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Schlagwort: Seele

Seele 2.0 – Resilienz lernen

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus. Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren…

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus.

Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren Ressourcen dann zu aktivieren, wenn sie gebraucht werden. Eine Fähigkeit, die James Bond und alle anderen Superagenten dieser Welt im Überfluss haben – und die auch für Normalsterbliche sehr nützlich sein kann.

Resilienz beschreibt den Abprall-Effekt, die Teflon-Beschichtung unserer Seele. Eine heute immer häufiger benötigte Fähigkeit, dem Stress und all den Ereignissen zu begegnen, die durch zahlreiche Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft Teil unseres Lebens sind. Umstrukturierungen, Umzüge, Umstellungen, Kündigungen, Sanierungen, Produkteinführungen, Innovationen.

Ja, auch eine Innovation ist ein Stressfaktor. Denke an die Gesichter der Generation über 50, wenn du ihnen ein Smartphone erklärst. Oder die Cloud. Denke an genmanipulierte Lebensmittel (eine Innovation) oder die Diskussion über die Lebensbedingungen der Arbeiter, die in „Billiglohnländern“ die Produkte für die „Geiz-ist-geil“-Gesellschaft herstellen. Wir beschäftigen uns – Internet sei gedankt – oft mit Themen, denen wir nicht gewachsen sind.

Und dann sind da noch all die kleinen Dinge des Alltags: Zugverspätung, Strafzettel, Kindersorgen, Arbeits-Themen.

Wie lernst du widerstandsfähige Denkmuster?

Nimm einen Zettel und beschreibe eine Situation, die blöd gelaufen ist. Etwas, das dich geärgert hat oder traurig macht. Zum Beispiel:

  • Ich habe einen Strafzettel für zu schnelles Fahren bekommen.
  • Der Zug hatte Verspätung, ich habe den Anschlusszug verpasst.
  • Ich habe die Gehaltserhöhung nicht bekommen.
  • Mein Kind ist in der Schule sitzengeblieben.
  • Ich habe mir beim Yoga den Nacken verspannt.

Jetzt kommt die „paradoxe Denkphase„. Denke die Situation andersherum und stelle dir die Frage: „Was ist das Geschenk in dieser Situation? Was kann ich daraus lernen?“ Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lass kommen, was kommt. Wenn dir nichts einfällt, denke, was du jemand anderem sagen würdest, um ihn zu ermuntern oder abzulenken.

Wie die Ergebnisse aussehen können

Das Geschenk in der Situation mit dem Strafzettel für zu schnelles Fahren: Wenn ich es als Warnung sehe und langsamer fahre, kann ich damit in Zukunft vielleicht einen schwereren Unfall vermeiden.

Das Geschenk in der Situation mit der Zugverspätung: Ich habe mich an zwei Zitate erinnert. Das erste lautet: „Gib mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Gib mir Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Und gib mit Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Dann hab ich gelächelt. Ich kann die Zugverspätung nicht ändern. Das zweite Zitat lautet: „Das ärgerliche am Ärger ist, dass er niemandem nützt.“ Ich habe mich daran erinnert, wie ich mich ärgere, wenn ich verärgert in den Spiegel gucke – wie alt ich dann plötzlich aussehe. Und das will ich nicht.

Das Geschenk für die nicht erhaltene Gehaltserhöhung: Ich muss noch besser in dem werden, was ich tue, und meine Vorgesetzten noch mehr von mir überzeugen. Vielleicht ist das aber auch einfach nicht das Unternehmen, in dem ich meine Zukunft aufbauen sollte. Ich sollte mich auch mal nach anderen Stellen umschauen.

Das Geschenk in der Situation mit dem Kind: Das Lernen und Pauken wird dieses Jahr einfacher sein, und ich werde es nicht so schwer haben, das Wort „Konsequenzen“ zu erklären.

Das Geschenk beim verspannten Nacken: Gut zu wissen, wie gut es mir geht, wenn meine Gesundheit in Ordnung ist. Dafür sollte ich öfter dankbar sein!

Bei der Aufgabe geht es nicht darum, dass du dich nicht ärgerst oder die Ereignisse als harmlos und nichtig darstellst. Es geht darum, den dadurch entstehenden Stress nicht zu nah an dich ranzulassen und zu lernen, widerstandsfähiger zu werden. Aufstehen, Krone richten, etwas Gutes in der Situation finden, weiter gehen.

Irgendetwas Gutes findest du garantiert!

Aus jeder Zitrone kann man eine Limonade machen. Damit ist das Thema Resilienz nicht abgeschlossen, aber für heute bleibt es bei dieser Übung. Wenn du gute Beispiele aus deinem Leben hast, dann her damit! Und wenn du Schwierigkeiten mit der paradoxen Denkweise hast und Unterstützung brauchst, schreibe uns ein Kommentar – wir helfen dir gern!

2 Kommentare zu Seele 2.0 – Resilienz lernen

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer,…

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer, im Körper und in der Seele – habt ihr wieder Platz und Luft für Neues. Neue Inspiration, neue Wünsche, neue Vorhaben oder was euch sonst noch durch den Kopf geht. Aber ihr kennt das: Gedanken sind schön und gut, doch oft benötigt man ein neues „Projekt“, um wieder frisch und voller Energie durchstarten zu können.

In den nächsten Wochen wird sich bei mir daher alles um Neues drehen:

– Neues lernen: Schon der englische Philosoph Francis Bacon sagte: „Wissen ist Macht.“ Und es stimmt. Wissen macht nicht einfach nur klüger. Wissen macht selbstsicher. Wissen gibt Kraft und Freude. Es existieren heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten, seinem Gehirn etwas Gutes zu tun und sich selbstständig weiterzubilden. Ich werde euch einen Überblick über die verschiedensten Optionen bieten, vielleicht findet ihr darunter etwas passendes für euch.

– Neues Hobby: Alles sprießt und gedeiht – und das sollt auch ihr! In diesem Kolumnenbeitrag wird es ganz besonders um Inspiration gehen. Ich möchte euch einen bunten Strauß an Ideen liefern, was ihr mit eurer neu gewonnenen Energie alles anstellen könntet – denn gelangweilt auf der Couch herumsitzen oder einem Zeitvertreib nachgehen, „weil ihr das schon immer so gemacht habt“, war gestern!

– Neue Ernährung: Seid ihr gelangweilt von eurer Ernährung? Esst ihr, weil ihr essen müsst? Ernährt ihr euch tagein, tagaus von den mehr oder weniger gleichen Lebensmitteln oder Speisen? Wollt ihr in diesem Bereich etwas Neues ausprobieren, wisst aber nicht, wo ihr ansetzen sollt? Es wird hier keine Diät-Tipps geben, sondern verschiedene Ansätze, um den eigenen Speiseplan bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Denn Essen ist nicht nur (überlebens-)wichtig, sondern kann auch Spaß machen. Ich spreche aus Erfahrung!

– Neue Freude an Bewegung: Auch in diesem Bereich gilt es, alte Verhaltensmuster zu überdenken und ihnen einen neuen Anstrich zu geben, oder vielleicht sogar etwas ganz Neues in das persönliche Fitnessprogramm aufzunehmen. Denn ihr kennt das Problem vermutlich: Nur dann, wenn Bewegung Freude macht, bleibt man auf Dauer am Ball. Sobald die Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

– Neue Entspannung: Damit die frisch gewonnene Energie nicht sofort wieder verloren geht, zeige ich euch, mit welchen Techniken und Hilfsmitteln ihr aktiv regelmäßige Entspannungsphasen in euren Alltag einbauen könnt, auch wenn sie noch so kurz sind. Eure Seele wird es euch danken.

– Neuer Platz: Nur weil der aktuelle Frühjahrsputz jetzt abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass wir jetzt ein Jahr lang überhaupt nichts mehr entrümpeln müssen. In diesem Beitrag werde ich euch zeigen, was ihr auch während des restlichen Jahres machen könnt, um den nächsten Frühjahrsputz viel entspannter angehen zu können.

Ihr seht also, mein großes Ziel für die nächste Zeit ist es, euch rundum Inspiration zu bieten und euch mit einer Menge Motivation in die Sonnenmonate zu schicken.

Gibt es weitere Bereiche, die euch interessieren würden?

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Seele 2.0 – Entschleunigung

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch? Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt…

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch?

Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt vergnügt wie auf einer Achterbahnfahrt mit diesem Tempo mit. Wenn dir der Stress und die Geschwindigkeit deines Alltags zu schaffen machen, tue folgendes:

Entschleunige dich!

Hier findest du zehn Beispiele, wie du das tun kannst:

  1. Schalte ab: Handy aus, PC aus, Fernseher aus, Telefon aus! Die meisten von uns verbringen viel Zeit online. Wir schreiben E-Mails, lesen Zeitung, schauen Videos und hören Musik am Computer. Schalte deine Geräte zunächst ein Mal pro Woche aus. Gehe stattdessen vor die Tür, mache Sport, treffe dich mit jemandem in „Real Life“. Du wirst dich wundern, wie viel Zeit du plötzlich hast, wenn du das Abschalten regelmäßig praktizierst. Mails, Chats, SMS und Co haben Zeit und können auch bis morgen warten.
  2. Genieße das Essen: Esse, ohne dabei Zeitung zu lesen, mit dem Mobiltelefon zu spielen, im Internet zu surfen oder fern zusehen. Spreche nicht, sondern konzentriere dich ganz und gar auf den Geschmack. Schmeckt es dir nicht? Bestes Zeichen, dass du das Essen stehen lassen solltest. Schmeckt es dir ausgezeichnet? Genieße jeden Bissen!
  3. Tue einfach mal nichts: Naja, liegen, stehen oder sitzen tust du dabei – aber ansonsten tue einfach nur nichts. Lege das Handy aus der Hand, stelle dir deinen Kopf gedankenleer vor, schaue gerade aus und schaue einfach nur hin, ohne zu analysieren, zu müssen oder zu fragen. Dafür eignet sich eine Wand genau so gut wie ein Fenster.
  4. Entspanne deinen Terminkalender: Komm zu Terminen immer ein paar Minuten zu früh oder sage Termine ab. Kein Projekt der Welt ist so wichtig, dass du dich stresst und so deiner Gesundheit Schaden zufügen darfst. Notiere dir, welche Termine in deinem Kalender regelmäßig zu lange dauern und dich aus der Bahn werfen. Prüfe, welche regelmäßigen Termine komplett abgesagt oder auf halb so oft geändert werden können.
  5. Plane Zeit für dich ein: Plane jeden Tag mindestens zehn Minuten nur für dich ein! Mach, worauf du Lust hast: Augen schließen und träumen, zeichnen, genussvoll naschen, eincremen oder ein Buch lesen. Plane diese Zeit so ein, dass du in ihr Energie tanken kannst.
  6. Sei im Hier-und-Jetzt: Es gibt Studien, die zeigen, dass ca. 85% der Menschen in Industrienationen vergangenheitsorientiert und deswegen unglücklich sind. Die Vergangenheit können wir nicht ändern. 13% sind gemäß diesen Studien zukunftsorientiert, und ebenfalls nicht wirklich glücklich – denn die Zukunft ist noch nicht da, man erlebt die Zukunft nicht. Das einzige, was du erleben kannst, ist die Gegenwart, und nur diese kann dich jeden Tag mit Glück versorgen. Lausche, schmecke, fühle, sei im Hier-und-Jetzt und frage dich: Was ist in meinem Leben gerade schön?
  7. Bewege dich: Dass Bewegung nicht nur unserem Körper, sondern auch der Seele gut tut, ist nichts Neues. Spaziere eine Runde, tauche ins Wasser, dehne dich auf der Yoga-Matte oder gehe ins Fitnessstudio. Bewegung ist nach einem anstrengenden Arbeitstag ein super Ausgleich! Lauf dem Stress und der Hektik einfach davon!
  8. Nimm Auszeiten: Der Tag läuft nicht so, wie du es dir vorstellst? Sage den nächsten Termin ab und gehe vor die Tür. Die Woche läuft nicht rund? Unterbreche den Automatismus, steige aus dem Stress aus – zum Beispiel mit Punkt 1 (Abschalten) verbunden mit Punkt 7 (Bewegung). Kurzurlaub muss übrigens nicht sofort auf Mallorca sein, auch Freunde und (ältere) Verwandte besuchen sorgt für Entschleunigung.
  9. Stell dir jeden Morgen diese Frage: Was kann ich tun, damit mein Leben mehr Entspannung und Entschleunigung beinhaltet?
  10. Mache nur eine Sache zur Zeit: Multitasking mag kurzfristig Zeit sparen und manchmal unabdingbar sein, aber mehrere Dinge gleichzeitig zu tun stresst uns, und auf mittlere und langfristige Sicht ist es besser, du fokussierst dich ganz und gar auf das, was du gerade tust. Dir kreisen Gedanken durch den Kopf? Schreibe dir auf, was du als nächstes tust, wenn du mit der aktuellen Aufgabe fertig bist und fahre dann fort.

 

Fällt es dir schwer, einige dieser Vorschläge umzusetzen? Das ist möglicherweise ein Zeichen, dass dir Entschleunigung sehr gut tun würde!

Hast du eigene Entschleunigungs-Aktionen? Teile diese gern mit uns hier als Kommentar!

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Frühjahrsputz für die Seele Kommen wir heute zum letzten Teil meiner kleinen Serie rund um das Thema Frühjahrsputz. Wir haben uns bereits um unsere Wohnung gekümmert, um das digitale Ausmisten,…

Frühjahrsputz für die Seele

Kommen wir heute zum letzten Teil meiner kleinen Serie rund um das Thema Frühjahrsputz. Wir haben uns bereits um unsere Wohnung gekümmert, um das digitale Ausmisten, sowie um das Entrümpeln unseres Körpers. Jetzt fehlt nur mehr die Seele. Oh ja, auch die Seele kann man frühlingsfit machen!

Grundsätzlich muss man sagen, dass jeder vorangegangene Teil des Frühjahrsputzes auch zur seelischen Gesundheit beiträgt, weil jedes ungeliebte Möbelstück, von dem wir uns trennen, Platz zum Atmen gibt. Jeder gelöschte Ordner auf dem Laptop macht ein bisschen freier und stolz darauf, etwas geschafft zu haben. Auch die neue Achtsamkeit dem Körper gegenüber tut gut. Aber es kann noch einen Schritt weiter gehen.

Die Zeit, in der wir normalerweise Vorsätze fassen, ist überwiegend von Dunkelheit und Kälte geprägt. Wir haben in dieser Jahreszeit nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Seele gewissermaßen „eingeigelt“. Wenn sich die Sonne immer länger zeigt und es immer wärmer wird, ist es an der Zeit, wieder in Schwung zu kommen. Genau der richtige Zeitpunkt also, die gefassten Vorsätze zu überprüfen. Was wollt ihr erneut aufgreifen? Was ergibt wider Erwarten doch keinen Sinn? Was macht euch zu schaffen? Wovon träumt ihr?

Werft auch einen Blick auf eure Freunde und Bekanntschaften. Gibt es darunter vielleicht Menschen, die euch mehr belasten als gut tun? Überlegt, wie viel ihr mit diesen Menschen zu tun habt. Überlegt, wie viel Energie sie euch geben oder wie viel ihr selbst in diese Beziehung investiert. Wie wichtig ist euch diese Bekanntschaft? Es ist alles andere als schlimm, Menschen ziehen zu lassen. Man selbst entwickelt sich stetig weiter und genau das Gleiche passiert mit den Menschen, mit denen wir zu tun haben. Das ist der Lauf der Natur und der Lauf der Zeit. Wenn ihr beispielsweise fühlt, dass ihr euch zu einer bestimmten Person mehr Kontakt wünscht, dann nehmt noch heute mit dieser Person Kontakt auf. Auch wenn ihr noch unsicher seid – macht euch etwas aus und beobachtet euch während des vereinbarten Treffens. Fühlt ihr euch wohl, oder ist das Zusammentreffen mit dieser Person eine lästige Pflicht? Passiert es möglicherweise aus Gewohnheit? All das muss nicht sein.

Erstellt eine Liste, was ihr eurer Seele Gutes tun wollt. Benötigt ihr ein paar Beispiele zur Inspiration? Bitteschön…
– Wollt ihr eurem Chef endlich einmal die Meinung sagen, oder vielleicht sogar den Job wechseln und etwas ganz anderes tun?
– Wollt ihr euch selbst verwirklichen?
– Wollt ihr mit bestimmten Personen engeren Kontakt?
– Welche Eigenheiten gehen euch bei euch selbst auf die Nerven? Fallt ihr anderen Menschen immer ins Wort? Seid ihr oft zu beharrlich?
– Gibt es etwas, vor dem ihr euch schon längere Zeit drückt? Einen Termin, den ihr immer vor euch herschiebt? Ganz egal, ob es sich um einen Arzttermin handelt, einen Frühstückstermin mit „diesen nervigen Leuten“ oder das Entrümpeln der Abstellkammer.
– Womit wollt ihr aufhören? Rauchen? Auf den Fingernägeln kauen?
– Wovon träumt ihr? Wolltet ihr schon immer mal diesen Pole-Dance-Schnupperkurs belegen, habt es euch aber nie getraut?
– Was würde euch glücklich machen?

Schreibt es auf! Der Akt des Niederschreibens macht uns oft erst so richtig bewusst, was wir eigentlich wirklich wollen. Aufschreiben, darüber schlafen, nochmals zu Gemüte führen und gegebenenfalls überarbeiten. So lautet die Devise.

Es ist wichtig, darüber ausgiebig nachzudenken, weil wir mit all den oben genannten Beispielen (und noch mehr) zwar immer wieder konfrontiert werden, aber nur selten in vollem Ausmaß. Meistens denken wir „Ich müsste noch…“ und verwerfen den Gedanken gleich wieder. Was bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack. Ein bedrückendes Gefühl. Oftmals ist uns das gar nicht richtig bewusst, aber es ist da und behindert uns in der Entfaltung. Wir blockieren uns selber, obwohl wir uns oberflächlich gesehen „eigentlich ganz gut“ fühlen. Eigentlich.

Nützt die Gelegenheit, nützt die immer stärker werdenden Sonnenstrahlen und macht euch bewusst, was ihr wirklich wollt. Zieht euch zurück, lasst euch nicht dabei stören. Seht in euch hinein und scheut nicht davor zurück, offen und ehrlich all das aufzuschreiben, was euch auf dem Herzen liegt und auf der Seele brennt.

Und dann geht es aktiv an. Für einige Punkte wird vermutlich mehr Überwindung notwendig sein als für andere. Aber seid mutig. Wagt den Schritt und entfernt unnötigen Ballast von eurer Seele. Es wird sich lohnen, ihr werdet es sehen. Wenn ihr euch öffnet und den Kopf frei macht, werden möglicherweise andere Träume und Wünsche Einzug halten. Aber Vorsicht: Ihr könntet vielleicht glücklich werden!

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Seele 2.0 – Repariere deine Klingel

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“ „Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe…

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“
„Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe zwei Tage auf dem Sofa.“
„Ist es heute nicht schön? Sonne, Cappuccino…?“ – „Wenn ich nicht so urlaubsreif wäre, könnte ich mich bestimmt daran erfreuen.“

Das sind zufällig mitgehörte Dialoge. In der Bahn, in Straßencafés, in Supermarkt-Schlangen lausche ich gern, wie Menschen sich über ihren Alltag unterhalten. Und stelle fest, dass manche von uns ganz schön müde sind.

Wie wird man urlaubsreif?

Das Spiel des Lebens geht so: Jeder von uns hat zu Beginn des Tages 100% seiner Ressourcen zur Verfügung. Jeder beginnt auf seine Art und Weise, diese Ressourcen einzusetzen und zu verbrauchen. Wer mehr Ressourcen verbraucht, als ihm zur Verfügung standen, borgt sich welche aus dem morgigen Tag, und irgendwann sind die Ressourcen für Wochen im Voraus verbraucht.

Wie du deine Energie schnell verbrauchst:

  • Freundschaften vernachlässigen
  • Sich verzetteln, viele Dinge anfangen
  • Es allen recht machen wollen
  • Nicht wissen, was man wirklich will

Repariere deine Klingel!

Oft bekommen wir kleine Signale aus der Umwelt, die uns sagen, dass wir eventuell an unsere Grenzen geraten. Dass etwas anderes an der Reihe ist, zum Beispiel Freizeit mit Freunden. Wenn deine „Klingel“ – deine empfindliche und aufmerksame Signalempfangsstelle – kaputt ist, dann muss die Umwelt laut klopfen.

Wie kannst du deine Klingel reparieren? Halte ab und zu an. Halte inne. Frage dich: „Wie geht es mir gerade?“.

Höre auf deine Sinne. Wenn es dir gerade nicht gut geht, reagiere. Sofort. Tue etwas Gutes für dich. Tanke Energie. Versetze dich in gute Stimmung – wie das geht, habe ich in diesem Kolumnenbeitrag geschrieben. Wenn du bei der Arbeit bist, mache eine Pause. Gehe kurz vor die Tür und einmal um den Block. Sollte dich jemand komisch angucken, setze dein bezauberndstes Lächeln auf und übe positive Ansteckung.

Beschäftige dich mit der Klingel-Metapher

Wie sieht deine Klingel aus? Wie klingt sie, wenn jemand darauf drückt? Magst du dieses Geräusch? Was kannst du machen, damit deine Klingel nicht so oft defekt ist?

Hast du Erfahrungen mit dem Thema „Energie tanken“? Wie sorgst du dafür, deine Ressourcen nicht zu verbrauchen? Wir freuen uns über deine Ideen und Vorschläge – diese kannst du hier über die Kommentar-Funktion hinterlassen!

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Seele 2.0 – Fühl‘ dich besser!

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen…

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten

In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen manche, würde ich ja gern tun, aber ich bin selbst überhaupt nicht gut drauf – wie soll ich dann an die anderen denken?

Daher gibt es heute einen Crashkurs in „Gute Laune“. Die Ideen sind unsortiert und in beliebiger Reihenfolge anwendbar bis die gewünschte Wirkung eintrifft. Du kannst auch mehrere davon kombinieren (zum Beispiel beim Lesen lächeln), und ich verspreche dir, dass die bessere Laune in maximal fünf Minuten eintrifft, wenn du dich diesem Mini-Workout widmest. Lachmuskeln ahoi!

(Drucke dir diesen Artikel aus für den Fall, dass du ihn irgendwann brauchst oder schicke ihn an jemanden, der mal wieder gute Laune brauchen könnte.)

Notprogramm, wenn du gerade im Büro oder an anderen Orten bist, wo du nicht weg kannst:

1. Schicke dir selber eine E-Mail mit vielen Smileys. Wenn du die E-Mail bekommst, öffne sie, schaue dir die Smilies an, zähle sie und bedanke dich anschließend mit einer Antwort-Mail, ebenfalls mit Smilies. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass um 90 Grad gedrehtes und nur zeichenhaft dargestelltes Lächeln die gleiche Wirkung auf uns hat wie ein echtes Lächeln.

2. Schaue dir Tierfotos an. Ich weiß, du tust so etwas sonst nie. Aber mache es heute – dir zuliebe. Google „lustige Tierfotos“ und gucke ein paar Minuten in die Tieraugen. Wie schnell wirkt es bei dir?

3. Räume auf. Fange direkt da an wo du gerade bist – vor dem PC? Wie sieht dein Schreibtisch aus? Was steckt in deinen Taschen? Was ist in der Küche los? Etwas aufzuräumen lenkt zum einen gut ab, zum anderen siehst du sofort die Ergebnisse deines Tuns – und fühlst dich besser.

Wenn du weg kannst:

1. Gehe raus. Wetter ist keine Ausrede. Stelle dich dem Wind, den Temperaturen, den Geräuschen. Spüre deine Beine und Arme. Sei einfach ein paar Momente ganz bei dir im Hier und Jetzt.

2. „Russische Kurztherapie„: Suche dir einen ruhigen Platz. Strecke einen Arm ganz weit hoch, so hoch du kannst, und dann schmettere ihn mit voller Wucht nach unten und sage dabei den Schimpf-Spruch deiner Wahl auf. Bei Bedarf wiederholen.

3. Gehe zum Kindespielplatz und betrachte spielende Minimenschen. Schaue, wie unbeschwert und angstfrei diese mit der Welt umgehen. Frage dich, was du von ihnen lernen kannst (oder warum du es im Laufe des Lebens verlernt hast).

Wenn du allein bist:

1. Singe aus vollem Hals zu einem frechen Lied, tue das, bis du richtig warm wirst durch das Einatmen und Singen.

2. Tanze Ballett. Sei anmutig. Strecke deine Beine und Arme. Es geht nicht darum, ob du es kannst, stelle es dir einfach vor und sei ein Meistertänzer oder eine Prima Ballerina.

3. Rufe jemanden an, den du magst und sage ihm, dass du ihn magst. Besprecht etwas aus der alten Zeit (das kann auch etwas von letzter Woche sein). Verabredet euch wieder.

Fühl dich ausgezeichnet!

Jetzt bist du wieder du, aufgetankt und voller Lebensenergie und dein Lächeln kann den Nordpol zum Schmelzen bringen. Vergiss nicht, die Welt um dich herum wissen zu lassen, wie gut es dir geht!

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Seele 2.0 – Positive Ansteckung

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst…

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst nicht in Berührung mit Keimen zu kommen. Doch was, wenn wir andersherum denken? Wenn wir statt der Vermeidung der Ansteckung eine Ansteckung beabsichtigen?

Und das geht so:

Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und halte es für mindestens zehn bis 15 Sekunden. Solltest du vorher schon gute Laune haben, wird sich diese verstärken und stabilisieren. Solltest du vorher unentschieden oder sogar schlecht drauf sein, wird sich dein Gemüt heben. Dafür sorgt die propriozeptive Rückmeldung. Diese ist folgendermaßen zu erklären: Unser Verhalten folgt unseren emotionalen Empfindungen. Wenn wir traurig sind, weinen wir. Wenn wir glücklich sind, lächeln wir. Das tolle an uns Menschen ist: Es geht auch andersherum! Daher, Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und merke, was mit deinen Empfindungen passiert.

Schritt zwei: Gehe auf die Straße, irgendwohin, wo es viele Menschen gibt. Lächle die dir entgegenkommenden Passanten an, halte dabei eine Zeit lang den Augenkontakt. Mit der Zahl der Augenkontakte wirst du in deiner Wirkung sicherer, und bereits nach wenigen Minuten beginnt das Wunder der positiven Ansteckung: Die anderen Passanten beginnen, dich ebenfalls anzulächeln. (Übrigens, falls du einen Assistenten für diese Übung gewinnen kannst: Manche Menschen brauchen länger, bis sie sich angesteckt fühlen und lächeln erst, wenn ihr bereits aneinander vorbei gegangen seid. Lass deinen Assistenten fünfzig Meter hinter dir laufen und notieren, wie viele Menschen anfangen zu lächeln, wenn du selbst diese gar nicht mehr siehst.)

Schritt drei: Mache einen Tag in der Woche zum Gute-Laune-Tag. Sei eine Sonne für alle um dich herum. Besonders am Anfang wird es manchen seltsam vorkommen, und es mag sein, dass die Reaktion eher verhalten ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewöhnen sich deine Kollegen daran, dass man deine Laune ab und zu mit nichts kaputt machen kann, werden sie neugierig. Und wenn sie erst einmal neugierig sind, hast du sie bereits vollbracht: Die positive Ansteckung!

Chamäleon-Effekt

So erklären die Wissenschaftler dieses Phänomen: Dein Gegenüber ahmt deine Gestik und Mimik nach – das tun wir alle unbewusst – und tut es dir gleich. Schaffst du es, dass dein Gegenüber ungefähr zehn bis 15 Sekunden lächelt, realisiert das Gehirn deines Gegenübers dieses Verhalten und macht Rückschlüsse auf das Befinden. Du kannst sicher sein, dass er oder sie sich besser fühlt.

Was hast du davon?

Schaffst du es, deine Umgebung an einem Tag in der Woche positiv anzustecken, brauchst du einfach nur bei deinen Gute-Laune-Tagen bleiben, und schon in Kürze werden es andere sein, die dich mit guter Laune anstecken. Du und deine Umgebung habt dann eine Woche voller Lächeln, guter Gespräche, produktiver Zeit und entspannter Gesichtszüge.

Entspannte Gesichtszüge wiederum – wir erinnern uns an die propriozeptive Rückmeldung – führen zu einer entspannten Seele. Und ist die Seele erst einmal entspannt, bleiben deine Ressourcen weiterhin verfügbar und einsatzbereit für die Überraschungen, die in unserem Leben immer vorkommen.

Bist du bereit, deine Welt positiv anzustecken? Dann los!

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Birgit Dierker entstanden.

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Seele 2.0 – Fordern und verlangen

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore…

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore Familienstrukturen normal sind. Es gibt einen guten TED Talk dazu, in dem die Autorin sagt, von einem Partner wird heute erwartet, was früher ein ganzes Dorf geleistet hat.

Er/Sie soll sowohl erotisch als auch freundschaftlich sein, alles können, philosophisch die gleichen Werte vertreten und natürlich auch noch gut aussehen und klug sein. Und weil kaum einer so ein Supermensch ist, tauschen wir und suchen den nächsten Partner. Einen, der besser passt. Mein Vater ist jetzt zum vierten Mal verheiratet. Und obwohl er seine Muster erkannt hat und genau weiß, dass er auf der Suche nach etwas ist, was es nicht gibt, kann er nicht damit aufhören.

Wir verlangen und fordern.
Und wenn das Ergebnis nicht zu unseren Forderungen passt, gehen wir weiter. Was passiert dabei mit unseren Seelen? Die Seele lernt, sie muss die Bedürfnisse „draußen“ stillen. Irgendjemand kommt und gibt mir etwas, was ich brauche. Irgendwann. Manche finden tatsächlich diese „externen“ Befriedigungen. Und genau an dieser Stelle kommt das Wort Nachhaltigkeit ins Spiel.

Es ist nicht nachhaltig, auf andere zu hoffen.
Denn mal bekommt man etwas, mal nicht, und die Seele, die sich ausgerichtet hat auf die Suche da draußen, hungert immer wieder. Ernährt sich von Müll („Seelenmüll“ wie hohle Statusmeldungen aus Facebook oder sinnlose Soaps im Fernsehen) und wird krank. Es trägt nicht zur Stabilität der Psyche bei, sich von äußeren Faktoren abhängig zu machen.

Lerne dich selbst kennen
Wie kannst du dir aus so einer Situation helfen? Lerne dich selbst kennen und lerne, dich selbst zu stärken. Und damit kannst du direkt hier und heute anfangen. Gehe zum Spiegel, schaue dich an und sage laut und deutlich: „Ich bin toll!“ Und der nächste Schritt?

Weniger fordern und verlangen.
Schaue, wo in deinem Alltag du Forderungen an deine Umwelt stellst und wie es deiner Seele damit geht. Fütterst du sie gut genug? Gibst du dir selbst genug Bestätigung oder suchst du Bestätigung von anderen? Gehst du schonend mit deinen seelischen Ressourcen um oder verbrauchst du diese tagtäglich in Streit und Ärger? Fange einfach mit deiner nächsten persönlichen Begegnung an und schaue, wie du da weniger fordern und verlangen kannst.

Und wenn dir Ideen, Fragen oder Erkenntnisse kommen, die du teilen möchtest, schreibe mir!

Nächstes Mal: Positive Ansteckung

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch…

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch ein paar Methoden für die aktive Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag vorstellen. Damit meine ich die Einrichtung und Wahrnehmung von kurzen gedanklichen Auszeiten, die man auch gut in einen langen Arbeitstag integrieren kann.

Gleich vorweg: Diese Übungen sind etwas sehr Persönliches. Es gilt in erster Linie zu experimentieren und zu beobachten, denn wir Menschen sind alle verschieden und daher funktioniert natürlich nicht jede Technik bei jedem gleich gut. Probiert die Techniken einfach aus und seht, was mit euch passiert, was am besten funktioniert und was ihr für euch selbst erfolgreich abändern könnt. Das Wichtigste ist immer, dass ihr euch wohl dabei fühlt.

Die folgenden Übungen zur Schaffung eurer Ruhe-Inseln nehmen jeweils nur drei bis zehn Minuten Zeit in Anspruch. Am Anfang kann es möglicherweise etwas länger dauern, wenn die Gedanken noch zu schnell abschweifen und unbedingt zu dem komplexen Projekt auf dem Schreibtisch zurückkehren wollen. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Ruhe-Insel 1: Platz zum Atmen
Zum Einstieg liegt der Fokus auf der bewussten Atmung. Atmet durch die Nase ein und zählt dabei gedanklich langsam bis sechs. Haltet die Luft kurz an. Dann atmet durch den leicht geöffneten Mund wieder aus, zählt dabei ebenfalls langsam bis sechs. Das Ganze wiederholt ihr zehnmal hintereinander. Meistens spürt man nach dieser ersten Übung schon einen deutlichen Unterschied zu vorher. Die Atmung ist einer der wichtigsten Bestandteile der Entspannung überhaupt, denn schon bei der kleinsten Aufregung verändert sie sich. Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz wird erhöht. Schnellere Atmung bedeutet aber gleichzeitig flachere und damit weniger effektive Atmung. Daher müssen wir zuallererst immer zu einer ruhigen, tiefen Atmung zurückfinden. Oft reichen diese bewussten Atemzüge schon als Entspannung für Zwischendurch, weil die meisten von uns das richtige Atmen im Laufe der Zeit verlernt haben.

Ruhe-Insel 2: Negatives Eliminieren
Was gibt es, das euch aus eurer Mitte bringt? Welche Personen, Projekte oder Pflichten bewirken, dass ihr euch schon beim bloßen Gedanken daran verspannt? Seid ehrlich zu euch selbst. Nur keine Scheu, es kann und wird euch niemand kontrollieren oder gar mit dem Finger auf euch zeigen. Es dürfen also durchaus auch die eigenen Kinder sein.

Wenn ihr den oder die Übeltäter identifiziert habt, stellt euch vor, ihr packt all diese kleinen und großen Ärgernisse in ein Segelboot. Habt ihr es fertig beladen, dann holt tief Luft, atmet ganz langsam aus und füllt das Segel mit eurem Atem. Seht ihr, wie das Boot sich langsam in Bewegung setzt? Mit jedem Atemzug entfernt es sich weiter. Winkt ihm hinterher und beobachtet, wie es mit dem Ballast langsam am Horizont verschwindet.

Übrigens: Je konkreter ihr seid, desto besser funktioniert dieses Gedankenspiel. Wenn also genau „diese eine Kollegin“ euch gerade den letzten Nerv raubt, schickt auch nur sie auf die Reise und hebt euch den Rest für ein anderes Mal auf. Der Vorrat an Segelbooten ist unerschöpflich.

Ruhe-Insel 3: Gedankenreise
Versetzt euch gedanklich zurück in den letzten (schönen!) Urlaub oder malt euch euren absoluten Traumurlaub aus. Wo seid ihr? Wie sieht die Landschaft aus? Was macht ihr? Seid ihr am Strand? Spürt ihr den warmen Sand zwischen euren Zehen? Weht euch eine salzige Meeresbrise die Haare ins Gesicht? Malt euch die Details aus. Das kann der Duft einer schönen Blume sein, genauso wie das Gefühl, nach einer langen Wanderung auf einem dreitausend Meter hohen Gipfel zu stehen und in die Ferne zu blicken. Fantasiert und genießt die Zeit. Achtet dabei auf eine ruhige, tiefe Atmung.

Wenn ihr fertig seid, steht nicht sofort wieder auf und stürzt euch in die nächste Besprechung oder auf den nächsten Punkt der To-do-Liste, sondern schließt die Übung bewusst ab. Atmet ein paar ruhige Atemzüge tief durch und räkelt, streckt oder windet euch. Spannt alle Muskeln an, haltet die Spannung für ein paar Sekunden und dann lasst wieder los. Bedankt euch bei euch selbst für die Aufmerksamkeit, am besten mit einem Lächeln. Dann kann es weiter gehen.

 

Solltet ihr diese Übungen am Arbeitsplatz machen, kommen wir um ein Thema nicht herum: Wie geht man mit Störungen um? Das Telefon läutet, das E-Mail-Postfach füllt sich, die Kollegen (oder Zuhause: die Kinder) stehen plötzlich da. Im Idealfall führt ihr die Übungen zumindest am Anfang an einem ruhigen Ort durch, wo all diese Störquellen nicht vorhanden sind. Wenn ihr einmal euren eigenen Weg gefunden habt, bringen euch Störungen aber nicht mehr so durcheinander, wie es am Anfang der Fall sein kann. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr euch nicht unter Druck setzt. Wenn die Gedanken abschweifen, führt sie behutsam wieder zurück, aber ärgert euch nicht darüber. Es ist ganz normal, ein Gedankenchaos hervor zu rufen, wenn man mit dem Üben beginnt.

Habt ihr diese (oder andere) Übungen schon ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen damit? Was sind eure Tricks, um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen?

Keine Kommentare zu Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Seele 2.0 – Nachhaltigkeit der Psyche

Wir trennen unseren Müll, wählen sorgfältig die Lebensmittel aus, die es in unseren Magen schaffen und die Klamotten, die unserer Haut schmeicheln – doch was ist mit unseren Seelen? Hier und…

Wir trennen unseren Müll, wählen sorgfältig die Lebensmittel aus, die es in unseren Magen schaffen und die Klamotten, die unserer Haut schmeicheln – doch was ist mit unseren Seelen? Hier und jetzt, im hektischen und rasend schnell fliegenden 21. Jahrhundert – wie sorgen wir für uns? Wann fangen wir auch bewusst an, über die Nachhaltigkeit unserer Psyche nachzudenken? Ich finde, wir sollten spätestens heute damit anfangen.

Zuerst möchte ich die Begriffe klären. Wenn ich von der Nachhaltigkeit der Seele spreche, meine ich unsere Psyche als die Gesamtheit der Gefühlsregungen und der geistigen Vorgänge. Nachhaltig geht jemand mit seiner Seele um, wenn er seine psychischen Ressourcen – wie zum Beispiel Achtsamkeit, Gelassenheit, Selbstvertrauen – bewusst einteilt und daran denkt, dass auch sein inneres Leben eine natürliche Regenerationsfähigkeit hat, die gepflegt werden will. Pflegt man seine Psyche nicht, kommt es zu Krankheiten, die bekanntesten davon sind Depression und Burnout. Was kümmert mich die Depression, meinst du? Psychische Krankheiten sind in Deutschland der mit Abstand häufigste Grund für Berufsunfähigkeit. Und eines verrate ich euch an dieser Stelle gern: Depressionen entstehen nicht über Nacht und nicht erst wenn wir über 50 sind. Depressionen schleichen sich tröpfchenweise in unser Leben ein, wenn wir nicht auf unsere Seele aufpassen. So, wie wir auf unser Essen aufpassen. Oder auf die Wahl der Läden beim Klamottenkauf.

Eine erste Übung gefällig? Lächle dich jeden Tag im Spiegel an. Egal, wie du aussiehst. Lächle dich bewusst an und schaue, wie der Mensch im Spiegel zurücklächelt. Jeden Tag.

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