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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Zum Jahresabschluss der Kolumne stelle ich das vegane Kochbuch von Rüdiger Dahlke „Peace Food“ vor. Ich bekam anlässlich meines Geburtstages im Frühjahr ein Exemplar geschenkt und habe…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Zum Jahresabschluss der Kolumne stelle ich das vegane Kochbuch von Rüdiger Dahlke „Peace Food“ vor. Ich bekam anlässlich meines Geburtstages im Frühjahr ein Exemplar geschenkt und habe seither gut ein Drittel der darin beschriebenen Speisen ausprobiert. Offen gestanden bin ich keine sonderliche Freundin von Kochbüchern, meistens landen diverse Hirngespinste auf Basis des Kühlschrank-Inhaltes auf meinem Teller. Da mir aber die Aufmachung des besagten Stücks gut gefällt, hole ich mir gerne Anregungen und koche Rezepte nach.

Aufbau und Inhalt

Das Buch beinhaltet eine ausführliche Einführung, Kochanleitungen für vegane Kleinigkeiten, Peace Food für jeden Tag und die Kapitel „Kochen für Freunde“ und „Vegan & Süß“. Außerdem finden sich im Anhang eine Austauschtabelle veganer Alternativen und eine Vorstellung der RezeptautorInnen. Im ersten Teil wird das „Peace Food“-Konzept erklärt, mit dem Soja-Mythos aufgeräumt und viel Hintergrundwissen zu Gesundheits- und Ernährungsaspekten vermittelt.
Wusstet ihr beispielsweise, dass das Vitamin-B12 von Bakterien produziert wird, die auf den Oberflächen von Feld- und anderen Früchten gedeihen? Somit ist man reichlich versorgt, wenn man in seinem Garten biologischen Eigenanbau betreibt. Man muss die Ernte kaum waschen, wodurch die Vitamine erhalten bleiben.

Was ist Peace Food?

Das Konzept des Peace Food – also Friedensessens – basiert auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, die das Weglassen allen Tierproteins und -fettes aus gesundheitlichen Gründen empfehlen. Im Unterschied zur veganen Lebensweise wird Honig befürwortet. Laut der Homepage von Peace Food macht diese Lebensweise gesund, vital, glücklich, lebendig und friedvoll. Ein Blick auf die Seite lohnt sich. Man kann nachlesen, warum uns Fleisch und Milchprodukte krank machen. Es finden sich dort Studien, ein Restaurantführer und informative Videos. Rüdiger Dahlke ist Arzt, Psychotherapeut und Verfasser zahlreicher Bücher zum Thema Krankheitsdeutung und Heilung, sowie Krisenbewältigung und Ernährung. Dem hervorragenden Bestseller „Peace Food – Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ werde ich mich im nächsten Kolumnenbeitrag widmen.

In der Südsteiermark hat Dahlke das Gesundheitsressort TamanGa geschaffen. „Taman“ bedeutet Garten auf Bali und „Ga“ steht für Gamlitz, den Ort. Auf der Anlage werden Seminare zum Thema Fasten, Gesundheit und Ernährung angeboten. Ein großer Biogarten, Schwimmteiche und vieles mehr laden ein, dort zu verweilen.

Rezepte

Neben den Klassikern der pflanzlichen Kost wie Hummus und Soja-Gemüse-Schnitzel finden sich auch einige außergewöhnliche Rezepte. Hierzu gehören meiner Meinung nach die Rote-Beete-Karotten-Suppe mit Sesam oder die gefüllten Riesenchampignons. Mein derzeitiger Favorit ist der Alt-Wiener-Krautstrudel mit Paprikasoße, den gab es erst letzte Woche bei uns. Wir schwärmen noch immer davon. Ich finde, Weißkraut wird sowieso unterschätzt, gerade in dieser Jahreszeit bietet es sich für schmackhafte Gerichte an.

Gleich auf den ersten Seiten sprang mir folgendes Zitat ins Auge, das ich euch nicht länger vorenthalten möchte: „Die schlechte Nachricht ist: Das Leben vergeht wie im Flug. Die gute ist: Du bist der Pilot.“

Habt Ihr schon einmal von Peace Food oder Rüdiger Dahlke gehört? Wenn nein, dann gibt es in der nächsten Ausgabe mehr davon.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten: Das Wunder der Selbstliebe „Wer sich selbst liebt, der findet liebe Freunde, lebt Partnerschaft auf einer nährenden Ebene, ist erfolgreicher und lebt gesünder. Wer sich selbst…

Empfehlungen für kritische Leseratten: Das Wunder der Selbstliebe

„Wer sich selbst liebt, der findet liebe Freunde, lebt Partnerschaft auf einer nährenden Ebene, ist erfolgreicher und lebt gesünder. Wer sich selbst liebt, den liebt das Leben.“ Das klingt doch schon einmal nach einem vielversprechenden Buch, nicht? Und genau darum handelt es sich bei „Das Wunder der Selbstliebe – Der geheime Schlüssel zum Öffnen aller Türen“ von Bärbel und Manfred Mohr. Ich bekam das Buch von einer mir nahe stehenden Person anlässlich meiner Matura geschenkt und bin seither sehr begeistert davon. Da das sensible Thema Selbstliebe gerne mal in den Hintergrund rückt und in Vergessenheit gerät, ist es eine Lektüre, die man mehrmals lesen kann und soll. Die Autorin machte ihr Hobby zum Beruf und schrieb viele „Wunsch“-Bücher, Kinderbücher und Beziehungsratgeber. Sie starb kurz nach Fertigstellung dieses Buches. Ihr Mann Manfred führt ihr Werk weiter.

Das Wunder der Selbstliebe, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag, bietet sich für all jene an, die das Gefühl haben, sich selbst (zu) wenig zu lieben oder Probleme damit haben, ihren Körper anzunehmen, wie er ist. Durch aufklärende Worte und simple Übungen bildet das Buch die ideale Basis. Denn vergebens sind die – oft unbewussten – Anstrengungen, die Zuneigung anderer zu erringen. Umso ertragreicher ist die Arbeit an der Liebe und Akzeptanz der eigenen Person. Der Erfolg stellt sich schnell ein und auch das Umfeld verändert sich. Exemplarisch dafür möchte ich kurz die erste Übung des Buches beschreiben. Sie heißt „Selbstliebe-Spiegel-Übung“, ist eigentlich sehr einfach und trotzdem anspruchsvoll. Man stellt sich nackt vor einen Ganzkörperspiegel und liebt und akzeptiert sich selbst. Schritt für Schritt kann man sich ein Körperteil herauspicken, das einem besonders gut gefällt und sich so langsam vorarbeiten. Zum Beispiel: „Meine großen Augen gefallen mir, die Haare sind auch okay. Die Taille sieht ganz gut aus. Und ja, die blassen Beine, ich liebe euch auch – zumindest ein bisschen.“ Mit jedem Mal kann man so ein Stück seines Körpers mehr anerkennen und wertschätzen. Ihr werdet sehen, nach einiger Zeit kann man sogar den Problemzonen etwas Positives abgewinnen – „Meine große Nase entspricht zwar nicht dem gängigen Schönheitsideal, dafür kann ich bestens mit ihr atmen und riechen“.

Sehr gut gefällt mir ein im Buch abgedruckter Test, durch den man sich selbst einschätzen kann. Die genialsten Fragen sind meiner Meinung nach folgende:
• Kannst du dich alleine in ein Kaffeehaus setzen und etwas trinken?
• Angenommen, ein enger Verwandter, der dir sonst immer zum Geburtstag gratuliert, hat es diesmal vergessen. Was schließt du daraus?
• Ein bekannter Choleriker schreit dich vor versammelter Mannschaft an und macht dir ungerechtfertigt Vorwürfe. Wie geht es dir dabei?

Wer die Gründe bei sich selbst sucht, bloß weil der Geburtstag vergessen wurde oder sich doch ein bisschen schuldig fühlt nach der Standpauke des Cholerikers, der hat Handlungsbedarf. Wobei, zugegebenermaßen, haben wir den nicht alle? Ich glaube kaum, dass es viele Menschen gibt, die sich selbst in angemessenem Maße lieben. Kann man sich überhaupt zu viel lieben?

Nein sagen – aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie viel Überwindung es kostet, jemandem eine Bitte abzuschlagen und gezielt zu verneinen. Allzu oft nehme ich mich einer Aufgabe an, damit andere entlastet werden, zum Leidwesen meiner Zeiteinteilung und Entspannung. Gute Laune bleibt nicht zu selten auf der Strecke. In dem Buch wird genau dieses Phänomen angesprochen und gepredigt, öfter in sich hinein zu horchen und abzuwiegen, ob man instinktiv „Ja“ oder „Nein“ sagt. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn meine Antwort zu meinem Gunsten ausfällt. Folgende Frage, die auch in der Lektüre aufgeworfen wird und die wir uns oftmals gar nicht stellen: Was will ich eigentlich? Alleine sich darüber bewusst zu werden, das kann schon wahre Wunder bewirken und unseren Fokus wieder auf essentielle Dinge richten.

Über dieses Zitat stolperte ich in dem Buch, da es mir so gut gefällt, möchte ich es euch hier nicht vorenthalten: „Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, so denken wir, alles sei verloren. Aber dabei beginnt doch nur etwas Neues und Gutes.“ Leo N. Tolstoi

Abschließend möchte ich euch – neben dem Rat, das Buch zu lesen – noch diese Affirmation mit auf den Weg geben:

„Ich liebe mich selbst, egal ob es sonst noch einer tut. Ich liebe mich genauso wie ich bin. Auch wenn ich nicht alles gut finde, was ich tue, liebe ich mich immer selbst, trotz allem und mit allem was ich bin.“

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