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Schlagwort: Glücksfaktoren

Seele 2.0 – Zehn Gewohnheiten von emotional resilienten Menschen

Stau, Stress, schlechtes Wetter. Den einen ärgert es total, der andere geht mit Leichtigkeit darüber hinweg. Woran liegt es, dass wir so unterschiedlich auf Stressfaktoren reagieren? Natürlich spielt unser angeborener Charakter…

Stau, Stress, schlechtes Wetter. Den einen ärgert es total, der andere geht mit Leichtigkeit darüber hinweg. Woran liegt es, dass wir so unterschiedlich auf Stressfaktoren reagieren? Natürlich spielt unser angeborener Charakter eine Rolle. Du kannst dir aber ein paar Gewohnheiten zulegen, die es dir leichter machen, mit Stressfaktoren aller Art leichter umzugehen.

Gewohnheiten sind kleine vollautomatische Aktionen, die wir ausführen, ohne viel darüber nachzudenken. Sie erleichtern uns in vielen Bereichen das Leben. Gleichzeitig führen manche Gewohnheiten dazu, dass wir auf bestimmte Reize immer gleich reagieren. So kann es sein, dass du vom Typ her gar nicht so stressanfällig bist, dir aber irgendwann ein Muster angeeignet hast, schnell und empfindlich zu reagieren.

Fange heute noch an, dir ein paar neue Gewohnheiten zuzulegen – wähle deine Favoriten aus der Liste!

1. Warte auf die richtige Reaktion

Etwas passiert, ein Reiz erreicht deinen Hirn und sagt: „Reagiere auf mich!“ Deine Gewohnheiten und deine Muster sind sofort bereit und fragen „Same procedure as last year?“. Und ja, es ist energieeffizienter, in Mustern zu antworten. Bloß nicht immer gut für unsere Gefühlslage und unsere Gesundheit. Wenn dich also jemand oder etwas ärgert, reizt und stresst, kontrolliere den ersten Impuls und lasse nicht zu, dass deine Gewohnheiten die Macht übernehmen. Atme einmal tief durch und frage dich: Was ist jetzt die beste Handlung im Sinne meiner Absichten und Interessen? Worauf möchte ich meine Energie verwenden?

2. Halte Unangenehmes aus

Wenn wir hungrig sind, sehr hungrig, dürfen wir auf keinen Fall eine Restaurantkarte in die Hände bekommen. Oder einkaufen gehen. Wir bestellen oder kaufen viel zu viel, oft auch unnütze Sachen. Mache es zu einer Gewohnheit, etwas Unangenehmes wie Hunger, Ärger oder Frust zu tolerieren. Führe ein Tagebuch, schreibe dort jedes Mal auf, welche Gedanken dir in solchen Momenten kommen.

3. Erweitere deine Perspektiven

Manche Dinge passieren FÜR dich, und nicht dir. Was jetzt gerade unerträglich erscheint, mag in Zukunft ein Riesenvorteil werden. Aus welcher Perspektive kannst du auf deine Situation schauen, um deine Lage in einem anderen Licht zu sehen?

4. Praktiziere Akzeptanz

Eine sehr nützliche Gewohnheit: Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Akzeptieren heißt, dass du nicht aufgibst und die Kontrolle nicht an den Stress abgibst. Vertraue dir, dass du in jeder Situation die Kraft findest, noch einmal aufzustehen.

5. Denke an die Macht der Zeit

Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Was jetzt gerade furchtbar bremst und nervt oder weh tut, macht dich stärker und wird dir aus der Zukunft nicht so schlimm erscheinen. Gewöhne dich daran, dir Zeit zu geben.

6. Verlange nicht von dir, die Antworten immer parat zu haben

Wir sind es gewohnt, dass wir Rede und Antwort stehen müssen. Kommt es zu wichtigen Lebensfragen, verlangen wir von uns selbst, dass wir die richtigen Antworten sofort finden. Wir vergessen, dass die richtigen Antworten immer dann zu uns kommen, wenn wir dafür bereit sind. Und dass es ok ist, wenn man nicht alles sofort weiß.

7. Sorge für dich

Finde täglich Zeit, für dich selbst zu sorgen. Fange gar nicht erst an, mit dir selbst zu verhandeln – die Zeit ist immer da, du musst sie dir nur nehmen. Trinke eine Tasse Tee (achtsam, in Ruhe), mache einen Spaziergang, creme dich ein und gehe eine Stunde früher ins Bett.

8. Lache dich gesund

Mache es zu einer Gewohnheit, über etwas zu lachen. Zum Beispiel immer, bevor du einen Kunden anrufen musst oder nach einem unangenehmen Vorfall. Lass dich von Videos mit tollpatschigen Tieren in die Leichtigkeit entführen oder lese ein paar Witze.

9. Sei glücklich, statt Recht zu haben

In jedem Gespräch kannst du wählen, was dir wichtiger ist: Dein Stolz oder die Beziehung. Mache es dir zu einer Gewohnheit, kurz abzuwägen, ob es dir wirklich Wert ist, Recht zu haben.

10. Stärke die Stärken

Denke nicht an die Fehler, die du hast, nicht an die Macken und nicht an Probleme. Frage dich, was du heute richtig machen kannst, was dir Spaß macht und wovon du mehr haben willst. Da, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, davon wirst du mehr im Leben haben.

Kennst du andere gute Gewohnheiten? Teile diese gerne hier mit uns, denn von entspannten Menschen profitieren wir alle zusammen!

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Seele 2.0 – Wie du Probleme am einfachsten löst

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung…

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung auf etwas Schönes, Neues und Positives aktivieren können. Die Erwartung sei wichtiger als die eigentliche Aktivität. Konkret ausgedrückt: die Erwartung, sich etwas Schönes zu kaufen, die Erwartung, etwas Neues und Spannendes auszuprobieren, löst mehr Freude und Glücksgefühle in uns aus als die Aktivität selbst. Damit hat Herr Berns die alte Weisheit „Vorfreude ist die schönste Freude“ wissenschaftlich belegt.

Eine Empfehlung, die ich einmal in einem Reisebüro bekommen habe: Die Reise möglichst früh buchen, damit die Vorfreude richtig lang ist. Vielleicht ist dieser wissenschaftlicher Fakt auch einer der Gründe, warum es (gefühlt) kurz nach Ostern schon Weihnachtsmänner im Laden gibt – damit wir uns lange freuen und glücklich einkaufen.

Freuen wir uns über etwas, sorgen bestimmte Hormonprozesse dafür, dass unser Körper sich entspannt. Stress wird abgebaut, der Blutdruck sinkt, Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen. Die Phantasie spielt dabei eine große Rolle: Freuen wir uns auf etwas, malen wir uns das Ereignis in den buntesten Farben aus und beschäftigen uns lange damit. Vorfreude kann also sogar glücklicher machen als die eigentliche Freude. Was hat das nun mit dem Lösen von Problemen zu tun?

Drehe den Spieß um – umgekehrt gilt das Gleiche. Hast du ein Problem, das du lösen musst, sorgt dein Hormonhaushalt dafür, dass du angespannt bist. Je länger du das Problem vor dir her schiebst, desto bunter malt deine Phantasie die Unlösbarkeit und die Größe des Problems aus, desto weniger Kraft verspürst du, dich mit dem Problem zu beschäftigen. Somit kommt es in vielen Fällen dazu, dass die Beschäftigung mit dem Aufschieben der Problemlösung mehr Energie und Kräfte raubt, als die Lösung selbst. Das dürfte jedem bekannt sein, der das Geschirr tagelang in der Küche stehen lässt und jedes Mal schlechte Laune hat, wenn es in das Blickfeld gerät.

Die Lösung? Ganz einfach. Hast du dein Problem erkannt und willst es wirklich lösen, dann schiebe diesen Schritt so wenig wie möglich vor dir her. Dadurch ersparst du deinem Körper unnötige Stresshormone und sorgst für einen nachhaltigen Ressourcenhaushalt in deiner Seele. Noch eins: Zufrieden und glücklich sein heißt nicht, keine Probleme zu haben. Es bedeutet vielmehr, dass du lernst, mit den Problemen umzugehen und ihnen nicht erlaubst, dass sie dich von den Dingen ablenken, über die du glücklich und zufrieden sein kannst. Denn Gegenteil von Glück ist bekanntlich nicht Unglück, sondern Langeweile – und eine Welt ohne Probleme wäre absolut langweilig!

Ich hoffe, du bist nun hochmotiviert, die Probleme in deinem Leben mit einem frischen Blick zu betrachten und da anzupacken, wo es nötig ist. Vergiss nicht, einen Kommentar zu hinterlassen, wenn dir etwas durch den Kopf geht.

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