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Schlagwort: Liebe

Nachhaltig lieben: Vegane Gleitgels – jetzt auch mit Öko-Siegel

Auf der Vivaness 2014, der Nürnberger Weltleitmesse für Naturkosmetik, wurde es stolz der Welt präsentiert: Ab sofort soll das vegane Gleitgel BIOglide Umweltbewussten bedenkenlose Lust im Bett verschaffen. Ein guter…

Auf der Vivaness 2014, der Nürnberger Weltleitmesse für Naturkosmetik, wurde es stolz der Welt präsentiert: Ab sofort soll das vegane Gleitgel BIOglide Umweltbewussten bedenkenlose Lust im Bett verschaffen.

Ein guter Marketing-Gag oder was steckt dahinter? Vegane und ökologisch hergestellte Gleitgels gibt es bereits einige. Als bisher erstem seiner Art wurde jetzt dem Gleitmittel BIOglide von Joydivision seine Nachhaltigkeit mit einem Gütesiegel vom deutschen Bundesverband BDiH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.) bestätigt. Der neu ins Leben gerufene „Natural Product Standard“ für zertifiziert natürliche Medizinprodukte legt Wert auf korrekte Verbraucherinformation und fairen Wettbewerb. Nur Produkte, die umweltschonend hergestellt und nach den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens verbreitet werden, erhalten das Siegel. Kategorien, die BIOglide offensichtlich erfüllt.

Ausschlaggebend dafür war vor allem die CO2-arme Herstellung in Deutschland. Nicht vermeidbare CO2-Emissionen für Herstellung und Transport werden außerdem durch ein Klimaschutzprojekt in Bolivien ausgeglichen. Dort investiert Joydivision in die Aufforstung einheimischer Baumarten mit sozialem und ökologischem Zusatznutzen. Ziel ist, dass dadurch nicht nur das Klima, sondern auch die Artenvielfalt und die Menschen vor Ort profitieren.

Weitere nachhaltige Gleitmittel

Wenn auch nicht zertifiziert, ist bewusstes Genießen bei der schönsten Nebensache der Welt mit diesen Gleitmitteln ebenfalls möglich:

  • Glyde Veganes Gleitgel: 100% Veganes Gleitgel auf Wasserbasis.
  • ORION-Gleitgel: Medizinisches Gleitgel auf Wasserbasis mit Wärme-Effekt.
  • Good Clean Love: Diverse Gleitgels wie „Almost Naked“. Enthält keine Petrochemikalien und keine Parabene (Konservierungsstoffe), die empfindliche Schleimhäute reizen, ausschließlich mit naturbelassenen, organischen Inhaltsstoffen hergestellt, 100% vegan, essbar und tierversuchsfrei.

 

Das macht doch bedenkenlos Lust auf die schönste Nebensache der Welt, oder?

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Nadine sucht das Glück: Das Glück liegt im Inneren

Sri Swami Sivananda, ein alter Yoga-Meister sagte vor vielen Jahren: „Ein Leben der Liebe, der Güte, der Nachsicht, ist die einzige Versicherung für Frieden und Glück sowohl für den Einzelnen,…

Sri Swami Sivananda, ein alter Yoga-Meister sagte vor vielen Jahren: „Ein Leben der Liebe, der Güte, der Nachsicht, ist die einzige Versicherung für Frieden und Glück sowohl für den Einzelnen, als auch für die Welt als Ganzes.“

Vor einigen Tagen bat mich eine Freundin, sie zu einem Meditationsworkshop in ein buddhistisches Zentrum zu begleiten. Ich verstehe wenig vom Buddhismus, hege aber ein gewisses Interesse dafür. Von meinen wenigen Meditationserfahrungen weiß ich, dass mir diese spirituellen Praktiken immer sehr gut getan haben. Sie musste mich also nicht lange bitten. Aufgeregt ob der Frage, was uns denn an diesem Sonntagnachmittag erwarten würde, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Räumlichkeiten eines buddhistischen Vereins. Ich rechnete mit einigen wenigen Teilnehmern und einem Workshopleiter, der in meiner Vorstellung einem Trainer oder Coach entsprach. Eine Person, die sich gut auskennt und gewiss in der Lage ist, eine Meditation hervorragend anzuleiten. Die Überraschung war groß, als wir uns in einer sehr großen Runde von interessierten Menschen einem Mönch gegenübersitzen sahen.

Dieser Mönch, gekleidet in die traditionelle Tracht seines Ordens, strahlte so viel Ruhe und Zufriedenheit aus. Er wirkte, als wäre er ganz im Reinen mit sich und der Welt, als wäre die Gratwanderung zwischen Glück und Unglück, zwischen Freud und Leid ein einfacher Balanceakt, den man mit einem Lächeln im Gesicht und verbundenen Augen meistern könnte. Dieser Mönch erschien mir wie das wandelnde Abbild von Gelassenheit und Freude. Freude über sein Dasein, über seine Aufgabe, über seine Herausforderungen. Und auch über die vielen Menschen, die sich versammelt hatten, um mit ihm zu meditieren und von ihm zu lernen.

Er zeigte uns drei verschiedene Meditationstechniken. Die Meditation über die Atmung war mir vorher schon bekannt, die Meditation über die Liebe und das Mitgefühl waren mir neu. „Stellt euch vor wie es wäre, wenn kein Mensch, kein Lebewesen auf der Welt leiden müsste. Wäre das nicht wundervoll?“ Der Gedanke an eine Welt frei von Leid brachte ihn zum Lächeln, machte ihn glücklich. „Wenn man Mitgefühl mit einem Menschen hat, kann man diesem kein negatives Gefühl entgegen bringen. Mitgefühl schützt uns vor Hass, vor Eifersucht, vor Neid. Das Mitgefühl beschützt uns vor allen schlechten Gefühlen.“ Diese wenigen Worte waren die Einleitung zu einer Meditationsübung, bei der wir aufgerufen waren Mitgefühl zu empfinden. Wenn man an all das Schlechte denkt, dass auf unserer Welt passiert, ist man so weit vom Glück entfernt, wie nur irgendwie möglich. Mit diesem neuen Gedanken, mit dem Mitfühlen, Annehmen und Anerkennen, kommt man dem Glück aber wieder einen Schritt näher.

Auf das Mitgefühl folgte die Liebe. „Könnt ihr euch vorstellen, wie es wäre, wenn alle Lebewesen auf der Welt rundum glücklich wären? Wenn jeder alles hätte, was er braucht? Könnt ihr euch vorstellen, dass es keinen Kummer, kein Unglück mehr gibt? Wäre das nicht wunderschön?“ Ja! Es wäre großartig, wenn dem so wäre! Sich dieses Bild im Geiste auszumalen ist eine Wohltat für die Seele. Der Gedanke, dass jeder Mensch und jedes Lebewesen gänzlich frei von Leid und bis ins Innerste von Glück durchdrungen leben könnte, vermittelte mir ein Gefühl von Wohlbehagen.
„Das Glück trägt man in seinem tiefsten Inneren. Jeder kann daraus schöpfen, die eigenen Quellen versiegen nie.“ Mitgefühl und Liebe sind die Quellen, die wir in uns tragen. Während der zweistündigen Meditationsübungen und Erzählungen saß ich einem Mönch gegenüber, der es ganz offensichtlich geschafft hat, seine Quellen zu finden und zu nutzen. Die ganze Zeit über spielte ein Lächeln auf seinen Lippen. Die ganze Zeit über vermittelte er ein Gefühl der Sicherheit. Alles darf sein, alles wird gut.

Liebe, Güte und Nachsicht. Liebe und Mitgefühl. Ja, das sind Eigenschaften, die ich gerne an mir sehen möchte. Oft gelingt das gut, manchmal aber fällt es mir schwer mit Liebe im Herzen hinzusehen, gütig und nachsichtig zu sein. Wenn es wieder einmal nicht gelingen mag, werde ich an den Mönch denken und mir seine Worte zu Herzen nehmen. Mein Glück liegt in meinem Inneren, es wartet nur darauf gefunden zu werden.

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Nadine sucht das Glück: Weißt du, was Glück ist?

„Wenn der Regen fällt und du trotzdem was entdeckst, das dich am Leben hält.“ So die Worte einer bekannten, deutschen Hip-Hop-Crew (Die Firma – Glücksprinzip). Ein Lied, bestehend aus 837 Wörtern…

„Wenn der Regen fällt und du trotzdem was entdeckst, das dich am Leben hält.“ So die Worte einer bekannten, deutschen Hip-Hop-Crew (Die Firma – Glücksprinzip). Ein Lied, bestehend aus 837 Wörtern haben sie dem Glück gewidmet. Drei Minuten und 47 Sekunden beschäftigen sie sich mit der Frage, die alle Menschen gleichermaßen betrifft. Was ist Glück? Jeder Mensch, ja sogar jedes Lebewesen, hat seine ganz persönliche Antwort auf diese Frage. Ich habe mich auf die Suche nach diesen Antworten gemacht und auf der Reise viele aufregende Menschen kennen gelernt. Ich durfte mitfühlen, mitlachen, mitleiden. Man hat Erinnerungen mit mir geteilt und mich eingeladen, in der eigenen Gedankenwelt zu verweilen. Ich habe so viele Nuancen von Glück und von Glücklich-Sein miterleben dürfen, dass mir der Gedanke daran ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Eigentlich wollte ich diese Kolumne mit einem Interview beginnen. Ich wollte eine liebe Freundin nach ihren glücklichsten Erinnerungen befragen und ihr ermöglichen, diese zu teilen. Diese wunderbare Dame ist aber leider vor drei Wochen verstorben. Nichtsdestotrotz soll diese Kolumne mit ihrer Geschichte beginnen.

Die Geschichte

Vor zwei Jahren habe ich sie kennen gelernt. Ein zauberhaftes Wesen, ganz klein und zerbrechlich, aber mit so viel Energie und Lachen in den Augen, dass ich sofort von ihr eingenommen war. In den letzten beiden Jahren habe ich sie einmal in der Woche besucht und mit ihr über Gott und die Welt gesprochen. Ich sehe sie vor mir, wie sie von ihrem geliebten Mann erzählt. Ein wahrer Gentleman, ein Charmeur wie er im Buche steht. „Fünf Sprachen hat er gesprochen und jeden Samstag hat er mir einen frischen Blumenstrauß mitgebracht.“ Ihre Augen leuchten bei der Erinnerung an die vielen schönen Stunden mit dem geliebten Menschen. Das gemeinsame Abendessen habe er genau so geschätzt wie sie, erzählt die alte Dame. „Auch im Urlaub. Jedes Jahr sind wir mit dem Auto nach Italien gefahren und im selben Hotel abgestiegen. Die haben schon gewusst, was unsere Leibspeise ist. Es gab immer Piccata Milanese. Mit Pizza kann ich nichts anfangen. Ich bin nämlich ein Fleischtiger.“ Von geplanten, aber nicht durchgeführten Hundekäufen erzählt sie. Vom Krieg und der Zeit danach, von der schönen Wohnung mit Salon und großen Feiern mit gemeinsamen Freunden. „Mein Mann und ich haben große Gesellschaften veranstaltet. Ich habe gerne gekocht und für die Gäste gesorgt. Getanzt haben wir auch viel. Und wir waren oft in der Oper.“ Ein bisschen Sehnsucht schwingt in ihren Worten mit. Der geliebte Mann ist vor 26 Jahren gestorben. „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke.“ Manchmal schweift ihr Blick in die Ferne, gerade so, als ob sie zurückreisen würde in die Zeit, in der sie noch beisammen waren.

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Bild: Jonel Hanopol / flickr.com

Aus den vielen Gesprächen mit ihr bleibt die Quintessenz über: Für sie ist die Liebe das größte Glück. Lieben, sich geliebt fühlen, von lieben Menschen umgeben sein. Das allein hat für die alte Dame Bedeutung. Die letzten zweieinhalb Jahre hat sie in einem Pflegeheim verbracht. Dort haben wir uns auch kennen gelernt. Und auch dort hat sie ihr Glück gefunden. Ein anderes, kleineres, aber genau so wertvolles Glück. Ein Späßchen mit den Pflegern, ein Spaziergang im Garten, die vielen Orchideen in ihrem Zimmer und unzählige Stunden Tagträumereien. Es gab Tage, an denen sie keinen Besuch wünschte. Tage, an denen es ihr gesundheitlich nicht besonders gut ging. Es gab keinen einzigen Tag, an dem ich sie nicht mit einem Lächeln in den Augen angetroffen habe.

Im November haben wir ihren 100. Geburtstag gefeiert. Stilecht mit Prosecco und Schokotorte. Sie war ein strahlendes Geburtstagskind. Umgeben von Blumensträussen und Glückwunschkarten saßen wir beisammen und plauderten über alles und nichts. Ich fragte sie, wie sie denn ihren 101. Geburtstag feiern wolle. „Ach, es wär halt ein Glück, wenn der liebe Gott mich vorher heim holen würd‘. Ich bin ja schon so müde.“ Im ersten Moment war ich erschüttert, war der Tod für mich doch noch so weit entfernt. Doch schon einen Augenblick später verstand ich. Dieses zauberhafte Frauchen vor mir hatte zwei Weltkriege überlebt, eine erfüllte Ehe geführt, genug von der Welt gesehen und alles genossen, was das Leben für sie bereit gehalten hatte. Was für ein Glück, dachte ich mir, dass sie ein so ausgefülltes Leben haben durfte und trotz vieler Regentage nie das Leuchten in den Augen verloren hat. Vor drei Wochen wurde nun ihr Herzenswunsch erfüllt. Sie wurde „heim geholt“. Heim zu ihrem Herzbuben, mit dem sie nun (hoffentlich) wieder in Liebe vereint ist.

Die Conclusio

So einfach und so vielfältig kann Glück sein. Ein liebes Wort, ein Stück Schokolade, ein geteiltes Geheimnis. All das und noch so viel mehr kann uns selbst Jahre später noch zum Lächeln bringen. Wenn man Jahre und Jahrzehnte später noch lächelt, wenn man an früher denkt, dann hat man etwas richtig gemacht. Mir zaubert die Erinnerung an meine liebe Thea ein Lächeln auf die Lippen. So bin ich glücklich und dankbar für unsere Bekanntschaft und behalte das Gefühl der Ruhe, das sie mir vermittelt hat, in Erinnerung. Damit es mir in schwierigen, unruhigen Momenten, die vielleicht noch auf mich zukommen mögen, zur Verfügung steht. Ist es nicht schön zu wissen, wie nachhaltig Glück sein kann?

Was sind eure Glücksmomente? Kennt ihr die Situationen, in denen man an etwas Vergangenes denkt und unweigerlich lächeln muss? Es würde mich glücklich machen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet!

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