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Schlagwort: Erfahrungsbericht

Der fünfte Mödlinger Fashionflohmarkt – und wir waren dabei!

Am Samstag, den 15. März 2014, fand in der Mödlinger Stadtgalerie der fünfte Mödlinger Fashionflohmarkt statt. Nachdem ich die ersten vier Male leider verpasst hatte, wollte ich ihn mir diesmal…

Am Samstag, den 15. März 2014, fand in der Mödlinger Stadtgalerie der fünfte Mödlinger Fashionflohmarkt statt. Nachdem ich die ersten vier Male leider verpasst hatte, wollte ich ihn mir diesmal auf keinen Fall entgehen lassen. Und so war ich letzten Endes nicht nur einmal, sondern quasi drei Mal vor Ort. Einerseits als Verkäuferin mit einem eigenen Stand, zusammen mit Moni, die mit Niika Fashiondesign Upcycling-Unikate fertigt. Andererseits als Käuferin, denn ich war natürlich sehr neugierig, ob der Fashionflohmarkt meinen Erwartungen und Vorstellungen gerecht wird. Und zu guter Letzt war ich auch als Redakteurin anwesend, um mit meinem Fotoapparat bewaffnet Eindrücke und Erlebnisse in den Artikel zu fassen, den ihr nun lest.

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Bild: Edda P.

Der Fashionflohmarkt startete um zehn Uhr, als Verkäuferinnen waren wir schon um acht Uhr anwesend, was aber im Vergleich zu anderen Flohmärkten, wo man schon um sechs Uhr startet noch eine sehr angenehme Zeit war. Eine halbe Stunde lang wurde alles zu Verkaufende ausgeladen, und um halb neun war Einlass, um sich einen Tisch zu sichern. Als Flohmarkt-Ungeübte konnten wir im ersten Stock der Stadtgalerie nichts ergattern, dafür fanden wir im zweiten Stock einen sehr schönen und großen Platz mit einem tollen Blick über die Galerie nach unten. Bis zehn Uhr konnten wir dann den vom Fashionflohmarkt zur Verfügung gestellten Stand mit unserer Kleidung und Accessoires bestücken. Schon währenddessen wurden die Stände der Nachbarn in Augenschein genommen, auch von mir. Fast hätte ich schon den ersten Kauf getätigt, eine traumhafte Jacke bei einer Standkollegin, noch mit Preisschild (45 Euro). Mir wurde sie um 20 Euro angeboten und hätte sie mir gepasst, hätte ich sie sofort erstanden, aber leider war sie etwas zu eng.

Plötzlich war es auch schon zehn Uhr und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Massen in die Stadtgalerie eingefallen sind. Natürlich ist bei Flohmärkten immer viel los, aber das war gigantisch – auch der zweite Stock wurde sofort gestürmt. Der Vormittag verging wie im Flug, nicht nur aufgrund der vielen Leute, sondern auch, weil zuerst ein Ex-Arbeitskollege von mir hereingeschneit ist, und uns danach noch zwei weitere Redakteurinnen von The bird’s new nest, Sonja und Elisabeth, besucht haben – alle waren von der Größe des Fashionflohmarktes und den vielen Leuten sehr beeindruckt. Auf dem Foto seht ihr Sonja, Moni und mich bei unserem Stand, aufgenommen wurde es von Elisabeth.

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Bild: Elisabeth J.

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Bild: Edda P.

Sonjas Mann war wie einige andere Männer etwas enttäuscht, dass keine Männerkleidung angeboten wurde, aber dafür gab es reichlich für uns Mädels. Bei den meisten Ständen wurde Kleidung angeboten, von gebraucht, aber in Ordnung, bis zu ungetragen mit Preisschild war alles vorhanden. Genauso vielfältig war die Auswahl an Marken. Von Klassikern wie H&M und Orsay bis zu Mango und Zara über Esprit, Even & Odd, Topshop bis zu Designermarken war wirklich alles vertreten, was das Herz eines Fashion Victims höher schlagen lässt. Einige Stände hatten auch Kosmetik im Programm, auch hier war von alverde über Essie bis zu MAC wirklich alles zu finden.

Natürlich gab es auch Schuhe und Accessoires wie Taschen, Schmuck und Schals. Alles in allem eine Riesenauswahl, leider konnte ich mich immer nur kurz umsehen, weil ich meinen Stand nicht verwaisen lassen wollte. Um die Mittagszeit nahmen die Menschenmassen etwas ab, eine ideale Gelegenheit für alle, die Samstags gerne etwas länger schlafen oder am Vortag zu heftig gefeiert haben, denn das Angebot war auch am Nachmittag immer noch riesig und der Fashionflohmarkt ist für mich der einzige Flohmarkt, bei dem es sich lohnt, auch am Nachmittag noch vorbeizuschauen – für das Stöbern und Aussuchen sollte man sich auf jeden Fall einiges an Zeit nehmen, denn eine Auswahl wie hier findet man selten.

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Bild: Isabella Lopez Photography

Was aber den Flohmarkt für mich neben der Fülle an Fashion zu einem Highlight gemacht hat, war zum ersten der DJ, der den ganzen Tag über absolut geniale Musik aufgelegt hat und so für eine super Stimmung in der ganzen Stadtgalerie gesorgt hat. Daumen hoch für DJ Andy! Wer ein Päuschen einlegen und sich für eine weitere Runde Fashionflohmarkten fit machen wollte, konnte sich direkt neben den Verkaufsständen an der Bar mit Kaffee oder anderen Getränken und Snacks eine Stärkung holen. Fashionflohmarkt mit Kaffee, wie genial ist das denn? Aber es geht noch weiter! Einer der Stände war ein Nagelsalon, bei dem man sich seine Nägel machen lassen konnte. Bei einem weiteren Stand konnte man sich von Isabella Lopez Photography fotografieren lassen und so gleichzeitig an einem Gewinnspiel – einem kompletten Fotoshooting mit Haarstyling und Make-up – teilnehmen. Und zu guter Letzt gab es auch einige Stände von Schmuckdesignern, bei denen ich ganz am Schluss des Fashionflohmarktes schwach geworden bin. Seht euch die Fotos von den Teilen von R & R Schmuck an, kleine, bunte Macarons-Anhänger. How cute is that?

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Bild: Edda P.

Auch mit einem Stand vertreten war Kollegin Carmen von Chamy, die ich gleich um drei Teile erleichtert habe. Vielen Dank für die tollen Sachen! Und als krönenden Abschluss konnte ich mich noch länger mit den beiden Mädels unterhalten, die sich mit ihrem professionellen Management des Mödlinger Fashionflohmarktes schon einen Namen gemacht haben, Pia und Stefanie. Während des Fashionflohmarktes waren die beiden laufend auf Achse, um Verkäufern zur Hand zu gehen, Fragen zu beantworten, den Ablauf zu managen oder auch Anwesende zu fragen, wie Ihnen der Fashionflohmarkt gefällt und ob sie Wünsche oder Anregungen haben. Durch ihr glückliches Händchen hat sich der Mödlinger Fashionflohmarkt mittlerweile zur Institution für alle Fashion Victims entwickelt, zu der Besucher vom gesamten Großraum Wien und sogar von noch weiter angereist sind. Und das zu Recht!

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Bild: Edda P.

Ich bin nächstes Mal auf jeden Fall wieder dabei, sowohl als Verkäufer als auch als neugierige Schnäppchenjägerin – den Fashionflohmarkt werde ich mir nie wieder entgehen lassen! Wenn ihr den nächsten Mödlinger Fashionflohmarkt auch nicht verpassen wollt, dann liked die facebook-Seite des Mödlinger Fashionflohmarktes, damit ihr vom nächsten Termin als Erste erfahrt.

Einen Wunsch hätte ich aber doch noch an Pia und Stefanie, nämlich dass der Fashionflohmarkt öfter als zwei Mal im Jahr stattfinden möge. Und wenn es jeden Monat einen Fashionflohmarkt gäbe, ich wäre auf jeden Fall dabei!

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Nadine sucht das Glück: Das Glück liegt im Inneren

Sri Swami Sivananda, ein alter Yoga-Meister sagte vor vielen Jahren: „Ein Leben der Liebe, der Güte, der Nachsicht, ist die einzige Versicherung für Frieden und Glück sowohl für den Einzelnen,…

Sri Swami Sivananda, ein alter Yoga-Meister sagte vor vielen Jahren: „Ein Leben der Liebe, der Güte, der Nachsicht, ist die einzige Versicherung für Frieden und Glück sowohl für den Einzelnen, als auch für die Welt als Ganzes.“

Vor einigen Tagen bat mich eine Freundin, sie zu einem Meditationsworkshop in ein buddhistisches Zentrum zu begleiten. Ich verstehe wenig vom Buddhismus, hege aber ein gewisses Interesse dafür. Von meinen wenigen Meditationserfahrungen weiß ich, dass mir diese spirituellen Praktiken immer sehr gut getan haben. Sie musste mich also nicht lange bitten. Aufgeregt ob der Frage, was uns denn an diesem Sonntagnachmittag erwarten würde, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Räumlichkeiten eines buddhistischen Vereins. Ich rechnete mit einigen wenigen Teilnehmern und einem Workshopleiter, der in meiner Vorstellung einem Trainer oder Coach entsprach. Eine Person, die sich gut auskennt und gewiss in der Lage ist, eine Meditation hervorragend anzuleiten. Die Überraschung war groß, als wir uns in einer sehr großen Runde von interessierten Menschen einem Mönch gegenübersitzen sahen.

Dieser Mönch, gekleidet in die traditionelle Tracht seines Ordens, strahlte so viel Ruhe und Zufriedenheit aus. Er wirkte, als wäre er ganz im Reinen mit sich und der Welt, als wäre die Gratwanderung zwischen Glück und Unglück, zwischen Freud und Leid ein einfacher Balanceakt, den man mit einem Lächeln im Gesicht und verbundenen Augen meistern könnte. Dieser Mönch erschien mir wie das wandelnde Abbild von Gelassenheit und Freude. Freude über sein Dasein, über seine Aufgabe, über seine Herausforderungen. Und auch über die vielen Menschen, die sich versammelt hatten, um mit ihm zu meditieren und von ihm zu lernen.

Er zeigte uns drei verschiedene Meditationstechniken. Die Meditation über die Atmung war mir vorher schon bekannt, die Meditation über die Liebe und das Mitgefühl waren mir neu. „Stellt euch vor wie es wäre, wenn kein Mensch, kein Lebewesen auf der Welt leiden müsste. Wäre das nicht wundervoll?“ Der Gedanke an eine Welt frei von Leid brachte ihn zum Lächeln, machte ihn glücklich. „Wenn man Mitgefühl mit einem Menschen hat, kann man diesem kein negatives Gefühl entgegen bringen. Mitgefühl schützt uns vor Hass, vor Eifersucht, vor Neid. Das Mitgefühl beschützt uns vor allen schlechten Gefühlen.“ Diese wenigen Worte waren die Einleitung zu einer Meditationsübung, bei der wir aufgerufen waren Mitgefühl zu empfinden. Wenn man an all das Schlechte denkt, dass auf unserer Welt passiert, ist man so weit vom Glück entfernt, wie nur irgendwie möglich. Mit diesem neuen Gedanken, mit dem Mitfühlen, Annehmen und Anerkennen, kommt man dem Glück aber wieder einen Schritt näher.

Auf das Mitgefühl folgte die Liebe. „Könnt ihr euch vorstellen, wie es wäre, wenn alle Lebewesen auf der Welt rundum glücklich wären? Wenn jeder alles hätte, was er braucht? Könnt ihr euch vorstellen, dass es keinen Kummer, kein Unglück mehr gibt? Wäre das nicht wunderschön?“ Ja! Es wäre großartig, wenn dem so wäre! Sich dieses Bild im Geiste auszumalen ist eine Wohltat für die Seele. Der Gedanke, dass jeder Mensch und jedes Lebewesen gänzlich frei von Leid und bis ins Innerste von Glück durchdrungen leben könnte, vermittelte mir ein Gefühl von Wohlbehagen.
„Das Glück trägt man in seinem tiefsten Inneren. Jeder kann daraus schöpfen, die eigenen Quellen versiegen nie.“ Mitgefühl und Liebe sind die Quellen, die wir in uns tragen. Während der zweistündigen Meditationsübungen und Erzählungen saß ich einem Mönch gegenüber, der es ganz offensichtlich geschafft hat, seine Quellen zu finden und zu nutzen. Die ganze Zeit über spielte ein Lächeln auf seinen Lippen. Die ganze Zeit über vermittelte er ein Gefühl der Sicherheit. Alles darf sein, alles wird gut.

Liebe, Güte und Nachsicht. Liebe und Mitgefühl. Ja, das sind Eigenschaften, die ich gerne an mir sehen möchte. Oft gelingt das gut, manchmal aber fällt es mir schwer mit Liebe im Herzen hinzusehen, gütig und nachsichtig zu sein. Wenn es wieder einmal nicht gelingen mag, werde ich an den Mönch denken und mir seine Worte zu Herzen nehmen. Mein Glück liegt in meinem Inneren, es wartet nur darauf gefunden zu werden.

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Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs…

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs bin, kann es auch mal etwas Vegetarisches sein. Doch von basischer Ernährung wusste ich bis vor einem Jahr noch gar nichts. Damals fing meine Freundin Ina an, sich aus gesundheitlichen Gründen damit zu beschäftigen. Sie legte immer wieder ein paar Wochen oder auch einzelne Tage basischer Ernährung ein. Ich fand das sehr interessant, aber der Gedanke, das selbst mal auszuprobieren, ist mir nicht direkt gekommen. Oder ehrlich gesagt, befürchtete ich auch, dass das für mich zu aufwendig wäre, so nach dem Motto „Ja was darf ich denn dann überhaupt noch essen?“. Als sie mich Ende letzten Jahres fragte, ob ich nicht im Januar für eine Woche basische Ernährung mitmachen wollte, habe ich dann trotzdem nicht lange überlegt – Ja!

Ja! Weil die Vorweihnachtszeit für mich in vielerlei Hinsicht ein ernährungsmäßiges Dauer-Sündigen war: Viel Alkohol (vor allem Glühwein und Punsch, und davon die nicht gerade wenig süßen Varianten, die es auf diversen Weihnachtsmärkten in München und Wien gibt), viele Kekse (selbstgebackene schon ab November, dann die von Mama, die von der Schwester meines Freundes Cj), und viel von allem Anderen, wie es zu Weihnachten eben so is(s)t. Ja! Also um zu „entschlacken“. Ja! Um etwas dazuzulernen über diese Art der Ernährung. Ja! Damit ich auch wieder mal neue Lebensmittel ausprobiere, andere Rezepte koche und etwas herumexperimentiere in der Küche.

Bei basischer Ernährung geht es darum, basische Lebensmitteln zu essen säurebildende zu vermeiden, das gilt auch für Getränke. So soll eine Übersäuerung abgebaut beziehungsweise vermieden werden mit dem Ziel, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erreichen. Für eine genauere Definition kann man in verschiedensten Büchern sowie im Internet viele, teils auch verwirrende Informationen finden. Mir geht es jetzt nicht darum zu schreiben, wie böse doch die sauren Lebensmitteln sind, und welche Krankheiten sie hervorrufen. Als ich das alles gelesen habe, musste ich mich ja schon fast fragen, wie ich mit all dem Teufelszeug in meiner Ernährung so gesund und zufrieden sein konnte.

Was könnten die gesundheitlichen Vorteile sein? Hier wird oft geschrieben, dass basische Lebensmittel reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sind, das Immunsystem unterstützen, entzündungshemmend wirken und gut für den Darm sind. Das hört sich doch gut an! Vor der basischen Woche stellte sich für mich wieder die Frage, was ich essen darf. Was ist überhaupt basisch? Ich will euch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Lebensmittelgruppen geben. Insgesamt kommt es auf einen Basenüberschuss an. Auch muss man nicht komplett alle säurebildenden Produkte weglassen, es gibt hier auch gesunde Ausnahmen.

Wie eine basische Ernährung aussieht

Bei einer rein basischen Ernährung zu vermeiden ist folgendes:
– Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte (Okay, das alles kannte ich schon von der veganen Ernährung und hatte Erfahrung im Ersetzen, also kein Problem.)
– Alkohol und Koffein (Ui, hier ist wohl Verzicht angesagt – oder eben für diejenigen, die es nicht so streng nehmen, geringere Mengen konsumieren.)
– Getreide (Oh nein! Also kein Brot, keine Pasta – dabei macht das doch glücklich. So hatte ich mich schon fast auf eine Woche grantig dreinschauen eingestellt und meinen Freund Cj mal vorgewarnt. Und eine Frage stellte sich sofort: Wie soll ich da satt werden und wie komme ich an meine heißgeliebten Kohlehydrate? Die Antwort folgt!)
– Schwarzer Tee, Früchtetee (Grüner Tee prinzipiell auch, ist jedoch gesund.)

Was bleibt übrig? Vereinfacht dargestellt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich möchte euch nicht mit den Details verwirren:
– Obst: Jawohl, auch Orangen und sogar Grapefruits sind basisch, das soll mal einer verstehen, so sauer wie die Früchte teilweise schmecken. Generell ist sowohl frisches Obst als auch die getrocknete Form stark basisch wie zum Beispiel Rosinen und getrocknete Datteln.
– Gemüse und Salat in allen Arten und – Traraa! – hier kommen meine Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln (Zum Beispiel sind auch Pommes basisch, so kann man sich in einer Basen-Woche wenn es sonst gar nichts gibt, fast überall vor dem Hungertod retten!).
– Mandeln und folglich Mandelmus und Mandelmilch – das gibt es im Bio-Supermarkt und ist recht vielseitig auch für Saucen verwendbar.
– Sprossen und Keimlinge: Die Basen-Woche hab ich als Anregung genommen in einem Keimglas zu sprossen und keimen was das Zeug hält, aber das ist einen eigenen Artikel wert.
– Gewürze, die meisten zumindest.
– Agavensirup und Ahornsirup zum Süßen. Das gibt den Gerichten auch einen leckeren Geschmack.
– Kräutertee: Es gibt auch spezielle Basen-Tee Mischungen, frei nach dem Motto „Besser Basen-Tee als Blasen-Tee!“ – beide kenne ich und ersterer ist geschmacklich definitiv besser!

Und dann gibt es noch die guten leicht säuernden Lebensmitteln, die reich an gesunden Stoffen sind und auch verzehrt werden sollten:
– Nüsse: Alles außer Mandeln die ja basisch sind
– Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen und dergleichen
– Tofu und Sojaprodukte
– Hirse und Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen (Weißer Reis ist je nach Internet-Seite neutral; Vollkornreis säuernd, aber gesünder – einen Tod muss man wohl sterben.)

Meine basische Woche

Wie hab ich die basische Woche überlebt, was hab ich alles gegessen und getrunken? Ich will euch jetzt ein paar Beispiele für verschiedene Mahlzeiten geben. Mir hat es es Spaß gemacht, da auch zwei Freundinnen mitgemacht haben und wir uns in der Woche bei jeder von uns abends zum gemeinsamen Schlemmen getroffen haben. Das war wahrhaftig ein Genuss!

Frühstück:
Ich gehe nie ohne Frühstück aus dem Haus. Kurz nach dem Aufstehen will ich etwas essen, dann kann der Tag losgehen. Während der basischen Woche, in der ich ja auf mein herkömmliches Müsli verzichtet habe und auch kein Brot essen durfte, habe ich mir etwas anderes gesucht. Da für mich Obst oder Fruchtsaft alleine zu wenig sättigend sind, habe ich den Tag mit einem Hirsebrei in Mandelmilch gestartet. Dieser ist schnell zubereitet aus Hirseflocken (diese gibt es zum Beispiel von Alnatura), die man nur sehr kurz aufzukochen muss, es reichen auch ungefähr zwei Minuten in der Mikrowelle. Mit ein paar Rosinen (diese sind ja stark basisch), Obststücken und etwas Vanille oder Zimt verfeinert ist das ein schneller, guter Brei. Ein Glas frisch gepressten Orangensaft dazu und ein basisches Frühstück ist fertig.

Mittagessen:
In der Kantine in der Arbeit gab es für mich Salat mit Kürbiskernen, wie auch sonst des Öfteren. Allerdings dazu keine Semmel oder Brezel, stattdessen als Beilage dann Kartoffeln in diversen Formen. Hin und wieder auch einfach Gemüse und Reis mit Sojasauce verfeinert. Als ich mittags einmal mit einem Freund draußen essen war, waren wir statt beim Italiener bei dem es die Pasta geworden wäre, thailändisch Essen mit einem Gemüsecurry mit Kokosmilch und Reis. Es funktioniert also auch im Arbeitsumfeld. Am Wochenende zu Hause selbst zu kochen ist natürlich noch einfacher oder – falls möglich – etwas Vorgekochtes in die Arbeit mitzunehmen.

Zwischendurch:
Obst, Obst, Obst. Und für die Schreibtisch-Schublade statt der Bitterschokolade: Studentenfutter, getrocknete Datteln, Reiswaffeln, Mandeln zum Knabbern. Lecker und kalorienreich, so überlebe ich die langen Nachmittage.

Abends:
Hauptspeisen mit Gemüse und Kartoffeln (Pfannen, Aufläufe) in verschiedensten Variationen. Meine Freundin hat zum Beispiel Kartoffelpuffer und eine Gemüsepfanne (mit Pilzen, Zucchini und Karotten) gekocht und dazu einen Avocado-Dip (Guacamole) zubereitet; ein anderes Mal habe ich eine Süßkartoffel-Curry-Suppe gemacht, darüber ein paar frische Sprossen; dann sind Reisgerichte eine Option, wie zum Beispiel ein Fenchelrisotto – siehe auch mein Rezept Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto – oder Gerichte mit Quinoa, sogar Burger kann man daraus machen. Auch Desserts sind nicht komplett verboten, so hab ich in der Woche einen leichten Schokopudding aus Chia-Samen und Seidentofu gesüßt mit etwas Ahornsirup zubereitet. Ein paar Tage später Rohkost-Muffins (*Piep-piep*, die haben mich dann doch sehr an Vogelfutter erinnert). Aber insgesamt hatte ich weniger das Bedürfnis nach etwas Süßem als sonst, wahrscheinlich war mein Bedürfnis schon durch das ganze Obst und die getrockneten Datteln gestillt.

Wie ging es mir während und nach der Woche?

Sehr gut. Ich habe mich wohl gefühlt und meine Haut ist auch etwas weicher geworden. Anfangs bin ich zwischendurch schnell wieder hungrig geworden und musste oft an Essen denken. Dann hab ich mir einen Vorrat an basischen Snacks für zwischendurch angelegt (siehe oben). Nach der Woche habe ich sogar beschlossen mit basischer Ernährung weiterzumachen, nicht mehr streng und ausschließlich. Aber ich esse doch vermehrt basische Nahrungsmittel, und vor allem wenn ich selbst koche, fällt mir das nicht schwer.

Einen kleinen Tipp zum Schluss für alle diejenigen, die jetzt motiviert sind und die basische Ernährung auch mal ausprobieren wollen: Denkt nicht ständig daran, was ihr alles nicht essen dürft, sondern eher daran, was ihr alles essen könnt. Probiert Gemüse- und Obstsorten aus, die ihr sonst nicht so oft esst. Kartoffeln und Süßkartoffeln sowie die Pseudogetreidearten wie Hirse, Quinoa und Amaranth sind gut für Hauptspeisen oder als Beilagen zum Sattwerden geeignet.

Viel Spaß und guten Appetit!

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Als Vegetarierin durch Brasilien: Teil 2 einer Versuchsreihe

Treffen sich zwei Vegetarierinnen in Salvador, Brasilien… Was der Beginn eines Witzes sein könnte, ist tatsächlich passiert. Die eine Mauritierin, die andere aus Österreich. Wie ihr euch denken könnt: Ich…

Treffen sich zwei Vegetarierinnen in Salvador, Brasilien… Was der Beginn eines Witzes sein könnte, ist tatsächlich passiert. Die eine Mauritierin, die andere aus Österreich. Wie ihr euch denken könnt: Ich war die Andere. Natürlich haben wir uns – kaum die gemeinsame Leidenschaft herausgefunden – über die Schwierigkeiten unterhalten, die wir als Nicht-Fleisch- oder Fischesserinnen in diesem südamerikanischen Land über uns ergehen lassen müssen. Während ich dankbar dafür bin, mir nicht die Aufgabe gestellt zu haben, vegan durch Brasilien zu reisen und mich rettend immer wieder mit einem Pão com Queijo, einem Käsebrot, begnüge, hat die Mauritierin einen anderen Tipp: „Wenn ich nichts finde, werde ich für ein paar Tage zur Frutarierin.“

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Viele verschiedene Früchte gilt es auszuprobieren, meist als Suco = Saft

Gut, das ist natürlich auch eine Möglichkeit – dank den vielen Fruchtsäften und der Menge an neuen Obstsorten, die es hier zu entdecken gibt. Aber auf Dauer ist das ja keine Lösung. Damit ihr nicht vor dem Problem steht, solltet ihr einmal nach Brasilien fliegen, gibt es deshalb ein paar nützliche Vokabeln. Und glaubt mir, ihr werdet mir danken – denn mit Englisch oder Spanisch kommt man hier leider gar nicht weit.

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Flüssignahrung ist auch eine Möglichkeit

Ich bin Vegetarier/In. – Eu so o vegetariano / a vegetariana.
Ich esse kein Fleisch. – Não como carne ou frango.
Etwas ohne Fleisch oder Fisch? – Algo sem carne o peixe?
Fleisch – carne
Hähnchen/Hühnerfleisch – frango
Meeresfrüchte – os mariscos
Fisch – peixe
Wurst – embutido
Gemüse – legume
Butter – manteiga

Auf Pao, Sandwich oder Empanada mit Käse oder Gemüse kann man meist schon zurückgreifen. Gutes „Streetfood“ ist auch Acarajé, das die afro-brasilianisch gekleideten Verkäuferinnen vor allem in Salvador auf der Straße feilbieten. Aber Achtung, immer „sem camarão“ dazusagen, sonst landet eine böse Überraschung in Form eines Shrimps auf eurem Teller.

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Gefülltes Pastel mit Jaca Frucht

Eine gute Alternative sind auch Maiskolben oder aber Tapioca, das die Straßenverkäufer in ganz Brasilien bereit halten. Es ist eine Art Brot, das aus dem Mehl der Maniokwurzel hergestellt und mit diversen Zutaten auf süße oder salzige Art gefüllt wird. Die mit Käse und Kokosflocken kann ich genauso empfehlen wie die klassische Variante mit Käse und Tomaten.

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Tapioca

Ihr merkt schon: Trotz einiger Schwierigkeiten kann man es sich hier in Brasilien auch als Vegetarierin gut schmecken lassen. Eine gute Hilfe für VegetarierInnen, die sich für Brasilien interessieren, ist übrigens auch diese Plattform: http://www.vegetarianos.com.br – vorausgesetzt, man versteht etwas portugiesisch.

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