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Schlagwort: kosmetik

Sevie Handcreme – ein Produkttest

Ich habe mittlerweile sehr viele Handcremen. Die eine wird nach dem Baden verwendet, die andere bei sehr trockenen Händen und die dritte steht in der Küche und ist bereit um nach…

Ich habe mittlerweile sehr viele Handcremen. Die eine wird nach dem Baden verwendet, die andere bei sehr trockenen Händen und die dritte steht in der Küche und ist bereit um nach einem Abwasch in Aktion zu treten. Heute erzähle ich euch von einem Produkt, welches ich für einen Produkttest zur Verfügung gestellt bekommen habe: Die vegane Lemongrass Handcreme mit Mangobutter und Traubenkernöl von sevie. Das Unternehmen legt hohen Wert auf lokale Produktion – die Manufaktur befindet sich sogar zentral in Wien – und verzichtet dabei auf Mineralöle und Parabene, chemische Emulgatoren, Silikone sowie Alkohol. Alle Produkte werden von Hand gefertigt und sind vegan und tierversuchsfrei.

Jetzt aber zum Produkt! Der Geruch ist etwas gewöhnungsbedürftig und könnte vielleicht als “zu natürlich” wahrgenommen werden (da manche vielleicht eher chemische Gerüche bei kosmetischen Produkten gewohnt sind). Jedoch empfand ich ihn sofort als sehr entspannend, da der Lemongrass-Duft stark heraus kommt. Die Creme ist etwas fester und muss aus diesem Grund stärker einmassiert werden, zieht jedoch dadurch sehr schnell ein. Wenn die Dose länger offen steht, verfärbt sich die Tinktur, deshalb empfehle ich die Creme immer geschlossen zu halten und schnell aufzubrauchen.

Lemongras, Mangobutter und Traubenkernöl

Lemongras, Mangobutter und Traubenkernöl

Ich empfinde die Creme als sehr angenehm auf der Haut und den Geruch als erfreulich leicht. Jedoch würde ich allen WienerInnen, die sich selbst ein “Geruchsbild” machen wollen, empfehlen einfach im sevie Shop in 1070, Burggasse 128 vorbei zu schauen und euch beraten zu lassen. Dann könnt ihr euch auch das Nachfolgeprodukt der vorgestellten Handcreme ansehen, das während meines Tests von sevie gelauncht wurde – es handelt sich um die pure sevie Handcreme mit Lavendel & Lemongrass. Wenn das nicht nach Entspannung klingt!

Angeboten werden außerdem Workshops, die verschiedene Themengebiete abdecken wie zum Beispiel “Kosmetik selbst herstellen” und Vorträge wie unter anderem “Arbeiten mit ätherischen Ölen” und “Entgiftung und Entschlackung”.

 

Wann verwendet ihr eine Handcreme? Habt ihr immer eine in der Handtasche dabei?

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Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Alternatives Einkaufen (Teil 3)

Nach dem ersten Teil der Serie „Symbolisches Tierblut auf meiner Haut“, der einen ersten Einblick in den derzeitigen Stand betreffend Tierversuche und Kosmetik gegeben hat, sowie den zweiten Teil, der sich…

Nach dem ersten Teil der Serie „Symbolisches Tierblut auf meiner Haut“, der einen ersten Einblick in den derzeitigen Stand betreffend Tierversuche und Kosmetik gegeben hat, sowie den zweiten Teil, der sich damit auseinander setzt, wie Unternehmen versuchen zu verschleiern, dass für ihre Produkte Tierversuche durchgeführt wurden, folgt nun der dritte und letzte Teil dieser Artikelserie.

In der Vergangenheit haben bereits etliche Tierversuche für diverse Stoffe stattgefunden, deshalb ist es kaum möglich, ein Produkt zu entwickeln, für dessen Rohstoffe garantiert noch nie ein Tier leiden musste. Bei den folgenden Siegeln geht es also weniger darum, absolut ewige Tierversuchsfreiheit zu versichern, als mehr einen Stichtag festzulegen, ab dem man dies auch wirklich zu 100 Prozent garantieren kann.

Ich möchte hier nun Auszeichnungen aufzählen, die sich umfassend mit der Problematik auseinandersetzen und dank denen man „beruhigter“ einkaufen kann, soweit man sich mit deren Kriterien identifizieren kann: The Leaping Bunny, die Positivliste beziehungsweise Marke des Deutschen Tierschutzbundes e.V. / IHTN und die Positivliste von PETA Deutschland e.V. (beziehungsweise PETA USA).

The Leaping Bunny

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Eines der strengsten, wenn nicht das strengste aller Siegel. Wie der Name schon verrät, ist auf diesem internationalen Siegel ein springender Hase zu sehen, umgeben von zwei Balken und zwei Sternen. Hinter der Kennzeichnung stecken mehrere internationale Tierschutzorganisationen, die sich zusammengeschlossen haben. Es wird weltweit die gesamte Produktpalette (!) der jeweiligen zertifizierten Unternehmen geprüft – sobald auch nur ein Produkt in einem Land, welches Tierversuche verlangt, vertrieben wird, darf es diese Auszeichnung nicht mehr tragen. Dies bezieht sich – im Gegensatz zum EU-Gesetz – auf alle Inhaltsstoffe (nicht nur jene, die offiziell als Kosmetik definiert werden). Deshalb gibt es diese Auszeichnung auch für Haushaltsprodukte. Beim Leaping Bunny-Siegel dürfen die Firmen den Stichtag der Tierversuchsfreiheit selbst wählen, ab diesem müssen die Produkte zu 100 Prozent tierversuchsfrei sein (gültig für alle Lieferanten, Labore, Inhaltsstoffe und den Vertrieb in sämtlichen Ländern). Auch muss ein Kontrollsystem in die Lieferkette eingebaut werden, welches regelmäßig von einem unabhängigen Kontrollinstitut überprüft wird. Kommt ein Unternehmen gänzlich ohne Tierversuche aus, gehört aber einem Mutterkonzern an, der dies nicht tut, darf das Siegel verwendet werden, das entsprechende Unternehmen wird aber auf der Online-Shopping-Liste  beziehungsweise in der PDF-Shopping-Liste  gesondert (mit einem Quadrat) gekennzeichnet, wie zum Beispiel The Body Shop, welcher zu L’Oréal gehört. Anmerken möchte ich hier auch, dass die Listen leider nicht ganz aktuell sind – ich habe bei meiner Recherche mehr Produkte mit dieser Auszeichnung in Österreich gesehen, als hier angegeben.

IHTN / Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Auf diesem Zeichen ist ein Hase mit schützender Hand zu sehen. Verwendete Inhaltsstoffe dürfen ab dem 1. Januar 1979 nicht mehr an Tieren getestet worden sein. Wurde nach diesem Datum ein Tierversuch durchgeführt, darf das Unternehmen in keinem Zusammenhang mit der entsprechenden Firma stehen. Allgemein ist keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Firmen erlaubt, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Auch dürfen ausgezeichnete Firmen ihre Produkte nicht in Länder exportieren, wenn damit Tierversuche verbunden sind. Sobald die Gewinnung eines Stoffes mit Tierquälerei, Ausrottung oder der Tötung von Tieren zu tun hat, darf dieser ebenso nicht mehr verwendet werden. Um dieses Siegel zu erhalten, muss eine rechtsverbindliche Erklärung abgegeben werden, dass die Standards eingehalten werden. Bei Falschangaben droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro. Anmerken möchte ich, dass dieses Logo nicht alle Firmen, die auf der Positivliste stehen, auf ihren Produkten tragen – eine Firmenliste findet ihr hier.

PETA-Positivliste

PETA Hase
Um auf dieser Liste aufscheinen zu dürfen beziehungsweise den PETA-Hasen tragen zu dürfen, müssen die Firmen schriftlich versichern, dass sie weltweit keine Tierversuche bei Endprodukten oder für Rohstoffe durchführen oder durchführen lassen. Auch dürfen sie ihre Produkte nicht in Ländern vermarkten, in denen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind. Anders formuliert heißt es auf der Website auch, dass Firmen klar Stellung gegen Tierversuche beziehen müssen. Verdutzt hat mich persönlich dann allerdings, dass auf einigen Produkten der selben Marke der PETA-Hase abgebildet ist, auf anderen nicht… ?

Andere Auszeichnungen

BDIH_Siegel
Auch das BDIH-Siegel hat zwar in seinen Richtlinien kurz mit drei Sätzen das Verbot von Tierversuchen beziehungsweise Rohstoffen, die nach 31. Dezember 1997 getestet wurden, angeführt, wird aber zum Teil auch von Kosmetikfirmen mitentwickelt. Ebenso beziehen sich die Richtlinien leider auch nur auf kosmetische Rohstoffe, sind also in diesem Punkt nicht weiter entwickelt als das EU-Gesetz. Ende 2013 gab es eine Presseaussendung, in der es hieß, die Tierversuchsfreiheit gelte weltweit und die „Konformität mit dem BDIH-Siegel sei bei einem Export nach China gefährdet“ – bis jetzt wurden aber weder die Richtlinien auf der Homepage aktualisiert, noch gab es meines Wissens nach eine weitere Aussendung dieses Thema betreffend.

keine empfehlung veganblume natrue eco cert
Andere Logos, wie zum Beispiel die Veganblume oder das NATRUE-Label, möchte ich nicht empfehlen, da diesen Auszeichnungen keine ausgefeilten Regelungen für Tierversuche zugrunde liegen und diese ihren Schwerpunkt in anderen Bereichen haben. Das NATRUE-Label verweist beim Thema Tierversuche beispielsweise auf das EU-Recht (Problematik „Chemikalien“), welches lediglich global ausgeweitet wird – auch wird dieses Siegel meist einzeln für jedes Produkt einer Firma vergeben, hat also nichts mit der allgemeinen Firmenpolitik zu tun. Auch die Natur- bzw. Biokosmetik-Auszeichnung ECOCERT verweist beim Thema Tierversuche in einem einzigen kurzen Satz lediglich auf das EU-Gesetz mit all seinen Schlupflöchern.

Wie umständlich wird Shopping ab jetzt, wenn ich die Tierschutz-Logos berücksichtigen möchte? Kann ich noch in „normalen“ Geschäften einkaufen gehen?

Ja, entsprechende Produkte sind beispielsweise bei dm, Müller, in anderen Drogeriemärkten, Parfümerien oder Reformhäusern und Bio-Supermärkten zu finden. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase hat man auch schnell herausgefunden, welche Produkte man wo kaufen kann. Je nachdem, welchen Siegeln man persönlich den Vorzug geben möchte, wird es leichter oder etwas aufwendiger, entsprechende Artikel zu finden.

Weil es im Wirr-Warr der Logos meine liebste Auszeichnung ist, möchte ich euch noch einige damit ausgezeichnete Firmen, deren Produktsortimente und vermarktende Geschäfte auflisten:

Firmen mit Leaping-Bunny-Logo

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Urtekram: Verschiedene Shampoo-Varianten, Balsam, Bodylotion, Duschgel, Handseife, Deo, Handcreme, Tagescreme, Body-Scrub, Lippenbalsam, Body-Butter, Fußcreme, Produkte fürs Baby, Conditioner, Zahnpasta – immer größer werdendes Sortiment gesehen bei: dm, Reformhaus, in Österreich: BIPA
Santaverde: Gesichtsreinigung, Gesichtstoner, diverse Gesichtscremen, Augencreme, Gesichtsmasken, Anti-Aging-Produkte, Duschgel, Körpergel, Bodylotion, Handcreme, reines Aloe-Vera-Gel beziehungsweise -Saft – gesehen bei Marionnaud
Bulldog (Skincare For Men): Waschgel, Feuchtigkeitscremen, After Shave Balsam, Deo, Duschgel, Rasiergel und Rasiercreme – gesehen bei dm, in Österreich: BIPA
Intelligent Nutrients: Shampoo, Contitioner, Haarpflegeöl, Haarspray und -Gel, Gesichtspflegeprodukte, Körperpflege-Produkte, Lippenpflege und -gloss – gesehen im Reformhaus
Montagne Jeunesse: Gesichts- und Haarmasken, Körperpflegeprodukte – gesehen bei Müller, in Österreich: BIPA

Auch Reinigungsprodukte mit diesem Siegel sind vorhanden:
Ecover: Sämtliche Reinigungsartikel wie Scheuermilch, Bad-Reiniger, Kalk-Entferner, Allzweck-Reiniger, Bodenseife, Glas-Reiniger, WC-Reiniger, Weichspüler, Fleck-Entferner, Aktivsauerstoff-Bleiche, Woll- und Feinwaschmittel, Flüssigwaschmittel, Spülmittel und Spülmaschinen-Tabs – umfassendes Sortiment gesehen bei dm, Müller

Persönliche Erfahrungen

Geschultes Personal in einem von vier Fällen (zwei Reformhäuser, zwei Parfümerien). Beim Nachfragen erklärte mir eine Mitarbeiterin zum Beispiel stolz, dass all ihre Produkte tierversuchsfrei seien und ich keine Bedenken haben müsse – das habe sie erst auf einem Seminar gelernt. Auf mein Beharren hin fragte sie aber noch ihre Kollegin und voilá – plötzlich blieben von dem riesigen Sortiment nur noch drei Marken über, alle aber leider auch ohne Siegel… In nur einer Parfümerie erhielt ich wirklich gute und umfassende Auskunft über entsprechende Firmen. Nach der Recherche für diese Artikelserie kann ich nur sagen, dass große Firmen (bei kleinen Unternehmen mag es ja vielleicht anders sein, weil zu viel Aufwand und Kosten), die kein entsprechendes Siegel führen, leider meist auch einen Grund dafür haben.

Fazit: Augen auf!

Es fanden in den letzten Jahren genügend Tierversuche statt – es sind bereits ausreichend Stoffe erforscht, um sämtliche Artikel herstellen zu können. Ich denke, niemand kann beim heutigen Angebot sagen, dass diese Mittel „nicht funktionieren“ und weiter erforscht und verbessert werden müssen. Es würde theoretisch reichen, auf die bereits vor Jahren getesteten Inhaltsstoffe zurückzugreifen. Wenn es aber doch gänzlich neue Artikel sein sollen, sollten die Unternehmen nicht nur fortschrittlich und kreativ sein, was angebliche produktbezogene Revolutionen angeht, sondern auch die Forschung betreffend, um gänzlich auf Tierleid verzichten zu können. Auch würde ich mir wünschen, dass Unternehmen Ethik vor Profitgier stellen und gänzlich auf dubiose Märkte verzichten.

Welche tierversuchsfreien Marken und Produkte sind eure Favoriten? Und wo kauft ihr diese ein?

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DIY Kosmetik – Natürlich schön

Nachdem ich euch bereits den kleinen Ratgeber DIY Putzmittel – Natürlich Sauber von Tatiana Warchola vorgestellt habe, darf ich nun das Buch DIY Kosmetik- Natürlich Schön aus derselben Reihe vorstellen, von…

Nachdem ich euch bereits den kleinen Ratgeber DIY Putzmittel – Natürlich Sauber von Tatiana Warchola vorgestellt habe, darf ich nun das Buch DIY Kosmetik- Natürlich Schön aus derselben Reihe vorstellen, von der bereits weitere Bücher geplant sind.

Über die Autorin

Tatiana Warchola ist Mutter einer kleinen Tochter und hat durch ihre Schwangerschaft begonnen, bewusster zu leben und darauf zu achten, was sie ihrem Körper zuführt. Erschrocken darüber wie viele Dinge wir Menschen eigentlich machen „weil man es eben so macht“, ohne weiter darüber nachzudenken hat sie in ihrem Blog Natürlich Mama begonnen, über Alternativen zu schreiben. Ganz nach dem Motto: „Jeder kann die Welt verändern. Durch seinen Lebensstil.“

Schon lange achte ich darauf, ausschließlich Naturkosmetik und tierversuchsfreie Kosmetik zu kaufen. Nachdem ich aber gerade meinen Weg hin zu einem plastikarmen bis plastikfreien Haushalt beschreite, kommt bei mir immer öfter das Thema DIY auf, da so viel Kosmetik in Plastik verpackt ist. Tatiana zeigt in ihrem Buch wie man Kosmetik mit nur wenigen Handgriffen und auch noch günstiger als herkömmliche Produkte herstellt.

Über das Buch

Ich habe bereits meine ersten Erfahrungen mit selbstgemachter Kosmetik gemacht, aber dennoch schwebt über mir noch oft ein Fragezeichen in der Luft. Etwa wenn folgende Fragen auftauchen: Wie mache ich Zahnpasta selbst? Womit schminke ich mich ab? Wie mache ich mir ein Deo? Kann man Make-up selber machen?

Dass das geht und wie es funktioniert zeigt Tatiana leicht verständlich auf 80 Seiten in ihrem Buch. Wie schon in diesem Artikel geschrieben, kommt auch dieser Ratgeber auf den ersten Blick eher unscheinbar daher. Nachdem beide Bücher aus derselben Reihe sind, in der noch weitere Bücher folgen sollen, ist auch DIY Kosmetik graphisch sehr ansprechend gestaltet. Lieblich verspielt und trotzdem weder überladen, noch unübersichtlich.

Inhalt und Aufmachung überzeugen also auch hier. Nach einer kurzen Einleitung folgen bereits die fast 70 (!) Rezepte. Obwohl natürlich Pflanzenöle, Kakaobutter und Shaebutter zum Einsatz kommen, sind viele Rezepte nicht für Veganer geeignet, da sehr viel mit Honig und Bienenwachs gearbeitet wird. Letzteres lässt sich aber, genauso wie Lanolin, leicht durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Bei einer eigenen Honigmaske fällt das eher schwer. Dafür gibt es zu den meisten Produkten unterschiedliche Rezepte, so dass jeder etwas für sich finden sollte.

Wie zu erwarten war ist auch dieses Buch gut strukturiert und übersichtlich. So teilt sich der Ratgeber in folgende Teile:
• Schöne Lippen
• Weiße und gesunde Zähne
• Make-Up
• Gesichtspflege
• Körperpflege
• Haarpflege

Sympatisch ist, dass Tatiana ihre Rezepte sehr einfach gestaltet. Sie arbeitet nicht mit grammgenauen Angaben sondern hauptsächlich mit Tassen oder Esslöffel. Das birgt natürlich die Gefahr sich zu verzetteln. Bei einer handelsüblichen Küchenausstattung sollte aber nicht viel Schiefgehen. Beginnt man gerade erst, seine Produkte selber zu machen, steht als erstes ein Einkauf auf dem Programm, um all die Dinge zu besorgen, die man nicht zu Hause hat. Danach wiederholt sich aber vieles, sodass man mit wenigen Zutaten viele Produkte kreieren kann.

Ein Rezept, von dem ich vorher noch nie gehört habe, ist das Basisrezept für Haargel aus Leinsamen, welches ich euch hier vorstellen darf.

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Haargel

Zutaten
1/4 – 1/2 Tasse Leinsamen
2 Tassen Wasser

Alles zusammen in einen Topf geben und zum Kochen bringen bis es anfängt zu schäumen. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht wurde, abseihen und in ein verschließbares Gefäß umfüllen. Das Haargel ist im Kühlschrank zwei Wochen haltbar, außerhalb nur eine.

Mein Fazit

Viele verschiedene Rezepte, die zum Nachmachen einladen. Kompakt findet man fast alles was man braucht. Ich hätte mir noch ein Rezept für eine Handcreme gewünscht, da dies zu meiner absoluten Basisausstattung zählt. Dafür habe ich andere Rezepte gefunden, mit denen ich nicht gerechnet habe wie zum Beispiel Zahnpasta oder Mascara.

 

Bestellinformationen
DIY Kosmetik – Natürlich Schön
Tatiana Wachola
80 Seiten, broschiert
Format: 14,5 x 18 cm
Verlag: Freya; 1. Auflage 2015
ISBN-13: 978-3-99025-190-4
Preis: EUR 9,90 (A, D)

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Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Märchen & Mythen (Teil 2)

Nach dem ersten Teil dieser Artikelserie – Umzingelt von Tierversuchen? – folgt nun der zweite Teil über all die Tricks und Maschen, derer sich Unternehmen bedienen, um zu vermeiden, dass die…

Nach dem ersten Teil dieser Artikelserie – Umzingelt von Tierversuchen? – folgt nun der zweite Teil über all die Tricks und Maschen, derer sich Unternehmen bedienen, um zu vermeiden, dass die Herstellung ihrer Produkte mit Tierversuchen in Zusammenhang gebracht wird.

Die Marketing-Masche

Die meisten Konzerne versuchen natürlich, das Durchführen von Tierversuchen für ihre Produkte zu verschleiern; wer möchte denn schon symbolisches Blut an seiner Haut kleben haben? Die Aussage „Dieses Unternehmen testet nicht an Tieren“ klingt zwar gut, sagt jedoch nichts aus über an Dritte übergebene Forschungsaufträge, um ein Beispiel zu nennen. Auch die Aussage „Dieses Unternehmen engagiert sich gegen Tierversuche“ heißt nicht, dass nicht irgendeine aktuelle Verbindung zu diesen besteht. Vor allem macht es stutzig, wenn als erstgelistetes Argument dazu der Punkt „Firma XY testet keine Fertigprodukte an Tieren und gibt auch keine entsprechende Tests an Dritte weiter“ angeführt wird – denn das ist Vorgabe des Gesetzes und hat mit Engagement wohl kaum zu tun.

Kreativ wird es auch, wenn es darum geht, zu begründen, warum das entsprechende Unternehmen auf keiner Positivliste (mehr dazu im dritten Teil der Artikelserie), vermerkt ist. Ein Zitat hierzu: „Die deutsche Rechtssprechung geht davon aus, dass nicht allen Verbrauchern bekannt ist, dass theoretisch jeder in der Kosmetik eingesetzte Rohstoff irgendwann einmal an irgendeinem Ort der Welt im Tierversuch getestet sein könnte. Produktaussagen wie “Ohne Tierversuche” gelten daher als Irreführung. Aus diesem Grund findet sich der Name XY auch nicht auf den positiven Listen der Tierschutzorganisationen.“ (Quelle: Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog) Interessant. Schaffen es doch andere Unternehmen auch, auf solchen Liste aufzutauchen. „Wir versichern, dass kein Kosmetik- oder Körperpflegeprodukt bzw. deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurde“, klingt auch nicht so übel, lässt der Betonung wegen allerdings darauf schließen, dass andere Produktkategorien sehr wohl getestet werden. Hier kann ich nur empfehlen, die Statements gründlich durchzulesen und kritisch zu hinterfragen. Denn der erste Eindruck ist leider oft täuschend.

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Des Weiteren trifft es sich für die Unternehmen nur zu gut, sich auf die Gesetzeslage und die darin enthaltene Notwendigkeit von Tests beziehen zu können. Schließlich sind doch alle nur um das menschliche Wohlergehen besorgt, für das nun eben mal Tiere herhalten müssen. Frei nach dem Motto: „Es ist leider gesetzlich so, dass Chemikalien getestet werden müssen – uns sind die Hände gebunden“. Einige Konzerne sind immerhin so ehrlich und geben ihren Standpunkt zu Tierversuchen auch offen und unverschleiert zu. Einige Statements zum Thema Tierversuche könnt ihr auf dieser Seite nachlesen: Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

Sinnhaftigkeit von Tierversuchen in der Kosmetik

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und Tierversuche leider seit etlichen Jahren Standard, weil etabliert und bekannt. Sie sind aber nicht nur eine Qual für die Versuchstiere, oftmals sind sie für Menschen auch irrelevant, weil sich das Ergebnis nicht übertragen lässt. Ein anderer Körperbau, eine feinere Nase, eine andere Lebensweise – es gibt etliche Stoffe, die beim Tierversuch vielversprechend sind, bei der klinischen Prüfung am Menschen allerdings versagen. Ebenso spricht die lange Dauer der Versuchszeiträume von ein bis zwei Jahren gegen diese Anwendungen. Obgleich Tierversuche momentan oftmals noch kostengünstiger sind, ist es hoffentlich lediglich eine Frage der Zeit bis Alternativen in Serie gehen und auch diesbezüglich punkten können.

Das Traurige an der Sache ist auch, dass es Möglichkeiten gäbe, gänzlich auf Tierversuche zu verzichten. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit In-vitro-Verfahren („Reagenzglas-Verfahren“) zu nutzen oder die Vorgänge mit Biochips nachzuvollziehen, um nur zwei Alternativen aufzulisten. Die Vorteile der sogenannten In-vitro-Verfahren sind unter anderem die Reproduzierbarkeit, die höhere Empfindlichkeit und die Möglichkeit, Tests mit Human-Material durchzuführen. Hierbei ließen sich die Ergebnisse auch wirklich mit dem menschlichen Körper vergleichen. Auch die Anzahl der zeitgleich durchführbaren Tests wäre kaum beschränkt, die Ergebnisse lassen in etwa ein bis fünf Tage auf sich warten.

In den letzten Jahren hat sich zum Glück schon sehr viel getan, es fehlt aber leider immer wieder an Forschungsgeldern. Während die tierexperimentelle Forschung in Deutschland Gelder in Milliardenhöhe zur Verfügung hat, werden tierversuchsfreie Methoden nur mit ein paar Millionen gefördert. (Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Beispiele und Zahlen

Betroffene Lebewesen sind allen voran Mäuse und Ratten, gefolgt von Kaninchen, Meerschweinchen, Hunden und Katzen, zum Teil auch bestimmte Affen-Arten – in Österreich sind zum Beispiel nur Tests an Menschenaffen verboten. Um festzustellen, ob es zu Hautirritation bei bestimmten Substanzen kommt, wird Albino-Kaninchen das Mittel auf die geschorene Rückenhaut gerieben. Auch die Auswirkungen von Stoffen unter UV-Licht werden auf der bestrahlten Haut von Mäusen, Meerschweinchen oder Kaninchen untersucht. Und obwohl es sowohl für Augen- als auch Hautreizungen Alternativmethoden ohne den Einsatz von Tieren gäbe, wurden 2013 in der EU (!) Tierversuche dafür durchgeführt.

Solange man das Leiden von Nagern und anderen Tieren aber auf nur einen Teilbereich der Anwendungsgebiete reduziert (in diesem Fall Kosmetik), möchte ich allerdings keine Behauptungen aufstellen, welcher Versuch wofür verwendet wird. Inwieweit Schleimhaut- und Augenreizungen sowie Hautverätzungen nun offiziell in den Bereich Kosmetik, Seren oder eine andere Kategorie fallen, möchte ich hier nicht beurteilen. Fakt ist, dass Tierversuche von der Grundlagenforschung über Medizin bis hin zum chemischen Gesichtspunkt reichen und europaweit (!) pro Jahr Versuche an 11,5 Millionen Tieren durchgeführt werden, während es weltweit 115 Millionen Tiere jährlich betrifft (Quelle: Cruelty Free International).

Wie ihr feststellen könnt, ob eure Lieblings-Produkte im Zusammenhang mit Tierversuchen stehen oder nicht, erfahrt ihr im dritten und letzten Artikel.

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Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Umzingelt von Tierversuchen? (Teil 1)

Mein Zugang: Nichts ahnend. An einem gemütlichen Abend saß ich in der Badewanne und weil ich nichts zu Lesen bei der Hand hatte, griff ich nach dem Duschgel in der Hoffnung, einen…

Mein Zugang: Nichts ahnend. An einem gemütlichen Abend saß ich in der Badewanne und weil ich nichts zu Lesen bei der Hand hatte, griff ich nach dem Duschgel in der Hoffnung, einen interessanten Text auf der Rückseite zu finden. Diesen habe ich dann, neben einem kurzen Marketing-Absatz und den Inhaltsstoffen, auch tatsächlich gefunden: „Hergestellt ohne Tierversuche“ stand da. Das war nicht die Art von Text, die ich erwartet hatte. Zuerst dachte ich noch, dass das in der heutigen Zeit logisch sei, die Wissenschaft müsse doch schon längst soweit sein, auf diese verzichten zu können. Leider weit gefehlt.

Die ersten Zweifel kamen auf, als ich mein zweites Duschgel – die gleiche Marke, andere Sorte – unter die Lupe nahm: „Hergestellt ohne künstliche Aromen“ stand auf dem Platz, der bei der anderen Flasche den Tierversuchen vorbehalten war. Es folgte eine langwierige und umfassende Online-Recherche zu dem Thema und die Feststellung, dass vermutlich so gut wie all meine Kosmetikprodukte mit Tierversuchen in Verbindung stehen. Was leider auf den Großteil der im Fernsehen und in den glänzenden Magazinen beworbenen Kosmetika zutrifft. Unternehmen, die gänzlich ohne Tierversuche auskommen sind offensichtlich eine Seltenheit – und entsprechende Produkte ein Glücksgriff im Drogeriemarkt-Regal oder aber eher eine gezielte Suche nach diesen. Die Liste dieser Artikel ist quasi genau das Gegenteil von bekannten und vielfach beworbenen Produkten.

Kurzer Exkurs: Geschichtliches

Die Thematik der Tierschutz-Gesetze geht bis zur Zeit vor Christi Geburt zurück, wurde aber speziell im 19. Jahrhundert vermehrt aufgegriffen, mit der Forderung, diese zu verstärken. 1930 gab es diesbezüglich bereits mehr als 700 Vereine und Organisationen in Deutschland und schließlich machten sich die Nationalsozialisten das beliebte Thema zu Nutze: Viele Pelzhändler, Mediziner und Biologen waren Juden, in deren Kultur auch das Schächten (Ausbluten) verankert war. Dieses wurde, ebenso wie sämtliche Tierexperimente, vom NS-Regime per Gesetz verboten.
Für „kriegswichtige“ Projekte und für die „Volksgesundheit“ wurden aber schon zu dieser Zeit Ausnahmen zugelassen.

Aktuelles

Seit 11. März 2013 gibt es ein neues EU-Gesetz, welches Tierversuche für kosmetische Endprodukte sowie deren Rohstoffe verbietet. Entsprechende Produkte dürfen auch nicht mehr eingeführt werden. Ein schönes Zwischenziel, bei dem es allerdings noch einige offene Fragen und Unklarheiten gibt. Rohstoffe, die ihren Anwendungspunkt beispielsweise nicht ausschließlich (!) in kosmetischen Produkten finden, gelten als Chemikalie. Und Chemikalien fallen unter die Chemikalien-Richtlinie, für die europaweit Tierversuche verlangt werden, sofern es nicht zumindest sehr ähnliche, bereits getestete Stoffe gibt, durch die eine Vorhersage der Eigenschaften möglich wird. Auch wenn ein Inhaltsstoff in den medizinischen Bereich eingeordnet werden kann, sind Tierversuche meist gesetzlich vorgeschrieben.

Ebenso dürfen Konzerne nach wie vor außerhalb Europas Tiertests für Beauty-Produkte und deren Inhaltsstoffe durchführen, solange betroffene Einzelartikel nur nicht am europäischen Markt landen. Auf der anderen Seite gibt es nämlich Länder wie China – Hongkong & Taiwan ausgenommen -, die (erneute) Tierversuche zwingend vorschreiben und auch keine anderswo bereits anerkannten Alternativmethoden akzeptieren. Dies führt nun dazu, dass sich Unternehmen entscheiden müssen, an Tieren getestete Produkte am chinesischen Markt zu verkaufen und dafür auf den europäischen zu verzichten, oder umgekehrt.

Anmerken möchte ich auch, das sich dieses EU-Gesetz lediglich auf Produkte bezieht, die nach dem 11. März 2013 auf den Markt eingeführt wurden. Alle davor erschienenen Artikel sind von der Tierversuchsfreiheit ausgeschlossen und müssen auch nicht gesondert gekennzeichnet werden. Zu guter Letzt bleibt diesbezüglich noch zu sagen, dass die Durchsetzung und Kontrolle dieses Verkaufsverbots jedem einzelnen EU-Staat obliegt, wobei davon ausgegangen werden darf, dass nicht alle die Mittel hierfür haben.

Tierversuche? Nein, danke!

Man könnte nun natürlich sagen, dass das egal ist und für das eigene (europäische) Duschgel eventuell keine Tierversuche stattgefunden haben, sofern die Inhaltsstoffe nicht auch zum Beispiel Verwendung in Waschmitteln oder ähnlichem finden und somit als Chemikalie gelten, aber so lange ein Unternehmen irgendwo auf der Welt Tierversuche für irgendetwas durchführen lässt, finanziere ich mit dem Kauf dessen Produkte auch genau dies. Tierleid und die Firmen, die diese Tests in irgendeiner Form „gut heißen“ oder als notwendig erachten, möchte ich nach Möglichkeit aber nicht unterstützen, mit keinem noch so geringen Beitrag. Es gibt Alternativen und es gibt Firmen, die ohne Tierversuche auskommen.

Mehr dazu im zweiten Teil dieser Artikelserie.

 

Quellenangaben und weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/kosmetik-chemikalien/118-kosmetik-und-tierversuche
http://www.animalfair.at/2013/03/animal-fair-berichtet-kosmetik-tierversuche-in-eu-verboten/
http://echa.europa.eu/de/chemicals-in-our-life/animal-testing-under-reach
http://www.tierschutzbund.de/kosmetik-positivliste.html
http://www.gocrueltyfree.org/consumer/the-leaping-bunny
http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/richtlinie.htm
http://kosmetik.peta.de/

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UND GRETEL – Neue Naturkosmetik aus Berlin

Mein Kurztrip nach Berlin letzte Woche führte mich direkt zu den Berliner Modewochen. Eines meiner Highlights war der UND GRETEL Launch, wo Stephanie Dettmann und Christina Roth ihre Naturkosmetik präsentierten. Es gab…

Mein Kurztrip nach Berlin letzte Woche führte mich direkt zu den Berliner Modewochen. Eines meiner Highlights war der UND GRETEL Launch, wo Stephanie Dettmann und Christina Roth ihre Naturkosmetik präsentierten. Es gab die Möglichkeit, sich schminken zu lassen und somit die Produkte zu testen (leider ging sich das bei mir nicht aus).

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UND GRETEL Make-Up

Ein Produkt, welches mir dennoch ins Auge gestochen ist, und sicherlich hohen Anklang finden wird, ist das SUNNE Lifting Modellage Powder – perfekt für Contouring geeignet. Die Kollektion bestand weiters aus Lippenstiften, Mascara, hoch pigmentierten Lidschatten und einigem mehr.

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Produkte konnten vor Ort gekauft werden

Die beiden Damen legen hohen Wert auf kontrollierte Naturkosmetik und erfüllen deswegen auch die BDIH Standards, welche eine hohe Qualität, regelmäßige Kontrollen und unbedenkliche Inhaltsstoffe garantieren.

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TAGAROT Lippenstift in Pink Blossom

Mir gefielen die Produkte, weil sie nicht nur ökologisch, sondern auch sehr ansprechend gestaltet sind. Und die gute Nachricht: Es gibt sie auch bereits in Wien zu kaufen.

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Workshop bei makeupbine: Naturkosmetik selber machen X-MASpecial

Beschäftigt man sich etwas näher mit den Inhaltstoffen seiner Kosmetik und Pflegeprodukte, kommt man schnell ins Grübeln. Was sind denn das alles für Stoffe, die da aufgeführt werden und braucht…

Beschäftigt man sich etwas näher mit den Inhaltstoffen seiner Kosmetik und Pflegeprodukte, kommt man schnell ins Grübeln. Was sind denn das alles für Stoffe, die da aufgeführt werden und braucht man sie alle oder schaden sie meinem Körper vielleicht sogar? Um mich vor schädlichen Inhaltsstoffen wie Mikroplastik, Aluminium, Silikonen und hormonellen Wirkstoffen wie Parabene zu schützen, greife ich in den Geschäften nur noch zur Naturkosmetik. Aber auch hier gibt es enorme qualitative Unterschiede und es ist schwer, Plastikverpackungen zu vermeiden.

Aus diesem Grund habe ich mich gefragt, ob man sich seine Pflegeprodukte nicht leicht selbst herstellen kann. Man kann! Und genau das hat mir Sabine in ihrem Workshop „DIY Naturkosmetik X-MASpecial“ gezeigt. Sabine selbst ist Make up Artist & Beauty Coach, Bodyvital- & vegane Ernährungstrainerin und seit kurzem auch Grüne Kosmetik Pädagogin. Die besten Voraussetzungen also, um uns alle nötigen Informationen mitzugeben.

Im X-MASpecial Workshop haben wir Kosmetik produziert, die sich besonders gut als Geschenk eignt und haben dafür auch gleich einige Tipps und nette Verpackungsideen bekommen. Bereits im Vorfeld wurde festgelegt, dass wir folgende Produkte herstellen werden: Lippenbalsam, Körperpeeling, Bodybutter, Badebomben, Seifenkekse und Badesalz.

Der Workshop

Am Tag des Workshops ging ich bewaffnet mit Kochschürze, Handtuch und etlichen Glasgefäßen zu Bine, gespannt, was mich erwarten würde. Erwartet hat mich eine sehr nette und auf Anhieb sympathische Frau – Sabine, oder von ihrem Blog besser bekannt als „makeupbine“ – und weitere sieben Teilnehmer.

Zu Beginn stand eine Kennenlernrunde auf dem Programm und wir tauschten uns allgemein über Kosmetik aus. Worauf sollte man beim Kauf von Kosmetik achten, welche Marken sind weniger gut und welche sind empfehlenswert, welche Inhaltsstoffe sollte man vermeiden und was ist wichtig für den Körper? Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir Bines Ansatz „Verwende für deine Haut nur, was du auch essen würdest“. Damit ist zum einen gemeint, dass nur natürliche Rohstoffe wie Kakaobutter, Kräuter, Salz und ätherische Öle verwendet werden, aber auch, dass der beste Vitaminlieferant für unseren Körper kein im Labor hergestelltes Wundermittel ist. Eine Maske aus einer reifen Frucht hergestellt liefert der Haut alle Vitamine, die sie braucht.

Nach dieser spannenden Theorieeinheit geht es nun darum, dies in die Praxis umzusetzen. Wir werden von Bine dafür in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe geht zuerst in die Küche, die andere benötigt vorerst noch keinen Herd. Bine agiert als Springerin zwischen den beiden Gruppen, um uns helfend zur Seite zu stehen.

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Trockenübung

Zuerst sind bei mir also Badesalz, Seifenkekse und das Körperpeeling an der Reihe. Badesalz und Körperpeeling haben mich durch deren Einfachheit sofort überzeugt und die Rezepte sind nun definitiv in meinem Standardrepertoire aufgenommen. Bei den Seifenkeksen war ich allerdings etwas enttäuscht, denn wir haben keine Seife selbst gemacht, sondern gekaufte Seife zum verschenken „aufgepimpt“. Eine sehr süße Idee, die bei den Beschenkten auch super ankommt, aber es ist für mich eben keine DIY-Naturkosmetik und damit nicht ganz richtig platziert.

Kochprogramm

Danach ging es weiter in die Küche. Hier konnten wir Körperbutter, Badebomben und Lippenpflege herstellen. Darauf habe ich natürlich besonders gewartet, denn die Industrie verkauft uns das ja als teures, aufwändiges Verfahren. Umso überraschender war es, wie einfach es ist, diese Dinge selber zu machen.

Die Grundzutaten bei unseren Rezepten waren Kakaobutter, Shaebutter und Pflanzenöl. Je nach Produkt wurden noch Zutaten wie Natron, Stärke, Zitronensäure und ätherische Öle verwendet. Die große Kunst steckt im Mischungsverhältnis. Als Anfängerin, wie ich es bin, sollte man sich also unbedingt an erprobte Mixturen halten. Mit Bines Rezepten war es ganz einfach: Die schmelzenden Zutaten in ein Gefäß, erhitzen, rühren, eventuell zusätzliche Zutaten hinzufügen und dann in Förmchen füllen und ab in den Kühlschrank. Kostenpunkt: Wenige Euro, Zeitaufwand: Etwa 15 Minuten für ein Produkt.

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Weiters ist mir Bines Organisation positiv in Erinnerung geblieben. Ich bin immer ein bisschen skeptisch, wenn jemand Kurse quasi in seinem Wohnzimmer abhält, aber bei Bine hat alles von der ersten bis zur letzten Minute gepasst. Einerseits habe ich mich wie bei einem netten Mädelsnachmittag gefühlt, andererseits erkennt man bei Bine den ganzen Nachmittag über eine gute Struktur. Man merkt einfach, ihr liegt das Thema am Herzen, sie hat sich Gedanken gemacht und vorbereitet und vor allem ist sie mit Leidenschaft bei der Sache. Das sieht man auch an ihrem siebenseitigen Skript welches jeder Teilnehmer zugesendet bekommt, mit allen Rezepten des Nachmittags und einem Basistheorieteil zum Nachschlagen.

Hard facts

DIY Naturkosmetik X-MASpecial
Samstag, 22. November 2014, ab 12 Uhr (ca. vier bis fünf Stunden)
Kursgebühr: 70 Euro (+ 15 Euro Materialkosten, inkl. fertige Produkte, Skriptum, Getränke, Snacks)

Mein Fazit

Ich nehme unglaublich viel mit von diesem Nachmittag und bin nun bestärkt in meinem Vorhaben, mir meine Kosmetik in Zukunft öfter selbst zu kreieren. Beschäftigt man sich jedoch schon länger mit dem Thema und ist man selbst schon fest am Kosmetik rühren und möchte seinen Horizont erweitern, so ist man zwar bei Bine sicher an der richtigen Adresse, aber vermutlich nicht bei diesem Workshop. Für alle Neulinge in dem Bereich kann ich den Workshop aber nur empfehlen. In ihrem klassischen Workshop „DIY Naturkosmetik für Face & Body“ geht es bei Shampoo, Zahnpasta und Co mitunter auch etwas anspruchsvoller zur Sache, bei gleichzeitig maximal vier bis sechs Teilnehmern.

Alle zukünftigen Workshoptermine findet ihr hier bei makeupbine.

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Die Inspektorin: Mithilfe von Apps schadstofffreie Produkte einkaufen

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze…

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze leider nicht immer zur Aufklärung bei. Aber wir wären nicht im 21. Jahrhundert, gäbe es nicht Apps, um uns im Laden vor Ort aus der Misere zu helfen.

Die Tox-Fox App für den Kosmetik-Check
Um sicher zu gehen, dass ihr nur Kosmetika ohne hormonelle Zusätze kauft, kannst du die Tox-Fox App verwenden. Sie schützt euch zum Beispiel vor Produkten, die Parabene enthalten. Diese Substanz stört die Ausschüttung des Hormons Testosteron und kann den Hormonhaushalt von männlichen Föten durcheinander bringen. Bei Erwachsenen können sie allergieauslösend wirken. Es genügt, den Barcode des Produkts deiner Wahl zu scannen, und schon zeigt euch die App an, ob es sich um ein hormonfreies Kosmetikprodukt handelt. Diese App gibt es für iPhone und iPod touch.

Die Codecheck-App für fast alle Produkte
Diese App wurde bereits in einem Beitrag von Yvonne beschrieben – weil sie so umfangreich einsetzbar ist, sei sie hier nochmals erwähnt. In der App können nicht nur Kosmetika, sondern auch Nahrungsmittel, technische Produkte und Büroartikel auf ihre Schadstofffreiheit geprüft werden. Wenn das von euch gescannte Produkt unerwünschte Stoffe enthält, könnt ihr euch ein Alternativprodukt anzeigen lassen. Nährwert-Ampeln helfen neben der Anzeige bedenklicher Inhaltsstoffe bei der Kaufentscheidung. Verfügbar ist diese App sowohl für Apple- als auch Android-Geräte.

Der Aid E-Nummern-Finder
Der Aid E-Nummern-Finder ist eine App, die auch offline funktioniert. Wie der Name schon verspricht, ist diese App vor allem für die Erklärung von E-Nummern geeignet. Einfach die E-Nummer eingeben und schon folgt eine Information dazu, was hinter der E-Nummer steckt. Zusätzlich folgt noch eine Erläuterung darüber, ob die E-Nummer für Kleinkinder oder empfindliche Personen geeignet ist. Diesen Dienst könnt ihr ebenfalls auf Android- und Apple-Smartphones nutzen.

Ich hoffe, euch mit diesem Kolumnenbeitrag dazu inspiriert zu haben, einmal genauer zu hinterfragen, was in den Produkten eures täglichen Bedarfs steckt. Gibt es eine App, die ihr regelmäßig verwendet, um die Schadstofffreiheit verschiedener Artikel zu überprüfen?

 

Quellen:
Netdoktor
Wikipedia

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Einmal NaturkosmetikCamp 2014 hin und zurück – Mein Koffer voller Thesen

Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 verbrachte ich ein ereignisreiches Wochenende im wunderschönen Bad Häring im Tiroler Unterland. Auf dem ersten BarCamp für Naturkosmetik mischte ich mich unter die…

Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 verbrachte ich ein ereignisreiches Wochenende im wunderschönen Bad Häring im Tiroler Unterland. Auf dem ersten BarCamp für Naturkosmetik mischte ich mich unter die Fachleute, die allesamt für eine Alternative zur klassischen Konferenz angereist waren. Gemeinsames Diskutieren, Vernetzen und Wissensaustausch bildeten das Programm.  Als Vertreterin eines Magazins für Nachhaltigkeit wollte ich unbedingt spannende Erkenntnisse mitnehmen. Dem regen Austausch sei Dank, es hat funktioniert!

Ich packe meinen Koffer…

Während der Reisevorbereitungen für das erste NaturkosmetikCamp hieß es für mich vor allem, einen mentalen Koffer zu packen. Gedanklich schichtete ich das Bedürfnis danach, mein Vertrauen in Naturkosmetik zu festigen, neben mein Bestreben, gefühltes Wissen hinterfragen zu wollen. Mit gedankenschwerem Gepäck brach ich von Berlin nach Tirol auf. In freudiger Erwartung auf ein diskussionsreiches Wochenende, versprach ich mir selbst meinen Koffer randvoll mit Erkenntnissen zu füllen. Auf der achtstündigen Bahnreise zum Camp wuchs meine Aufregung ins Unermessliche und ich darf ehrlich zugeben, dass sich diese auch während des gesamten Wochenendes nicht merklich legte.

Angekommen in Bad Häring begrüßte mich eine unfassbare Bergidylle, die jedes Postkartenmotiv um Längen schlägt. Zwar verlangte die Großstädterin in mir schlagartig nach Erholung, die Motive meiner Reise waren jedoch andere. Schließlich führte mich die Chance auf Teilhabe und Wissensvermehrung an diesen außerordentlich schönen Ort. Es galt Souvenirs des geteilten Wissens – die Thesen – mit heimzubringen.

Das Camping an sich

BarCamping steht für die Kunst des Diskutierens mit Gleichgesinnten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den sogenannten Sessions wurde sich freundlich an die Themen herangetastet, fair dazwischenkommentiert und manches Mal energisch diskutiert. Den Input gaben einzelne Teilnehmer, deren Präsentationen meist direkte Steilvorlagen für Fragen und Anmerkungen boten. Es wurde auffällig viel hinterfragt, was ich als ernsthaftes Interesse und echte Neugier deutete. Jeder wollte sich auf die Unkonferenz einlassen, sowohl Naturkosmetik-Neulinge, als auch die alten Hasen der Branche.

Da viele der Camper in dem Veranstaltungshotel ihr Zimmer bezogen hatten, traf man sich jederzeit am veganen Buffet wieder. Zwischen leckerer Hummuspaste und grünem Salat entstanden Zeitfenster für den obligatorischen Kärtchentausch. Sobald das Eis mit dem Satz „Was machst Du denn eigentlich so?“ gebrochen war, wurde jede noch so kleine Pause für das Netzwerken genutzt und sich über die wichtigsten Themen des Wochenendes ausgetauscht. Naturkosmetik stand dabei zwar im Fokus, schien aber ausreichend Raum für andere Themen zu lassen.

Inmitten der geselligen Runde aus knapp 100 Vertretern der Bereiche Herstellung, Handel, Vertrieb, Zertifizierung, Zulieferung, Verpackung, Kosmetik, Hotellerie, PR und Marketing, kam ich nicht umhin mich zu fragen, was den Verbraucher motivieren könnte, selbst zu partizipieren. Ich habe deshalb versucht die Thesen inhaltlich auf die sich mir vermittelten Botschaften und unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit zusammenzuschrumpfen.

Die Botschaften für das Naturkosmetikjahr 2014

Bevor ich in das Thesenhopping einsteige, möchte ich vorausschicken, dass die einzelnen Punkte meine Ausformulierung darstellen und sich aus den Thesen und persönlichen Eindrücken speisen. Die Ergebnisse aus den insgesamt 21 Sessions können online nachgelesen werden. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, da die einzelnen Thesen Stimmungen aufgreifen, Trends wiedergeben und Fragestellungen repräsentieren, mit denen sich die Naturkosmetik-Branche aktuell auseinandersetzt.

  1.  Die Branche hat während des Camps unzweifelhaft gezeigt, dass sie den offenen Dialog über durchaus heikle Themen nicht scheut und damit ein klares Zeichen für Transparenz setzt.
  2. Der Charakter der Veranstaltung hat mir vor Augen geführt, dass hinter Marken und Machern, Menschen mit aufrechter Haltung und sympathischer Menschlichkeit stehen.
  3. Die Entwicklung von Naturkosmetik ist geprägt durch einen mannigfaltigen Pioniergeist, der sich fest entschlossen zeigt. Die Branche kennt und bekennt sich zu ihren Wurzeln. Geschichtsbewusstsein ist Voraussetzung für Erkenntnisse über die Gegenwart und stellt eine Notwendigkeit dar, um Zukünftiges gestalten zu können. (Beate Vogel und Elfriede Dambacher, Naturkosmetikverlag, Session)
  4. Es wurde klar artikuliert, dass den globalen Playern der konventionellen Kosmetikindustrie etwas entgegenzusetzen ist (Stichwort „Greenwashing“). Sei es, um die Sorgfalt bei der Herstellung auch zukünftig garantieren zu können oder,um die Ganzheitlichkeit der Produktionsprozesse nicht aus den Augen zu verlieren. Hier ist insbesondere auf die hohen Standards zu verweisen, die die Branche über die Jahre gesetzt hat. Diese könnten Gefahr laufen durch Regeln und Richtlinien auf europäischer Ebene (Iso-Norm) aufgeweicht zu werden. (Michael Pfister, Pure Green Group, Session; Ulrich Heinze, UHC Chemieberatung)
  5. Authentizität ist keine sinnentleerte Worthülse, sondern geht Hand in Hand mit glaubwürdigem Verhalten. Unternehmertum hat in allen Bereichen nachhaltige Wege zu beschreiten, die konsequent zu verfolgen sind. Hier wurde unter anderem erörtert, wie durch reduzierte Umverpackungen Einsparungspotential bei Packmitteln besteht und was „aus kontrolliert biologischer Wildsammlung“ im Kontext regionaler Zusammenarbeit mit Bauern bedeutet.  (Anke Boy, Speick Naturkosmetik, Session)
  6. Verbraucher, die sich für Naturkosmetik entscheiden, müssen mit Aufklärung belohnt werden. Aufklärung beginnt bei der Entwirrung des Siegel- und Zertifizierungs-Dschungels. Setzt sich fort mit einer Heranführung an das, was Naturkosmetik überhaupt ist und leisten kann. Produkte werden oft gekauft, ohne den Mehrwert einer Unterscheidung zwischen Natur- und Biokosmetik zu kennen. Letzlich resultiert Aufklärung darin, dass die Branche couragiert das Gleichgewicht zwischen Stärke (Tradition) und Anspruch (Innovation) sucht und dem Verbraucher so entgegengeht. (Julia Keith, beautyjagd, Session; Maria Pieper, Pieper Biokosmetik Manufaktur GmbH, Session)
  7. Zum Abschluss sind noch zwei handfeste Botschaften zu nennen, die zunächst lediglich auf dem Papier stehen, aber als Ziel definiert wurden. Einerseits der Wunsch nach gesteigertem Zusammenhalt und andererseits der Ruf nach gemeinschaftlicher Einflussnahme.

 

Mein Fazit

Das erste internationale NaturkosmetikCamp war eine lohnenswerte Veranstaltung. Als eine alternative Plattform zum herkömmlichen Konferenzstil bietet es Raum, sich inspirieren zu lassen und Möglichkeiten zu Veränderungen anzuregen. Zwar ist das zu absolvierende Programm straff gestrickt und dadurch zeitweise sehr anstrengend. Dafür profitierten die Teilnehmer von dem hohen Grad an Informiertheit und guten Vernetzungsmöglichkeiten. Der Veranstalter Wolfgang Falkner ist ein sehr freundlicher, angenehmer und harmonischer Charakter, dessen Ruhe und Umsicht das Wochenende maßgeblich mitgeprägt hat. Die Durchmischung der Camper aus unterschiedlichen Bereichen ist für das Format und die Diskussionen eine zuträgliche Entscheidung gewesen.

Ich persönlich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Blogger und Nischenmagazine mit ins Boot geholt werden. Dadurch kann ein Rückkanal zu den Verbrauchern entstehen, die sich bewusst und aufgeklärt informieren möchten. Darüber hinaus fände ich es sehr begrüßenswert, wenn das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in den Fokus gerückt wird. Die Naturkosmetik-Branche agiert durch und durch nachhaltig, dass darf sie ruhig noch selbstbewusster zeigen.

Wer hat gefehlt? Die Naturfriseure, es wäre interessant zu sehen, was in diesem Bereich alles so passiert. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Eine Fortsetzung des NaturkosmetikCamps in 2015 ist bereits in Planung.

Naturkosmetikcamp 0614 in Bad Häring, Tirol

Liebe Leser, ich hoffe, ihr habt meinen Ausführungen bis zum Ende folgen wollen und findet euch aufrichtig und nachhaltig informiert wieder. Es würde mich natürlich freuen, wenn ihr Lust bekommen habt, euch intensiver mit Natur- und Biokosmetik auseinanderzusetzen. Schließlich dreht sich beim NaturkosmetikCamp alles um eine äußerst wichtige Person: Um euch!

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Aller guten Dinge sind fünf. Teil 1: Nützlich-nachhaltige Apps für dein Smartphone

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Los geht es mit dem ersten Teil. Hier erfahrt ihr, welche Apps keinesfalls auf eurem Smartphone…

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Los geht es mit dem ersten Teil. Hier erfahrt ihr, welche Apps keinesfalls auf eurem Smartphone fehlen dürfen. Ihr findet die Apps jeweils für Android- oder Applegeräte und sie sind alle kostenlos.

1. Saisonkalender von appmagine

Die App zeigt an, wann welches Obst und Gemüse in unseren Breitengraden geerntet wird und somit frisch erhältlich ist. Um saisonale Lebensmittel zu finden, kann entweder das aktuelle Datum oder ein beliebiger Monat ausgewählt werden. Es wird zwischen über 70 heimischen und importierten Sorten unterschieden. Nicht alle importierten Obst- und Gemüsesorten sind ganzjährig erhältlich. Die App zeigt auf, was, wann in welchen Mengen verfügbar ist und ob heimisch oder importiert. Somit kann man einfach planen und einkaufen. Saisonale Produkte sind aufgrund des grossen Angebots oft günstiger und die Qualität durch die kurzen Transportwege besser, die Umwelt freut sich auch!

2. Kosmetik ohne Tierversuche von kosmetik-vegan.de

Die App bietet eine Liste der gängigsten Kosmetikfirmen. Diese ist alphabetisch geordnet oder kann auch mit Hilfe einer Suchfunktion verwendet werden. Unterschieden werden die Firmen mittels einer Ampel zwischen rot (= Achtung Tierversuche) und grün (= tierversuchsfrei). Über das Menü „Hilfe“ können die Kriterien, nach denen die Produkte bewertet wurden, eingesehen werden. Falls weitere Informationen zu einer Firma gewünscht sind, kann bei roten und grünen Produkten das Infosymbol angewählt werden. Grüne Produkte tragen ausserdem einen Vermerk, wenn sie ganz oder teilweise vegan oder vegetarisch sind. So könnt ihr mit gutem Gewissen einkaufen gehen und findet euch sofort im Produktewirrwarr zurecht.

3. Such Dich Grün von DeTeMedien GmbH

Die App zeigt dir Bioläden in deiner Umgebung an. Ich bin sicher, dass auch einer der knapp 4.500 Shops der Datenbank in deiner Nähe ist, den du bisher nicht kanntest. Es können unter anderem Bilder hochgeladen, die Geschäfte bewertet und mit dem Barcodescanner Produkte für weitere Informationen direkt eingelesen werden. Die App beinhaltet ausserdem spannende Bio-News und Informationen zu den unzähligen Biosiegeln. Diverse Inhalte können auch über Facebook oder Twitter geteilt werden, damit auch deine Freunde über den grünen Lifestyle informiert sind.

4. Codecheck von codecheck.info

Über 15 Millionen Produkte des täglichen Bedarfs befinden sich in der Datenbank: Lebensmittel, Kosmetikprodukte oder auch Alltagsgegenstände wie beispielsweise Klebstoffe, Putzmittel, Tiernahrung oder Kugelschreiber. Das gewünschte Produkt kann mit der Suche oder einfach über den Barcodescanner über die Kamera des Smartphones gefunden werden. Die Inhaltsstoffe werden aufgelistet und es wird jeweils angegeben, ob diese empfehlenswert sind oder nicht. Allergieauslösende oder hormonell wirksame Stoffe werden genauso wie ethisch umstrittene Inhaltsstoffe rot oder orange angegeben, empfehlenswerte hell- oder dunkelgrün. Die Begründung der Einordnung kann gegliedert nach Einsatz, Herkunft und Bemerkung nachgelesen werden.

5. FddB von fddb.info

FddB steht für Fooddatenbank und ist ein bekanntes Online-Ernährungstagebuch. Seit einiger Zeit sind gewisse Funktionen auch praktisch per App verfügbar. Nachdem man sich registriert hat, gibt man Grösse, Gewicht und sportliche Aktivitäten ein, um sein Profil zu vervollständigen. FddB berechnet dann den täglichen Kalorienbedarf um sein Gewicht zu halten oder abzunehmen. Nach jeder Mahlzeit wählt man aus der riesengrossen Datenbank die gegessene Menge aus und überträgt sie in sein Tagebuch. Im Diätbericht kann die Gewichtsveränderung grafisch dargestellt werden. Total praktisch für alle, die abnehmen oder den Überblick über die konsumierten Lebensmittel behalten möchten.

Im nächsten Teil zeige ich euch, welche fünf natürlichen, puren Produkte nicht mehr aus meinem Kosmetikschrank wegzudenken sind.

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