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Einmal NaturkosmetikCamp 2014 hin und zurück – Mein Koffer voller Thesen

Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 verbrachte ich ein ereignisreiches Wochenende im wunderschönen Bad Häring im Tiroler Unterland. Auf dem ersten BarCamp für Naturkosmetik mischte ich mich unter die…

Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 verbrachte ich ein ereignisreiches Wochenende im wunderschönen Bad Häring im Tiroler Unterland. Auf dem ersten BarCamp für Naturkosmetik mischte ich mich unter die Fachleute, die allesamt für eine Alternative zur klassischen Konferenz angereist waren. Gemeinsames Diskutieren, Vernetzen und Wissensaustausch bildeten das Programm.  Als Vertreterin eines Magazins für Nachhaltigkeit wollte ich unbedingt spannende Erkenntnisse mitnehmen. Dem regen Austausch sei Dank, es hat funktioniert!

Ich packe meinen Koffer…

Während der Reisevorbereitungen für das erste NaturkosmetikCamp hieß es für mich vor allem, einen mentalen Koffer zu packen. Gedanklich schichtete ich das Bedürfnis danach, mein Vertrauen in Naturkosmetik zu festigen, neben mein Bestreben, gefühltes Wissen hinterfragen zu wollen. Mit gedankenschwerem Gepäck brach ich von Berlin nach Tirol auf. In freudiger Erwartung auf ein diskussionsreiches Wochenende, versprach ich mir selbst meinen Koffer randvoll mit Erkenntnissen zu füllen. Auf der achtstündigen Bahnreise zum Camp wuchs meine Aufregung ins Unermessliche und ich darf ehrlich zugeben, dass sich diese auch während des gesamten Wochenendes nicht merklich legte.

Angekommen in Bad Häring begrüßte mich eine unfassbare Bergidylle, die jedes Postkartenmotiv um Längen schlägt. Zwar verlangte die Großstädterin in mir schlagartig nach Erholung, die Motive meiner Reise waren jedoch andere. Schließlich führte mich die Chance auf Teilhabe und Wissensvermehrung an diesen außerordentlich schönen Ort. Es galt Souvenirs des geteilten Wissens – die Thesen – mit heimzubringen.

Das Camping an sich

BarCamping steht für die Kunst des Diskutierens mit Gleichgesinnten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den sogenannten Sessions wurde sich freundlich an die Themen herangetastet, fair dazwischenkommentiert und manches Mal energisch diskutiert. Den Input gaben einzelne Teilnehmer, deren Präsentationen meist direkte Steilvorlagen für Fragen und Anmerkungen boten. Es wurde auffällig viel hinterfragt, was ich als ernsthaftes Interesse und echte Neugier deutete. Jeder wollte sich auf die Unkonferenz einlassen, sowohl Naturkosmetik-Neulinge, als auch die alten Hasen der Branche.

Da viele der Camper in dem Veranstaltungshotel ihr Zimmer bezogen hatten, traf man sich jederzeit am veganen Buffet wieder. Zwischen leckerer Hummuspaste und grünem Salat entstanden Zeitfenster für den obligatorischen Kärtchentausch. Sobald das Eis mit dem Satz „Was machst Du denn eigentlich so?“ gebrochen war, wurde jede noch so kleine Pause für das Netzwerken genutzt und sich über die wichtigsten Themen des Wochenendes ausgetauscht. Naturkosmetik stand dabei zwar im Fokus, schien aber ausreichend Raum für andere Themen zu lassen.

Inmitten der geselligen Runde aus knapp 100 Vertretern der Bereiche Herstellung, Handel, Vertrieb, Zertifizierung, Zulieferung, Verpackung, Kosmetik, Hotellerie, PR und Marketing, kam ich nicht umhin mich zu fragen, was den Verbraucher motivieren könnte, selbst zu partizipieren. Ich habe deshalb versucht die Thesen inhaltlich auf die sich mir vermittelten Botschaften und unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit zusammenzuschrumpfen.

Die Botschaften für das Naturkosmetikjahr 2014

Bevor ich in das Thesenhopping einsteige, möchte ich vorausschicken, dass die einzelnen Punkte meine Ausformulierung darstellen und sich aus den Thesen und persönlichen Eindrücken speisen. Die Ergebnisse aus den insgesamt 21 Sessions können online nachgelesen werden. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, da die einzelnen Thesen Stimmungen aufgreifen, Trends wiedergeben und Fragestellungen repräsentieren, mit denen sich die Naturkosmetik-Branche aktuell auseinandersetzt.

  1.  Die Branche hat während des Camps unzweifelhaft gezeigt, dass sie den offenen Dialog über durchaus heikle Themen nicht scheut und damit ein klares Zeichen für Transparenz setzt.
  2. Der Charakter der Veranstaltung hat mir vor Augen geführt, dass hinter Marken und Machern, Menschen mit aufrechter Haltung und sympathischer Menschlichkeit stehen.
  3. Die Entwicklung von Naturkosmetik ist geprägt durch einen mannigfaltigen Pioniergeist, der sich fest entschlossen zeigt. Die Branche kennt und bekennt sich zu ihren Wurzeln. Geschichtsbewusstsein ist Voraussetzung für Erkenntnisse über die Gegenwart und stellt eine Notwendigkeit dar, um Zukünftiges gestalten zu können. (Beate Vogel und Elfriede Dambacher, Naturkosmetikverlag, Session)
  4. Es wurde klar artikuliert, dass den globalen Playern der konventionellen Kosmetikindustrie etwas entgegenzusetzen ist (Stichwort „Greenwashing“). Sei es, um die Sorgfalt bei der Herstellung auch zukünftig garantieren zu können oder,um die Ganzheitlichkeit der Produktionsprozesse nicht aus den Augen zu verlieren. Hier ist insbesondere auf die hohen Standards zu verweisen, die die Branche über die Jahre gesetzt hat. Diese könnten Gefahr laufen durch Regeln und Richtlinien auf europäischer Ebene (Iso-Norm) aufgeweicht zu werden. (Michael Pfister, Pure Green Group, Session; Ulrich Heinze, UHC Chemieberatung)
  5. Authentizität ist keine sinnentleerte Worthülse, sondern geht Hand in Hand mit glaubwürdigem Verhalten. Unternehmertum hat in allen Bereichen nachhaltige Wege zu beschreiten, die konsequent zu verfolgen sind. Hier wurde unter anderem erörtert, wie durch reduzierte Umverpackungen Einsparungspotential bei Packmitteln besteht und was „aus kontrolliert biologischer Wildsammlung“ im Kontext regionaler Zusammenarbeit mit Bauern bedeutet.  (Anke Boy, Speick Naturkosmetik, Session)
  6. Verbraucher, die sich für Naturkosmetik entscheiden, müssen mit Aufklärung belohnt werden. Aufklärung beginnt bei der Entwirrung des Siegel- und Zertifizierungs-Dschungels. Setzt sich fort mit einer Heranführung an das, was Naturkosmetik überhaupt ist und leisten kann. Produkte werden oft gekauft, ohne den Mehrwert einer Unterscheidung zwischen Natur- und Biokosmetik zu kennen. Letzlich resultiert Aufklärung darin, dass die Branche couragiert das Gleichgewicht zwischen Stärke (Tradition) und Anspruch (Innovation) sucht und dem Verbraucher so entgegengeht. (Julia Keith, beautyjagd, Session; Maria Pieper, Pieper Biokosmetik Manufaktur GmbH, Session)
  7. Zum Abschluss sind noch zwei handfeste Botschaften zu nennen, die zunächst lediglich auf dem Papier stehen, aber als Ziel definiert wurden. Einerseits der Wunsch nach gesteigertem Zusammenhalt und andererseits der Ruf nach gemeinschaftlicher Einflussnahme.

 

Mein Fazit

Das erste internationale NaturkosmetikCamp war eine lohnenswerte Veranstaltung. Als eine alternative Plattform zum herkömmlichen Konferenzstil bietet es Raum, sich inspirieren zu lassen und Möglichkeiten zu Veränderungen anzuregen. Zwar ist das zu absolvierende Programm straff gestrickt und dadurch zeitweise sehr anstrengend. Dafür profitierten die Teilnehmer von dem hohen Grad an Informiertheit und guten Vernetzungsmöglichkeiten. Der Veranstalter Wolfgang Falkner ist ein sehr freundlicher, angenehmer und harmonischer Charakter, dessen Ruhe und Umsicht das Wochenende maßgeblich mitgeprägt hat. Die Durchmischung der Camper aus unterschiedlichen Bereichen ist für das Format und die Diskussionen eine zuträgliche Entscheidung gewesen.

Ich persönlich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Blogger und Nischenmagazine mit ins Boot geholt werden. Dadurch kann ein Rückkanal zu den Verbrauchern entstehen, die sich bewusst und aufgeklärt informieren möchten. Darüber hinaus fände ich es sehr begrüßenswert, wenn das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in den Fokus gerückt wird. Die Naturkosmetik-Branche agiert durch und durch nachhaltig, dass darf sie ruhig noch selbstbewusster zeigen.

Wer hat gefehlt? Die Naturfriseure, es wäre interessant zu sehen, was in diesem Bereich alles so passiert. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Eine Fortsetzung des NaturkosmetikCamps in 2015 ist bereits in Planung.

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Liebe Leser, ich hoffe, ihr habt meinen Ausführungen bis zum Ende folgen wollen und findet euch aufrichtig und nachhaltig informiert wieder. Es würde mich natürlich freuen, wenn ihr Lust bekommen habt, euch intensiver mit Natur- und Biokosmetik auseinanderzusetzen. Schließlich dreht sich beim NaturkosmetikCamp alles um eine äußerst wichtige Person: Um euch!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut. Das Augustin Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der…

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut.

Das Augustin

Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der ja nicht gerade für kulinarische Ergüsse bekannten Märzstraße, befindet sich schon seit einigen Jahren das Augustin. Anfänglich als eher normales Beisl gestartet hat es sich nun über die Jahre zu einem richtigen Schatz für die verschiedensten Menschen mit individuellen Ansprüchen entwickelt. So gibt es hier neben traditionellen Gerichten wie Filetsteak auch einiges an veganen und vegetarischen Gerichten, die sehr herausstechen und in dieser Form oft nicht einmal in speziellen, dafür ausgerichteten Lokalen zu finden sind.

Unter der Woche war das Augustin bisher vor allem als Abendlokal beliebt und bekannt, da es immer erst um 17 Uhr aufgesperrt hat. Vor kurzem hat sich aber auch das geändert: Ab 13 Uhr Mittags kann man jetzt beim sogenannten „Nachmittagskaffee“ das nette Lokal besuchen. Am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag, gibt es sogar schon ab neun Uhr morgens den „Frühstückssalon“ der sich auch nochmal stark vom Abendgeschäft abhebt. Im Frühling und Sommer kann man die leckeren Schmankerln im kleinen aber feinen Gastgarten genießen.

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Bild: Das Augustin

Aber was steht nun eigentlich alles auf der durchmischten Speisekarte? Viele Speisen sind veganisierbar, andere bleiben so wie sind. Also gibt es für reine Pflanzenesser zum Beispiel Klassiker wie ein vegane Berliner Currywurst mit Pommes (sieht man in Wien ja auch nicht alle Tage) vegane, knusprige Tofu-Sticks und diverse Salate oder Snacks. Aber auch bei den Hauptmahlzeiten müssen wir nicht verhungern. Burger, Erdäpfelgulasch*, Grünkernbratlinge – hier geht es also eher deftig, aber doch gesund zu. Was das ganze natürlich noch besser macht: Man schmeckt gleich bei allen Gerichten heraus, dass hier mit hochwertigen Produkten gearbeitet wird und einiges davon soll auch Bio sein, was immer ein Pluspunkt ist.

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Bild: Das Augustin

Wer mehr der Frühstücksmensch ist hat aber auch beim Frühstückssalon genügend Auswahl. So gibt es zwar auch hier klassische Variationen mit Schinken und Lachs, aber auch das „Go Vegan“ und das „Carole“ – Tofuwrap, Salat, Avocado, Gurken, Haferbrei – und das um nicht mal acht Euro! Da darf man sich wohl nicht beschweren. Alle Kaffees und Kakaos gibt es selbstverständlich auch mit Sojamilch, was das ganze Frühstück noch perfekt abrundet. Aber auch wenn man einfach Abends auf einen Drink gehen will, gibt es hier die ganze Palette von Bier über Wein bis hin zu speziellen Longdrinks und auch meine liebsten antialkoholischen Getränke wie Club Mate und Fritz Kola. Das alles wird in wirklich netter Atmosphäre von netten Menschen geführt, da kann man auch die nicht so schöne Lage des Lokals ausblenden.

Vor kurzem hat hier auch noch ein weiteres Schmankerl gestartet: Jeden Sonntag gibt es im Augustin jetzt die „Sunday Sessions“ wo bekannte Künstler wie zum Beispiel diesen Monat Clara Luzia oder Marilies Jagsch ab 20 Uhr Unplugged-Konzerte im kleinen Rahmen geben und man dazu lecker speisen und trinken kann.

Fazit: Ein wirklich heißer Tipp für alle die fernab vom Trubel der Großstadt einen gemütlichen Abend, vormittags oder nachmittags in feiner Atmosphäre mit gutem Essen und schöner Musik verbringen wollen.

Bewertung: 8/10
Märzstraße 67
1150 Wien

Mo – Do: 13:00 – 0:30 Uhr
Fr: 13:00 – 1:30 Uhr
Sa: 9:30 – 1:30 Uhr
So und Feiertags: 9:30 – 0:30 UHR

http://www.dasaugustin.at/

 

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste das Cafe-Restaurant Oben auf den Dächern der Hauptbibliothek und das Erna B. im vierten Bezirk. Bis dahin, Mahlzeit!

 

*Für alle Nicht-Österreicher: Kartoffelgulasch

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DUBARUBA: design. made in africa.

Wer Schönes und Ausgefallenes sucht, ist bei DUBARUBA genau richtig. Die Plattform bietet afrikanisches Design verschiedenster Art. Accessoires für Frauen, Männer, das Wohnzimmer und noch einiges mehr – alles, was…

Wer Schönes und Ausgefallenes sucht, ist bei DUBARUBA genau richtig. Die Plattform bietet afrikanisches Design verschiedenster Art. Accessoires für Frauen, Männer, das Wohnzimmer und noch einiges mehr – alles, was das Herz begehrt.

Alle Produkte sind von afrikanischen Designern, Künstlern oder Brands. Die überwiegend handgemachten Produkte und Anbieter werden mit großer Sorgfalt von DUBARUBA ausgesucht. Und zwar in Hinblick darauf, dass die jeweils landestypischen Anbieter gefördert werden und die Produktionsumstände natur- und ressourcenschonend sind.

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Bild: Marcus Zumbansen

Mir haben es besonders die in Äthiopien gefertigten Schals angetan. Meine dicken Wollschals können langsam im Schrank nach hinten geschoben werden, aber ich kann auch an wärmeren Tagen eigentlich nie auf Tücher oder Schals verzichten. Daher finde ich die weichen, leichten Baumwollschals von Shemma Design genau richtig. Die handgewebte Baumwolle fühlt sich toll an und obwohl das Design eher dezent ist, sind die Schals dennoch durch die individuelle Farbgebung und das gewebte Muster an den Rändern etwas besonderes.

Mein zweiter Favorit sind die XL Triangel Stud Ohrringe von Smith Jewellery, ebenfalls schlicht, aber eben gar nicht langweilig.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken, also auf zu einer kurzen Fernreise bei dubaruba.com!

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beechange.com: Neuer Onlineshop für Öko-Haushaltsprodukte

Badezimmerschrank, Schminkkoffer, Kleiderkasten, Kühlschrank – nachhaltige und ökologische Produkte haben mittlerweile schon viele Ecken des Hauses erobert. Das kann noch nicht alles sein, dachte sich die österreichische Jungunternehmerin Karin Haffert:…

Badezimmerschrank, Schminkkoffer, Kleiderkasten, Kühlschrank – nachhaltige und ökologische Produkte haben mittlerweile schon viele Ecken des Hauses erobert. Das kann noch nicht alles sein, dachte sich die österreichische Jungunternehmerin Karin Haffert: In ihrem Anfang Februar eröffneten Onlineshop Beechange bietet sie umweltfreundliche Haushaltsartikel für Küche, Bad und Garten.

Mit etwas über 100 Produkten in den Kategorien Haushalt, Wohnen und Schenken ist die Auswahl für den Anfang zwar nicht übermäßig, aber doch ganz beachtlich. Doch nicht die Quantität, sondern die Qualität ist ausschlaggebend. Dass die frühere Mitarbeiterin einer internationalen NGO in der Entwicklungszusammenarbeit dabei jedes Produkt getestet und handverlesen hat, spürt man. Von fair gehandelten Recycling-Gläsern über farbenfrohe Holz-Schüsseln bis zu originellen Samen-Bleistiften für den duftenden Kräutergarten reicht die Palette.

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Bild: beechange.com

Neben fairen Produktionsbedingungen, nachhaltigen Rohstoffen, Langlebigkeit der Artikel und nachgewiesener Schadstoff-Freiheit, scheint eines die Devise zu sein: Hauptsache bunt und anders! Das gilt auch für die gemusterten Lunchbags aus Bio-Baumwolle oder für die praktische Edelstahl-Essensbox, schließlich soll man ja sein ethisch korrektes Leben auch auf Schule oder auf das Büro ausweiten können.

„Ich beschäftige mich seit sechs Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und habe Schritt für Schritt meinen Haushalt umgestellt“, erklärt Karin Haffert, die sich auf ihrem gleichnamigen Blog seit längerer Zeit mit den Themen der Ressourcenschonung und des Umweltbewusstseins auseinandersetzt. „Mit meinem Onlineshop möchte ich bewusst machen, dass es im Alltag und zu Hause auch ohne Plastik und einem Übermaß an Verpackung geht.“ Logisch, dass sie im Onlineshop nicht nur nachhaltige Produkte verkauft, sondern diese auch in wiederverwerteten Verpackungen klimaneutral verschickt. Frei nach Mahatma Ghandi: „Be(e) the change you want to see in the world.“

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Produkt-Review: Echtholz-Smartphonecover von balolo

Vor kurzem durfte ich ein Echtholz-Smartphonecover von balolo mit persönlicher Gravur für euch testen! Hier mein Erfahrungsbericht dazu. Derzeit stehen vier verschiedene Echtholz-Arten zur Wahl: Bambus, Kirsche, Walnuss und Zebrano….

Vor kurzem durfte ich ein Echtholz-Smartphonecover von balolo mit persönlicher Gravur für euch testen! Hier mein Erfahrungsbericht dazu.

Derzeit stehen vier verschiedene Echtholz-Arten zur Wahl: Bambus, Kirsche, Walnuss und Zebrano. Ich habe mich für Walnuss entschieden, weil ich dunkle Holzarten den helleren vorziehe und ich bei Zebrano die Befürchtung hatte, dass das Motiv nicht gut sichtbar sein würde. Man kann entweder Text oder Foto beziehungsweise Motiv gravieren lassen – natürlich ist es aber auch möglich, das Cover ohne Gravur zu kaufen und die Echtholz-Optik pur zu geniessen. Falls man sich für Text entscheidet, tippt man die gewünschten Worte einfach in eine Eingabemaske, wählt aus neun möglichen Schriftarten eine aus und sendet die Info ab.

Für eine Motivgravur muss eine Bilddatei im Format PNG, GIF oder JPG in hoher Auflösung übermittelt werden. Genauere Spezifikationen konnte ich trotz Suche auf der Website nicht finden, aber laut FAQ hieß es, ein balolo Mitarbeiter würde mich kontaktieren, wenn absehbar ist, dass das Gravur-Ergebnis mangelhaft werden könnte. Als Motiv habe ich das Logo von The bird’s new nest für das obere Drittel ausgewählt und den Slogan „Living. Eco. Loving. Life.“ für den unteren Rand. Die Daten wurden verschickt, Rückmeldung bezüglich Datenaufbereitung kam keine mehr, also durfte ich davon ausgehen, dass die Daten laut Vorlage graviert werden können.

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Als ich die Lieferung aber dann ausgepackt habe, war ich erstaunt, dass sich niemand gemeldet hat. In der Hand hatte ich ein Cover, dessen Holzfarbe deutlich matter wirkt als die Darstellung auf der Website (aber gut, Echtholz ist nun einmal Echtholz und kann daher variieren). Das Cover fühlt sich angenehm glatt an, ist sehr dünn und riecht angenehm nach Holz. Es ist graviert mit einem größtenteils nicht erkennbaren Logo, der Name The bird’s new nest ist gar nicht lesbar. Der Claim am unteren Rand ist zwar lesbar, das dort angebrachte Vögelchen ist allerdings leider nur dann als Vögelchen erkennbar, wenn man weiß, dass der „Tropfen“ eines darstellen soll.

Die Anbringung des dünnen Echtholz-Covers funktioniert ganz problemlos. Man reinigt die Rückseite des Smartphones, zieht die Schutzfolie des Covers ab, achtet auf eine genaue Platzierung und drückt das Cover an. Die Haltbarkeit ist einwandfrei, sodass ich davon ausgehe, dass es sich auch durch Einstecken in die Hand- oder Hosentasche oder bei häufiger Verwendung nicht ablöst. Wer das Cover dennoch einmal ablösen will, wird es laut Hersteller auch schaffen.

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Mein Fazit: Die Idee, Echtholz-Cover anzubieten, finde ich ganz wunderbar, genauso wie die Möglichkeit, individuelle Gravuren anfertigen zu lassen. Mir persönlich fehlt jedoch ein zusätzliches Qualitätsmanagement, also jemand, der vor der Gravur überprüft, ob das Motiv, das man einsendet, wirklich gut verwendbar ist. Es sollte außerdem Vorgaben für Mindestgrößen beziehungsweise -strichstärken geben, denn für individuelle Cover, die auch ihren Preis haben – ab EUR 19,90, der Preis ist abhängig von der gewünschten Gravur-Option; individuelle Anfertigungen sind von der Rückgabe ausgeschlossen -, sollte auch eine optimale Umsetzung gewährleistet sein. Nichtsdestotrotz werde ich das Cover weiterhin auf meinem Smartphone belassen, weil das Telefon mit Holz-Cover angenehm in der Hand liegt und sehr gut riecht.

Hier geht es zur Homepage von balolo: balolo.de

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Grün im großen weißen Norden: Kalter Winter und warme Schokoladenerlebnisse

Kanada hatte es mir für den Anfang leicht gemacht. Die ersten beiden Tage meines Aufenthalts waren sehr mild, doch dann hatte der Winter meine Eingewöhnungsphase für lang genug befunden und…

Kanada hatte es mir für den Anfang leicht gemacht. Die ersten beiden Tage meines Aufenthalts waren sehr mild, doch dann hatte der Winter meine Eingewöhnungsphase für lang genug befunden und blies mit kräftigen Stößen Kälte und Schnee in das Land. Wenn es draußen schneit, ist das Fortkommen kaum möglich. Ich laufe konstant auf 20 cm platt getretenem Schnee und habe somit einen völlig unebenen Boden unter den Füßen. Zudem bläst einem mit etwas Pech der Schnee mitten ins Gesicht, sodass man nur nach unten schauen und hoffen kann, dass der Wind bald seine Richtung ändert.

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Genauso sahen die nächsten Tage meiner ersten Woche aus, aber stur wie ich bin, wollte ich trotzdem die Stadt erkunden. Gewappnet mit einem bis zur Nase hoch gezogenem Schal, Handschuhen und einer warmen Mütze zog ich los und erkundete die Straßen. In all seiner Härte ist der Winter auch wunderschön und lässt einen vor lauter zarter Anmut manchmal bloß staunen. Ich finde, Schnee bringt irgendwie jedes Mal wieder das Kind in einem zum Vorschein. Geht euch das auch so?

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Natürlich hatte ich mir ein paar interessante Anlaufstellen heraus gesucht, doch über die schönsten Dinge stolpert man meistens per Zufall. So erging es mir auch mit ChocoSol, ein kleiner unscheinbarer Laden, der mir das beste Schokoladenerlebnis meines Lebens bescheren sollte. ChocoSol ist ein kleiner handwerklicher Schokoladenbetrieb, der einen ganz besonderen sozialen Handel betreibt und Nachhaltigkeit sowie Qualität auf eine sehr hohe Stufe stellt. ChocoSol erhält den Kakao sowie verschiedene Gewürze direkt von Ureinheimischen des Urwaldes Selva Lacandona und den Bergen in Süd-Mexiko. Einer der Unternehmer von ChocoSol, Michael Sacco, hatte dort für eine Weile lang mit den Einheimischen zusammen gearbeitet und über den Kakaoanbau und dessen Weiterverarbeitung gelernt. In dieser Zeit entstand die Idee für ChocoSol. Der heutige Handel basiert also nicht nur auf geschäftlichen Interessen, sondern auf reziproken Beziehungen des gegenseitigen Lernens und vor allem Freundschaft.

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Im Schatten des Urwalds wird der Kakao angebaut und zwar in einer symbiotischen Beziehung zu anderen Pflanzen, die auch für die Schokolade verwendet werden. Die Valentinsschokolade, die man beispielsweise momentan kaufen kann, enthält Kakao, Vanille und Annatto. Der Annattostrauch (auch Lippenstiftbaum genannt) spendet den Kakaobohnen Schatten und der Kakao wiederum bietet der Vanille eine Gelegenheit zum Klettern (eventuell habe ich die Funktionen der Pflanzen vertauscht). So sind die drei Zutaten nicht nur im fertigen Produkt, sondern bereits während ihres Wachstums in perfekter Symbiose.

Die gesamte Herstellung findet in dem kleinen Laden in Toronto statt. Der Prozess von der Kakaobohne und anderen natürlichen Zutaten bis hin zur fertigen Schokolade dauert in etwa zweieinhalb Tage. Das Chocolatier-Team von ChocoSol verwendet traditionelle Verarbeitungstechniken für die Kakaobohnen. So kann man in der Küche beispielsweise ein Stein-Mahlwerk sehen. ChocoSol setzt auf Lokalität, möglichst geringe Verarbeitung, natürliche Zutaten, verschiedene Arten von Kakaobohnen und traditionelle Methoden. So ist die Schokolade auch zu 100% vegan.

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Das Produkt, das dabei herauskommt, ist einzigartig gut. Ich muss ungelogen sagen, dass es die beste Schokolade ist, die ich je gekostet habe. Durch das Verarbeitungsverfahren kann man die Konsistenz der Zutaten erkennen. Sie hat etwas erdiges, natürliches. Der Geschmack ist voll, rund und wirklich unbeschreiblich gut. Neben der oben beschriebenen Geschmacksrichtung gibt es auch Schokolade mit Chili, eine mit Hanf, eine mit Kokos und sogar eine hundertprozentige Schokolade, die aber trotzdem eine Tafel ist.

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Der letzte Aspekt, der ChocoSol für mich zu einem besonderen Unternehmen macht ist der Gedanke der Nachhaltigkeit. Die Firma führt eine Zero-Waste Politik und möchte ihren Müll damit nahe bei Null halten. Die Kunden werden dazu eingeladen, selbst Behälter mitzunehmen, in die die Schokolade gepackt werden kann. Die Schalen der Kakaobohnen werden zum einem als sehr leckerer Tee verkauft, zum anderen dienen sie als äußerst effektiver Dünger im Garten. Alle anderen Pflanzenreste, die anfallen, wie etwa Minze, Chili und Kokos werden zusammen gemischt und auf dem Garagendach wieder angebaut oder an freudige Gärtner weitergegeben. Natürlich muss man den Kakao hierher transportieren, was unweigerlich mit CO2-Emissionen einhergeht. Aber vielleicht können wir Kakao in Maßen genießen.

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ChocoSol hat auf jeden Fall etwas von dem magischen Maya-Geist, der ihrer Schokolade innewohnt. In dem Laden geht es nicht um Kommerz, sondern um das Zelebrieren einer Gottesfrucht, die von den Azteken als heilig erachtet wurde. Und mir? Mir spendet die edle Schokolade in dieser kalten Zeit innere Wärme. Und ich bin inspiriert von der Arbeitsweise und wünsche mir, dass sich solche Unternehmensideen weiter verbreiten in unserer Welt. Beim nächsten Mal berichte ich euch von einer Food-Coop, von der ich jetzt ein Teil bin.

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallo und willkommen zurück bei Völlerei! Dieses Mal will ich zwei kleine Lokale in 1060 Wien beleuchten, die ich neulich getestet habe und die es absolut wert sind, besucht zu…

Hallo und willkommen zurück bei Völlerei! Dieses Mal will ich zwei kleine Lokale in 1060 Wien beleuchten, die ich neulich getestet habe und die es absolut wert sind, besucht zu werden.

Beginnen wir mit dem erst vor drei Wochen eröffneten „Home Made“ in der Mollardgasse, nähe U4-Station Pilgramgasse. Schon vor der offiziellen Eröffnung, also während die Umbauten noch in vollem Gange waren, hatte die Facebook-Page ein paar hundert Likes und die Vorfreude mancher hielt sich kaum noch in Grenzen. Eine Woche nach der Eröffnung war es auch für mich soweit und ich habe das kleine, aber feine Lokal aufgesucht.

Home Made

Sehr zentral gelegen und gleich zu finden, sieht man schon von außen, dass es hier kein billiges Fast-Food-To-Go gibt, sondern viel Liebe hineingesteckt wurde. Auf der obligatorischen Tafel vor der Türe sieht man gleich das jeweilige Tagesgericht, für internetaffine Menschen ist es aber auch ganz einfach herauszufinden, da die Speisen immer vorab auf der facebook-Fanpage gepostet werden. Begrüßt wird man gleich von den sympathischen Geschäftsführerinnen Anna und Nadine, die sich mit Home Made selbstständig gemacht haben. Im ersten, kleineren Raum, in den man hineinkommt kann man zum einen vereinzelt Marmeladen, Getränke, Snacks, Aufstriche, Gemüse und Sojamilch übersichtlich auf kleinen Regalen bewundern, aber zum anderen auch das Tagesgericht oder auch eine Süßspeise an der Theke bestellen.

Zu Essen gibt es meistens eine Variation einer veganen Quiche und eine zweite Speise. Das kann mal eine würzige Suppe oder ein Eintopf sein – man merkt, dass hier sehr viel (und gut) experimentiert und nicht auf Langeweile gesetzt wird. Die Quiche kommt meistens auf leistbare 6,50 Euro und die anderen Speisen um einen Euro billiger. Die Portionen sind angemessen und die Quiche ist jeden Tag eine andere, von Kohl über Melanzani bis hin zu Karottenquiche ist alles dabei und es schmeckt eben, wie der Laden heißt: Hausgemacht. Und lecker. Fast alle Produkte sind vegan, bis auf ein paar Käsesorten und anderen Kleinigkeiten. Das Mittagessen ist immer rein pflanzlich, manchmal sogar glutenfrei.

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Bild: Home Made

Einnehmen kann man das Ganze dann im eher noch sehr schlicht gehaltenen zweiten Raum, der ein bisschen größer ist, aber doch nur Platz für ein paar Personen hat. Wenn sich aber nichts zum Hinsetzen findet, ist das auch nicht tragisch, denn man kann jede Speise auch mitnehmen und das in einem sehr begrüßenswerten Format: Recycelbar und möglichst umweltfreundlich. In diesem zweiten Raum kann man allerdings nicht nur essen, sondern es befindet sich hier noch ein weiterer Verkaufsraum, in dem unter anderem sehr gute Bioweine und Biobiere angeboten werden. Abrunden kann man den Genuss bei Bedarf noch mit einem leckeren Muffin oder einem Kuchen, auch das wechselt ständig – kommt aber immer direkt aus dem eigenen Ofen und wird nicht industriell mit tausend Geschmacksverstärkern erzeugt. Dazu noch eine Tasse Cappuccino mit Sojamilch und alles ist gut. Wer das alles in einem haben haben will und besonders hungrig ist: Am Samstag gibt es immer Brunch um 15 Euro.

Fazit: Ein netter, neuer, fleischfreier Feinkostladen verbunden mit einem leckeren Mini-Lokal, der in manchen Bereichen sicherlich noch verbessert werden kann, aber ja schließlich noch am Anfang steht. Deswegen spreche ich hier eine absolute Empfehlung aus, da kleine Unternehmen dieser Art absolut supportet werden müssen!

Bewertung: 8/10
Mollardgasse 2
1060 Wien

Mo – Fr: 11:00 – 19:00
Sa: 11:00 – 17:00

facebook-Seite: https://www.facebook.com/homemadevienna

 

Nat’naa

Weiter geht es dann in das rund fünf Minuten entfernte „Nat’naa“ in der Esterhazygasse, fast schon auf Höhe Mariahilferstraße, also auch sehr gut öffentlich erreichbar. Dieses ebenfalls sehr kleine Lokal existiert seit 2012, also seit nicht ganz zwei Jahren, und erst jetzt hat es mich dorthin verschlagen. Schande über mich. Das von ebenfalls jungen, motivierten Frauen geführte Lokal spezialisiert sich auf einen Mix aus äthiopischem, jamaikanischen und biologisch veganem Essen. Dass man es hier mit absoluten Rastafari-Fans zu tun hat merkt man gleich beim Reinkommen: Das ganze Lokal ist in den Landesfarben von Äthiopien, und somit auch der Reggaemusik und Rastafaris gehalten. Das mag man sympathisch finden oder auch nicht, man kann es aber auch einfach bewusst ignorieren. Dasselbe gilt für die Bob Marley-Beschallung, die sich aber sehr im Hintergrund hält.

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Bild: Nat’Naa

Viel wichtiger ist ja das Essen: Das Nat’Naa spezialisiert sich hautpsächlich auf vegane Stews. Das ist übersetzt ein deftiger Eintopf, der aus diversen Gemüsesorten besteht und meist mit Reis serviert wird, aber auch hin und wieder mit Laibchen oder Salat. Ist zwar einfach, schmeckt aber extrem lecker und füllt den Magen ganz gut. Zeitgleich wird aber auch darauf geachtet, dass es nicht jeden Tag Stew gibt und so kommt mit Klassikern wie Chilli con Tofu oder Kartoffelgulasch auch Abwechslung hinein. Was diese verschiedenen Geschmacksrichtungen aus verschiedenen Ländern verbindet: Alles ist kräftig gewürzt und 100% Bio! Während in vielen veganen und vegetarischen Lokalen das Thema Bio eher nebensächlich behandelt wird und man oft genauso ungesund isst wie ein Fleischesser, wird hier das Thema Nachhaltigkeit sehr groß geschrieben. Das schlägt sich preislich aber nicht so schlimm nieder: Eine kleine Portion des jeweiligen Tagesgerichtes kommt auf 7,20 Euro, eine große Portion auf 8,90 Euro. Mir hat die kleine aber völlig gereicht. Zudem kann man hier großartige, hausgemachte Smoothies und Fair Trade Kaffee genießen, auch das ist preislich im angemessenen Bereich und schmeckt großartig.

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Bild: Nat’Naa

Fazit: Netter Laden mit gewöhnungsbedürftigem Design, dafür aber mit umso besserem Essen und von netten Leuten geführt. Da darf man ruhig mal ein leckeres Mittagessen genießen. Tipp: Auch hier werden die Tagesgerichte immer auf der Facebook-Page bekanntgegeben, have a look!

Bewertung: 8/10
Esterhazygasse 31
1060 Wien

Mo – Fr: 11:00 – 17:00

facebook-Seite: https://www.facebook.com/natnaa222

Nächstes Mal bei Völlerei: Es gibt einen Gumpendorferstraßen-Grätzlbericht mit dem mittlerweile veganen Joanelli und dem nicht weit entfernten Corns’n’Pops. Bis dahin, alles Liebe.

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Was ist eigentlich… Recycling?

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens…

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens auf Recycling eingehen.

Recycling kennt jeder, zumindest hat jeder dieses Wort schon einmal gehört. Was schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man an Recycling denkt? Große Müllpressen, Sammelstellen oder die Leergutannahme im heimischen Supermarkt? Vielleicht sogar der eigene Mülleimer? Ja, Recycling beginnt schon im eigenen Haushalt, das ist vielen leider nicht bewusst. Warum das so ist, und wie die Kette weitergeht, klären wir jetzt.

Was also ist Recycling genau?

Vor der Industrialisierung bestand Recycling schlicht aus der Wiederverwertung von Gülle und Ernteresten als Düngemittel oder dem Umwandeln von Lumpen zu Papier. Doch seit die Menge an Müll immer mehr anstieg und die Menschen nach den Weltkriegen zu größerem Wohlstand gelangten, wurde es notwendig, Deponien und Müllsammelplätze zu errichten, da Wiederverwertung damals nicht durchgeführt wurde. Erst 1970/80 wurde das Bewusstsein für Mülltrennung und Recycling wieder entdeckt und nach und nach wurden Systeme entwickelt, um auch in großen Städten eine gewisse Stabilität beim Recycling zu erreichen.

Facts about Austria

In der Gesamtrecyclingquote ist Österreich schon seit Jahren auf einem der Spitzenplätze im europäischen Ranking. Unter anderem ist dafür die ARA (Altstoff Recycling Austria) verantwortlich, die wohl bekannteste Recyclingfirma. Mehr als 85% der gesammelten Verpackungen werden verwertet und zu neuen Verpackungen verarbeitet. Der Rest wird als Brennstoff für zum Beispiel Fernwärme verbraucht. Auch bei der Verwertung von biologischen Abfällen belegt Österreich mit einer Quote von 33% im Bereich der kommunalen Abfälle einen europäischen Spitzenwert. Natürlich geht der Nachhaltigkeitsgedanke an vielen Firmen nicht vorbei und so werben Marken wie beispielsweise Vöslauer mit Umweltschutz durch Abfallvermeidung.

Artikel 1.2 recyclingstation

Bild: Moni

Do it!

Große Firmen tun es, doch wie bei vielen Bereichen im Leben heißt es: „Kleinvieh macht auch Mist!“ Also liegt es an uns, dem „kleinen Mann“, mit richtiger Mülltrennung und im besten Fall Müllvermeidung etwas Gutes für die Umwelt und für das eigene Bewusstsein zu tun. Das beginnt beim Einkauf und geht im täglichen Leben weiter: Plastikmüll so gut es geht vermeiden und den Müll richtig trennen. Je genauer jeder Einzelne seine Abfälle trennt, umso besser funktioniert das Abfallsystem! Plastik zu vermeiden ist insofern wichtig, da es als Kunststoff mehrere hundert bis tausend Jahre benötigt, um zu verrotten.

Ein paar Tipps für die Praxis:
– Beim Einkauf darauf achten, wie das Produkt verpackt ist. Kann man die Verpackung wieder verwenden? Ist es recycelt oder nachhaltig produziert?
– Einkaufstaschen wiederverwenden. In manchen Geschäften kann man recycelte Stoffbeutel kaufen und wenn diese kaputt gehen, kostenlos austauschen!
– In der Küche eine kleine Recyclingstation einrichten (wenn es der Platz zulässt) und einfach mal sammeln um zu sehen, wie viel Müll man innerhalb von beispielsweise einer Woche oder einem Monat produziert und dann analysieren was man vermeiden oder einschränken könnte.
Last, but not least:
– In einem Laden einkaufen, in dem man das Verpackungsmaterial selbst mitbringen darf beziehungsweise zur Verfügung gestellt bekommt wie zum Beispiel in Lunzers Maß-Greißlerei.

Fazit

Im Vergleich zum Upcycling, bei dem man sich kreativ ausleben kann, ist Recycling vielleicht langweiliger, aber trotzdem wichtig und nicht schwer umzusetzen. Ein bisschen bewusster einkaufen und vielleicht zweimal hinschauen bei Verpackungsmaterialien schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Ein kleiner Schritt für jeden einzelnen ist ein großer Schritt für ein nachhaltigeres Leben. Und mal ganz ehrlich, nerven euch die Mengen an Kunststoffverpackungen, Dosen und sonstigen vermeidbaren Verpackungsmaterialien nicht auch, genauso wie die ständige Diskussion: „Wer trägt jetzt endlich den Müll runter?“

Wer bringt bei euch den Müll aus dem Haus und was tut ihr um weniger davon zu produzieren? Ich freue mich auf Kommentare!

4 Kommentare zu Was ist eigentlich… Recycling?

Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema…

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen, sondern dass auch im Hintergrund alles möglichst ökologisch ablaufen soll.

Deshalb dreht sich mein heutiger Kolumnenbeitrag darum, wie „eco“ The bird’s new nest hinter den Kulissen ist. Und wie wir den Öko-Faktor noch höher schrauben können. Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf meinem eigenen Home-Office, andererseits auf der Online-Redaktion. Nachdem man ja immer zuerst vor der eigenen Türe kehren soll, beginne ich mal mit meinem Arbeitsplatz zu Hause.

Wie es oft bei Start-ups üblich ist, ist das Budget knapp bemessen. Deshalb ist mein Schreibtisch ein Vollholz-IKEA-Teil, das ich vor über zehn Jahren gebraucht gekauft habe. Auch wenn er optisch kein Glanzstück (mehr) ist, erfüllt der Tisch doch alle Aufgaben, die man an oder auf ihn stellt. Für Vollholz und Second Hand bekommt der Schreibtisch schon einmal eine gute Öko-Note.

Mein Computer, der sich auf dem Schreibtisch befindet, hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, was man vor allem bei Bild- und Videobearbeitung merkt. Auch wenn es schon einige Schwachstellen wie kaputte USB-Ports gibt, sollte der Computer noch einige Zeit seinen Dienst erfüllen. Es wird sicher spannend werden, wenn ich mich irgendwann einmal auf die Suche nach einem nachhaltigen Computer machen muss.

Geheizt wird in meinem Home-Office nicht, da ich mich im Dachgeschoss befinde und es immer überdurchschnittlich warm ist. Beispielsweise hat es jetzt, Mitte Februar gegen 20:30 genau 26,5 Grad. Das hat auch Auswirkungen auf meine Arbeitskleidung, im Moment sitze ich hier in Boxershorts und Tank-Top. Das bedeutet auch, dass weniger Stoffmenge gewaschen werden muss. Der Strom, mit dem Waschmaschine und natürlich auch Computer, Licht, Musikanlage – ich höre fast immer Musik beim Arbeiten – betrieben werden, kommt vom Ökostrom-Anbieter AAE, Alpen Adria Energie: aae-energy.at

Natürlich brauche auch ich Energie, um durch den Arbeitstag zu kommen. Deshalb nun zu meiner üblichen Nahrungszufuhr. Den Tag starte ich üblicherweise mit einem Kaffee und Marmeladebrot, dazu gibt es ein großes Glas Wasser. Zubereitet wird der Kaffee in einer Espressokanne auf dem Herd, der Kaffee selber stammt von Alnatura, meiner Meinung nach der mit Abstand beste Espresso. Das Wasser stammt aus der Leitung und Brot und Marmelade sind immer vegan und bio, auf Margarine verzichte ich schon seit Jahren. Mittags gibt es üblicherweise nur einen kleinen Snack, da ich sonst für gute zwei Stunden nicht arbeitsfähig wäre, weil sich mein gesamter Körper auf Verdauungsmodus stellt. Mein All-Time-Klassiker ist Brot mit Hummus, und dazu einen Salat, natürlich wieder alles bio und vegan. Am Nachmittag gibt es dann nochmals einen Kaffee und abends wird dann warm gegessen, und das in deutlich grösseren Portionen, da ich komischerweise später am Tag durch reichliches Essen nicht so müde werde wie zu Mittag. Gekocht wird, was der Kühlschrank hergibt, zum Beispiel gebratenen Tofu mit Paprika und Reis, Pasta mit Tomatensoße, Polenta mit Rotkohl, Linsensuppe, Linsencurry mit Reis, Gebratene Zucchini mit Tofu oder – mein Abendessen nachdem ich diesen Artikel geschrieben hatte – Vogerlsalat (Feldsalat) mit Apfel und gebratenem Tofu.

Welche Bereiche lassen sich noch näher beleuchten? Was den Anfahrtsweg zu Meetings, Besprechungen und anderen Terminen angeht bin ich mit meinem Auto relativ unökologisch unterwegs. Zwar versuche ich, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren, wenn ich aber etwas zu transportieren habe, oder der Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dreimal so lang wäre, siegt das Auto – und damit letzten Endes die Zeitersparnis. Nachdem das ökologischste Auto das ist, das nicht produziert wird, bin ich mit meinem 13 Jahre alten Gebrauchtwagen im Vergleich zumindest besser unterwegs als mit einem Neuwagen.

Alle Give-Aways werden mit wiederverwendetem Versandmaterial verpackt, an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die für mich gebrauchtes Verpackungsmaterial sammeln und mich immer wieder damit versorgen! Versandt wird mit der Österreichischen Post, alle Sendungen werden hier CO2 neutral zugestellt: post.at/co2neutral Listen und Notizen werden auf Schmierpapier gemacht, Blöcke und Büromaterial habe ich zum Teil noch vom Studium und auch von Freunden bei Tauschpartys ertauscht.

Nun noch zur Online-Redaktion. Der Anfahrtsweg ist für alle Teammitglieder denkbar kurz. Die Online-Redaktion liegt auf einem anderen Server als The bird’s new nest, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es auch ökologische Provider gibt. Sobald sich die Möglichkeit eines Wechsels ergibt, werde ich mir diese Thematik näher ansehen. Nachdem die Redaktion nur virtuell existiert, ist das aus meiner Sicht auch der einzige Faktor bei der ökologischen Bewertung.

Ich hoffe, ich habe alle Bereiche bedacht und nichts vergessen – falls euch noch etwas einfällt oder ihr Tipps habt, wie ich The bird’s new nest noch umweltfreundlicher gestalten kann, hinterlasst mir bitte einen Kommentar, ich freue mich sehr über eure Ideen und Anregungen!

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Online-Büchermärkte – Echte Alternativen

Es gibt einen gigantischen Marktführer für den Bücherverkauf im Internet, gegen den andere, kleinere Unternehmen kaum eine Chance haben. Ja, sie wirken fast machtlos gegenüber dem Riesen. Da hat man…

Es gibt einen gigantischen Marktführer für den Bücherverkauf im Internet, gegen den andere, kleinere Unternehmen kaum eine Chance haben. Ja, sie wirken fast machtlos gegenüber dem Riesen. Da hat man es als Verbraucher oft schon schwer, nicht mit dem Giganten in Berührung zu kommen. Aber leider lässt es sich manchmal einfach nicht vermeiden.

Deshalb finde ich, dass es an der Zeit ist das zu ändern und auch kleinen Online-Unternehmen im Bereich Bücher eine Chance zu geben. Ich habe ein paar tolle Alternativen gefunden, die ich euch gerne vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um kleine Unternehmen, die online Bücher verkaufen und damit gleichzeitig soziale Projekte unterstützen.

Fairbuch – Die faire Idee

Fairbuch.de unterstützt seit 2006 als Sponsor die Kindernothilfe, um damit Kindern in aller Welt mehr Chancen auf Gesundheit, Bildung und Frieden zu geben. Wenn man bei Fairbuch einkauft, erhält die Kindernothilfe zwei Prozent des Verkaufspreises, das gilt auch für Hörbücher, eBooks, DVDs, CDs oder Spiele. Das Unternehmen wurde von Dr. Eva Funke und Andreas Funke im Jahr 2006 gegründet. Beide sind Gründungsmitglieder einer internationalen Montessori-Schule in Hessen. Auf Grund ihres persönlichen und beruflichen Werdegangs entstand der Wunsch, benachteiligen Kindern aus der ganzen Welt zu helfen. Der Verkaufspreis der Bücher oder anderer Artikel erhöht sich dadurch nicht. Alle Produkte werden seit Mai 2013 versandkostenfrei verschickt, um noch mehr Kunden zu gewinnen und somit das Spendenaufkommen zu erhöhen.

Buch7

Buch7.de unterstützen mit 75 Prozent ihres Gewinnes soziale, kulturelle oder ökologische Projekte. Die Projekte müssen einen gesellschaftlichen Mehrwert haben und überwiegend uneigennützige Zwecke verfolgen. Formlose Vorschläge für ein neues Projekt werden von Buch7 jederzeit entgegen genommen. Man kann so bewirken, einem tollen Projekt, das einem selber am Herzen liegt, möglicherweise finanzielle Unterstützung zu verschaffen. Buch7 gibt sich viel Mühe das beste Spendenprojekt zu finden, und nicht nur „publikumswirksame“ Projekte zu unterstützen. Bei Buch7 fallen unter einem Bestellwert von 19,50 Euro Versandkosten in Höhe von 2,90 Euro an. Da die Preise von deutschen Büchern einer Preisbindung unterlegen sind, kosten die Bücher bei Buch7 genauso viel wie bei jedem anderen Buchhändler auch.

Ecobookstore

Ecobookstore spendet 70 Prozent der Provision ihres Gewinnes zum Schutz des Regenwaldes. Hinter dem Unternehmen steht Macadamu, ein kleines IT-Dienstleistungsunternehmen aus dem Allgäu. Seit 2012 betreiben sie den Online-Buchhandel in einer Kooperation mit dem deutschen Traditionsunternehmen Libri. Alle Bestellungen von Büchern und Hörbüchern ab einem Bestellwert von 20 Euro werden versandkostenfrei verschickt. Bei Bestellung unter 20 Euro berechnet Ecobookstore eine Versandkostenpauschale von drei Euro.

Macadamu betreibt außerdem noch eine firmeneigene Solarstromanlage, die jährlich zu einer Kohlendioxid-Vermeidung von durchschnittlich 25 Tonnen beiträgt. Und Ecobookstore hat noch eine Besonderheit: Macadamu legt großen Wert auf ein umweltfreundliches Hosting und hat deshalb alle ihre Webseiten bei der Hetzner Online AG. Dieses Unternehmen wurde mit dem GreenIT Best Practice Award 2011 ausgezeichnet und deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

 

Die drei Unternehmen fördern durch ihr soziales Engagement unterschiedliche Projekte und bewirken damit Gutes. Mir gefällt der Gedanke sehr, dass ich mit dem Kauf eines Buches ein Projekt unterstützen kann und anderen helfe. Diese mittlerweile große Auswahl an sozialen Unternehmen zeigt mir deutlich, dass man schon lange nicht mehr auf den großen, gigantischen Marktführer angewiesen ist. Denn wie man sieht gibt es nicht nur Alternativen, sondern man kann sich so auch aussuchen, welche Projekte man mit dem Kauf unterstützt. Bei näherer Betrachtung der drei Alternativen, würde ich mich persönlich für Fairbuch entscheiden. Die Entscheidung lässt sich nicht sachlich begründen, da sie auf meinem Gefühl beruht. Alle drei sind aber in meinen Augen gute Möglichkeiten, um nicht dem kommerziellen Riesen unser Geld in den Rachen zu schieben.

 

Weitere Informationen zu den sozialen und nachhaltigen Tätigkeiten der Shops findet ihr unter den folgenden Links:
Fairbuch
Buch7
Ecobookstore

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