Eco. Life. Style.

Schlagwort: Technik

Ökologische Internetsuche mit Ecosia

Seit langer Zeit bereits benutze ich als Startseite die, wie ich finde, wunderbare Suchmaschine Ecosia – auffindbar unter ecosia.org. Sie ist eine willkommene Alternative zum populären Giganten. Ecosia verfolgt nachhaltige…

Seit langer Zeit bereits benutze ich als Startseite die, wie ich finde, wunderbare Suchmaschine Ecosia – auffindbar unter ecosia.org. Sie ist eine willkommene Alternative zum populären Giganten. Ecosia verfolgt nachhaltige Ziele und spendet 80 Prozent der Einnahmen für Aufforstungsprojekte in Brasilien. Die restlichen 20 Prozent werden nicht minder interessant für die Kohlenstoffdioxid-Neutralisation und die Begleichung laufender Rechnungen verwendet. Der Gedanke hinter der CO2-Neutralisation ist, die von Ecosia verursachten Emissionen auszugleichen, indem das tree-planting project in Burkina Faso in Afrika unterstützt wird. Zu den Emissionen gehören die Ausstöße der Büros, der Stromverbrauch der Server bis hin zu den Endgeräten der Nutzer. Und das ergibt am Ende des Tages ganz schön hohe Schätzungen: 0,7g pro Suchanfrage. Für Ecosia bedeutet das 14 Tonnen CO2-Ausstoß bei 20 Millionen Suchanfragen pro Monat! Darüber, aber auch zu anderen spannenden Themen rund um Ecosia, gibt es auf der Homepage Videos mit ausführlichen Beschreibungen, es werden häufige Fragen beantwortet und das Team stellt sich vor.

Pro Suchanfrage werden ungefähr 0,5 Cent durch Suchanzeigen, also Werbeeinschaltungen, eingenommen. Derzeit wird alle 35 Sekunden ein Baum durch Ecosia gepflanzt, summa summarum wurden bislang 293.607 Bäume gesetzt! Ein gepflanzter Baum kostet ungefähr einen US-Dollar. Mir persönlich gefällt auch gut, dass jeder Nutzer selbst ablesen kann, wie viele Bäume durch seine Hilfe bereits gepflanzt wurden. Bei mir sind es gerade 336. Abgesehen davon besteht die Möglichkeit, einige Einstellungen wie Sprache, Art der Suchergebnisse und Ähnliches individuell einzurichten. Dadurch, dass zusätzlich auf die Ergebnisse großer Suchmaschinen und Drittanbieter zurückgegriffen wird, erhält jeder Nutzer eine große Auswahl an angebotenen Internetseiten. Wie sich unschwer erkennen lässt, bin ich von dieser grünen Suchmaschine angetan und kann sie jedem von euch nur ans Herz legen! Denn wer pflanzt nicht gerne Bäume durch die simple Suche im Internet? Ausprobieren lohnt sich.

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Aller guten Dinge sind fünf. Teil 1: Nützlich-nachhaltige Apps für dein Smartphone

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Los geht es mit dem ersten Teil. Hier erfahrt ihr, welche Apps keinesfalls auf eurem Smartphone…

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Los geht es mit dem ersten Teil. Hier erfahrt ihr, welche Apps keinesfalls auf eurem Smartphone fehlen dürfen. Ihr findet die Apps jeweils für Android- oder Applegeräte und sie sind alle kostenlos.

1. Saisonkalender von appmagine

Die App zeigt an, wann welches Obst und Gemüse in unseren Breitengraden geerntet wird und somit frisch erhältlich ist. Um saisonale Lebensmittel zu finden, kann entweder das aktuelle Datum oder ein beliebiger Monat ausgewählt werden. Es wird zwischen über 70 heimischen und importierten Sorten unterschieden. Nicht alle importierten Obst- und Gemüsesorten sind ganzjährig erhältlich. Die App zeigt auf, was, wann in welchen Mengen verfügbar ist und ob heimisch oder importiert. Somit kann man einfach planen und einkaufen. Saisonale Produkte sind aufgrund des grossen Angebots oft günstiger und die Qualität durch die kurzen Transportwege besser, die Umwelt freut sich auch!

2. Kosmetik ohne Tierversuche von kosmetik-vegan.de

Die App bietet eine Liste der gängigsten Kosmetikfirmen. Diese ist alphabetisch geordnet oder kann auch mit Hilfe einer Suchfunktion verwendet werden. Unterschieden werden die Firmen mittels einer Ampel zwischen rot (= Achtung Tierversuche) und grün (= tierversuchsfrei). Über das Menü „Hilfe“ können die Kriterien, nach denen die Produkte bewertet wurden, eingesehen werden. Falls weitere Informationen zu einer Firma gewünscht sind, kann bei roten und grünen Produkten das Infosymbol angewählt werden. Grüne Produkte tragen ausserdem einen Vermerk, wenn sie ganz oder teilweise vegan oder vegetarisch sind. So könnt ihr mit gutem Gewissen einkaufen gehen und findet euch sofort im Produktewirrwarr zurecht.

3. Such Dich Grün von DeTeMedien GmbH

Die App zeigt dir Bioläden in deiner Umgebung an. Ich bin sicher, dass auch einer der knapp 4.500 Shops der Datenbank in deiner Nähe ist, den du bisher nicht kanntest. Es können unter anderem Bilder hochgeladen, die Geschäfte bewertet und mit dem Barcodescanner Produkte für weitere Informationen direkt eingelesen werden. Die App beinhaltet ausserdem spannende Bio-News und Informationen zu den unzähligen Biosiegeln. Diverse Inhalte können auch über Facebook oder Twitter geteilt werden, damit auch deine Freunde über den grünen Lifestyle informiert sind.

4. Codecheck von codecheck.info

Über 15 Millionen Produkte des täglichen Bedarfs befinden sich in der Datenbank: Lebensmittel, Kosmetikprodukte oder auch Alltagsgegenstände wie beispielsweise Klebstoffe, Putzmittel, Tiernahrung oder Kugelschreiber. Das gewünschte Produkt kann mit der Suche oder einfach über den Barcodescanner über die Kamera des Smartphones gefunden werden. Die Inhaltsstoffe werden aufgelistet und es wird jeweils angegeben, ob diese empfehlenswert sind oder nicht. Allergieauslösende oder hormonell wirksame Stoffe werden genauso wie ethisch umstrittene Inhaltsstoffe rot oder orange angegeben, empfehlenswerte hell- oder dunkelgrün. Die Begründung der Einordnung kann gegliedert nach Einsatz, Herkunft und Bemerkung nachgelesen werden.

5. FddB von fddb.info

FddB steht für Fooddatenbank und ist ein bekanntes Online-Ernährungstagebuch. Seit einiger Zeit sind gewisse Funktionen auch praktisch per App verfügbar. Nachdem man sich registriert hat, gibt man Grösse, Gewicht und sportliche Aktivitäten ein, um sein Profil zu vervollständigen. FddB berechnet dann den täglichen Kalorienbedarf um sein Gewicht zu halten oder abzunehmen. Nach jeder Mahlzeit wählt man aus der riesengrossen Datenbank die gegessene Menge aus und überträgt sie in sein Tagebuch. Im Diätbericht kann die Gewichtsveränderung grafisch dargestellt werden. Total praktisch für alle, die abnehmen oder den Überblick über die konsumierten Lebensmittel behalten möchten.

Im nächsten Teil zeige ich euch, welche fünf natürlichen, puren Produkte nicht mehr aus meinem Kosmetikschrank wegzudenken sind.

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selber. machen. denken

Stell dir vor, du hast zu einem gemütlichen Filmabend eingeladen, sogar irgendwo einen Beamer organisiert um das echte Kinofeeling zu kreieren. Chips und Dips und Popcorn stehen bereit, die DVD…

Stell dir vor, du hast zu einem gemütlichen Filmabend eingeladen, sogar irgendwo einen Beamer organisiert um das echte Kinofeeling zu kreieren. Chips und Dips und Popcorn stehen bereit, die DVD ist mittels Konsensentscheidung (Oh, dazu bald einmal mehr) ausgewählt und alle warten gespannt. Und dann – die DVD hakt, obwohl sie ganz neu ist. Muss am Player liegen. Drei andere Menschen versuchen es, aber die beste Technikaura bringt nichts, der Player ist kaputt. „Weiß irgendjemand auf die Schnelle, wie der repariert werden könnte?“ „Äh, nee. Musste halt zu Mediamarkt, aber da kannste dir dann auch gleich nen Neuen kaufen.“ Deine Gäste sind ganz cool mit der Sache und entscheiden, dann eben noch feiern zu gehen. Dir hat das ganze Ding aber ordentlich die Laune strapaziert. „Ja, nächstes Mal dann, aber wie kann es denn sein, dass so ein kleines technisches Teufelsding mich so zum Narren macht? Wahrscheinlich hängt nur irgendwo ein Kabel schief, aber was weiß ich schon. Und überhaupt, warum weiß ich das nicht? Und was hat mir technischer Fortschritt und Spezialisierungswahn noch alles abgenommen?“

„Wieso genommen? Uns ist heute doch so viel möglich, daran war nie zu denken, nicht mal in den Science-Fiction-Romanen unserer Kindheit. Computer, die so einfach zu bedienen sind, dass so gut wie alle Menschen diese nutzen können; die Möglichkeit für Familien und Freunde über unfassbar weite Entfernungen miteinander in Kontakt zu bleiben; die Welt zu entdecken, ohne dafür Jahre auf Schiffen unterwegs zu sein; unabhängig von Ort und Zeit miteinander zu kommunizieren, Gleichgesinnte zu finden und sich zu organisieren; Autos, die mit Strom oder Mais fahren; kleine Minicomputer, die alles Wichtige deines Lebens in deiner Hosentasche speichern können; stylische Klamotten, die mensch sich auch leisten kann; die Möglichkeit auch um 22 Uhr noch dein neues Lieblingsobst für das morgige Frühstück kaufen zu können – du verstehst was ich meine?“

„Ja, ich verstehe. Und trotzdem! Ganz abgesehen von den Produktionsbedingungen und der Chemie auf meiner Haut, lasse ich mir von H&M vorschreiben, was für Klamotten ich tragen kann. Ich treffe eine Wahl aus einer nicht von mir getroffenen Wahl und manchmal ist das ein echt beschissener Kompromiss. Ich kann mit dir reden, egal, wo auf der Welt du und ich gerade sind. Das ist großartig, aber auch Google und die NSA und was weiß ich noch wer, wissen wo wir sind und wo wir hinwollen. Maracuja ist eindeutig das leckerste Obst, das ich kenne, aber ich hab keine Ahnung wie die Apfelsorte heißt, die bei mir vorm Haus steht. Ich bin superfroh darüber, dass auch meine Mama durch die intuitive Oberfläche ihres Betriebssystems gern die Möglichkeiten des Internets nutzt und Spaß daran hat, Neues zu entdecken, aber mir wird mulmig bei dem Gedanken, dass weder sie noch ich wirklich verstehen und kontrollieren können, was da in diesen Datennetzen wirklich abgeht.
Ich fühle mich manchmal echt machtlos! Ich muss darauf vertrauen, dass da Menschen (oder Dinge?) am Werk sind, die es gut mit mir und der Welt meinen, die mir helfen, wenn das Fernlicht meines Autos kaputt ist, die meinen DVD-Player reparieren und mich nicht zu einem Neukauf überreden, nur weil es für sie rentabler ist. Ich bin so verstrickt in die Strukturen in meinem Alltag und erlebe Bedürfnisse und Wünsche als meine, die mir in einigen lichten Momenten doch eher fremd vorkommen. Ich will das nicht mehr.

Ich hab Bock. Ich hab Bock selber zu denken. Ich will Dinge verstehen und selber machen können. Ich möchte anderen mein Wissen weitergeben können, anstatt mich zu freuen, dass ich mehr weiß, mehr kann und vielleicht sogar mehr Chancen habe als sie. Und was ich nicht verstehen kann, bin ja nu keen Superbrain, das will ich zumindest immer mal wieder kritisch hinterfragen oder schauen, ob ich darauf in meinem Leben und in meinem Glücklichsein wirklich so angewiesen bin. Ich mag Ohnmacht und Unmündigkeit nicht. Ich hab doch eine Stimme und graue Zellen zum Denken und eine Bauch-Herz-Connection für das wirklich Wichtige. Und ich hab Bock auf andere Menschen, die sich auch Fragen stellen, die selber denken und lernen wollen und denen das Leben auf diesem Planeten am Herzen liegt, denn ich glaube gemeinsam geht da was; mehr als ich mir allein vorstellen kann. So stell‘ ich mir übrigens Demokratie vor. Wieso Herrschaft? Es geht um Selbstermächtigung, Teilhabe und Gerechtigkeit.“ „Klingt voll nach ’nem Plan. Du solltest darüber schreiben.“ Mach ich! Hier. Für euch. Und nun gehen wir feiern und beim nächsten Mal gibt es eine gepflegte Runde Munchkin.

Dies war Ausgabe 1 der Kolumne Anie will selber. machen . denken

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Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema…

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen, sondern dass auch im Hintergrund alles möglichst ökologisch ablaufen soll.

Deshalb dreht sich mein heutiger Kolumnenbeitrag darum, wie „eco“ The bird’s new nest hinter den Kulissen ist. Und wie wir den Öko-Faktor noch höher schrauben können. Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf meinem eigenen Home-Office, andererseits auf der Online-Redaktion. Nachdem man ja immer zuerst vor der eigenen Türe kehren soll, beginne ich mal mit meinem Arbeitsplatz zu Hause.

Wie es oft bei Start-ups üblich ist, ist das Budget knapp bemessen. Deshalb ist mein Schreibtisch ein Vollholz-IKEA-Teil, das ich vor über zehn Jahren gebraucht gekauft habe. Auch wenn er optisch kein Glanzstück (mehr) ist, erfüllt der Tisch doch alle Aufgaben, die man an oder auf ihn stellt. Für Vollholz und Second Hand bekommt der Schreibtisch schon einmal eine gute Öko-Note.

Mein Computer, der sich auf dem Schreibtisch befindet, hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, was man vor allem bei Bild- und Videobearbeitung merkt. Auch wenn es schon einige Schwachstellen wie kaputte USB-Ports gibt, sollte der Computer noch einige Zeit seinen Dienst erfüllen. Es wird sicher spannend werden, wenn ich mich irgendwann einmal auf die Suche nach einem nachhaltigen Computer machen muss.

Geheizt wird in meinem Home-Office nicht, da ich mich im Dachgeschoss befinde und es immer überdurchschnittlich warm ist. Beispielsweise hat es jetzt, Mitte Februar gegen 20:30 genau 26,5 Grad. Das hat auch Auswirkungen auf meine Arbeitskleidung, im Moment sitze ich hier in Boxershorts und Tank-Top. Das bedeutet auch, dass weniger Stoffmenge gewaschen werden muss. Der Strom, mit dem Waschmaschine und natürlich auch Computer, Licht, Musikanlage – ich höre fast immer Musik beim Arbeiten – betrieben werden, kommt vom Ökostrom-Anbieter AAE, Alpen Adria Energie: aae-energy.at

Natürlich brauche auch ich Energie, um durch den Arbeitstag zu kommen. Deshalb nun zu meiner üblichen Nahrungszufuhr. Den Tag starte ich üblicherweise mit einem Kaffee und Marmeladebrot, dazu gibt es ein großes Glas Wasser. Zubereitet wird der Kaffee in einer Espressokanne auf dem Herd, der Kaffee selber stammt von Alnatura, meiner Meinung nach der mit Abstand beste Espresso. Das Wasser stammt aus der Leitung und Brot und Marmelade sind immer vegan und bio, auf Margarine verzichte ich schon seit Jahren. Mittags gibt es üblicherweise nur einen kleinen Snack, da ich sonst für gute zwei Stunden nicht arbeitsfähig wäre, weil sich mein gesamter Körper auf Verdauungsmodus stellt. Mein All-Time-Klassiker ist Brot mit Hummus, und dazu einen Salat, natürlich wieder alles bio und vegan. Am Nachmittag gibt es dann nochmals einen Kaffee und abends wird dann warm gegessen, und das in deutlich grösseren Portionen, da ich komischerweise später am Tag durch reichliches Essen nicht so müde werde wie zu Mittag. Gekocht wird, was der Kühlschrank hergibt, zum Beispiel gebratenen Tofu mit Paprika und Reis, Pasta mit Tomatensoße, Polenta mit Rotkohl, Linsensuppe, Linsencurry mit Reis, Gebratene Zucchini mit Tofu oder – mein Abendessen nachdem ich diesen Artikel geschrieben hatte – Vogerlsalat (Feldsalat) mit Apfel und gebratenem Tofu.

Welche Bereiche lassen sich noch näher beleuchten? Was den Anfahrtsweg zu Meetings, Besprechungen und anderen Terminen angeht bin ich mit meinem Auto relativ unökologisch unterwegs. Zwar versuche ich, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren, wenn ich aber etwas zu transportieren habe, oder der Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dreimal so lang wäre, siegt das Auto – und damit letzten Endes die Zeitersparnis. Nachdem das ökologischste Auto das ist, das nicht produziert wird, bin ich mit meinem 13 Jahre alten Gebrauchtwagen im Vergleich zumindest besser unterwegs als mit einem Neuwagen.

Alle Give-Aways werden mit wiederverwendetem Versandmaterial verpackt, an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die für mich gebrauchtes Verpackungsmaterial sammeln und mich immer wieder damit versorgen! Versandt wird mit der Österreichischen Post, alle Sendungen werden hier CO2 neutral zugestellt: post.at/co2neutral Listen und Notizen werden auf Schmierpapier gemacht, Blöcke und Büromaterial habe ich zum Teil noch vom Studium und auch von Freunden bei Tauschpartys ertauscht.

Nun noch zur Online-Redaktion. Der Anfahrtsweg ist für alle Teammitglieder denkbar kurz. Die Online-Redaktion liegt auf einem anderen Server als The bird’s new nest, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es auch ökologische Provider gibt. Sobald sich die Möglichkeit eines Wechsels ergibt, werde ich mir diese Thematik näher ansehen. Nachdem die Redaktion nur virtuell existiert, ist das aus meiner Sicht auch der einzige Faktor bei der ökologischen Bewertung.

Ich hoffe, ich habe alle Bereiche bedacht und nichts vergessen – falls euch noch etwas einfällt oder ihr Tipps habt, wie ich The bird’s new nest noch umweltfreundlicher gestalten kann, hinterlasst mir bitte einen Kommentar, ich freue mich sehr über eure Ideen und Anregungen!

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Umwelt(schutz)psychologie – Äh, wat für’n Ding?

PsychologInnen sind angeblich besonders neugierige Menschen. Das stimmt natürlich nicht. Niemals. Es ist reiner Zufall, dass wir überall mitmischen (wollen). Zumindest überall dort, wo es etwas über den Menschen zu…

PsychologInnen sind angeblich besonders neugierige Menschen. Das stimmt natürlich nicht. Niemals. Es ist reiner Zufall, dass wir überall mitmischen (wollen). Zumindest überall dort, wo es etwas über den Menschen zu erfahren gibt. Die relativ junge Disziplin der Umweltpsychologie (auch: ökologische Psychologie) beispielsweise, befasst sich mit Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen. Die Umwelt wirkt sich auf den Menschen aus, der Mensch wiederum gestaltet und beeinflusst seine Umwelt. Unter Umwelt wird dabei nicht nur die natürliche Umwelt – die Natur – verstanden. Gemeint ist damit auch die soziokulturelle Umwelt. Darunter fallen Städte, Gebäude, der Arbeitsplatz und vieles mehr.

Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt

Wer in einer Großstadt lebt, ist permanentem Lärm und Schadstoffemissionen ausgesetzt – was macht das mit uns? Ab welchen Grenzwerten ist unsere Gesundheit tatsächlich gefährdet? Wie muss eine Umgebung aussehen, die uns entspannt und zufrieden macht? Wie ein Arbeitsplatz, der unserer Konzentration zu gute kommt? Wirkt es sich zum Beispiel unterschiedlich auf meine Leistungsfähigkeit aus, ob ich meine Mittagspause im Park oder in der Kaffeeküche verbringe?* Wie kann eine Stadt seniorengerecht gestaltet werden?

Gerade auch im Zuge der Etablierung erneuerbarer Energien ergeben sich vielfältige psychologisch relevante Fragestellungen: Wie akzeptiert sind diese neuen Technologien innerhalb der Bevölkerung? Welche Verantwortlichkeiten ergeben sich für KonsumentInnen, Energieanbieter und InvestorInnen? Irgendjemand muss für all diese und noch viel mehr Fragen die Antworten finden. Wie das konkret von statten gehen kann, veranschaulicht das Forschungsprojekt EmoMap der österreichischen KollegInnen des Netzwerks Psychologie und Umwelt in Wien.

EmoMap – oder wie angewandte Forschung aussehen kann

Für neugierige Forscherlein sind Smartphone-Apps natürlich ein Traum, der auch den Teilnehmenden einen gewissen Spaßfaktor garantiert. Interessierte mit Android-Handy konnten sich die EmoApp herunterladen (das Projekt lief von Januar 2011 bis März 2013). Aufgabe war es, mit Hilfe der App den aktuellen Standort im Freien emotional zu bewerten. Auf Basis dieser Daten werden Emotionskarten erstellt, die anzeigen, wie Orte beziehungsweise Gegenden von Menschen empfunden werden. Die emotionsbezogenen Daten könnten künftig auch in Navigationssysteme eingebunden werden, um individuell angepasste Routen zu erstellen. Wenn ihr also in Zukunft beim Spazieren gehen häufiger eurem neuen Schwarm begegnen wollt, oder euren Diätplan den vielen lockenden Konditoreien, Eissalons und Feinkostgeschäften in der Umgebung zum Trotz durchzuziehen gedenkt – UmweltpsychologInnen könnten es möglich machen.

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Bild: danigeza / pixabay.com

UmweltpsychologInnen bleiben mit ihren interdisziplinär gesammelten Erkenntnissen also nicht im Elfenbeintürmchen sitzen: Sie geben ihr Wissen weiter, ihre Disziplin ist anwendungsorientiert. So beraten sie nicht nur Entscheidungstragende in Politik und Wirtschaft, sondern arbeiten auch mit Kindern und Jugendlichen, um deren ökologische Kompetenzen zu erweitern. Auf diese Weise können sie in die skizzierten Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen konstruktiv eingreifen – oder es zumindest versuchen. Lest euch dazu gerne weitere Informationen auf bdp-gus.de/up/psy/beruf.htm durch, wenn ihr an den beruflichen Möglichkeiten in diesem Feld interessiert seid.

Informationsquellen rund um das Thema Umweltpsychologie

Weiterführende Informationsquellen zum Wissenschafts- und Arbeitsbereich der Umweltpsychologie, sowie zu Netzwerken und Communitys mit umweltpsychologischem Interessenschwerpunkt, findet ihr in den Quellenangaben unten. Eine gute Zusammenfassung interessanter Links ist beispielsweise ipu-ev.de/links-vernetzung.

Als Arbeitsbereich steht dieses Feld PsychologInnen mit einem Bachelor-, Master – oder Diplomabschluss offen. Ein spezifisches Masterprogramm in Umweltpsychologie/Mensch-Technik-Interaktion wird zumindest an der Universität Magdeburg angeboten. An der Universität in Kassel kann im Bachelor of Science in Psychologie das Modul Umweltpsychologie absolviert werden. Vereinzelt werden umweltpsychologische Lehrveranstaltungen als Teil bestimmter Module (oft in der Sozialpsychologie) angeboten, zum Beispiel an der Universität Freiburg.

 

*Ja, das tut es übrigens. Pflanzen am Arbeitsplatz oder Bäume vor dem Fenster wirken sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Schon kurze Aufenthalte im Grünen entlasten uns. Die im Alltag ständig geforderte gerichtete Aufmerksamkeit, die anstrengend für uns ist, weil wir für deren Aufrechterhaltung Ablenkungen verhindern müssen, ist in der Natur nicht notwendig.

 

Quellen:
fg-umwelt.de
bdp-gus.de/up/psy/index.htm
umweltpsychologie.at

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