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Schlagwort: Shampoo

RINGANA Refresh Shampoo

Es gibt eine Frage, die sich vermutlich jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben stellt. Die allermeisten Damen stellen sie sich immer wieder, suchen mal mehr, mal weniger verzweifelt nach…

Es gibt eine Frage, die sich vermutlich jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben stellt. Die allermeisten Damen stellen sie sich immer wieder, suchen mal mehr, mal weniger verzweifelt nach der alles verändernden Antwort, wenden sich an Experten, durchforsten das Internet, diskutieren mit Freundinnen: Welches ist das absolut-ultimativ perfekte Shampoo für meine Haare? Ich bin definitiv eine von ihnen. Ich will Glanz und Volumen, eine seidenweiche, wunderbar fallende, nicht-frizzelige, natürlich aussehende Löwenmähne, die am besten überhaupt keinen Styling-Aufwand erfordert, jedem Wetter trotzt und auch nach vier Tagen noch immer so perfekt aussieht, wie direkt nach der Haarwäsche. Natürlich möchte ich das alles so einfach wie möglich und ganz ohne zusätzliche Produkte erreichen. Ich will ein Shampoo, das mich binnen Minuten zur Königin der Langhaargesellschaft macht. Die eierlegende Wollmilchsau in der Flasche. Es ist vermutlich wenig überraschend, dass meine Suche bis jetzt noch nicht von Erfolg gekrönt war, aber ich gebe nicht auf. Vor kurzem wurde mir von Edda, die das Produkt wiederum bei einem Kosmetik-Tausch ergattert hatte, das Refresh Shampoo von RINGANA zum Testen gegeben. Die Versprechungen waren verlockend, meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Kann es sein, dass das österreichische Label wirklich DAS Shampoo entwickelt hat?

Das Label

RINGANA wurde 1993 gegründet. In einem kleinen Labor in Hartberg in der Steiermark wurden die Rezepte mit einem Küchenmixer ausprobiert. Innerhalb von drei Jahren wurden die ersten Produkte entwickelt. Drei Jahre, die geprägt waren von harter Arbeit, viel Idealismus sowie vielen Erkenntnissen und schlussendlich gekrönt wurden vom Erfolg einer völlig neuen Denkrichtung in der Hautpflege: Der Frischekosmetik. RINGANA verwendet ausschließlich hochwertige und natürliche Zutaten und keinerlei künstliche Konservierungsstoffe. Neben einem umfangreichen Angebot an Haut- und Haarpflegeprodukten bietet das Unternehmen mittlerweile auch eine große Palette an Nahrungsergänzungsmitteln an.

Das sagt der Hersteller

„Speziell für strapazierte Haare und sensible Kopfhaut haben wir unser RINGANA Shampoo entwickelt. Weizenproteine dringen tief in das Haar ein, reparieren und restrukturieren es von innen. Die wertvolle Aloe Vera beruhigt die Kopfhaut und spendet Feuchtigkeit. Das Shampoo ist eine besonders milde Tensidmischung für Haare, die nach einer möglichst sanften Reinigung verlangen. Das Resultat ist ein unvergleichbar natürlicher Glanz und mehr Volumen.“

Das sage ich

Ich habe das Shampoo einige Wochen lang getestet. Die Anwendung ist wie bei jedem Shampoo gleich einfach: Auftragen, einmassieren, kurz einwirken lassen – das ist für ungeduldige Menschen wie ich einer bin wohl die größte Herausforderung – und gut ausspülen. Auch bei längerem Massieren entsteht relativ wenig Schaum, das Haar fühlt sich nach der Wäsche aber gut gereinigt an. Mehr Shampoo bringt in diesem Fall nicht mehr Effekt, das hab ich natürlich auch ausprobiert. Der Geruch ist sanft-kräuterig, nicht zu intensiv und trifft mit großer Wahrscheinlichkeit den Geschmack der meisten Kunden.

Ich föhne meine Haare im Sommer nie, für ein aussagekräftiges Testergebnis bin ich aber über meinen Schatten gesprungen und habe bei gefühlten 38 Grad Celsius den Föhn angeworfen und aus meinem Badezimmer eine Wüstensauna gemacht. Das Ergebnis war – abgesehen von einem Beinahe-Hitzeschlag – richtig gut. Ich hätte meine Haare direkt nach dem Waschen zwar nicht ohne eine Leave-In-Pflege kämmen können, davon abgesehen war ich aber positiv überrascht. Die Haare waren weich, aber griffig, mit leichten Volumen und sehr schönem Glanz. Das gleiche Ergebnis hatte ich auch beim Lufttrocknen, nur das „schön fallen“ klappte nicht ganz so gut. Das ist aber dem Eigenwillen meiner Haare geschuldet und kann keinem Shampoo der Welt angelastet werden.
Leider hat der tolle Effekt nicht so lange angehalten, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie bei den meisten anderen Shampoos musste ich meine Haare auch beim Refresh Shampoo von Ringana spätestens nach zwei Tagen wieder waschen.

Fazit

Das Refresh Shampoo von RINGANA ist zwar nicht die eierlegende Wollmilchsau, auf die ich gehofft habe, es ist aber ein solides Produkt, das man zwischendurch immer mal wieder verwenden kann. Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich angemessen, das Ergebnis absolut in Ordnung, für mich wird es aber trotzdem kein Nachkaufprodukt. Mein Herz schlägt für ein anderes Shampoo, das mich mit Wirkung und Duft noch ein wenig mehr überzeugt. Welches das ist, werde ich euch demnächst verraten.

 

Ihr könnt das Refresh Shampoo entweder direkt über RINGANA beziehen oder euch an einen Frischepartner eurer Wahl wenden, zum Beispiel an Alexandra, mit der Edda dieses Interview geführt hat.

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Review: Organicum Shampoo

Gerade in der Übergangszeit von Winter auf Frühling ist das Thema Haare waschen für mich ein besonders kompliziertes. Durch trockene Heizungsluft und das ständige Tragen von Mützen sind Haare und…

Gerade in der Übergangszeit von Winter auf Frühling ist das Thema Haare waschen für mich ein besonders kompliziertes. Durch trockene Heizungsluft und das ständige Tragen von Mützen sind Haare und Kopfhaut extrem strapaziert und fühlen sich fast schon wie ein Fremdkörper an. Die Kopfhaut neigt in dieser Zeit dazu, schneller nachzufetten und leicht zu schuppen, was dazu führt, dass ich am Liebsten jeden Tag Haare waschen, das Problem damit aber nur verschlimmern würde.

Darum hat es mich sehr gefreut, zwei Pröbchen vom Organicum Shampoo für normales bis trockenes Haar in den Händen halten und ausprobieren zu dürfen.

Das Shampoo mit Wildkräutern ist laut Hersteller für den täglichen Gebrauch geeignet. Probleme wie Schuppen, Ekzeme, Dermatitis, Schuppenflechte und Haarausfall können damit verringert und sogar dauerhaft beseitigt werden. Es kommt ohne künstliche Farbstoffe aus, ohne ALS, SLS, SLES, Parabene, Silikon und Glycerin. Alle enthaltenen Hydrolate stammen aus gentechnisch unveränderten Pflanzen. Außerdem ist es vegan und wurde ohne Tierversuche entwickelt und hergestellt. Klingt doch schon mal gut, meint ihr nicht auch?

Inhaltsstoffe gemäß INCI

Ammonium Laureth Sulfate**, Aqua, Decyl Glucoside, Urtica Dioica*, Salvia Officinalis*, Lavandula Angustifolia*, Rosmarinus Officinalis*, Laurus Nobilis*, Humulus Lupulus*, Disodium Cocoamphodiacetate, Cocamidopropyl Betaine, Magnesium Sulfate, C12-15 Alkyl Lactate, Hydrolyzed Wheat Protein, Climbazole, Polyquaternium-10, D-Panthenol, Citrus Sinensis Oil, Sodium Benzoate, Citric Acid, Sodium Chloride (* = 100% organisch; ** = aus Kokosöl gewonnen)

Anwendung

Das Organicum Shampoo ist an sich wie jedes andere Shampoo für empfindliche Kopfhaut anzuwenden: Sanft in das feuchte Haar und die Kopfhaut einmassieren und ein bis drei Minuten einwirken lassen, anschließend mit lauwarmem Wasser ausspülen. Zur Trocknung wird empfohlen, das Haar nicht trocken zu rubbeln, sondern lediglich trocken zu tupfen und das Haar beim Föhnen nicht zu stark zu erhitzen. Das kann man aber durchaus als generellen Tipp zur Haarpflege betrachten.

Fazit

Ich führe grundsätzlich immer zwei Waschgänge durch, weil sich meine unglaublich vielen Haare nach der ersten Spülung nie wirklich gereinigt anfühlen. Das Gefühl der Kopfhaut nach der zweiten Spülung ist gut, sie wirkt frisch und beruhigt. Auch nach der zweiten Anwendung kann ich nur positives berichten. Ich kann mir vorstellen, dass Kopfhautprobleme bei regelmäßiger Anwendung wirklich vermindert oder sogar beseitigt werden, vor allem in Kombination mit den anderen Produkten (Conditioner und Haarmaske) aus dem Organicum Haarpflege-Sortiment.

Der einzige negative Punkt ist meiner Meinung nach der Geruch des Produkts, der mich stark an Vitamin-Brausetabletten erinnert – einen Geruch, den ich gar nicht mag und an den ich mich auch nicht gewöhnen kann.

Den Preis von 15,90 Euro für 350ml empfinde ich persönlich als relativ hoch, vor allem, wenn man bedenkt, dass eine Flasche bei täglichem Gebrauch bei mir nicht einmal für einen Monat ausreichen würde. Da das Shampoo aber auch für die Haarpflege in Verbindung mit diversen Krankheitsbildern gedacht ist, denke ich, dass Betroffene durchaus gewillt sind, dafür tiefer in die Tasche zu greifen, wenn die Wirkung dafür spricht.

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Die Inspektorin: Das No-Poo-Experiment der Inspektorin

Heute erzähle ich euch von einem Experiment, von dem nur sehr wenige wissen, dass ich es gewagt habe. Es handelt sich um das „No-Poo-Experiment“. Vielleicht habt ihr schon von diesem…

Heute erzähle ich euch von einem Experiment, von dem nur sehr wenige wissen, dass ich es gewagt habe. Es handelt sich um das „No-Poo-Experiment“. Vielleicht habt ihr schon von diesem Trend aus den USA gehört. Die Bezeichnung „Poo“ leitet sich von Shampoo ab. Wie der Titel des Experiments vermuten lässt, soll die Reinigung von Haaren und Kopfhaut ohne ebendieses erfolgen. Ich kam zu diesem Trend durch meine langanhaltenden Kopfhautprobleme. Meine Kopfhaut war meistens, genauso wie meine Haare, viel zu trocken, nach drei Tagen fettig und neigte zu Schuppen. Selbst ein Besuch bei einer Hautärztin konnte nicht helfen. Sie verschrieb mir ein Shampoo und meinte, dass ich eben so veranlagt sei, da könne man nichts machen. Mit der Aussicht nur noch Shampoos aus Apotheken verwenden zu können wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also habe ich mich im Internet über allgemeine Informationen, Hausmittel und geeignete Pflege für irritierte Kopfhaut umgesehen und bin schnell auf interessante Informationen gestoßen.

Shampoos, egal ob medizinische aus der Apotheke oder herkömmliche aus der Drogerie, können demnach die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen und sogar schuppenverstärkend wirken, weil sie die Kopfhaut austrocknen. Mein Naturfriseur erklärte mir sogar, dass in vielen Shampoos mehr Tenside als in Geschirrspülmittel enthalten seien. Nachdem mein Haupt bestimmt nicht so schmutzig wie eine frisch benutzte Pfanne ist, schien es mir sinnvoll, nach Alternativen Ausschau zu halten. Dabei bin ich zuerst auf Lavaerde gestoßen. Völlig seifenfrei reinigt sie Haar und Kopfhaut. Natürlich war ich zuerst skeptisch – wer massiert sich schon gern mit Wasser angerührte Erde in Haar und Kopfhaut, selbst wenn sie noch so hochwertig ist? Außerdem hatte ich Angst so die Abflussrohre zu verstopfen. Aber schon nach drei Anwendungen war ich überzeugt. Meine Haare fetteten erst nach fünf Tagen nach, mein Schuppenproblem wurde besser und die Abflussrohre funktionierten weiterhin hervorragend. Meine leichte Naturwelle kam ebenfalls wieder, was ich auch darauf zurückführte, dass die Lavaerde Silikone aus den Haaren wäscht.

Irgendwann bin ich dann auch über auf Tipp gestoßen, Haar und Kopfhaut mit einer – Sorry, liebe Veganer – Wildschweinborstenbürste zu reinigen. Ungefähr 100 Bürstenstriche täglich, die auch die Kopfhaut massieren, tragen zur alternativen Reinigung bei. Dadurch wird die Kopfhaut entschlackt, von Schuppen befreit und überschüssige Nährstoffe werden vom Haaransatz bis in die Haarspitzen gebürstet, was einen weiteren natürlichen Pflegeeffekt hat. Diese Kopfhautmassage ist äußerst angenehm und effektiv.

Den Durchbruch zu einer komplett lavaerde- und shampoofreien Phase brachte ein Besuch beim Naturfriseur. Der meinte, dass Haare ja eigentlich auch nur mit Wasser ausreichend gereinigt seien, Shampoo braucht man nicht zwangsläufig. Er empfahl ein bis zwei Mal pro Woche eine gute Pflege für mindestens eine Stunde einwirken zu lassen, mit kühlem Wasser auszuspülen und anschließend mit einer ebenfalls kühlen Wasser-Essig-Mischung nachzuspülen, um die Pflege besser im Haar einzuschließen. Dafür reicht ein kleiner Löffel Essig auf einen halben Liter Wasser. Wenn das sogar ein Friseur empfiehlt, wollte ich unbedingt ein shampoofreies Leben testen, und siehe da, auch das hat funktioniert. Ich war restlos begeistert, weil Haar und Kopfhaut sich immer mehr erholt haben. Geld, um mich durch verschiedenste Shampoos zu testen, habe ich auch gespart und die Umwelt durfte sich über weniger Abfall und Tenside in den Gewässern freuen.

Der einzige Nachteil an der komplett shampoofreien Zeit war für mich, dass mindestens gute eineinhalb Stunden für die Haarpflege aufgewendet werden mussten, daher ging ich dazu über, meine Haare wieder mit einem seifenfreien Shampoo von Alverde zu waschen. Die Wildschweinborstenbürste ist aber geblieben und hält Haar und Kopfhaut weiterhin fit.

Was haltet ihr vom No-Poo-Trend? Habt ihr No-Poo schon einmal probiert? Habt ihr auch ein paar Geheimtipps auf Lager, was Haare betrifft, die ihr mit uns teilen wollt?

Eure Inspektorin

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Wohin mit alten Shampoos? Die 7 besten Recycling-Tipps

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt…

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt gefunden hat oder einfach süchtig nach Beautyartikeln ist. Beides ist natürlich nicht verwerflich – dennoch ist es aber irgendwie schade, dass die ganzen Flaschen einstauben! Ich meine, wer kann schon das ganze Zeug komplett aufbrauchen? Und dazu kommen noch Geschenke und Pröbchen. Wohin das alles? Einen zusätzlichen Schrank einbauen oder wegwerfen?

Wer nachhaltig leben möchte, kann auch mit diesen überflüssigen Produkten noch so einiges anstellen. Ich habe hier die sieben besten Tipps gesammelt und freue mich natürlich auch, wenn von euch noch ein paar Ideen hinzukommen.

1. Tipp – Duschgel: Shampoos, die man nicht für den Kopf verwenden mag, kann man prima als Duschgel benutzen.

2. Tipp – Rasiergel: Die meisten Bio-Shampoos, -Duschgele und auch –Conditioner eignen sich bestens als Rasiergel, denn sie sind dickflüssig und auch sanft zur Haut. Ich benutze sie sogar lieber als Rasierschaum, denn damit sind die Beine oft hinterher richtig trocken.

3. Tipp – Haarkur: Oft benutzt man ja Bio–Conditioner nicht mehr, weil sie nicht so reichhaltig sind und nicht so schnell wirken wie herkömmliche Produkte. Dabei hilft es meist mehr, wenn man sie länger einwirken lässt und sich die Inhaltsstoffe in Ruhe entfalten können. Wer keine Lust hat, eine halbe Stunde oder länger mit nassem Kopf herumzulaufen, kann zum Beispiel vor dem Schlafen ein paar Kleckse im trockenen Haar verteilen, etwas anfeuchten und dann mit Zopf oder auf einem Handtuch schlafen gehen. Am nächsten Morgen wie gewohnt waschen und sich überraschen lassen!

4. Tipp – Badezusatz: Sowohl Shampoo als auch Duschgel kann man bestens als Badezusatz verwenden. Das riecht meistens auch besser als die regulären Produkte.

5. Tipp – Putzmittel: Manchmal hat man ganz aggressive Shampoos, die man nicht mehr benutzen kann, weil die Kopfhaut irritiert reagiert. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Oft werden Tenside verwendet, die in Reinigungsmitteln vorkommen. Warum also nicht mal zum Beispiel die Badewanne damit schrubben, den Boden oder meinetwegen das Katzenklo? Habe ich alles schon ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

6. Tipp – Seife: Die aggressivere Waschkraft der Shampoos funktioniert natürlich auch bestens zum Händewaschen – und riecht meist besser als viele Seifen.

7. Tipp – Gegenstände reinigen: Auch eine gute Idee ist es, zum Beispiel Pinsel und Bürsten mit Shampoo zu reinigen! Gerade bei Naturborsten ist es wichtig, sie fachgerecht zu säubern und da es sich hier ja auch um Haare handelt, kann man seine Wildschweinborstenbürste gleich noch länger verwenden und hat doppelt die Umwelt und ihre Ressourcen geschont.

Für alle Tipps gilt: Wer sich an der Verpackung stört, kann sie auch in andere Gefäße umfüllen, dann sieht es auch optisch gleich besser aus!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reduzieren eurer Shampoovorräte!

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Henna – Eine vielfältige Pflanze

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis) gehört wie auch der Granatapfelbaum zu den Weiderichgewächsen. Angebaut wird Henna seit Jahrtausenden in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Im Frühjahr und Herbst…

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis) gehört wie auch der Granatapfelbaum zu den Weiderichgewächsen. Angebaut wird Henna seit Jahrtausenden in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Im Frühjahr und Herbst werden auf Hennaplantagen die Blätter des Hennastrauches geerntet. Aus den Blättern der Frühjahrspflanze kann neutrales, farbloses Hennapulver gewonnen werden. Dieses färbt nicht und wird vor allem in Kosmetikprodukten oder farbneutralen Haarkuren verwendet. Aus älteren Pflanzen wird ebenfalls neutrales Henna gewonnen. Dieses kann aber noch leicht färben, man sollte daher unbedingt vor der Anwendung einen Farbtest an einer unauffälligen Hautstelle machen. Henna hat eine leicht antiseptische und kühlende Wirkung und eignet sich dadurch auch gut als Pflege für gereizte Haut.

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Bild: Atamari (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Schon die Pharaonen im alten Ägypten schmückten ihre Haut mit Verzierungen aus Henna: Den sogenannten Mehndis. Auch heute noch werden diese traditionellen Hennamalereien auf der Haut, besonders an Händen und Füssen, vor allem in Indien für religiöse Zeremonien verwendet.

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Bild: MJO / pixabay.com

In türkischen oder asiatischen Geschäften gibt es oft günstiges Henna zu kaufen. Die Rückstände der Spritzmittel auf den gemahlenen Blättern können jedoch allergische Reaktionen verursachen, ausserdem fällt das Farbergebnis bei minderer Hennaqualität nicht sehr gut aus. Daher ist es am sinnvollsten, das Hennapulver im Reformhaus, der Drogerie oder dem Bioladen aus 100 Prozent biologischem Anbau zu kaufen.

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Bild: A.I. (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezepte

Vor jeder Anwendung auf Haut und Haaren sollte ein Allergietest gemacht werden. Dafür einfach die Anweisungen auf der Packung beachten oder ein wenig Hennapulver mit warmem Wasser anrühren und in die Armbeuge geben. Zeigt sich nach 24 Stunden keine Rötung oder Irritation und juckt die Hautstelle nicht, kann das Pulver verwendet werden. Wer unsicher ist, sollte seinen Arzt vor der Anwendung um Rat fragen.

Deopuder / Trockenshampoo

• 30g Speisenatron oder neutrales Babypuder
• 30g neutrales, farbloses Henna

Die Zutaten mit einen möglichst feinen Sieb in eine Schüssel sieben und gut vermischen. Darauf achten, dass die Mischung nicht feucht wird. In eine gut verschliessbare Dose geben und jeweils eine kleine Menge mit einer Puderquaste, einem Wattepad oder mit den Händen auftragen. Die Mischung aus Babypuder und neutralem Henna kann auch als Trockenshampoo verwendet werden. Dazu eine kleine Menge auf die trockenen Haare, insbesondere auf den fettenden Ansatz auftragen, leicht einmassieren und gut ausbürsten.

Antischuppenspülung

• 80 bis 100ml Mineralwasser oder destilliertes Wasser
• 2 Beutel Brennnesseltee
• 1 Teelöffel neutrales Hennapulver
• Teebaumöl

Wasser aufkochen und den Brennnesseltee (oder auch selbst gesammelte, getrocknete Brennnessel) zehn Minuten darin ziehen lassen – am besten in einem kleinen Kännchen oder einer Tasse. Die Teebeutel entfernen und das Hennapulver einrühren. Zum Schluss drei Tropfen Teebaumöl untermischen. Nach dem Waschen die Mischung über die handtuchtrockenen Haare giessen und gut in die Kopfhaut einmassieren. Zehn bis 15 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmen Wasser ausspülen.

Pflegepackung für trockene Hände und Füsse

• 1 bis 2 Teelöffel neutrales Hennapulver
• Jojoba- oder Mandelöl

Henna sieben und nach und nach so viel Öl einrühren, bis ein cremiger Brei entsteht. Die Paste auftragen und mindestens 30 Minuten oder über Nacht einwirken lassen. Dazu Baumwollhandschuhe oder -socken tragen. Wer eine besonders intensive Handpflege braucht, lässt die Paste unter Plastikhandschuhen einwirken. Anschliessend mit warmem Wasser abspülen und die Haut trockentupfen.

Der Klassiker: Haare färben mit Henna

Einige Tage vor dem Färben sollte nicht nur ein Hauttest, sondern besonders bei blondem oder grauem Haar ein Strähnchentest gemacht werden, um das Farbergebnis zu testen. Zum Färben eignet sich pures Hennapulver am besten, die weiteren Zutaten für den gewünschten Farbton werden selber beigefügt. Es gibt mittlerweile Hennapulver in unterschiedlichen Rottönen zu kaufen. Von fertigen oder ölhaltigen Mischungen wird abgeraten, da diese oft Zutaten enthalten, die Allergien auslösen können oder durch die grosse Menge an Fetten verhindern, dass die Farbe richtig und gleichmässig am Haar wirken kann.

Im Gegensatz zu handelsüblicher Haarfarbe dringt Henna nicht ins Haar ein, sondern legt sich als dünne Schicht um jedes einzelne Haar. Durch regelmässiges Färben wird vor allem sehr feines Haar etwas dicker und griffiger. Wer eine grosse Farbveränderung möchte, sollte innerhalb von etwa zwei Wochen drei bis vier Mal färben, um so mehrere Farbschichten um das Haar zu legen. Das Naturhaar schimmert immer leicht durch, besonders im Sonnenlicht. Dadurch wirkt die Farbe aber lebendig und sehr natürlich, ein nachwachsender Ansatz fällt weniger stark auf.

Achtung bei dauergewelltem oder gefärbtem Haar: Vor dem Färben mit Henna mindestens drei Wochen abwarten! Nachdem die Haare mit Pflanzenhaarfarbe gefärbt wurden, nicht mehr auf die handelsüblichen Chemiefarben zurückwechseln, da es zu grünlichen Fehlfärbungen kommen kann.

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Bild: Faylyne / flickr.com

Grundrezept

• Ca. 100g färbendes Hennapulver, je nach Haarlänge
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser oder starker Schwarztee
Ausserdem:
• Plastikhandschuhe
• Zeitungspapier, um den Boden zu schützen
• Ein altes Plastiktöpfchen und einen Haarfärbepinsel zum Anrühren und Auftragen
• Hautcreme oder Kokosöl als Schutz vor Verfärbungen und um Patzer auf der Haut zu beseitigen
• Klarsichtfolie oder eine Duschhaube und ein Handtuch
• Bei langen Haaren ein altes Haargummi

Henna und Wasser oder Tee zu einem dickflüssigen Brei verrühren. Die Masse sollte sich noch gut verteilen lassen, aber nicht tropfen. Die Haare mit einem milden, silikonfreien Shampoo waschen und danach sehr gut ausspülen. Die Haut an Stirn und Ohren mit einer fettenden Creme eincremen, um sie vor Verfärbungen zu schützen. Den Boden am besten mit Zeitungspapier auslegen und Flecken im Waschbecken möglichst schnell entfernen, um Verfärbungen zu verhindern.

Die Hennapaste wird auf das handtuchtrockene Haar – am besten Scheitel für Scheitel – aufgetragen, den Rest anschliessend in den Längen verteilen. Wer besonders trockenes Haar hat, gibt für die Längen noch etwas Weizenkeim- oder Jojobaöl zu der Mischung, um ein weiteres Austrocknen der Haare zu verhindern und sie zu pflegen. Die Haare mit einem Haargummi ohne Metallteil zu einem Knoten binden und mit einer Duschhaube oder etwas Frischhaltefolie abdecken. Danach ein altes Handtuch um den Kopf wickeln. Wärme hilft dabei, ein schönes, intensives Farbergebnis zu erhalten.

Die Mischung sollte mindestens eine Stunde einwirken, für einen starken Rotton zwei bis drei Stunden oder über Nacht. Nach der gewünschten Zeit so lange mit warmem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar ist. Wenn nötig, kann man die Haare mit einem milden Shampoo waschen und danach eine Spülung oder Kur verwenden. Wer ohne auskommt, sollte auf unnötiges Waschen verzichten, um eine möglichst starke Farbe zu erhalten. Nach dem Färben ist es ratsam, die Haare einige Tage nicht zu waschen. Henna dunkelt mit der Zeit noch etwas nach, das Endergebnis der Farbe zeigt sich erst nach einem bis drei Tagen. Die Farbveränderung in den ersten Tagen ist bei hellem Naturhaar besonders gross.

Heller, rötlicher Goldton für helles Naturhaar

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• 2 gehäufte Esslöffel Kamillentee

Den Tee mit kochendem Wasser aufgiessen und für mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Die Kamille herausfiltern und wie beim Grundrezept vorgehen.

Tiefes, dunkleres Rot

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• Rotwein

Vorgehen wie beim Grundrezept. Statt Wasser oder Tee mit heissem (aber nicht kochendem) Rotwein arbeiten.

Rotbraun

• 100g färbendes Hennapulver
• Mindestens die doppelte Menge kochendes Wasser
• 1 Handvoll Walnussschalen
oder
• Kaffee

Die Walnussschalen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Wasser mit den Schalen aufkochen und bis zur gewünschten Menge einkochen lassen. Danach die Schalen entfernen und wie beim Grundrezept fortfahren. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann starken Kaffee anstelle von Tee oder Wasser zum Anrühren der Mischung verwenden.

Dunkle, blaurote Reflexe

• 20g färbendes Hennapulver
• 60g Indigopulver
• Ca. 200ml heisses, aber nicht kochendes Wasser

Die Zutaten vermischen und mindestens anderthalb Stunden einwirken lassen. Flecken auf der Haut sofort mit einer fettigen Creme oder etwas Zitronensaft entfernen. Diese Mischung sollte nur auf braunem oder schwarzem Haar angewendet werden.

 

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Henna als Pflege und Dekoration für Haut und Haar gemacht?

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lavera Apfel-Shampoo

In der wärmeren Jahreszeit finde ich es super, wenn Kosmetikprodukte nach Blumen oder Obst duften! So wie das lavera Apfel-Shampoo für normales Haar. Das Shampoo mit Bio-Apfelextrakt aus eigener Herstellung…

In der wärmeren Jahreszeit finde ich es super, wenn Kosmetikprodukte nach Blumen oder Obst duften! So wie das lavera Apfel-Shampoo für normales Haar. Das Shampoo mit Bio-Apfelextrakt aus eigener Herstellung – aus Bio-Äpfeln aus dem Alten Land in Norddeutschland – ist NATRUE-zertifiziert, vegan und pflegt ohne Silikone.

Hier findet ihr weitere Informationen zum lavera Apfel-Shampoo.

Mögt ihr auch Blumen- oder Fruchtdüfte für eure Kosmetikprodukte?

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