Eco. Life. Style.

Schlagwort: Lebensmittel

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu…

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu gönnen. Am besten fangen wir beim Thema Ernährung an. Warum? Wir alle müssen essen, um zu überleben. Daher möchte ich euch gleich von Anfang an Inspiration bieten, wie ihr euren persönlichen Speiseplan nach dem Frühjahrsputz frischer, gesünder und abwechslungsreicher gestalten könnt.

Esst regelmäßig! Findet euren Rhythmus!

„Regelmäßig essen“ bedeutet in diesem Kontext, nicht einfach nur „jeden Tag“, sondern wirklich zu regelmäßigen Zeiten zu essen. Es bedeutet aber auch nicht zwangsläufig, dass unbedingt Frühstück, Mittag- und Abendessen einzuhalten sind. Denn jeder Mensch ist anders, hat andere Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben. Findet jetzt neu heraus, womit es euch am besten geht.

So mag oder braucht beispielsweise nicht jeder Frühstück. So manchem würde es aber gut tun – also probiert es doch einfach mal ganz bewusst aus. Denn es kann durchaus sein, dass ihr seit vielen Jahren aus Gewohnheit nicht frühstückt, weil ihr morgens keine Zeit, keinen Hunger, oder einfach keine Lust habt. Manche bevorzugen kaltes Frühstück, manche warmes. Vielleicht reichen auch ein paar Früchte, um den Körper in Schwung zu bringen? Genauso müssen es morgens nicht immer drei Kaffee sein. Vielleicht reicht eine Tasse und ein großes Glas Wasser oder Tee dazu? Experimentiert. Nützt die Zeit des Erblühens, um euch selbst neu zu entdecken!

Bereitet euer Essen frisch zu!

Versucht, zu Mittag nicht einfach nur ein Brötchen vor dem Computer in euch hinein zu stopfen. Selbiges gilt für das Abendessen und die mit dieser Tageszeit verbundenen Ablenkungen zu Hause. Bereitet eure Speisen vor. Nehmt euch Zeit für die Mittagspause und die Zubereitung des Mittagessens, lasst euch treiben. Achtet darauf, dass euer Essen euch auch optisch anspricht – ein grauer Brei auf dem Teller macht selten Freude. Peppt solche Gerichte mit bunten Gemüsesorten auf, schon habt ihr nicht bloß mehr Gesundes am Teller, sondern gleichzeitig mehr Freude an der Nahrungsaufnahme. Wenn ihr euch mehr mit dem Thema Essen und dessen Zubereitung beschäftigt, wird es euch automatisch mehr Spaß machen und euch so richtig gut tun. Der Körper kann schließlich nur mit dem arbeiten, was er von uns bekommt, also sollten wir tunlichst vermeiden, ihm nebenbei minderwertige Nahrung wie zum Beispiel Fertigprodukte, Süßigkeiten oder gezuckerte Getränke zuzuführen.

Probiert neue Zutaten aus!

Esst ihr tagein, tagaus das gleiche? Habt ihr Gerichte gefunden, die euch schmecken und die ihr genau deswegen jeden zweiten Tag esst? Bevor ihr die Freude an diesen Lieblingsgerichten verliert, versucht doch einmal, jede Woche eine euch bislang unbekannte Zutat zu verarbeiten. Das kann etwas sein, das ihr aus Prinzip nicht esst, weil ihr womöglich negative Erlebnisse aus der Kindheit damit verbindet, oder etwas komplett Unbekanntes. Fragt ihr euch, ob ihr ohne Fleisch, Süßigkeiten oder Brot auskommen würdet? Ob ihr euch vielleicht sogar vegetarisch oder vegan ernähren könntet? Probiert es einen Monat lang aus! Ihr werdet sehen, es lohnt sich. Ihr werdet mit jeder Menge Abwechslung und neuen Geschmackskombinationen belohnt. Und vielleicht findet ihr so das eine oder andere neue Lieblingsgericht?

Experimentiert mit euren liebsten Zutaten!

Ihr könnt einfach nicht ohne eine bestimmte Zutat leben? Fühlt ihr euch nicht gut beim Gedanken daran, sie ein paar Tage von eurem Speiseplan zu streichen? Dann verwendet sie! Aber in einer anderen Art und Weise als bisher. Ihr wollt ein Beispiel? Bittesehr: Ich liebe Bananen. Anstatt jedoch immer nur Bananen im Ganzen aus der Schale oder in Scheiben über Müsli zu essen, bin ich dazu übergegangen, mit ihnen zu kochen. Ein indisches Gemüsecurry mit zermatschter Banane schmeckt herrlich! Ein selbst gemachter Frühstücks-Smoothie bekommt durch die Zugabe von Banane eine wunderbar cremige Konsistenz und im Sommer kann man einen extra Frischekick erreichen, indem man die geschälten Bananen im gefrorenen Zustand hinzufügt. Na, überzeugt?

Das Wichtigste kommt jedoch – wie immer – zum Schluss:

Seid neugierig!

Probiert Neues aus und bleibt dran. Stellt ihr fest, dass ihr mit gewissen Elementen eures geänderten Speiseplans beim besten Willen nicht zurechtkommt, dann ändert sie wieder. Ändert sie, so oft ihr wollt, aber vermeidet, gleich wieder in einen starren Kreislauf zu geraten. Denn je bunter und abwechslungsreicher euer Speiseplan, desto besser wird euer Körper mit den benötigten Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

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Wie rede ich mit Kindern über… eine gesunde Ernährung

Kinder brauchen feste Strukturen. Das gilt nicht nur für den täglichen Tagesablauf, sondern auch für die tägliche Nahrungsaufnahme. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon mit Kindern, und habe die…

Kinder brauchen feste Strukturen. Das gilt nicht nur für den täglichen Tagesablauf, sondern auch für die tägliche Nahrungsaufnahme. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon mit Kindern, und habe die Möglichkeit genutzt mit ihnen über ihre Ansprüche und ihre Bedenken zu sprechen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung fällt den meisten von ihnen nicht besonders leicht, auch dann nicht, wenn sie noch im Elternhaus wohnen. Gemeinsam haben wir Ansätze zusammengetragen, die es Kindern (und Jugendlichen) leichter machen sollen, gesunde Ernährung als einen festen Bestandteil in ihr Leben zu integrieren:

Feste Zeiten: Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendessen. So in etwa beschreiben die meisten Kinder einen gelungen Tag im Hinblick auf die Ernährung. Viele von ihnen vergessen schlichtweg zu essen und können somit unsere Erinnerung gut gebrauchen. Auch ein wöchentlicher Essensplan hilft Kindern, sich auf gesunde Gerichte einzustellen. Wichtig ist hierbei, dass Kinder unbedingt mit entscheiden können, was gegessen wird!

Aufklärung: Kinder möchten wissen, woher Lebensmittel kommen, wie sie ungewaschen aussehen, wie sie sich anfühlen und auch was sie kosten. Es ist wichtig, Heranwachsenden zu zeigen und zu erklären, woher die Nahrung kommt und sie ihnen nicht einfach vorzusetzen.

Heranführen: Kochen ist etwas, das jedes Kind gerne macht. Kinder und Jugendliche freuen sich, wenn man ihnen Aufgaben überträgt. Sie merken dann, dass sie wichtig sind und ernst genommen werden. Selbst kleinste Kindern können bereits in der Küche helfen, zum Beispiel Gemüse waschen.

Möglichkeiten bieten: Viele Kinder wollen sich gesund ernähren, häufig wird ihnen dies jedoch nicht ermöglicht. Annahmen wie „mein Kind mag kein Gemüse“ oder „mein Kind ist zu unkonzentriert in der Küche“, zählen hier nicht als Ausrede. Seit vielen Jahren arbeite ich auch mit Kindern zusammen, die scheinbar zu aktiv für derartige Aufgaben sind. Allerdings kommt es dabei mehr darauf an, wie man diese Aufgabe gemeinsam mit seinem Kind angeht. Sich selbst und seinem Kind mehr zutrauen – und das jeden Tag aufs Neue, wenn es sein muss.

Der Versuch, die Kinder zwanghaft an eine gesunde Ernährung zu gewöhnen kann nicht klappen, also sind auch kleine Sünden immer mal wieder in Ordnung. Wichtig ist, dass wir die Grundlage für die Kinder legen, was sie darauf bauen bleibt ihnen selbst überlassen.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Von der optimalen Reife und dem passenden Zeitpunkt Anlass für das Thema dieses Beitrags gab ein Gespräch mit meiner Schwester vor einiger Zeit, welches mich im Nachhinein sehr nachdenklich stimmte….

Von der optimalen Reife und dem passenden Zeitpunkt

Anlass für das Thema dieses Beitrags gab ein Gespräch mit meiner Schwester vor einiger Zeit, welches mich im Nachhinein sehr nachdenklich stimmte. Einleitend mit einer provokanten Frage, als ich sie in der Küche dabei antraf, wie sie gerade Paradeiser (Tomaten) für ihren Mozzarellasalat zubereitete, begann eine kurze, hitzige Diskussion. Leider scheiterten meine Versuche kläglich, sie davon zu überzeugen, dass es mehr als unnötig ist, im Jänner (Januar) dieses Gemüse zu kaufen. Ebenso wenig fruchtete mein Argument, dass unsere eigenen Paradeiser aus dem Garten im Sommer doch tatsächlichen, vollkommenen Geschmack haben und nicht nur wässrig und blass sind. Sie beendete das Wortgefecht damit, dass, solange es im Geschäft angeboten wird und sie die Möglichkeit zu solch einem Kauf hat, sie diese auch nützen wird. Da ich den gegenwärtigen Umstand nicht zu ändern vermag, gab ich mich geschlagen.

Die Rede ist von saisonalem Essen. Zugegebenermaßen ist es nett, dass wir aufgrund der Globalisierung auch in der Weihnachtszeit Zucchini aus Spanien eingeflogen bekommen, dass das ganze Jahr über Paprika verfügbar sind oder Erdbeeren im Februar zu verlockenden Preisen angeboten werden. Das ist alles wirklich nett, aber schlicht und ergreifend überflüssig und geschieht zum Leidwesen der Umwelt, regionaler Bauern und vergessener Obst- und Gemüsesorten. Die Zahl der Menschen, die auf ihre Ernährung achten und bewusst einkaufen gehen, steigt unaufhaltsam. Man versucht den Fleischkonsum zu reduzieren, regional zu kaufen, biologische Produkte sind beliebt. Auf die Saisonalität von Lebensmitteln wird allerdings gerne vergessen, sie ist das Stiefkind und findet weniger Beachtung. Aufgrund dessen nahm ich mich bei der eigenen Nase und machte mich erst einmal schlau, was es denn im Winter außer Karotten und Erdäpfeln (Kartoffeln) eigentlich noch gibt.

Nicht alles zu jeder, aber jedes zu seiner Zeit!

Glücklicherweise wird man im Internet schnell fündig, es gibt zahlreiche Saisonkalender, zum Beispiel den Biosaisonkalender von Global 2000, in verschiedensten Variationen zum Herunterladen, Ausdrucken und An-den-Kühlschrank-Kleben. Nun, im Winter – um bei der jetzigen und bezüglich frischem Obst und Gemüse ärmsten Jahreszeit zu bleiben – gibt es neben den oben erwähnten Lebensmitteln Eisbergsalat, Käferbohnen und Lauch, die allesamt viele Nährstoffe enthalten. Ebenso bieten sich Spätäpfel und Kren (Meerrettich) an. Darauffolgend im Frühjahr ist Spargel sehr beliebt, ideal sind auch Radieschen und Kohlrabi. Das ergibt auch schmackhafte Gerichte mit Bärlauch, der mittlerweile schon sprießt.

Sobald der Sommer Einzug hält kann sich jeder nach Herzenslust an Erdbeeren, Kirschen und Gurken satt essen. Sie wachsen zu dieser Zeit an der frischen Luft und in der Nähe. Im Herbst sind neben der Kürbissaison noch Mais, Sellerie und Birnen aktuell. Um jeden Interessierten gleich einmal auf den März einzustimmen, folgendes gibt es diesen Monat: Neben frischem Rucola- und Vogerlsalat (Feldsalat) kommt der Spinat. Spätäpfel und Walnüsse gibt es noch in den Lagern. Zusätzlich kann man mit Zwiebeln, Chinakohl, Roten Rüben, Karotten, Porree, Hokkaidokürbis, Knoblauch und Kohl Leckeres zaubern. Wie man erkennt, hält die Natur für jede Jahreszeit eine mannigfaltige Auswahl an Obst und Gemüse bereit, zusätzlich gibt es durch gute Lagerung teilweise auch verlängerte Verzehrzeiten.

Mehr als „nur“ Essen

Den persönlichen Speiseplan mit der jeweiligen Saison abzustimmen, ist zwar augenscheinlich nur ein kleiner Beitrag, doch birgt er meiner Ansicht nach zahlreiche Vorteile. Sämtliche Produkte kann man regional erwerben, sie sind frisch und reif. Außerdem wird die Umwelt durch kurze Transportwege und den Verzicht von energieaufwändig beheizten Glashäusern geschont. Ganz abgesehen davon setzen wir mit unser Ernährung und unserem Einkauf ein Zeichen. Wie allgemein bekannt ist, bestimmt die Nachfrage das Angebot. Ich für meinen Teil bin zwar noch kein „Saisonalitätsprofi“, aber ich will keine Erdbeeren – woher auch immer – im Dezember und deshalb kaufe ich sie nicht. Ich freue mich, sie im Mai selbst vom Feld zu pflücken.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünscht.“ (Mahatma Gandhi)

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Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based…

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health“ geht es darum, wie man sich als Ausdauersportler vegan ernähren und damit Spitzenleistungen erzielen kann. Dabei verliert er sich nicht in Oberflächlichkeiten, sondern setzt sich näher mit dem Thema Ernährung und aktiver Lebensstil auseinander und bezieht dabei auch die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Umwelt mit ein.

Im ersten Teil beschreibt Brendan Brazier, wie man durch Ernährung eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit erreichen kann – als Spitzensportler und im täglichen Leben. Er erklärt, wie nährstoffreiche Lebensmittel ausgewählt werden und welche Nahrungsmittelkombinationen uns helfen, gesund und mit viel Energie durch den Tag zu kommen. Die Grundlage einer optimalen Ernährung sind frische, unverarbeitete, möglichst roh oder nur gering erhitzte, basische Lebensmittel aus biologischem Anbau. Brendan Brazier zeigt mit vielen Beispielen welche Ressourcen verbraucht werden, um unsere Lebensmittel herzustellen. Der Vergleich zwischen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln macht deutlich, dass der vegane Lebensstil nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer ist. Er bringt dem Leser viele Informationen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz näher.

Besonders gut gefallen hat mir auch seine Auflistung der pflanzlichen Lebensmittel, die sich besonders gut auf unsere Gesundheit auswirken. Brendan Brazier beschreibt detailliert, wieso diese „Superfoods“ so besonders wertvoll sind. Dieses Wissen versuche ich jetzt in meine tägliche Ernährung einzubauen, ganz locker frei nach dem Motto: „Schmeckt gut – umso besser, dass es auch gut tut.“ Sonstige von ihm als ungesund definierte Nahrungsmittel esse ich weiterhin, nur eben bewusster und weniger davon – aber mit Genuss!

In seinem Buch finden sich 200 Rezepte mit besonders gesunden Lebensmitteln – ein paar davon habe ich schon nachgekocht. Da ich die englische Fassung des Buches habe, musste ich dabei schon hin und wieder etwas im Online-Wörterbuch nachschlagen. Die deutschsprachige Version des Buches heißt „Vegan in Topform – Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag„. Das einzige, was ich an dem Buch nicht so gut finde, ist, dass Brendan Brazier manchmal auf Nahrungsergänzungsmittel von „Vega foods“, seiner eigenen Firma, verweist – wenn ich etwas zubereite, verwende ich gerne ausschließlich frische Produkte.

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Rückblick: Veggieworld 2014 in Wiesbaden

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für…

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für Veganer und Rohköstler, bei der es um nachhaltiges Genießen geht, hatte ich schon gelesen, aber aufgrund der Entfernung (von München sind es noch ungefähr 400 Kilometer) nicht wirklich daran gedacht hinzufahren. Doch gemeinsam mit Freundinnen als Wochenendausflug war das eine perfekte Idee!

Auf die Messe habe ich mich vorbereitet, indem ich mir ein paar Produkte, die ich einmal probieren wollte, auf einer Liste zusammengeschrieben habe. Wenn man Lebensmittel im Internet bestellt, ohne sie vorher getestet zu haben, kann es ja durchaus sein, dass sie bald ganz hinten im Vorratsschrank landen. Daher wollte ich die Gelegenheit zur ausgiebigen Verkostung pflanzlicher Lebensmittel nutzen. Ehrlich gesagt war ich auch gespannt herauszufinden, wie die anderen Messebesucher so sind, nämlich quer durch alle Altersklassen, vor allem jüngeres studentisches Publikum und auffallend wenige im klassischen „Öko-Look“. Da sieht man schon, vegetarisch, vegan oder Rohkost liegt im Trend und ist längst über ein Randgruppendasein hinweg. Auch Bobos und Hipster legen Wert auf nachhaltige Ernährung!

Jetzt aber mal zur Messe an sich: Ich war überwältigt vom riesigen Angebot. Es gab über 80 Aussteller in drei großen Hallen. Das Spektrum reichte von veganen und Rohkost-Lebensmitteln (der größte Anteil) und Nahrungsergänzungsmitteln über Natur-Kosmetik bis hin zu Küchengeräten (wie zum Beispiel Entsafter für die Herstellung von Smoothies, die man auch gleich verkosten konnte) sowie ökologischer Kleidung. Für die interessierten Veggie-Novizen gab es Informationsstände, wie zum Beispiel einen Stand des Vebu (Vegetarierbund Deutschland), an denen man sich die Vorteile der fleischlosen Ernährung erläutern lassen konnte. Beispiel gefällig? Vielleicht zieht das ja bei Männern: Wer vegan lebt spart so viel C02, dass er Porsche statt Passat fahren darf, ohne sich dabei als Umweltsünder fühlen zu müssen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass man viele der Lebensmittel gleich probieren konnte. Leider hatte ich vorher im Hotel schon gefrühstückt, aber frei nach dem Motto „ein bisserl was geht immer“ – gerade wenn es so lecker ist – habe ich dann doch ganz schön oft zugegriffen. Nach der Anordnung der Stände wurden dann herzhafte Snacks, vielfältige Tofu- und Fleischersatzprodukte und Aufstriche verkostet, zwischendurch süße Rohkost-Knabbereien, Schokoladen und Pralinen genascht – eine unglaubliche Vielfalt. Mittagessen konnte ich leider nicht mehr, obwohl es auch vegane Döner gegeben hätte.

Beim Stand von Taifun, einem Hersteller von veganen Lebensmitteln aus Soja, gab es verschiedenste Tofu-Arten in Pfannen angeröstet und mit exotischen Gewürzen zubereitet. Die kulinarischen Ideen, zum Beispiel Tofu mit gerösteten Sesamkörnern aufzupeppen oder Seidentofu als Mango-Lassi zuzubereiten, hätten jedem Inder Konkurrenz machen können. Apropos Inder – Govinda, ein Hersteller von Naturkost, hatte Produkte im Angebot, die mich schon seit Längerem interessieren, wie Erdmandeln (nussähnliche Knollen) und diverse Rohkost-Snacks. Hier gab es auch Hanf-Proteinpulver, das ich für meinen Freund mitgenommen habe, da es die Muskelregeneration nach dem Sport auf pflanzliche Weise fördert. Angeblich ist bei dem Pulver (leider) keine berauschende Wirkung zu erwarten – Erfahrungsbericht folgt. Auf meiner Liste für die Messe befand sich auch Kokosöl, angeblich das gesündeste aller Öle aufgrund der darin enthaltenen Laurinsäure. Es hat unter ca. 25°C feste Form und wird erst beim Erhitzen ein flüssiges Öl. Hier wusste ich bei der Verkostung sofort, dass ich den feinen Kokos-Geschmack mag, und kaufte gleich die Großpackung. Ich freue mich schon auf diverse asiatische Speisen und Smoothies, die ich damit verfeinern werde. Und falls ich mich an Rohkost-Pralinen heranwagen sollte, kommt das Kokosöl sicherlich auch zum Einsatz. Sogar äußerlich als Creme angewandt soll es bei trockener Haut gut wirken.

Das einzige, was bei der Messe so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat, war Spirulina, eine Art Algenpulver in Lutschtablettenform. Der nette Vertreter beim Stand meinte, dass ich die Tablette schön langsam im Mund zergehen lassen sollte. Doch egal wie gesund das Zeugs auch sein mag, beim Geschmack alleine wurde mir schon übel und so habe ich schnell das Weite gesucht und die Tablette unauffällig entsorgt.

Ich kann die Veggieworld jedem, der sich für Ernährung interessiert und gerne neue Sachen ausprobiert, empfehlen. Hier ist der Link zur Messe – bei den meisten Ausstellern kann man auch online Produkte kaufen.

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Einkaufen auf die altmodische Art und Weise wird wieder modern

Heute kann ich euch voller Freude dieses Bio-Einkaufserlebnis vorstellen: Lunzers Maß-Greißlerei. Ich war schon bei der Eröffnung vor Ort und fühlte mich wie ein kleines Kind im Süßigkeitenladen. Überall tolle Bio-Produkte, unverpackt…

Heute kann ich euch voller Freude dieses Bio-Einkaufserlebnis vorstellen: Lunzers Maß-Greißlerei. Ich war schon bei der Eröffnung vor Ort und fühlte mich wie ein kleines Kind im Süßigkeitenladen. Überall tolle Bio-Produkte, unverpackt und zum selber dosieren.

In der heutigen Gesellschaft wird viel zu viel Plastik verwendet und um diesem Trend entgegenzuwirken, gibt es hier alles lose zu kaufen. Wie transportiere ich die Sachen dann nach Hause, werden sich jetzt einige fragen. Ganz einfach: In Pfandgläsern, die man vor Ort erwerben kann, in Papiersackerln oder in selbst mitgebrachten Gefäßen. Diese könnt ihr vor dem Befüllen bei der Kassa abwiegen lassen, damit ihr auch wirklich nur den Inhalt zahlt.

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Die Auswahl in der Lunzers Maß-Greißlerei ist groß – ob Gewürze, Öle, Marmeladen, Obst, Gemüse, Tiefkühlprodukte, Säfte, Bier, Wein, Brot, Getreide, Bohnen, Nudeln – alles ist in diesem charmanten Geschäft aufzufinden. Es gibt sogar Putzutensilien von Uni Sapon zu erwerben. Die Vorteile der Produkte dieses Herstellers sind leicht aufzuzählen: Rein pflanzliche Tenside, sehr leicht biologisch abbaubar, besonders hautfreundlich, gentechnikfrei, frei von synthetischen Duft- und Farbstoffen, ohne Konservierungsmittel und frei von petrochemischem Alkohol.

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Für das kulinarische Wohl in der Greißlerei wird auch gesorgt. Warme und kalte Speisen, einige davon vegan und roh und natürlich alle bio, können euch neben dem Einkaufserlebnis den Tag verschönern. Ich persönlich finde das Konzept hervorragend und muss gestehen, ich bin noch dazu begeistert, weil die Lunzers Maß-Greißlerei ganz in meiner Nähe gelegen ist! Ich warte schon seit Jahren sehnsüchtig darauf, dass in meiner Umgebung ein Bio-Geschäft aufmacht, und besser hätte man es wirklich nicht mehr umsetzten können. Also nichts wie hin!

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9:00 bis 20:00 Uhr, Sa 9:00 bis 18:00 Uhr
Heinestraße 35, 1020 Wien

Homepage: mass-greisslerei.at

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise…

Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise mit Mülltrennung beziehungsweise Müllbeseitigung weiter. Und zwar konkret mit dem Thema Ernährung.

Ernährung geht uns alle an, ganz gleich, welches Geschlecht, welches Alter, welche Nationalität, welche soziale Schicht oder Neigung. Jeder Mensch muss essen, um zu (über)leben. Aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder Ideenlosigkeit neigen aber viele Menschen dazu, ohne nachzudenken beliebige, oft auch minderwertige Lebensmittel in sich hinein zu stopfen. Aber warum?

Warum isst man, was einem sowieso nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach, schnell und günstig verfügbar ist? Warum nimmt man minderwertige Lebensmittel zu sich und riskiert damit nur allzu bereitwillig, die eigene Gesundheit zu ruinieren?

Der Körper kann nun mal nur mit dem Material arbeiten, das wir ihm anbieten. Nur mit diesem von außen zugeführten Material kann er sich entwickeln und regenerieren. Sollte es dann nicht das allerbeste Material sein, das wir bekommen können? Sollte das nicht das selbstverständlichste auf der ganzen Welt sein?

Wenn ihr mich fragt, auf jeden Fall!

An dieser Stelle möchte ich noch klarstellen, dass ich keineswegs für eine rein pflanzliche Ernährung plädieren oder irgendjemand missionieren will. Man kann sich mit einem veganen Ernährungsstil grundsätzlich ähnlich ungesund ernähren (man denke nur an Kartoffelchips, vegane Schokocreme und dergleichen – ich spreche aus Erfahrung!), wie es mit Mischkost der Fall sein kann.

Die Wahrheit ist, dass man sich innerhalb jedes Ernährungskonzepts gesund oder ungesund ernähren kann. Aber man sollte im eigenen Interesse alles daran setzen, sich innerhalb des gewählten Konzepts bestmöglich zu ernähren. Und dazu zählen nun mal weder die Bratnudel-Box vom Asia-Imbiss gegenüber, noch das Tiefkühl-Fertiggericht aus dem Supermarkt oder das frittierte vegane Gemüse-Allerlei. Auch bunte Sonder-Packungsgrößen, die „Jetzt noch mehr Inhalt“, „3+1 gratis“ oder Ähnliches anpreisen, verhüllen selten gesunden, sinnvollen Inhalt.

Gesunde Ernährung muss dabei nicht zwangsläufig teuer sein. Man muss nur die Augen offen halten, beginnen Etiketten zu studieren und – um einen ersten Schritt zu machen – die unnötigsten Inhaltsstoffe wie beispielsweise E-Nummern, gehärtete Fette und übermäßig Zucker (der bekanntermaßen oft mehrfach in unterschiedlichen Bezeichnungen in ein- und demselben Produkt auftaucht) zu identifizieren und nach und nach aus dem Ernährungsplan zu eliminieren.

Ja, zu einer solchen Umstellung muss man sich erst einmal überwinden.
Ja, dazu muss man zweifellos aus der Komfortzone treten.
Ja, nach jahrelanger ungünstiger Ernährung werden einem gesunden Lebensmittel vermutlich erst einmal geschmacklos und langweilig vorkommen.

Aber es ist nur eine Frage der Gewohnheit. Gewohnheiten kann man ändern. Und die Ernährungsgewohnheiten zu ändern, weg von minderwertigen Magenfüllern hin zu einer ausgewogenen, schmackhaften ECHTEN Ernährung, die dem Körper alles gibt, was er braucht (und noch mehr), ist eine der wertvollsten Entscheidungen, die man für sich und seinen Körper treffen kann.

Durch ein sanftes Ausbalancieren der eigenen Ernährung kann man die allseits bekannten abendlichen Heißhunger-Attacken auf ein Minimum reduzieren und sogar komplett aus seinem Leben verbannen. Hochwertige Nahrungsmittel sorgen aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung im Allgemeinen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, wodurch wir automatisch weniger davon essen müssen.

Ein weiterer Denkanstoß: Ernährung wird inzwischen vielfach mit Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Tag für Tag schlucken viele Menschen einen Cocktail an Medikamenten – gegen erhöhten Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte, Kopf- und Magenschmerzen und was es sonst noch alles für Leiden gibt. Dabei wird leider vielfach übersehen, ignoriert oder schlicht und ergreifend nicht gewusst, dass man mit einer sanften Anpassung der Ernährung Imbalancen im Körper ausgleichen kann. Nicht alle, aber viele.

Warum also nicht auf den Selbstversuch einlassen? Was hat man zu verlieren? Wenn man es versucht und sich besser fühlt, wunderbar! Und wenn man keine Besserung verzeichnen kann, ist nichts einfacher, als bestimmte Ernährungsregeln bei Bedarf wieder über Bord zu werfen. Aber wenn man es nicht versucht, weil man meint, es ändert sich sowieso nichts, dann wird man es nie wissen und möglicherweise unnötig leiden.

Ich habe mich bereits auf einen solchen Selbstversuch eingelassen und würde es jederzeit wieder tun. Was habt ihr zu verlieren? Außer schlechter Angewohnheiten…

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Eisen – Warum Spinat ein schlechter Eisenlieferant und Eisenmangel kein Vegetarierproblem ist

Man liest immer häufiger von der Volkskrankheit Eisenmangel. Und davon, dass dieser hauptsächlich durch einseitige, mangelhafte Ernährung bei Vegetariern und Veganern ausgelöst wird. Wenn man bedenkt, wie wenig vegetarisch und…

Man liest immer häufiger von der Volkskrankheit Eisenmangel. Und davon, dass dieser hauptsächlich durch einseitige, mangelhafte Ernährung bei Vegetariern und Veganern ausgelöst wird. Wenn man bedenkt, wie wenig vegetarisch und vegan lebende Leute in Europa wohnen, können diese kaum schuld an einer Volkskrankheit sein. Eisenmangel entsteht vor allem bei einer einseitigen, unausgewogenen Ernährung oder bei Blutverlust. Er betrifft Fleischesser genauso wie Vegetarier oder Veganer!

Warum Eisen?

Die wichtigste Funktion des Eisens ist die Blutbildung. Das Blut ermöglicht den Transport des lebenswichtigen Sauerstoffs in die Organe und das Gewebe. Aber nicht nur die blutbildenden Zellen sind auf ausreichend Eisen (Funktionseisen) angewiesen, sondern über hundert weitere Körperfunktionen, wie beispielsweise die Energieproduktion in den Zellen oder die Hormonbildung. Das Funktionseisen kann, im Gegensatz zum Speichereisen (Ferritin) und Hämeisen (im Hämoglobin), im Blut nicht direkt nachgewiesen werden. Wenn es bedingt durch einen starken Eisenmangel zu einer Blutarmut kommt, spricht man von einer Eisenmangelanämie.

Bioverfügbarkeit – Die Eisenmenge, die vom Körper effektiv verwertet werden kann

Bioverfügbarkeit „Häm-Eisen“ (Fe2+): ca. 15 bis 35 Prozent
Bioverfügbarkeit „Nicht-Häm-Eisen“ (Fe3+): ca. 2 bis 20 Prozent

Biochemisch unterscheidet man zwischen zwei- und dreiwertigem Eisen, sprich Eisen kommt in der Nahrung in zwei Formen vor: Zweiwertiges Eisen, das als Bestandteil des Blutfarbstoffs nur in Fleisch und Fisch vorkommt, besitzt eine höhere Bioverfügbarkeit als das dreiwertige Eisen, das sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Man spricht auch von „Häm-Eisen“ im Fleisch (Fe2+) oder „Nicht-Häm-Eisen“ (Fe3+) in allen anderen Lebensmitteln. Das Häm-Eisen im Fleisch wird vom Körper besser aufgenommen (= höhere Bioverfügbarkeit). Weil pflanzliche Quellen das schlechter verwertbare „Nicht-Häm-Eisen“ enthalten, müssen Veganerinnen theoretisch etwa die doppelte Menge an Eisen aufnehmen. Erwachsenen Veganern und Veganerinnen nach der Menopause wird empfohlen, etwa 20 Milligramm (mg) täglich zu sich zu nehmen. Frauen vor der Menopause haben aufgrund der Menstruation einen etwas höheren Tagesbedarf (25 – 30 mg). Erwachsene Männer, die regelmäßig Fleisch essen, benötigen etwa 10 mg Eisen am Tag, Frauen etwa 15 mg. Für Kinder und Schwangere gelten diese Werte nicht.

Bild: Yvonne

Stoffe, die die Eisenaufnahme hemmen oder fördern

Eine optimale Eisenaufnahme erreicht man mit gleichzeitiger Aufnahme von Vitamin C. Das ist auch der Grund, warum viele Eisenpräparate ebenfalls Vitamin C enthalten. Fördernd sind auch weitere organische Säuren wie Weinsäure, Apfelsäure, Zitronensäure, Fructose oder Milchsäure. Die beiden grössten Hemmer für die Eisenaufnahme sind Koffein (in Kaffee, Tee, Kakao, Energy-Drinks, Cola-Getränken etc.) und Milchprodukte! Außerdem hemmt die Oxalsäure die Eisenaufnahme im Darm sehr stark. Oxalsäure kommt vor allem in Spinat, Rhabarber und Kakao vor. Phosphate in Fleisch, Käse oder Lebensmittelzusätzen, säurehemmende Medikamente oder die gleichzeitige Einnahme von Magnesium, Calcium oder Zink beeinträchtigen die Eisenaufnahme ebenfalls.

Symptome eines Eisenmangels

Wer unter Eisenmangel oder Eisenmangelanämie leidet, kann unter anderem folgende Symptome haben: Haarausfall, Probleme mit der Wärmeregulierung („Mir ist ständig kalt.“), ausgeprägte Müdigkeit, Leistungsschwäche, Atemnot, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Blasse Haut/Schleimhäute, Unterschenkelödeme (Wasser in den Beinen), Depressionen, brüchige Nägel, Hohlnägel, Mundwinkelrhagaden, brennende Zunge etc.

Blutwerte checken

Es ist wichtig, seine Blutwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. Um einen Eisenmangel feststellen zu können, muss sowohl Funktionseisen (meist Standard) als auch der Eisenspeicher (Ferritin) getestet werden. Unterschiedliche Testlabors haben teilweise etwas unterschiedliche oder veraltete Richtwerte. Dennoch sollte man beachten, dass Eisenwerte unter 50 µg/l behandelt werden sollten – vor allem dann, wenn Symptome auftreten. Daher ist es immer ratsam, sich eine Kopie der Blutuntersuchungsauswertung geben zu lassen. Bei einem Mangel sollte aufgrund der oben genannten Punkte unter ärztlicher Aufsicht supplementiert werden. Mit Tabletten oder bei einer Eisenmangelanämie mit Infusionen. Diese sind teuer und nicht komplett nebenwirkungsfrei, aber generell besser verträglich als Tabletten und werden mittlerweile von etlichen Krankenkassen übernommen.

Ärzte raten aus gutem Grund von der unkontrollierten Einnahme von selbst gekauften Eisenpräparaten ab. Eisen ist nicht wasserlöslich und kann auch überdosiert werden. Es gibt neben Eisenmangel auch eine Eisenspeicherkrankheit, die Hämochromatose. Diese muss ebenfalls ärztlich behandelt werden, weil sich dabei überschüssiges Eisen in den Organen ablagert und zu Gewebeschäden oder Vergiftungserscheinungen in Herz, Bauchspeicheldrüse, Hirnanhangdrüse, Leber und den Gelenken führen kann. Oft reicht bei einem Mangel eine einmalige Infusionsserie aus, um diesen in den Griff zu bekommen. Auch Veganer können danach versuchen, ihre Werte mit ihrer Ernährung und allenfalls veganen Präparaten im Normbereich zu halten.Es gibt mittlerweile empfehlenswerte Spezialisten auf dem Gebiet der Eisenmangelbehandlung: eisenzentrum.org

 

Bild: PDPics / pixabay.com

Eisenhaltige Lebensmittel

Wenn ein Eisenmangel festgestellt wurde, gibt es kaum eine Chance, die Speicher über die Nahrung wieder zu füllen. Alles, was über den Tagesbedarf heraus geht, gelangt in den Eisenspeicher. Unter dem Strich bleibt oft kaum etwas übrig, wenn man den Tagesbedarf mit dem Eisengehalt der zu sich genommenen Lebensmitteln vergleicht.

In der folgenden Liste sind einige pflanzliche Lebensmittel aufgeführt. Dabei beschränkt sich die Angabe auf den Eisengehalt. Möglicherweise enthaltene Stoffe, die die Eisenaufnahme fördern oder hemmen, wurden dabei nicht berücksichtigt. Der Eisengehalt ist ein Richtwert und jeweils in mg pro 100g angegeben:

Aprikosen, getrocknet 4
Datteln 3
Erbsen 5
Haferflocken 4,2
Hirseflocken 9
Ingwer 11
Johannisbeeren schwarz 1,3
Kardamom 100
Kürbiskerne 12
Mandeln 4
Melasse (Zuckerrübensirup) 15
Minze, getrocknet 87,5
Mohn 9,5
Petersilie getrocknet 97,8
Petersilie frisch 3,3
Pfifferlinge 6,5
Quinoa 10,8
Rote Beete/Rüben 1
Spinat 2,7
Süßholz 41
Tofu 6
Traubensaft 0,3
Weizenkleie 16
Zimt 38

Und als Vergleich noch einige tierische Lebensmittel, ebenfalls in mg/100g:
Austern 5,8
Blutwurst 6,4
Hühnereigelb 7,2
Kalbsleber 7,9
Lachs 0,7
Putenfleisch 3
Schweineleber 22
Rindfleisch 3

Eine übersichtliche Liste gibt es hier: eisenhaltigelebensmittel.de

Quellen:
http://www.eisenzentrum.org/ez/daten/in … age568.htm
http://www.vegan.ch/vegan-leben/gesund-leben/eisen/
http://www.lzlauftreff.ch/pdf/herunterl … mangel.pdf

1 Kommentar zu Eisen – Warum Spinat ein schlechter Eisenlieferant und Eisenmangel kein Vegetarierproblem ist

foodsharing.de

Lebensmittel teilen statt wegzuwerfen ist das Motto von Foodsharing! foodsharing.de ist eine Internet-Plattform, die Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gibt, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über foodsharing.de könnt…

Lebensmittel teilen statt wegzuwerfen ist das Motto von Foodsharing!

foodsharing.de ist eine Internet-Plattform, die Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gibt, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über foodsharing.de könnt ihr euch auch zum gemeinsamen Kochen verabreden, um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu Verkochen, statt sie wegzuwerfen.

Viel Spaß beim Foodsharen!

Hier die Homepage von foodsharing.de: foodsharing.de

Und hier deren facebook-Seite: facebook.com/foodsharing.de

Wer von euch ist schon unter die Foodsharer gegangen?

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