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Schlagwort: Rezepte

Sojaschnitzel Stroganoff

Ich esse, wie ihr wisst, gerne verschiedenste saisonale Gemüsegerichte und Salate, aber hin und wieder darf es auch ein Schnitzel sein, ein veganes natürlich. Die fertigen veganen Fleischersatzprodukte, die man…

Ich esse, wie ihr wisst, gerne verschiedenste saisonale Gemüsegerichte und Salate, aber hin und wieder darf es auch ein Schnitzel sein, ein veganes natürlich. Die fertigen veganen Fleischersatzprodukte, die man nur mehr in der Pfanne braten muss, mag ich nicht so besonders. Besser schmeckt mir texturiertes Soja („Sojafleisch“), welches aus entfettetem Sojamehl hergestellt wird und viel Protein enthält, jedoch wenig Fett. Zu kaufen gibt es dieses in Bio- oder veganen Supermärkten in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel als Granulat für Bolognese (auch erhältlich von Alnatura), als Schnetzel oder auch Steaks. Die trockenen Sojastücke werden eingeweicht, kurz gekocht und könnten nach Belieben gewürzt und weiterverarbeitet werden. Ich finde es praktisch, dass die Sojastückchen sehr lange haltbar sind und wenig Eigengeschmack haben. Auch meine Mutter konnte ich schon davon begeistern, hin und wieder Sojaschnitzel zuzubereiten – sie war beeindruckt wie schnell das trockene Soja zubereitet ist, und schätzt auch die festere Konsistenz. Wenn ihr also mit Tofu nichts anfangen könnt, probiert mal ob die Sojaschnitzel euch zusagen.

Wie ihr wisst, mag ich Champignons (siehe auch mein Rezept Gnocchi-Pfanne mit Champignons) und hatte wieder mal Appetit auf Sojaschnitzel und so habe ich am Wochenende Sojaschnitzel Stroganoff gekocht. Das Gericht schmeckt lecker und eignet sich gut, wenn Gäste zu Besuch kommen, die Gemüsegerichte nicht so mögen und denken, dass die vegane Küche nur wenig Abwechslung zu bieten hat.

Zutaten

100g Sojamedallions (Trockengewicht, z.B. von Vegetalis)
400 g Champignons
1 Zwiebel
5 Gewürzgurken
1 TL Kapern (könnt ihr auch weglassen, wenn ihr sie nicht mögt)
Etwas Sonnenblumenöl
250 ml Sojasahne
Zitronensaft
1 EL Senf (mittelscharf)
Etwas Speisestärke
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Zuerst könnt ihr die Sojamedaillons zubereiten. Ich gebe die trockenen Stückchen in einen Topf, übergieße sie mit heißem Wasser und lasse sie etwa eine Viertelstunde quellen. Ihr könnt statt des Wassers auch Gemüsebrühe nehmen, dann zieht etwas vom Geschmack ein. Anschließend gut auspressen und in etwa zwei Zentimeter dicke Streifen schneiden – bei meinen Medaillons sind es drei Streifen pro Stück geworden. Diese in einer Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl anbraten. Ich lösche die knusprigen Schnetzel gerne mit Sojasauce ab, dann nehmen sie den salzigen Geschmack auf und bekommen etwas mehr Farbe. Die fertigen Stückchen gebt ihr beiseite.

Jetzt geht es ans Gemüse schnippeln, die Champignons in Streifen schneiden, die Gurkerl ebenso, die Zwiebel in kleinere Würfelchen. Im nächsten Schritt wird zuerst die Zwiebel in etwas Öl angebraten, bis sie glasig wird, dann gebt ihr die Champignonstreifen dazu und rührt weiter gut um. Bevor etwas anzubrennen droht, gebt die Sojasahne dazu und lasst es etwas köcheln. Sollte die Sauce etwas zu dünn sein, rührt in einem Glas ein paar Löffel Speisestärke mit kaltem Wasser an, falls es zu dick wird, einfach mehr Sojasahne oder Sojamilch dazu geben. Im nächsten Schritt kommen die Gurkenscheiben, die Kapernwürfelchen, die angebratenen Sojastreifen und die Gewürze dazu. Schmeckt die Sauce mit Zitronensaft und Senf ab, je nach Geschmack könnt ihr auch etwas Zucker dazugeben. Dazu passt Reis (zum Beispiel Vollkornreis), Pasta oder Hirse.

Einen guten Appetit!

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich den Ernährungsratgeber “Peace Food“ von Rüdiger Dahlke vorstellen. Vergangenen Monat habt ihr bereits sein Kochbuch mit dem gleichen Titel…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich den Ernährungsratgeber “Peace Food“ von Rüdiger Dahlke vorstellen. Vergangenen Monat habt ihr bereits sein Kochbuch mit dem gleichen Titel in meiner Kolumne kennengelernt. Informationen zum Autor und über das Konzept von „Peace Food“ finden sich ebenfalls im letzten Kolumnenbeitrag. „Peace Food“ ist 2013 im Gräfe und Unzer Verlag erschienen, ich bekam es als Geschenk von meinem Vater. Die essentielle Botschaft des Autors ist, dass Fleisch und Milchprodukte uns krank machen. Der heilsame Weg findet sich leicht in einer Ernährungsumstellung auf rein pflanzliche, vollwertige Kost. Dadurch bekommt der Körper alles, um körperlich und seelisch in Balance zu kommen.

Die „China Study“

Das Fundament zu dieser These liefert eine wissenschaftliche Studie von T. Colin Campbell. Die „China Study“ besagt: Je weniger tierisches Protein und Kasein ein Mensch zu sich nimmt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit für eine der folgenden Krankheiten: Krebs, Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose oder degenerative Gehirnerkrankungen. Stattdessen sollen Antioxidantien in ausreichendem Maß aufgenommen werden. Von verarbeiteten Lebensmitteln und raffinierten Kohlehydraten (Zucker oder Mehl) wird ebenso abgeraten.

Gleich zu Beginn wird auf die Fehler unseres Gesundheitssystems hingewiesen. Mediziner, Pharmazeuten und ähnliche Berufe profitieren von Krankheit. Am gesunden Menschen ist leider nichts zu verdienen. Nicht zuletzt deshalb sind auch viele Dinge rund um gesunde Ernährung wenigen Menschen bekannt und es kursieren viele Halbwahrheiten. Eine davon ist, dass der Mensch durch Milch seine Kalziumspeicher auffüllt – das Gegenteil ist der Fall.

S

Milch

In diesem Kapitel von „Peace Food“ wird erklärt, warum durch hohen Milchkonsum eine Übersäuerung des Körpers stattfindet. „70 Prozent der Knochenbrüche sind dem hohen Konsum von tierischem Eiweiß zuzuschreiben. Dieses erhöht den Säuregrad des Gewebes wie wenig anderes, und der Organismus muss diese Säure wieder neutralisieren, wozu er Kalzium aus den Knochen verwendet, was in der Konsequenz die Kalziumausscheidung im Urin erhöht.“ In Folge von schwachen Knochen kann Osteoporose entstehen.

Wer sich mit dem Thema Milch mehr auseinandersetzten möchte, dem kann ich diesen Kurzfilm empfehlen. Ich bevorzuge die Schulversion des Videos, denn sie bringt das Wichtigste auf den Punkt. Außerdem kommt sie gänzlich ohne Horrorszenen aus. Somit ist sie gut für Kinder und sensible Menschen geeignet.

Gewichtsreduktion

Trendartige Fettleibigkeit ist laut Dahlke auf große Mengen von raffinierten Kohlenhydraten, tierischen Protein und Fett zurückzuführen. Durch die beschriebene Ernährungsweise fällt es leicht, „sein Gewicht“ zu finden und auch zu halten. Dementsprechend verlieren Menschen mit deutlichem Übergewicht schnell Kilos und Schlanke wiederum bleiben nahezu unverändert. Unabdinglich ist natürlich die Aufnahme von vollwertigen, pflanzlichen Lebensmitteln. Zusätzlich fordert diese Kost unseren Organismus mehr als eiweiß- und fettreiche. Sie regt den Stoffwechsel und ebenso unseren Bewegungsdrang an. Man fühlt sich vitaler und lebendiger, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert, am Ende eines jeden ist das Wichtigste kurz zusammen gefasst. Außerdem sind darin 30 vegane Rezepte von Dorothea Neumayr enthalten. Neben einer Anleitung für „Gefüllte Kohlrabi“ kann man zum Beispiel auch „Pochierte Birnen mit Mandelschaum und Veilchenblüten“ nach kochen.

Ich hab das Buch mit Freude verschlungen. Man merkt, dass der Autor voll und ganz hinter seinen Aussagen steht. Die aufgestellten Behauptungen basieren auf wissenschaftlichem Hintergrund. Das Leid der Tiere wird auf nüchterne Art und Weise beschrieben – emotionslos und ungeschminkt. Allerdings bekommt Dahlke auch viel Kritik zu spüren – auch aus den eigenen Reihen. Er wird mit vielen Vorwürfen konfrontiert, seine Behauptungen werden in Frage gestellt. Nichtsdestotrotz kann ich es nur weiterempfehlen. Denn durch das Lesen dieses Buches wurde ich in meinem eingeschlagenen Weg einer pflanzlichen Ernährung bestärkt und bekam neuen Mut.

Was haltet ihr von Rüdiger Dahlke? Findet ihr die Kritik berechtigt oder befürwortet ihr ihn, da er sich letztendlich für eine gute Sache einsetzt?

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Rose küsst Wirsing – Orientalische, vegane Gemüsepfanne

Als ich gestern die Flasche Rosenwasser im Regal stehen sah, die ich schon länger nicht mehr benutzt hatte, war auf einmal die Idee für ein leckeres Rezept geboren. Bisher kannte…

Als ich gestern die Flasche Rosenwasser im Regal stehen sah, die ich schon länger nicht mehr benutzt hatte, war auf einmal die Idee für ein leckeres Rezept geboren. Bisher kannte ich Rosenwasser nur in Desserts. Ich wollte probieren, ob es sich auch in herzhafte Gerichte integrieren lässt. Das kann ich jetzt mit einem großen „Ja“ beantworten! Diese orientalische Gemüsepfanne verführt durch eine würzige Raz al Hanout Komponente, umwoben von lieblicher Rose, süßer Feige und frischer Zitrone. Lasst euch zu einer neuen Geschmacksreise in den Orient entführen.

Zutaten:

125 g Buchweizen
1 große Zwiebel
2 bis 3 Zehen Knoblauch
ca. 225 g Möhre/Karotte
ca. 225 g Zucchini
ca. 225 g Wirsing
70 g Feigen (getrocknet)
1 TL Salz
¼ TL Cumin
1 EL Raz el Hanout
¼ TL Pfeffer
10 g Mandeln
1 EL Rosenwasser
1 EL und 1 TL Zitrone

Zubereitung

Buchweizen mit Salz kochen, Knoblauch und Zwiebel hacken und ungefähr fünf Minuten kräftig anbraten. Den Buchweizen dazugeben und weitere fünf Minuten anbraten. In der Zwischenzeit das Gemüse und die Feigen in Würfel schneiden. Salz, Cumin, Raz el Hanout, Pfeffer sowie die Feigen und das Gemüse hinzugeben. Den Deckel auf die Pfanne setzen und ungefähr fünf bis sieben Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Hierbei immer wieder umrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen, den größten Teil der gehackten Mandeln sowie das Rosenwasser und den Zitronensaft hinzugeben und gut umrühren. Den Rest der Mandeln zum Garnieren verwenden.

Wer keinen Buchweizen zu Hause hat, kann stattdessen auch Reis oder Bulgur verwenden.

Guten Appetit!

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Buchweizen – starke Flocken, grundlos unterschätzt!

Wer auf der Suche nach einer sehr gesunden Alternative zu den morgendlichen Haferflocken ist, darf sich auf die Bandbreite von Buchweizen freuen. Man kennt das glutenfreie Pseudo-Getreide, welches seinen Namen…

Wer auf der Suche nach einer sehr gesunden Alternative zu den morgendlichen Haferflocken ist, darf sich auf die Bandbreite von Buchweizen freuen. Man kennt das glutenfreie Pseudo-Getreide, welches seinen Namen den dreikantigen Körnern verdankt, die an Bucheckern erinnern, ursprünglich aus der russischen oder polnischen Küche. Es wird Zeit, ihm auch in unseren Küchenschränken mehr Platz einzuräumen!

Buchweizen hat einen leicht bitteren, kräftigen Geschmack, der sich aber in den verschiedenen Zubereitungsarten dennoch gut einfügt. Auch seine inneren Werte überzeugen – mit rund zehn Prozent hochwertigem Eiweiß sollten gerade Sportler dem grauen Korn einen Freundschaftsantrag stellen. Vitamin E, B1, B2 und Kalium, Eisen, Kalzium und Magnesium bringen zusammen mit der enthaltenen Kieselsäure für Haut und Haare zusätzlichen Schwung in die Müslischale. Mit rund 350 Kalorien auf 100 Gramm ist Buchweizen vergleichbar mit anderen natürlichen Frühstücks-Zerealien und kann daher mengenmäßig mit anderen Kohlehydrat-Quellen in Rezepten ausgetauscht werden. Buchweizen gibt es als ganzes Korn zu kaufen, aber auch als Flocken, Grütze oder Mehl – es empfiehlt sich die lichtgeschützte Aufbewahrung im Vorratsschrank.

Für die kalte Jahreszeit findet ihr meine drei aktuellen Lieblings-Rezepte für Buchweizen in Kombination mit Chiasamen, als Porridge und als Protein-Pfannkuchen.

Overnight Kokos-Buchweizen Parfait

parfait

Zutaten

  • 60 g Buchweizenflocken
  • 15 g Chiasamen
  • 20 g Kokosraspeln
  • 1 TL Erdnuss-Muß
  • Süßungsmittel nach Wahl
  • Pflanzenmilch (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
  • ½ Granatapfel

 

Buchweizenflocken über Nacht mit Pflanzenmilch, Kokosraspeln, einem Teelöffel Erdnussmuß, Chiasamen und Süßungsmittel nach Wunsch in den Kühlschrank stellen und quellen lassen. Am nächsten Morgen fünf Minuten in die Mikrowelle geben und Buchweizen nachgaren, danach weitere fünf Minuten quellen lassen. Das Parfait mit Granatapfelkernen garnieren.

Buchweizen-Kürbis-Porridge mit lauwarmem Kompott und Kakao-Nibs

kuerbisporridge

Zutaten

  • 50 g Buchweizen-Flocken
  • 20 g Haferflocken
  • ca. 120 ml Wasser
  • Pflanzendrink (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
  • 4 EL Kürbispürée
  • Süßungsmittel nach Wahl
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • Rohe Kakao-Nibs

 

Buchweizen (wer mag auch gemischt mit Haferflocken) mit Wasser zehn Minuten köcheln lassen, bis das Wasser fast verkocht ist. Den warmen Brei mit einem Schuss Pflanzenmilch cremig rühren und mit Kürbispürree mischen. Mit Zimt, einer Süßungsquelle (Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Xylith und ähnlichem) nach Wunsch süßen und weitere fünf Minuten quellen lassen. In einem zweiten Topf Apfel- und Birnenstücke mit ein wenig Wasser für zehn Minuten kochen, bis das Obst weich wird, und nach Wunsch süßen. Das warme Kompott auf den Buchweizen-Porridge geben und für den extra Crunch beim Essen noch mit rohen Kakao-Nibbs und Nüssen garnieren.

Tipp: Wer am Morgen nicht extra den Herd anwerfen möchte, kann auch am Vorabend die Zutaten für den Porridge über Nacht mit Pflanzenmilch zum Quellen in den Kühlschrank geben und den Porridge am nächsten Morgen nur für vier Minuten in der Mikrowelle erhitzen.

Kürbispürée und Kompott lassen sich auch super auf Vorrat produzieren und in Einmachgläsern lagern. Für hausgemachtes Kürbispürée einen Hokkaido in Wasser kochen, abgießen, mit sehr wenig Wasser pürrieren und mit Zimt, Süßungsmittel nach Wahl sowie Zitronenschale, einem Hauch Ingwer und Nelken abschmecken, noch heiß in Einmachgläser füllen.

Das Porridge schmeckt auch super mit warmen Bananen und Kokosmilch.

Blaubeer-Buchweizen-Protein-Pfannkuchen

pancakes

Zutaten

  • 120 g Buchweizenmehl oder Buchweizenflocken im Mixer zu Mehl weiterverarbeitet
  • 1 reife Banane
  • 45 g veganes Proteinpulver
  • 20 g Nüsse, z.B. Cashews
  • 250 ml Pflanzendrink (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
  • 1 TL Backpulver
  • Eine Hand voll Blaubeeren

 

Buchweizenflocken im Mixer zu Mehl verarbeiten. Die Bananen, Backpulver, Proteinpulver sowie nach Wunsch Nüsse und einige Blaubeeren zusammen mit dem Pflanzendrink im Mixer zu einem cremigen Teig verarbeiten. Den Teig einige Minuten quellen lassen, in der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne Kokosöl erhitzen. Den Teig portionsweise zu Pfannkuchen verbacken, dabei jeweils ein paar Blaubeeren in den Pfannkuchen einbacken. Pfannkuchen servieren und mit den restlichen Beeren garnieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, wir ihr Buchweizen kombiniert!

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Vegane Nuss-Schokolade-Herzen

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn…

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn nicht sogar das – Nahrungsmittel, auf das zu verzichten es mir besonders schwer fiel. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf Zartbitterschokoladen mit besonders hohem Kakaoanteil umgestiegen, die keine Milchprodukte enthält. Aber sind wir mal ganz ehrlich, das ist nicht das Gleiche!

Und wenn man sich schon so einen Kopf darum macht, was man da so nascht, warum nicht gleich selbst machen? Betrachtet man die Zutatenliste diverser Bitterschokoladen, finden sich neben verschiedenen Emulgatoren und Aromastoffen drei wichtige Ingredienzien: Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter. In meinem Fall habe ich die Kakaomasse durch eine Mischung aus selbstgemachtem Erdnussmus, das zur Zeit in fast jedem meiner Gerichte (ob Smoothie oder Kürbissuppe) Verwendung findet, und Kakaopulver ersetzt und da ich versuche, auf raffinierten Zucker zu verzichten, habe ich für die Nuss-Schokolade-Herzen statt Zucker Ahornsirup verwendet, man kann aber sicherlich auch jede andere Form von Süßungsmittel nehmen.

Für 120 Gramm Schokolade braucht ihr:

50 g Kakaobutter
40 g Erdnüsse (wenn man sie vorher selbst knacken muss, hat die Vorfreude mehr Zeit zu wachsen)
10 g Kakaopulver
15 g Ahornsirup
¼ TL Zimt
1 Prise Salz (als Ausgleich zu der Süße)
Kostenpunkt ca. 2 Euro

selbst gemachte Schokolade

Zuerst schmeißt ihr die Erdnüsse in einen kleinen Mixer mit scharfem Messer und zerkleinert sie. Anfangs werden es nur kleine Stückchen, aber nicht entmutigen lassen, nach kurzer Zeit hat man eine Art „Erdnussmehl“ und wenn man sie dann noch ein bis zwei Minuten weitermixt, erhält man ein wunderbar cremiges, pures Erdnussmus ohne Zusätze. Schaltet den Mixer vielleicht zwischendurch herunter oder aus, damit der Motor nicht zu heiß wird. Zu dem Erdnussmus gebt ihr dann alle Zutaten bis auf die Kakaobutter und vermischt alles gut.

In der Zwischenzeit schmelzt ihr die Kakaobutter in einem Wasserbad auf dem Herd. Wenn diese geschmolzen ist, fügt ihr die Kakao-Nuss-Masse hinzu und verrührt beides gut mit einem Schneebesen, bis ihr eine glatte, flüssige Masse erhaltet. Diese könnt ihr nun in eure Pralinen- oder Schokoladeförmchen gießen und für ein paar Stunden im Kühlschrank erkalten lassen. Als kleine Überraschung habe ich in ein paar Förmchen zusätzlich grobgehackte Nüsse gefüllt und dann erst mit der Schokolade aufgegossen – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar andere Varianten ausprobieren, falls euch die Ergebnisse interessieren, lasst es mich wissen.

Viel Spaß beim Kreieren der süßen Versuchungen!

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Blogvorstellung: beVegt – vegan leben und laufen

„beVegt – vegan leben und laufen“ ist die größte deutschsprachige Seite für vegan und vegetarisch lebende Ausdauersportler. Ich bin durch Zufall bei einer Internetsuche nach veganen Sportgels und Sportriegeln im Mai diesen…

beVegt – vegan leben und laufen“ ist die größte deutschsprachige Seite für vegan und vegetarisch lebende Ausdauersportler. Ich bin durch Zufall bei einer Internetsuche nach veganen Sportgels und Sportriegeln im Mai diesen Jahres auf den Blog gestoßen. Während Wettkämpfen bekommt man öfter solche Gels und Riegel an den Verpflegungsstellen. Da diese leicht zu transportieren sind und schnelle Energie liefern, nehme ich sie – oder auch selbstgemachte Alternativen, wenn ich mal länger als drei Stunden laufe – auch gerne zur Stärkung mit. Ich habe damals aber nicht nur diesen einen Artikel, sondern auch viele weitere gelesen. Da die Seite schon seit 2011 existiert, habe ich einiges zum Nachlesen und kann mich problemlos von einem zum nächsten Artikel weiterklicken.

Daniel und Katrin schreiben in beVegt mit großer Begeisterung ausführlich über alle möglichen Themen in Zusammenhang mit Laufen und veganer Ernährung. Die beiden wissen, worüber sie berichten und lassen einem als LeserIn an ihren Erfahrungen teilhaben. Ihre Artikel sind so unterhaltsam geschrieben, dass sie zum Weiterlesen anregen. Egal ob als Laufanfänger oder ambitionierter Freizeitläufer, auf beVegt findet ihr verschiedenste Tipps für euer Training, für Wettkämpfe, genauso wie vegane Rezepte, die alltagstauglich sind.

Die Webseite ist in folgende Themenbereiche unterteilt:

Laufen
Hier findet ihr Basics für Laufanfänger mit verschiedensten, jahreszeitlich passenden Tipps – zum Beispiel Laufen bei Hitze, Laufbekleidung im Herbst und Winter, Tipps für den ersten Wettkampf, Trainingstipps für fortgeschrittene Läufer, hier finde ich zum Beispiel den Artikel über HIIT, high-intensity-interval-training, gut – und Tipps wie ihr Verletzungen vorbeugt. Die Artikel über das Laufen sind noch persönlicher geschrieben als in diversen Lauf-Magazinen wie Runnersworld, und ich finde sie sehr gut zu lesen.

Ernährung
Das Thema vegane Ernährung ist übersichtlich in folgende Unterbereiche eingeteilt: Die Basics pflanzlicher Sporternährung für Läuferinnen und Läufer (hier können sich nicht nur Laufanfänger Tipps holen, ich finde zum Beispiel den Carboloading-Bericht vor dem Wettkampf sehr gut), Plant Power: Rezepte für selbstgemachtes Sportfood, (Pflanzliche) Ernährung allgemein (hier findet ihr Tipps wie ihr euch unterwegs vegan ernähren könnt) und Testberichte zum Thema Ernährung. Bei den Artikeln über vegane Ernährung merkt man, dass Daniel und Katrin sich aus Überzeugung rein pflanzlich ernähren und ihre Leidenschaft gerne und undogmatisch mit allen teilen.

Rezepte
Hier werden die Rezepte in folgende Kategorien eingeordnet: Sportfood (mit Rezepten für Riegel zum Selbermachen), Salate, Frühstück, Rezeptideen für Läuferinnen und Läufer (wie zum Beispiel eine Bolognese aus Linsen), Suppen, Soßen und Dips, Smoothies für Sportler, Zur Belohnung nach dem Wettkampf, Snacks und vegane Kochbücher. Die Rezepte laden zum Nachkochen ein, da sie oft einfach sind und ohne viele Spezialzutaten auskommen. Definitiv stellen sie auch für Nicht-Veganer eine Bereicherung des Speiseplans dar.

Motivation
„Wenn dir die Motivation fehlt, wirst du es schwer haben.“ In diesem Sinne findet ihr hier Motivation für Training und Wettkampf (wenn ihr noch nicht lauft mit elf Gründen wieso ihr mit dem Laufen anfangen solltet), Veränderung und Ziele, motivierende Bücher (wie zum Beispiel Scott Jureks Eat & Run, über das ich auch eine Rezension geschrieben habe) und motivierende Menschen. Diese Artikel sind persönlich geschrieben, Katrin und Daniel lassen uns an ihrer eigenen Motivation teilhaben und berichten davon, was sie anspornt und ihnen selbst hilft, sich immer wieder zu begeistern.

Daniel_und_Katrin_Karotte_2014

Ich habe Katrin und Daniel einige Fragen gestellt, und sie haben mir erzählt, wie sie zur veganen Ernährung und zu ihrem Blog gekommen sind, und was sich die beiden für die Zukunft wünschen:

Eli: Wie kam es dazu, dass ihr angefangen habt, euch vegan zu ernähren?

Daniel: Ganz ehrlich, so ganz genau kann ich das gar nicht mehr rekonstruieren. Ich weiß aber, dass ich irgendwann im Sommer 2010 ein paar Bücher gelesen habe, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich wusste natürlich schon früher, dass es Leute gibt, die sich vegan ernähren, aber ich habe das immer als extrem und verrückt abgetan und mich nie näher mit den Gründen beschäftigt, die dahinter stehen. Jedenfalls hat mir das alles plötzlich sehr viel mehr eingeleuchtet als vorher und ich habe einen Selbstversuch gestartet, bei dem ich einen Monat lang vegetarisch essen wollte. In diesem Monat habe ich dann alles an Informationen aufgesogen, was ich finden konnte: Videos aus Schlachtfabriken und Mastanlagen, vegane Food-Blogs, Bücher über die gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Aspekte unserer Ernährung. Es hat keine drei Wochen gedauert, da war aus dem vegetarischen Selbstversuch ein veganer Selbstversuch geworden, der bis heute andauert. Und ich habe nicht mehr vor, ihn irgendwann zu beenden.

Katrin: Als Daniel mit seinem Selbstversuch anfing, fand ich das total übertrieben. Wir haben ungefähr zwei bis drei Mal pro Monat Fleisch, ein bis zwei Mal pro Monat Fisch gegessen. Im Nachhinein hätte man uns schon als Halbvegetarier bezeichnen können. Interessiert war ich trotzdem und habe mir “Eating Animals” aus seinem Bücherschrank geholt. Nach nur wenigen Seiten war Fleisch für mich passé. Aber ohne Milch und Milchprodukte – das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Wenige Kapitel später sah auch das anders aus, und ich habe mich Schritt für Schritt in die vegane Welt vorgewagt. Gerade am Anfang war es für uns hilfreich, dass wir dieses Experiment zu zweit angegangen sind und wir uns zumindest zu Hause nicht für unsere Ernährungsweise rechtfertigen mussten. Viele in meinem Umfeld dachten am Anfang noch, dass es eine Phase ist. Aber wie Daniel schon gesagt hat – auch ich habe nicht vor, jemals wieder tierische Lebensmittel zu essen.

Eli: Welche Auswirkungen konntet ihr durch die vegane Ernährung auf eure sportlichen Leistungen feststellen?

Daniel: Seit unserer Ernährungsumstellung haben wir neue persönliche Bestzeiten auf allen Distanzen aufgestellt: Zehn Kilometer, Halbmarathon und Marathon. Außerdem sind wir beide zu Ultramarathonläufern geworden und haben inzwischen schon so einige Wettkämpfe über 50 oder mehr Kilometer gefinished. Wir schreiben diese Erfolge aber vor allem unserem Training zu, denn ohne hartes Training und Durchhaltevermögen wird man auch mit der besten Ernährung nicht schneller oder ausdauernder.

Katrin: Aber es ist natürlich schon so, dass unsere Ernährung insgesamt deutlich besser geworden ist, seit wir vegan leben. Wir kochen viel häufiger und mit mehr Spaß als früher, wir sind experimentierfreudiger und probieren öfter mal ganz neue Zutaten aus, wir essen abwechslungsreicher. Gerade für Sportler ist eine pflanzliche Ernährung mit vollwertigen Lebensmitteln ideal, weil sie viel Energie in Form von komplexen und einfachen Kohlenhydraten liefert, aber auch Eiweiß, gute Fette und sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken und eine schnelle Regeneration ermöglichen.

Eli: Wie hattet ihr die Idee zu beVegt?

Daniel: Schon vom ersten Tag unserer veganen Zeit an hat uns der amerikanische Blog No Meat Athlete begleitet. Matt Frazier schreibt dort auf eine sehr sympathische und undogmatische Weise über die vegane Ernährung und das Laufen und hat damit inzwischen eine riesige, weltweite Community um sich geschart. Als wir etwa ein Jahr vegan gelebt hatten und es uns damit einfach unglaublich gut ging, dachten wir: Hey, wir müssen so etwas wie No Meat Athlete auf Deutsch machen, um anderen von unseren Erfahrungen zu berichten und sie dazu zu motivieren, diesen Lebensstil auch für sich mal auszuprobieren – einfach, weil das Laufen und die vegane Lebensweise so viel Gutes in unser Leben gebracht haben: Freundschaften, Zufriedenheit, Glück.

Katrin: Am Anfang hatten wir natürlich schon ein bisschen Angst, dass sich niemand für unseren Blog interessieren würde. Aber dann kamen schnell die ersten Kommentare und Leser, und heute schauen jeden Tag mehrere Tausend Besucher auf beVegt vorbei und lesen unseren Newsletter. Wir hätten nie gedacht, dass es einmal so groß werden würde, aber wir freuen uns wirklich sehr darüber, denn der Blog und die Gemeinschaft, die sich darum entwickelt hat, bedeuten uns extrem viel.

Eli: Was waren die größten Komplimente, die LeserInnen euch gemacht haben?

Daniel: Am Allerschönsten ist es, wenn wir von Lesern erfahren, dass wir einen Teil dazu beigetragen haben, dass sie mit dem Laufen angefangen oder ihre Ernährung verändert haben. Dieses Gefühl, dass das eigene Handeln eine Bedeutung für andere hat und Menschen den Mut gibt, etwas zum Positiven zu verändern, das ist schon großartig und motiviert uns natürlich auch dazu, mit beVegt weiterzumachen.

Eli: Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Katrin: In den letzten Jahren ist die vegane Lebensweise sehr stark ins öffentliche Bewusstsein gerückt und hat dadurch einiges von ihrem “Extrem-Image” verloren. Wir hoffen, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet und sich immer mehr Menschen trauen, ihre eingefahrenen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hinter sich zu lassen oder wenigstens mal kritisch zu hinterfragen.

Und natürlich freuen wir uns, wenn wir zukünftig mit immer mehr veganen Läufern an der Startlinie stehen und gemeinsam für diesen Lebensstil werben können!

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Blogvorstellung: 365vegan.net – mit Rezept für Sobanudeln mit grünen Bohnen und Zucchini-Mandel-Krusteln

Anfang Juli bin ich in der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, die ich gerne online lese – und das obwohl ich seit mittlerweile fast acht Jahren in München lebe – über einen…

Anfang Juli bin ich in der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, die ich gerne online lese – und das obwohl ich seit mittlerweile fast acht Jahren in München lebe – über einen kurzen Artikel auf 365vegan.net gestoßen. In diesem veganen Rezepteblog stellen drei Freundinnen unter den Pseudonymen Calla (die Hauptbloggerin) sowie Cara und Mary ihre veganen Rezepte und vieles mehr ins Internet. Die drei Frauen leben seit über fünfzehn Jahren vegan, sind alle über vierzig Jahre alt und kochen gerne. Der Blogtitel entstand, als die drei Damen ein Jahr lang ihre Rezepte bloggten. Dieses eine Jahr ist längst vorbei, doch die Frauen machen weiter und das ist gut so!

Ich finde den Blog sehr lesenswert. Die Seite ist recht einfach, aber übersichtlich gestaltet und leicht zu navigieren. Man findet hier viele Rezepte samt Foto, Zutatenliste (meistens sind das auch Produkte, die leicht erhältlich und saisonal verfügbar sind) und einer Anleitung. Der Fokus der drei kochenden Mädels liegt eindeutig bei der veganen Hausmannskost und ihr findet eine Vielzahl von Rezepten wie zum Beispiel Erdäpfelsalat mit Viener Schnitzel, Weissvurst, Kärntner Chäsnudeln und viele mehr. Auch Anleitungen für die Zubereitung von Marmeladen sind schön beschrieben, mich reizt zum Beispiel das Rezept für ein Holunderblüten-Gelee. Aber Kochrezepte sind nicht alles, was ihr in dem Blog findet. Calla teilt auch ihre Einkaufstipps, Produkttipps (zum Beispiel neue vegane Fertiggerichte, die ihr besonders gut schmecken, oder kurze Beschreibungen zu einem ihrer Lieblingsgemüse), sowie Reisetipps mit veganem Fokus mit ihren LeserInnen. Praktisch ist, dass es eine Suchfunktion gibt, mit der ihr Rezepte zu einem bestimmten Stichwort suchen könnt. Wenn ihr zum Beispiel „Tofu“ eingebt, gelangt ihr schnell zu vielen Rezepten.

Alle Rezepte und Berichte, die ich soweit gelesen habe, fand ich gut geschrieben – man merkt, dass den drei Damen sowohl das Kochen als auch das Schreiben Spaß machen. Irgendwann einmal soll ein Kochbuch daraus werden, und ich bin mir sicher, dass auch das ein voller Erfolg wird. Jetzt seid ihr bestimmt neugierig geworden. Hier geht es zu dem Blog.

Ein Rezept, das ich erst kürzlich nachgekocht habe und mir wahnsinnig gut geschmeckt hat, sind Sobanudeln mit grünen Bohnen und Zucchini-Mandel-Krusteln.

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Rezept für vier Personen

400 g Sobanudeln (japanische Buchweizennudeln)
400 g grüne Bohnen (oder die langen Thaibohnen)
1 kleine Zucchini
1 kleine Karotte
10 Mandeln mit Schale, klein gehackt
Je ein daumengrosses Stück Galgant, Ingwer und Knoblauch
1 Stängel Zitronengras
2 EL Sojasauce
2 EL Reisweinessig
1 TL Ahornsirup
1 TL Currypulver
1 TL Tapiokastärke oder 1 TL Maisstärke
1/8 l klare Gemüsesuppe
Salz für Nudelwasser
3 EL neutrales Pflanzenöl
1 EL Sesamöl (am besten geröstetes)

Bohnen putzen, in reichlich kochendem Salzwasser al dente (bissfest) garen. In einer Schüssel Eiswürfel mit sehr kaltem Wasser mischen, die Bohnen aus dem kochenden Wasser heben und im Eiswasser abschrecken. Das erhält die grüne Farbe. Kochendes Wasser aufbehalten, darin werden am Ende die Sobanudeln gekocht.

Währenddessen Karotten, Galgant, Ingwer und Knoblauch fein hacken, das Zitronengras fein ringeln. Die Zucchini in hauchdünne Viertelscheiben schneiden und die Mandeln mitsamt der Schale grob hacken. Zucchini, Mandeln und ein Viertel des Knoblauchs in einem Esslöffel Öl knusprig braten, herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Das restliche Öl in die Pfanne geben, gut erhitzen, die fein gehackten Aromaten hineingeben und etwa drei Minuten durchrösten. Mit Sojasauce, Gemüsebrühe, Curry, Ahornsirup, Reisessig und der aufgelösten Stärke verbinden. Inzwischen die Sobanudeln nach Anleitung kochen und abgiessen. Die Sauce kurz aufkochen lassen, Bohnen dazugeben und mit einem Esslöffel Sesamöl verfeinern. Mit den Nudeln vermengen, anrichten und mit der Mandel-Zucchinimischung bestreuen.

Guten Appetit!

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Vegan Guerilla – Die Revolution beginnt in der Küche

Jeder von uns kennt sie. Menschen, die man um vier Uhr morgens aus dem Bett läuten kann und die innerhalb kürzester Zeit und unter Berücksichtigung sämtlicher Vorlieben und/oder Allergien aller…

Jeder von uns kennt sie. Menschen, die man um vier Uhr morgens aus dem Bett läuten kann und die innerhalb kürzester Zeit und unter Berücksichtigung sämtlicher Vorlieben und/oder Allergien aller Überraschungsgäste ein Sieben-Gänge-Menü inklusive passender Weinbegleitung auf den Tisch zaubern. KüchengöttInnen. Ich gehöre nicht zu dieser Spezies. Deshalb stapeln sich in meiner kleinen Küche unzählige Kochbücher. Kurz vor Weihnachten hat sich ein neuer Stapel gebildet: Vegane Kochbücher. Über eines davon – Vegan Guerilla – möchte ich gerne meine Gedanken mit euch teilen.

Vegan Guerilla – Die Revolution beginnt in der Küche. Ein Kochbuch, das aus einem privaten Food-Blog entstanden ist. Rezepte, die sich eine Studentin zu ihrem höchstpersönlichen Genuss ausgedacht hat. Bilder, die im eigenen Wohnzimmer ohne viel Chichi geknipst wurden. Ein Buch, das mich sofort angesprochen hat – sympathisch und einladend. Und das noch dazu auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt ist. Herz, was willst du mehr? Die Autorin, Sarah Kaufmann, schreibt in ihrem Vorwort, dass sie die Frage „Vegan – was kannst du denn dann noch essen?“ als Ansporn versteht, alle möglichen Gerichte zu veganisieren und sich neue Rezepte auszudenken. Wunderbar! Denn auch ich stelle mir die Frage „Vegan, was kann ich denn dann eigentlich noch essen?“.

Sarah Kaufmann gibt in ihrem Buch Antworten auf diese Frage. Und was für welche! Bunte, abwechslungsreiche, fantasievolle, das Wasser im Mund zusammenlaufen lassende, leckere Antworten! Von Quinoa-Mango-Seitan-Salat, über Quiche Lorraine und Süßkartoffelburger, bis hin zu Nussecken und Cake Balls findet man in Vegan Guerilla alles, was das vegane Feinschmeckerherz begehrt. Die Autorin hat in ihrem Buch Rezepte veröffentlicht, die leicht nachzukochen sind. Die Zutaten sind in beinahe jedem Super- oder Biomarkt erhältlich, außergewöhnliches Zubehör wird nicht benötigt. Vegan Guerilla ist ein Kochbuch für jedermann. Spaß am Kochen und ein wenig Experimentierfreude vorausgesetzt.

Ich gestehe, ich habe erst ein Rezept ausprobiert. Erdnuss-Bananen-Cookies. Ganz recht, Kekse. Warum? Weil Kekse der Härtetest sind. Suppen, Salate und Hauptspeisen haben mich schon auf den Bildern überzeugt. Aber Kekse! Können vegane Süßspeisen denn wirklich so toll sein? Geht das denn? Wenn es um Süßigkeiten geht, wird der innere Schweinehund laut. Denn daran könnte eine Ernährungsumstellung scheitern. Bei mir zumindest. Wenn also die Kekse überzeugen, kann ja nichts mehr schief gehen. Ich habe sie also nachgebacken. In Mamas Omni-Küche, die eigentlich nicht für veganes Backen ausgerichtet ist. Und siehe da, alles war vorhanden (nur die Erdnüsse musste ich durch Mandeln ersetzen, aber hey, ich bin halt ein Freigeist). Erster Pluspunkt. Der Aufwand hielt sich in Grenzen. Alle Zutaten in einer Schüssel mixen, kleine Fladen formen und ab ins Backrohr damit. Dann noch schnell die Füllcreme rühren, die fertigen Kekse auskühlen lassen, mit der Creme zusammenkleben und draußen kaltstellen. Großartig, so mag ich das. Noch ein Pluspunkt.

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Bild: Nadine

Keine Stunde später waren sie fertig. Meine ersten, selbstgebackenen, veganen Kekse. Doppeldecker-Cookies mit Schoko-Bananen-Cremefüllung. Schon während des Zusammenklebens haben die Herren des Hauses heimlich Kekshälften stibitzt. Natürlich nur, um ihrer Aufgabe als Geschmacksjuroren ordentlich nachkommen zu können. Und sie waren sich einig: Die besten Après-Christmas-Cookies überhaupt. Eine Küchengöttin bin ich zwar noch immer nicht, aber mit Vegan Guerilla bin ich dem Küchenolymp schon einen Schritt näher.

Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr Vegan Guerilla direkt über compassion media bestellen. Sarahs Blog mit vielen tollen Rezepten findet ihr hier: Vegan Guerilla

Der innere Schweinehund liegt übrigens satt in einer Ecke und träumt von veganem Schokomousse. Das steht nämlich als nächstes auf meiner „To-Cook-List“. Darüber und über meine vegane Probezeit im Jänner werde ich aber ein anderes Mal berichten.

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Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto

Ich liebe Risotto – in verschiedensten Variationen. Ob hell oder tomatig, mit Gemüsearten die es in der jeweiligen Jahreszeit gibt, zum Beispiel Spargelrisotto, Tomaten-Zucchini-Risotto, Kürbisrisotto. Heute will ich euch einen…

Ich liebe Risotto – in verschiedensten Variationen. Ob hell oder tomatig, mit Gemüsearten die es in der jeweiligen Jahreszeit gibt, zum Beispiel Spargelrisotto, Tomaten-Zucchini-Risotto, Kürbisrisotto. Heute will ich euch einen meiner persönlichen Favoriten vorstellen – Fenchelrisotto. Früher konnte ich mit Fenchel wenig anfangen, als Tee so gar nicht mein Fall und das Gemüse habe ich erst gar nicht gekauft weil ja fenchelig. Durch Zufall hat dann mein Freund CJ, der gerne isst, selten selbst kocht, doch des Öfteren einkauft, ein paar dieser Fenchelknollen angeschleppt. Ich: „Fenchel? Wieso hast du den gekauft? Was soll ich damit kochen?“ Er: „Den gab’s gerade frisch, sah so schön knackig aus, kann man sicher irgendwie essen und verkochen, zum Beispiel einfach in der Pfanne anrösten… Dir wird schon was einfallen!“

Die Internet-Recherche zum Thema Fenchel ergab dann nicht nur, dass es sich um ein überaus gesundes Gemüse handelt, geradezu ein Lebenselixier – wenig Kalorien, viele Vitamine, vor allem A, B und C, sowie Folsäure, Magnesium und Kalzium -, sondern auch ein vielversprechendes Rezept namens Fenchelrisotto. Sogleich ging’s ans Kochen, diesmal gemeinsam. CJ, der Einkäufer, sollte nicht nur später Esser sein, sondern ausnahmsweise auch Mit-Kocher. Wobei, wie schon des Öfteren festgestellt, muss kochen mit dem Partner nicht unbedingt harmonisch verlaufen, zumindest nicht dann, wenn jeder seine eigene Ansicht hat. Bei Banalitäten angefangen, zum Beispiel wie groß die Zwiebel geschnitten werden sollte (pragmatischer Ansatz vs. detailverliebt) und wann das Gericht fertig ist (am verhungern vs. Reis ist keine Pasta und sollte daher nicht al dente sondern als Risotto-Reis weicher sein). So oder so, über das Ergebnis waren wir einer Meinung, ja wir sind richtiggehend darüber hergefallen – so ein dezent feiner Geschmack. In weiteren Kochversuchen habe ich das Rezept noch etwas verfeinert und diversen Besuchern kredenzt – die meisten Menschen essen gerne Pasta oder Reis. Dieses Risotto ist einfach zuzubereiten, sieht gut aus am Teller mit ein paar grünen Fenchelspitzen verziert und schmeckt einfach genial!

Jetzt will ich euch das Rezept (laktosefrei, eifrei, glutenfrei) nicht weiter vorenthalten:

Zutaten für vier Personen

500g Fenchel
2 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Etwas Olivenöl
350g Arborio-Reis (Es geht aber auch anderer Rundkornreis, z.B. der für Milchreis verwendet wird – sind etwas kleinere Körner, aber passt auch gut)
1l Gemüsebrühe
125ml Weißwein zum Kochen (der Rest zum Trinken)
Salz, Pfeffer, Weißwein/Zitronensaft, gegebenenfalls Kurkuma
Wahlweise Hefeflocken oder geriebene Cashewnüsse

Zubereitung

1. Vorbereitungsphase: Wir schälen Zwiebel und Knoblauch und scheiden diese in kleine Stücke. Die Fenchelknollen schneiden wir in größere Stücke und legen die grünen Spitzen zum Garnieren beiseite. Auch die Gemüsebrühe kann vorbereitet werden. Falls es Mit-Kocher gibt, können diese einfachen Aufgaben weitergegeben werden.
2. Hauptphase: Hier kann ein paralleler Koch-Ansatz gewählt werden:
2.1. In einem Kochtopf wird zuerst in etwas Olivenöl ganz kurz der Reis angeröstet, danach mit der Gemüsebrühe aufgegossen. Schnell noch ein paar Gewürze wie Salz und Pfeffer dazugeben. Für die Optik, sollte eine gelbliche Färbung des Reises bevorzugt werden, kann 1 TL Kurkuma zugegeben werden. Deckel drauf und hin und wieder umrühren. Sobald die Reiskörner anfangen zu quellen nach Belieben einen Schuss Weißwein dazugeben oder, falls kein Alkohol verwendet werden soll, für den Geschmack etwas Zitronensaft, mehr Gemüsebrühe oder einfach etwas Wasser nehmen. Nicht vergessen zur Einstimmung auch schon mal ein Glas Weißwein beim Kochen mitzutrinken!
2.2. Während der Reis kocht, in einer Pfanne mit etwas Olivenöl zuerst die Zwiebel anschwitzen. Sobald sie glasig werden den gehackten Knoblauch und die Fenchelstücke dazugeben und mitrösten – man kann auch den Deckel draufgeben und dünsten lassen und bevor es anbrennt mit etwas Wasser ablöschen. Der Fenchel sollte weich, aber nicht patzig werden.
3. Vollendungsphase: Wenn der Reis fertig ist, mit dem Fenchel-Zwiebel-Knoblauch vermengen. Fertig!
4. Genussphase: Auf den Tellern portionsweise anrichten, als Garnierung können die grünen Fenchelspitzen verwendet werden. Alternativ sieht auch etwas Rucola nett aus. Als Ersatz für geriebenen Parmesan können Hefeflocken (zum Beispiel von Naturata, diese enthalten B-Vitamine und schmecken würzig, wenn man mal auf den Geschmack gekommen ist, sehr lecker!) oder geriebene Cashew- oder sonstige Nüsse verwendet werden. Dazu passt auch gut ein Salat, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Einen guten Appetit!

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Maronisuppe à la Larimar

„Das Rezept muss ich haben!“ Nicht immer sind wir uns so einig wie diesmal. In diesem Fall war es aber eindeutig: Wir  wollten es, beide! Das Rezept für die Maronisuppe,…

„Das Rezept muss ich haben!“ Nicht immer sind wir uns so einig wie diesmal. In diesem Fall war es aber eindeutig: Wir  wollten es, beide! Das Rezept für die Maronisuppe, die uns hier im Hotel Spa Larimar aufgetischt wurde und die jetzt unsere beiden Gaumen erfreute. Eine Mischung aus salzig mit genau der richtigen Prise süß erinnert an Wintertage vor dem heißen Backrohr, in dem die Kastanien bräunten und den typischen Maroniduft verströmten, bevor sie gemeinsam mit den Lieben geknackt wurden.

Dass wir das Rezept dann tatsächlich bekommen haben, hätten wir uns jedoch nicht gedacht. Schließlich wollen die meisten Küchenchefs ihre Geheimnisse lieber für sich behalten. Und tatsächlich ist das Rezept, das wir schließlich in Händen hielten, doch etwas anders als das, was uns aufgetischt wurde. Jedoch nicht weniger verführerisch.

Nachdem ich aber ein Fan des Minimalistischen und Einfachen bin, habe ich beim Nachkochen des Ursprungs-Rezepts einiges ausgelassen. Und siehe da: Auf meinem Teller landete genau die Suppe, die uns im Larimar so verzaubert hatte. Also, schwingt den Zauberstab – ähm, Kochlöffel – und macht es nach. Dass ihr damit so ziemlich jeden beeindrucken und um den Finger wickeln könnt, kann ich (fast) garantieren!

Zutaten

1 Zwiebel
250g Kastanien geschält oder Kastanienpüree
0,25 l Gemüsesuppe
1/8 l Weißwein
1/8 l Noilly Prat (= französischer Wermut. Als Ersatz kann Martini extra dry hergenommen werden. Man kann die Suppe auch ohne Noilly Prat zubereiten, lässt sich dabei aber etwas entgehen!)
5 dag Margarine
Salz, Pfeffer, Muskatnuss nach Belieben
Für die abgewandelte Form des Rezepts braucht man noch Schlagobersersatz und 2 EL Maisstärke

Zubereitung

Margarine schmelzen, die Zwiebel klein hacken und mit den Maroni anrösten. Eine Prise Zucker hinzu geben, verrühren und mit dem Alkohol ablöschen. Diesen komplett verkochen lassen (Achtung: Besser auf kleiner Flamme, sodass nichts anbrennt), erst dann die Gemüsebrühe dazu geben.

Alles rund 30 Minuten weich kochen, danach mit dem Stabmixer gut vermischen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss verfeinern. Wer lieber die Schlagobers-Variante macht, gießt das Ganze nach dem Mischen mit dem Stabmixer mit letzterer auf und bindet die Suppe mit Maisstärke. Wie gesagt: Auch diese Variante ist köstlich, aber ich bevorzuge doch das „Original“.

Voilà, fertig ist das Meisterwerk!

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