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Schlagwort: Motivation

Seele 2.0 – Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Wir fangen sehr früh an, nicht unser Leben zu leben – zum Beispiel in der Schule. Hier eine kleine Tiergeschichte, die mir heute durch den Kopf ging: Eines Tages versammelten…

Wir fangen sehr früh an, nicht unser Leben zu leben – zum Beispiel in der Schule. Hier eine kleine Tiergeschichte, die mir heute durch den Kopf ging:

Eines Tages versammelten sich ein Kaninchen, ein Vogel, ein Eichhörnchen, ein Fisch und ein Aal im Wald. Sie beschlossen, eine Schule zu gründen und bildeten einen Schulrat. Das Kaninchen forderte, dass Schnelllauf in den Lehrplan aufgenommen werden müsse; der Vogel bestand darauf, dass Fliegen zum Lehrplan gehöre; der Fisch meinte, Schwimmen wäre wichtig; das Eichhörnchen sagte, dass senkrechtes Bäume erklettern ein absolut notwendiger Bestandteil des Lehrplans sei, und der Aal bestand auf “Löcher in die Erde bohren“. Sie nahmen alle diese Fächer in den Lehrplan auf und erklärten es zur Regel, dass jedes Tier alle Fächer belegen müsse. Obwohl das Kaninchen eine Eins im Schnelllauf bekam, stellte es sich heraus, dass es mit dem “Senkrecht auf Bäume klettern” ernsthafte Probleme hatte. Es fiel immer hintenüber. Nach kurzer Zeit war es von den vielen Gehirnerschütterungen geistig nicht mehr auf der Höhe und konnte nicht mehr so schnell laufen. Anstatt einer Eins bekam es jetzt eine Vier im Laufen und natürlich nach wie vor eine Sechs im senkrechten Bäumeklettern. Der Vogel war ausgezeichnet im Fliegen, aber wenn es darum ging, Löcher in die Erde zu bohren, war er gar nicht gut, er brach sich immer den Schnabel und die Flügel. Bald bekam er nur noch die Note drei im Fliegen, eine Sechs im “Löcher in die Erde bohren”, und beim Schwimmen erging es ihm ganz schlecht. Der Aal ging als Klassenbester hervor, weil er alles halbwegs richtig machte. Und die Erzieher waren alle zufrieden, weil jeder sämtliche Fächer belegt hatte. Sie nannten es Allgemeinbildung.

Wir lachen vielleicht über diese Geschichte, aber so sieht es aus. Wir versuchen tatsächlich, jeden Menschen dem anderen gleich zu machen und zerstören damit die Möglichkeit jedes Einzelnen, wirklich er selbst zu sein.

Was tut es mit unserer Psyche?

1. Wir lernen, nicht aufzufallen

Weil man so am besten durch die Schuljahre kommt, lernen wir, uns den anderen anzupassen und nicht aufzufallen. Kleidung, Frisuren, Lieblingsmusik. Wer anders ist, wird schnell zum Außenseiter. Außergewöhnlich zu sein ist hart, erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Sich anzupassen scheint die leichtere Strategie zu sein. Mit einer Ausnahme: Wenn ich mich anpasse, muss ich diese angepasste Form dauerhaft aufrecht erhalten, und das kostet mich enorme Energie. Energie, die ich jeden Tag nur dafür aufwende, mich anzupassen.

2. Wir verlernen, eigene Lösungen zu suchen

Weil wir in der Schule lernen, dass es nur eine richtige Lösung gibt, suchen wir im Leben auch DIE Lösung. Dabei ist die Zahl der Möglichkeiten, unsere Themen und Probleme im Leben anzugehen, schier unerschöpflich – jeder kann die gleiche Frage anders beantworten.

3. Wir versuchen, zu gefallen

Unsere Eltern, unsere Lehrer und andere Personen, die Einfluss auf uns haben, prägen unsere Glaubenssätze. „Das ist nichts für Mädchen!“, „An deiner Stelle würde ich lieber Jura studieren!“ – kennst du solche Sprüche? Wie programmiert und ferngesteuert, laufen wir dann zum Teil jahrelang in eine Richtung und wundern uns irgendwann mit Ende 30, wofür das gut ist.

Lebst du DEIN Leben?

Sich zu entfalten, aufzublühen und sein Potenzial auszuschöpfen klingt so einfach. Ich habe Riesenrespekt vor jedem Menschen, der den Mut hat, sich auf die Suche nach seinen eigenen Schätze zu machen und diese der Welt zu zeigen. Die bekanntesten solcher Menschen sind Künstler – dort gilt Unangepasstheit auch als ein Muss. Manche der modernen Unternehmer gelten ebenfalls als Exzentriker und fahren gut damit, ein klares und scharfes Profil zu haben.

Lebst du DEIN Leben? Wie wirst du diese Frage am Ende deines Lebens beantworten? Eine australische Krankenschwester – Bronnie Ware – hat Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens begleitet. Die Menschen, die sie trifft, stellen viel zu oft fest, dass sie ihre eigenen Wünsche hinten angestellt und zu viel gearbeitet haben, dass sie sich zu wenig Zeit für Familie und Freunde genommen und – vor allem – sich nicht erlaubt haben, glücklich zu sein. Ich kann diese Erkenntnisse nicht oft genug zitieren. Auch für mich selbst ist es eine gute Erinnerung an das, worauf es wirklich ankommt, wenn wir mit einem Lächeln aus dem Leben treten wollen. Für sich selbst hat Bronnie Ware nach diesen Erfahrungen entschieden, dass sie nur noch das macht, was sie wirklich will.

Und dafür muss man sich selbt erstmal kennenlernen, oder? Viel Spaß dabei!

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Seele 2.0 – Zehn Gewohnheiten von emotional resilienten Menschen

Stau, Stress, schlechtes Wetter. Den einen ärgert es total, der andere geht mit Leichtigkeit darüber hinweg. Woran liegt es, dass wir so unterschiedlich auf Stressfaktoren reagieren? Natürlich spielt unser angeborener Charakter…

Stau, Stress, schlechtes Wetter. Den einen ärgert es total, der andere geht mit Leichtigkeit darüber hinweg. Woran liegt es, dass wir so unterschiedlich auf Stressfaktoren reagieren? Natürlich spielt unser angeborener Charakter eine Rolle. Du kannst dir aber ein paar Gewohnheiten zulegen, die es dir leichter machen, mit Stressfaktoren aller Art leichter umzugehen.

Gewohnheiten sind kleine vollautomatische Aktionen, die wir ausführen, ohne viel darüber nachzudenken. Sie erleichtern uns in vielen Bereichen das Leben. Gleichzeitig führen manche Gewohnheiten dazu, dass wir auf bestimmte Reize immer gleich reagieren. So kann es sein, dass du vom Typ her gar nicht so stressanfällig bist, dir aber irgendwann ein Muster angeeignet hast, schnell und empfindlich zu reagieren.

Fange heute noch an, dir ein paar neue Gewohnheiten zuzulegen – wähle deine Favoriten aus der Liste!

1. Warte auf die richtige Reaktion

Etwas passiert, ein Reiz erreicht deinen Hirn und sagt: „Reagiere auf mich!“ Deine Gewohnheiten und deine Muster sind sofort bereit und fragen „Same procedure as last year?“. Und ja, es ist energieeffizienter, in Mustern zu antworten. Bloß nicht immer gut für unsere Gefühlslage und unsere Gesundheit. Wenn dich also jemand oder etwas ärgert, reizt und stresst, kontrolliere den ersten Impuls und lasse nicht zu, dass deine Gewohnheiten die Macht übernehmen. Atme einmal tief durch und frage dich: Was ist jetzt die beste Handlung im Sinne meiner Absichten und Interessen? Worauf möchte ich meine Energie verwenden?

2. Halte Unangenehmes aus

Wenn wir hungrig sind, sehr hungrig, dürfen wir auf keinen Fall eine Restaurantkarte in die Hände bekommen. Oder einkaufen gehen. Wir bestellen oder kaufen viel zu viel, oft auch unnütze Sachen. Mache es zu einer Gewohnheit, etwas Unangenehmes wie Hunger, Ärger oder Frust zu tolerieren. Führe ein Tagebuch, schreibe dort jedes Mal auf, welche Gedanken dir in solchen Momenten kommen.

3. Erweitere deine Perspektiven

Manche Dinge passieren FÜR dich, und nicht dir. Was jetzt gerade unerträglich erscheint, mag in Zukunft ein Riesenvorteil werden. Aus welcher Perspektive kannst du auf deine Situation schauen, um deine Lage in einem anderen Licht zu sehen?

4. Praktiziere Akzeptanz

Eine sehr nützliche Gewohnheit: Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Akzeptieren heißt, dass du nicht aufgibst und die Kontrolle nicht an den Stress abgibst. Vertraue dir, dass du in jeder Situation die Kraft findest, noch einmal aufzustehen.

5. Denke an die Macht der Zeit

Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Was jetzt gerade furchtbar bremst und nervt oder weh tut, macht dich stärker und wird dir aus der Zukunft nicht so schlimm erscheinen. Gewöhne dich daran, dir Zeit zu geben.

6. Verlange nicht von dir, die Antworten immer parat zu haben

Wir sind es gewohnt, dass wir Rede und Antwort stehen müssen. Kommt es zu wichtigen Lebensfragen, verlangen wir von uns selbst, dass wir die richtigen Antworten sofort finden. Wir vergessen, dass die richtigen Antworten immer dann zu uns kommen, wenn wir dafür bereit sind. Und dass es ok ist, wenn man nicht alles sofort weiß.

7. Sorge für dich

Finde täglich Zeit, für dich selbst zu sorgen. Fange gar nicht erst an, mit dir selbst zu verhandeln – die Zeit ist immer da, du musst sie dir nur nehmen. Trinke eine Tasse Tee (achtsam, in Ruhe), mache einen Spaziergang, creme dich ein und gehe eine Stunde früher ins Bett.

8. Lache dich gesund

Mache es zu einer Gewohnheit, über etwas zu lachen. Zum Beispiel immer, bevor du einen Kunden anrufen musst oder nach einem unangenehmen Vorfall. Lass dich von Videos mit tollpatschigen Tieren in die Leichtigkeit entführen oder lese ein paar Witze.

9. Sei glücklich, statt Recht zu haben

In jedem Gespräch kannst du wählen, was dir wichtiger ist: Dein Stolz oder die Beziehung. Mache es dir zu einer Gewohnheit, kurz abzuwägen, ob es dir wirklich Wert ist, Recht zu haben.

10. Stärke die Stärken

Denke nicht an die Fehler, die du hast, nicht an die Macken und nicht an Probleme. Frage dich, was du heute richtig machen kannst, was dir Spaß macht und wovon du mehr haben willst. Da, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, davon wirst du mehr im Leben haben.

Kennst du andere gute Gewohnheiten? Teile diese gerne hier mit uns, denn von entspannten Menschen profitieren wir alle zusammen!

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Seele 2.0 – Bauanleitung für deine Wunschwelt in drei Schritten

„Was du willst ist, was du kriegst“, sagte einst mein Freund. Und überall, wo ich diesen Spruch bringe, entsteht ein Gespräch. Manchmal eine Diskussion, teilweise auch Streit. Können wir uns…

„Was du willst ist, was du kriegst“, sagte einst mein Freund. Und überall, wo ich diesen Spruch bringe, entsteht ein Gespräch. Manchmal eine Diskussion, teilweise auch Streit.

Können wir uns wirklich unsere Wunschwelt herbeizaubern?

Lasst uns nachsehen. An einem Tag prallen mehrere Milliarden Eindrücke und Fakten auf uns ein. Allein das Wetter besteht schon aus einem komplexen Konstrukt von Luftdruck, Feuchtigkeit, Temperatur und Luftbewegung. Dann all die Menschen und Medien, die um uns herum sind. Und dann noch unsere eigenen Gedanken. Kein Lebewesen würde das je überleben!

Unser Gehirn ist ein Sieb

Unser Gehirn hat eine Strategie entwickelt, mit dieser Menge an Informationen umzugehen: Es verwirft 99 Prozent davon. Alles, was nicht relevant ist und nicht verarbeitet werden kann, wird wieder aussortiert und dringt gar nicht erst in unser Bewusstsein ein. Wenn du dich also nicht ganz speziell für den heutigen Luftdruck interessierst, wird dieser Datenmüll bleiben, wo er hingehört.

Konstruktionsmechanismus

Eine andere faszinierende Fähigkeit unseres Gehirns besteht darin, aus wenig und aus unvollständiger Information ein komplettes Bild zu erzeugen, welches es uns erlaubt, Entscheidungen zu treffen oder uns im Raum zu bewegen. So können wir zum Beispiel auf Basis von Licht, Schatten und Geräuschen gut vorhersehen, wie ein Weg weiter geht, den wir nicht sehen, weil er hinter einer Kurve liegt. Wir erstellen für räumliche Orientierung eine sogenannte kognitive Karte, und wenn man dich jetzt bitten würde, eine Skizze von deinem jetzigen Ort oder von deinem letzten Urlaubsort zu erstellen, dann wärst du dazu in der Lage, mit mehr oder weniger Detailtiefe. Hierzu später mehr.

Bau dir eine Welt, wie sie dir gefällt

Jetzt stell dir vor, Tausende von Menschen gehen jeden Tag über dieselbe Kreuzung. Sehen alle das Gleiche? Messen alle dieser Kreuzung dieselbe Bedeutung bei? Wohl kaum! Zum einen siebt das Gehirn jedes Passanten all das aus, was nicht relevant ist, zum anderen werden bei jedem Menschen andere Details hinzu konstruiert, damit er sich in seiner Welt, auf seiner Mission, gut zurecht findet.

Wie kannst du dir nun eine Welt bauen, wie sie dir gefällt? Hole dir ruhig viel weißes Papier und bunte Stifte, wir können ja ein paar Minuten zusammen bauen, dann machst du selbst weiter, ok?

Als Schritt Nummer eins schlage ich vor, du bestimmst, was es in deiner Welt oft und viel gibt. Sonne, Obst, grüne Elektroautos – was fällt dir ein? Viele lächelnde Menschen? Viele zwitschernde Vögel? Wellenrauschen? Berggipfel? Kinder? Kühe? Schokolade? Notiere einfach alles, was dir in den Sinn kommt.

Schritt Nummer zwei: Markiere alles, was aus dieser Sammlung jetzt schon da ist. Einfach um zu sehen, zu wie viel Prozent deine jetzige Welt schon deiner Wunschwelt entspricht. Erledigt? Auf welchen Wert bist du gekommen? Egal, wie viel du bereits gefunden hast, stehe gern auf und haue dir die Fäuste in die Brust, als wärest du King Kong. Feiere dich als Frau oder Herr deines Lebens!

Schritt Nummer drei: Gehe suchen! Mit der kognitiven Karte deiner Wunschwelt unterwegs zu sein, ist wie die Stadt um dich herum neu entdecken! Oder weißt du, wie es im zweiten Stockwerk der Häuser in der Fußgängerzone aussieht? Viele verborgenen Schätze sind um uns herum positioniert, wir nehmen sie bloß nicht wahr, weil unser Hirn sie gemäß der vorherigen kognitiven Landkarte als nicht relevant aussortiert hat.

Zauber der Wahrnehmung

Eine fantastische Funktion unseres Gehirns solltest du noch kennen: Es kann zwischen real und ausgedacht nicht unterscheiden. Das ist der Grund, warum wir uns vor den Thrillern gruseln und richtig hohen Puls kriegen, wo doch die Monster nur in einem Flachbildschirm stecken. Nun gib dir selbst eine Einschätzung: Wie viel Potenzial steckt in deiner Wunschwelt-Karte? Kann diese dir so viel Inspiration und „gute Monster“ schicken, dass du den ganzen Tag am lächeln bist? Ist dein Vorstellungsvermögen schon erwachsen genug, sich die Wunschwelt in allen Farben und Geschmacksrichtungen zusammen zu stellen?

Wiederhole Schritte eins bis drei immer wieder, bis du dich daran gewöhnt hast, Dinge zu sehen, die du sehen willst. Du wirst dich wundern, wie schnell dein Gehirn sich darauf umstellt und dich von unnützen Informationen abschirmt. Und sollte es bei dir gut funktionieren, helfe auch anderen um dich herum, sich ihre Wunschwelt zu erschaffen!

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Seele 2.0 – Welcher Genusstyp bist du? (mit Test)

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen…

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen kannst und kannst mit Hilfe eines Tests prüfen, welcher Genusstyp du bist.

Was ist Genussfähigkeit?

Der Ausdruck Genuss bezeichnet die Freude an Empfindungen und das gute Gefühl, das sich dabei einstellt. Bei Tisch sehr Wohlschmeckendes zu essen oder zu trinken, bei musischen und intellektuellen Erlebnissen wie

  • dem Lesen eines guten Buches
  • dem Musik hören oder selbst Musizieren
  • künstlerischer oder kreativer Betätigung
  • dem erfolgreichen Lernen und Lehren
  • persönlichem, beruflichem oder sportlichem Erfolg

 

in der Begegnung mit Anderen, etwa durch

  • soziales Wirken
  • das Pflegen von Freundschaften
  • Liebeserlebnisse

 

Grundvoraussetzung für den Genuss ist die Fähigkeit und Bereitschaft zu bewusstem Erleben mit allen Sinnen. Genießen ist: Wenn die Mundwinkel die Ohren suchen! Wer bewusst durchs Leben geht und genießt, ist Profi in Sachen Gesundheit. Denn durch das Genießen erreichen wir vor allem eins: Wir konzentrieren uns auf unsere Sinne und lassen das laute Hirn in die zweite Reihe rücken. Dadurch bekommen wir Nähe zu uns selbst und zu unserer Umwelt. Als Folge erleben wir mehr innere Balance, mehr Erholung und Entspannung. Und wer so entspannt ist, ist auch für die Menschen um einen herum eine attraktivere Persönlichkeit und ist selten allein. Das alles zusammen führt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zu einer nachhaltig starken Psyche.

Gute Gefühle, die durch das Genießen entstehen…
…stärken Willenskraft und Motivation
…sichern den Erfolg bei jeder Verhaltensänderung
…helfen beim Lernen von neuen Fähigkeiten
…verbessern das Gedächtnis und halten geistig fit
…erhöhen die Leistungsfähigkeit
…beugen Stress und Burnout vor
…fördern das Wohlbefinden
…schützen die psychische Gesundheit

Genussfähigkeit kann man trainieren

Genießen geht nicht auf Kommando, man muss sich schon ein wenig vorbeireiten. Schritt Nummer Eins: Reizreduktion. Wer gleichzeitig ein Fünf-Gänge-Menü isst und Facebook verfolgt, kann sich weder um die eine noch um die andere Aktivität genüsslich kümmern. Schritt Nummer Zwei: Lernen, die Kleinigkeiten im Leben zu sehen (hier hilft Achtsamkeit) und mit Freude anzuerkennen (hier hilft Dankbarkeit). Genussfähigkeit ist demnach eine richtige Kompetenz, die man nach und nach erlernt. Welcher Typ du heute bereits bist, kannst du weiter unten in einem kurzen Test feststellen.

Nur wer genießt, ist genießbar!

In vielen Sprichwörtern steckt eine gewaltige Portion Wahrheit, so auch in dem Spruch „Nur wer genießt, ist genießbar“. Manchmal hängt dieser Spruch in den Firmenkantinen an der Wand und erinnert uns, dass wir hier nicht nur zum Kalorien aufnehmen sind. Und wenn man sich bei einem Klassik-Konzert die verschiedenen Gesichter der Zuhörer anschaut, entwickelt man auch spontan Sympatien mit denjenigen, die fröhlich lächeln oder aufmerksam dem Spannungsbogen des Musikstücks folgen. Genießer erkennt man oft daran, dass sie eine Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlen und viel über die Welt zu erzählen haben, und mit solchen Menschen umgibt man sich lieber, als mit unzufriedenen Nörglern.

Genießen braucht Zeit

Mal eben schnell einen Genuss in die Agenda hineinschieben geht nicht. Gepaart mit der oben erwähnten Vorbereitung braucht der Genussmoment die Sicherheit, dass kein Zeitdruck herrscht. Am besten stellt man mögliche Störungsquellen aus und widmet sich ganz und gar dem Moment.

Mache den Test!

Welcher Genusstyp bist du? Andrea Wicho hat einen kurzen Test zusammengestellt, der dir hilft, das herauszufinden.

1. „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ – Was meinst du dazu?
Ein wahres Wort. (C)
Ich warte doch nicht bis zuletzt. Ich lache immer als Erster. (A)
Also mir ist es lieber, wenn alle gemeinsam lachen. (B)
Egal, ob man zuletzt lacht, man muss auf jeden Fall am lautesten von allen lachen. (D)

2. Angenommen, du wärst alleine im Urlaub. Was könnte dich am stärksten reizen?
Ein erotisches Abenteuer. (D)
Sport oder Kultur. (C)
Das Nachtleben: Jubel, Trubel, Geselligkeit. (A)
Der pure Erholungswert, Abschalten vom Alltag. (B)

3. „Kein Genuss ohne Reue.“ – Was meinst du dazu?
Na ja, das gehört halt dazu. (B)
Ich bin für jedweden Genuss, aber ohne jegliche Reue. (D)
Besser, man denkt schon vorher nach, bevor man nachher etwas bereuen könnte. (C)
Wenn’s ein besonders toller Genuss ist, kann man ja sein Gewissen vorübergehend auf Urlaub schicken (A)

4. Am besten arbeite ich, wenn…
…der Leistungsdruck enorm ist. (D)
…ich mich intellektuell von einer Fragestellung herausgefordert fühle. (A)
…ich von der Sinnhaftigkeit der Aufgabe überzeugt bin. (C)
…ich genügend Zeit zur Verfügung habe. (B)

5. Wofür nützt du eine kurze Arbeitspause am liebsten?
Zum Kaffeetrinken und Tratschen. (A)
Den Kopf zu klären und sich bereit für Neues zu machen. (C)
Zum Rauchen, Trinken, Essen, Spielen. (D)
Ich rufe zuhause an. (B)

6. Wann gehst du am ehesten mit dem Kopf durch die Wand? Wenn…
…mich überschäumende Energie vorwärts treibt. (D)
…die Wand aus Papier besteht. (C)
…ich unbedingt wissen will, was dahinter liegt. (A)
…es räumlich keinen anderen Weg zu geben scheint. (B)

7. An einem Menschen magst du am wenigsten, wenn er…
…rücksichtslos eigene Interessen durchsetzt. (B)
…faul und inaktiv ist und immer einen Ansporn braucht. (D)
…sich für nichts interessiert und deshalb langweilig ist. (A)
…kein Ziel hat und nur die Zeit totschlägt. (C)

8. Welches der nachstehenden Dinge wäre für dich der schönste Genuss?
Eine aufregende Reise. (A)
Ein nahezu orgiastischer Exzess. (D)
Meditative Erleuchtung. (C)
Erwiderte Liebe. (B)

9. Welchem Spruch über Zeit stimmst du am ehesten zu?
Seneca: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (C)
Da Vinci: „Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.“ (B)
Joubert: „Die Zeit ist Bewegung im Raum.“ (D)
Heine: „Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.“ (A)

Auswertung

Typ A, B, C oder D? Welchen Buchstaben hast du am häufigsten ausgewählt? Hast du bei mehreren Buchstaben etwa gleich hohe Werte, dann bist du ein Mischtyp. Lese dann bitte bei allen in Frage kommenden Buchstaben nach.

Typ A: Auf ständiger Jagd nach Anerkennung

Durch deinen Kopf geistern unzählige Ideen, die sofort umgesetzt werden wollen. Als rastlose Natur bist du ständig unterwegs und bei jedem angesagten Event dabei. Du genießt es, wenn du im Mittelpunkt stehst und mit möglichst verschiedenen Charakteren über Gott und die Welt plaudern kannst. Wenn sich ein andächtiges Publikum an deinen geistreichen Bemerkungen ergötzt und dir durch bewundernde Blicke und anerkennende Worte signalisiert, wie toll und einzigartig du bist. Es fällt dir aber nicht leicht, solch befriedigende Augenblicke festzuhalten und voll auszukosten: Du bist ja schon wieder auf dem Sprung!

Typ B: Harmonie schenkt Kraft

Du nimmst das Leben, wie es gerade kommt. Du willst mit anderen Menschen in Harmonie leben und ordnest dich deshalb bereitwillig den Wünschen anderer unter. Du genießt es, wenn es deinen Lieben gut geht und das Leben rundherum möglichst reibungslos und ohne Konflikte verläuft. Dein Genuss liegt im beschaulichen Auskosten des Augenblicks, in dem die Welt still zu stehen und ewige Harmonie zu herrschen scheint. Aus dieser Ruhe schöpfst du enorme Kraft und die Bereitschaft, weiterhin für andere da zu sein. Dies nützt aber mancher weidlich aus. Wie wäre es hin und wieder mit etwas mehr Egoismus?

Typ C: Genuss mit Maß und Ziel

Die Zeit ist für dich viel zu kostbar, um sie zu sinnlos verschwenden. Wertvoll ist für dich, was einen Nutzen hat. Was dich weiterbringt, wodurch du Erfahrungen sammelst. Zuerst muss alles erledigt werden, was wichtig ist: Zeit für Genuss bleibt auch noch später. Hast du dein Tagewerk aber vollbracht, gestattest du dir durchaus kurze Momente des Innehaltens, schauen in dich selbst hinein und genießt das beruhigende Gefühl, mit sich eins zu werden und dein persönliches Ziel erreicht zu haben. In manch einem dieser raren Genussmomente könnte aber die leise Sehnsucht erwachen, diese schönen Augenblicke mit anderen teilen zu wollen.

Typ D: Der Genuss liegt im Exzess

Deine größte Angst ist, etwas zu versäumen. Deshalb muss alles möglichst schnell gehen, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Du willst dich spüren und stürzt dich energiegeladen auf jede neue Herausforderung, testest dabei oft deine persönlichen Grenzen. Genuss bedeutet für dich die spannende Begegnung mit dem Außergewöhnlichen, ein orgiastisches Erlebnis der Extraklasse, das konventionelle Grenzen überschreitet und dich in sinnliche Dimensionen außerhalb von Raum und Zeit befördert. Prinzipiell gibst du dich nicht mit halben Genüssen zufrieden, du willst alles. Vorsicht, darin liegt ein gewisses Suchtpotenzial!

Was immer du jetzt herausgefunden hast, nimm dir etwas Zeit zu überlegen, was du damit machen willst: Soll es so bleiben? Möchtest du es ändern?

Drei Hauptbotschaften aus diesem Artikel

1. Jeder von uns genießt auf eine andere Art und Weise
2. Genießen braucht Vorbereitung und Zeit
3. Genussfähigkeit ist eine Ressource, die kleine Wunder für deine psychische und physische Gesundheit bewirken kann

In diesem Sinne wünsche ich dir eine genussvolle Zeit!

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Seele 2.0 – Welchen Wolf fütterst du?

Zu Beginn eine kurze Übung. Spüre in dich hinein – wie fühlst du dich jetzt? Aufgeregt oder gelangweilt? Satt oder hungrig? Ist dir warm oder kalt? Hast du Ruhe oder bist…

Zu Beginn eine kurze Übung. Spüre in dich hinein – wie fühlst du dich jetzt? Aufgeregt oder gelangweilt? Satt oder hungrig? Ist dir warm oder kalt? Hast du Ruhe oder bist du in Eile? Schließe kurz die Augen und spüre das.

Und nun eine Frage. Denkst du, dass du selbst dafür verantwortlich bist, wie du dich fühlst? Glaubst du, dass du selbst zu 100 Prozent beeinflussen kannst, wie es dir geht? Denke kurz nach – schreibe deine Antwort gern auf.

Die Wölfe in deinem Herzen

Eine Indianerweisheit sagt, in unseren Herzen tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Ärger, Neid, Eifersucht, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst. Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit. Willst du wissen, welcher der beiden Wölfe gewinnt? Die Antwort ist einfach. Es gewinnt der Wolf, den du fütterst.

Wie du dich fühlst, ist deine Entscheidung

Viele Menschen denken, dass Gefühle entstehen, weil uns etwas passiert. Ich bin zum Beispiel unzufrieden, wenn der Bus nicht pünktlich kommt und ich im Regen stehe. Oder ich fühle mich verärgert, weil meine Tochter nicht anruft. Doch unsere Gefühle entstehen vielmehr durch unsere Bewertung der Situation, in der wir uns befinden, und durch unsere Gedanken.

Das bedeutet, in gleicher Situation können zwei verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Gefühle bekommen. Der Bus kommt nicht und ich werde gerade nass im Regen? „Toll!“, denkt der Teenager, der heute verspätet nach Hause kommen wird. „Dann werde ich von meiner Mutter nicht so ausgeschimpft, denn sie sorgt sich so sehr um meine Gesundheit“. Klar, niemand hat gern nasse Schuhe, dennoch hilft es nicht, aus Busverspätung und Regen eine Tragödie zu machen.

Zeitlich befristete Umstände sind nämlich keineswegs eine bleibende Realität, und vom Mond aus gesehen sind all diese Probleme sowieso klitzeklein. Stehst du an der Bushaltestelle im Regen, so ist es ganz und gar deine Entscheidung, ob du dich darauf fokussierst, wie schlecht dein Leben ist oder dich darauf freust, deine nassen Schuhe auszuziehen und den Abend mit einer Tasse Tee und guter Musik ausklingen zu lassen. Du entscheidest, wie du dich fühlst. Jede einzelne Minute.

Stärken stärken statt Schwächen schwächen

Stell dir vor, du läufst mit einer Taschenlampe im Dunklen und leuchtest nur auf positive und fröhliche Objekte. Die anderen Objekte sind immer noch da, doch du nimmst sie nicht wahr. Worauf du dich fokussierst, das wächst, wird größer und stärker, wird zur Gewohnheit. Fütterst du den bösen Wolf, wird dieser in dir präsent, dein Gesichtsausdruck und deine Körperhaltung folgen deinen Gedanken – und das steckt die Menschen um dich herum an. (Wie das mit der Ansteckung funktioniert, kannst du in einem anderen Artikel nachlesen – klicke hier.)

Und wie reagieren Menschen auf jemanden, der mit einem Böser-Wolf-Gesichtsausdruck durch die Gegend läuft? Sind sie freundlich zu ihm? Geben sie ihm gern, wonach er fragt? Oder beißen sie zurück? Alles, was du nicht kannst, was du nicht magst, was du noch nicht hast – lass es im Dunklen. Fokussiere dich stattdessen auf alles, was dir gut gelingt und worin du gut bist. Stärke deine Stärken und zeige der Welt, wie großartig du als Person bist.

Eine Übung für Zwischendurch

Atme tief ein und aus und schüttle kurz deinen Körper durch. Erinnere dich bewusst an Ereignisse, in denen du dich gut gefühlt hast. Male dir dabei ganz lebendig aus, wie die Situation ausgesehen hat, mit welchen Menschen du zusammen warst, und was du gesagt, getan und gefühlt hast. Hast du gesessen oder gestanden? Wenn möglich, nimm die gleiche Körperhaltung an wie in der Situation – stehe auf oder bewege dich. Spüre nochmal in dich hinein: Wie ging es dir? War das schön? War das großartig?

Und nun stell dir vor, du fühlst dich genau so für die nächsten sieben Tage. Was ist dann alles möglich? Was wirst du alles bewältigen? Was kannst du alles schaffen? Wem kannst du helfen? Wen kannst du überzeugen, wenn du dich genau so fühlst? Und nun stell dir vor, du fühlst dich so für die nächsten drei Monate. Das ganze nächste Jahr. Dein ganzes restliches Leben…

Seelenkaries vermeiden

Die Formel ist simpel: Tue es täglich! Hole dir täglich ein Puzzleteil deines Lebens aus einer Situation, in der du dich großartig gefühlt hast. Atme tief ein und aus, bewege deinen Körper und merke, wie deine Gedanken vor der Situation geflutet werden. Du bist ganz und gar in diesem positiven Erlebnis.

Mache es jeden Tag. Jeden Tag, an dem du dich großartig fühlen willst. Es wird dir nicht sofort gelingen, denn du musst an dieser Stelle erst mal „Muskeln“ bilden und dich daran gewöhnen. Eins ist sicher: Je mehr du deine positiven Gefühle pflegst, umso stärker werden diese und umso häufiger spürst du diese.

So wie wir uns die Zähne putzen, können wir auch unsere Gedankenwelt reinigen, indem wir nur den guten Wolf füttern und ihn siegen lassen. Du bist großartig – zeige es der Welt!

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten….

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten. Die „paar Minuten“ werden mehr und mehr. Nach einer Stunde steht man dann doch noch auf, wirft einen verächtlichen Blick auf die am Vorabend vorbildlich bereitgelegten Sportsachen und sofort stellt sich das schlechte Gewissen ein, gegen das man erstmal mit schlechter Laune und Kaffee ankämpfen muss. Wer kennt das nicht? So, oder so ähnlich.

Doch das muss nicht sein. Der Frühjahrsputz in den letzten Monaten war schließlich nicht dazu da, den immer gleichen Gewohnheiten mehr Raum geben zu können, weiterhin im Hamsterrad zu laufen und nie auszubrechen. Ganz im Gegenteil! Das Ausmisten sollte ein ganzheitliches Umdenken zur Folge haben. Und das bedeutet: Neue Freude an Bewegung muss her! Nur wenn die Bewegung wirklich Freude macht, bleibt ihr auf Dauer am Ball. Sobald Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

Wenn euch zum Beispiel Laufen – egal zu welcher Tageszeit – partout keinen Spaß macht und auch keine Aussicht auf Änderung dieses Zustands besteht, dann lasst es bleiben. Wenn die 90er-Jahre Fitness-DVD (um nicht das verstaubte Wort „Aerobic“ zu strapazieren) schon beim bloßen Gedanken daran mehr Aggressionen als Freude in euch hervorruft: Weg damit!

Es ist ganz egal, was euch hindert, mit Freude und Motivation einen bestimmten Sport auszuüben. Versucht lediglich, es zu ändern. Manchmal funktioniert das mit ganz einfachen Tricks, manchmal zeigt einem der Kopf aber auch, dass es an der Zeit ist, sich komplett davon zu lösen und etwas Neues auszuprobieren.

Das Wichtigste dabei: Beobachtet euch selbst! Geht ihr immer lustlos mit einem ausgeleierten T-Shirt und der löchrigen Trainingshose zum Sport? Mögt ihr es nicht, einen verschwitzten, nassen „Lappen“ am Körper zu tragen? Was denkt ihr, wenn ihr zu euren Sportsachen greift? Würde es ein neues Trainingsoutfit schaffen, euch wieder zu motivieren? Manchmal reicht es schon, sich mit einem neuen Teil einzudecken, um wieder frisch an die Sache heranzugehen. Denn schließlich hat man auch Zeit und Geld in die Auswahl gesteckt und sieht in der richtigen Kleidung gleich um einiges fitter aus!

Macht der Sport zwar Spaß, tut aber scheinbar nicht gut? Treten regelmäßig Schmerzen auf oder kommt ihr so schnell außer Atem, dass ihr schon vor Beginn keine Lust mehr habt? Dann geht es langsamer an und lasst gegebenenfalls euer Equipment (wie zum Beispiel Laufschuhe) von einem Fachmann unter die Lupe nehmen. Oft ist es „einfach nur“ das falsche Schuhwerk, das durch Fehlbelastung unnötige Schmerzen und zu schnelle Ermüdung hervorruft.

Geht ihr regelmäßig ins Fitnesscenter, weil ihr irgendwann einmal dazu verleitet wurdet und ihr es seitdem nicht über euch gebracht habt, den Vertrag zu kündigen? Überlegt, ob ihr wirklich so eine Anlaufstelle braucht, oder ob sie euch mehr belastet. Manche können ganz wunderbar alleine zu Hause trainieren – ob mit Audio-, Video-, oder schriftlicher Anleitung. Anderen wiederum liegt die Fitnessstudio-Atmosphäre mehr. Findet heraus, was euch mehr anspricht.

Das gleiche gilt auch für die Tageszeit. Wenn ihr morgens einfach nicht aus dem Bett kommt, bleibt doch einfach liegen und absolviert eure Sporteinheit am Abend. Oder umgekehrt, wenn ihr abends immer nach Ausreden sucht, warum ihr nicht trainieren könnt. Sucht euch einen Trainingspartner, wenn ihr externe Motivation braucht oder bleibt alleine, wenn ihr das bevorzugt. Bleibt drinnen, zu Hause oder im Studio, geht hinaus an die frische Luft. Ihr entscheidet. Lasst euch nicht von anderen eine Trainingsgewohnheit aufzwingen, wenn sie euch nicht entspricht! Probiert verschiedenste Sportarten aus – es gibt fast überall Schnupperangebote, wenn man einfach nur mal testen möchte, ob einem eine Disziplin überhaupt liegt.

Macht euch einfach frei von allen inneren und äußeren Zwängen, einer ungeliebten Bewegungsform nachgehen zu müssen. Ihr müsst gar nichts. Nur darauf achten, dass es euch gut geht.

1 Kommentar zu Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu…

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu gönnen. Am besten fangen wir beim Thema Ernährung an. Warum? Wir alle müssen essen, um zu überleben. Daher möchte ich euch gleich von Anfang an Inspiration bieten, wie ihr euren persönlichen Speiseplan nach dem Frühjahrsputz frischer, gesünder und abwechslungsreicher gestalten könnt.

Esst regelmäßig! Findet euren Rhythmus!

„Regelmäßig essen“ bedeutet in diesem Kontext, nicht einfach nur „jeden Tag“, sondern wirklich zu regelmäßigen Zeiten zu essen. Es bedeutet aber auch nicht zwangsläufig, dass unbedingt Frühstück, Mittag- und Abendessen einzuhalten sind. Denn jeder Mensch ist anders, hat andere Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben. Findet jetzt neu heraus, womit es euch am besten geht.

So mag oder braucht beispielsweise nicht jeder Frühstück. So manchem würde es aber gut tun – also probiert es doch einfach mal ganz bewusst aus. Denn es kann durchaus sein, dass ihr seit vielen Jahren aus Gewohnheit nicht frühstückt, weil ihr morgens keine Zeit, keinen Hunger, oder einfach keine Lust habt. Manche bevorzugen kaltes Frühstück, manche warmes. Vielleicht reichen auch ein paar Früchte, um den Körper in Schwung zu bringen? Genauso müssen es morgens nicht immer drei Kaffee sein. Vielleicht reicht eine Tasse und ein großes Glas Wasser oder Tee dazu? Experimentiert. Nützt die Zeit des Erblühens, um euch selbst neu zu entdecken!

Bereitet euer Essen frisch zu!

Versucht, zu Mittag nicht einfach nur ein Brötchen vor dem Computer in euch hinein zu stopfen. Selbiges gilt für das Abendessen und die mit dieser Tageszeit verbundenen Ablenkungen zu Hause. Bereitet eure Speisen vor. Nehmt euch Zeit für die Mittagspause und die Zubereitung des Mittagessens, lasst euch treiben. Achtet darauf, dass euer Essen euch auch optisch anspricht – ein grauer Brei auf dem Teller macht selten Freude. Peppt solche Gerichte mit bunten Gemüsesorten auf, schon habt ihr nicht bloß mehr Gesundes am Teller, sondern gleichzeitig mehr Freude an der Nahrungsaufnahme. Wenn ihr euch mehr mit dem Thema Essen und dessen Zubereitung beschäftigt, wird es euch automatisch mehr Spaß machen und euch so richtig gut tun. Der Körper kann schließlich nur mit dem arbeiten, was er von uns bekommt, also sollten wir tunlichst vermeiden, ihm nebenbei minderwertige Nahrung wie zum Beispiel Fertigprodukte, Süßigkeiten oder gezuckerte Getränke zuzuführen.

Probiert neue Zutaten aus!

Esst ihr tagein, tagaus das gleiche? Habt ihr Gerichte gefunden, die euch schmecken und die ihr genau deswegen jeden zweiten Tag esst? Bevor ihr die Freude an diesen Lieblingsgerichten verliert, versucht doch einmal, jede Woche eine euch bislang unbekannte Zutat zu verarbeiten. Das kann etwas sein, das ihr aus Prinzip nicht esst, weil ihr womöglich negative Erlebnisse aus der Kindheit damit verbindet, oder etwas komplett Unbekanntes. Fragt ihr euch, ob ihr ohne Fleisch, Süßigkeiten oder Brot auskommen würdet? Ob ihr euch vielleicht sogar vegetarisch oder vegan ernähren könntet? Probiert es einen Monat lang aus! Ihr werdet sehen, es lohnt sich. Ihr werdet mit jeder Menge Abwechslung und neuen Geschmackskombinationen belohnt. Und vielleicht findet ihr so das eine oder andere neue Lieblingsgericht?

Experimentiert mit euren liebsten Zutaten!

Ihr könnt einfach nicht ohne eine bestimmte Zutat leben? Fühlt ihr euch nicht gut beim Gedanken daran, sie ein paar Tage von eurem Speiseplan zu streichen? Dann verwendet sie! Aber in einer anderen Art und Weise als bisher. Ihr wollt ein Beispiel? Bittesehr: Ich liebe Bananen. Anstatt jedoch immer nur Bananen im Ganzen aus der Schale oder in Scheiben über Müsli zu essen, bin ich dazu übergegangen, mit ihnen zu kochen. Ein indisches Gemüsecurry mit zermatschter Banane schmeckt herrlich! Ein selbst gemachter Frühstücks-Smoothie bekommt durch die Zugabe von Banane eine wunderbar cremige Konsistenz und im Sommer kann man einen extra Frischekick erreichen, indem man die geschälten Bananen im gefrorenen Zustand hinzufügt. Na, überzeugt?

Das Wichtigste kommt jedoch – wie immer – zum Schluss:

Seid neugierig!

Probiert Neues aus und bleibt dran. Stellt ihr fest, dass ihr mit gewissen Elementen eures geänderten Speiseplans beim besten Willen nicht zurechtkommt, dann ändert sie wieder. Ändert sie, so oft ihr wollt, aber vermeidet, gleich wieder in einen starren Kreislauf zu geraten. Denn je bunter und abwechslungsreicher euer Speiseplan, desto besser wird euer Körper mit den benötigten Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer,…

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer, im Körper und in der Seele – habt ihr wieder Platz und Luft für Neues. Neue Inspiration, neue Wünsche, neue Vorhaben oder was euch sonst noch durch den Kopf geht. Aber ihr kennt das: Gedanken sind schön und gut, doch oft benötigt man ein neues „Projekt“, um wieder frisch und voller Energie durchstarten zu können.

In den nächsten Wochen wird sich bei mir daher alles um Neues drehen:

– Neues lernen: Schon der englische Philosoph Francis Bacon sagte: „Wissen ist Macht.“ Und es stimmt. Wissen macht nicht einfach nur klüger. Wissen macht selbstsicher. Wissen gibt Kraft und Freude. Es existieren heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten, seinem Gehirn etwas Gutes zu tun und sich selbstständig weiterzubilden. Ich werde euch einen Überblick über die verschiedensten Optionen bieten, vielleicht findet ihr darunter etwas passendes für euch.

– Neues Hobby: Alles sprießt und gedeiht – und das sollt auch ihr! In diesem Kolumnenbeitrag wird es ganz besonders um Inspiration gehen. Ich möchte euch einen bunten Strauß an Ideen liefern, was ihr mit eurer neu gewonnenen Energie alles anstellen könntet – denn gelangweilt auf der Couch herumsitzen oder einem Zeitvertreib nachgehen, „weil ihr das schon immer so gemacht habt“, war gestern!

– Neue Ernährung: Seid ihr gelangweilt von eurer Ernährung? Esst ihr, weil ihr essen müsst? Ernährt ihr euch tagein, tagaus von den mehr oder weniger gleichen Lebensmitteln oder Speisen? Wollt ihr in diesem Bereich etwas Neues ausprobieren, wisst aber nicht, wo ihr ansetzen sollt? Es wird hier keine Diät-Tipps geben, sondern verschiedene Ansätze, um den eigenen Speiseplan bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Denn Essen ist nicht nur (überlebens-)wichtig, sondern kann auch Spaß machen. Ich spreche aus Erfahrung!

– Neue Freude an Bewegung: Auch in diesem Bereich gilt es, alte Verhaltensmuster zu überdenken und ihnen einen neuen Anstrich zu geben, oder vielleicht sogar etwas ganz Neues in das persönliche Fitnessprogramm aufzunehmen. Denn ihr kennt das Problem vermutlich: Nur dann, wenn Bewegung Freude macht, bleibt man auf Dauer am Ball. Sobald die Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

– Neue Entspannung: Damit die frisch gewonnene Energie nicht sofort wieder verloren geht, zeige ich euch, mit welchen Techniken und Hilfsmitteln ihr aktiv regelmäßige Entspannungsphasen in euren Alltag einbauen könnt, auch wenn sie noch so kurz sind. Eure Seele wird es euch danken.

– Neuer Platz: Nur weil der aktuelle Frühjahrsputz jetzt abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass wir jetzt ein Jahr lang überhaupt nichts mehr entrümpeln müssen. In diesem Beitrag werde ich euch zeigen, was ihr auch während des restlichen Jahres machen könnt, um den nächsten Frühjahrsputz viel entspannter angehen zu können.

Ihr seht also, mein großes Ziel für die nächste Zeit ist es, euch rundum Inspiration zu bieten und euch mit einer Menge Motivation in die Sonnenmonate zu schicken.

Gibt es weitere Bereiche, die euch interessieren würden?

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Aus der Redaktion. Wie der Vogel ins Nest kam

Wie ihr vielleicht in meinem letzten Kolumnenbeitrag gelesen habt, gibt es zur Zeit bei mir einige persönliche Turbulenzen, die auch dazu geführt haben, dass ich mit meiner Kolumne eine kurze…

Wie ihr vielleicht in meinem letzten Kolumnenbeitrag gelesen habt, gibt es zur Zeit bei mir einige persönliche Turbulenzen, die auch dazu geführt haben, dass ich mit meiner Kolumne eine kurze Pause einlegen musste. An dieser Stelle vielen Dank an euch alle für die lieben Worte und die Unterstützung! Doch wie sagt man so schön – the show must go on, und deshalb möchte ich heute die eigentlich für den letzten Beitrag gedachte Frage beantworten, wie The bird’s new nest entstanden ist.

Dazu müssen wir einige Jahre zurück, und zwar zu Februar 2010. Damals wollte ich meine Idee verwirklichen, eine Homepage zu gestalten, auf der nachhaltige Produkte vorgestellt werden. Ich hatte dieses Projekt schon fast wieder vergessen, bin aber kürzlich auf Planungsunterlagen gestoßen, die mir auch verraten haben, wie lange das mittlerweile schon her ist. Die Begriffe Sustainability und LOHAS waren in aller Munde und ich wollte meine Leidenschaft für einen nachhaltigen Lebensstil mit anderen teilen, zeigen, dass Naturkosmetik trendy, Bio-Food lecker und umweltbewusst Leben Spaß machen kann. Der angedachte Name war Das neue Schwarz, als Referenz zu „Grün ist das neue Schwarz“ und sollte vom Stil her auch in stylischem Schwarz-Weiß gehalten werden. Gescheitert ist die Idee dann relativ früh an dem Content Management System Joomla. Es war mir nicht möglich, mit Joomla eine Seite aufzubauen, und zusätzlich war ich privat und beruflich schon ziemlich ausgelastet.

Im November 2012 hatte ich dann den alle paar Jahre wiederkehrenden kreativen Energieschub, ein eigenes Projekt umzusetzen, und diesmal war es auch mit Privat- und Berufsleben einfacher zu koordinieren. Der Wunsch nach einer Seite für nachhaltige Produkte war nach wie vor vorhanden, genauso wie die Erinnerung an meine Erfahrungen mit Joomla. Dieses Mal wollte ich aber nicht mehr vergeblich an einer Homepage arbeiten, sondern möglichst schnell eine Plattform haben, um mich und meine Idee ausprobieren zu können. Und was geht schneller als das Erstellen einer facebook-Seite? Ich hatte zwar etwas mehr Zeit zur Verfügung, aber an umfassenden Konzepten oder Strategien war ich nicht interessiert, sondern daran, mein Konzept umzusetzen und quasi „on the go“ zu optimieren. Die Grundidee war simpel: Jeden Tag werden eines oder mehrere Produkte vorgestellt, die dem Kriterium „ökologisch und nachhaltig“ entsprechen. In regelmäßigen Abständen gibt es eine Verlosung, bei der einige der vorgestellten Produkte gewonnen werden können. Wieso ich auf die Idee gekommen bin, Produkte zu verlosen kann ich leider nicht mehr sagen – vermutlich weil es ein relativ spontaner Einfall war, und ich die Vorstellung, regelmäßig etwas zu verschenken, nett fand.

Und weil ohne Zeitplanung die nötige Action fehlt, hatte ich mir zum Ziel gesetzt, mit der facebook-Seite am 1. Januar 2013 zu starten. Ich bin so und so kein großer Freund von Silvester, wieso dieses Datum also nicht mit etwas anderem positiv aufladen? Die Zeit zwischen meinem Entschluss, das Projekt umzusetzen und dem Launch habe ich damit verbracht, meine Idee mit anderen zu diskutieren, einen Namen zu finden – auch der Name The bird’s new nest war ein spontaner Einfall -, ein Logo zu kreieren und die ersten Beiträge zu planen und zu schreiben. Am 1. Januar 2013 ist dann wie geplant The bird’s new nest auf facebook gestartet.

Ab dann habe ich jeden Tag ein nachhaltiges Produkt vorgestellt, was mir nicht schwer gefallen ist, weil ich selber keine anderen Produkte kaufe und somit meine Erfahrungen mit den Produkten weitergeben konnte. Außerdem gab es täglich einen weiteren Beitrag für einen grünen Lebensstil, entweder DIY-Tipps oder Rezepte, Informationen zu nachhaltigen Organisationen oder Inspirierendes. Am 13. Januar hatte die Seite 100 Likes erreicht – für mich der Startschuss, um mit den Verlosungen zu beginnen. Zuerst gab es nur einmal im Monat ein Give-Away zu gewinnen, aber das Verlosen hat mir so viel Spaß gemacht, dass sich relativ schnell das wöchentliche Give-Away etabliert hat. Jeden Tag zwei Beiträge zu schreiben war doch etwas aufwändiger als gedacht, aber die Freude über das viele positive Feedback war so groß, dass ich bis auf wenige Ausnahmen dieses Konzept das ganze Jahr 2013 durchgezogen habe. Zu Beginn war mein Ziel 3.000 Likes in 2013 zu erreichen – nachdem ich mich am 14. März schon über 1.000 „Daumen hoch“ freuen durfte, war dann auch klar, dass ich etwas zu tief gestapelt hatte. Bis zum Ende des Jahres 2013 hatte The bird’s new nest fast 8.000 Likes erreicht – was ich mir nie im Leben hätte vorstellen können, als ich mit der Seite gestartet bin.

Soviel zur (Vor-)Geschichte – wie kam es aber nun zum Online-Magazin? Ich wollte mich schon länger selbstständig machen – nur die zündende Idee fehlte noch. Beziehungsweise gab es mehrere Ideen, aber ich wusste nicht, welche ich nun konkret verfolgen wollte. Damit nun nicht tatenlos Zeit verging, habe ich mich im November 2013 dazu entschlossen, The bird’s new nest mit einer eigenen Homepage auszustatten, denn das wäre so oder so ein wichtiger nächster Schritt gewesen. So vorteilhaft eine facebook-Seite zum schnellen Start war, haben sich in dem einen Jahr doch auch deutliche Nachteile gezeigt: Eine facebook-Seite bietet nur die auf facebook beschränkten Funktionen, für den Anfang ausreichend, aber langfristig nicht genug. Wer nur auf facebook existiert, wird von Unternehmen nicht wahrgenommen. Ich wurde oft gefragt, wie viele Produkte ich von Unternehmen zum Testen geschickt bekomme oder wie viele der Give-Aways gesponsert sind. Abgesehen von der Fairy-Box, bei der ich die Geschäftsführerin persönlich kannte und Dr. Taffi – ein Kontakt über die Fairy-Box – ist nie ein Unternehmen an mich herangetreten. Sämtliche getesteten Produkte und verlosten Give-Aways wurden von mir selber gekauft. Das war für mich auch in Ordnung, weil ich The bird’s new nest als Hobby neben meinem Job gesehen habe, und sein Hobby lässt man sich doch ab und zu etwas kosten. Aber in punkto Unternehmenswahrnehmung war mir klar, dass ich mit facebook ziemlich unter dem Radar fliege. Und zu guter letzt wird man, egal wie viel Arbeit man in eine solche Seite steckt, von vielen nicht ernst genommen. Weil mir The bird’s new nest aber sehr am Herzen liegt wollte ich nun auch einen Rahmen dafür, der das besser widerspiegelt. Natürlich habe ich als Launchtermin wieder den 1. Januar gewählt, old habits die hard.

Von einer eigenen Homepage bis zu einem Magazin war es dann nur noch ein Gedankenschritt mehr, denn Nachhaltigkeit hat so viel mehr zu bieten als nur nachhaltige Produkte. Aber alleine ein Magazin zu füllen, in dem täglich Artikel erscheinen sollen, ist für eine Person ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb habe ich mich im November auf facebook auf die Suche nach Personen gemacht, die sich dafür interessieren würden, für ein Online-Magazin zum Thema Nachhaltigkeit zu schreiben. Die Resonanz war um einiges größer, als ich mir erhofft hatte. Und mit WordPress gab es nun auch endlich die Möglichkeit, eine professionelle Homepage zu erstellen, ohne an seinen nicht existenten html- oder CSS-Kenntnissen zu verzweifeln. Bis zum Launch habe ich jeden Tag außer Weihnachten vor dem Computer verbracht, um rechtzeitig fertig zu werden. Die Online-Redaktion wurde aufgebaut, die Redakteure willkommen geheißen, die Kategoriestruktur erstellt, Grafiken gebastelt und vieles mehr. Nach den eineinhalb Monaten auf 110% war ich ziemlich k.o., ich kann eine solchen Zeitplan daher nicht unbedingt weiterempfehlen. Ich war aber auch sehr stolz und froh über das, was letzten Endes am 1. Januar 2014 als The bird’s new nest | Eco. Life. Style. Magazin. gelauncht wurde.

Das war also die Geschichte zu The bird’s new nest. Wenn ihr weitere Fragen zu mir, dem Team oder The bird’s new nest habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren hinterlassen. Wenn euch weitere Hintergrundinfo interessiert, kann ich euch die anderen Beiträge meiner Kolumne Aus der Redaktion. empfehlen.

Warum ich mich mit The bird’s new nest noch nicht selbstständig gemacht habe und wir daher zur Zeit alle ehrenamtlich arbeiten, hebe ich mir für einen anderen Kolumnenbeitrag auf. Bis dahin alles Liebe!

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Aus der Redaktion: Unser Team

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.“ Wer kennt diesen Spruch nicht? Doch bevor jetzt Beschwerden zu sexistischem Inhalt kommen – ich möchte diesen Spruch für The bird’s new…

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.“ Wer kennt diesen Spruch nicht? Doch bevor jetzt Beschwerden zu sexistischem Inhalt kommen – ich möchte diesen Spruch für The bird’s new nest passend umformuliert verwenden: Hinter jedem erfolgreichen Online-Magazin steht ein starkes Team! Wie ihr soeben erkannt habt, geht es im heutigen Beitrag zu dieser Kolumne um das Team hinter The bird’s new nest.

Ein Team zusammenzustellen ist nie einfach. Schon gar nicht, wenn man nichts anzubieten hat als eine Idee – die Idee ein Online-Magazin zum Thema Nachhaltigkeit. Das war zumindest mein Gedanke als ich mit der Suche nach Schreibfreudigen für The bird’s new nest begonnen habe. Mit Gruseln habe ich an frühere Teambildungsversuche zurückgedacht: Das Volleyball-Team beim Schulsport, die Arbeitsgruppe auf der FH, das Projekt-Team im vorletzten Job. Mein Wunschziel war, beim Start von The bird’s new nest 20 Leute gefunden zu haben, die gerne Artikel oder Kolumnen zum breiten Feld der Nachhaltigkeit schreiben wollen würden. Und das außerdem ehrenamtlich, da The bird’s new nest als Hobbyprojekt läuft. Wäre das überhaupt möglich?

Es ist möglich!

Als die ersten E-Mails von Interessenten eingetrudelt sind, habe ich mich sehr darüber gefreut. Natürlich habe ich damit gerechnet, dass ein großer Teil dankend absagt, wenn ich mit detaillierten Informationen antworte. Noch nichts vorzuzeigen als eine Facebook-Seite? Nur eine einzige Person hinter dem ganzen Projekt? Keine Bezahlung? Keine echte Redaktion sondern nur eine virtuelle? Doch das Gegenteil war der Fall. Mit großem, fassungslosen Staunen habe ich am 13. Dezember 2013 alle Interessanten zusammengezählt: 22 Personen. 19. Dezember: 31 Personen. Das Staunen weicht einer großen, noch etwas ungläubigen Freude. So viele Meldungen! 26. Dezember: Die Liste wächst auf 36. Nur noch sechs Tage bis zum Start. Endspurt – man hat sich schon etwas kennengelernt, aber in Kürze folgt die Probe aufs Exempel. Wird das geäußerte Interesse sich auch in Artikel und Kolumnenbeiträge verwandeln? Werden wir genügend Lesestoff veröffentlichen können?

29. Dezember: 40 Personen. Drei Tage bis zum Start und… alles läuft! Ich freue mich nicht mehr – ich bin begeistert! Noch nie habe ich irgendwo so ein motiviertes und energetisches Team gesehen. Das sich in so kurzer Zeit formiert hat und trotzdem so zusammenarbeitet, als würde man sich schon jahrelang kennen. Das viele tolle Ideen liefert, sich gegenseitig hilft und auch bei Diskussionen immer respektvoll und produktiv bleibt. Ein Team, das ich so fantastisch finde, dass ihm ein eigener Kolumnenbeitrag gebührt.

Vor den Vorhang

Zuguter letzt möchte ich noch die für mich faszinierende Heterogenität des Teams hervorheben. Nun, nicht unbedingt was das Geschlecht betrifft, von den gestarteten 49 Redaktionsmitgliedern waren 40 weiblichen Geschlechts. Was aber aufgrund der Thematik nicht so verwunderlich ist, viele Bereiche der Nachhaltigkeit ziehen eher Frauen als Männer an – noch. Rund die Hälfte des Teams kommt aus Österreich, die andere Hälfte aus Deutschland und eine einzelne Schweizerin hat sich auch eingefunden. Das ist zwar keine repräsentative Verteilung, aber zumindest wäre der gesamte deutschsprachige Raum abgedeckt.

Richtig spannend wird es dann bei der Altersstruktur. Unser jüngster Autor ist 16, unsere Autorin mit den meisten Lebensjahren ist 67 Jahre alt. Generationskonflikt? Nicht die Spur, im Gegenteil – durch die große Streuung an Lebensjahren ergeben sich viele spannende Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zu betrachten und über die eigenen Erfahrungen berichten zu können. Mich freut sehr, dass so viel verschiedene und interessante Menschen zu The bird’s new nest gefunden haben und das Magazin mit ihren Ideen, Artikeln und Kolumnen mit Leben und Lesestoff füllen. An diesem Punkt ein grosses Dankeschön an alle Teammitglieder, schön, dass ihr hier seid!

Meet the team, join the team!

Neugierig geworden? Die Teammitglieder findet ihr hier mit Foto und kurzer Beschreibung. Lust bekommen, auch für The bird’s new nest zu schreiben? In das Leben hinter dem Magazin zu blicken? Eure Leidenschaft für Nachhaltigkeit auszuleben? Dann bitte hier entlang – ich freue mich über eure Mails.

Nach diesem etwas gefühlsbetonteren Artikel wird es in meinem nächsten Kolumnenbeitrag um das Arbeiten im Home-Office, also von zu Hause aus, gehen. Um die Vor- und Nachteile und Herausforderungen, die beim eigenen Schreibtisch lauern.

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