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Schlagwort: Energie

Licht ins Dunkel: Energiesparlampen, Teil 1

Bei jedem von uns hängen oder stehen sie in verschiedensten Formen um uns Licht zu spenden – Lampen. Uns allen ist klar, sie benötigen Strom. Aber wie viel davon ist notwendig und…

Bei jedem von uns hängen oder stehen sie in verschiedensten Formen um uns Licht zu spenden – Lampen. Uns allen ist klar, sie benötigen Strom. Aber wie viel davon ist notwendig und welches Leuchtmittel ist das ökologischste?

Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG1 hat die EU beschlossen, dass energieineffiziente Leuchtmittel schrittweise bis zum Jahr 2016 nicht mehr produziert und in den Großhandel gebracht werden dürfen. Speziallampen (zum Beispiel in Kühlschränken, Backöfen) sind von dem Verbot nicht betroffen.

Was ist eigentlich so schlimm an der Glühbirne?

Herkömmliche Glühlampen erreichen die Energieeffizienzklassen D, E, F oder G. Bei einer Skala von A bis G ist das natürlich nicht sehr effizient. Der hohe Stromverbrauch kommt daher, weil die Glühbirne nur etwa fünf Prozent der elektrischen Leistung in sichtbare Strahlung umwandelt. Die restlichen 95 Prozent sind hauptsächlich Infrarotstrahlen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Lediglich die Wärme, die dadurch abgegeben wird, nehmen wir wahr. Das bedeutet, dass die Glühbirne tatsächlich sehr ineffizient arbeitet.Warum sich die Glühbirne trotzdem über 100 Jahre durchgesetzt und in dieser Zeit kaum verändert hat, ist schnell erklärt: Die Glühbirne ist umweltschonend in der Herstellung, enthält keine giftigen Stoffe – nur Glas, ein bisschen Blech für das Schraubgewinde, geringe Mengen an Edelgas und den Wolframfaden (Glühfaden) -, sie ist überall einsetzbar, billig an jeder Ecke zu bekommen und wenn sie kaputt geht, muss sie nicht wie Sondermüll behandelt werden. Eigentlich perfekt, wenn da die Sache mit dem hohen Stromverbrauch nicht wäre.

Dann also in Zukunft nur noch Energiesparlampen kaufen?

Wenn es rein um die Energieausbeute und den Verbrauch im Haushalt ginge, könnte man diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Betrachtet man die Kompaktleuchtstofflampe (so heißt die umgangssprachlich genannte „Energiesparlampe“ eigentlich) jedoch näher, gibt es einige Punkte die dagegen sprechen. Das Erste, was auffällt, wenn man eine Energiesparlampe benutzt ist, dass sie nach dem Einschalten nicht gleich ihre volle Leuchtkraft hat. Bis zu mehreren Minuten kann es dauern, bis die ganze Helligkeit vorhanden ist. Außerdem ist nicht jede Kompaktleuchtstofflampe dimmbar. Nur eine speziell angepasste und noch teurere Birne kann für diese Zwecke genutzt werden.

Der Teufel liegt im Detail

Leider sind das nicht die einzigen Nachteile. Warum Energiesparlampen nämlich so sparsam sind, liegt in ihrem Aufbau. Anders als eine Glühbirne wird nicht einfach ein Glühdraht zum Leuchten gebracht, sondern jede Kompaktstoffleuchte ist im Grunde eine kleine Leuchtstoffröhre. Durch Heizwendeln werden geringe Mengen von Quecksilber erhitzt, bis dieses in den gasförmigen Zustand übertritt. Das Gasgemisch wiederum erzeugt ultraviolette Strahlung. Da die ultraviolette Strahlung für das menschliche Auge nahezu unsichtbar ist, befinden sich auf den Wänden der Glasröhre drei bis fünf verschiedene Leuchtstoffe, die das UV-Licht in sichtbares Licht umwandeln.Jeder von uns kennt das Licht einer mehr oder weniger flackernden Leuchtstoffröhre. Technisch ist die Kompaktleuchtstofflampe genau dasselbe. Damit das unangenehme Flackern aber Geschichte ist, befindet sich in jeder Energiesparlampe ein elektronisches Vorschaltgerät, welches das Flackern zwar nicht verhindern kann, aber die Frequenz derart erhöht, dass es vom menschlichen Auge nicht wahr genommen werden kann. Ob das jedoch schädlich für das Nervensystem ist, kann man noch nicht genau sagen. Außerdem gibt das Vorschaltgerät wie jedes elektronische Gerät Strahlung ab, den so genannten „Elektrosmog“. Zwar können laut Studien „keine Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt werden“, dennoch ist die Belastung mit der eines Schnurlostelefons zu vergleichen und es wird empfohlen, Energiesparlampen nicht im unmittelbaren Kopfbereich zu montieren. Man sollte jedoch beachten, dass ein Mobiltelefon nur mit Strahlung funktionieren kann, eine Lampe sollte eigentlich nur leuchten, summiert sich aber trotzdem mit der Strahlung aller anderen Geräte im Haushalt.

Fünf Milligramm Quecksilber verseuchen 5.000 Liter Wasser

Der größte Nachteil ist jedoch das giftige Quecksilber, welches in den Lampen enthalten ist. Auch wenn es nur eine geringe Menge ist – gesetzlich erlaubt sind derzeit 3,5 Milligramm pro Lampe <50 Watt -, ist es dennoch eine hochgiftige Substanz. Fünf Milligramm Quecksilber können bereits 5.000 Liter Wasser verseuchen. Zwar sollte theoretisch das Quecksilber bei einer intakten Energiesparlampe nicht austreten können, eine Untersuchung des deutschen Umweltbundesamtes ergab jedoch sehr wohl eine geringe Abgabe an die Raumluft. Auch wenn das Fazit wie folgt ausfiel: „Die hier gemessenen niedrigen Konzentrationen sind in einem realen Wohn- oder Arbeitsraum vermutlich vernachlässigbar gering.“ Geht eine Lampe kaputt, verteilt sich das vorhandene Quecksilber definitiv im Raum und in der Atemluft. Mittlerweile gibt es auch Energiesparlampen, die das Quecksilber in Form von Amalgam bündeln. Im ausgeschalteten Zustand kann das Quecksilber somit auch bei einer zerbrochenen Lampe nicht mehr verdampfen, im eingeschalteten Zustand, in dem die Teilchen voneinander getrennt sind, sehr wohl. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine eingeschaltete Stehlampe umfällt oder Gegenstände die Lampe treffen.

Umweltschäden schon vor der Nutzung

Zu bedenken ist außerdem bei jedem Kauf einer Lampe, dass für den Bau von elektronischen Teilen, wie sie eben auch in der Energiesparlampe vorhanden sind, Seltene Erden verwendet werden, von denen es weltweit nur wenige konzentrierte Vorkommen gibt. Sieben Prozent dieser wertvollen Ressourcen gehen in die Produktion von Leuchtmitteln.Der Abbau von Seltenen Erden erfolgt über Säuren, mit denen die Metalle aus den Bohrlöchern gewaschen werden. Der dabei vergiftete Schlamm bleibt zurück. Überdies fallen große Mengen an Rückständen an, die giftige Abfälle enthalten (Thorium, Uran, Schwermetalle, Säuren, Fluoride). Der Schlamm wird in künstlichen Teichen gelagert, die insbesondere im größten Förderungsland China aufgrund fehlender Umweltauflagen keinesfalls sicher sind. Neben dieser Gefahr für das Grundwasser besteht ein permanentes Risiko für das Austreten von Radioaktivität, da viele Seltene Erden hauptsächlich in Verbindung mit radioaktiven Mineralien wie Thorium oder Uran vorkommen.

Sondermüll mit Folgen

Energiesparlampen sind Sondermüll. Ausgebrannte oder zerbrochene Lampen dürfen auf keinen Fall einfach in den Restmüll geworfen werden, da sonst das vorhandene Quecksilber in unsere Umwelt gelangt und so auch in die Nahrungskette. Des Weiteren befindet sich durch das elektronische Vorschaltgerät in jeder Energiesparlampe einiges an Elektroschrott. Beim Verwertungsprozess fallen rund fünf Masseprozent an Aluminium an, dieses verwendet die Metallindustrie weiter. 90 Prozent der Lampe sind Natron-Kalk-Glas, das unter anderem zur Herstellung von Glaswolle als Dämmmaterial verwendet wird. Die restlichen 5,5 Prozent sind quecksilberhaltige Abfälle. Diese können jedoch nicht recycelt, sondern nur gesammelt und wie Atommüll endgelagert werden.In Wien gibt es neben den 19 Problemstoffsammelstellen auf den Mistplätzen noch 54 stationäre und mobile Möglichkeiten, Problemstoffe zu entsorgen. Außerhalb Wiens gibt es viele weitere Problemstoffsammelstellen, wo die Lampen zurückgegeben werden können. Auch Elektrofachhändler und Supermärkte ab einer Verkaufsfläche von 150 Quadratmeter sind in Österreich dazu verpflichtet, Energiesparlampen anzunehmen – zumindest dann, wenn damit der Kauf einer neuen Lampe einhergeht.

Auch in Deutschland stehen bundesweit Wertstoffhöfe und Sammelstellen zur Verfügung, die Energiesparlampen kostenlos entgegennehmen. Viele Händler nehmen ebenfalls Lampen zurück. Gesetzliche Regelung gibts es dafür jedoch keine. In der Schweiz ist die Entsorgung sehr einfach organisiert. Ausgediente Leuchtmittel können in über 450 Sammelstellen und im Handel jederzeit kostenlos zurückgegeben werden.

Entsorgung zerbrochener Lampen

Zerbricht eine Energiesparlampe, müssen sofort Fenster und Türen geöffnet werden, um den Raum gut zu lüften. Auf keinen Fall darf man zum Staubsauger greifen, denn dieser verteilt das Quecksilber im ganzen Raum und erhöht die Gefahr des Einatmens. Die Reste müssen vorsichtig mit Besen und Schaufel zusammengekehrt werden. Von einem Teppich lassen sich die Reste mit einem Klebeband ablösen. Quecksilber verdampft langsam, aber doch, bei Raumtemperatur – so kann ein kleines Quecksilberkügelchen in einer Parkettritze seine Wirkung über einen langen Zeitraum entfalten. Sollte der Fall eintreten, dass eine Lampe im eingeschalten Zustand zerbricht, weil zum Beispiel die Leuchte umfällt, wird empfohlen, alle Türen zum Zimmer zu schließen, die Fenster zu öffnen und den Raum für etwa eine halbe Stunde zu verlassen. In jedem Fall sollte man die Stelle, an der die Lampe zerbrochen ist, mit einem nassen Tuch reinigen. Chemieexperten empfehlen, die Lampenreste, Kehrbesen und Tuch dann in einen verschließbaren Behälter zu stecken, diesen luftdicht zu verschließen und mit einem Zettel „Achtung, kann Quecksilberreste von Kompaktleuchtstofflampen enthalten“ bei einer Problemstoffsammelstelle abzugeben.

Alternative: LED

Leuchtdioden (Light-emitting diode, LED) sind klein, robust, schaltfest und dimmbar. Sie verfügen über eine deutlich höhere Lichtausbeute als Glühlampen bei einer äußerst hohen Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden und können damit im Vergleich rund 80 Prozent Energie einsparen. Die Weiterentwicklung der LED-Lampen erfolgt mit hohem Tempo, wodurch sie immer besser und günstiger werden. Die Lichtstimmung der LED-Lampen ist heute dem Licht der klassischen Glühbirnen sehr ähnlich. Außerdem sind sie umweltfreundlicher als Energiesparlampen oder Halogenbirnen und enthalten außerdem keine giftigen Stoffe wie Quecksilber.Eine LED ist deutlich unempfindlicher gegenüber Schaltvorgängen als Glühlampen oder Energiesparlampen. Leuchtdioden werden nach und nach schwächer, fallen aber in der Regel nicht plötzlich aus. Dennoch kommen plötzliche Ausfälle von LED-Lampen vor. Diese sind jedoch im verwendeten Netzteil beziehungsweise in der Steuerelektronik zu finden, welche technisch bedingt in jeder LED-Lampe vorhanden ist. Diese Elektronik hält nur einer begrenzten Anzahl von Schaltzyklen stand. LED-Leuchtmittel sind aber auch inklusive Vorschaltelektronik meist deutlich schaltfester als normale Energiesparlampen. Durch diese höhere Schaltfestigkeit sowie der höheren Lebensdauer in Einschaltstunden und der höheren Lichteffizienz beziehungsweise Lichtausbeute in Lumen pro Watt sind LED-Lampen in den meisten Fällen, trotz höherer Anschaffungskosten, insgesamt wirtschaftlicher als Energiesparlampen oder Glühbirnen.

Not the best but better than the rest?

Doch auch bei der LED-Lampe ist nicht alles so perfekt wie man es sich wünscht. Genau wie die Energiesparlampe kommt die LED-Lampe nicht ohne einiges an Elektronik aus. Und auch hier wird Strahlung abgegeben. Da unsere Zellen mittels elektrischer Signale kommunizieren, kann ein äußeres elektrisches, magnetisches oder elektromagnetisches Feld die Zellkommunikation stören. Deshalb ist es aus Vorsorgeüberlegungen sinnvoll, Elektrosmog so weit wie möglich zu verringern. Postitiv ist allerdings, dass die Belastung durch elektromagnetische Strahlung bei LEDs weitaus geringer ist, als bei Energiesparlampen. Auch die Elektronik der LEDs kommt nicht ohne die schon bei den Energiesparlampen beschriebenen Seltenen Erden aus, mit all ihren Nachteilen. LEDs sind frei von gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen wie Quecksilber, müssen aber dennoch als kleine Elektroaltgeräte über die Problemstoffsammlung entsorgt werden und dürfen nicht einfach im Restmüll landen. Teilweise nehmen auch Händler beim Kauf einer neuen Lampe die alte zurück, um sie fachgerecht zu entsorgen.

Fazit

Es ist wie man sieht gar nicht so einfach das beste Leuchtmittel zu finden. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ganz klar erkennbar ist jedoch, je weniger wir benötigen, desto besser. Denn jedes Herstellungsverfahren bringt seine Tücken mit sich. Sei es das gesundheitsgefährdende Quecksilber in den Energiesparlampen oder der Elektroschrott mit den seltenen Erden bei Energiesparlampe und LED. Licht benötigen wir nun einmal zum Leben und daran ist auch nichts verwerfliches, aber brauchen wir tatsächlich leuchtende Blumentöpfe und Geschenkschleifen? Nur weil eine LED nicht viel Strom verbraucht, heißt das nicht, dass wir diese Einsparung durch möglichst viele LEDs wieder wettmachen sollen.Mein Appell: Überlegt genau welches Licht ihr tatsächlich benötigt und dreht nur dieses auf. Auch wenn moderne Leuchten nur noch einen Bruchteil der Stromkosten verursachen, jedes Mal Einschalten geht auf die Lebensdauer der Lampe und verbraucht neue Ressourcen.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer,…

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer, im Körper und in der Seele – habt ihr wieder Platz und Luft für Neues. Neue Inspiration, neue Wünsche, neue Vorhaben oder was euch sonst noch durch den Kopf geht. Aber ihr kennt das: Gedanken sind schön und gut, doch oft benötigt man ein neues „Projekt“, um wieder frisch und voller Energie durchstarten zu können.

In den nächsten Wochen wird sich bei mir daher alles um Neues drehen:

– Neues lernen: Schon der englische Philosoph Francis Bacon sagte: „Wissen ist Macht.“ Und es stimmt. Wissen macht nicht einfach nur klüger. Wissen macht selbstsicher. Wissen gibt Kraft und Freude. Es existieren heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten, seinem Gehirn etwas Gutes zu tun und sich selbstständig weiterzubilden. Ich werde euch einen Überblick über die verschiedensten Optionen bieten, vielleicht findet ihr darunter etwas passendes für euch.

– Neues Hobby: Alles sprießt und gedeiht – und das sollt auch ihr! In diesem Kolumnenbeitrag wird es ganz besonders um Inspiration gehen. Ich möchte euch einen bunten Strauß an Ideen liefern, was ihr mit eurer neu gewonnenen Energie alles anstellen könntet – denn gelangweilt auf der Couch herumsitzen oder einem Zeitvertreib nachgehen, „weil ihr das schon immer so gemacht habt“, war gestern!

– Neue Ernährung: Seid ihr gelangweilt von eurer Ernährung? Esst ihr, weil ihr essen müsst? Ernährt ihr euch tagein, tagaus von den mehr oder weniger gleichen Lebensmitteln oder Speisen? Wollt ihr in diesem Bereich etwas Neues ausprobieren, wisst aber nicht, wo ihr ansetzen sollt? Es wird hier keine Diät-Tipps geben, sondern verschiedene Ansätze, um den eigenen Speiseplan bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Denn Essen ist nicht nur (überlebens-)wichtig, sondern kann auch Spaß machen. Ich spreche aus Erfahrung!

– Neue Freude an Bewegung: Auch in diesem Bereich gilt es, alte Verhaltensmuster zu überdenken und ihnen einen neuen Anstrich zu geben, oder vielleicht sogar etwas ganz Neues in das persönliche Fitnessprogramm aufzunehmen. Denn ihr kennt das Problem vermutlich: Nur dann, wenn Bewegung Freude macht, bleibt man auf Dauer am Ball. Sobald die Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

– Neue Entspannung: Damit die frisch gewonnene Energie nicht sofort wieder verloren geht, zeige ich euch, mit welchen Techniken und Hilfsmitteln ihr aktiv regelmäßige Entspannungsphasen in euren Alltag einbauen könnt, auch wenn sie noch so kurz sind. Eure Seele wird es euch danken.

– Neuer Platz: Nur weil der aktuelle Frühjahrsputz jetzt abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass wir jetzt ein Jahr lang überhaupt nichts mehr entrümpeln müssen. In diesem Beitrag werde ich euch zeigen, was ihr auch während des restlichen Jahres machen könnt, um den nächsten Frühjahrsputz viel entspannter angehen zu können.

Ihr seht also, mein großes Ziel für die nächste Zeit ist es, euch rundum Inspiration zu bieten und euch mit einer Menge Motivation in die Sonnenmonate zu schicken.

Gibt es weitere Bereiche, die euch interessieren würden?

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es darum, die eigene Wohnung auszumisten. Allerdings beschränkt sich die Notwendigkeit des Entrümpelns, wie bereits erwähnt, keineswegs nur auf das haptische Leben, sondern betrifft auch…

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es darum, die eigene Wohnung auszumisten. Allerdings beschränkt sich die Notwendigkeit des Entrümpelns, wie bereits erwähnt, keineswegs nur auf das haptische Leben, sondern betrifft auch die digitale Welt. Die Menge an angehäuftem Datenmüll ist oft weitaus größer, als man annehmen und zugeben möchte. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn ein schlanker Laptop wird durch die Anhäufung einer Million Daten nicht dicker. Genauso befriedigend wie eine aufgeräumte Wohnung ist auch die elektronische Ordnung.

Digitales Ausmisten beinhaltet unter anderem:

Bereinigung von Datei-Strukturen:

Ihr kennt das: Man legt am Anfang hochmotiviert eine gewisse Struktur auf dem neuen Rechner fest, die einem sinnvoll erscheint, und versucht lange Zeit, sich daran zu halten. Irgendwann jedoch schleicht sich meist eine gewisse Schlampigkeit ein. Ein „Aufräumen“-Ordner hier, ein „Ablage“-Ordner da. Ehe man sich’s versieht, sind 100 Gigabyte auf der Festplatte blockiert und man hat keine Ahnung, warum. Dann ist es höchste Zeit, Ordner für Ordner durchzugehen und Ordnung zu schaffen.

Auch hier könnt ihr drei Ordner (als Pendant zu den drei Kisten von meinem letzten Beitrag) auf eurem Schreibtisch anlegen:
– Ordner 1: Daten, die ihr nach genauerer Durchsicht eventuell löschen könnt
– Ordner 2: Daten, die ihr löschen könnt (theoretisch könntet ihr die gleich in den Papierkorb legen, aber um unbeabsichtigtem Datenverlust vorzubeugen, empfehle ich diese Variante)
– Ordner 3: Daten, die ihr auf jeden Fall braucht und die ihr neu einsortiert

Seht wirklich jeden einzelnen Ordner durch – auch wenn es viel Zeit in Anspruch nimmt. Ihr glaubt gar nicht, wie produktiv und befreit man sich fühlt, wenn man damit fertig ist. Überarbeitet die bestehende Ordnerstruktur und sortiert die Daten, die ihr benötigt, in die entsprechenden Ordner.

Aber das war noch lange nicht alles, wir haben gerade erst begonnen!

Software:

Im Laufe der Zeit sammeln sich Programme an, die vielleicht einmal benötigt wurden, die aber in der Zwischenzeit obsolet sind. Das sind beispielsweise:

– Treiber oder Software für Geräte, die sich nicht mehr in eurem Besitz befinden.
– Spiele, auch wenn sie irgendwann einmal eure Lieblingsspiele waren.
– Programme, die getestet und für mangelhaft befunden wurden.
– Toolbars und kleine Applikationen, die durch Unachtsamkeit im Zuge der Installation eines anderen Programmes unbeabsichtigt installiert wurden.
– Browser-Applikationen, die nicht verwendet werden.

E-Mails:

Bestell- und Versandbestätigungen, Newsletter, längst abgelaufene Gutscheine oder die Frage der Schwester vom letzten Sommer, um wie viel Uhr ihr euch zum Essen treffen wollt. Zum Zeitpunkt des Empfangs durchaus wichtige Nachrichten, sind sie nach Monaten oder sogar Jahren verzichtbar. Also weg damit!

E-Mail Newsletter:

Uninteressante Newsletter kann man löschen, übergehen oder aber sich davon abmelden und nie wieder davon gestört werden. Die Ruhe ist nur einen Klick entfernt. Sucht es euch aus.

Lesezeichen:

Wie viele Webseiten legen wir Tag für Tag als wichtige Lesezeichen ab – und wie viele davon sehen wir dann tatsächlich später an? Genau. Geht die Liste durch und löscht alle Seiten, die euch nicht sofort etwas sagen und die nicht bewusst für einen (konkreten!) späteren Zeitpunkt angelegt wurden.

Accounts:

Denkt darüber nach, Accounts nicht länger benötigter Dienste zu löschen, wie zum Beispiel Konten bei Versandhäusern, Tauschbörsen, sozialen Netzwerken, Immobilienplattformen, Singleportalen und dergleichen. Im Zuge der Accountlöschung geht oft auch eine Newsletter-Abmeldung einher, aber nicht immer.

Archive (auf dem Computer selbst sowie auf externen Speichermedien):

Archive in allen Ehren, aber braucht ihr wirklich alles, was ihr jemals archiviert habt? Ich glaube nicht. Also geht auch alte Archive durch und befreit euch von unnötigem Ballast. Überlegt, ob ihr gewisse Archive von der aktiven Festplatte auf ein externes Speichermedium übertragen könnt.

Zum Abschluss noch ein kleiner Exkurs zum Thema Datensicherung: Es ist gut und richtig, wichtige Daten zusätzlich zur aktiven Festplatte auch auf externen Speichermedien zu sichern, um einem möglichen Datenverlust vorzubeugen. Dabei solltet ihr allerdings beachten, dass auch moderne Speichermedien nicht unbegrenzt haltbar sind. Es empfiehlt sich daher, von wirklich wichtigen Archiven zwei Sicherungen anzulegen.

Die Haltbarkeit von CDs ist beispielsweise mit fünf bis zehn Jahren angegeben, während DVDs eine vermutete Lebensdauer von „mindestens“ 100 Jahren haben. Festplatten im laufenden Betrieb haben je nach Betriebsdauer zwei bis zehn Jahre, Festplatten als Archivmedium (also ohne aktiven Betrieb) zehn bis dreißig Jahre. USB-Sticks und Flash-Speicher halten laut Angaben der Hersteller ebenfalls zehn bis dreißig Jahre.

Allerdings sind das alles unter Idealbedingungen getroffene Annahmen. Die Lebensdauer hängt also neben der Betriebs- beziehungsweise Verwendungsdauer unter anderem von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Datendichte auf dem Medium ab. Wenn man Daten auf keinen Fall verlieren will, sollte man sich daher rechtzeitig darum kümmern, sie auf ein neues Speichermedium zu kopieren.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr den digitalen Frühjahrsputz schon erledigt?

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Der meteorologische Frühling hat bereits begonnen. Die Tage werden wieder länger und auch die Sonne traut sich immer öfter heraus, ist allerdings noch nicht stark genug, um uns zu einem…

Der meteorologische Frühling hat bereits begonnen. Die Tage werden wieder länger und auch die Sonne traut sich immer öfter heraus, ist allerdings noch nicht stark genug, um uns zu einem ausgiebigen, Energie spendenden Sonnenbad zu verleiten. Also müssen wir uns die gerade nach dem Winter so notwendige neue Energie wohl oder übel von anderswoher holen. Zum Beispiel vom Ausmisten in unserem eigenen Zuhause. Klingt komisch, ist aber so.

Viele können das Wort „Frühjahrsputz“ nicht mehr hören und sind schon beim bloßen Gedanken daran komplett überfordert. Dabei ist es nur eine Frage der Herangehensweise, wie man aus der vermeintlich undankbaren Tätigkeit des Aufräumens etwas macht, das Freude bereitet und mehr Energie gibt, als es nimmt. Dabei muss weder sofort die ganze Wohnung auf einmal auf Vordermann gebracht werden, noch muss man sich sofort entscheiden, was mit nicht mehr benötigten Gegenständen passieren soll.

Wie kann so etwas konkret aussehen? Zuerst sucht ihr euch einen Raum aus, den ihr bearbeiten wollt. Ob Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Küche oder Abstellkammer ist ganz egal. Die Hauptsache ist, dass ihr die erste Aufräum-Aktion auf einen einzelnen Raum beschränkt. Falls ihr ein Mehrzweckzimmer habt, könnt ihr auch einfach einen Teilbereich dieses Zimmers auswählen.

Dann stellt ihr drei große Kisten bereit:

– In der ersten Kiste werden alle Gegenstände „zwischengeparkt“, für die ihr im Moment des Entrümpelns zwar keine Verwendung mehr habt, bei denen ihr aber noch nicht wisst, ob ihr euch wirklich davon trennen könnt.

– In die zweite Kiste kommen Dinge, von denen ihr euch definitiv trennen wollt, und zwar unabhängig davon, was letzten Endes damit passieren soll. Darum kümmert ihr euch später.

– In der dritten Kiste werden alle Sachen gesammelt, die ihr behalten möchtet und denen ihr in weiterer Folge dann aber auch wirklich einen neuen Standort beziehungsweise Verwendungszweck zuteilt. Wenn ihr euch bei der Kategorisierung nicht ganz sicher seid, packt das eine oder andere Teil vielleicht doch lieber in die erste Kiste.

Idealerweise räumt ihr alles aus den vorhandenen Regalen, Kästen und Fächern heraus und rückt Verschmutzungen mit Staubtuch und Putzmittel zu Leibe, bevor ihr die Gegenstände, die fix bei euch bleiben, wieder einräumt. Denn um etwas herum zu putzen ist immer aufwändiger und bei Weitem nicht so effektiv, also macht es lieber gleich anständig. Außerdem müsst ihr euch so zwangsläufig mit all euren Besitztümern beschäftigen und könnt feststellen, ob sie euch noch Energie geben und damit behalten werden sollten, oder ob sie euch nur die Luft zum Atmen nehmen. Denn genau das tun Dinge, die man nicht mehr schön findet, nicht mehr liebt, nicht mehr braucht und damit eigentlich auch nicht mehr besitzen sollte. Habt ihr alle fraglichen Gegenstände in die jeweiligen Kisten einsortiert, stellt sie beiseite.

Die erste Kiste lasst ihr am besten im Vorzimmer oder bei einem Eingang stehen, wo ihr sie gut und oft sehen könnt. Wegräumen gilt nicht, denn ihr wisst ja, wie es heißt: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Schaut sie nach einem bestimmten Zeitraum – einer Woche oder zwei – wieder gezielt durch. Bei manchen Dingen werdet ihr vielleicht draufkommen, dass ihr doch noch eine Verbindung dazu habt. Nehmt sie wieder heraus. Bei anderen werdet ihr feststellen, dass ihr auch gut ohne sie leben könnt. Die packt ihr in die zweite Kiste um.

Diese zweite Kiste könnt ihr euch direkt hernehmen und überlegen, was mit ihrem Inhalt passieren soll. Beispiele dafür, was ihr mit ungeliebten Gegenständen machen könnt, die ihr zwar loswerden wollt, die aber zu schade sind, um sie zu entsorgen, hat Sonja in ihrem Artikel „Gebrauchtes in Österreich weitergeben“ zusammengefasst. Für die dritte Kiste braucht man etwas Überwindung. Denn alles, was ihr nicht an einen ganz konkreten (sinnvollen!) Standort bringt, gehört höchstwahrscheinlich in eine der anderen beiden Kisten. Denkt noch einmal darüber nach.

Zu Beginn wird es euch vielleicht noch kompliziert vorkommen, Gegenstände zu kategorisieren und zu entscheiden, euch von etwas zu trennen. Sobald ihr aber den ersten Schritt gewagt habt, wird es einfacher und die frische Energie wird mit jedem ausgemisteten Gegenstand mehr. Denn wenn Gerümpel uns die Luft zum Atmen nimmt, kann auch keine Energie mehr fließen. Und ohne Energie funktioniert nichts und niemand.

Als weiterführende Lektüre kann ich euch eines meiner Lieblingsbücher ans Herz legen: „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Nicht nur im „echten“, greifbaren Leben sollte regelmäßig ausgemistet werden, sondern auch digital. Aber um dieses Thema geht es das nächste Mal. Jetzt habt ihr sowieso genug mit dem analogen Ausmisten zu tun!

Habt ihr noch weitere nützliche Tipps für das Entrümpeln? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch…

In meinem letzten Kolumnenbeitrag ging es um das bewusste Nichtstun mit dem Ziel, einen Zustand der Entspannung zu erreichen und gleichzeitig neue Kräfte und Energien aufzubauen. Heute möchte ich euch ein paar Methoden für die aktive Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag vorstellen. Damit meine ich die Einrichtung und Wahrnehmung von kurzen gedanklichen Auszeiten, die man auch gut in einen langen Arbeitstag integrieren kann.

Gleich vorweg: Diese Übungen sind etwas sehr Persönliches. Es gilt in erster Linie zu experimentieren und zu beobachten, denn wir Menschen sind alle verschieden und daher funktioniert natürlich nicht jede Technik bei jedem gleich gut. Probiert die Techniken einfach aus und seht, was mit euch passiert, was am besten funktioniert und was ihr für euch selbst erfolgreich abändern könnt. Das Wichtigste ist immer, dass ihr euch wohl dabei fühlt.

Die folgenden Übungen zur Schaffung eurer Ruhe-Inseln nehmen jeweils nur drei bis zehn Minuten Zeit in Anspruch. Am Anfang kann es möglicherweise etwas länger dauern, wenn die Gedanken noch zu schnell abschweifen und unbedingt zu dem komplexen Projekt auf dem Schreibtisch zurückkehren wollen. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Ruhe-Insel 1: Platz zum Atmen
Zum Einstieg liegt der Fokus auf der bewussten Atmung. Atmet durch die Nase ein und zählt dabei gedanklich langsam bis sechs. Haltet die Luft kurz an. Dann atmet durch den leicht geöffneten Mund wieder aus, zählt dabei ebenfalls langsam bis sechs. Das Ganze wiederholt ihr zehnmal hintereinander. Meistens spürt man nach dieser ersten Übung schon einen deutlichen Unterschied zu vorher. Die Atmung ist einer der wichtigsten Bestandteile der Entspannung überhaupt, denn schon bei der kleinsten Aufregung verändert sie sich. Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz wird erhöht. Schnellere Atmung bedeutet aber gleichzeitig flachere und damit weniger effektive Atmung. Daher müssen wir zuallererst immer zu einer ruhigen, tiefen Atmung zurückfinden. Oft reichen diese bewussten Atemzüge schon als Entspannung für Zwischendurch, weil die meisten von uns das richtige Atmen im Laufe der Zeit verlernt haben.

Ruhe-Insel 2: Negatives Eliminieren
Was gibt es, das euch aus eurer Mitte bringt? Welche Personen, Projekte oder Pflichten bewirken, dass ihr euch schon beim bloßen Gedanken daran verspannt? Seid ehrlich zu euch selbst. Nur keine Scheu, es kann und wird euch niemand kontrollieren oder gar mit dem Finger auf euch zeigen. Es dürfen also durchaus auch die eigenen Kinder sein.

Wenn ihr den oder die Übeltäter identifiziert habt, stellt euch vor, ihr packt all diese kleinen und großen Ärgernisse in ein Segelboot. Habt ihr es fertig beladen, dann holt tief Luft, atmet ganz langsam aus und füllt das Segel mit eurem Atem. Seht ihr, wie das Boot sich langsam in Bewegung setzt? Mit jedem Atemzug entfernt es sich weiter. Winkt ihm hinterher und beobachtet, wie es mit dem Ballast langsam am Horizont verschwindet.

Übrigens: Je konkreter ihr seid, desto besser funktioniert dieses Gedankenspiel. Wenn also genau „diese eine Kollegin“ euch gerade den letzten Nerv raubt, schickt auch nur sie auf die Reise und hebt euch den Rest für ein anderes Mal auf. Der Vorrat an Segelbooten ist unerschöpflich.

Ruhe-Insel 3: Gedankenreise
Versetzt euch gedanklich zurück in den letzten (schönen!) Urlaub oder malt euch euren absoluten Traumurlaub aus. Wo seid ihr? Wie sieht die Landschaft aus? Was macht ihr? Seid ihr am Strand? Spürt ihr den warmen Sand zwischen euren Zehen? Weht euch eine salzige Meeresbrise die Haare ins Gesicht? Malt euch die Details aus. Das kann der Duft einer schönen Blume sein, genauso wie das Gefühl, nach einer langen Wanderung auf einem dreitausend Meter hohen Gipfel zu stehen und in die Ferne zu blicken. Fantasiert und genießt die Zeit. Achtet dabei auf eine ruhige, tiefe Atmung.

Wenn ihr fertig seid, steht nicht sofort wieder auf und stürzt euch in die nächste Besprechung oder auf den nächsten Punkt der To-do-Liste, sondern schließt die Übung bewusst ab. Atmet ein paar ruhige Atemzüge tief durch und räkelt, streckt oder windet euch. Spannt alle Muskeln an, haltet die Spannung für ein paar Sekunden und dann lasst wieder los. Bedankt euch bei euch selbst für die Aufmerksamkeit, am besten mit einem Lächeln. Dann kann es weiter gehen.

 

Solltet ihr diese Übungen am Arbeitsplatz machen, kommen wir um ein Thema nicht herum: Wie geht man mit Störungen um? Das Telefon läutet, das E-Mail-Postfach füllt sich, die Kollegen (oder Zuhause: die Kinder) stehen plötzlich da. Im Idealfall führt ihr die Übungen zumindest am Anfang an einem ruhigen Ort durch, wo all diese Störquellen nicht vorhanden sind. Wenn ihr einmal euren eigenen Weg gefunden habt, bringen euch Störungen aber nicht mehr so durcheinander, wie es am Anfang der Fall sein kann. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr euch nicht unter Druck setzt. Wenn die Gedanken abschweifen, führt sie behutsam wieder zurück, aber ärgert euch nicht darüber. Es ist ganz normal, ein Gedankenchaos hervor zu rufen, wenn man mit dem Üben beginnt.

Habt ihr diese (oder andere) Übungen schon ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen damit? Was sind eure Tricks, um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen?

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Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema…

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen, sondern dass auch im Hintergrund alles möglichst ökologisch ablaufen soll.

Deshalb dreht sich mein heutiger Kolumnenbeitrag darum, wie „eco“ The bird’s new nest hinter den Kulissen ist. Und wie wir den Öko-Faktor noch höher schrauben können. Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf meinem eigenen Home-Office, andererseits auf der Online-Redaktion. Nachdem man ja immer zuerst vor der eigenen Türe kehren soll, beginne ich mal mit meinem Arbeitsplatz zu Hause.

Wie es oft bei Start-ups üblich ist, ist das Budget knapp bemessen. Deshalb ist mein Schreibtisch ein Vollholz-IKEA-Teil, das ich vor über zehn Jahren gebraucht gekauft habe. Auch wenn er optisch kein Glanzstück (mehr) ist, erfüllt der Tisch doch alle Aufgaben, die man an oder auf ihn stellt. Für Vollholz und Second Hand bekommt der Schreibtisch schon einmal eine gute Öko-Note.

Mein Computer, der sich auf dem Schreibtisch befindet, hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, was man vor allem bei Bild- und Videobearbeitung merkt. Auch wenn es schon einige Schwachstellen wie kaputte USB-Ports gibt, sollte der Computer noch einige Zeit seinen Dienst erfüllen. Es wird sicher spannend werden, wenn ich mich irgendwann einmal auf die Suche nach einem nachhaltigen Computer machen muss.

Geheizt wird in meinem Home-Office nicht, da ich mich im Dachgeschoss befinde und es immer überdurchschnittlich warm ist. Beispielsweise hat es jetzt, Mitte Februar gegen 20:30 genau 26,5 Grad. Das hat auch Auswirkungen auf meine Arbeitskleidung, im Moment sitze ich hier in Boxershorts und Tank-Top. Das bedeutet auch, dass weniger Stoffmenge gewaschen werden muss. Der Strom, mit dem Waschmaschine und natürlich auch Computer, Licht, Musikanlage – ich höre fast immer Musik beim Arbeiten – betrieben werden, kommt vom Ökostrom-Anbieter AAE, Alpen Adria Energie: aae-energy.at

Natürlich brauche auch ich Energie, um durch den Arbeitstag zu kommen. Deshalb nun zu meiner üblichen Nahrungszufuhr. Den Tag starte ich üblicherweise mit einem Kaffee und Marmeladebrot, dazu gibt es ein großes Glas Wasser. Zubereitet wird der Kaffee in einer Espressokanne auf dem Herd, der Kaffee selber stammt von Alnatura, meiner Meinung nach der mit Abstand beste Espresso. Das Wasser stammt aus der Leitung und Brot und Marmelade sind immer vegan und bio, auf Margarine verzichte ich schon seit Jahren. Mittags gibt es üblicherweise nur einen kleinen Snack, da ich sonst für gute zwei Stunden nicht arbeitsfähig wäre, weil sich mein gesamter Körper auf Verdauungsmodus stellt. Mein All-Time-Klassiker ist Brot mit Hummus, und dazu einen Salat, natürlich wieder alles bio und vegan. Am Nachmittag gibt es dann nochmals einen Kaffee und abends wird dann warm gegessen, und das in deutlich grösseren Portionen, da ich komischerweise später am Tag durch reichliches Essen nicht so müde werde wie zu Mittag. Gekocht wird, was der Kühlschrank hergibt, zum Beispiel gebratenen Tofu mit Paprika und Reis, Pasta mit Tomatensoße, Polenta mit Rotkohl, Linsensuppe, Linsencurry mit Reis, Gebratene Zucchini mit Tofu oder – mein Abendessen nachdem ich diesen Artikel geschrieben hatte – Vogerlsalat (Feldsalat) mit Apfel und gebratenem Tofu.

Welche Bereiche lassen sich noch näher beleuchten? Was den Anfahrtsweg zu Meetings, Besprechungen und anderen Terminen angeht bin ich mit meinem Auto relativ unökologisch unterwegs. Zwar versuche ich, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren, wenn ich aber etwas zu transportieren habe, oder der Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dreimal so lang wäre, siegt das Auto – und damit letzten Endes die Zeitersparnis. Nachdem das ökologischste Auto das ist, das nicht produziert wird, bin ich mit meinem 13 Jahre alten Gebrauchtwagen im Vergleich zumindest besser unterwegs als mit einem Neuwagen.

Alle Give-Aways werden mit wiederverwendetem Versandmaterial verpackt, an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die für mich gebrauchtes Verpackungsmaterial sammeln und mich immer wieder damit versorgen! Versandt wird mit der Österreichischen Post, alle Sendungen werden hier CO2 neutral zugestellt: post.at/co2neutral Listen und Notizen werden auf Schmierpapier gemacht, Blöcke und Büromaterial habe ich zum Teil noch vom Studium und auch von Freunden bei Tauschpartys ertauscht.

Nun noch zur Online-Redaktion. Der Anfahrtsweg ist für alle Teammitglieder denkbar kurz. Die Online-Redaktion liegt auf einem anderen Server als The bird’s new nest, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es auch ökologische Provider gibt. Sobald sich die Möglichkeit eines Wechsels ergibt, werde ich mir diese Thematik näher ansehen. Nachdem die Redaktion nur virtuell existiert, ist das aus meiner Sicht auch der einzige Faktor bei der ökologischen Bewertung.

Ich hoffe, ich habe alle Bereiche bedacht und nichts vergessen – falls euch noch etwas einfällt oder ihr Tipps habt, wie ich The bird’s new nest noch umweltfreundlicher gestalten kann, hinterlasst mir bitte einen Kommentar, ich freue mich sehr über eure Ideen und Anregungen!

4 Kommentare zu Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

Nachhaltigkeit scheint eine immer größer werdende Aufmerksamkeit und damit verbundene Beachtung zu bekommen. Der Grund ist vermutlich die auch von Politikern angesprochene negative Veränderung unserer Umwelt. Eine bereits nicht unerhebliche…

Nachhaltigkeit scheint eine immer größer werdende Aufmerksamkeit und damit verbundene Beachtung zu bekommen. Der Grund ist vermutlich die auch von Politikern angesprochene negative Veränderung unserer Umwelt. Eine bereits nicht unerhebliche Anzahl von Menschen hat längst begonnen, bewusster zu leben: Bewusster umweltbewusst.

Ist das Interesse an Nachhaltigkeit nun einfach nur ein Trend oder eine langfristige Veränderung? Ein Trend ist eine neue Meinung beziehungsweise Ansicht, die in der Vergangenheit nicht präsent war oder nur durch Wenige vertreten wurde. Stößt ein Trend auf das Interesse von vielen Menschen, löst dies eine gesellschaftliche Bewegung aus. Eine Veränderung ist in der Regel mit einem Ziel verbunden, das erreicht werden soll. Demnach lässt sich Nachhaltigkeit der Veränderung zuordnen, da es das Ziel ist, der Umwelt nicht mehr zu entnehmen, als verfügbar ist. Zusätzlich beschäftigt sich Nachhaltigkeit durch die Nutzung natürlicher Ressourcen auch damit, die Umwelt nicht oder nicht mehr als überhaupt nötig zu belasten. Doch wie lässt sich dies tatsächlich umsetzen?

Vor allem sollte man berücksichtigen, dass kein Mensch perfekt ist, aber jeder die Möglichkeit hat, bei sich selbst zu beginnen. Ob man ab sofort recyclingfähige Verpackungen kauft oder zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt spielt letzten Endes keine Rolle. Das Wichtigste ist, dass man sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und einen Schritt in die Richtung geht, die man für sich gewählt und als richtig befunden hat. Vorwürfe hingegen helfen nicht, sie verleiten nur zu Diskussionen und Streitereien, die nicht nur kraftraubend sind, sondern auch unnötig. Schließlich kann man niemanden dazu zwingen – in diesem Punkt lebt es sich mit dem Motto „Leben und leben lassen“ am Besten.

Um zurück zur eigentlichen Frage zu kommen, wie sich Nachhaltigkeit tatsächlich umsetzen lässt, hier einige Anregungen:

• Energiesparlampen benutzen

• Beim Kauf von Waschmitteln darauf achten, dass keine Weichmacher enthalten sind – die übrigens auch die Kleidung strapazieren

• Statt zur Post mit dem Auto zu fahren, laufen oder das Fahrrad benutzen

• Weniger Fleisch essen: „Eine Senkung der Fleischproduktion würde den Klimawandel bremsen und gleichzeitig Hunderttausende Todesfälle durch Herzerkrankungen verhindern.“ Sueddeutsche.de

• Vorausschauende Fahrweise im Auto: Spart Sprit und schont die Umwelt, zum Beispiel wenn von weitem eine rote Ampel in Sicht ist, Fuß vom Gas nehmen und den Schwung ausnutzen

• Elektronische Geräte komplett abschalten, Stecker ziehen oder Schalter an Mehrfachsteckern umlegen. Auch im Standby-Modus wird Strom verbraucht.

• Regionale Lebensmittel einkaufen, Transporte stoßen viel CO2 aus.

• Stofftaschen statt Plastiktüten kaufen, diese sind stabiler und wesentlich umweltfreundlicher.

• Wäsche mit niedriger Temperatur waschen, für die meisten Waschmittel reichen 30 bzw. 40 Grad aus um die Wäsche zu reinigen. AEG führt übrigens seit neuestem Öko-Waschmaschinen.

• Fenster abdichten lassen, sodass weniger geheizt werden muss.

• Unter Tags lieber ein- bis zweimal mit offenen Fenstern für zwei Minuten lüften, anstatt Fenster ständig gekippt zu lassen.

• Innerorts im vierten oder fünften Gang fahren. Fahren mit hoher Drehzahl erhöht den Treibstoffverbrauch.

Mein letzter Punkt ist gegenseitiger Respekt. Gegenseitiger Respekt ist insofern nachhaltig, da so zwischenmenschlicher Stress reduziert werden kann, was einerseits das Leben angenehmer macht und uns andererseits so mehr Energie über bleibt, um Rücksicht auf unsere Umwelt zu nehmen. Und dies auch gegenüber Menschen, die sich nicht so sehr mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen, schließlich ist das Leben kein Wettbewerb und niemand sollte zu etwas gezwungen werden, das er nicht möchte. Jeder Mensch findet seinen eigenen Weg, ob mit oder ohne Fleisch oder Ökostrom. Jeder kann, aber niemand muss!

2 Kommentare zu Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

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