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Schlagwort: Genuss

Rohe Köstlichkeiten mitten in Wien: simply raw bakery (mit Rezept!)

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit…

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit in der Küche beziehungsweise auch auf regionalen Märkten, auf denen ich die Zutaten besorge. Wenn ich einkaufen gehe, achte ich darauf, regionale und auch saisonale Produkte zu kaufen. Gerne kaufe ich direkt bei Produzenten ein. Da wir einen Garten unser eigen nennen und mein Freund auch einen (kleinen) landwirtschaftlichen Betrieb hat, verwende ich natürlich bevorzugt unsere eigenen Produkte. Heraus kommen dabei neben typisch regionalen, saisonalen Speisen oftmals auch „Exoten“, dann ich probiere gerne Neues aus.

Meine Neugierde in Bezug auf Rohkost hat mich auch in die simply raw bakery in Wien geführt. Ich habe mich durch das Sortiment gekostet und eine Mitarbeiterin sowie die Besitzerin mit Fragen gelöchert. Auch die Atmosphäre in der Bakery hat mich beeindruckt. Es ist sehr gemütlich – die Sofas sind ein Hammer und die leise Musik im Hintergrund wirkt auf mich äußerst beruhigend. Das Personal ist sehr bemüht und gibt gerne Auskunft über die Speisen und deren Zubereitung.

simply raw bakery in Wien

Am 23. April 2014 hat die simply raw bakery in Wien eröffnet. Die Besitzerin der Bakery, Gabriele Danek, hat bereits 2010 die Rohkost-Welt für sich entdeckt. Nach der Absolvierung der Gastgewerbeprüfung und der Ausbildung zum „Raw Food Chef“ eröffnete die Quereinsteigerin diesimply raw bakery im Herzen Wiens.

simply raw bakery in Wien

in der simply raw bakery in Wien

Das Besondere an der simply raw bakery ist die Herstellung der Speisen in Gourmet Rohkost Qualität. Aus Früchten, Nüssen, Samen, Superfoods, Gemüse und Kräutern aus biologischer Landwirtschaft werden Gerichte gezaubert, die herkömmlichen Speisen in nichts nachstehen. So werden traditionelle Süßspeisen roh-köstlich interpretiert – Sachertorte, Marillenknödel, Kaiserschmarren und Gugelhupf.

Bei der Herstellung von Gourmet-Rohkost werden Lebensmittel zu keinem Zeitpunkt der Verarbeitung über eine Temperatur von 42 Grad erhitzt, gekocht oder gebacken. Durch diese Vorgehensweise bleiben alle Vitamine, Enzyme und Spurenelemente erhalten. Der menschliche Körper kann somit den besten Nutzen aus der Nahrung schöpfen. In der simply raw bakery sind alle Speisen laktose-, gluten- und zuckerfrei (es wird kein industrieller Zucker verwendet, sondern hausgemachte Dattelpaste und Agavensirup) sowie biologisch, sojafrei und vegan.

Schneefloeckchen in der simply raw bakery

In Handarbeit wird täglich frische Mandelmilch hergestellt, die zur Zubereitung von Speisen, aber auch für einige Kaffeevarianten verwendet wird. Es gibt aber nicht nur Süßes in der simply raw bakery. Auch kleine, nach Saison variable Snacks, Häppchen, Suppen und Tabouleh werden angeboten. Genauso wie Bruschetta, Nudeln und Lasagne kredenzt werden, natürlich in Rohkostqualität.

Die so genannten Superfoods, Goji-Beeren, Chia-Samen, Kakao-Nips und Kakao-Puder, sind auch in der Bakery erhältlich. Die Superfoods zeichnet ihr hoher Anteil an Antioxidantien aus, welche Fänger von freien Radikalen sind. Alle angebotenen Speisen können auch mitgenommen werden. Von diesem Angebot machte ich auch gleich Gebrauch, nachdem ich vor Ort schon ordentlich zugelangt habe. Ich gönnte mir ein traumhaftes, cremiges Tiramisu und einen Caffè Latte mit Mandelmilch. Die Creme des Tiramisus zerging regelrecht auf der Zunge, das Kakao-Puder obendrauf rundete den Geschmack ab. Um ehrlich zu sein, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um Rohkost handelt. Die in der Geschenkbox mitgenommenen Rohkost-Kugeln und die Bounty-Variation haben zu Hause keinen Tag überlebt – mein Gusto war einfach zu groß.

Tiramisu und Caffè Latte in der simply raw bakery

In Zukunft werde ich die simply raw bakery öfters besuchen. Ich kann nur jedem empfehlen, vorbeizuschauen und in die Welt der Rohkost einzutauchen – es zahlt sich auf jeden Fall (nicht nur geschmacklich) aus.

Weitere Informationen findet ihr unter simplyrawbakery.at und auf Facebook: ‪www.facebook.com/simplyrawbakery 

Die simply raw bakery befindet sich in der Drahtgasse 2/Am Hof in 1010 Wien. Sie hat von Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Bakery ist aber auch am Biobauermarkt Freyung am Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr anzutreffen.

Da ich von den rohen Köstlichkeiten so begeistert war, habe ich Gabriele nach einem Rezept gefragt. Die Glückskugeln passen übrigens perfekt zur Winterzeit finde ich, denn es ist Zimt darin.

Glueckskugerl nach einem Rezept der simply raw bakery

Glückskugeln (Rezept für ca. 30 Stück)

¼ Tasse Orangensaft
1 Tasse Datteln
2 Tassen gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Vanille
1 Prise Salz
Kokosflocken oder gemahlene Nüsse zum Wälzen

Datteln eine Stunde in Orangensaft einweichen. Mit einem starken Mixer zu Dattelpaste verarbeiten, restliche Zutaten dazugeben und gut durchmischen. Mit der Hand Kugeln formen und in den Kokosflocken oder gemahlenen Nüssen rollen. Mindestens drei Stunden kühl stellen – genießen!

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Grüne Vollwert-Chiaplätzchen

Weihnachten liegt inzwischen bereits einige Tage hinter uns und der eine oder andere bekommt bestimmt wieder Lust auf Kekse. Gerade im Winter, wenn es so kalt ist, freue ich mich…

Weihnachten liegt inzwischen bereits einige Tage hinter uns und der eine oder andere bekommt bestimmt wieder Lust auf Kekse. Gerade im Winter, wenn es so kalt ist, freue ich mich besonders auf einen kleinen süßen Happen. Wenn ihr gute Vorsätze bezüglich eurer Gesundheit für das neue Jahr gefasst habt, sind diese Kekse damit durchaus kompatibel.

Ich versuche bei meinen Backrezepten stets leckere, aber dennoch möglichst gesunde Kreationen zu zaubern. So auch mit diesen Plätzchen – sie sollten vollwertig und zuckerfrei sein, und ich hatte mir vorgenommen, Spinat darin zu verarbeiten. Keine Angst, sie sind trotzdem süß und lecker, aber haben dadurch eine interessante Farbe und passen mit ihrem grünen Kleid in jede nachhaltige und gesundheitsbewusste Keksdose.

Der Geschmack der Plätzchen ist sehr mild geworden, was entgegen meiner Sorgen auch bei anderen gut angekommen ist. Die Kekse schmecken unverwechselbar zart und lieblich. Wer dennoch mehr Süße haben möchte, kann natürlich etwas mehr Datteln und Apfelmus dazugeben.

Zutaten

2 EL (ca. 60 g) ungesüßtes Apfelmus
130 g Datteln
500 g Dinkel-Vollkornmehl
195 g Kokosöl
1 Prise Salz
1,5 TL Vanille
130 ml Pflanzenmilch eurer Wahl
30 g Chia
20 g Spinat

Zubereitung

Das Apfelmus mit den Datteln pürieren, bis eine weiche Masse entstanden ist. Mehl, Kokosöl, Salz, Vanille und Pflanzenmilch mit dem Dattelmus zusammen mixen. Die Chia Samen mit einem Löffel darunter mischen. Etwa zwei Drittel des Teiges abspalten und in den Kühlschrank stellen. Den Spinat mit dem anderen Drittel des Teiges pürieren und ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Nach etwa 30 bis 45 Minuten die beiden Teigteile aus dem Kühlschrank holen und Plätzchen formen: Eine flachen runden Kreis mit dem braunen Teig formen. Einen etwas kleineren grünen Kreis formen und auf den braunen drücken. Alternativ kann man auch eine große Fläche mit dem braunen Teig formen, dann eine grüne Schicht darauf legen, zu einer Rolle zusammen rollen und dann mit dem Messer Kekse abschneiden. Ich haben beide Möglichkeiten erfolgreich ausprobiert. Die Plätzchen etwa 20 Minuten bei 180 Grad backen.

Guten Appetit!

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Kürbis-Süßkartoffel-Eintopf

Seit Oktober steht Kürbis nun ständig auf meinem Speiseplan, weil er sich so vielfältig einsetzen und zu immer neuen Geschmackserlebnissen zusammensetzen lässt. Zudem gibt es unzählige verschiedene Kürbissorten und -formen,…

Seit Oktober steht Kürbis nun ständig auf meinem Speiseplan, weil er sich so vielfältig einsetzen und zu immer neuen Geschmackserlebnissen zusammensetzen lässt. Zudem gibt es unzählige verschiedene Kürbissorten und -formen, sodass das Kochen immer Abwechslung bietet. Mein absoluter Favorit ist und bleibt der Hokkaidokürbis, den ich schon als Kind in der Küche meiner Mutter zu genießen wusste.

Besonders in den kalten Monaten hilft das im Kürbis enthaltene Vitamin C, das Immunsystem auf Trab zu halten. Darüber hinaus versorgen Kürbisse uns mit reichlich Antioxidantien und den Vitaminen A und E, die unter anderem die Sehkraft und das Strahlen der Haut unterstützen. Klingt so als sei Kürbis ein echter Allrounder? Ist auch so! Also nutzt die letzten Gelegenheiten und kocht etwas Feines, zum Beispiel diesen wunderbar wärmenden Kürbiseintopf.

Für vier Portionen braucht man:

2 TL Chiliflocken
Ein ca. 2cm großes Stück Ingwer
1 rote Zwiebel
1 Jalapeño
Öl zum Anbraten
1 kleinen Hokkaidokürbis
2 faustgroße Süßkartoffeln
300 g gewürfelte Tomaten mit Soße
300 g grüne Bohnen
500 bis 600 ml Gemüsebrühe
Petersilie
Salz und Pfeffer
Kürbiskerne zum Garnieren
Evtl. Linsen und/oder Zimt

Als Erstes den Ingwer und die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit den Chiliflocken und der Jalapeño in etwas Öl andünsten. In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen und diese sowie den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden. Wenn die Zwiebeln glasig sind, beides hinzugeben und fünf Minuten anbraten, hinterher mit der Brühe ablöschen. Die Tomaten unterrühren und bei mittlerer Hitze für 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kürbis- und Süßkartoffelstücke fast weich sind. Zu guter Letzt die klein geschnittenen Bohnen und etwas frische Petersilie für 10 bis 15 weitere Minuten mit garen. Abschließend dann das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Kürbiskernen garnieren und genießen.

Wer es etwas deftiger mag, kann zum Beispiel noch Linsen mitkochen, dann wird der Eintopf sättigender. Ein Hauch von Zimt rundet das Gericht weihnachtlich ab.

Lasst es euch schmecken!

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front food: Fast Food-Restaurant des 21. Jahrhunderts in Linz

Mitte November eröffnete in Linz, in der Pfarrgasse 20, das Fast Food-Restaurant front food. Auf der Speisekarte finden wir das, was wir in einem Schnellrestaurant erwarten: Burger, Nuggets, Pommes, Muffins…

Mitte November eröffnete in Linz, in der Pfarrgasse 20, das Fast Food-Restaurant front food.

front food © victoria

Auf der Speisekarte finden wir das, was wir in einem Schnellrestaurant erwarten: Burger, Nuggets, Pommes, Muffins und Ähnliches. Die Unterschiede zu allen anderen Fast Food-Restaurants in dieser Stadt – die Speisen sind bio, fair und rein pflanzlich, das Verpackungsmaterial hundertprozentig kompostierbar und alle Angestellten bekommen den gleichen Lohn. Ein Restaurantkonzept ohne Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur, mit viel Innovation und Kreativität für einen zeitgemäßen und nachhaltigen Genuss im 21. Jahrhundert.

front food © victoria

Neben Speisen und Getränken zum Mitnehmen lädt die helle und sehr ansprechende Innenausstattung zum Verweilen ein, mit Steckdose an jedem Sitzplatz, kostenlosem Internetzugang und angenehm großen Tischen entsteht hier Raum zum Arbeiten oder für eine ausgedehnte Pause. Gratulation also an front food-Gründer Bernhard Falkner, der gemeinsam mit seinem Team dieses erstaunliche Projekt realisierte und Linz dadurch kulinarisch bereichert. Am Eröffnungstag nutzten viele die erste Gelegenheit für Burger und ähnliche Köstlichkeiten aus dem front food, ich persönlich wurde von Chiiesy Burger, Pommes Frites, Nuggets und Cola satt und glücklich!

Begeistert dich dieses Konzept für ein Fast Food-Restaurant auch?

Die Website von front food lautet: www.frontfood.at

Auf Facebook folgen könnt ihr front food hier: www.facebook.com/frontfood

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Rose küsst Wirsing – Orientalische, vegane Gemüsepfanne

Als ich gestern die Flasche Rosenwasser im Regal stehen sah, die ich schon länger nicht mehr benutzt hatte, war auf einmal die Idee für ein leckeres Rezept geboren. Bisher kannte…

Als ich gestern die Flasche Rosenwasser im Regal stehen sah, die ich schon länger nicht mehr benutzt hatte, war auf einmal die Idee für ein leckeres Rezept geboren. Bisher kannte ich Rosenwasser nur in Desserts. Ich wollte probieren, ob es sich auch in herzhafte Gerichte integrieren lässt. Das kann ich jetzt mit einem großen „Ja“ beantworten! Diese orientalische Gemüsepfanne verführt durch eine würzige Raz al Hanout Komponente, umwoben von lieblicher Rose, süßer Feige und frischer Zitrone. Lasst euch zu einer neuen Geschmacksreise in den Orient entführen.

Zutaten:

125 g Buchweizen
1 große Zwiebel
2 bis 3 Zehen Knoblauch
ca. 225 g Möhre/Karotte
ca. 225 g Zucchini
ca. 225 g Wirsing
70 g Feigen (getrocknet)
1 TL Salz
¼ TL Cumin
1 EL Raz el Hanout
¼ TL Pfeffer
10 g Mandeln
1 EL Rosenwasser
1 EL und 1 TL Zitrone

Zubereitung

Buchweizen mit Salz kochen, Knoblauch und Zwiebel hacken und ungefähr fünf Minuten kräftig anbraten. Den Buchweizen dazugeben und weitere fünf Minuten anbraten. In der Zwischenzeit das Gemüse und die Feigen in Würfel schneiden. Salz, Cumin, Raz el Hanout, Pfeffer sowie die Feigen und das Gemüse hinzugeben. Den Deckel auf die Pfanne setzen und ungefähr fünf bis sieben Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Hierbei immer wieder umrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen, den größten Teil der gehackten Mandeln sowie das Rosenwasser und den Zitronensaft hinzugeben und gut umrühren. Den Rest der Mandeln zum Garnieren verwenden.

Wer keinen Buchweizen zu Hause hat, kann stattdessen auch Reis oder Bulgur verwenden.

Guten Appetit!

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Blogvorstellung: Veganwave (Rezept für Moussaka inside!)

Als passionierte Windsurferin macht Karin sich immer wieder auf die Suche nach der perfekten Welle, virtuell surft sie schon längst darauf: Veganwave heißt ihr Blog für vegane Rezepte, den sie zusammen mit…

Als passionierte Windsurferin macht Karin sich immer wieder auf die Suche nach der perfekten Welle, virtuell surft sie schon längst darauf: Veganwave heißt ihr Blog für vegane Rezepte, den sie zusammen mit Sille betreibt. Gemeinsam sammeln sie Informationen zu veganen Themen wie Backen, Kochen, Restaurantempfehlungen, Kleidung, Reisen und mehr und schwingen als Testköchinnen für euch die Kochlöffel.

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Die Seite ist vom Logo bis zu den professionellen Bildern (Achtung Food Porn Alarm! – die Gerichte sind so liebevoll zubereitet und präsentiert, dass man am liebsten in den Bildschirm hüpfen möchte) sehr stimmig und wertig gestaltet. Spannend ist unter anderem der Anspruch, traditionelle deutsche Gerichte zu veganisieren – und was könnte es in der deutschen Küche traditionelleres geben als Rouladen? Eben. Das – zumindest optisch schon sehr überzeugende – Ergebnis der Veganisierungsaktion seht ihr hier:

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Wem das Lust auf mehr macht, der kann unter den Rubriken Suppen und Vorspeisen, Dips und Aufstriche, Salate, Hauptgerichte, Beilagen und Desserts und Kuchen nach weiteren Leckereien Ausschau halten. Die Rezepte sind zudem auch alphabetisch geordnet und man sieht in der Übersicht sofort: Karin und Sille veganisieren nicht nur die deutsche Küche, sondern machen auch vor den kulinarischen Klassikern anderer Kulturen nicht halt. Die Burger -und Hot Dog-Variationen sehen zwar auch sehr schmackhaft aus, aber da ich absoluter Fan der griechischen Küche bin, habe ich euch für das Rezept in der heutigen Blogvorstellung das Moussaka mit Thymian-Polenta und Tzatziki ausgesucht:

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Zutaten für drei Personen

Moussaka:

2 mittelgroße Auberginen
2 bis 3 Scheiben Cheddar von Wilmersburger
1 große Zwiebel
2 TL Gemüsebrühepulver
2 Dosen feinstückige Tomaten (800 g)
1/2 Bund frischen Basilikum (zerpflücken)
Prise Cayenne Pfeffer
Salz
Pfeffer (frisch gemahlen)
Viel Olivenöl zum Braten

Polenta:

125 g Minuten-Polenta
500 ml Wasser
2 TL frische Thymianblättchen
Salz
Pfeffer (frisch gemahlen)
1 EL Alsan

Tzatziki:

6 EL Tzatziki
(Gemäß Rezept vorbereiten. Kann auch gut am Vortag hergestellt werden.)

Zubereitung

Moussaka:
Auberginen waschen und in ungefähr 0,5 Zentimeter breite Scheiben schneiden. Von beiden Seiten mit ganz viel Salz bestreuen und ungefähr zehn Minuten ruhen lassen. Die Auberginen abbrausen und mit einem Küchenpapier abtupfen. Jede Scheibe von beiden Seiten pfeffern und in einer beschichtete Pfanne mit viel Olivenöl circa zehn Minuten von beiden Seiten gut anbraten. Für die Sauce die Zwiebel schälen, waschen und grob hacken. Mit Olivenöl die Zwiebel in einem Topf anbraten, aber nicht braun werden lassen. Für rund fünf Minuten unter Rühren glasig werden lassen. Tomatenstücke, Gemüsebrühepulver und Gewürze hinzugeben. Das Ganze für ungefähr zehn Minuten köcheln lassen. Am Schluss die zerpflückten Basilikumblätter mit in die Sauce geben. Eine Auflaufform nehmen und die Hälfte der gebratenen Auberginen auf den Boden schichten. Cheddarstücke auf den Auberginen verteilen und danach die Hälfte der roten Sauce auf die Auberginenschicht geben. Danach die restlichen Auberginenscheiben auf die Saucenschicht legen, wieder mit Cheddarstücken belegen und mit der restlichen Sauce begießen. Die Moussaka für 40 bis 45 Minuten bei 200 Grad in den Backofen geben. Ungefähr 15 Minuten vor dem Servieren auskühlen lassen.

Polenta:
Frischen Thymian waschen und die kleinen Blätter vom Stiel mit den Fingern abstreifen. Das Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, den Thymian hinein geben und dann die Polenta einstreuen und mit einem Holzlöffel schnell umrühren, damit es keine Klümpchen gibt. Circa zwei bis drei Minuten weiter umrühren, dabei aufpassen, dass nichts anbrennt. Mit zunehmendem Rühren wird sie fester. Vom Herd nehmen und kräftig salzen und pfeffern und nochmals gut umrühren. In einer beschichteten Pfanne Alsan schmelzen (bitte nicht braun werden lassen). Polenta als sechs Taler formen (gegebenenfalls mit Hilfe von Vorspeisenringen) und von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braun werden lassen (ungefähr zehn Minuten).

Guten Appetit!

 

Wie ihr seht, werden hier schon schwere Geschütze aufgefahren! Neben den Rezepten für vegane Köstlichkeiten aller Art teilt Veganwave im eigentlichen Blog aber auch noch unterschiedlichste Informationen rund um den veganen Alltag (neugierig, wo ihr vegane Printen herbekommt?), Produkttipps, Reise-und Eventberichte und vieles mehr mit euch. Folgen könnt ihr Veganwave natürlich auch auf Facebook. Surft doch mal vorbei!

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Vegane Nuss-Schokolade-Herzen

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn…

Herbst- und Winterzeit bedeutet für mich kühle, dunkle Tage, warme Tees, gute Bücher und dazu ein feines Stückchen Schokolade. Als ich anfing, mich vegan zu ernähren, war Schokolade eines der – wenn nicht sogar das – Nahrungsmittel, auf das zu verzichten es mir besonders schwer fiel. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf Zartbitterschokoladen mit besonders hohem Kakaoanteil umgestiegen, die keine Milchprodukte enthält. Aber sind wir mal ganz ehrlich, das ist nicht das Gleiche!

Und wenn man sich schon so einen Kopf darum macht, was man da so nascht, warum nicht gleich selbst machen? Betrachtet man die Zutatenliste diverser Bitterschokoladen, finden sich neben verschiedenen Emulgatoren und Aromastoffen drei wichtige Ingredienzien: Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter. In meinem Fall habe ich die Kakaomasse durch eine Mischung aus selbstgemachtem Erdnussmus, das zur Zeit in fast jedem meiner Gerichte (ob Smoothie oder Kürbissuppe) Verwendung findet, und Kakaopulver ersetzt und da ich versuche, auf raffinierten Zucker zu verzichten, habe ich für die Nuss-Schokolade-Herzen statt Zucker Ahornsirup verwendet, man kann aber sicherlich auch jede andere Form von Süßungsmittel nehmen.

Für 120 Gramm Schokolade braucht ihr:

50 g Kakaobutter
40 g Erdnüsse (wenn man sie vorher selbst knacken muss, hat die Vorfreude mehr Zeit zu wachsen)
10 g Kakaopulver
15 g Ahornsirup
¼ TL Zimt
1 Prise Salz (als Ausgleich zu der Süße)
Kostenpunkt ca. 2 Euro

selbst gemachte Schokolade

Zuerst schmeißt ihr die Erdnüsse in einen kleinen Mixer mit scharfem Messer und zerkleinert sie. Anfangs werden es nur kleine Stückchen, aber nicht entmutigen lassen, nach kurzer Zeit hat man eine Art „Erdnussmehl“ und wenn man sie dann noch ein bis zwei Minuten weitermixt, erhält man ein wunderbar cremiges, pures Erdnussmus ohne Zusätze. Schaltet den Mixer vielleicht zwischendurch herunter oder aus, damit der Motor nicht zu heiß wird. Zu dem Erdnussmus gebt ihr dann alle Zutaten bis auf die Kakaobutter und vermischt alles gut.

In der Zwischenzeit schmelzt ihr die Kakaobutter in einem Wasserbad auf dem Herd. Wenn diese geschmolzen ist, fügt ihr die Kakao-Nuss-Masse hinzu und verrührt beides gut mit einem Schneebesen, bis ihr eine glatte, flüssige Masse erhaltet. Diese könnt ihr nun in eure Pralinen- oder Schokoladeförmchen gießen und für ein paar Stunden im Kühlschrank erkalten lassen. Als kleine Überraschung habe ich in ein paar Förmchen zusätzlich grobgehackte Nüsse gefüllt und dann erst mit der Schokolade aufgegossen – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar andere Varianten ausprobieren, falls euch die Ergebnisse interessieren, lasst es mich wissen.

Viel Spaß beim Kreieren der süßen Versuchungen!

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Seele 2.0 – Welcher Genusstyp bist du? (mit Test)

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen…

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen kannst und kannst mit Hilfe eines Tests prüfen, welcher Genusstyp du bist.

Was ist Genussfähigkeit?

Der Ausdruck Genuss bezeichnet die Freude an Empfindungen und das gute Gefühl, das sich dabei einstellt. Bei Tisch sehr Wohlschmeckendes zu essen oder zu trinken, bei musischen und intellektuellen Erlebnissen wie

  • dem Lesen eines guten Buches
  • dem Musik hören oder selbst Musizieren
  • künstlerischer oder kreativer Betätigung
  • dem erfolgreichen Lernen und Lehren
  • persönlichem, beruflichem oder sportlichem Erfolg

 

in der Begegnung mit Anderen, etwa durch

  • soziales Wirken
  • das Pflegen von Freundschaften
  • Liebeserlebnisse

 

Grundvoraussetzung für den Genuss ist die Fähigkeit und Bereitschaft zu bewusstem Erleben mit allen Sinnen. Genießen ist: Wenn die Mundwinkel die Ohren suchen! Wer bewusst durchs Leben geht und genießt, ist Profi in Sachen Gesundheit. Denn durch das Genießen erreichen wir vor allem eins: Wir konzentrieren uns auf unsere Sinne und lassen das laute Hirn in die zweite Reihe rücken. Dadurch bekommen wir Nähe zu uns selbst und zu unserer Umwelt. Als Folge erleben wir mehr innere Balance, mehr Erholung und Entspannung. Und wer so entspannt ist, ist auch für die Menschen um einen herum eine attraktivere Persönlichkeit und ist selten allein. Das alles zusammen führt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zu einer nachhaltig starken Psyche.

Gute Gefühle, die durch das Genießen entstehen…
…stärken Willenskraft und Motivation
…sichern den Erfolg bei jeder Verhaltensänderung
…helfen beim Lernen von neuen Fähigkeiten
…verbessern das Gedächtnis und halten geistig fit
…erhöhen die Leistungsfähigkeit
…beugen Stress und Burnout vor
…fördern das Wohlbefinden
…schützen die psychische Gesundheit

Genussfähigkeit kann man trainieren

Genießen geht nicht auf Kommando, man muss sich schon ein wenig vorbeireiten. Schritt Nummer Eins: Reizreduktion. Wer gleichzeitig ein Fünf-Gänge-Menü isst und Facebook verfolgt, kann sich weder um die eine noch um die andere Aktivität genüsslich kümmern. Schritt Nummer Zwei: Lernen, die Kleinigkeiten im Leben zu sehen (hier hilft Achtsamkeit) und mit Freude anzuerkennen (hier hilft Dankbarkeit). Genussfähigkeit ist demnach eine richtige Kompetenz, die man nach und nach erlernt. Welcher Typ du heute bereits bist, kannst du weiter unten in einem kurzen Test feststellen.

Nur wer genießt, ist genießbar!

In vielen Sprichwörtern steckt eine gewaltige Portion Wahrheit, so auch in dem Spruch „Nur wer genießt, ist genießbar“. Manchmal hängt dieser Spruch in den Firmenkantinen an der Wand und erinnert uns, dass wir hier nicht nur zum Kalorien aufnehmen sind. Und wenn man sich bei einem Klassik-Konzert die verschiedenen Gesichter der Zuhörer anschaut, entwickelt man auch spontan Sympatien mit denjenigen, die fröhlich lächeln oder aufmerksam dem Spannungsbogen des Musikstücks folgen. Genießer erkennt man oft daran, dass sie eine Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlen und viel über die Welt zu erzählen haben, und mit solchen Menschen umgibt man sich lieber, als mit unzufriedenen Nörglern.

Genießen braucht Zeit

Mal eben schnell einen Genuss in die Agenda hineinschieben geht nicht. Gepaart mit der oben erwähnten Vorbereitung braucht der Genussmoment die Sicherheit, dass kein Zeitdruck herrscht. Am besten stellt man mögliche Störungsquellen aus und widmet sich ganz und gar dem Moment.

Mache den Test!

Welcher Genusstyp bist du? Andrea Wicho hat einen kurzen Test zusammengestellt, der dir hilft, das herauszufinden.

1. „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ – Was meinst du dazu?
Ein wahres Wort. (C)
Ich warte doch nicht bis zuletzt. Ich lache immer als Erster. (A)
Also mir ist es lieber, wenn alle gemeinsam lachen. (B)
Egal, ob man zuletzt lacht, man muss auf jeden Fall am lautesten von allen lachen. (D)

2. Angenommen, du wärst alleine im Urlaub. Was könnte dich am stärksten reizen?
Ein erotisches Abenteuer. (D)
Sport oder Kultur. (C)
Das Nachtleben: Jubel, Trubel, Geselligkeit. (A)
Der pure Erholungswert, Abschalten vom Alltag. (B)

3. „Kein Genuss ohne Reue.“ – Was meinst du dazu?
Na ja, das gehört halt dazu. (B)
Ich bin für jedweden Genuss, aber ohne jegliche Reue. (D)
Besser, man denkt schon vorher nach, bevor man nachher etwas bereuen könnte. (C)
Wenn’s ein besonders toller Genuss ist, kann man ja sein Gewissen vorübergehend auf Urlaub schicken (A)

4. Am besten arbeite ich, wenn…
…der Leistungsdruck enorm ist. (D)
…ich mich intellektuell von einer Fragestellung herausgefordert fühle. (A)
…ich von der Sinnhaftigkeit der Aufgabe überzeugt bin. (C)
…ich genügend Zeit zur Verfügung habe. (B)

5. Wofür nützt du eine kurze Arbeitspause am liebsten?
Zum Kaffeetrinken und Tratschen. (A)
Den Kopf zu klären und sich bereit für Neues zu machen. (C)
Zum Rauchen, Trinken, Essen, Spielen. (D)
Ich rufe zuhause an. (B)

6. Wann gehst du am ehesten mit dem Kopf durch die Wand? Wenn…
…mich überschäumende Energie vorwärts treibt. (D)
…die Wand aus Papier besteht. (C)
…ich unbedingt wissen will, was dahinter liegt. (A)
…es räumlich keinen anderen Weg zu geben scheint. (B)

7. An einem Menschen magst du am wenigsten, wenn er…
…rücksichtslos eigene Interessen durchsetzt. (B)
…faul und inaktiv ist und immer einen Ansporn braucht. (D)
…sich für nichts interessiert und deshalb langweilig ist. (A)
…kein Ziel hat und nur die Zeit totschlägt. (C)

8. Welches der nachstehenden Dinge wäre für dich der schönste Genuss?
Eine aufregende Reise. (A)
Ein nahezu orgiastischer Exzess. (D)
Meditative Erleuchtung. (C)
Erwiderte Liebe. (B)

9. Welchem Spruch über Zeit stimmst du am ehesten zu?
Seneca: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (C)
Da Vinci: „Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.“ (B)
Joubert: „Die Zeit ist Bewegung im Raum.“ (D)
Heine: „Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.“ (A)

Auswertung

Typ A, B, C oder D? Welchen Buchstaben hast du am häufigsten ausgewählt? Hast du bei mehreren Buchstaben etwa gleich hohe Werte, dann bist du ein Mischtyp. Lese dann bitte bei allen in Frage kommenden Buchstaben nach.

Typ A: Auf ständiger Jagd nach Anerkennung

Durch deinen Kopf geistern unzählige Ideen, die sofort umgesetzt werden wollen. Als rastlose Natur bist du ständig unterwegs und bei jedem angesagten Event dabei. Du genießt es, wenn du im Mittelpunkt stehst und mit möglichst verschiedenen Charakteren über Gott und die Welt plaudern kannst. Wenn sich ein andächtiges Publikum an deinen geistreichen Bemerkungen ergötzt und dir durch bewundernde Blicke und anerkennende Worte signalisiert, wie toll und einzigartig du bist. Es fällt dir aber nicht leicht, solch befriedigende Augenblicke festzuhalten und voll auszukosten: Du bist ja schon wieder auf dem Sprung!

Typ B: Harmonie schenkt Kraft

Du nimmst das Leben, wie es gerade kommt. Du willst mit anderen Menschen in Harmonie leben und ordnest dich deshalb bereitwillig den Wünschen anderer unter. Du genießt es, wenn es deinen Lieben gut geht und das Leben rundherum möglichst reibungslos und ohne Konflikte verläuft. Dein Genuss liegt im beschaulichen Auskosten des Augenblicks, in dem die Welt still zu stehen und ewige Harmonie zu herrschen scheint. Aus dieser Ruhe schöpfst du enorme Kraft und die Bereitschaft, weiterhin für andere da zu sein. Dies nützt aber mancher weidlich aus. Wie wäre es hin und wieder mit etwas mehr Egoismus?

Typ C: Genuss mit Maß und Ziel

Die Zeit ist für dich viel zu kostbar, um sie zu sinnlos verschwenden. Wertvoll ist für dich, was einen Nutzen hat. Was dich weiterbringt, wodurch du Erfahrungen sammelst. Zuerst muss alles erledigt werden, was wichtig ist: Zeit für Genuss bleibt auch noch später. Hast du dein Tagewerk aber vollbracht, gestattest du dir durchaus kurze Momente des Innehaltens, schauen in dich selbst hinein und genießt das beruhigende Gefühl, mit sich eins zu werden und dein persönliches Ziel erreicht zu haben. In manch einem dieser raren Genussmomente könnte aber die leise Sehnsucht erwachen, diese schönen Augenblicke mit anderen teilen zu wollen.

Typ D: Der Genuss liegt im Exzess

Deine größte Angst ist, etwas zu versäumen. Deshalb muss alles möglichst schnell gehen, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Du willst dich spüren und stürzt dich energiegeladen auf jede neue Herausforderung, testest dabei oft deine persönlichen Grenzen. Genuss bedeutet für dich die spannende Begegnung mit dem Außergewöhnlichen, ein orgiastisches Erlebnis der Extraklasse, das konventionelle Grenzen überschreitet und dich in sinnliche Dimensionen außerhalb von Raum und Zeit befördert. Prinzipiell gibst du dich nicht mit halben Genüssen zufrieden, du willst alles. Vorsicht, darin liegt ein gewisses Suchtpotenzial!

Was immer du jetzt herausgefunden hast, nimm dir etwas Zeit zu überlegen, was du damit machen willst: Soll es so bleiben? Möchtest du es ändern?

Drei Hauptbotschaften aus diesem Artikel

1. Jeder von uns genießt auf eine andere Art und Weise
2. Genießen braucht Vorbereitung und Zeit
3. Genussfähigkeit ist eine Ressource, die kleine Wunder für deine psychische und physische Gesundheit bewirken kann

In diesem Sinne wünsche ich dir eine genussvolle Zeit!

2 Kommentare zu Seele 2.0 – Welcher Genusstyp bist du? (mit Test)

Seele 2.0 im Körper 2.0

Wenn wir über Gesundheit sprechen, meinen wir meist gesunde Ernährung, Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf. Bist du schon gesund, wenn du nicht krank bist? Das Konzept der Salutogenese sagt dazu…

Wenn wir über Gesundheit sprechen, meinen wir meist gesunde Ernährung, Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf. Bist du schon gesund, wenn du nicht krank bist?

Das Konzept der Salutogenese sagt dazu ganz klar: Nein! Denn Gesundheit ist demnach kein Zustand, sondern ein Prozess. Während die uns bekannte Welt des Gesundheitsmanagements sich um Krankheiten und ihre Ursachen kümmert, blickt die Salutogenese auf attraktive Gesundheitsziele und auf die Ressourcen, die dazu erschlossen werden können. Es ist die Schwester der Positiven Psychologie in der Medizin.

Positive Psychologie sagt: „Don’t fix what’s wrong, build what’s strong.“ (klingt auf Englisch klarer), und meint damit eine Neuorientierung in diesem wissenschaftlichen Zweig. Wo man vorher Krankheitsbilder sortiert und Therapien entwickelt hat, schaut ein Vertreter der Positiven Psychologie, was für Bilder eines psychisch gesunden Menschen existieren und wie wir mehr von solchen positiven, gesunden Momenten in unserem Leben haben können. Stärken stärken statt Schwächen schwächen.

Neue Haltung, neues Verhalten

Auch die Salutogenese orientiert sich an einem Idealbild eines gesunden Menschen. Wenn wir uns normal um unsere (physische) Gesundheit kümmern, dann sind wir oft im Prozess des Vermeidens. Wir vermeiden jede Störung, die unserer Gesundheit schaden kann. Unsere innere Welt ist dann komplett auf Schutz und Verteidigung eingestellt. Wir bauen Wände auf, zu allen Seiten. Wenn wir so leben, fühlen wir uns selten komplett frei. Irgendetwas dürfen wir nicht – nicht lange draußen sitzen, nicht neben einem niesenden Menschen sitzen, nicht barfuß laufen. Kein Wunder also, dass wir uns ab und zu eine gesundheitliche Sünde erlauben. Denn wo Wände sind, da ist auch ein Bedürfnis danach, auszubrechen. Und: Wenn wir uns so zumauern und dann wie in einer Festung leben, können wir nur so viel Gesundheit haben wir wie wir bereits besitzen.

Lasst uns andersherum leben!

Statt Krankheiten zu vermeiden, können wir jeden Tag Gesundheit erlangen. Und das geht so:

1. Mit Proaktivität
Es reicht es nicht zu hoffen, dass du nicht krank wirst. Jeden Tag aufs Neue musst du etwas für deine Gesundheit tun. Morgens ein Workout (es gibt tolle Apps dafür – und du brauchst nur rund sieben Minuten!), gesundes Frühstück, viel klares Wasser trinken, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf… Du kennst das alles – wie viel davon ist in dein Leben integriert?

2. Mit Selbstkenntnis
Nur wer eigene Ressourcen kennt und diese bewusst einsetzt, kann sich um seine Gesundheit kümmern. Zu den Ressourcen gehören – neben deiner körperlichen Hülle:
deine Intelligenz
– deine bisherigen Erfahrungen mit Problembewältigung
dein soziales Umfeld
psychische Ressourcen (Genussfähigkeit, Selbstakzeptanz, Achtsamkeit). Diese Ressourcen werden in den Original-Studien der Salutogenese nicht erwähnt, vielleicht weil Mediziner und Psychologen da immer etwas eigen sind. Nichtsdestotrotz geben die Mediziner zu, dass psychische Gesundheit und Resilienz* einen wichtigen Einfluss auf das stetige Wiedererlangen der physischen Gesundheit haben.

3. Mit Ganzheitlichkeit
Du und deine Gesundheit, ihr werdet verschiedene Taktiken brauchen, je nachdem, was gerade los ist. Im Winter anders als im Sommer und bei mehr Stress stärker als in den entspannten Lebensphasen. Betrachte jede Veränderung in deinem Leben und sorge dafür, dass es dir gut geht. Ja, auch ein Freund, der in eine andere Stadt umzieht, kann der Grund dafür sein, dass du plötzlich öfter erkältet bist. Weil dir eine Ressource fehlt.

4. Mit Stetigkeit
An apple a day, das kennt (fast) jeder. Aber wer setzt das wirklich um? Wer trinkt wirklich zwei Liter Wasser und isst täglich frische vitaminhaltige Produkte, um anschließend zu joggen oder Yoga zu machen? Es geht hier auch nicht um schlechtes Gewissen, nur um Bewusstheit, was du selbst tagtäglich tust.

5. Mit Affirmationen
Zugegeben, wir verlassen hiermit den Bereich der Medizin. Aber spätestens seit meine Mutter, die einen akademischen Grad in Physik hat, sich ihre kleinen wie großen Wehwehchen mit selbstbejahenden Sätzen wegzaubert, habe ich mir das kleine Buch von Louise Hay zugelegt und schaue nach, was mein Körper mir sagen will, wenn ich mal wieder Migräne habe.

Seele 2.0 im Körper 2.0

Stelle deinen Körper darauf ein, dass er nicht gegen Krankheiten, sondern für Gesundheit kämpfen soll. Entdecken statt vermeiden. Erlangen statt besiegen. Erobern statt kontrollieren. Lieben statt hassen.

Ist dein Körper auf dem täglichen Weg zur Gesundheit unterwegs, hat es deine Seele viel einfacher, sich darin wohlzufühlen und sich stark zu fühlen. Und da die beiden – dein Körper und deine Seele – eng miteinander verbunden sind, wird dein Körper es deutlich merken, wenn es der Seele gut geht, und so können die beiden sich gegenseitig unterstützen.

Willst du das erleben? Dann los!

Resilienz* ist der Begriff für die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen. Ich habe hierzu einen separaten Artikel verfasst, welchen du hier lesen kannst.

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Seele 2.0 – Wie du Probleme am einfachsten löst

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung…

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung auf etwas Schönes, Neues und Positives aktivieren können. Die Erwartung sei wichtiger als die eigentliche Aktivität. Konkret ausgedrückt: die Erwartung, sich etwas Schönes zu kaufen, die Erwartung, etwas Neues und Spannendes auszuprobieren, löst mehr Freude und Glücksgefühle in uns aus als die Aktivität selbst. Damit hat Herr Berns die alte Weisheit „Vorfreude ist die schönste Freude“ wissenschaftlich belegt.

Eine Empfehlung, die ich einmal in einem Reisebüro bekommen habe: Die Reise möglichst früh buchen, damit die Vorfreude richtig lang ist. Vielleicht ist dieser wissenschaftlicher Fakt auch einer der Gründe, warum es (gefühlt) kurz nach Ostern schon Weihnachtsmänner im Laden gibt – damit wir uns lange freuen und glücklich einkaufen.

Freuen wir uns über etwas, sorgen bestimmte Hormonprozesse dafür, dass unser Körper sich entspannt. Stress wird abgebaut, der Blutdruck sinkt, Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen. Die Phantasie spielt dabei eine große Rolle: Freuen wir uns auf etwas, malen wir uns das Ereignis in den buntesten Farben aus und beschäftigen uns lange damit. Vorfreude kann also sogar glücklicher machen als die eigentliche Freude. Was hat das nun mit dem Lösen von Problemen zu tun?

Drehe den Spieß um – umgekehrt gilt das Gleiche. Hast du ein Problem, das du lösen musst, sorgt dein Hormonhaushalt dafür, dass du angespannt bist. Je länger du das Problem vor dir her schiebst, desto bunter malt deine Phantasie die Unlösbarkeit und die Größe des Problems aus, desto weniger Kraft verspürst du, dich mit dem Problem zu beschäftigen. Somit kommt es in vielen Fällen dazu, dass die Beschäftigung mit dem Aufschieben der Problemlösung mehr Energie und Kräfte raubt, als die Lösung selbst. Das dürfte jedem bekannt sein, der das Geschirr tagelang in der Küche stehen lässt und jedes Mal schlechte Laune hat, wenn es in das Blickfeld gerät.

Die Lösung? Ganz einfach. Hast du dein Problem erkannt und willst es wirklich lösen, dann schiebe diesen Schritt so wenig wie möglich vor dir her. Dadurch ersparst du deinem Körper unnötige Stresshormone und sorgst für einen nachhaltigen Ressourcenhaushalt in deiner Seele. Noch eins: Zufrieden und glücklich sein heißt nicht, keine Probleme zu haben. Es bedeutet vielmehr, dass du lernst, mit den Problemen umzugehen und ihnen nicht erlaubst, dass sie dich von den Dingen ablenken, über die du glücklich und zufrieden sein kannst. Denn Gegenteil von Glück ist bekanntlich nicht Unglück, sondern Langeweile – und eine Welt ohne Probleme wäre absolut langweilig!

Ich hoffe, du bist nun hochmotiviert, die Probleme in deinem Leben mit einem frischen Blick zu betrachten und da anzupacken, wo es nötig ist. Vergiss nicht, einen Kommentar zu hinterlassen, wenn dir etwas durch den Kopf geht.

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