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Schlagwort: Schokolade

Grießbrei 2.0

Oder: Eine Delikatesse aus Kindheitstagen erwacht zu neuem Leben Als ich noch klein war, hat mir meine Mama oft Grießbrei der Marke Himmeltau mit geraspelter Schokolade und einem kleinen Klecks…

Oder: Eine Delikatesse aus Kindheitstagen erwacht zu neuem Leben

Als ich noch klein war, hat mir meine Mama oft Grießbrei der Marke Himmeltau mit geraspelter Schokolade und einem kleinen Klecks Butter gemacht. Später hab ich dann ehrlich gesagt ganz auf dieses simple und köstliche „Wohlfühlessen“ vergessen. Erst vor kurzem habe ich Grießbrei wieder für mich entdeckt.

Kennt ihr das, wenn man bestimmte Lebensmittel oder Gerichte nie isst und einfach vergisst, dass sie überhaupt existieren? So ging es mir mit Grießbrei. Doch dann hatte ich vergangenen Sommer ziemliche Probleme mit meinem Bauch und habe nur noch breiige Sachen gut vertragen. Da kam er natürlich wie gerufen, der liebe Grießbrei. Weil ich aber mittlerweile ziemlich gesundheitsbewusst und auch überwiegend vegan lebe, gibt es ein paar kleine Änderungen zum Brei von früher: Grießbrei 2.0 eben.

Grießbrei 2.0 – So esse ich ihn am liebsten

Meistens bereite ich den Brei aus Dinkelgrieß zu, weil ich diesen besser vertrage. Und statt Kuhmilch nehme ich eine Mischung aus Wasser und Sojamilch – meist im Mischverhältnis 1:2. Das ist die Basis. Die Variationen sind facettenreich. Meine Lieblings-Version möchte ich euch jetzt hier vorstellen: Schoko-Grießbrei mit Banane. Diese „verfeinerte“ Grießbrei-Version ist ebenfalls im Handumdrehen zubereitet. In die Brei-Mischung (bestehend aus circa 1/4 Liter Pflanzen-Milch und 30 Gramm Grieß) einfach ein bis zwei Stück vegane Schokolade (z.B. Conscious Chocolate) einrühren. Die Banane schneiden und auf den noch warmen Brei legen. Mit etwas Zimt bestäuben, fertig!

 

So werdet ihr zum Grießbrei-Profi

Ich mache den Brei nie nach Rezept, sondern immer nach Gefühl. Meistens wird er dann genau so, wie ich ihn gerne mag. Und weil die einen ihn breiiger, die anderen flüssiger mögen, würde ich euch auch empfehlen: Findet durch Ausprobieren heraus, welches Mischverhältnis euch persönlich am besten schmeckt. Generell kann ich aber raten: Lieber erst weniger Grieß nehmen, denn mehr Grieß kann man immer noch einrühren.

Wichtig: Topf und leer gegessene Schüssel immer sofort auswaschen! Denn eingetrockneter Grieß ist einfach nur fies auszuwaschen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen!

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Vegane Nuss-Schokolade-Herzen

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn…

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn nicht sogar das – Nahrungsmittel, auf das zu verzichten es mir besonders schwer fiel. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf Zartbitterschokoladen mit besonders hohem Kakaoanteil umgestiegen, die keine Milchprodukte enthält. Aber sind wir mal ganz ehrlich, das ist nicht das Gleiche!

Und wenn man sich schon so einen Kopf darum macht, was man da so nascht, warum nicht gleich selbst machen? Betrachtet man die Zutatenliste diverser Bitterschokoladen, finden sich neben verschiedenen Emulgatoren und Aromastoffen drei wichtige Ingredienzien: Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter. In meinem Fall habe ich die Kakaomasse durch eine Mischung aus selbstgemachtem Erdnussmus, das zur Zeit in fast jedem meiner Gerichte (ob Smoothie oder Kürbissuppe) Verwendung findet, und Kakaopulver ersetzt und da ich versuche, auf raffinierten Zucker zu verzichten, habe ich für die Nuss-Schokolade-Herzen statt Zucker Ahornsirup verwendet, man kann aber sicherlich auch jede andere Form von Süßungsmittel nehmen.

Für 120 Gramm Schokolade braucht ihr:

50 g Kakaobutter
40 g Erdnüsse (wenn man sie vorher selbst knacken muss, hat die Vorfreude mehr Zeit zu wachsen)
10 g Kakaopulver
15 g Ahornsirup
¼ TL Zimt
1 Prise Salz (als Ausgleich zu der Süße)
Kostenpunkt ca. 2 Euro

selbst gemachte Schokolade

Zuerst schmeißt ihr die Erdnüsse in einen kleinen Mixer mit scharfem Messer und zerkleinert sie. Anfangs werden es nur kleine Stückchen, aber nicht entmutigen lassen, nach kurzer Zeit hat man eine Art „Erdnussmehl“ und wenn man sie dann noch ein bis zwei Minuten weitermixt, erhält man ein wunderbar cremiges, pures Erdnussmus ohne Zusätze. Schaltet den Mixer vielleicht zwischendurch herunter oder aus, damit der Motor nicht zu heiß wird. Zu dem Erdnussmus gebt ihr dann alle Zutaten bis auf die Kakaobutter und vermischt alles gut.

In der Zwischenzeit schmelzt ihr die Kakaobutter in einem Wasserbad auf dem Herd. Wenn diese geschmolzen ist, fügt ihr die Kakao-Nuss-Masse hinzu und verrührt beides gut mit einem Schneebesen, bis ihr eine glatte, flüssige Masse erhaltet. Diese könnt ihr nun in eure Pralinen- oder Schokoladeförmchen gießen und für ein paar Stunden im Kühlschrank erkalten lassen. Als kleine Überraschung habe ich in ein paar Förmchen zusätzlich grobgehackte Nüsse gefüllt und dann erst mit der Schokolade aufgegossen – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar andere Varianten ausprobieren, falls euch die Ergebnisse interessieren, lasst es mich wissen.

Viel Spaß beim Kreieren der süßen Versuchungen!

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Vegane Kürbis-Brownies

Zuerst eine kurze Vorstellung: Wir sind Kathi und Rudi von Kathie’s Cloud. Wir freuen uns sehr, heute das erste Rezept auf The bird’s new nest veröffentlichen zu dürfen. Passend zur…

Zuerst eine kurze Vorstellung: Wir sind Kathi und Rudi von Kathie’s Cloud. Wir freuen uns sehr, heute das erste Rezept auf The bird’s new nest veröffentlichen zu dürfen. Passend zur Jahreszeit und unserer Vorliebe für Kürbis gibt es unsere veganen Kürbis-Brownies.

Weil der Butternusskürbis schon sehr süß und saftig ist, kann bei Öl und Zucker etwas gespart werden. Die Zartbitterschokolade, welche die Brownies so richtig schmackhaft macht, ist normalerweise vegan. Wenn ihr euch nicht sicher seid, überprüft das einfach anhand der Inhaltsstoffe.

Kürbis Brownies vegan

Zutaten für rund 16 bis 20 Stück:

  • 150g glattes Mehl
  • 200ml Pflanzenmilch (z.B. Soja-, Hafer-, oder Mandelmilch)
  • 200g dunkle Schokolade (mindestens 70% Kakaoanteil)
  • 80g Rohrzucker
  • 20g Kokosblüten- oder Rohrzucker
  • 1/2 kleinen Butternusskürbis (ca. 150g Fruchtfleisch)
  • 200g Walnüsse
  • 40ml Sonnenblumenöl
  • 3 EL Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Vanilleschote
  • 1 TL Salz

 

Zubereitung:

Zuerst geht es an den Kürbis. Dieser wird halbiert und mit einem Löffel von den Kernen befreit. Die beiden Kürbishälften kommen anschließend für 30 bis 45 Minuten bei 200°C in den Backofen, bis sie weich sind. Sollte der Kürbis zu schnell braun werden, einfach mit einem Stück Alufolie bedecken. Während der Kürbis gebacken wird, 150g der Schokolade im Wasserbad schmelzen und leicht auskühlen lassen.

Die Vanilleschote wird anschließend halbiert und das Mark mit dem Messer ausgekratzt. Die Vanille mit Zucker, Kakao, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel zusammen geben und das Mehl darüber sieben. Alles miteinander vermischen.

Wenn der Kürbis weich und leicht abgekühlt ist, kann das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale gekratze und in die Schüssel zu dem Mehl gegeben werden. Anschließend noch die Schokolade, das Öl und die Pflanzenmilch in die Schüssel gegeben und alles zu einem Teig vermengen. Der Teig sollte halbwegs glatt werden.

150g der Walnüsse und die Schokolade grob mit dem Messer hacken und vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig gleichmäßig in eine geölte, ofenfeste Backform gießen und die restlichen Walnüsse darüberstreuen. Die Brownie-Masse bei 180°C rund 30 bis 40 Minuten backen.

Da Brownies nicht komplett fertig gebacken werden, sondern in der Mitte noch weich sein sollen, wendet man hier auch keine Nadelprobe an, ob der Kuchen durch ist. Die Brownies müssen noch für 10 bis 15 Minuten abkühlen bevor sie in kleine, quadratische Stücke geschnitten werden können (sonst bröselt alles). Am Besten schmecken die Brownies wenn sie noch ein bisschen warm sind.

Kürbis Brownies vegan PO

Wir haben diese Brownies einmal zu einer Feier mitgenommen – sie sind sehr gut angekommen und waren auch zwei Tage später noch sehr lecker.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Eli kocht vegan: Tofu als Basis für Mousse au Chocolat

Das ist vielleicht für einige schwer vorstellbar, ein veganes Schoko-Mousse auf Tofu-Basis. Vor mittlerweile drei Jahren, als ich versuchte von der vegetarischen Ernährung vermehrt zur veganen überzugehen und auch meinen…

Das ist vielleicht für einige schwer vorstellbar, ein veganes Schoko-Mousse auf Tofu-Basis. Vor mittlerweile drei Jahren, als ich versuchte von der vegetarischen Ernährung vermehrt zur veganen überzugehen und auch meinen Speiseplan erweitern wollte, habe ich einen Kochkurs mit dem klingenden Namen „Tofu, Seitan und Tempeh“ besucht. Die meisten der Gerichte, die wir als Hauptspeisen kochten, kannte ich vorher schon, doch das Mousse war für mich neu und ist seitdem eines meiner Lieblingsdesserts. Von der Vielzahl der erhältlichen Tofu-Varianten kannte ich vorher auch nur die schnittfesten in normaler oder geräucherter Art beziehungsweise mit allen möglichen Gewürzen und anderen Zutaten. Der Seidentofu ist viel weicher und eignet sich auch als Basis für vegane Dips und Saucen (zum Beispiel Aioli) und veganen Käsekuchen. Das eine oder andere Rezept mit Tofu werde ich hier noch vorstellen – also dranbleiben, nachkochen und genießen.

Beim ersten Nachkochen war mein Freund Cj noch etwas skeptisch, als der vegane Aspekt in Form von Tofu in Spiel gekommen ist – ob das wieder eines meiner Experimente sei, die manchmal von ihm als „interessant“, teilweise als „gewagt“ und selten aber doch als „genial“ bezeichnet werden. Das Mousse fiel nach einer ersten Verkostung in letztere Kategorie. Cj gefällt es, dass es leichter schmeckt als herkömmliche, weniger fettig, aber trotzdem sehr schokoladig, und man dadurch mehr davon essen kann – solange noch etwas da ist! Schon des Öfteren haben wir uns fast gestritten, wer die letzten Reste aus den Mixgefäß herausschlecken darf.

Wenn sich Besuch ankündigt, mache ich dieses Dessert gerne, da es sehr schnell zubereitet ist, nicht einmal fünf Minuten dauert es und es ist fertig, und ab in den Kühlschrank damit. Den Gästen sage ich zuerst nicht, worum genau es sich handelt, da doch der eine oder andere Vorurteile gegenüber normalem Tofu hegt (im besten Fall „geschmacksneutral-langweilig“, „komische Konsistenz“) – erraten woraus die Mousse ist, hat soweit noch niemand. Geschmeckt hat es allen. Darüber gefreut, dass sich in dieser Mousse keine rohen Eier oder Gelatine befinden, haben sich schon so manche FreundInnen.

Rezept (eifrei, laktosefrei, glutenfrei, nussfrei)

Zutaten:
400g Seidentofu (z.B. von Demeter, erhältlich in Bio-Supermärkten wie Basic, Alnatura, etc.)
100g dunkle Schokolade (wenn vegan gewünscht wird, dann Schokolade ohne Milch, z.B. von Alnatura, GEPA oder Viana)
6 EL Rohrzucker
Nach Belieben etwas Vanille (aus einer Schote), ein Schuss Rum, Deko (wie Physalis, Kiwispalte, Mangosauce, etc.)

Werkzeug:
Stabmixer oder ähnliches zum schnellen und gründlichen Pürieren

Anleitung:
1. In einem Topf etwas Wasser erhitzen und die Schokolade in einer Tasse im Wasserbad schmelzen, dabei zwischendurch hin und wieder umrühren. Sobald die Schokolade schmilzt, den Rohrzucker dazugeben, nach Belieben etwas Vanille (bevorzugt aus einer Vanilleschote) oder einen Schuss Inländer-Rum dazu unterrühren für den Geschmack.
2. Den Seidentofu aus dem Kühlschrank öffnen, und falls sich etwas Flüssigkeit oben gebildet hat, diese vorsichtig abgießen. Den Tofu in Stücke schneiden und in einen Mixbecher geben. Kurz mit einem Stabmixer pürieren und dann muss es schnell gehen, da die Schokolade beim Auskühlen wieder fest wird: die Schoko-Zucker-Masse zum Seidentofu gießen und weitermixen bis alles cremig ist. Fertig – ab in den Kühlschrank. Es würde sich prinzipiell dort auch ein paar Tage halten, soweit ist es bei mir allerdings nie gekommen. Schwupps war alles leergeschleckt. Falls die Konsistenz noch fester gewünscht ist, einfach eine winzige Prise Johannisbrotmehl oder Guakernmehl mitmixen (zum Beispiel als Bindino erhältlich).
3. Die gut gekühlte Mousse au Chocolat anrichten: Mit einem Löffel Nockerl ausstechen, in Schälchen oder Teller geben und nach Belieben dekorieren (zum Beispiel mit einer Physalis, Kiwispalte, oder etwas Mangosauce).
4. Einen guten Appetit!

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Grün im großen weißen Norden: Kalter Winter und warme Schokoladenerlebnisse

Kanada hatte es mir für den Anfang leicht gemacht. Die ersten beiden Tage meines Aufenthalts waren sehr mild, doch dann hatte der Winter meine Eingewöhnungsphase für lang genug befunden und…

Kanada hatte es mir für den Anfang leicht gemacht. Die ersten beiden Tage meines Aufenthalts waren sehr mild, doch dann hatte der Winter meine Eingewöhnungsphase für lang genug befunden und blies mit kräftigen Stößen Kälte und Schnee in das Land. Wenn es draußen schneit, ist das Fortkommen kaum möglich. Ich laufe konstant auf 20 cm platt getretenem Schnee und habe somit einen völlig unebenen Boden unter den Füßen. Zudem bläst einem mit etwas Pech der Schnee mitten ins Gesicht, sodass man nur nach unten schauen und hoffen kann, dass der Wind bald seine Richtung ändert.

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Genauso sahen die nächsten Tage meiner ersten Woche aus, aber stur wie ich bin, wollte ich trotzdem die Stadt erkunden. Gewappnet mit einem bis zur Nase hoch gezogenem Schal, Handschuhen und einer warmen Mütze zog ich los und erkundete die Straßen. In all seiner Härte ist der Winter auch wunderschön und lässt einen vor lauter zarter Anmut manchmal bloß staunen. Ich finde, Schnee bringt irgendwie jedes Mal wieder das Kind in einem zum Vorschein. Geht euch das auch so?

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Natürlich hatte ich mir ein paar interessante Anlaufstellen heraus gesucht, doch über die schönsten Dinge stolpert man meistens per Zufall. So erging es mir auch mit ChocoSol, ein kleiner unscheinbarer Laden, der mir das beste Schokoladenerlebnis meines Lebens bescheren sollte. ChocoSol ist ein kleiner handwerklicher Schokoladenbetrieb, der einen ganz besonderen sozialen Handel betreibt und Nachhaltigkeit sowie Qualität auf eine sehr hohe Stufe stellt. ChocoSol erhält den Kakao sowie verschiedene Gewürze direkt von Ureinheimischen des Urwaldes Selva Lacandona und den Bergen in Süd-Mexiko. Einer der Unternehmer von ChocoSol, Michael Sacco, hatte dort für eine Weile lang mit den Einheimischen zusammen gearbeitet und über den Kakaoanbau und dessen Weiterverarbeitung gelernt. In dieser Zeit entstand die Idee für ChocoSol. Der heutige Handel basiert also nicht nur auf geschäftlichen Interessen, sondern auf reziproken Beziehungen des gegenseitigen Lernens und vor allem Freundschaft.

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Im Schatten des Urwalds wird der Kakao angebaut und zwar in einer symbiotischen Beziehung zu anderen Pflanzen, die auch für die Schokolade verwendet werden. Die Valentinsschokolade, die man beispielsweise momentan kaufen kann, enthält Kakao, Vanille und Annatto. Der Annattostrauch (auch Lippenstiftbaum genannt) spendet den Kakaobohnen Schatten und der Kakao wiederum bietet der Vanille eine Gelegenheit zum Klettern (eventuell habe ich die Funktionen der Pflanzen vertauscht). So sind die drei Zutaten nicht nur im fertigen Produkt, sondern bereits während ihres Wachstums in perfekter Symbiose.

Die gesamte Herstellung findet in dem kleinen Laden in Toronto statt. Der Prozess von der Kakaobohne und anderen natürlichen Zutaten bis hin zur fertigen Schokolade dauert in etwa zweieinhalb Tage. Das Chocolatier-Team von ChocoSol verwendet traditionelle Verarbeitungstechniken für die Kakaobohnen. So kann man in der Küche beispielsweise ein Stein-Mahlwerk sehen. ChocoSol setzt auf Lokalität, möglichst geringe Verarbeitung, natürliche Zutaten, verschiedene Arten von Kakaobohnen und traditionelle Methoden. So ist die Schokolade auch zu 100% vegan.

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Das Produkt, das dabei herauskommt, ist einzigartig gut. Ich muss ungelogen sagen, dass es die beste Schokolade ist, die ich je gekostet habe. Durch das Verarbeitungsverfahren kann man die Konsistenz der Zutaten erkennen. Sie hat etwas erdiges, natürliches. Der Geschmack ist voll, rund und wirklich unbeschreiblich gut. Neben der oben beschriebenen Geschmacksrichtung gibt es auch Schokolade mit Chili, eine mit Hanf, eine mit Kokos und sogar eine hundertprozentige Schokolade, die aber trotzdem eine Tafel ist.

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Der letzte Aspekt, der ChocoSol für mich zu einem besonderen Unternehmen macht ist der Gedanke der Nachhaltigkeit. Die Firma führt eine Zero-Waste Politik und möchte ihren Müll damit nahe bei Null halten. Die Kunden werden dazu eingeladen, selbst Behälter mitzunehmen, in die die Schokolade gepackt werden kann. Die Schalen der Kakaobohnen werden zum einem als sehr leckerer Tee verkauft, zum anderen dienen sie als äußerst effektiver Dünger im Garten. Alle anderen Pflanzenreste, die anfallen, wie etwa Minze, Chili und Kokos werden zusammen gemischt und auf dem Garagendach wieder angebaut oder an freudige Gärtner weitergegeben. Natürlich muss man den Kakao hierher transportieren, was unweigerlich mit CO2-Emissionen einhergeht. Aber vielleicht können wir Kakao in Maßen genießen.

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ChocoSol hat auf jeden Fall etwas von dem magischen Maya-Geist, der ihrer Schokolade innewohnt. In dem Laden geht es nicht um Kommerz, sondern um das Zelebrieren einer Gottesfrucht, die von den Azteken als heilig erachtet wurde. Und mir? Mir spendet die edle Schokolade in dieser kalten Zeit innere Wärme. Und ich bin inspiriert von der Arbeitsweise und wünsche mir, dass sich solche Unternehmensideen weiter verbreiten in unserer Welt. Beim nächsten Mal berichte ich euch von einer Food-Coop, von der ich jetzt ein Teil bin.

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Zotter Geschenk-Mixer

Wer Schokolade-LiebhaberInnen beschenken möchte, kann sich bei Zotter das perfekte Schokolade-Geschenk ganz nach seinen Wünschen zusammen stellen. Ihr wählt zuerst die Geschenkbox aus und befüllt die Box dann wie ihr wollt.  Hier geht es…

Wer Schokolade-LiebhaberInnen beschenken möchte, kann sich bei Zotter das perfekte Schokolade-Geschenk ganz nach seinen Wünschen zusammen stellen. Ihr wählt zuerst die Geschenkbox aus und befüllt die Box dann wie ihr wollt. 

Hier geht es zum Geschenk-Mixer von Zotter. Welche Sorten vegan und laktosefrei sind, seht ihr hier auf einen Blick – alle Sorten sind natürlich wie bei Zotter üblich bio- und Fair Trade-zertifiziert.

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EZA Compañera Noir 72

Schokolade macht glücklich und dunkle Schokolade ist gesund – was für eine tolle Kombination!  Mindestens 72% Kakao ist in der Zartbitterschokolade Noir 72 von EZA Compañera enthalten – und mit…

Schokolade macht glücklich und dunkle Schokolade ist gesund – was für eine tolle Kombination! 

Mindestens 72% Kakao ist in der Zartbitterschokolade Noir 72 von EZA Compañera enthalten – und mit 100% Fairtrade-Anteil genau das Richtige, um die Stimmung aufzuhellen, wenn der Winter mal etwas zu grau ist. 

Mehr Informationen zur EZA Schokolade Compañera gibt es hier.

Wer von euch greift noch gerne zu dunkler Schokolade?

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Ein Sonntag beim Zotter: Chocolate is a girl’s best friend

Harte Zeiten verlangen nach radikalen Maßnahmen! Frisch getrennt und emotional schwer angegriffen kam mir da der „Tag der offenen Tür“ beim steirischen Chocolatier Zotter gerade recht. Sich eine Stunde lang mit Schokolade voll zu…

Harte Zeiten verlangen nach radikalen Maßnahmen! Frisch getrennt und emotional schwer angegriffen kam mir da der „Tag der offenen Tür“ beim steirischen Chocolatier Zotter gerade recht. Sich eine Stunde lang mit Schokolade voll zu stopfen, ob der fantastischen Geschmäcker – von Nougat mit Sesam bis hin zu Erdapfel-Wodka – nicht die Nerven zu verlieren, trotz Zuckerhigh nicht abzuheben: Man mag es nicht für möglich halten, aber es gibt kaum radikalere Maßnahmen. Also eine gleichermaßen Trost bedürftige Freundin eingepackt und los ging’s. (Ach ja: Auch Männer sind herzlich willkommen weiter zu lesen!)

„Wir müssen schauen, dass der Planet besser wird als er schon ist.“, klar ist die Botschaft von Josef Zotter, dem ehemaligen Koch, der weltweit berühmt-berüchtigt ist für seine bio-Fairtrade Schokolade, die eigenwilligen Geschmackskreationen und vor allem für seine – kompromisslose – Erfolgsgeschichte. Eine Message, die wir nach längerem Anstehen im Schoko-Laden-Theater zu hören und im neuen Film über seine Indienreise zu sehen bekommen. Und mit uns unzählige andere, die heute ebenfalls seinem Ruf ins abgeschiedene Bergl bei Riegersburg, zwei Stunden Autofahrt von Wien entfernt, gefolgt sind.

Weltverbesserung hin oder her, Sepp Zotter und seine schokoladigen Kreationen versüßen in jedem Fall das Leben. Davon haben wir uns heute wieder überzeugen dürfen: Vegane Sojapraline hier, Nougattrunk dort… „Kann man von Schokolade jemals genug haben?“, wenn selbst bekennende SchokofanatikerInnen wie meine Freundin und ich beim Hinausgehen auf das Kosten der letzten fünf Sorten verzichten, ist die Frage nur mit Ja zu beantworten.

Die Kalorien einer ganzen Woche später – wir planen bereits Gemüsekuren und Dinnercanceling -, spazieren wir zum anderen Grund unseres Kommens: Seit rund eineinhalb Jahren nämlich gibt es auf dem 27 Hektar großen Areal unter der Schokoladenfabrik einen Tiergarten. Und es wäre nicht Zotter, würde es sich um „irgendeinen“ Zoo handeln. Nein, der „essbare Tiergarten“ ist eine „weitere Verkostungsstation des Schoko-Laden-Theaters, nur diesmal im Freien“, wie es auf der Info-Station, dem Menschenstall, steht.

„Deine Schwester habe ich gerade gegessen.“, meint meine nicht vegetarische Freundin beim Anblick der Puten im „Essbaren Tiergarten“ und tut dabei genau das, was Zotter mit seinem Tiergarten bezweckt: „Schaut dem Essen in die Augen!“ (Ich sage  gleich, ich könnte es nicht.) Schafe, Esel, Kühe, Pferde, Enten… in Zotters Zoo gibt es nämlich ausschließlich Tiere, die normalerweise auf den heimischen Küchentischen, in diesem Fall auf dem Tisch der Zotter-MitarbeiterInnen und der Gäste des angeschlossenen „Essbar Restaurants“ landen.

Die Wogen gingen hoch, als Zotter den ungewöhnlichen Zoo im Mai 2011 eröffnet hat. Und noch jetzt wird im Vegetarier-Forum darüber diskutiert, ob es der gute Versuch einer Erziehungsmaßnahme oder einfach nur ein schlechter Scherz ist. Er ist wohl vor allem eines: Gesprächsthema.

Ob über vegetarische Ernährung, artgerechte Tierhaltung, die Preise vom Qualitätsfleisch oder die genialen Einfälle von Zotter sowie seinem Team – gesprochen wird. Denn im Tiergarten gibt es nicht nur meist vom Aussterben bedrohte heimische Tiere, die – abgesehen vom wirklich unnötigen Streichelzoo – auch artgerecht auf großen Weiden gehalten werden. Nein, ein witziger Einfall – von „Bauerngolfplatz“ bis Milchmelkmaschine, vom Ideenfriedhof bis zur eigenen Schokokreation – jagt den anderen. Dazwischen ist der Duft der Kräuter eine angenehme Abwechslung vom mittlerweile überdrüssigen Schokoladengeruch. Und wir erfreuen uns am Anblick prallvoller Maroni-, Haselnuss- und Apfelbäume.

Zotter hätte seinen Essbaren Tiergarten auch anders aufziehen können, hätte ihn Bauernhof nennen können – hat er aber nicht, gut so! Denn im Grunde ist es nichts anderes als das, was Oma und Opa früher getan haben. Zumindest die meiner Freundin oder meine: Sie hielten ein paar Kühe, ein paar Hühner, hatten Äpfelbäume, hatten ihren Garten – und ja, es war klar, dass sie sich damit ernährten und versorgten. Ob das in der heutigen Zeit angemessen ist, das muss jeder selbst entscheiden.

Genauso wie darüber, was aus dem essbaren Garten wirklich auf dem Teller landet: Denn es gibt schließlich jede Menge Alternativen zu Fleisch – auch bei Zotter, und damit meine ich nicht nur Schokolade.

 

Weitere Infos
Zotter kann man Montag bis Samstag besuchen: Öffnungszeiten
Mit über 200.000 Gästen ist sein Reich in Bergl Nummer Zwei aller steirischen Destinationen nach Mariazell!

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