Eco. Life. Style.

Schlagwort: weihnachten

Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede zwischen Syrien und Österreich

Ursprünglich bin ich im Sommer nach Traiskirchen gefahren um zu helfen und mir dabei mein eigenes Bild zu machen, unabhängig von den Medien. Die beiden daraus entstanden Artikel könnt ihr…

Ursprünglich bin ich im Sommer nach Traiskirchen gefahren um zu helfen und mir dabei mein eigenes Bild zu machen, unabhängig von den Medien. Die beiden daraus entstanden Artikel könnt ihr hier nachlesen: Traiskirchen – Der Weg der Spenden und Meine Erfahrungen in Traiskirchen. Aus dieser Idee ist jetzt, sechs Monate später, etwas ganz anderes gewachsen als ursprünglich gedacht: Eine neue Beziehung und viele neue Freundschaften. Wir kommen immer wieder zusammen, egal ob zum Helfen, privat bei Feiern, beim Heurigen, bei Ausflügen – die in den Medien gerne erwähnte „Integration“ ist bei uns kein großes Thema, jeder respektiert den anderen. Weil das aber am besten geht, wenn man einander versteht und ein paar Hintergründe kennt, haben Mahmoud und ich nun in diesem ersten von zwei Artikeln festgehalten, wo genau denn die kulturellen Unterschiede liegen.

Begrüßungen und Berührungen

Für Muslime in Syrien gibt es keine Berührungen zwischen Männern und Frauen außerhalb der Familie (Cousins und Cousinen ausgenommen), dementsprechend auch kein Händeschütteln oder Bussi-Bussi zur Begrüßung. Stattdessen wird der Friedensgruß „Salaam aleikum“ (Friede sei mit dir) ausgesprochen. Männer unter sich können sich die Hände schütteln oder sich umarmen, ebenso Frauen untereinander – nur die Berührungen zwischen den Geschlechtern sind üblicherweise nicht gern gesehen, da diese als erotisch empfunden werden können und man keinerlei Versuchung aufkommen lassen möchte.

Bei all meinen Besuchen in Traiskirchen und bei syrischen Freunden hat noch nie jemand meine ausgestreckte Hand abgelehnt – und aus Höflichkeit hätte mich vermutlich auch nie jemand darauf angesprochen –, nur einmal habe ich von Problemen in einer syrisch-österreichischen Freundschaft gehört, bei der eine verheiratete Muslimin einem österreichischen Mann nicht die Hand schütteln wollte, wodurch ich erstmals auf dieses Thema aufmerksam wurde. Viele akzeptieren das Händeschütteln, auch wenn es nicht die favorisierte Begrüßungsart ist, weil es hier üblich ist. Alles, was darüber hinausgeht – Umarmungen, Bussi-Bussi und so weiter – überschreitet dann aber die persönliche Distanzzone.

Religionen, Respekt und Weihnachten

In Syrien gab es vor dem Krieg mehrere Religionsgemeinschaften, die friedlich und respektvoll miteinander umgegangen sind. Die größte Gruppe waren Muslime, gefolgt von Christen, Juden, Alawiten, Ismailiten, Drusen und Jesiden. Muslimen war es erlaubt, ihre Gebete in christlichen Kirchen zu beten und umgekehrt. Im Islam selbst gibt es kein Weihnachtsfest (Jesus wird als Mensch und Prophet Gottes angesehen und nicht als sein Sohn) und entsprechend auch keine Christbäume. Trotzdem gab es in Syrien an großen öffentlichen Plätzen diese geschmückten Bäume. Waren Muslime mit Christen befreundet, wurde diesen auch häufig aus Respekt ein Baum geschenkt (als Muslim hatte man natürlich keinen eigenen daheim). Umgekehrt wiederum haben die meisten Christen im Ramadan auf Essen außerhalb von (christlichen) Restaurants verzichtet. Muslimische Restaurant-Besitzer haben im Ramadan geschlossen, nur christliche Eigentümer haben geöffnet – wenn auch aus Respekt mit verklebten Scheiben, damit niemand beim Essen zusehen kann. Zur Info: Während dem Fastenmonat Ramadan dürfen Muslime erst nach Sonnenuntergang essen. Es gibt zwei große Feste im Islam: Das Opferfest (das wichtigste) und das Fest des Fastenbrechens (nach dem Fastenmonat Ramadan).

Muslime sind Menschen wie du und ich, jeder macht Fehler, niemand ist perfekt. „Wenn jemanden ein Fehler unterläuft, heißt das nicht, dass die Religion schlecht ist; wenn ich einen Fehler mache, ist das mein persönlicher Fehler, nicht der meiner Religion.“ Und: „Mache Scherze über mich, rede schlecht über mich – aber niemals über meinen Gott, meine Religion oder Propheten – die Religion ist immer raus. Scherze unter Freunden: Ja – aber niemand kennt Gott persönlich – wie kann man da über ihn scherzen? Man scherzt ja auch nicht über Verstorbene“.

Frauen, Verhüllung und Arbeit

Ich erinnere mich noch gut an den Sommer und eines meiner ersten Gespräche mit der plumpen Frage: „Dass Frauen nicht Auto fahren können und sich verhüllen müssen, liegt daran, dass ihr als Männer das für sie bestimmt?“ Unzählige Gespräche später weiß ich: Die meisten Frauen entscheiden sich freiwillig für den Hi­dschab (das Kopftuch) – nicht alle, aber die meisten können sich aussuchen, ob sie dies tragen möchten oder nicht, dementsprechend gab es auch keine Bestrafungen und man sah vereinzelt auch Frauen ohne Kopftuch auf der Straße – die Rede ist hier wieder von der Zeit vor dem Krieg. Der Grund für das Tragens des Kopftuches aus religiöser Sicht beruft sich auf das entsprechende Gebot (sowohl im Quran als auch in den Überlieferungen).

Und auch bei der Wahl Kopftuch, ja oder nein, geht es in erster Linie darum, die Reize zu verhüllen (nicht sexuell aufreizend zu wirken) und nicht jeden Bereich des Körpers jedermann zu zeigen. Die Frau gilt als etwas ganz Besonderes, vergleichbar mit einem Diamanten. „Wenn du etwas ganz ganz besonders wertvolles hättest, würdest du es auch nicht groß auf der Straße zur Schau stellen und es von jedem angreifen lassen, oder?“ Als weitere Gründe kann man Tradition aufführen, Mode, Abgrenzung und Zugehörigkeit.

Für mich ist dieses Thema mehr eine Frage, was man für sich persönlich als in Ordnung empfindet und was nicht. Manche fühlen sich wohl, im Mini-Rock tanzen zu gehen und Aufmerksamkeit zu erregen, andere tragen diesen nur in Anwesenheit ihres Freundes, wieder andere würden nie einen zu kurzen Rock tragen (hier auch wieder die Frage: „Welche Länge ist zu kurz?“) und bevorzugen Hosen und wieder andere eben den Hidschab.

Frauen in Syrien gingen (aus kulturellen, nicht aus religiösen Gründen*) kaum arbeiten, es war Sache des Mannes für den Lebensunterhalt zu sorgen, wenn auch dafür 15-Stunden-Tage notwendig waren. Die Frau erledigte den Haushalt, kümmerte sich um die Kinder und die Einkäufe – wobei Frauen nie schwere Dinge tragen sollten, deshalb meist telefonische Bestellung inklusive Lieferservice. Das erklärt auch, warum mir im Sommer beim Sortieren und Schlichten der Spenden immer unverzüglich die vollen Boxen abgenommen wurden. Hierzu auch gleich meine nächste Frage, „Frauen dürfen also nicht rausgehen?“ und die Antwort darauf: „Natürlich dürfen sie rausgehen, sie können überall hingehen, wo sie hinwollen und auch den Führerschein machen!“.

„Warum aber dann nicht arbeiten?“ „Bei der Arbeit wird es (notgedrungener Weise) auch Kontakt mit Männern geben, am Anfang nur oberflächlich, aber nach einer Zeit fängt man an über Privates und Probleme zu reden, man bückt sich nach dem Stift… Und man kann alles kontrollieren, nur keine Gefühle. Wenn Frauen zum Shoppen oder ähnlichem gehen, werden sie nur die notwendigsten Gespräche mit den Verkäufern führen, niemals aber mit ihnen scherzen oder gar flirten. Und möchten sie arbeiten, dann bevorzugt mit Frauen oder Kindern, aber auch hier wird darauf geachtet, dass man zum Beispiel nicht in den Ausschnitt sehen kann, wenn die Lehrerin sich vorbeugt.“

Beim gemeinsamen Einkaufen, bei dem zwei Einkaufstaschen gefüllt werden, gilt für mich üblicherweise: Eine für den Mann, eine (die leichtere) für die Frau. Die muslimisch-syrische Variante: Beide (oder bei Bedarf auch noch mehr) trägt der Mann, die Frau gar nichts. „Findest du das fair? Wir haben zwei Taschen und sind zwei Leute?“ „Männer sind viel stärker, ihr Körper ist dafür gemacht, (schwere) Arbeit zu verrichten – der der Frauen nicht. Wer wird gewinnen, wenn wir armdrücken? Was ist nun also fair?“

In Syrien gab es keine Wochenenden, es wurde ununterbrochen und über Jahre hinweg gearbeitet sofern man eine Arbeit hatte. 12-Stunden-Tage waren meist Minimum in der Privatwirtschaft und das bis zu einem Alter von etwa 45 Jahren, bis dahin hatte man sich Haus, Auto etc. geleistet und einen Puffer für unsere hier sogenannte „Pension“ angespart.

 

Hier möchten wir den ersten Teil beenden, im zweiten Artikel werden wir dann über Familie, Heirat, Essen und Vorurteile berichten. Wenn es Fragen zu den hier bereits erwähnten Themen gibt, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

* Im Islam ist es den Frauen nicht untersagt, auch mit Männern zu arbeiten, mit der Bedingung einen gewissen Abstand und Umgang an den Tag zu legen.

26 Kommentare zu Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede zwischen Syrien und Österreich

Grüne Vollwert-Chiaplätzchen

Weihnachten liegt inzwischen bereits einige Tage hinter uns und der eine oder andere bekommt bestimmt wieder Lust auf Kekse. Gerade im Winter, wenn es so kalt ist, freue ich mich…

Weihnachten liegt inzwischen bereits einige Tage hinter uns und der eine oder andere bekommt bestimmt wieder Lust auf Kekse. Gerade im Winter, wenn es so kalt ist, freue ich mich besonders auf einen kleinen süßen Happen. Wenn ihr gute Vorsätze bezüglich eurer Gesundheit für das neue Jahr gefasst habt, sind diese Kekse damit durchaus kompatibel.

Ich versuche bei meinen Backrezepten stets leckere, aber dennoch möglichst gesunde Kreationen zu zaubern. So auch mit diesen Plätzchen – sie sollten vollwertig und zuckerfrei sein, und ich hatte mir vorgenommen, Spinat darin zu verarbeiten. Keine Angst, sie sind trotzdem süß und lecker, aber haben dadurch eine interessante Farbe und passen mit ihrem grünen Kleid in jede nachhaltige und gesundheitsbewusste Keksdose.

Der Geschmack der Plätzchen ist sehr mild geworden, was entgegen meiner Sorgen auch bei anderen gut angekommen ist. Die Kekse schmecken unverwechselbar zart und lieblich. Wer dennoch mehr Süße haben möchte, kann natürlich etwas mehr Datteln und Apfelmus dazugeben.

Zutaten

2 EL (ca. 60 g) ungesüßtes Apfelmus
130 g Datteln
500 g Dinkel-Vollkornmehl
195 g Kokosöl
1 Prise Salz
1,5 TL Vanille
130 ml Pflanzenmilch eurer Wahl
30 g Chia
20 g Spinat

Zubereitung

Das Apfelmus mit den Datteln pürieren, bis eine weiche Masse entstanden ist. Mehl, Kokosöl, Salz, Vanille und Pflanzenmilch mit dem Dattelmus zusammen mixen. Die Chia Samen mit einem Löffel darunter mischen. Etwa zwei Drittel des Teiges abspalten und in den Kühlschrank stellen. Den Spinat mit dem anderen Drittel des Teiges pürieren und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Nach etwa 30 bis 45 Minuten die beiden Teigteile aus dem Kühlschrank holen und Plätzchen formen: Eine flachen runden Kreis mit dem braunen Teig formen. Einen etwas kleineren grünen Kreis formen und auf den braunen drücken. Alternativ kann man auch eine große Fläche mit dem braunen Teig formen, dann eine grüne Schicht darauf legen, zu einer Rolle zusammen rollen und dann mit dem Messer Kekse abschneiden. Ich haben beide Möglichkeiten erfolgreich ausprobiert. Die Plätzchen etwa 20 Minuten bei 180 Grad backen.

Guten Appetit!

1 Kommentar zu Grüne Vollwert-Chiaplätzchen

Geschenke verpacken – Kreativ Müll vermeiden

Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten…

Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten steigt auch das Abfallgewicht um etwa 20 Prozent an. Alleine in Wien fallen laut MA48 etwa 300 Tonnen Altpapier zusätzlich (!) an. Mit unserer Kaufentscheidung tragen wir also wesentlich dazu bei, ob und wie viel Abfall wir selbst dabei erzeugen.

Die wichtigste Grundregel ist sicher, auf transparentes, beschichtetes oder aluminiumhaltiges Geschenkpapier zu verzichten. Noch besser ist, man achtet auf Recyclinggeschenkpapier, aber die Königsdisziplin ist, zusätzlichen Müll gänzlich zu vermeiden. Viele Materialien, die man mit etwas Kreativität zu hübschen Geschenkverpackungen umfunktionieren kann, finden sich bei jedem zu Hause.

Fünf ökologische Verpackungsideen

Geschenke in Stoff verpacken: Anstelle von Papier können Geschenke mit Halstüchern, Geschirrtüchern oder ähnlichem verpackt werden. Aber auch Stoffreste (zum Beispiel vom Flohmarkt), oder ausrangierte Kleidung eignen sich zugeschnitten wunderbar um Geschenke darin einzuwickeln. So bereiten sie vor ihrem endgültigen Ende noch einmal Freude.

Kleine Geschenkkartons aus Klopapierrollen basteln: Brigitte zeigt euch auf ihrem Blog wie es geht.

Alte Zeitungen/Zeitschriften: Wer regelmäßig Zeitung ließt, häuft hier einiges an Altpapier an. Warum nicht vor dem Gang zur Mülltonne noch ein zweites Mal nutzen? Da die Tinte bei Zeitungen meist ein wenig abfärbt, greife ich jedoch lieber zu alten Zeitschriften, auch weil diese immer deutlich bunter und damit fröhlicher gestaltet sind.

Wiener Geschenksack: Der in drei Größen erhältliche Sack hilft nicht nur, den Müllberg zu Weihnachten klein zu halten, sondern erfüllt auch noch einen sozialen Zweck. Er wird nämlich von Menschen mit Behinderungen hergestellt.

Geschenkkartons: Egal ob fertig gekauft, oder selbst verziert, ein schöner Geschenkkarton macht etwas her unter dem Weihnachtsbaum und kann immer wieder verwendet werden, sofern man keine Namen oder Beglückwünschungen direkt darauf schreibt.

Geschenke

Vier Ideen für Schleifen und Dekoration

Auf die üblichen Einweggeschenkbänder sollte man gänzlich verzichten. Wem ein einfacher Spagat oder Bast zu wenig ist, der kann auch auf Geschenkschleifen zurückgreifen. Diese können vom Beschenkten weiter verwendet werden und sparen somit einiges an Müll ein.

Essbare Geschenkanhänger backen: Entweder als Hingucker oder, wer sich in Besitz eines Stempelsets befindet, als Namensanhänger eignen sich Keksanhänger wunderbar.

Anhänger aus Wachs: Selbes Prinzip, anderes Material. Aus alten Kerzenresten kann so wunderbar etwas Neues entstehen.

Natur pur: Egal ob Tannenzweige oder -zapfen, Nüsse, Kastanien, rote Beeren oder Efeu. Hübsch arrangiert bietet uns die Natur alles was man für ein nettes Geschenk braucht.

Geschenkpapier kann auch gut wieder verwendet werden, wenn man sein Geschenk mit Bedacht öffnet. Mit einer Schere vorsichtig das Klebeband durchschneiden und das Papier beim Öffnen nicht durchreißen. Nicht nur die Umwelt freut sich darüber, sondern auch die Spannung steigt dadurch beim Auspacken. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Habt ihr noch weitere Ideen, Geschenke nachhaltig zu verpacken? Teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

3 Kommentare zu Geschenke verpacken – Kreativ Müll vermeiden

Veganes Kürbiskompott und Kürbis-Bananen-Smoothie

Letztes Wochenende hatte ich zum Abendessen Besuch und da ich wusste, dass meine Gäste so wie ich sehr gerne Kürbis essen und wir nach Vor- und Hauptspeise schon satt sein…

Letztes Wochenende hatte ich zum Abendessen Besuch und da ich wusste, dass meine Gäste so wie ich sehr gerne Kürbis essen und wir nach Vor- und Hauptspeise schon satt sein werden, wollte ich eine leichte Nachspeise zubereiten. Perfekt hat sich da ein Kürbiskompott angeboten, denn dieses lässt sich gut am Tag vorher kochen und schmeckt nach einer Nacht im Kühlschrank – gut durchgezogen – sogar noch besser. Die weihnachtlichen Gewürze wie Zimtstangen und Zimtnelken verleihen dem Kompott einen winterlichen Geschmack, der geriebene Ingwer bringt etwas frische Schärfe dazu. Ihr könnt bei den Zutaten gerne nach Geschmack variieren.

Zutaten

500 g Kürbis (zum Beispiel Hokkaido)
150 g Rohrzucker, alternativ weniger Zucker und Agavendicksaft
1 Stück Zimtstange
5 Stück Gewürznelken
2 Stück Sternanis
1 Liter Wasser
Etwa 2 cm Ingwer
Saft einer Orange
Etwas Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung

Den Kürbis in etwa ein Zentimeter große Würfelchen schneiden – wenn ihr einen Hokkaidokürbis verwendet, braucht ihr ihn nicht unbedingt zu schälen. Den Ingwer schälen und mit einer Reibe fein raspeln. Das Wasser mit dem Zucker, dem Saft der Orange und den Gewürzen aufkochen und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend gebt ihr die Kürbiswürfelchen dazu und kocht alles so lange, bis der Kürbis weich ist, aber nicht zerfällt. Mit etwas Zitronensaft könnt ihr noch abschmecken, je nachdem wie fruchtig-säuerlich ihr es mögt. Dann am besten ab in den Kühlschrank mit dem Kompott zum Durchziehen! Schmeckt lecker einfach so oder zu einem (veganen) Kaiserschmarrn.

Kürbis-Smoothie

Kürbis-Bananen-Smoothie

Eine ganz andere Verwendung der Reste des Kürbiskompotts gab es dann am nächsten Tag als Frühstück in Form eines Kürbis-Bananen-Smoothies. Wenn ihr Kürbiskompott oder Kürbismus fertig habt, ist die Zubereitung denkbar einfach: Den weichen gewürzten Kürbis einfach mit Banane, nach Belieben auch etwas Agavendicksaft und Rohkost-Kakao-Pulver in den Blender und pürieren bis alles eine cremig-weiche Konsistenz hat. Ich habe noch etwas Maca-Pulver dazugegeben, um den Smoothie mit weiteren Mineralien und Spurenelementen anzureichern. Fertig ist das leckere trinkbare Frühstück!

Guten Appetit!

Keine Kommentare zu Veganes Kürbiskompott und Kürbis-Bananen-Smoothie

Weihnachtliche Vorfreude auf italienisch: Veganer Panettone

In Italien gibt es zur Weihnachtszeit traditionell einen Kuchen namens Panettone. Mein Freund Cj liebt den Hefeteig mit dem zarten Geschmack von Zitrusfrüchten und Mandeln. Da hat es fast an ein…

In Italien gibt es zur Weihnachtszeit traditionell einen Kuchen namens Panettone. Mein Freund Cj liebt den Hefeteig mit dem zarten Geschmack von Zitrusfrüchten und Mandeln. Da hat es fast an ein Wunder gegrenzt, dass Cj am Wochenende beim Einkauf standhaft geblieben ist, und keinen mitgenommen hat. Wobei der industriell gefertigte Panettone, den es bei uns zu kaufen gibt, nicht an einen selbstgemachten heranreicht – wie ja auch beim Weihnachtsstollen. An den Hefegeschmack erinnert und mit Appetit auf etwas Süßes, hat mich Sonntag früh die Backlust ergriffen – für mich eine Premiere, an einen Panettone hatte ich mich noch nie herangetraut. Es war nicht so schwierig, ein Rezept zu finden, dieses habe ich veganisiert und nach meinem Geschmack etwas abgeändert. So ist zum Beispiel die typisch italienische Variante eher trocken, da nicht so viele Rosinen oder Zitronat/Orangeat enthalten. Ich freue mich immer, wenn ich ein Stückchen erwische, in dem ich auf mehr der saftigen Zutaten stoße. Insofern ähnelt mein selbstgemachter veganer Panettone auch etwas einem Weihnachtsstollen, denn er hat sehr viel von den leckeren Früchten. Cj war begeistert vom Ergebnis, und ich möchte das Rezept gerne mit euch teilen.

Zutaten

500 g Mehl (entweder nur helles Weizenmehl oder nach Belieben mit Vollkornmehl gemischt)
1 Würfel Hefe oder 1 Packung Trockenhefe
Ca. 180 ml Sojamilch (wenn ihr Vollkornmehl verwendet etwas mehr)
100 g Zucker
140 g Margarine (vegane, zum Beispiel Sojola oder Alsan)
1 TL abgeriebene Zitronenschale (Bio!)
1 TL Salz
100 g Rosinen
70 g Orangeat/Zitronat
40 g Mandeln
Etwas weiche Margarine zum Bestreichen
Puderzucker zum Bestäuben

Panettone_2

Zubereitung

Ich verwende zum Backen gerne frische Hefe, die ich in etwas aufgewärmter Sojamilch auflöse. Anschließend wird der Teig aus Mehl, Hefegemisch, restlicher Pflanzenmilch, Zucker, Margarine, Zitronenschale und Salz zubereitet und geknetet, bis er eine gleichmäßige Konsistenz hat. Dann in der Schüssel – mit einem Tuch zugedeckt – an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Danach die Rosinen, Orangeat/Zitronat und Mandeln unter den Teig kneten, wenn es zu klebrig ist, einfach etwas Mehl dazu und gut durchmengen. Dann einen Kochtopf ohne Plastikgriffe (!) mit Backpapier auslegen, den Teig hineinfüllen und zugedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen auf 175°C vorheizen. Bevor der Teig in den Ofen kommt, die Oberfläche kreuzweise einschneiden und mit etwas zerschmolzener Margarine einstreichen. Die Backzeit beträgt je nach Ofen etwa eine Stunde, am besten eine Stäbchenprobe machen. Falls er oben schon braun ist, am besten zudecken. Im Topf abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und mit Puderzucker bestäuben.

Einen guten Appetit wünsche ich euch!

4 Kommentare zu Weihnachtliche Vorfreude auf italienisch: Veganer Panettone

Von Christstollen bis Zimtstern – Vegane Weihnachtsbäckerei

Ich liebe Kekse! Das ist auch der Grund, wieso ich keine Weihnachtskekse backe – ich würde sie nämlich alle selber aufessen. Ich möchte mir aber trotzdem gerne ein Weihnachts-Backbuch zulegen,…

Ich liebe Kekse! Das ist auch der Grund, wieso ich keine Weihnachtskekse backe – ich würde sie nämlich alle selber aufessen. Ich möchte mir aber trotzdem gerne ein Weihnachts-Backbuch zulegen, für den Fall, dass mich doch plötzlich die Backlust überkommt.

Meine Wahl ist auf das Buch „Von Christstollen bis Zimtstern – Vegane Weihnachtsbäckerei“ von Roland Rauter gefallen. Auf 96 Seiten finden sich zahlreiche Rezepte für vegane Weihnachtsleckereien ohne Ei, Butter und anderen tierischen Produkten. Von Klassikern wie Lebkuchenherzen, Spekulatius und Vanillekipferl bis zu modernen Varianten und Eigenkreationen wie Dinkelbärchen, Weihnachtsmuffins und Zitronen-Kokos-Stollen findet sich hier sicher jeder Leckeres zum Backen für die Weihnachtszeit!

Habt ihr schon nach diesem Buch gebacken? Wart ihr zufrieden mit dem Ergebnis? Backt ihr ansonsten eure Weihnachtsbäckerei auch vegan?

Keine Kommentare zu Von Christstollen bis Zimtstern – Vegane Weihnachtsbäckerei

Alles außer gewöhnlich: Alternative Weihnachtsmärkte in Wien

Geht es nach dem Angebot an Weihnachtsmärkten in Wien, dann könnte ich ab Mitte November nichts anderes tun, als von einem Punschstand zum Nächsten zu wanken. Ich finde Wien im…

Geht es nach dem Angebot an Weihnachtsmärkten in Wien, dann könnte ich ab Mitte November nichts anderes tun, als von einem Punschstand zum Nächsten zu wanken. Ich finde Wien im Advent immer zum Verlieben schön und freue mich wie eine Schneekönigin auf die nächsten Wochen –  vor allem auf das Angebot an alternativen Märkten fernab von Plastikkitsch, billig produzierten, überverzierten Kerzen aus den Nachbarländern oder Glühwein aus dem Pappkarton. Und damit ihr wisst, wovon ich schwärme, habe ich hier eine kleine Auswahl der feinsten Wiener Christkindlmärkte zusammen gestellt – denn gemeinsame Vorfreude ist doch immer noch am Schönsten.

Wandel*Werkstatt, 12. und 13. Dezember 2015

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch bei der Wandel*Werkstatt: Bei dem Markt geht es um Weihnachtsshopping mit gutem Gewissen, es werden unter anderem handgefertigte Ohrringe aus Pflanzen-Samen, Bio-Kleidung, Filz-Blumen oder Deko aus Recyclingmaterialien geboten.

Die „Gute-Laune-Stücke aus eigener Produktion“ kann man übrigens auch wörtlich nehmen und sich bei verschiedenen Werkstätten gleich selbst in der Schmuckherstellung oder Buchbinderei üben. Daneben werden regional Eingekochtes, Schnäpse, Maroni, Öle und Gewürze aufgetischt. Um es mit RinglRingl, die handgemachten Schmuck aus Südamerika herstellen, zu sagen:

So eine warme, familiäre Atmosphäre wie ich es noch bei keinem anderen Weihnachtsmarkt erlebt habe, Feierstimmung, schöne Bilder, tolle Aussteller, und die liebsten Kunden, die es gibt!

Wo: Wohnprojekt Wien, Krakauerstr. 19, 1020 Wien
Wann: 12. Dezember 2015, 13 bis 21 Uhr, 13. Dezember 2015, 10 bis 18 Uhr

Alle Informationen zu Musik, Werkprogramm und Kulinarischem findet ihr hier.

World Art Bazar, 21. November bis 24. Dezember 2015

Für alle, die ihn schon kennen – sorry, ich bin manchmal eine Spätzünderin: Schon ab 21. November (und bis einschließlich 24. Dezember) kann man in der Fortuna Galerie ungewöhnliche, fair gehandelte Geschenke aus aller Welt ergattern. Nicaragua, Peru, Ägypten, Indien, Kenia, Vietnam – die Liste der ProduzentInnen und Waren liest sich wie eine Reise durch die Welt, wie man sie selbst wohl nicht besser hinbekommen könnte. Und das Beste an diesen individuellen Geschenken: Nicht nur, dass sie sonst niemand hat, man unterstützt noch dazu den fairen Handel. Ach, ich weiß jedenfalls, wo mich meine Einkaufslust demnächst hin treibt.

Wo: Fortuna Galerie, Berggasse 21, 1090 Wien
Wann: 21. November bis 24. Dezember 2015, Mo bis Sa: 11 bis 19 Uhr, 24. Dezember, 11 bis 14 Uhr

Adventmarkt und Weihnachtsschau in den Blumengärten Hirschstetten, 19. November bis 20. Dezember 2015

Zum 13. Mal blüht der Blumengarten Hirschstetten auch im Advent auf: Wie jedes Jahr steht der Christkindlmarkt unter einem Motto: Diesmal wird zu „Süße Weihnachtszeit“ eingeladen. In den über 40 weihnachtlich geschmückten Buden werden vor allem Bio-Ware und regionale Köstlichkeiten angeboten, daneben gibt es handgemachten Christbaumschmuck, Spielzeug aus Holz und vieles mehr.

Wo: Blumengärten Hirschstetten, Quadenstraße 15, 1220 Wien
Wann: Do bis So, 10 bis 20 Uhr sowie Mo, 7., und Di, 8. Dezember 2015 von 10 bis 20 Uhr

Weitere Informationen rund um den Adventmarkt und die Weihnachtsschau in den Blumengärten Hirschstetten findet ihr hier.

Akademie Wintermarkt, 18. bis 20. Dezember 2015

Die Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien sorgen immer wieder für großartige Veranstaltungen. Eine solche ist der Wintermarkt, der von 18. bis 20. Dezember das ehemalige Semperdepot rockt. Buchstäblich, denn neben einem Kunst- und Designmarkt der Kreativen und angehenden Profi-Künstler gibt es noch DIY-Workshops und Konzerte. Das Ganze bei freiem Eintritt, versteht sich!

Wo: Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien (= Semperdepot), Lehargasse 8, 1010 Wien
Wann: 18. bis 20. Dezember, Uhrzeit steht noch nicht fest

Weitere Informationen zum Programm des Akademie Wintermarkt findet ihr in Kürze auf deren Facebook-Seite.

lights WUK Designmarkt, 4. bis 6. Dezember 2015

Leider nur drei Tage lang kann man im WUK den chilligsten Indoor-Weihnachtsmarkt der Stadt genießen. „lights“, eine Initiative des Werkstättenbereichs im WUK zur Förderung junger Labels und innovativer Produkte, gibt es heuer schon zum zehnten Mal. Die rund 40 Labels zeigen Textiles von Kopf bis Fuß, Schmuck, Accessoires zum Anziehen und für die eigenen vier Wände, Taschen, Keramik, Seifen, Gewand und Stofftiere für Babys und Kleinkinder, Papierwaren aller Art und und und. Natürlich lässt sich die Designware auch kaufen, klar.

Bei freiem Eintritt kann man sich außerdem auf die Sofa-Ecke im WUK zurückziehen und etwas zu Essen oder selbst gemachten Soli-Punsch genießen sowie sich im WUK Hof beim mobilen Maroni-Stand von WUK bio.pflanzen an der frischen Luft entspannen. Wie immer auch mit DJs und Live-Musik!

Wo: Projektraum WUK (Stiege 4, Halbstock), Währinger Straße 59, 1090 Wien
Wann: 4. bis 6. Dezember 2015, Freitag und Samstag jeweils 14 bis 21 Uhr, Sonntag 14 bis 20 Uhr

Weitere Informationen plus Programm zum „lights“ findet ihr hier.

lights 2012 im WUK. Foto: WUK

Kennt ihr weitere interessante alternative Weihnachtsmärkte in Wien? Teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

4 Kommentare zu Alles außer gewöhnlich: Alternative Weihnachtsmärkte in Wien

Was möchtest du finden?