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Schlagwort: Haushalt

Aller guten Dinge sind fünf. Teil 4: Nützliche Haushaltstipps

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Weiter geht es mit dem vierten Teil. Ich zeige euch meine fünf Favoriten, die total einfach…

Ich werde euch hier fünf Mal fünf spannende, lustige, nützliche oder schöne Dinge vorstellen. Weiter geht es mit dem vierten Teil. Ich zeige euch meine fünf Favoriten, die total einfach umzusetzen sind und euch im Alltag Zeit und Geld sparen.

1. Scheibenwischwasser für das Auto

Sommer wie Winter, das Scheibenwischwasser sollte für eine klare Sicht nie ausgehen. Doch die Produkte sind meist teuer und enthalten Zusätze, die der Umwelt schaden können. Dabei kann man es so schnell, einfach, wirksam und vor allem fast kostenlos selbst herstellen. Für die Sommermischung einfach eine leere und rückstandslos saubere Flasche mit Wasser füllen und noch etwas Platz lassen. Für eine Anderthalbliterflasche etwa zwei bis drei Esslöffel handelsübliches Spülmittel und die gleiche Menge Essig dazugeben. Schütteln, einfüllen, fertig. Im Winter einfach Spiritus (Ethylalkohol) dazugeben, um den Gefrierpunkt herunterzusetzen.

2. Kugelschreiber entfernen

Aus Versehen wieder die Haut oder die Jeans mit Kugelschreiber angemalt? Dagegen gibt es schnelle und einfache Hilfe aus dem Badezimmer: Haarspray. Einfach die Stelle grosszügig mit dem Spray einsprühen und sofort wieder abwaschen. Bei empfindlicher Kleidung vorsichtig sein und den Tipp an einer unauffälligen Stelle testen. Noch vor dem Eintrocknen des Sprays am besten in der Waschmaschine waschen.

3. Tierhaare entfernen

Wenn der pelzige Liebling auf Textilien wie Kissen und Polstern viele Haare verloren hat, helfen dickere Putzhandschuhe – zum Beispiel aus Latex – am besten. Einfach anziehen und die Polster damit gut abreiben. So sammeln sich die Haare schnell zu kleinen Haarballen, die eingesammelt und entsorgt werden können.

4. Backofen reinigen

Eine feuerfeste Schale oder Auflaufform mit Wasser und einigen Spritzern frischem Zitronensaft in den Backofen stellen und bei etwa 150 Grad Celsius verdampfen lassen. Der Wasserdampf und die Säure der Zitrone helfen, Fettrückstände zu lösen, damit sie sich nach dem Auskühlen des Ofens ganz einfach entfernen lassen.

5. Badezimmer reinigen

Die Schale der Zitrone muss nicht entsorgt werden, sondern kann im Badezimmer verwendet werden. Schmutzränder und Kalkablagerungen in Duschen oder Badewannen lassen sich ganz einfach mit Zitronenschalen entfernen. Erst mit der weissen Seite die Flecken abreiben, danach mit der gelben. Anschliessend gut mit Wasser nachspülen.

Im nächsten Teil zeige ich euch fünf (beinahe) kalorienfreie und selbst gemachte Erfrischungsgetränke für den Sommer.

Hier die Links zu den ersten drei Teilen:
Aller guten Dinge sind fünf. Teil 1: Nützlich-nachhaltige Apps für dein Smartphone
Aller guten Dinge sind fünf. Teil 2: Natürlich schön mit puren Beautyhelfern
Aller guten Dinge sind fünf. Teil 3: Meine Küchenlieblinge

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Was ist eigentlich… Recycling?

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens…

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens auf Recycling eingehen.

Recycling kennt jeder, zumindest hat jeder dieses Wort schon einmal gehört. Was schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man an Recycling denkt? Große Müllpressen, Sammelstellen oder die Leergutannahme im heimischen Supermarkt? Vielleicht sogar der eigene Mülleimer? Ja, Recycling beginnt schon im eigenen Haushalt, das ist vielen leider nicht bewusst. Warum das so ist, und wie die Kette weitergeht, klären wir jetzt.

Was also ist Recycling genau?

Vor der Industrialisierung bestand Recycling schlicht aus der Wiederverwertung von Gülle und Ernteresten als Düngemittel oder dem Umwandeln von Lumpen zu Papier. Doch seit die Menge an Müll immer mehr anstieg und die Menschen nach den Weltkriegen zu größerem Wohlstand gelangten, wurde es notwendig, Deponien und Müllsammelplätze zu errichten, da Wiederverwertung damals nicht durchgeführt wurde. Erst 1970/80 wurde das Bewusstsein für Mülltrennung und Recycling wieder entdeckt und nach und nach wurden Systeme entwickelt, um auch in großen Städten eine gewisse Stabilität beim Recycling zu erreichen.

Facts about Austria

In der Gesamtrecyclingquote ist Österreich schon seit Jahren auf einem der Spitzenplätze im europäischen Ranking. Unter anderem ist dafür die ARA (Altstoff Recycling Austria) verantwortlich, die wohl bekannteste Recyclingfirma. Mehr als 85% der gesammelten Verpackungen werden verwertet und zu neuen Verpackungen verarbeitet. Der Rest wird als Brennstoff für zum Beispiel Fernwärme verbraucht. Auch bei der Verwertung von biologischen Abfällen belegt Österreich mit einer Quote von 33% im Bereich der kommunalen Abfälle einen europäischen Spitzenwert. Natürlich geht der Nachhaltigkeitsgedanke an vielen Firmen nicht vorbei und so werben Marken wie beispielsweise Vöslauer mit Umweltschutz durch Abfallvermeidung.

Artikel 1.2 recyclingstation

Bild: Moni

Do it!

Große Firmen tun es, doch wie bei vielen Bereichen im Leben heißt es: „Kleinvieh macht auch Mist!“ Also liegt es an uns, dem „kleinen Mann“, mit richtiger Mülltrennung und im besten Fall Müllvermeidung etwas Gutes für die Umwelt und für das eigene Bewusstsein zu tun. Das beginnt beim Einkauf und geht im täglichen Leben weiter: Plastikmüll so gut es geht vermeiden und den Müll richtig trennen. Je genauer jeder Einzelne seine Abfälle trennt, umso besser funktioniert das Abfallsystem! Plastik zu vermeiden ist insofern wichtig, da es als Kunststoff mehrere hundert bis tausend Jahre benötigt, um zu verrotten.

Ein paar Tipps für die Praxis:
– Beim Einkauf darauf achten, wie das Produkt verpackt ist. Kann man die Verpackung wieder verwenden? Ist es recycelt oder nachhaltig produziert?
– Einkaufstaschen wiederverwenden. In manchen Geschäften kann man recycelte Stoffbeutel kaufen und wenn diese kaputt gehen, kostenlos austauschen!
– In der Küche eine kleine Recyclingstation einrichten (wenn es der Platz zulässt) und einfach mal sammeln um zu sehen, wie viel Müll man innerhalb von beispielsweise einer Woche oder einem Monat produziert und dann analysieren was man vermeiden oder einschränken könnte.
Last, but not least:
– In einem Laden einkaufen, in dem man das Verpackungsmaterial selbst mitbringen darf beziehungsweise zur Verfügung gestellt bekommt wie zum Beispiel in Lunzers Maß-Greißlerei.

Fazit

Im Vergleich zum Upcycling, bei dem man sich kreativ ausleben kann, ist Recycling vielleicht langweiliger, aber trotzdem wichtig und nicht schwer umzusetzen. Ein bisschen bewusster einkaufen und vielleicht zweimal hinschauen bei Verpackungsmaterialien schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Ein kleiner Schritt für jeden einzelnen ist ein großer Schritt für ein nachhaltigeres Leben. Und mal ganz ehrlich, nerven euch die Mengen an Kunststoffverpackungen, Dosen und sonstigen vermeidbaren Verpackungsmaterialien nicht auch, genauso wie die ständige Diskussion: „Wer trägt jetzt endlich den Müll runter?“

Wer bringt bei euch den Müll aus dem Haus und was tut ihr um weniger davon zu produzieren? Ich freue mich auf Kommentare!

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Wohin mit alten Shampoos? Die 7 besten Recycling-Tipps

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt…

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt gefunden hat oder einfach süchtig nach Beautyartikeln ist. Beides ist natürlich nicht verwerflich – dennoch ist es aber irgendwie schade, dass die ganzen Flaschen einstauben! Ich meine, wer kann schon das ganze Zeug komplett aufbrauchen? Und dazu kommen noch Geschenke und Pröbchen. Wohin das alles? Einen zusätzlichen Schrank einbauen oder wegwerfen?

Wer nachhaltig leben möchte, kann auch mit diesen überflüssigen Produkten noch so einiges anstellen. Ich habe hier die sieben besten Tipps gesammelt und freue mich natürlich auch, wenn von euch noch ein paar Ideen hinzukommen.

1. Tipp – Duschgel: Shampoos, die man nicht für den Kopf verwenden mag, kann man prima als Duschgel benutzen.

2. Tipp – Rasiergel: Die meisten Bio-Shampoos, -Duschgele und auch –Conditioner eignen sich bestens als Rasiergel, denn sie sind dickflüssig und auch sanft zur Haut. Ich benutze sie sogar lieber als Rasierschaum, denn damit sind die Beine oft hinterher richtig trocken.

3. Tipp – Haarkur: Oft benutzt man ja Bio–Conditioner nicht mehr, weil sie nicht so reichhaltig sind und nicht so schnell wirken wie herkömmliche Produkte. Dabei hilft es meist mehr, wenn man sie länger einwirken lässt und sich die Inhaltsstoffe in Ruhe entfalten können. Wer keine Lust hat, eine halbe Stunde oder länger mit nassem Kopf herumzulaufen, kann zum Beispiel vor dem Schlafen ein paar Kleckse im trockenen Haar verteilen, etwas anfeuchten und dann mit Zopf oder auf einem Handtuch schlafen gehen. Am nächsten Morgen wie gewohnt waschen und sich überraschen lassen!

4. Tipp – Badezusatz: Sowohl Shampoo als auch Duschgel kann man bestens als Badezusatz verwenden. Das riecht meistens auch besser als die regulären Produkte.

5. Tipp – Putzmittel: Manchmal hat man ganz aggressive Shampoos, die man nicht mehr benutzen kann, weil die Kopfhaut irritiert reagiert. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Oft werden Tenside verwendet, die in Reinigungsmitteln vorkommen. Warum also nicht mal zum Beispiel die Badewanne damit schrubben, den Boden oder meinetwegen das Katzenklo? Habe ich alles schon ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

6. Tipp – Seife: Die aggressivere Waschkraft der Shampoos funktioniert natürlich auch bestens zum Händewaschen – und riecht meist besser als viele Seifen.

7. Tipp – Gegenstände reinigen: Auch eine gute Idee ist es, zum Beispiel Pinsel und Bürsten mit Shampoo zu reinigen! Gerade bei Naturborsten ist es wichtig, sie fachgerecht zu säubern und da es sich hier ja auch um Haare handelt, kann man seine Wildschweinborstenbürste gleich noch länger verwenden und hat doppelt die Umwelt und ihre Ressourcen geschont.

Für alle Tipps gilt: Wer sich an der Verpackung stört, kann sie auch in andere Gefäße umfüllen, dann sieht es auch optisch gleich besser aus!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reduzieren eurer Shampoovorräte!

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Wien, ein Narr und Reiswein: Mein Besuch im „echten“ Bhutan

„Es ist unvorstellbar, dass einer, der so aufwächst dann in Europa lebt, herumreist und jedes Jahr wieder hinfliegt.“, bringt meine Kollegin J. auf den Punkt, was wir uns alle denken….

„Es ist unvorstellbar, dass einer, der so aufwächst dann in Europa lebt, herumreist und jedes Jahr wieder hinfliegt.“, bringt meine Kollegin J. auf den Punkt, was wir uns alle denken. Ich sitze mit drei weiteren JournalistInnen in einem typisch bhutanischen Haus in einem Dorf in der Provinz Punakha, zirka drei Stunden von der Hauptstadt Thimphu entfernt. Drei Generationen leben im Haus, das ohne Nägel zusammen gehalten wird und in dessen Fenster es kein Glas, sondern Holzbretter zum Schutz gibt. Zu fünft teilen sie sich zwei Matratzen auf dem Boden; die Küche ist notdürftig mit einem Ofen in der Mitte eingerichtet; der Altar, den jede Familie besitzt, ist dafür umso prächtiger. Es ist das Elternhaus unseres Guides Chencho, der uns hierher eingeladen hat, und er ist es auch, von dem J. spricht.

„Du kommst aus Wien – ich liebe Wien!“, so hat mich der dunkelhäutige, pausbäckige Chencho vor einigen Tagen auf dem Flughafen in Paro in Bhutan begrüßt. Auf diese Standardaussage im Ausland folgt von mir meist eine Standardfrage: „Warst du schon einmal in Wien?“ „Ja, ich habe dort gewohnt!“ Ihr könnt euch meine Überraschung bei seiner Antwort vorstellen! Damit hatte ich an diesem anderen Ende der Welt jetzt wirklich nicht gerechnet. Ein Bhutaner, der schon einmal in Wien, in Österreich war? Wie sich später herausgestellt hat, hat Chencho ein Glück erfahren, von dem viele Jugendliche hier im Land des Donnerdrachens träumen: Als Tourguide ist er von einem reichen Wiener Paar eingeladen worden, einen Sprachkurs in Wien zu machen. Sie haben ihm die Reise finanziert, ihm eine Wohnung und Essen zu Verfügung gestellt und den Kurs bezahlt.

Chencho im Einsatz - beim Erklären des Nationaltiers Takin. Foto: Doris

Monate, die ihn – wie könnte es anders sein – wohl ziemlich geprägt haben. Zuhause in Bhutan hat er eine Reiseagentur gegründet, reist einmal im Jahr nach Berlin zur ITB und arbeitet in unserem Fall mit Bhutan Tourismus zusammen, um uns JournalistInnen sein Land zu zeigen. Und jetzt öffnet er uns sein Elternhaus, in dem ab September acht Gästezimmer Platz haben sollen. „Die TouristInnen wollen genau das, das echte Bhutan erleben.“, weiß der Österreich- und Deutschland-Fan, der als einzige Agentur bereits einen solchen „Farmstay“ anbietet.

Zufriedene glückliche Familien auf dem Land, ist das das "echte Bhutan"? Foto: Doris

Recht hat er. Doch das „echte“ Bhutan besteht schon längst nicht mehr nur aus DorfbewohnerInnen jeglichen Alters, die zufrieden Betelnuss (= Doma) kauend auf dem Reisfeld ihre Arbeit verrichten, auf Decken und Matratzen schlafen, keinen Strom haben und stundenlange Gehwege in Kauf nehmen, um dann auf dem Wahlzettel ein Kreuz bei dem zu machen, der am ältesten und somit am weisesten wirkt. Es sind auch Leute in Thimphu wie der 33jährige Chencho, die schon im Ausland waren, mit Fernsehen, Computer und Internet aufgewachsen sind wie wir, Englisch sprechen, ohne neuestes Handy nicht leben können und sich an den Komfort einer warmen Dusche im Haus mehr gewöhnt haben als an das Zusammenleben und ständige Zusammensein mit der ganzen Familie.

Reisfelder sind im Winter nur braun in braun. Foto: Doris

Dörfer, Märkte an den Straßen, Reisfelder und Chili-Plantagen neben golden geschmückten Tempeln – und doch suchen wir TouristInnen wohl dieses ländliche Bhutan, das – zugegeben – den größten Teil des Landes einnimmt. In der Provinz Punakha ist es zu finden. Die Fahrt führt über den Dochula Pass, den ebenfalls jede/r TouristIn zu sehen bekommt, weil dort 2003 zu Ehren gefallener Soldaten 108 Stupas aufgestellt wurden. Auch deshalb, weil man bei klarem Himmel die Berge des Himalaya-Gebirges sehen kann. Die Freude über diesen sicher atemberaubenden Anblick war uns leider weder bei der Hin- noch bei der Rückfahrt vergönnt. Dafür haben wir bei Letzterer den ersten Schnee erlebt – ein Ereignis, das in Bhutan mit einem Feiertag zelebriert wird und ein Abenteuer für uns, rechtzeitig über den Pass zu kommen.

Ein Abenteuer: Der Dochula Pass beim 1. Schneefall. Foto: Doris

Im Frühjahr und Sommer dominieren grüne Reisterrassen das Bild der ländlichen Provinz – ein Bild, das wir uns im braunen Winter nur vorstellen konnten. Dennoch waren wir schon wegen der wärmeren Temperaturen glücklich: Es ist gleich ein anderes Gefühl, nur mit zwei statt vier Schichten an Kleidung unterwegs sein zu müssen. Eine Erleichterung im Vergleich zum frostigen, städtischen Thimphu, in dem wir die meiste Zeit unseres Trips verbracht haben.

Reiche Chili-Ernte. Foto: Doris

Doch Punakha ist kein “Geheimtipp” mehr, sondern längst in jeder Tour inkludiert. Schuld daran ist vor allem der heilige Narr, ein Tibeter, der im 15. Jahrhundert nach Bhutan, eben in diese Region, gekommen ist, und mit seinem Penis (!) sämtliche Dämonen erschlagen und alle Frauen beglückt hat. Außerdem ist der Nationalsport Bogenschießen Drugpa Künleg zu verdanken genauso wie das Nationaltier Takin. Dieses hat der “Madman” selbst aus Knochen von Kuh und Ziege zusammengesetzt. Dass dieser Verrückte in Bhutan hoch verehrt wird und in den Tempeln seinen fixen Platz neben Buddha, Guru Rinpoche, Gründervater Shabdrung und dem König hat, macht das Volk für mich ziemlich sympathisch. Und ich bin keine Ausnahme: Natürlich hat Bhutan längst erkannt, wie verzückt TouristInnen sind, wenn sie die Geschichte dieses ungewöhnlichen Heiligen hören, einen Penis als Souvenir kaufen oder Fotos von den riesigen behaarten Gliedern an den Häuserwänden machen können. Letztere sollen übrigens böse Dämonen verscheuchen – wie einst der Penis des Heiligen – und vor Neidern schützen.

Das Nationaltier Takin wurde auch vom Narren erschaffen. Foto: Doris

Auch wir sind zum Tempel des Heiligen “gepilgert”, der in einem Dorf in Punakha zu finden ist. Nicht, ohne zuvor die Souvenirläden namens “Phallus Handicrafts” abgeklappert zu haben – ohne fündig zu werden, wohlgemerkt. Besonders beeindruckt hat mich die Stätte zu der Frauen auch heutzutage noch reisen, um um Kindersegen zu bitten und als letzten Ausweg mit einem gesegneten Holzpenis in der Hand den Tempel umrunden müssen, nicht. Aber ich bin vermutlich die falsche Zielgruppe.

Phallus Handicraft - deutlicher geht´s nicht. Foto: Doris

Da gefällt mir das Sitzen bei Chenchos Familie schon eher – auch wenn sich weder seine Mutter, noch seine 28jährige Schwester mit ihren zwei kleinen Kindern getraut haben, uns Gesellschaft zu leisten. Ich wäre dennoch gern länger dort geblieben, hätte liebend gerne dort übernachtet – in diesem Haus, 20 Minuten von der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz Punakha entfernt. Ich bin sicher, durch den Alltag einer lokalen Familie hätte ich mehr über den Buddhismus erfahren als beim Besuch unzähliger Tempel und Dzongs. Und ich bin mir fast noch sicherer, dass wir bei selbst gebrauten Ara (= Reiswein, der mich an verfaulte Äpfel erinnert hat) und den – sehr viel besseren – selbst gemachten Reispops noch so einiges erfahren hätten… haben wir ja schon, beim Kurzbesuch in Chenchos Elternhaus.

Prost, aufs echte Bhutan! Foto: Doris

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Offenlegung: Ich bin von Bhutan Tourismus und Active Bhutan Tours zu einem FamTrip eingeladen. Die Kosten für den Aufenthalt vor Ort werden genauso wie 50 Prozent der Flugkosten von Bangkok nach Paro von den Veranstaltern getragen. Danke dafür! Den Flug von Wien nach Bangkok habe ich selbst bezahlt (danke, Emirates, für die Unterstützung), ebenso die Visum-Kosten von 40 USD. Meinungen und Ansichten bleiben wie immer meine eigenen. 

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Grüne Erde Kakaohäferl

Eine leckere Trinkschokolade schmeckt noch besser in einer schönen Tasse!  Da eine meiner Leidenschaften schöne Tassen sind, durfte diese Tasse von Grüne Erde in meiner Sammlung nicht fehlen. Angenehmer als…

Eine leckere Trinkschokolade schmeckt noch besser in einer schönen Tasse! 

Da eine meiner Leidenschaften schöne Tassen sind, durfte diese Tasse von Grüne Erde in meiner Sammlung nicht fehlen. Angenehmer als diese Tasse liegt keine andere in der Hand, auch optisch finde ich sie wunderschön. 

Diese Tasse gibt es bei Grüne Erde in einem 2er Set – natürlich auch geeignet für Tee oder Kaffee.

Teilt jemand von euch meine Tassensammelleidenschaft? 

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