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Schenke Vielfalt – Grüne Gemüse Box als Weihnachtsgeschenk

Du suchst noch ein originelles und gleichzeitig nachhaltiges Weihnachtsgeschenk? Warum nicht Vielfalt schenken mit der Grüne Gemüse Box? Nicht nur ARCHE NOAH setzt sich für die Vielfalt ein, sondern auch…

Du suchst noch ein originelles und gleichzeitig nachhaltiges Weihnachtsgeschenk? Warum nicht Vielfalt schenken mit der Grüne Gemüse Box? Nicht nur ARCHE NOAH setzt sich für die Vielfalt ein, sondern auch GLOBAL 2000. Sie haben die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“ ins Leben gerufen und werden nun von Ute Woltron (freie Journalistin, Autorin und Gärtnerin), die die Grüne Gemüse Box kreiert hat, unterstützt.

Was ist in der Box?

Die Grüne Gemüse Box enthält Gemüse, Kräuter und Blumensamen aus biologischem Anbau – allesamt essbar, auch die Blüten. Bei dem Mix aus verschiedenen Salaten, Paprika, Chili, Tomaten und den Kräutern Basilikum, Ringelblumen, Echte Kamille und Kapuzinerkresse handelt es sich um Saatgut, das natürlich für die Aussaat im Garten geeignet ist, besonders Wert wurde aber auch darauf gelegt, dass sämtliche Pflanzen auch für die Topf- und Balkonkistenkultur geeignet sind – ideal also auch für Stadtgärtner. Eine Stofftasche ist ebenfalls im Paket.

Warum ist Vielfalt so wichtig?

Vielfalt ist aus vielen Gründen wichtig zu erhalten. Vielfalt in der Landwirtschaft macht den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln verzichtbar, denn sie hilft, Störungen in den Agrar-Ökosystemen abzufedern. Je vielfältiger, desto stabiler. Diese Ertragssicherheit nutzt vor allem auch uns Menschen. In Zeiten des Klimawandels ist dies besonders wichtig. Ganz ohne Genmanipulation können wir von den lokal angepassten Pflanzentypen und deren Eigenschaften profitieren. Auch finden Allergiker in den tausenden Pflanzenarten genügend Alternativen, um sich zu ernähren. Des Weiteren fördern Staaten, die kleine und regionale Pflanzensorten und den Samentausch zulassen, die Unabhängigkeit. Somit entstehen keine Saatgutmonopole, die nur zum Nachteil für Bauern und Konsumenten sind.

Holt euch die Grüne Vielfalt nach Hause

Mit einem Beitrag von 48 Euro kommt die Gemüse-Vielfalt zu euch nach Hause, verpackt in einer attraktiven Geschenkbox, zusammen mit einer grünen Vielfaltstasche. Der Reinerlös der Boxen kommt der Saatgut-Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“ zu Gute. Denn es ist zwar vorläufig geschafft, die Umsetzung des EU-Vorschlags zur Vereinheitlichung des Saatguts zu verhindern, die Gefahr ist jedoch keineswegs ausgestanden. Es heißt also dran bleiben!

Bestellen kann man die Grüne Gemüse-Box online unter global2000.at/grueneblume oder telefonisch beim Spendenservice von Global 2000 unter (0810) 977 200.

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Helden der Woche: Hannah und ihre Schwestern, die Andersmacher

Unterwegs und auch Zuhause begegne ich vielen Menschen, die mich beeindrucken, mich inspirieren, mir Mut machen oder mich zum Nachdenken anregen. Mal sind es Bekannte oder Leute, mit denen ich…

Unterwegs und auch Zuhause begegne ich vielen Menschen, die mich beeindrucken, mich inspirieren, mir Mut machen oder mich zum Nachdenken anregen. Mal sind es Bekannte oder Leute, mit denen ich mehr Zeit verbringe – ein anderes Mal ist es ein zufälliges, kurzes Zusammentreffen mit einem Fremden, das Spuren hinterlässt. Es ist Zeit, diese – meine – Helden des Alltags vorzustellen.

Wer

FOOTPRINT, das ist ein Wiener Verein, der sich um die Betroffenen von Frauenhandel kümmert, genauer gesagt um „Betreuung, Freiraum & Integration“ derselben. FOOTPRINT, das sind die 26-jährige Gründerin Hannah und ihre 24 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Natürlich sind nicht alle ihre Schwestern (lasst euch vom Titel des Artikels in Anlehnung an den gleichnamigen Film nicht irreführen), es sind nicht einmal alles Frauen. Eine Tatsache, die seit der Gründung für Aufsehen sorgt – richtet sich doch der Verein an durch Frauenhandel oder Gewalt missbrauchte Frauen, und die sind oft gerade durch Männer traumatisiert. „Aber wir wollen hier bei FOOTPRINT keine Parallelwelt aufbauen,“, erklärt Elisabeth, eine der Freiwilligen, die Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 20.00 Uhr die Anlaufstelle im dritten Wiener Bezirk offen halten, „es geht darum, dass die Frauen wieder Vertrauen fassen – auch in Männer – und sich so in die Gesellschaft integrieren können.“

Woher die betroffenen Frauen kommen? Hier können sie ihr Land "pinnen". Foto: Doris

Woher die betroffenen Frauen kommen? Hier können sie ihr Land pinnen. Bild: Doris

Frauenhandel in Wien? Ja, den gibt es. Laut Statistik werden in mehr als 400 Wiener „Etablissements“ Frauen Opfer von Menschenhandel; es gibt 7.000 Zwangsprostituierte, wobei der Ausländeranteil bei 90 Prozent liegt und jede dritte Frau in Österreich Opfer von häuslicher Gewalt wird – so die von FOOTPRINT zitierten Zahlen.

Wo wir uns begegnet sind

Am Samstag lädt der Verein FOOTPRINT zu seinem 6. KULLUK -Dinner (Kultur & Kulinarik) und reist mit Ihnen nach Vietnam.“ Im Juni ist mir die Einladung zu dieser monatlichen Veranstaltungsreihe von FOOTPRINT in die Mailbox geflattert. Eine Einladung nach Vietnam – und sei es auch „nur“ kulinarischer Art – schlage ich selten aus, es sei denn, ich bin wieder mal nicht in Wien. So war es dann auch. Meine Aufmerksamkeit aber hatten die Veranstalter dieser monatlichen kulinarisch-kulturellen Reise bereits gewonnen. Und so habe ich sie in ihrem Vereinssitz im dritten Bezirk besucht.

Dort bietet FOOTPRINT Opfern von Frauenhandel und Gewalt nicht nur eine Anlaufstelle, sondern auch gratis Deutschkurse. Außerdem finden öffentlich zugängliche Sportkurse wie Yoga oder Zumba statt: Die Gebühr jeder externen Teilnehmerin macht es möglich, dass auch Betroffene am Sport teilnehmen können.

Das WC als geschützter Raum, in dem die Frauen auch über Verhütung aufgeklärt werden können. Foto: Doris

Das WC als geschützter Raum, in dem die Frauen auch über Verhütung aufgeklärt werden können. Bild: Doris

Womit sie mich beeindrucken

Wo soll ich anfangen? Vielleicht auf der Toilette – dort, wo auch die „Hausführung“ begonnen hat, die Elisabeth und Hannah mit mir gemacht haben. Klingt komisch, aber die Erklärung kommt sofort: Das Thema Verhütung ist gerade bei Frauen, die in der Zwangsprostitution feststecken, noch immer ein Tabu, deshalb wird es an einem privaten, diskreten Ort erklärt – am WC, wo Plakate zur Verwendung von Kondomen hängen und eben solche zur Mitnahme aufliegen.

Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse werden gratis angeboten, auch ein Bewerbungskurs ist dabei. Foto: Footprint

Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse werden gratis angeboten, auch ein Bewerbungskurs ist dabei.

So sensibel und vorsichtig wie mit dem Thema Verhütung geht das Team rund um die 26jährige studierte Afrikanistin Hannah mit allem um. Das liegt vielleicht daran, dass die ehemalige Waldorf-Schülerin im Rahmen ihrer Diplomarbeit rund um Zwangsprostitution afrikanischer Migrantinnen in Österreich einiges in Non-Profit-Organisationen, Frauen- und Schutzhäusern gesehen hat, was sie anders machen wollte. „Aus lauter Wut gegen das System habe ich FOOTPRINT gegründet,“, erklärt die zierliche Blonde über ihr in Wien einzigartiges Angebot, das den Betroffenen Hilfe zur Selbstständigkeit geben möchte, „sofort hatte ich die Unterstützung von zehn Leuten. Als wir gleich in den ersten drei Monaten zwei Preise gewonnen hatten, ging alles ziemlich schnell.“

Sozial- und Rechtsberatung gibt der Verein auch. Kostenlos. Foto: Footprint

Sozial- und Rechtsberatung gibt der Verein auch. Kostenlos.

Geduld hingegen braucht das ausschließlich ehrenamtlich arbeitende Team bei den Betroffenen selbst: „Niederschwellig“ muss das Angebot sein, damit es die verschreckten, traumatisierten Frauen überhaupt in Anspruch nehmen. Viele kommen zuerst zu einem der Gratis-Deutschkurse, die bei FOOTPRINT angeboten werden, und lassen sich später, wenn sie einmal Vertrauen zu Hannah und ihren jungen KollegInnen gefasst haben, auf eine Sozialberatung ein. Oder sie verbringen Zeit im Vereinshaus bei Kaffee und Leckereien, tratschen mit den MitarbeiterInnen und holen sich Sachspenden ab, die aufliegen. Oder sie können sich bei den Sportkursen so richtig austoben und ihre Probleme „rausschwitzen“ – gemeinsam mit „normalen“ Teilnehmerinnen.

Dass das FOOTPRINT-Team mit 20 bis 34 Jahren fast im selben Alter wie die durchschnittlich 18 bis 25-jährigen Klientinnen sind, ist sicher von Vorteil. Dass kein Erfolgsdruck da ist, ebenso. „Wir haben keine quantitativ messbaren Ziele – das wäre wohl auch zu frustrierend,“, erklärt Hannah, die wie alle anderen zum Brotverdienen ihrem Beruf im Sozialmanagement weiter nachgeht, „für uns ist es ein Erfolg, wenn das Lächeln der Frauen breiter wird oder ihre Lebensqualität spürbar steigt. Oder wenn sie einfach nicht mehr zu uns kommen, weil sie uns nicht mehr brauchen.“

Jede kann bei den Sportkursen mitmachen - und ermöglicht durch die Teilnahmegebühr, dass auch eine Betroffene Sport machen kann. Foto: Footprint

Jede kann bei den Sportkursen mitmachen – und ermöglicht durch die Teilnahmegebühr, dass auch eine Betroffene Sport machen kann.

Wie du sie treffen kannst

Wer FOOTPRINT unterstützen möchte, der kann das über eine einmalige oder – noch besser – laufende Geldspende (ab 5 Euro im Monat) tun – die Spenden kommen ausschließlich dem Verein zu Gute. Auch Sachspenden sind jederzeit willkommen. Wer darüber hinaus in Wien wohnt, kann einen der Sportkurse (Yoga, Pilates, Bodywork, Zumba…) besuchen und durch die Teilnahmegebühr (10er Block um 80 Euro + 1 Stunde gratis, Schnupperstunde um 9 Euro) einer Betroffenen ebenfalls die Möglichkeit geben, sich beim Sport auszupowern und zu integrieren. Oder du besuchst die Veranstaltungen und weiteren Aktivitäten.

Immer hereinspaziert! Wochentags ist der Verein täglich von 9.00 bis tw. 20.00 besetzt. Foto: Doris

Immer hereinspaziert! Wochentags ist der Verein Montag bis Donnerstag besetzt. Bild: Doris

Mehr zu FOOTPRINT findet ihr auf der Homepage und der Facebook-Seite.

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