

Da ich von den rohen Köstlichkeiten so begeistert war, habe ich Gabriele nach einem Rezept gefragt. Die Glückskugeln passen übrigens perfekt zur Winterzeit finde ich, denn es ist Zimt darin.

Glueckskugerl nach einem Rezept der simply raw bakery

Glückskugeln (Rezept für ca. 30 Stück)

¼ Tasse Orangensaft
1 Tasse Datteln
2 Tassen gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Vanille
1 Prise Salz
Kokosflocken oder gemahlene Nüsse zum Wälzen

Datteln eine Stunde in Orangensaft einweichen. Mit einem starken Mixer zu Dattelpaste verarbeiten, restliche Zutaten dazugeben und gut durchmischen. Mit der Hand Kugeln formen und in den Kokosflocken oder gemahlenen Nüssen rollen. Mindestens drei Stunden kühl stellen – genießen!

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Veganista mal Zwei – Mehr veganes Eis in Wien

Das wohl einzige Eisgeschäft, das im Dezember einen neuen Shop eröffnet ist das Veganista. Aber ich kann es gut verstehen. Seitdem ich – wohlgemerkt als Nicht-Veganer – mein erstes Eis…

Das wohl einzige Eisgeschäft, das im Dezember einen neuen Shop eröffnet ist das Veganista. Aber ich kann es gut verstehen. Seitdem ich – wohlgemerkt als Nicht-Veganer – mein erstes Eis von den Inhaber-Schwestern Susanna und Cecilia probiert habe, führt mich mein Weg, wenn es um Eis geht, nur noch zu ihnen. Sowohl geschmacklich, als auch von der Philosophie der beiden bin ich restlos verführt.

Die 18 Sorten, die täglich angeboten werden, werden jeden Morgen frisch zubereitet. Außerdem werden nur frische und natürliche Inhaltsstoffe von bester Qualität verwendet. Es werden also keine künstlichen Zusatzstoffe, keine Fertigpasten, keine Farbstoffe und keine Geschmacksverstärker auf Eis gelegt.

Selbstverständlich werden keinerlei Tierprodukte wie Eier oder Milch verwendet. Das macht das Eis besonders interessant für Veganer aber auch für Menschen mit Allergien. Die meisten Sorten werden mit Sojamilch hergestellt, aber auch Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch oder Kokosmilch kommen zum Einsatz.

Mein persönliches Highlight sind die Sorten, für die kein raffinierter Zucker verwendet wird. Stattdessen kommt Birkenzucker oder Agaven- und Ahornsirup zum Einsatz. Diese Sorten haben einen niedrigeren glykämischen Index als normales Eis, darum können diese Sorten auch von Diabetikern genossen werden.

Bisher war das Veganista nur im siebten Bezirk in der Neustiftgasse 23 beheimatet. Seit dem 8. Dezember 2014 hat der zweite Shop im fünften Bezirk in Wien geöffnet und zwar in der Margaretenstraße 51. Vorbei schauen lohnt sich in jedem Fall. Denn gerade jetzt im Winter werden neben normalen Sorten passenderweise Köstlichkeiten wie Haferflocken-Zimt, Lebkuchen oder Spekulatius angeboten. Welche Sorten gerade aktuell sind, erfahrt ihr täglich auf der Veganista Facebook-Seite.

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„Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen!“

Eine Gruppe von Menschen sammelt sich vor einer Filiale der Modemarke „Burberry“ in der Wiener Innenstadt. Das Auffälligste an ihnen sind die Masken, die einen weißen Fuchskopf zeigen, welche viele…

Eine Gruppe von Menschen sammelt sich vor einer Filiale der Modemarke „Burberry“ in der Wiener Innenstadt. Das Auffälligste an ihnen sind die Masken, die einen weißen Fuchskopf zeigen, welche viele von ihnen bei sich tragen. Ein Mann, ein hochgehaltenes Schild mit der Aufschrift „Bloodberry“ tragend, kommt mir entgegen. Ich lasse meinen Blick auf eine Reihe von Menschen vor dem Geschäft schweifen. „Save Kimi“ lautet der Schriftzug auf einem großen Transparent, welches die Personen vor sich halten. Ich stelle mich zu der Gruppe und entrolle mein Plakat. Passanten gehen vorüber und schauen irritiert auf die Banner. Viele von ihnen fragen sich sicher wer Kimi ist, bis sie von einem engagierten Tierschützer einen Flyer überreicht bekommen, welcher die Unklarheiten beseitigt.

Wer ist Kimi?

„Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen!“ lautet die Überschrift auf dem Flyer der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Kimi ist ein weißer Fuchs. Ein Tier stellvertretend für viele Füchse, Waschbären und Nerze, die für die Pelzindustrie gehalten und getötet werden. Er wurde im April 2014 geboren und lebt mit tausenden Artgenossen in kleinen Käfigen auf einer Pelzfarm in Finnland. Die Haltebedingungen dort sind schlecht. Die Käfige sind klein, viele Tiere krank und verängstigt. Unter den Gittern, auf denen sie stehen, sammeln sich Exkremente. Doch dort lebt er nicht lange. Im Oktober hat die sogenannte Fell-Ernte begonnen, die sich noch durch den gesamten November zieht. Während dieser Zeit werden die Tiere getötet. Ihnen wird das Fell abgezogen, um damit später Jacken und Mäntel, Mützen und Schuhe zieren zu können.

Wer bezieht dieses Fell?

Der Protest unter dem Titel „Save Kimi“ richtet sich überwiegend gegen das britische Modelabel Burberry, welches ihren Pelz von der Firma SAGA FURS bezieht. Doch Pelz ist nicht nur ein Problem bei Burberry oder einzelnen Modegeschäften, viele Modeketten führen noch immer Kleidung mit Pelz.

Warum sollte man keinen Pelz kaufen?

Für viele Tierrechtler steht der moralische Aspekt im Vordergrund. Pelz ist heutzutage nicht mehr dazu da, um sich warm zu halten, sondern ist ein reines Modeaccessoire geworden. Die meisten möchten grundsätzlich nicht, dass ein Tier für die optische Aufwertung eines Kleidungsstückes getötet wird. Auch die Haltebedingungen der Tiere in den Pelzfarmen schrecken viele Leute ab. Oft werden sie in viel zu kleinen Käfigen gehalten, in denen sie sowohl körperlich als auch psychisch krank werden und vor sich hinvegetieren, um eines Tages das Fell abgezogen zu bekommen und dem Menschen als Schmuck zu dienen.

Pelz ist Tierquälerei – meist sind die Haltebedingungen der Tiere deshalb schlecht, da die Pelze aus vielen Ländern importiert werden, wo die Tierschutzstandards deutlich niedriger sind als in der EU. Die Tiere werden ohne Betäubung erdrosselt, vergast, erschlagen oder erstochen. Manchmal lässt man sie auch ausbluten, um das Fell nicht zu beschädigen. In einigen Fällen sind die Tiere noch nicht einmal tot, wenn sie gehäutet werden.

Pelz ist gesundheits- und umweltschädlich. Wenn einen nicht der moralische Aspekt überzeugt, dann tut es vielleicht der gesundheitliche: Pelz ist kein so natürliches Produkt, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Fell muss mit vielerlei Chemikalien behandelt werden, um es zu reinigen, zu gerben und zu konservieren. Hinzu kommt oftmals eine Färbung des Felles. Die Stoffe, die hier eingesetzt werden sind zum Teil bedenklich für den Menschen. Laut einer Studie (Gift im Pelz Report II – 2011 „Bedenkliche Chemikalien in Pelzprodukten“ Report und Untersuchungsprogramm von EcoAid by Manfred Krautter) der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ wurden in Pelzprodukten Chemikalien gefunden, die Krebs, Fortpflanzungsbeeinträchtigungen, Allergien, Nervenschäden, Schleimhautreizungen oder Hormonstörungen auslösen können. Unter anderem wurden Rückstände von Schwermetallen und Formaldehyd festgestellt. Bei Pelz und Lederprodukten wird der Verbraucher kaum vor giftigen Stoffen geschützt, denn der Formaldehydgehalt in Leder und Pelzen unterliegt keinen spezifischen rechtlichen Regelungen oder Kennzeichnungspflichten, sofern es sich nicht um Produkte für Kleinkinder handelt, obwohl es Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen auslösen kann und von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO als „krebserregend für den Menschen“ eingestuft wurde.

Wie kann ich Kunstpelz und Echtpelz voneinander unterscheiden?

Oftmals wird Echtpelz nicht als solcher deklariert und es kommt nicht selten vor, dass das Fell ursprünglich einer Katze oder einem Hund gehörte. Zwar besteht seit 2009 ein EU-weites Importverbot für Haustierfelle, doch durch falsche Angaben gelangen immer noch Haustierpelze nach Europa. Zudem ist die Produktion von Echtpelz außerhalb der EU oftmals günstiger als die Herstellung eines guten Kunstpelzes. Daher ist auch der Preis kein Kriterium mehr, um die Echtheit eines Pelzes zu bestimmen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, wie man versuchen kann, Echtpelz und Kunstpelz voneinander zu unterscheiden:

1. Pusten: Pustet man gegen echtes Fell, so bewegt es sich schon bei leichten Windstößen. Kunstpelz bleibt bei einem kleinen Windzug nahezu unbewegt.

2. Trägermaterial überprüfen: Wenn man die Haare des Fells auseinanderzieht kann man oft erkennen, was für ein Trägermaterial darunter liegt. Echte Felle sind oftmals noch an der Tierhaut befestigt. Kunstfelle dagegen haben ein Gewebe als Grundlage.

3. Brennprobe: Beim Anzünden von Fasern eines echten Felles riecht es nach verbranntem Haar. Bei Kunstpelz kann ein Geruch nach verbanntem Plastik entstehen. Zudem schrumpft verbrannter Kunstpelz zu einer kleinen Kugel zusammen, während verbranntes echtes Fell zerfällt.

Doch auch diese Tests sind kein hundertprozentiger Garant dafür, um festzustellen, ob man einen echten Pelz vor sich hat.

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Wie kann ich aktiv werden?

Am besten ist es, in kein Produkt zu investieren, das mit Pelzbesatz geschmückt wird. Denn auch wenn man sich sicher ist, keinen echten Pelz zu besitzen, trägt man die Botschaft nach Außen, dass Pelzbesatz, egal ob echt oder unecht, schick sei. Man verstärkt somit die Mode, was bewirken kann, dass andere, nicht so gut informierte Leute, beeinflusst werden und zu Pelzprodukten greifen. Der eigene Verzicht ist ein wichtiger Schritt gegen die Pelzfarmen, da man Stellung bezieht und den Geschäften zeigt, dass man ihre Pelzprodukte nicht haben möchte. Zudem gibt es noch weitere Möglichkeiten sich zu engagieren:

Soziale Netzwerke: Es braucht aktives Engagement, um auf die Pelzproblematik aufmerksam zu machen. Man kann beispielsweise Informationen zur Herstellung von Pelz in sozialen Netzwerken teilen und mit Freunden über das Thema sprechen.

Feedback an Geschäfte geben: Hat man gelesen oder selbst in einem Geschäft festgestellt, dass eine Firma Pelz in ihren Läden vertreibt, kann man sich an die Firma per E-Mail oder über ein soziales Netzwerk wenden und sie bitten, die Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Wichtig hierbei ist, einen freundlichen Ton zu bewahren und klar und kritisch zu erklären, warum man keine Pelzprodukte kaufen möchte. Man sollte deutlich machen, dass man nicht bereit ist, in dem Geschäft weiterhin einzukaufen, so lange es dort Pelzprodukte gibt. So zeigt man der Firma, was man sich als Konsument wünscht. Man glaubt vielleicht, die Nachricht eines Einzelnen könnte nichts bewirken, allerdings hat das Aussprechen seiner Meinung und Wünsche als Kunde mehr Auswirkungen als man erwartet. Vor allem, wenn man andere dazu animiert, ebenfalls an die Geschäfte zu schreiben. Doch auch positive Resonanz ist ein wichtiger Aspekt bei der Kommunikation mit Unternehmen. Hat eine Firma tatsächlich Pelzprodukte aus den Geschäften verbannt, so ist eine Nachricht, in der man seine Freude über die Entwicklung ausdrückt, ein guter Schritt.

Demonstrationen: Anti-Pelz Demonstrationen finden in ganz Europa statt. Allein die „Save Kimi“ Demonstrationen haben Leute in London, Berlin, Hamburg und Wien erreicht. In Deutschland findet zudem jährlich die Großdemonstration „Frankfurt Pelzfrei!“ der Tierrechtsinitiative Rhein-Main statt, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

Tierschutzorganisationen: Auch regionale Tierschutzorganisationen kann man im Kampf gegen den Pelz unterstützen oder sie auf die Problematik hinweisen, sollten noch keine Aktionen zu dem Thema stattfinden.

Das Engagement jedes Einzelnen ist gefragt. Helft mit, Pelz aus den Geschäften zu verbannen!

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bröselei – Das glutenfreie Backatelier

Ernährung, vor allem eine gesunde Ernährungsweise, ist heutzutage in aller Munde. Vegetarisch, vegan und Paleo sind nur einige der Varianten, die zur Auswahl stehen. Von Trennkost bis hin zu Schonkost…

Ernährung, vor allem eine gesunde Ernährungsweise, ist heutzutage in aller Munde. Vegetarisch, vegan und Paleo sind nur einige der Varianten, die zur Auswahl stehen. Von Trennkost bis hin zu Schonkost ist für jeden etwas dabei, die Supermarktregale sind voll gefüllt mit passenden Produkten für jeden Trend. Wenn man seine Ernährung aber nicht nur aus ethischen oder Gründen des allgemeinen Wohlbefindens wählt, sondern besonders auf Unverträglichkeiten und Allergien Rücksicht nehmen muss, wird die Auswahl schon etwas geringer. Besonders schwierig scheint es für Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit zu sein. Sabine kann davon ein Liedchen singen. Ganz nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ hat sie das erste glutenfreie Backatelier in Wien gegründet. Vergangene Woche folgte ich einer Einladung in ihre höchst private Backstube und durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Im Mai hat Sabine die bröselei eröffnet. Während wir gemeinsam mit ihrem Freund Aron* in ihrer Küche sitzen, die gleichzeitig ihre Backstube ist, und Lebkuchen für das Weihnachtssortiment verkosten (die übrigens auch im Juli ganz hervorragend schmecken), erzählt sie mir die Entstehungsgeschichte ihres Backateliers. „Ich habe Diätologie studiert, weil mich Ernährung schon immer interessiert hat. Während meinem Studium hatte ich sehr lange gesundheitliche Probleme. Ich war bei verschiedenen Ärzten, aber keine Behandlung hat angeschlagen. Erst als ich eine streng glutenfreie Ernährung ausprobiert habe, hat sich mein Zustand innerhalb kürzester Zeit verbessert. Deshalb bin ich dabei geblieben.“ Das klingt ja gar nicht mal so schwierig. Ich vertrage das nicht, also esse ich es nicht mehr. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, klärt mich Sabine auf. „Man sollte Gluten nicht komplett aus seiner Nahrung streichen, bevor man nicht eine mögliche Zöliakie-Erkrankung medizinisch abklären hat lassen. Ansonsten können spätere Untersuchungsergebnisse verfälscht werden, da muss man wirklich aufpassen. Wenn man an Zöliakie leidet, können nämlich schon die geringsten Spuren von Gluten dramatische Auswirkungen haben. Bei einer reinen Unverträglichkeit ist das nicht ganz so schlimm. Wenn man aber alles abgeklärt hat, ist eine glutenfreie Ernährung gar nicht so schwer umzusetzen.“ Man merkt, dass sich Sabine mit dem Thema wirklich intensiv auseinander gesetzt hat. Es gefällt mir gut, dass sie auf den medizinischen Hintergrund hinweist und die Problematik nicht verschweigt.

Nun ist die Umstellung der eigenen Ernährung eine Sache, aber dass man seinen beruflichen Schwerpunkt auch dementsprechend wählt, doch eine ganz andere. „Als ich begonnen habe mich glutenfrei zu ernähren, hatte ich das Gefühl, dass es sehr viele Produkte gibt. Über einen längeren Zeitraum betrachtet war es dann aber doch irgendwie immer dasselbe. Während Aron und ich durch Europa gereist sind, haben wir gesehen wie viel größer das Sortiment doch anderswo ist. In Stockholm haben wir geniale Burger gegessen, in Irland gab es sogar an der Tankstelle mindestens zwei Regale voller glutenfreier Lebensmittel. Da ist uns bewusst geworden, wie klein die Auswahl in Österreich eigentlich ist. So ist die Idee entstanden, ein eigenes Unternehmen zu gründen.“ Bei Sabine klingt das alles so einfach. Die junge Frau vermittelt den Eindruck, als wäre sie frisch von der Uni gekommen und hätte mir nichts, dir nichts, mal eben so ein ein eigenes Geschäft auf die Beine gestellt. „Naja, ganz so war es nicht.“ Sie lacht. „Eigentlich bin ich nach Wien gekommen, weil ich als Diätologin arbeiten wollte. Das hat sich aber als schwieriger herausgestellt, als ich angenommen hatte. Dass ich irgendwann einmal selbstständig sein werde, habe ich schon immer gewusst. Auch dass es gastronomischer Betrieb sein wird, ich habe nämlich auch eine entsprechende Schule – HBLA mit Fachprüfung – gemacht. Dass es dann aber so schnell gehen wird, hätte ich nicht gedacht. Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Aron hat mich dabei sehr unterstützt, er hat mich von Anfang an motiviert.“

Alle Bilder: bröselei

Während ich das gefühlt fünfzigste Stück Lebkuchen vom Teller stibitze, schwelgen Sabine und Aron in Erinnerungen an die Unternehmensgründung. Da gibt es viel zu lachen und erzählen. „Mit der Idee allein war es ja nicht getan, ich musste auch ein Gewerbe anmelden. Das war eine der größten Herausforderungen. Bei der Gewerbebehörde hat man mir gesagt, dass das nicht geht. Ein Gewerbe für die Erzeugung glutenfreier Backwaren gab es noch nie und eine klassische Ausbildung zur Konditorin hätte ich ja auch nicht. Dass ich eine abgeschlossene Ausbildung als Köchin, Kellnerin und Diätologin vorweisen konnte, war dem Sachbearbeiter nicht genug. Er hat vorgeschlagen, dass ich zwei Jahre lang für zwei Stunden pro Woche in einer Konditorei arbeiten könnte, damit ich die entsprechende fachliche Qualifikation erwerbe. Allein der Gedanke war absurd. Wie hätte das klappen sollen? Abgesehen vom Zeitaufwand, in einer klassischen Bäckerei wimmelt es nur so von Gluten. Gottseidank war das dann aber nicht notwendig. Nachdem ich bei der Wirtschaftskammer ein Fachgespräch geführt habe und ein Fachgutachten erstellt wurde, wurde mir dann doch die Gewerbeberechtigung ausgestellt. Das war ganz schön mühsam, aber es ist gut, dass es für die Ausübung eines Gewerbes hohe Auflagen gibt. Das bietet den Konsumenten wenigstens Sicherheit.“ Schön, dass sich Sabine von der Bürokratie nicht abhalten ließ. Sonst säße ich jetzt nicht hier und könnte keinen Lebkuchen genießen (ihr merkt, ich freue mich auf Weihnachten).

Wenn Idee und Bürokratie soweit abgehakt sind, fehlt eigentlich nur noch die Umsetzung. Besonders neugierig bin ich auf die Namensgebung. Wie sie wohl auf „bröselei“ gekommen sind? „Die Namensgebung war lustig. Wir haben uns ein paar Namen überlegt und unter Familie und Freunden eine Abstimmung gemacht. ‚bröselei‘ hat zwar im Vorfeld für Verwirrung und Gelächter gesorgt, aber trotzdem gewonnen.“ Das interessiert mich jetzt aber! Wieso lacht man über „bröselei“ und woher stammt die Verwirrung? „Freunde von uns haben bröselei als ‚Brösel-Ei‘ verstanden und sich gefragt, was damit wohl gemeint ist. Deshalb haben sie den Vorschlag für nicht gut befunden. Wir haben uns darüber großartig amüsiert.“ erzählt Aron mit einem Lachen. „’bröselei‘ klingt nach etwas Kleinem und Lieben, nach etwas Handgemachtem. Genau so haben wir uns das auch vorgestellt. Kleine, liebliche von Hand gefertigte Backwaren. Der Name war einfach perfekt. Zu Silvester haben wir die bröselei getauft.“

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Von der Taufe bis zur Eröffnung des eigenen Webshops vergingen knapp vier Monate, seit Mai ist der Shop online. Jetzt, wo ich weiß, wie die bröselei entstanden ist, will ich natürlich wissen, was sie so besonders macht. Dass alle Produkte glutenfrei sind, ist wie ich Sabine und Aron einschätze noch lange nicht alles. „Dass die bröselei das erste glutenfreie Backatelier in Wien ist, ist wohl etwas Besonderes. Ein großer Teil unseres Sortiments ist auch vegan, in Zukunft soll das noch mehr werden. Unsere Produkte enthalten keine Spuren von Gluten und möglichst wenig andere Allergene. Gerade bei Getreide als ‚Risikoprodukt‘ ist das relevant. Und auch unter unseren veganen Kunden kommt das sehr gut an. Da bei uns zu Hause auch ausschließlich glutenfrei gekocht und gebacken wird, kann es zu keiner Kontamination mit glutenhaltigen Getreidesorten kommen. Außerdem ist Echtheit für uns extrem wichtig. Wenn ich einen Schoko-Bananenkuchen anbiete, dann ist auch genau das drin. Schokolade und Bananen. Ich will nichts verkaufen, wo zum Beispiel nur drei Prozent Bananenpulver drin sind. Deshalb verwenden wir nur selbst gemachte Gewürzmischungen und drucken auch sehr detaillierte Zutatenlisten auf die Verpackungen. Unsere Kunden sollen bis ins kleinste Detail wissen, was sie gerade essen.“ Das sind Prinzipien, mit denen die beiden bei mir punkten können. Ehrlichkeit und Echtheit, danach sucht man oft vergeblich. Aber wie sieht es mit Regionalität und Bio-Qualität aus? Wird auch darauf geachtet? „Unsere Zutaten stammen, sofern es möglich ist, aus der Region. Wir achten auch auf Bio-Qualität, aber das geht leider nicht immer. Besonders die Kombination aus Spurenfreiheit und Bio-Garantie ist nicht einfach. Vor allem bei Getreide und gerade da möchten wir kein Risiko eingehen. Ich habe zum Beispiel noch nie Bio-Buchweizen gesehen, der keine Spuren von anderen Getreidesorten enthält. In solchen Fällen müssen wir auf konventionelle Produkte zurückgreifen. Wenn Eier in einem Produkt enthalten sind, stammen sie aus österreichischer Freilandhaltung. Ich bin der Meinung, dass man in seinem Unternehmen keine schlechteren Produkte verwenden kann als in seiner privaten Küche. Das wäre nicht richtig.“ Auch hier ist Sabine gnadenlos ehrlich. Um die absolute Verträglichkeit und Reinheit ihrer Bäckereien garantieren zu können, geht sie einen Kompromiss ein. Für mich klingt das nachvollziehbar und wirklich gut durchdacht.

Alle Bilder: bröselei

Ob es wohl irgendetwas gibt, dass Sabine nicht perfekt geplant und abgestimmt hat? Ich bezweifle es. „Ich bin wirklich eine Perfektionistin. Ein neues Produkt muss ich in etwa sieben Mal backen, bis ich zufrieden bin. Und dann kommt Aron und sagt ‚Aber vielleicht könnte man noch…‘ und alles geht von vorne los.“ Aron lacht verschmitzt. Kein Wunder, immerhin darf er alle Leckereien als Erster probieren. Die beiden geben ein tolles Team ab. Ich frage sie, wie denn das Geschäft auf ihr Privatleben Einfluss nimmt. Immerhin ist es nicht selbstverständlich, dass man zusammen lebt und auch beruflich so viel gemeinsam macht. „Die bröselei ist eigentlich immer präsent. Wenn wir am Abend fernsehen, kommt es schon mal vor, dass einer von uns eine Idee für einen neuen Kuchen oder neue Cracker hat. Die muss dann sofort aufgeschrieben und ausprobiert werden.“ Ja, wenn die Muse einen küsst, wartet man besser nicht zu lange. „Aron ist mein stärkster Kritiker. Wenn alle anderen sagen ‚Das passt schon so‘ ist er immer derjenige, der noch etwas anders haben will. ‚Davon könnte noch eine Prise mehr rein, davon vielleicht noch etwas weniger‘. Dafür bin ich ihm wirklich dankbar, ohne ihn hätte ich das wohl nicht geschafft. Er hat den Webshop gemacht und unterstützt mich auch sonst bei allem, was anfällt.“ Dass Aron eigentlich noch studiert und auch einen Job hat, erwähnt er in einem Nebensatz. Das ist ja auch kaum der Rede wert. Ich bin wirklich beeindruckt von dem Jungunternehmerpärchen und seiner Motivation.

Die Motivation der beiden endet aber nicht bei der Produktentwicklung. Auch auf die richtige Verpackung legen sie Wert. „Wir versuchen alle unsere Produkte so umweltschonend wie möglich zu verpacken. Brot und Kuchen verkaufen wir in Gläsern. Darin halten sich die Backwaren mindestens acht Wochen, sie bleiben frisch und saftig. Die Gläser können dann auch weiter verwendet werden, als Vorratsbehälter zum Beispiel oder um wieder darin zu backen. Alles andere ist in Karton verpackt, mit Plastik arbeiten wir nur wo es gar nicht anders geht.“ Die bröselei scheint von Anfang bis Ende auf Nachhaltigkeit ausgerichtet zu sein.

Während ich schon von einem Kuchenmeer in meiner Küche träume, frage ich Sabine nach ihren Wünschen für die Zukunft. „Ich wünsche mir, dass die bröselei weiterhin so gut läuft, wie sie gestartet ist. Oft kommen Leute, die sagen, dass sie zwar selbst nicht an einer Glutenunverträglichkeit leiden, aber jemanden kennen, auf den das zutrifft. Es wäre schön, wenn die Menschen uns auch in Zukunft weiter empfehlen und auch ‚Nicht-Allergiker“ unsere Produkte gerne kaufen. Die bröselei soll wachsen, aber ich will nichts erzwingen. Ich will nicht, dass wir zu einem großen Industriebetrieb werden.“ Klein und fein will sie also bleiben. „Aber eine richtige Backstube mit einem kleinen Ladengeschäft hätte ich schon gerne. Dann könnte ich frisches Brot anbieten. Danach gibt es auch die meiste Nachfrage. Im Moment geht das leider noch nicht, aber das wäre mein größter Traum!“ Ich kann sie mir so gut vorstellen, wie sie in ihrem kleinen Laden am Ofen steht – die Luft vom Duft frischer, warmer Brötchen erfüllt – und ihren staunenden Kunden erklärt, dass das flaumige, ofenwarme Ding in ihrer Hand tatsächlich glutenfrei ist. Wenn ich Sabine und Aron so vor mir sehe, sprudelnd vor Ideen und voller Leidenschaft und Begeisterung, habe ich nicht die geringsten Zweifel, dass es in absehbarer Zukunft ein kleines Atelier namens bröselei geben wird, in dem die feinsten glutenfreien Leckereien frisch aus dem Ofen zu kaufen sein werden. Für alle, die nicht so lange warten wollen, habe ich einen Tipp. Die bröselei wird am 2. und 3. August mit dem ersten glutenfreien Stand am Sommermarkt am Spittelberg in Wien vertreten sein. Dort gibt es die kleinen Köstlichkeiten nicht nur zu erwerben, sondern auch zu verkosten!

Alle Bilder: bröselei

Zum Abschluss unseres Gesprächs frage ich Sabine und Aron nach ihren absoluten Favoriten. Sie sind sich beinahe einig. Den Mohn-Crackern mit Graumohn aus dem Waldviertel können beide nicht widerstehen. Da sich Aron aber nicht entscheiden kann, kommt auch der Schoko-Bananenkuchen ganz oben auf die Favoritenliste. Ob es sonst noch etwas gibt, dass die bröselei der Welt sagen will, frage ich die beiden auch. Sabine überlegt eine Weile. „Ich wünsche mir, dass sich die Menschen mehr mit ihrer Nahrung und der Umwelt auseinander setzen. Sie sollen sich fragen, woher ihr Essen kommt und was da auf ihrem Teller landet. Die Leute sollen sich Gedanken machen, ob ihr Mittagessen nachhaltig produziert wurde. Darüber, wie das Tier gelebt hat, das sie gerade verspeisen. Welchen Einfluss ihre Ernährung auf die Umwelt hat. Es wäre schön, wenn die Menschen achtsamer wären und nicht mehr so viel im Müll landen würde. Bei uns wird nichts weg geworfen. Wenn ein Backversuch schief geht, essen wir alles selber.“ Ich glaub ja nicht, dass all zu viel schief geht. Und selbst wenn, so schlecht kann der Misserfolg einer Meister-Zuckerbäckerin ja gar nicht sein. Arons Grinsen gibt mir Recht.

Bis oben hin voll mit Lebkuchen und einer prall gefüllten Tüte voller Cracker, Müsli, Kuchen und Brot mache ich mich nach einem sehr netten Gespräch mit zwei hinreißenden Menschen auf den Heimweg. Für den Mann gibt es auch einen Kuchen. Schoko-Banane, den darf er – da nicht vegan – ganz in Ruhe alleine essen. Das tut er mit Begeisterung während ich noch vom Lebkuchen schwärme und mich Mitte Juli schon wie ein Kind auf die Vorweihnachtszeit freue. Dann ist die bröselei nämlich am Weihnachtsmarkt am Spittelberg vertreten. Wenn ihr dort vorbei kommt und euch wundert, wer das Mädchen ist, das den Kopf in die Lebkuchenschüssel steckt: Das bin vermutlich ich!

*Aron ist gute Seele, Profi-Verkoster und Webmaster in einer Person.

 

Die Köstlichkeiten der bröselei könnt ihr direkt im Webshop bestellen. Wenn ihr größere Mengen benötigt oder Sonderwünsche habt, könnt ihr Sabine direkt per Mail kontaktieren. Sofern es irgendwie möglich ist, werden auch besonders kreative Wünsche erfüllt! Außerdem gibt es die Produkte auch bei einigen Vertriebspartnern in Wien, zum Beispiel bei Sonja in der Easy-going Bakery, die ich euch hier vorgestellt habe. Eine detaillierte Auflistung aller Vertriebspartner findet ihr hier. Zu guter Letzt könnt ihr euch am 2. und 3. August am Sommermarkt am Spittelberg und im November am dortigen Weihnachtsmarkt durch das Sortiment kosten! Weitere Markttermine sind auf der Homepage der bröselei ersichtlich.

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut. Das Augustin Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der…

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut.

Das Augustin

Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der ja nicht gerade für kulinarische Ergüsse bekannten Märzstraße, befindet sich schon seit einigen Jahren das Augustin. Anfänglich als eher normales Beisl gestartet hat es sich nun über die Jahre zu einem richtigen Schatz für die verschiedensten Menschen mit individuellen Ansprüchen entwickelt. So gibt es hier neben traditionellen Gerichten wie Filetsteak auch einiges an veganen und vegetarischen Gerichten, die sehr herausstechen und in dieser Form oft nicht einmal in speziellen, dafür ausgerichteten Lokalen zu finden sind.

Unter der Woche war das Augustin bisher vor allem als Abendlokal beliebt und bekannt, da es immer erst um 17 Uhr aufgesperrt hat. Vor kurzem hat sich aber auch das geändert: Ab 13 Uhr Mittags kann man jetzt beim sogenannten „Nachmittagskaffee“ das nette Lokal besuchen. Am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag, gibt es sogar schon ab neun Uhr morgens den „Frühstückssalon“ der sich auch nochmal stark vom Abendgeschäft abhebt. Im Frühling und Sommer kann man die leckeren Schmankerln im kleinen aber feinen Gastgarten genießen.

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Bild: Das Augustin

Aber was steht nun eigentlich alles auf der durchmischten Speisekarte? Viele Speisen sind veganisierbar, andere bleiben so wie sind. Also gibt es für reine Pflanzenesser zum Beispiel Klassiker wie ein vegane Berliner Currywurst mit Pommes (sieht man in Wien ja auch nicht alle Tage) vegane, knusprige Tofu-Sticks und diverse Salate oder Snacks. Aber auch bei den Hauptmahlzeiten müssen wir nicht verhungern. Burger, Erdäpfelgulasch*, Grünkernbratlinge – hier geht es also eher deftig, aber doch gesund zu. Was das ganze natürlich noch besser macht: Man schmeckt gleich bei allen Gerichten heraus, dass hier mit hochwertigen Produkten gearbeitet wird und einiges davon soll auch Bio sein, was immer ein Pluspunkt ist.

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Bild: Das Augustin

Wer mehr der Frühstücksmensch ist hat aber auch beim Frühstückssalon genügend Auswahl. So gibt es zwar auch hier klassische Variationen mit Schinken und Lachs, aber auch das „Go Vegan“ und das „Carole“ – Tofuwrap, Salat, Avocado, Gurken, Haferbrei – und das um nicht mal acht Euro! Da darf man sich wohl nicht beschweren. Alle Kaffees und Kakaos gibt es selbstverständlich auch mit Sojamilch, was das ganze Frühstück noch perfekt abrundet. Aber auch wenn man einfach Abends auf einen Drink gehen will, gibt es hier die ganze Palette von Bier über Wein bis hin zu speziellen Longdrinks und auch meine liebsten antialkoholischen Getränke wie Club Mate und Fritz Kola. Das alles wird in wirklich netter Atmosphäre von netten Menschen geführt, da kann man auch die nicht so schöne Lage des Lokals ausblenden.

Vor kurzem hat hier auch noch ein weiteres Schmankerl gestartet: Jeden Sonntag gibt es im Augustin jetzt die „Sunday Sessions“ wo bekannte Künstler wie zum Beispiel diesen Monat Clara Luzia oder Marilies Jagsch ab 20 Uhr Unplugged-Konzerte im kleinen Rahmen geben und man dazu lecker speisen und trinken kann.

Fazit: Ein wirklich heißer Tipp für alle die fernab vom Trubel der Großstadt einen gemütlichen Abend, vormittags oder nachmittags in feiner Atmosphäre mit gutem Essen und schöner Musik verbringen wollen.

Bewertung: 8/10
Märzstraße 67
1150 Wien

Mo – Do: 13:00 – 0:30 Uhr
Fr: 13:00 – 1:30 Uhr
Sa: 9:30 – 1:30 Uhr
So und Feiertags: 9:30 – 0:30 UHR

http://www.dasaugustin.at/

 

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste das Cafe-Restaurant Oben auf den Dächern der Hauptbibliothek und das Erna B. im vierten Bezirk. Bis dahin, Mahlzeit!

 

*Für alle Nicht-Österreicher: Kartoffelgulasch

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden…

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden anbelangt: Die Gumpendorferstraße im sechsten Wiener Gemeindebezirk.

Corns n‘ Pops

Los geht es im kleinen aber feinen Corns n‘ Pops, das sich circa auf der Höhe des Haus des Meeres, in der Gumpendorferstraße 37, befindet. Auch wenn der Name und der erste äußere Eindruck eher nach Frühstückslocation oder sogar eher Coffee to go aussieht – das ist hier nicht alles und das überrascht durchaus angenehm. In diesem Mini-Lokal gibt es eine sehr interessante und in dieser Form fast einzigartige Zusammenstellung aus verschiedenen Bereichen und kulinarischen Schwerpunkten: Zum einen ist da die Selbstbedienungstheke an der man aus vielen verschiedenen Cornflakes und Müslimischungen einen persönlichen Mix zusammenstellen kann, oder einfach nur einen leckeren Kaffee (auch mit Sojamilch erhältlich, leider wie so häufig mit Aufpreis) zum Mitnehmen. Ab Mittags wird dann das Lokal vom Frühstücksbeisl zum beliebten Mittagstreffpunkt. Hier holen sich viele Leute, die in der Gegend arbeiten, eines der leckeren Wochengerichte und es kann schon mal zu einer längeren Schlange kommen, die bis zur Tür geht, was bei der winzigen Größe des Lokals nicht verwundert.

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Bild: Corns n‘ Pops

Zugegebenermaßen sind das Frühstück und auch die Müslimischungen für mich als Veganer nicht interessant genug, da es hier keine Möglichkeit gibt, auf Soja-Joghurt oder pflanzliche Milch auszuweichen, daher wurde das Hauptaugenmerk auf das Mittagsangebot gelegt. Hier ändert sich in der Tat wöchentlich das Programm: Angeboten werden Curry, Bagel, Salat, Couscous und Pasta der Woche. Drei bis vier dieser fünf Schwerpunkte sind meist zumindest vegetarisch, manchmal gibt es auch ein Gericht mit Fleisch, wobei zum Glück sehr viel auf pflanzliche Küche gesetzt wird und man somit auch durchaus Wochen erwischen kann, in der zwei der Gerichte völlig vegan sind. In meinem Fall habe ich einen veganen, sehr leckeren, wenn auch schlichten Bagel und ein veganes Curry genossen. Dies ist super gekennzeichnet und somit weiß man aufgrund eines orangen V-Kennzeichen, dass etwas vegan ist, und bei einem grünen V, dass es vegetarisch ist. Es gibt zudem noch immer eine Tagessuppe, die auch sehr oft pflanzlich ist, um drei Euronen. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und von Karottensuppe mit Wildreis bis Linsensuppe ist alles dabei. Alle Gerichte, egal ob Bagel oder Pasta, sind um vier bis fünf Euro zu haben, sie sind also völlig leistbar und die Portionen sind auch größentechnisch in Ordnung. Sitzplätze gibt es in der Mittagszeit leider kaum, deswegen lieber einpacken lassen und daheim oder im Büro schlemmen.

Fazit: Ein nettes, aber kleines Lokal, das sich vor allem für guten Kaffee und die spannenden Mittagsangebote zum Mitnehmen eignet.

Bewertung: 8/10
Gumpendorferstraße 37,
1060 Wien

Mo – Fr: 7:30 – 17:00 Uhr
Sa: 9:00 – 16:00 Uhr
Sonntag/Feiertag: geschlossen

http://www.cornsnpops.com

Joanelli

Nur ein paar Schritte weiter befindet sich der Eissalon Joanelli. Was aufgrund des Namens vielleicht ein bisschen in die Irre führt: Hier handelt es sich in keinster Weise um einen Eissalon, zumindest nicht mehr. Seit vielen Jahren nun schon ist es aber der Hot Spot für 1060-Hipster und sonstiges Volk. Was macht das Lokal für mich interessant: Seitdem es vor kurzem der Mitbegründer des Naschmarkt Deli, Wilfried Pink, übernommen hat, wurde das Lokal völlig auf vegane Speisen umgestellt. Eigentlich ist das auf den ersten Blick vielleicht eine gute Geschäftsüberlegung, aber dann auch wieder nicht so schwer zu bewerkstelligen. Wie das funktioniert wollte ich mir auf eigene Faust anschauen, vor allem, weil mich interessierte, inwiefern das in einem Abendlokal funktioniert,das sehr viele Weine im Programm hat. Nun gut. Zu Essen gibt es nicht viel. Einen okayen, aber unspannenden Schinken-Käse-Toast habe ich mir reingeschmissen. Weiters stehen noch ein paar andere Toasts, Linsensuppe und ein Baguette auf der kleinen Snack-Karte. Aber gut, das Lokal ist auch absolut nicht auf Essen ausgelegt, man darf sich also nicht beschweren und es ist vor allem nett, dass es abgesehen vom nicht weit entfernten Donau eine andere Fortgeh-Location gibt, in der man Veganes zu essen bekommt, wenn man im Rausch einen kleinen Hunger bekommt.

Viel wichtiger war für mich eigentlich die Getränkekarte. Leider gibt es zwar keine Weinkarte, die bemühte Servicedame konnte mir dann aber einige Weine aufzählen. Ob alle vegan seien? Ja, zumindest glaubt sie das. Sicher war man sich nicht so ganz und später hab ich dann noch erfahren, dass nur ein Weingut der im Joanelli angebotenen Weine als vegan zertifiziert ist. Nun, das finde ich ehrlich gesagt etwas ärgerlich und schreit danach, dass sich hier noch nicht ganz so stark mit dem Thema Veganismus auseinandergesetzt wurde, wie ich es mir erhofft habe. Am Wochenende soll es jetzt allerdings auch immer veganes Frühstück geben, in Bälde werde ich das mal unter die Lupe nehmen, vielleicht wird hier dann mehr darauf geachtet. Wäre wünschenswert, wenn man schon einen auf vegan macht.

Fazit: An sich ein nettes Beisl, das gerade am Samstagabend aber sehr voll werden kann und noch gewisse Schwächen bei der Umsetzung der veganen Karte hat, die hoffentlich bald behoben werden.

Bewertung: 5/10
Gumpendorferstraße 47
1060 Wien

Täglich 18:00 – 2:00 Uhr
Sa/So: Veganes Frühstück
Tel. 0664/786 78 76

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste die frisch eröffnete Pizzeria Fiore nähe Westbahnhof und das lässige Augustin in meiner Hood. Bis dann, macht es gut!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallo und willkommen zurück bei Völlerei! Dieses Mal will ich zwei kleine Lokale in 1060 Wien beleuchten, die ich neulich getestet habe und die es absolut wert sind, besucht zu…

Hallo und willkommen zurück bei Völlerei! Dieses Mal will ich zwei kleine Lokale in 1060 Wien beleuchten, die ich neulich getestet habe und die es absolut wert sind, besucht zu werden.

Beginnen wir mit dem erst vor drei Wochen eröffneten „Home Made“ in der Mollardgasse, nähe U4-Station Pilgramgasse. Schon vor der offiziellen Eröffnung, also während die Umbauten noch in vollem Gange waren, hatte die Facebook-Page ein paar hundert Likes und die Vorfreude mancher hielt sich kaum noch in Grenzen. Eine Woche nach der Eröffnung war es auch für mich soweit und ich habe das kleine, aber feine Lokal aufgesucht.

Home Made

Sehr zentral gelegen und gleich zu finden, sieht man schon von außen, dass es hier kein billiges Fast-Food-To-Go gibt, sondern viel Liebe hineingesteckt wurde. Auf der obligatorischen Tafel vor der Türe sieht man gleich das jeweilige Tagesgericht, für internetaffine Menschen ist es aber auch ganz einfach herauszufinden, da die Speisen immer vorab auf der facebook-Fanpage gepostet werden. Begrüßt wird man gleich von den sympathischen Geschäftsführerinnen Anna und Nadine, die sich mit Home Made selbstständig gemacht haben. Im ersten, kleineren Raum, in den man hineinkommt kann man zum einen vereinzelt Marmeladen, Getränke, Snacks, Aufstriche, Gemüse und Sojamilch übersichtlich auf kleinen Regalen bewundern, aber zum anderen auch das Tagesgericht oder auch eine Süßspeise an der Theke bestellen.

Zu Essen gibt es meistens eine Variation einer veganen Quiche und eine zweite Speise. Das kann mal eine würzige Suppe oder ein Eintopf sein – man merkt, dass hier sehr viel (und gut) experimentiert und nicht auf Langeweile gesetzt wird. Die Quiche kommt meistens auf leistbare 6,50 Euro und die anderen Speisen um einen Euro billiger. Die Portionen sind angemessen und die Quiche ist jeden Tag eine andere, von Kohl über Melanzani bis hin zu Karottenquiche ist alles dabei und es schmeckt eben, wie der Laden heißt: Hausgemacht. Und lecker. Fast alle Produkte sind vegan, bis auf ein paar Käsesorten und anderen Kleinigkeiten. Das Mittagessen ist immer rein pflanzlich, manchmal sogar glutenfrei.

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Bild: Home Made

Einnehmen kann man das Ganze dann im eher noch sehr schlicht gehaltenen zweiten Raum, der ein bisschen größer ist, aber doch nur Platz für ein paar Personen hat. Wenn sich aber nichts zum Hinsetzen findet, ist das auch nicht tragisch, denn man kann jede Speise auch mitnehmen und das in einem sehr begrüßenswerten Format: Recycelbar und möglichst umweltfreundlich. In diesem zweiten Raum kann man allerdings nicht nur essen, sondern es befindet sich hier noch ein weiterer Verkaufsraum, in dem unter anderem sehr gute Bioweine und Biobiere angeboten werden. Abrunden kann man den Genuss bei Bedarf noch mit einem leckeren Muffin oder einem Kuchen, auch das wechselt ständig – kommt aber immer direkt aus dem eigenen Ofen und wird nicht industriell mit tausend Geschmacksverstärkern erzeugt. Dazu noch eine Tasse Cappuccino mit Sojamilch und alles ist gut. Wer das alles in einem haben haben will und besonders hungrig ist: Am Samstag gibt es immer Brunch um 15 Euro.

Fazit: Ein netter, neuer, fleischfreier Feinkostladen verbunden mit einem leckeren Mini-Lokal, der in manchen Bereichen sicherlich noch verbessert werden kann, aber ja schließlich noch am Anfang steht. Deswegen spreche ich hier eine absolute Empfehlung aus, da kleine Unternehmen dieser Art absolut supportet werden müssen!

Bewertung: 8/10
Mollardgasse 2
1060 Wien

Mo – Fr: 11:00 – 19:00
Sa: 11:00 – 17:00

facebook-Seite: https://www.facebook.com/homemadevienna

 

Nat’naa

Weiter geht es dann in das rund fünf Minuten entfernte „Nat’naa“ in der Esterhazygasse, fast schon auf Höhe Mariahilferstraße, also auch sehr gut öffentlich erreichbar. Dieses ebenfalls sehr kleine Lokal existiert seit 2012, also seit nicht ganz zwei Jahren, und erst jetzt hat es mich dorthin verschlagen. Schande über mich. Das von ebenfalls jungen, motivierten Frauen geführte Lokal spezialisiert sich auf einen Mix aus äthiopischem, jamaikanischen und biologisch veganem Essen. Dass man es hier mit absoluten Rastafari-Fans zu tun hat merkt man gleich beim Reinkommen: Das ganze Lokal ist in den Landesfarben von Äthiopien, und somit auch der Reggaemusik und Rastafaris gehalten. Das mag man sympathisch finden oder auch nicht, man kann es aber auch einfach bewusst ignorieren. Dasselbe gilt für die Bob Marley-Beschallung, die sich aber sehr im Hintergrund hält.

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Bild: Nat’Naa

Viel wichtiger ist ja das Essen: Das Nat’Naa spezialisiert sich hautpsächlich auf vegane Stews. Das ist übersetzt ein deftiger Eintopf, der aus diversen Gemüsesorten besteht und meist mit Reis serviert wird, aber auch hin und wieder mit Laibchen oder Salat. Ist zwar einfach, schmeckt aber extrem lecker und füllt den Magen ganz gut. Zeitgleich wird aber auch darauf geachtet, dass es nicht jeden Tag Stew gibt und so kommt mit Klassikern wie Chilli con Tofu oder Kartoffelgulasch auch Abwechslung hinein. Was diese verschiedenen Geschmacksrichtungen aus verschiedenen Ländern verbindet: Alles ist kräftig gewürzt und 100% Bio! Während in vielen veganen und vegetarischen Lokalen das Thema Bio eher nebensächlich behandelt wird und man oft genauso ungesund isst wie ein Fleischesser, wird hier das Thema Nachhaltigkeit sehr groß geschrieben. Das schlägt sich preislich aber nicht so schlimm nieder: Eine kleine Portion des jeweiligen Tagesgerichtes kommt auf 7,20 Euro, eine große Portion auf 8,90 Euro. Mir hat die kleine aber völlig gereicht. Zudem kann man hier großartige, hausgemachte Smoothies und Fair Trade Kaffee genießen, auch das ist preislich im angemessenen Bereich und schmeckt großartig.

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Bild: Nat’Naa

Fazit: Netter Laden mit gewöhnungsbedürftigem Design, dafür aber mit umso besserem Essen und von netten Leuten geführt. Da darf man ruhig mal ein leckeres Mittagessen genießen. Tipp: Auch hier werden die Tagesgerichte immer auf der Facebook-Page bekanntgegeben, have a look!

Bewertung: 8/10
Esterhazygasse 31
1060 Wien

Mo – Fr: 11:00 – 17:00

facebook-Seite: https://www.facebook.com/natnaa222

Nächstes Mal bei Völlerei: Es gibt einen Gumpendorferstraßen-Grätzlbericht mit dem mittlerweile veganen Joanelli und dem nicht weit entfernten Corns’n’Pops. Bis dahin, alles Liebe.

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Willkommen zurück! Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um Pizza oder sonstiges Fast Food. Ganz im Gegenteil: Diesmal geht es zum einen chic zu, zum anderen hip und am Rad…

Willkommen zurück! Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um Pizza oder sonstiges Fast Food. Ganz im Gegenteil: Diesmal geht es zum einen chic zu, zum anderen hip und am Rad der Zeit… Aber dazu später!

Der fünfzehnte Wiener Gemeindebezirk, oder auch „Rudolfsheim-Fünfhaus“, ist nicht unbedingt dafür bekannt, Hot Spot für Veganer und sonstiges neumodisches Volk zu sein. Zumindest denkt man das. Doch siehe da, wenn genauer hingeschaut wird bemerkt man, dass sich durchaus einiges tut, vor allem im Bereich zwischen Gumpendorfer Straße und Schönbrunn, also eher im südlichen Bereich des Bezirks. Der ist zwar nicht weniger abgefuckt als zum Beispiel die Gegend um die Stadthalle oder Johnstraße, aber geprägt durch etwas geringere Mietpreise und viele motivierte Menschen, die sich hier kreativ betätigen – sowohl kulinarisch, als auch in vielen kleinen Projekten und Geschäften. Da ich noch dazu in dieser Gegend wohne, profitiere ich sehr von diesem auflebenden Grätzl und präsentiere euch heute zwei meiner (neuen) Lieblingsplätze.

Mein erster Stop war die „Hollerei“ in der Hollergasse, nahe der U4-Station Meidlinger Hauptstraße. Der Name des Lokals sagt vermutlich fast jedem in Wien lebenden Vegetarier und Veganer etwas, aber nicht viele aus meinem Umfeld waren bisher dort. Das liegt zum einen sicherlich an der Preisklasse bei den normalen Speisen, die dann bei genauerer Betrachtung gar nicht mal so teuer sind. Das Restaurant Hollerei existiert in dieser Form schon seit einigen Jahren, hat auch eine Zweigstelle im Essl Museum in Klosterneuburg und ein Bistro im tierfreien Supermarkt „Maran Vegan“ in der Stumpergasse, sowie einen Zustell- und Cateringservice, der sich vor allem für Firmen und Bürojunkies lohnt, an private Haushalte wird nämlich nicht geliefert.

Das Hauptlokal fällt schon von außen auf, da es wunderbar von Bäumen und Sträuchern eingewickelt in einer ruhigen Gasse neben einer alten Tankstelle gelegen ist. Gleich beim Eintreten in den Gastgarten wünscht man sich, dass wieder Sommer ist und man hier gemütlich mitten im Gartenlauben-Feeling dinieren kann. Aber auch der Innenraum ist ansprechend und durchaus geschmackvoll eingerichtet. Zum einen besticht das Lokal durch einen sehr schicken, ordentlichen Stil, kombiniert mit einer modernen, sehr gemütlichen Note. So sollte also für jeden etwas dabei sein. Genauso sieht es dann auch bei der kleinen, aber feinen Karte aus: Vorspeisen wie eine vegane indische Linsensuppe (die ich gleich mal bestellt hab, weil bekannt und gut) reihen sich an diverse Salate und saisonale Leckereien. Sowohl werden hier orientalisch und klassisch miteinander vermengt, als auch vegetarische und vegane Speisen, eben für alle passend. Auch die Weinkarte liest sich vorzüglich, hier wird das Hauptaugenmerk ganz klar auf regionale oder zumindest österreichische Weine gelegt.

Bei den Hauptspeisen fällt die Wahl für mich klar auf das Rote Thai Curry, das momentan die einzige vegane Hauptspeise auf der normalen Karte ist, allerdings könne viele Speisen problemlos veganisiert werden – einfach nachfragen. Das Curry ist zwar vielleicht nicht das allerschärfste wie man es vom echten Thai gewohnt ist, hat es aber durchaus in sich. Großartige Geschmackskomponenten die hier miteinander kombiniert werden. Auch gut satt wird man von den beiden Speisen, wobei man hier klar sagen muss: Die Hollerei ist keine Imbissbude zum Völlern und Sattwerden, denn die Portionen sind nicht riesig, dafür aber umso geschmackvoller und etwas zum Genießen.

Abgerundet wird der Abend dann mit einem leckeren Birnen-Nuss-Törtchen und einem kräftigen Espresso. Dann kommt wie immer der unangenehme Teil: Das Bezahlen. Ja, es ist sicherlich kein Ort, um zwischendurch günstig zu essen, aber ich denke, für das was geboten wird kommt man bei rund 30 bis 40 Euro pro Person zu dem Schluss, dass es das absolut wert war. Zudem bietet die Hollerei saisonale Sparmenüs an: Drei Gänge um 25 Euro exklusive Getränke. Lohnt sich durchaus! Dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit unter der Woche zum Mittagessen vorbei zu schauen. Auch hier finden sich immer wieder leckere vegane und vegetarische Gerichte auf der Karte, der Mittagsteller kommt auf nur 7,80 Euro oder 9,60 Euro mit Suppe oder Salat. Man sieht also auch hier: Es wird für (fast) jeden etwas geboten.

Fazit: Ein großartiges Lokal für alle, die es etwas schicker mögen, und alle, die mal etwas anderes ausprobieren wollen. Zudem das perfekte Lokal um einen Omnivoren zum Fleischverzicht zu bringen ohne große Propaganda und Bekehrung.

Bewertung: 8/10
Homepage: hollerei.at
1150 Wien, Hollergasse 9
Tel: 01/892 33 56

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Ein neuer Tag, eine neue Kolumne, eine neue Pizza. Im zweiten und vorerst letzten Teil meines veganen Pizzatests in Wien habe ich Pizza on Tour ausprobiert. Pizza on Tour Das weit…

Ein neuer Tag, eine neue Kolumne, eine neue Pizza. Im zweiten und vorerst letzten Teil meines veganen Pizzatests in Wien habe ich Pizza on Tour ausprobiert.

Pizza on Tour

Das weit entfernt von der Innenstadt in Wien 22 beheimatete Unternehmen „Pizza on Tour“ besteht schon seit über 30 Jahren und wächst beständig. Zu diesem Lieferdienst und der Lokalkette gehört nicht nur der Pizzakeller am Kaisermühlendamm, sondern auch das Cara Mia, Rossini’s – die älteste Pizzaria Wiens – und das Campanile, alle in Wien-Donaustadt und -Floridsdorf gelegen.

Was diese verschiedenen Filialen eint: Gute Pizza und ein Lieferdienst, bei dem man seit einigen Jahren auch vegane Pizzaoptionen bestellen kann. Schon vieles hatte ich darüber gehört. Aber wie das eben so ist, von den verschiedensten Meinungen – von sehr gut bis hin zu mittelmäßig und gar ungenießbar – war alles dabei, also war es an der Zeit, einmal endlich selbst zu testen.

An einem Samstagabend auf einer Geburtstagsparty von lieben Freunden war es dann soweit: Endlich mal Pizza on Tour! Da das Unternehmen nur in die Bezirke 2, 19, 20, 21 und 22 liefert (weitere Bezirke nur auf Anfrage/bei Großbestellungen) hat sich die Bestellung angeboten, denn wir befanden uns in 1220 Wien.

Zur Auswahl stehen bei den vegetarischen und veganen Optionen natürlich Klassiker wie Rucola, Toscana oder einfach Margherita welche preislich bei um die sieben Euro liegen. Extra Zutaten wie Mais oder Spinat kosten einen kleinen Aufpreis von 1,20 Euro mit zwei bis drei Zutaten kommt man also auf gute zehn Euro.

Nach rund einer halben Stunde kamen die runden Dinger und die Spannung stieg. Erstes großes Plus: Die Größe und der Belag waren mehr als ausreichend und bei knapp zehn Euro pro Pizza auch völlig in Ordnung, auf jeden Fall nicht zu wenig. Zudem kann man sich auf einen durchaus intensiven und eher dicklichen veganen Käse einstellen, der sicherlich nicht den Geschmack aller Pizzaliebhaber trifft. Mir persönlich hat gerade das aber sehr zugesagt, weil ich bei meinem letzten Pizzatest in der Casa Piccola für mein Empfinden zu wenig Käse auf der Pizza hatte.

Das Gemüse ist (wie meistens) natürlich nicht das frischeste aus dem Biogarten, aber durchaus in Ordnung. Da kann man es schlimmer erwischen. Für den Preis und das durchaus schnelle Lieferservice war ich zufrieden gestellt, gerade wenn man eine Sammelbestellung – zum Beispiel auf einer Party – macht, ist es sinnvoll, liefern zu lassen. Vorausgesetzt natürlich man befindet sich in einem der oben erwähnten Bezirke, was in meinem Fall nicht oft vorkommt.

Zu den diversen Filialen mit Sitzmöglichkeiten kann ich leider nichts sagen, da mir diese alle ein wenig zu weit weg liegen. Aber mein Fokus richtet sich hier auch auf den Lieferdienst, an dem wenig zu bemängeln ist.

Fazit: Eine willkommene Alternative für all diejenigen, die etwas weiter weg von der Wiener Innenstadt wohnen und Bock auf leckere und preiswerte vegane Pizza haben. Für alle anderen: Sucht euch Freunde, die in den Liefergebieten wohnen!

Pizza on Tour
1220 Wien, Bellegardegasse 2
Telefon: +43-1-2693157
Fax: +43-1-26931571

Bewertung: 8/10

 

Zu allen meinen bisher getesteten Lokalen muss man aber grundsätzlich sagen: Hier geht es keinesfalls um Ethik und vegane Lebenseinstellungen, sondern mehr um reine Geschäftsmodelle. Mich persönlich stört das zwar nicht, aber es bleibt zu hoffen, dass der Trend zu veganem Essen nicht abnimmt und die Pizzerias wieder auf ausschließlich konventionelles Essen umsteigen.

Nächstes Mal bei Völlerei: Endlich keine Pizza! Es wird hochpreisiger und fancy, ein Besuch im vegetarischen Restaurant „Hollerei“ steht an, mit einem Drei-Gänge-Menü. Lasst euch überraschen!

Bis dann, euer Florin

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen…

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen meines Alltags – veganes Essen, Konsumverhalten und urbanes Leben – drehen wird und wahrscheinlich noch vieles mehr, die Zeit wird es mir und euch zeigen. Ich freue mich über Kommentare und Tipps zu neuen Lokalen oder Geschäften die ich testen sollte. Ohne Austausch keine Entwicklung, oder so.

Alles auf Anfang

Im Gegensatz zum ersten Beitrag meiner Kolumne steht die „Pizzeria Casa Piccola“ nicht ganz am Anfang, im Gegenteil – seit über 30 Jahren existiert dieses Allround-Lokal direkt am Wiener Gürtel. Allerdings in diesen 30 Jahren mit nur wenig Angebot für Gäste, die auf tierleidfreies Essen wert legen, was sich jetzt durch den durchaus kritisch zu betrachtenden veganen Trend geändert hat, sehr zur Freude meinerseits. Schon einige Male bin ich am Weg zu diversen Gürtellokalen oder auch zu Freunden an dieser extrem zentral gelegenen Pizzeria (direkt am Hernalser Gürtel bei der U6 Station Alser Straße) vorbeigekommen, doch beachtet wurde sie von mir nie eingehend. Man kennt ja eigentlich von jeder ordentlich geführten italenischen Pizzeria die meist vegane Pizza Marinara, allerdings ohne Belag, nur mit Tomatensauce, Knoblauch und Gewürzen – auf Dauer ein wenig arm und fad am Teller. Die einzigen Ketten und Lokale, die noch vor einigen Jahren Pizza mit mehr Belag und Veggie-Pizzakäse anbieten waren entweder extrem schwer zu erreichen wenn man nicht gerade im 22. Bezirk wohnt (Pizza on Tour) oder haben mittlerweile zugesperrt (Pizza Pinocchio). Auf ein Angebot wie in dem von fleischlosen Lokalen verwöhnten Berlin, wo es das „Sifzy Veg“ gibt, eine rein vegane Pizzeria mit über 30 verschiedenen Sorten, die unglaublich gut sind, wird man in Wien noch etwas warten müssen. Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass der Besitzer der Casa-Piccola, Liang Hung Chiang, und sein Team an veganen Pizzavariationen mit pflanzlichem Pizzakäse feilen. Somit begab ich mich auf den Weg.

Die Pizzeria Casa Piccola

Als ich das Lokal betrat war ich erstmal überrascht. Erwartet hätte ich mir wohl ein abgefucktes, aber nettes Mini-Lokal – in der Tat ist es aber eine mittelgroße, modern eingerichtete Pizzeria. Die Speisekarte wurde sofort vom freundlichen und sehr kompetenten asiatischen Personal gereicht und gleich fällt die „grüne Seite“ ins Auge, auf der die veganen Pizzen und auch ein veganes indisches Curry aufgelistet sind. Zur Auswahl stehen die klassischen Sorten wie Margerita, aber auch Pizza Broccoli oder Pizza Ruccola. Auf Fleischersatz wie bei einer Pizza Salami wird aber verzichtet. Alles dafür mit Pizzakäse ohne Muh, Extra-Auflagen gibt es ab 50 Cent Aufpreis. Passt so. Ansonsten spezialisiert sich die Karte auf… Hm, alles. Von Pizza (eh klar), über Pasta, Schnitzel und asiatische Speisen gibt es für Omnivoren so ziemlich alles, was das fleischige Herz begehrt. Sicherlich nicht schlecht, für mich aber natürlich nicht relevant.

Trinken kam schnell und in einem auffällig geschwungenen Glas, auch mal was anderes. Aus dem Radio tönte der übliche Chartspop, war aber erträglich. Pizza kam nach Bestellung innerhalb von nicht mal 15 Minuten – gibt es auch nicht immer und ist positiv zu vermerken, auch wenn ich eigentlich nicht so viel Wert auf Schnelligkeit bei der Zubereitung lege. Bestellt hatte ich mir eine „Florentina“, einfach weil es meinem Namen so ähnelt und ich Lust auf Spinat und Mais und viiiel Knoblauch hatte. Die Pizza war durchschnittlich groß, also nicht übermäßig aber genau richtig, wie ich finde – 33 Zentimeter Durchmesser eben. Geschmeckt hat es dann auch. Der vegane Pizzakäse ist zwar nicht sehr dominant – äußerlich und auch im Geschmack -, das finde ich aber eigentlich ganz gut so. Habe dann leider vergessen auf welcher Basis der Käse gemacht wird oder ob er zum Beispiel von Wilmersburger gekauft wurde – sah aber sehr nach selbstgemacht mit Kartoffelstärke aus -, aber das wird nachgeholt, beim nächsten Mal. Belag war auch in Ordnung, dass man da nichts Frisches, sondern Mais aus der Dose bekommt, ist ja Standard und auch nicht anders zu erwarten. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit der Auswahl, es gibt aber noch sieben andere Sorten, die ich kosten möchte, mal sehen wie die so schmecken. Gezahlt wurde dann 12,70 für Pizza und ein großes Getränk, völlig in Ordnung, wie ich finde.

Fazit: Nettes Nichtraucher-Lokal, netter Service, angemessene Preise, zentral gelegen – hin da!

Bewertung: 8/10
Homepage: casa-piccola.at

Danke für die Aufmerksamkeit!

Bis dann, euer Florin

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