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Schlagwort: Wahrnehmung

selber. machen. denken

Stell dir vor, du hast zu einem gemütlichen Filmabend eingeladen, sogar irgendwo einen Beamer organisiert um das echte Kinofeeling zu kreieren. Chips und Dips und Popcorn stehen bereit, die DVD…

Stell dir vor, du hast zu einem gemütlichen Filmabend eingeladen, sogar irgendwo einen Beamer organisiert um das echte Kinofeeling zu kreieren. Chips und Dips und Popcorn stehen bereit, die DVD ist mittels Konsensentscheidung (Oh, dazu bald einmal mehr) ausgewählt und alle warten gespannt. Und dann – die DVD hakt, obwohl sie ganz neu ist. Muss am Player liegen. Drei andere Menschen versuchen es, aber die beste Technikaura bringt nichts, der Player ist kaputt. „Weiß irgendjemand auf die Schnelle, wie der repariert werden könnte?“ „Äh, nee. Musste halt zu Mediamarkt, aber da kannste dir dann auch gleich nen Neuen kaufen.“ Deine Gäste sind ganz cool mit der Sache und entscheiden, dann eben noch feiern zu gehen. Dir hat das ganze Ding aber ordentlich die Laune strapaziert. „Ja, nächstes Mal dann, aber wie kann es denn sein, dass so ein kleines technisches Teufelsding mich so zum Narren macht? Wahrscheinlich hängt nur irgendwo ein Kabel schief, aber was weiß ich schon. Und überhaupt, warum weiß ich das nicht? Und was hat mir technischer Fortschritt und Spezialisierungswahn noch alles abgenommen?“

„Wieso genommen? Uns ist heute doch so viel möglich, daran war nie zu denken, nicht mal in den Science-Fiction-Romanen unserer Kindheit. Computer, die so einfach zu bedienen sind, dass so gut wie alle Menschen diese nutzen können; die Möglichkeit für Familien und Freunde über unfassbar weite Entfernungen miteinander in Kontakt zu bleiben; die Welt zu entdecken, ohne dafür Jahre auf Schiffen unterwegs zu sein; unabhängig von Ort und Zeit miteinander zu kommunizieren, Gleichgesinnte zu finden und sich zu organisieren; Autos, die mit Strom oder Mais fahren; kleine Minicomputer, die alles Wichtige deines Lebens in deiner Hosentasche speichern können; stylische Klamotten, die mensch sich auch leisten kann; die Möglichkeit auch um 22 Uhr noch dein neues Lieblingsobst für das morgige Frühstück kaufen zu können – du verstehst was ich meine?“

„Ja, ich verstehe. Und trotzdem! Ganz abgesehen von den Produktionsbedingungen und der Chemie auf meiner Haut, lasse ich mir von H&M vorschreiben, was für Klamotten ich tragen kann. Ich treffe eine Wahl aus einer nicht von mir getroffenen Wahl und manchmal ist das ein echt beschissener Kompromiss. Ich kann mit dir reden, egal, wo auf der Welt du und ich gerade sind. Das ist großartig, aber auch Google und die NSA und was weiß ich noch wer, wissen wo wir sind und wo wir hinwollen. Maracuja ist eindeutig das leckerste Obst, das ich kenne, aber ich hab keine Ahnung wie die Apfelsorte heißt, die bei mir vorm Haus steht. Ich bin superfroh darüber, dass auch meine Mama durch die intuitive Oberfläche ihres Betriebssystems gern die Möglichkeiten des Internets nutzt und Spaß daran hat, Neues zu entdecken, aber mir wird mulmig bei dem Gedanken, dass weder sie noch ich wirklich verstehen und kontrollieren können, was da in diesen Datennetzen wirklich abgeht.
Ich fühle mich manchmal echt machtlos! Ich muss darauf vertrauen, dass da Menschen (oder Dinge?) am Werk sind, die es gut mit mir und der Welt meinen, die mir helfen, wenn das Fernlicht meines Autos kaputt ist, die meinen DVD-Player reparieren und mich nicht zu einem Neukauf überreden, nur weil es für sie rentabler ist. Ich bin so verstrickt in die Strukturen in meinem Alltag und erlebe Bedürfnisse und Wünsche als meine, die mir in einigen lichten Momenten doch eher fremd vorkommen. Ich will das nicht mehr.

Ich hab Bock. Ich hab Bock selber zu denken. Ich will Dinge verstehen und selber machen können. Ich möchte anderen mein Wissen weitergeben können, anstatt mich zu freuen, dass ich mehr weiß, mehr kann und vielleicht sogar mehr Chancen habe als sie. Und was ich nicht verstehen kann, bin ja nu keen Superbrain, das will ich zumindest immer mal wieder kritisch hinterfragen oder schauen, ob ich darauf in meinem Leben und in meinem Glücklichsein wirklich so angewiesen bin. Ich mag Ohnmacht und Unmündigkeit nicht. Ich hab doch eine Stimme und graue Zellen zum Denken und eine Bauch-Herz-Connection für das wirklich Wichtige. Und ich hab Bock auf andere Menschen, die sich auch Fragen stellen, die selber denken und lernen wollen und denen das Leben auf diesem Planeten am Herzen liegt, denn ich glaube gemeinsam geht da was; mehr als ich mir allein vorstellen kann. So stell‘ ich mir übrigens Demokratie vor. Wieso Herrschaft? Es geht um Selbstermächtigung, Teilhabe und Gerechtigkeit.“ „Klingt voll nach ’nem Plan. Du solltest darüber schreiben.“ Mach ich! Hier. Für euch. Und nun gehen wir feiern und beim nächsten Mal gibt es eine gepflegte Runde Munchkin.

Dies war Ausgabe 1 der Kolumne Anie will selber. machen . denken

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch…

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch ein paar Methoden für die aktive Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag vorstellen. Damit meine ich die Einrichtung und Wahrnehmung von kurzen gedanklichen Auszeiten, die man auch gut in einen langen Arbeitstag integrieren kann.

Gleich vorweg: Diese Übungen sind etwas sehr Persönliches. Es gilt in erster Linie zu experimentieren und zu beobachten, denn wir Menschen sind alle verschieden und daher funktioniert natürlich nicht jede Technik bei jedem gleich gut. Probiert die Techniken einfach aus und seht, was mit euch passiert, was am besten funktioniert und was ihr für euch selbst erfolgreich abändern könnt. Das Wichtigste ist immer, dass ihr euch wohl dabei fühlt.

Die folgenden Übungen zur Schaffung eurer Ruhe-Inseln nehmen jeweils nur drei bis zehn Minuten Zeit in Anspruch. Am Anfang kann es möglicherweise etwas länger dauern, wenn die Gedanken noch zu schnell abschweifen und unbedingt zu dem komplexen Projekt auf dem Schreibtisch zurückkehren wollen. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Ruhe-Insel 1: Platz zum Atmen
Zum Einstieg liegt der Fokus auf der bewussten Atmung. Atmet durch die Nase ein und zählt dabei gedanklich langsam bis sechs. Haltet die Luft kurz an. Dann atmet durch den leicht geöffneten Mund wieder aus, zählt dabei ebenfalls langsam bis sechs. Das Ganze wiederholt ihr zehnmal hintereinander. Meistens spürt man nach dieser ersten Übung schon einen deutlichen Unterschied zu vorher. Die Atmung ist einer der wichtigsten Bestandteile der Entspannung überhaupt, denn schon bei der kleinsten Aufregung verändert sie sich. Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz wird erhöht. Schnellere Atmung bedeutet aber gleichzeitig flachere und damit weniger effektive Atmung. Daher müssen wir zuallererst immer zu einer ruhigen, tiefen Atmung zurückfinden. Oft reichen diese bewussten Atemzüge schon als Entspannung für Zwischendurch, weil die meisten von uns das richtige Atmen im Laufe der Zeit verlernt haben.

Ruhe-Insel 2: Negatives Eliminieren
Was gibt es, das euch aus eurer Mitte bringt? Welche Personen, Projekte oder Pflichten bewirken, dass ihr euch schon beim bloßen Gedanken daran verspannt? Seid ehrlich zu euch selbst. Nur keine Scheu, es kann und wird euch niemand kontrollieren oder gar mit dem Finger auf euch zeigen. Es dürfen also durchaus auch die eigenen Kinder sein.

Wenn ihr den oder die Übeltäter identifiziert habt, stellt euch vor, ihr packt all diese kleinen und großen Ärgernisse in ein Segelboot. Habt ihr es fertig beladen, dann holt tief Luft, atmet ganz langsam aus und füllt das Segel mit eurem Atem. Seht ihr, wie das Boot sich langsam in Bewegung setzt? Mit jedem Atemzug entfernt es sich weiter. Winkt ihm hinterher und beobachtet, wie es mit dem Ballast langsam am Horizont verschwindet.

Übrigens: Je konkreter ihr seid, desto besser funktioniert dieses Gedankenspiel. Wenn also genau „diese eine Kollegin“ euch gerade den letzten Nerv raubt, schickt auch nur sie auf die Reise und hebt euch den Rest für ein anderes Mal auf. Der Vorrat an Segelbooten ist unerschöpflich.

Ruhe-Insel 3: Gedankenreise
Versetzt euch gedanklich zurück in den letzten (schönen!) Urlaub oder malt euch euren absoluten Traumurlaub aus. Wo seid ihr? Wie sieht die Landschaft aus? Was macht ihr? Seid ihr am Strand? Spürt ihr den warmen Sand zwischen euren Zehen? Weht euch eine salzige Meeresbrise die Haare ins Gesicht? Malt euch die Details aus. Das kann der Duft einer schönen Blume sein, genauso wie das Gefühl, nach einer langen Wanderung auf einem dreitausend Meter hohen Gipfel zu stehen und in die Ferne zu blicken. Fantasiert und genießt die Zeit. Achtet dabei auf eine ruhige, tiefe Atmung.

Wenn ihr fertig seid, steht nicht sofort wieder auf und stürzt euch in die nächste Besprechung oder auf den nächsten Punkt der To-do-Liste, sondern schließt die Übung bewusst ab. Atmet ein paar ruhige Atemzüge tief durch und räkelt, streckt oder windet euch. Spannt alle Muskeln an, haltet die Spannung für ein paar Sekunden und dann lasst wieder los. Bedankt euch bei euch selbst für die Aufmerksamkeit, am besten mit einem Lächeln. Dann kann es weiter gehen.

 

Solltet ihr diese Übungen am Arbeitsplatz machen, kommen wir um ein Thema nicht herum: Wie geht man mit Störungen um? Das Telefon läutet, das E-Mail-Postfach füllt sich, die Kollegen (oder Zuhause: die Kinder) stehen plötzlich da. Im Idealfall führt ihr die Übungen zumindest am Anfang an einem ruhigen Ort durch, wo all diese Störquellen nicht vorhanden sind. Wenn ihr einmal euren eigenen Weg gefunden habt, bringen euch Störungen aber nicht mehr so durcheinander, wie es am Anfang der Fall sein kann. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr euch nicht unter Druck setzt. Wenn die Gedanken abschweifen, führt sie behutsam wieder zurück, aber ärgert euch nicht darüber. Es ist ganz normal, ein Gedankenchaos hervor zu rufen, wenn man mit dem Üben beginnt.

Habt ihr diese (oder andere) Übungen schon ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen damit? Was sind eure Tricks, um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen?

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

So weit, so gut Nach dem vorangegangenen Erstlingsbeitrag meiner Kolumne und nachdem sich die meisten von euch hoffentlich schon einige Gedanken über ihr Leben gemacht haben, möchte ich dieses Mal…

So weit, so gut

Nach dem vorangegangenen Erstlingsbeitrag meiner Kolumne und nachdem sich die meisten von euch hoffentlich schon einige Gedanken über ihr Leben gemacht haben, möchte ich dieses Mal Aufklärung schaffen und zugleich Verwirrung stiften. Die Motivation für diese Kolumne kommt daher, dass es meiner Ansicht nach viel zu viele Negativschlagzeilen gibt und im Gegensatz dazu viel zu wenige Menschen, die über Gutes schreiben.

Bis in die jüngste Vergangenheit hinein las ich sehr gerne Zeitung, natürlich immer unter dem Aspekt der Selektion und Filtration. Von vornherein wurden Berichte über Unfälle, Attentate und dergleichen Schlimmes ausgeblendet. Ebenso ignorierte ich Wirtschaftliches, Politisches oder Sportliches, das nur Negatives behandelte. Die ernüchternde Bilanz: Was übrig bleibt, ist wahrlich nicht viel. Aufgrund dessen möchte ich mich hier, in meiner Kolumne, vor allem den schönen Dingen widmen. Natürlich wird das nicht immer möglich sein, ganz ohne Kritik oder dem Aufzeigen eines Konfliktes geht es auch nicht immer. Aber für diejenigen, die gedenken, meinen Beiträgen regelmäßig zu folgen: Ihr könnt aufatmen! Ich konzentriere mich auf Erwähnenswertes in positiver Form!

Was gibt es Gutes in meinem Leben?

Mein erster Gedanke galt klassischen atemberaubenden Momenten: Das Konzert meiner Lieblingsband, das Bestehen einer großen Prüfung oder der Beginn einer neuen Beziehung. Definitiv ist es nicht der Lottogewinn – ich meine, natürlich wäre er es, aber in der Regel fallen kleine Alltagserlebnisse aufgrund ihrer Häufigkeit eher ins Gewicht. Hierzu fällt mir der Anruf eines Freundes, der sich nach meinem Wohlbefinden erkundigt, ein (nicht die üblichen „Du, kannst du nicht…“-Phrasen). Wenn mein Lieblingslied im Radio erklingt oder auch, wenn mir eine fremde Person die Straßenbahn aufhält (weil ich es natürlich wieder zu eilig habe).

Wenn man sich solche Überlegungen im Hinterkopf behält, dann müsste es doch einfach sein, jeden Tag schön zu gestalten – trotz der Berücksichtigung gewisser Verpflichtungen. Leider sind wir in solchen Punkten gerne vergesslich. Denn wenn ich Leute in der Öffentlichkeit beobachte, so entdecke ich viele leere Silhouetten; Personen, die in Gedanken bereits beim nächsten Termin sind, oder im Kopf die Liste der Erledigungen durchgehen. Wie viele Menschen sind im Hier und Jetzt? Wie viele lächeln? Ich glaube, wir sind uns alle einig darüber, dass wir für unser Glück auch etwas tun müssen. Griesgrämig durch das Leben schlendern und nörgeln kann doch jeder.

Gutes für die Nachhaltigkeit

Ist das Versprühen von guter Laune und Weltoffenheit nicht auch eine Form der Nachhaltigkeit, um somit durchschlagend vorgefasste Meinungen, Scheuklappendenken und Negatives zu verbannen? Somit lässt sich auch schnell und simpel erklären, warum ich The bird’s new nest für eine geniale Idee halte. Wir Autoren versuchen Interessierten unsere Erfahrungen mit Nachhaltigkeit näher zu bringen. Man berichtet beispielsweise von Dingen, die ressourcenschonend und ohne Menschen- und Tierleid produziert wurden, und denen man ganz leicht den Vortritt lassen kann. Essentiell ist das Fernbleiben von besserwisserischem Fingerzeig, denn niemand von uns ist perfekt. Wir geben alle unser Bestes und schreiben über Inhalte, die uns am Herzen liegen und die wir gerne mit euch teilen.

Nun liegt es an uns! Wollen wir uns doch alle ein Beispiel an der Biene nehmen, die ich vor einigen Tagen zwischen unseren gelagerten Äpfeln auf der Terrasse fand. Sie strotzte der für sie tödlichen Kälte und hielt entgegen ihrem biologischen Lebensplan durch. Und mit etwas Glück startet sie im Frühling neu.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle…

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle zwei Wochen auf The bird’s new nest lesen könnt.

Wie der Titel schon erkennen lässt, geht es mir keineswegs darum, perfekt zu sein. Perfekt sein wollen vielleicht andere, aber mein Anspruch war das nie. Trotzdem möchte ich – für mich selbst – BESSER werden und im nächsten Jahr in den verschiedensten Bereichen meines Lebens so einiges ändern. Es würde mich daher freuen, wenn ihr mich auf meiner „Reise“ begleitet, auf der mir garantiert viele Steine und Steinchen in Form von Faulheit, alten Gewohnheiten oder anderen Ausreden im Weg liegen werden. Hier werde ich auf jeden Fall nicht nur die positiven Erkenntnisse, sondern auch mögliche negative Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen. Denn vielleicht findet sich darin die eine oder andere Inspiration oder Motivation für euch. Und wenn nicht, dann kann ich euch doch hoffentlich zumindest ein Lächeln entlocken.

Meine ganz persönlichen kleinen und großen Themen und die damit verbundenen Fragen für das kommende Jahr gestalten sich – ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit – aktuell wie folgt:
Bewusste Ernährung: Warum essen, was einem nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach und schnell verfügbar ist? Warum ungesunde Lebensmittel zu sich nehmen und damit die Gesundheit ruinieren?
Bewegung im Alltag und in der Natur: Warum faul auf dem Sofa liegen und den Weg des geringsten Widerstands wählen anstatt dem Körper die Aktivität zu gönnen, die er so dringend braucht und die ihm so gut tut?
Zeit für Auszeit: Warum durch das Leben hetzen, wenn ein gesunder Geist einen gesunden Körper braucht und beides nur mit ausreichend Entspannungsphasen zwischendurch erreicht und in weiterer Folge erhalten werden kann?
Mülltrennung: Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Umwelt. Warum nicht einfach angehen, statt nur darüber nachzudenken?
Einkaufsverhalten: Warum alles selbst doppelt und dreifach besitzen, wenn Teilen doch viel mehr Sinn und Freude mit sich bringt? Warum Dinge kaufen, die man eigentlich überhaupt nicht braucht und die einem nach kurzer Zeit schon mehr Energie rauben, als sie spenden, weil sie einfach nur Platz wegnehmen?
Kauf von Dosen und (Plastik-)Verpackungen reduzieren: Warum blind zum erstbesten Produkt greifen, wenn es so viele Alternativen gibt, die nicht nur besser sind, sondern auch noch umweltschonender verpackt?
Regionales und vor allem saisonales Obst und Gemüse kaufen: Warum müssen es unbedingt Südfrüchte sein, wenn wir hier – quasi vor der eigenen Haustür – jede Menge tolle Obst- und Gemüsesorten finden, die uns in der jeweiligen Jahreszeit mit allem versorgen, was wir brauchen?
Den nächstgelegenen Bio-Markt erkunden: Warum sind die am leichtesten erreichbaren Einkaufsstätten selten die beste Wahl? Warum nicht einfach etwas Neues ausprobieren und nachhaltigere, gesündere Alternativen für sich entdecken?

Einige Punkte dieser Liste werden sehr einfach umzusetzen sein, andere hingegen in mehreren Schritten und über einen längeren Zeitraum. Ich weiß auch noch nicht, ob ich jemals jeden einzelnen dieser Punkte abhaken kann, aber ich will und werde es versuchen. In kleinen, aber umso nachhaltigeren Schritten.

Was ich bereits seit Herbst verstärkt forciere, ist das Thema Mülltrennung. Viel zu lange bin ich an den Altglas-Sammeltonnen vorbei gegangen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Und habe leere Glasflaschen meistens zusammen mit dem Restmüll entsorgt, weil es ja „nur“ eine einzelne Flasche ist und ich um eine sinnvolle Menge für den Altglas-Container zu sammeln, viel zu lang brauchen würde, ich mir also die meiste Zeit nur den Abstellraum zumüllen würde. Irgendwann hat es zum Glück doch noch „Klick“ gemacht. Seitdem greife ich morgens auch nach einer einzigen Leerflasche, die ich am Weg zur Arbeit im sechzig Meter von der Haustür entfernten Container ablade.

Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

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