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Eine (fast) vegane Reise durch Nord-Kalifornien, Teil 5

Weiter geht es zum Yosemite Nationalpark. Wir hatten Glück, der Tioga-Pass war schon von Schnee geräumt und offen und so konnten wir quer durch den Park fahren, mit tollen Ausblicken….

Weiter geht es zum Yosemite Nationalpark. Wir hatten Glück, der Tioga-Pass war schon von Schnee geräumt und offen und so konnten wir quer durch den Park fahren, mit tollen Ausblicken. Wir wollten aber nicht nur im Auto sitzen, sondern auch in der Natur wandern. Ich hatte mir aus dem Nationalpark-Reiseführer eine Wanderung zu den Cathedral Lakes herausgesucht. In den Seen sollte sich der Cathedral Peak spiegeln und die Wanderung hörte sich insgesamt sehr nett an. Etwas erschwert wurde das ganze dadurch, dass der Startpunkt schon auf über 2.000 Meter Höhe lag und wir uns daher auf Weg- beziehungsweise Spurensuche durch den Schnee machen mussten. Zwischendurch boten sich immer wieder schöne Blicke auf den Cathedral Peak, mit dem Spiegelbild wurde es jedoch nichts, die Seen waren zugefroren.

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Am nächsten Tag ging es zum klassischen Yosemite Sightseeing ins Yosemite Valley mit Blick auf den Half Dome und etliche Wasserfälle. Da im Frühling aufgrund der Schneeschmelze mehr Wasser vorhanden ist, wollten wir die schönsten Wasserfälle auch von der Nähe betrachten und sind zum Vernal Fall und von dort weiter zum Nevad Fall gewandert. Die Strecke an und für sich ist nicht so schlimm, stellenweise geht es steil bergauf auf Treppen, fast wie bei so manchen Bergläufen. Beim Vernal Fall führen die Stufen am Weg etwas durch den Wasserschleier, der durch den Wasserfall entsteht, und ein schöner Regenbogen war zu sehen. Rast machten wir an einem Wasserbecken oberhalb des Wasserfalls. Das hätte schon sehr zum Schwimmen eingeladen, allerdings nahmen wir die Schilder mit der Warnung ernst, dass hier schon Leute von der Strömung mitgerissen worden sind, den Wasserfall hinunter. Der weitere Weg zum Nevada fall waren nochmals 400 Meter hinauf, zahlte sich aber aus, da es oben vom Plateau eine tolle Aussicht die steilen Wände hinunter auf die Täler gab.

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Kurz nachdem sich CJ beklagt hatte, dass wir abgesehen von Eichhörnchen (ein paar Fotos von der kleineren Tierwelt des Nationalparks seht ihr später) und sonstigen Nagetieren keine größeren Tiere und vor allem noch keine Bären gesehen hatten, wurden wir auf dem Weg zu den Mirror Lakes belohnt. Einige Touristen standen bereits mit gezückten Kameras am Rande des Weges und ihren Blicken folgend konnten wir eine Bärin mit ihren beiden Jungen beobachten. Die drei machten sich auf den Weg über eine Weide und waren gut zu sehen, leider sind die Fotos etwas verschwommen geworden. Abends wanderten wir zum Sonnenuntergang auf den Sentinel Dome, auf dem Hinweg konnten wir vom Auto aus wieder eine Bärin mit zwei Jungtieren sehen – das dürfte die klassische Bärenfamilie sein. Die Wanderung auf den Sentinel Dome war recht kurz, und das Panorama über die Berge und Täler der Sierra Nevada, ins Abendlicht getaucht unbeschreiblich schön.

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Am nächsten Tag fuhren wir in den King’s Canyon Nationalpark. Dieser Tag war besonders heiß, anscheinend ist das aber normal für die Gegend und Jahreszeit – in Fresno hatte es schon früh morgens gegen sieben Uhr 38 Grad Celsius. Wir sind an endlosen Obstplantagen vorbeigefahren, und wie ihr euch vorstellen könnt, war alles künstlich bewässert. An einer nicht mehr genützten Plantage konnten wir sehen, dass selbst die Marillenbäume (Aprikosenbäume für die deutschen LeserInnen) bei dieser Hitze ohne zusätzliches Wasser komplett verdorren und es wüstenähnlich aussieht, wenn nicht gerade alles voller Wasserschläuche ist. Im King’s Canyon selbst, der etwas höher gelegen ist, waren es immerhin nur etwa 30 Grad Celsius. Von den Wanderungen am Vortag hatten wir noch etwas schwere Beine und die ungewohnte Hitze machte uns auch zu schaffen, und so beschränkten wir unsere Aktivitäten. Bei den größten Redwood Bäume sind wir herumspaziert, da waren ein paar echte Riesen darunter, die selbst die Bäume entlang der Avenue of the Giants in einen gewaltigen Schatten stellten. Bei einem Spaziergang um Zumwalt Meadows, einer Weide, die malerisch an einem Fluss gelegen ist, konnten wir noch Eidechsen mit einem blauen Bauch bei Liegestützen beobachten – laut Internet handelt es sich hierbei um männliche Echsenexemplare, die auf diese Weise ihr Paarungsbereitschaft zeigen wollen. Danach gönnten wir uns ein kühles Bier an einem Wasserfall und vertrieben uns den Nachtmittag, indem wir die Natur beobachteten und entspannten, so gut das bei den Außentemperaturen ging.

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Hier nun ein paar Fotos vom Wildlife in den Nationalparks – die Bärenfotos sind leider nicht so gut geworden – sowie ein grauer Fuchs, der an unserem Auto in der Dämmerung vorbeihuschte und etwas zu schnell war für unsere Kamera. Doch besonders die kleineren Tiere zu beobachten, fand ich faszinierend.

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Zum Abschluss waren wir wieder in San Francisco, diesmal in der Wohnung bei Freunden direkt im Zentrum, sodass wir nochmals ohne Auto durch die Stadt streifen konnten. Ich mag es, etwas mehr Zeit zu haben und ohne Ziel herumzuspazieren. In der Nähe unserer Freunde war ein Lokal der veganen Loving Hut-Kette, die es weltweit und sogar dreimal in San Francisco gibt. Die veganen Wantans und der Mapo-Tofu waren besonders lecker!

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Es war eine wunderbare Reise, und ich freue mich, dass ich meine Eindrücke mit euch teilen konnte! Jetzt bin ich auf eure Kommentare gespannt: Wart ihr schon einmal in Kalifornien auf Urlaub? Was hat euch am besten gefallen? Was wollt ihr unbedingt einmal sehen?

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Eine (fast) vegane Reise durch Nord-Kalifornien, Teil 4

Im dritten Teil meines Reiseberichts konntet ihr lesen, dass wir abends in Sacramento noch sehr lecker gegessen hatten und uns das Besichtigungsprogramm für den nächsten Tag aufgehoben haben. Am Vormittag des nächsten…

Im dritten Teil meines Reiseberichts konntet ihr lesen, dass wir abends in Sacramento noch sehr lecker gegessen hatten und uns das Besichtigungsprogramm für den nächsten Tag aufgehoben haben.

Am Vormittag des nächsten Tages besichtigten wir zuerst die alte Innenstadt Sacramentos – diese ist mit den alten Häusern schön anzusehen, wirkte aber etwas „künstlich“ und wie für Touristen geschaffen. Dann sind wir bis zum California State Capitol spaziert, eine Führung der Räume ist sich zeitlich nicht ausgegangen.

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Für ein Mittagessen in der Sonne bot sich das „Plum Cafe“ an. Dieses vegane Café hat sowohl einen netten Innenhof, als auch ein paar Tische im Vorgarten, wo wir die Sonne genossen haben. Die Auswahl an Speisen fiel uns nicht leicht – wir hatten dann ein leckeres Chili und einen Burger mit garlic fries. Die leckeren veganen Muffins und Kuchen konnten wir nicht mehr probieren, so satt waren wir danach.

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Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Lake Tahoe, der an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada liegt. Die Fahrt hielt wieder eine Überraschung bereit: Von Sacramento, wo wir mit T-Shirt und Shorts in der Sonne gesessen hatten und ich schon Angst hatte, mir einen Sonnenbrand zu holen, ging es über Pass-Straßen in einen Blizzard hinein. Die Temperatur sank dementsprechend auf knapp unter null Grad. Die großen Schneeflocken blieben zwar nur kurz liegen, trotzdem waren wir froh, als wir in der warmen Unterkunft waren. Zuerst dachten wir, dass wir gar nicht mehr hinausgehen würden, doch oh Wunder! Nach einer weiteren Stunde Schneegestöber kam die Sonne wieder hervor und der Himmel war wieder wolkenlos blau als ob nichts gewesen wäre. Der See zeigte sich von seiner besten Seite und bot uns einige wunderschöne Augenblicke, vor allem bei Sonnenuntergang. Insgesamt war mir Lake Tahoe zu touristisch, die Straße um den See ist sehr breit und das Seeufer selbst ist großenteils mit Wohnungen und Hotels verbaut. Da lobe ich mir die einsameren Seen in den Bergen von Österreich oder Bayern.

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Der folgende Tag war voller unterschiedlichster Erlebnisse. Nach dem Temperatursturz am Vortag ging es zuerst wieder über Pass-Straßen nach Bridgeport. Wir hatten im Lonely Planet gelesen, dass es dort heiße Quellen frei in der Natur gibt. Das Wasser der Thermalquellen fließt in mehrere künstlich angelegte Becken und je nach gewünschter Temperatur kann man oben an der Quelle mit Steinen den Zufluss an siedend heißem Wasser regulieren, das ins Becken gelangt. Ich liebe warmes, ja heißes Wasser, und es war richtig schön, in den Becken in freier Natur mit Blick auf die schneebedeckten Berge zu liegen, die Vögel zwitschern zu hören, sich garen zu lassen, solange man es aushält und dabei ein kühles Sierra Nevada Pale Ale (wir hatten uns in der Brauerei eingedeckt) zu trinken. Zur Abkühlung war die Lufttemperatur draußen noch angenehm frisch. Das Thermalwasser fühlte sich durch die in ihm gelösten Mineralien und sonstigen Stoffe richtig weich an und in einem der Becken gab es am Boden etwas Schlamm, von dem einer der Männer mit denen wir plauderten meinte, dass er eine Wellness-Behandlung ersetzt. Also habe ich meine Körper damit beschmiert und der Haut eine natürliche Pflege gegönnt. Zur Info – an diesen Quellen sind Badezusätze verboten und Badebekleidung ist optional.

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Nach dem Wellness ging es weiter zum Besichtigen nach Bodie, der besterhaltenen Geisterstadt der USA. Hier wurde im 19. Jahrhundert nach Gold gegraben und viele der Gebäude sind gut erhalten, die Türen und Fenster geschlossen. Aber man kann durch die Fenster in die Zimmer hineinschauen und sieht Möbel, Geschirr und andere Dinge, fast so als ob die Einwohner nur kurz weg wären. Ich fand es etwas gespenstisch, so in der Zeit zurückversetzt auf die verstaubten Lebensräume von Menschen zu blicken und wären die Türen nicht zugenagelt gewesen, hätte es mich nicht gewundert, dort drinnen doch noch jemanden aus der damaligen Zeit zu sehen.

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Weiter ging es zum Mono Lake, einem alkalischen Salzsee. Da aus den Zuflüssen des Sees die Stadt Los Angeles (ja, über 500 Kilometer weit entfernt) mit Trinkwasser versorgt wird, ist der Wasserstand des Sees im Laufe der Jahre erheblich abgesunken. Dadurch stieg der Salzgehalt und Kalktuff-Gebilde in schönen Formen sind sichtbar geworden. Auf markierten Pfaden kann man zum See spazieren, die Tuffas betrachten und auf Tafeln über das Ökosystem und die darin lebenden Tiere, die sich an das Salzwasser und den alkalischen Gehalt angepasst haben, lesen. Wir haben sehr viele Vögel gesehen, die sich von kleinen Fliegen ernähren und auf ihre Reise über den Kontinent hier Rast machen. Von einem erloschenen Vulkan am Rande des Sees hatten wir noch einen guten Ausblick, bevor wir weiter nach Mammoth Lakes gefahren sind. Abends fanden wir ein nettes mexikanisches Restaurant, in dem sich die Kellnerin für mich in der Küche erkundigte, ob die Bohnen ohne tierische Produkte zubereitet werden.

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Am nächsten Morgen sind wir zu den Seen bei Mammoth Lakes gelaufen, die den klingenden Namen Twin Lakes haben, und da ich selbst eine Zwillingsschwester habe, wollte ich mir diese ansehen. Der Anblick der schneebedecktem Berggipfeln, die sich in den Seen spiegelten, war unglaublich schön – ihr seht ihn am Titelfoto zum Artikel. Nachdem uns die Thermalquellen am Vortag so gut gefallen hatten, wollten wir uns die Gelegenheit zu einem weiteren heißen Bad in freier Natur nicht entgehen lassen. Die Suche nach diesen gestaltete sich etwas schwierig, da im Lonely Planet keine näheren Angaben zu recherchieren waren, wo genau sich diese befinden, aber nach einigem fragen, herumfahren und suchen, fanden wir ein schönes einsames Becken zum Entspannen – wo sonst weit und breit niemand war und man einen tollen Blick auf die verschneiten Bergketten hatte.

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Was wir in den darauffolgenden Tagen im Yosemite und King’s Canyon Nationalpark erlebt haben, könnt ihr im nächsten und letzten Teil meines Reiseberichts lesen.

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Eine (fast) vegane Reise durch Nord-Kalifornien, Teil 3

Während der weiteren Fahrt entlang des Highway 1 sind wir, wie auch am Vortag, schon öfters stehen geblieben, um die Küste zu bewundern und zu Stränden zu spazieren – bei…

Während der weiteren Fahrt entlang des Highway 1 sind wir, wie auch am Vortag, schon öfters stehen geblieben, um die Küste zu bewundern und zu Stränden zu spazieren – bei dem Wind habe ich aber nicht daran gedacht, mehr als meine Zehenspitzen ins Meer zu strecken.

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Weiter im Norden sind wir zur Avenue of the Giants gekommen, der Allee der Giganten, die 49 Meilen parallel zum Highway 101 von Garberville nach Scotia durch einen faszinierenden Teil des Redwood-Waldes führt. Die Straße schlängelt sich zwischen den säulenartigen Stämmen der riesigen Redwoods entlang und wir sind auf kleineren Wegen durch den Wald spaziert. Dabei haben wir uns wie in einer Traumlandschaft gefühlt, die Redwood Bäume strahlen eine ganz starke Ruhe aus und es fühlt sich richtig gut an, die Bäume, ihre majestätische Höhe und ihren immensen Baumstammumfang länger zu betrachten. Mich hätte es nicht gewundert, wenn statt des Rehes ein Dinosaurier um die Ecke gebogen wäre. Die Wälder wirken wie aus Urzeiten, da abgesehen von den Giganten Farne am Boden wachsen, jedoch keine Sträucher und oder sonstige Pflanzen.

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Abends haben wir in Eureka übernachtet, diese Stadt hat relativ wenig zu bieten. Im Nachbarort Arcata fand sich jedoch bei Japhy’s ein studentisches Lokal mit vielen, großteils veganen, asiatischen Suppen, Nudelgerichten und Salaten. Wir hatten ein leckeres Thai Curry mit Reis, obwohl uns die Auswahl zwischen japanischen Soba und Udon-Suppen nicht leicht gefallen ist. Nach dem Abendessen sind wir noch durch Arcata spaziert und haben schnell gemerkt, dass hier der Anbau von Marijuana (für medizinische Zwecke) legalisiert worden ist.

Am nächsten Morgen sind wir in Arcata hinter der Universität in einem Waldstück, wo es auch viele Redwood-Bäume gibt, laufen gegangen. Das war eine sehr schöne Strecke, etwas trailmäßig bergauf und bergab, und die Morgensonne schien wunderbar zwischen den Bäumen hindurch. An diesem Tag sind wir sonst viel im Auto gesessen um nach Redding zu kommen. Am Weg sind wir in Weaverville, einer ehemaligen Goldgräber-Stadt stehen geblieben. Doch abgesehen von ein paar restaurierten Häusern und etwas geschichtlichem Hintergrund, gab es da nicht so viel zu sehen. Dafür hatte Redding abends wieder etwas zu bieten, und zwar ein Non-Profit Lokal names Savory Spoon. Dieses Restaurant serviert dienstags bis donntags à la carte, es gibt amerikanisches Essen mit Sandwiches, Burgern, Burritos und Salaten und es finden sich auch ein paar vegane Optionen auf der Speisekarte. Die Einnahmen daraus ermöglichen den „Community Monday“ wo es wechselnde Gerichte gibt, für die jeder nur so viel bezahlt, wie er oder sie sich leisten kann. So soll auch ärmeren Leuten ein gesundes Essen ermöglicht werden. Ich musste nicht lange überlegen, sondern habe gleich eine Speise mit dem klingenden Namen „Live forever Seitan Sandwich“ mit Salat bestellt.

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Als nächstes sind wir zum vulkanischen Lassen Nationalpark gefahren, hier wollten wir uns die über den ganzen Park verteilten Geysire und heißen blubbernden Quellen anschauen und den Vulkan Mount Lassen erklimmen. Leider hat uns der Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht – die Straße zum Park war zwar offen, drinnen allerdings gesperrt. Also sind wir zu Fuß zum ersten leicht erreichbaren Geysir spaziert und anschließend konnten wir zwar nicht zum Mount Lessen gelangen, stattdessen hatten wir aber auf den Brokeoff Mountain umdisponiert. Dieser war auch noch in eine Schneeschicht gehüllt , so konnten wir den Weg zwar nicht finden, sind aber anderen Winterwanderer-Spuren bis unterhalb des Gipfelaufbaus gefolgt, und wurden mit einer tollen Aussicht belohnt.

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Während der Weiterfahrt nach Sacramento stieg die Temperatur ständig an, und so bot sich ein spätnachmittäglicher Besuch der Sierra Nevada Brauerei in Chico an. Wir hatten Hunger und Durst vom Wandern und das Pale Ale dieser Brauerei finde ich sehr lecker – der Geschmack erinnert leicht an Maracuja und andere Früchte, bevor eine herbe Würze durchkommt. Die Auswahl an Bieren bei Sierra Nevada ist gigantisch, an die zwanzig Sorten gibt es frisch gezapft. Zum Glück kann man auch mehrere Biere in kleinen Gläsern zum Verkosten auswählen, bevor man eine halbe oder ganze Pint bestellt. Dazu eine Portion garlic fries – Pommes mit frischen Kräutern und noch mehr frischem, kleingeschnittenem Knoblauch – und wir waren zufrieden. Sierra Nevada ist eine der nachhaltigsten Brauereien, da sie einen Teil des benötigten Stromes aus Solarzellen am Dach deckt und auch in die Bahn-Transport-Infrastruktur investiert. Leider konnten wir kurzfristig nicht mehr an einer Führung durch die Brauerei teilnehmen, sondern mussten es beim Konsum des kühlen Getränks belassen. Zur Info – das Reinheitsgebot beim Bier (die Zutaten Hopfen, Malz, Hefe und Wasser) existiert in Kalifornien nicht, so habe ich im Urlaub auch zum Beispiel Biere getrunken, die mit Orangenschalen und Rosmarin gebraut waren, und für ungewöhnlich, aber durchaus lecker, befunden.

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Abends in Sacramento hatten wir noch keinen großen Hunger, doch die Happy Cow verriet mir, dass es gerade in dieser Stadt besonders viele vegane Restaurants gibt. Da das „Noble Vegetarian Restaurant“ sogar ganz in der Nähe unserer Unterkunft lag und sich verlockend gut anhörte, sind wir dorthin gegangen. Dieses Lokal ist ein veganer Vietnamese, der auf der Speisekarte viele Gerichte mit „mock meat“ hat. Irgendwie komme ich sonst nicht dazu, viele Imitate zu essen, sondern esse öfters Gemüsegerichte und Proteine aus Hülsenfrüchten. Aber interessiert hat es mich, und so haben CJ und ich mit den Glücksrollen mit veganen Garnelen gestartet und hatten als Hauptspeise eine Royal Noodle Soup mit frischen vietnamesischen Kräutern und etwas Veg-icken und einen Vege-fish mit braunem Reis. Lecker!

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Wie es uns am nächsten Tag bei der Besichtigung Sacramentos und weiter am Lake Tahoe ergeht, erfährt ihr im nächsten Teil.

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Die nächsten sechs Wochen im Land mit B…

Ich kann nichts dafür, Indien ist schuld. Ich schwöre! Daran, dass ich gleich ein paar Wochen nach meiner Ankunft sofort wieder eine Reise geplant habe. Daran, dass ich mir erneut längere Zeit…

Ich kann nichts dafür, Indien ist schuld. Ich schwöre!

Daran, dass ich gleich ein paar Wochen nach meiner Ankunft sofort wieder eine Reise geplant habe. Daran, dass ich mir erneut längere Zeit – sprich sechs Wochen – zu Beginn des Jahres freigeschaufelt habe, um unterwegs sein zu können. Daran, dass mich die Reiselust wieder gepackt hat!

Aber nicht die Lust an „irgendeinem Reisen“, sondern am längeren Unterwegssein, am Eintauchen in eine Kultur, am freien Entscheiden je nach Gemütslage, wohin es weitergeht, am sogenannte „Zufälle“ auskosten und tief in mir drinnen wissen, dass es die gar nicht gibt. Am Finden von Freunden inmitten von Unbekannten, am Über-Bord-Werfen von Glaubenssätzen, am Eingehen von Risiken und auf meinen Hausverstand vertrauen… Kurz: Am Reisen, so wie ich es in Indien wieder für mich entdeckt habe – oder war es doch umgekehrt, und es hat mich wieder gefunden? Das ist wohl gar nicht wichtig.

Wichtiger ist: Ab dem 22. Januar bin ich in… BRASILIEN!

Endlich schaffe ich es, meine Freunde aus CouchSurfing-Zeiten in Sao Paulo, Rio de Janeiro (und vielleicht auch Recife) zu besuchen! Die Flüge waren überraschend günstig – und Karneval wollte ich – nach Rijeka im letzten Jahr – ohnehin wieder einmal in Südamerika verbringen.

Fragt mich bitte noch nicht nach meiner Reiseroute: Die wird sich ergeben genauso wie alles Andere – auch wenn von überall heiße Tipps auf mich einprasseln. Klar, dass die Liste der Must-Sees – wie üblich – mit jedem Gespräch und jeder gelesenen Zeile der Reiseführer länger wird, aber eines davon kann ich mir diesmal immerhin „ersparen“: Die Wasserfälle von Iguazu habe ich bei meinem achtmonatigen Südamerika-Aufenthalt bereits gesehen. Da kommt man nämlich leicht via Busshuttle von der argentinischen Seite auf die Brasilianische und erhält so einen ganz anderen Blick auf die grandiose Wasserpracht!

Ich bin jedenfalls schon ziemlich auf den Geschmack gekommen und voller Vorfreude – auf unglaubliche Naturspektakel in den Nationalparks, die Traum-Stadt Rio, Ausgehen in Sao Paulo, die Strände und Inseln – vor allem aber auf die Leichtigkeit des Seins, in dem die Brasilianer ja Könner sein sollen.

Also: Carpe diem … oder was auch immer das auf Portugiesisch heißen mag.

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Oster-Urlaub in Bio-Hotels

Wer Lust hat, das Osternest nicht zu Hause, sondern in einem der vielen schönen Bio-Hotels zu suchen, kann aus vielen Hotels wählen, die ein spezielles Osterprogramm anbieten. Erlebt Osterfreuden beim…

Wer Lust hat, das Osternest nicht zu Hause, sondern in einem der vielen schönen Bio-Hotels zu suchen, kann aus vielen Hotels wählen, die ein spezielles Osterprogramm anbieten.

Erlebt Osterfreuden beim Biolandhaus oder auch Ostern beim Stanglwirt– oder doch lieber ein anderes Bio-Hotel? Hier könnt ihr euch alle Bio-Hotels ansehen.

In welchem Bio-Hotel würdet ihr gerne Ostern verbringen?

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