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Schlagwort: Brasilien

Aktiv durch Rio: 5 Wege, um noch mehr ins Schwitzen zu kommen (1)

„Es gibt bei uns in Rio nur zwei Jahreszeiten: Den Sommer und die Hölle„, erklärt mir Luana von Free Walkers Rio, als wir uns nach drei Stunden Stadtspaziergang unter praller…

„Es gibt bei uns in Rio nur zwei Jahreszeiten: Den Sommer und die Hölle„, erklärt mir Luana von Free Walkers Rio, als wir uns nach drei Stunden Stadtspaziergang unter praller Sonne eine Pause gönnen. Im Sommer – also eigentlich unserem Sommer und deren Winter – hat es angenehme 25 Grad. Zurzeit aber treibt es das Thermometer schon ab und an auf um die 40 Grad hinauf. In höllische Hitzen also!

Weil Schwitzen da ohnehin zum guten Ton gehört, habe ich mich von den Temperaturen nicht davon abhalten lassen, Rio aktiv zu entdecken. Hier sind ein paar meiner liebsten Touren, die ich buchstäblich wärmstens empfehlen kann – auch bei 35 Grad im Schatten:

1. Free Walkers Tour

Wer hätte gedacht, dass in Rio de Janeiro erst seit 8 Monaten eine Stadtführung auf Spendenbasis angeboten wird. Mittlerweile gibt es aber sogar zwei Versionen davon. Ich war mit dem Original unterwegs: Luana hat gemeinsam mit zwei anderen Business-Studentinnen die rot-be-T-Shirten Free Walkers gegründet, nachdem sie die Idee während ihres Irland-Studienaufenthalts kennen & lieben gelernt und flugs nach Brasilien exportiert hat. So erfolgreich, dass sich eine frühere Mitarbeiterin vor zwei Monaten ebenfalls mit einer sehr ähnlichen Tour selbstständig gemacht hat.

Um die drei Stunden dauert die Stadtführung durch die Viertel Centro und Lapa. Zum Abschluss kann man noch gemeinsam eine typische Feijoada essen gehen. Ob es sich dabei wirklich um die „billigste Feijoada in Lapa“ handelt, wage ich bei dem Sonderpreis von 28 statt 32 Reais (inkl. Wasser, O-Saft oder Caipi) zu bezweifeln, aber gut.

Die vegetarische Variante der Feijoada hat mich nicht vom Hocker gerissen, die Tour aber in jedem Fall. Treffpunkt: Täglich außer Sonntags um 10.30 Uhr bei der Metro-Station Carioca.

2. Wanderung zum Zuckerhut

Auf den 395 m hohen Zuckerhut „muss“ man einfach, wenn man in Rio de Janeiro ist: Wer kein Climber ist, für den gibt es nur die Variante, mit der Gondel rauf auf den Berg zu kommen (Ticket: teure 62 Reais). Allerdings kann man auch auf einem schattigen Waldweg zumindest bis zur Mittelstation hinauf wanden. Der Hike dauert ca. 30 Minuten, bietet schöne Ausblicke und eventuell entdeckt man sogar ein paar Affen in den Bäumen über sich.

Bis vor einem Monat gab es auf der Mittelstation noch einen Ticketverkauf, wo man Karten für die Gondel günstiger kaufen konnte. Das wurde jetzt leider sang- und klanglos abgeschafft! Wer nicht, wie ich, wieder per Fußweg zurück zur Talstation geschickt werden möchte, um dann nochmals mit der Gondel zum Gipfel zu gelangen, der besorgt sich am besten gleich unten ein Ticket. Nicht gerade sehr klug, das Ganze, aber so ist es nunmal.

Wer sich bergauf nicht antun möchte, der kann auch einfach nur den Fahrrad-Weg entlang etwas spazieren.
Und noch ein Tipp: Wer am späteren Nachmittag hinauf wandert, der kann nach 19.00 Uhr auch kostenlos mit der Gondel zurückfahren.

3. Radtour um die Lagoa

Lagoa ist nicht nur ein Stadtteil in Rio, sondern auch die Kurzform der Rodrigo de Friedas Lagune. Sieben Kilometer führt ein Rad- und Fußgängerweg rund ums Wasser – immer unter dem wachsamen Auge des Christus, denn das Monument Cristo Redentor auf dem Berg Corcovado ist von hier aus ständig über einem zu sehen. Die Radtour selbst ist wegen des asphaltierten Wegs entspannt und doch vielfältig, sieht man doch immer wieder Neues: Vögel im Wasser, andere Fußgänger oder Radfahrer, Tretboote, einige Stände mit Kokusnuss-Verkäufern und… vielleicht sogar die berühmten Wasserschweine.
Die Radtour lässt sich übrigens von der Lagoa auch entlang der Strände Copacabana und Ipanema fortführen. Und da gibt´s dann ebenfalls einiges zu sehen, wir sind ja in Rio 😀

Wer nicht das Glück hat, von Freunden ein Rad zu bekommen, kann sich eines der orangen Fahrräder ausborgen, die in Rio an vielen Orten vermietet werden. Ich habe es selbst nicht probiert (ich hatte ja ein Fahrrad), aber hier könnt Ihr nachlesen, wie es funktioniert: http://www.oi-rio.com/rioapartments/de/aktivitaeten-und-freizeit-in-rio-de-janeiro/erholung/fahrrad-mieten.html

 

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Wie in Trance: Bei einer afro-brasilianischen Kult-Zeremonie in Salvador

„Ich gehe jetzt einmal Abendessen und hole euch dann wieder ab“, spricht Armando. Wie, er ist jetzt weg? Er ist doch unser Guide! Ich habe doch eine Tour gebucht! Es ist…

„Ich gehe jetzt einmal Abendessen und hole euch dann wieder ab“, spricht Armando. Wie, er ist jetzt weg? Er ist doch unser Guide! Ich habe doch eine Tour gebucht! Es ist doch seine Aufgabe, uns alles über Cantomblé, die wilde, afro-brasilianische Religion, zu erklären! Bevor ich aber zum Protest ansetzen kann, ist er auch schon verschwunden! Wir bleiben auf den weißen Plastikstühlen zurück, ich und das Mädchen aus Mauritius, das in den nächsten drei Stunden zu meiner besten Freundin, Übersetzerin, Verbündeten wird.

Der Altar vor dem Cantomblé-Tempel. Foto: Doris

Der Altar vor dem Cantomblé-Tempel.

Dunkle Augenpaare starren uns neugierig von links wie rechts an – wir grinsen ihnen ein bisschen verkrampft entgegen. Angriff ist schließlich die beste Verteidigung, heißt es doch, oder? Dabei stehen wir gar nicht unter Beschuss – nur etwas unter Beobachtung, sind wir doch die einzigen „Anderen“ im Raum. Die einzigen Nicht-Brasilianer. Und auch wenn sich meine mauritianische Begleiterin mit ihrer dunklen Haut und ihrem gebrochenen Portugiesisch durchaus unbemerkt unter die für Salvador typischen Ur-, Ur-, Ur-, Ur-….-Enkel der Sklaven mischen könnte – ich falle definitiv aus der Reihe. Doch so unterschiedlich wir sind, eines haben wir alle gemeinsam: Wir warten!

Das Fest, das wir heute im Tempel feiern, findet nur einmal im Jahr statt. Foto: Doris

Das Fest, das wir heute im Tempel feiern, findet nur einmal im Jahr statt.

Cantomblé – das Wort hat mich magisch in den Bann gezogen, seitdem ich es im Lonely Planet zum ersten Mal entdeckt hatte. Es klingt so verführerisch, Geheimnis umwittert, verlockend! Es ist der Name der afro-brasilianische Religion, die mit den Sklaven ab dem 16. Jahrhundert nach Brasilien gebracht wurde und hier in Bahia, vor allem in Salvador, unter den Nachkommen der afrikanischen Immigranten noch immer praktiziert wird. Was damals vor den Katholiken verborgen und nur im Stillen ausgeübt werden durfte, ist heute der ganze Stolz der Afro-Brasilianer. Überall auf Plätzen, ja selbst in der Lagune von Salvador – dem Dique do Tororó – , stehen manns- beziehungsweise besser gesagt frau-hohe Abbilder der orixás, der Gottheiten; die farbenfrohen Bilder in den Straßen des touristischen centro historicos sind voll von ihnen, und Glücksbringer mit den meist weiblichen Figuren in ihren ausladenden, steifen Röcken hängen in jeder Auslage.

Jeder Mensch hat eine Gottheit, die ihn bewacht - so glaubt man im Candomblé. Foto: Doris

Jeder Mensch hat eine Gottheit, die ihn bewacht – so glaubt man im Candomblé.

Und dann sind da noch die Zeremonien: Fast wöchentlich findet irgendeine Feier zu Ehren einer Gottheit statt, die alle unterschiedliche Persönlichkeiten und Geschichten mit sich bringen. Das erzählt uns unser Guide während der Autofahrt zum Tempel, dem sogenannten terreiro. Die meisten wiederholen sich Woche für Woche, nicht aber diejenige, der wir in Kürze beiwohnen sollen: Die heutige Zeremonie zu Ehren der orixá Oshun (Oxun) – der Weg- und Metall-Göttin, so sagt Armando (Wikipedia sagt etwas Anderes) – findet nämlich nur einmal im Jahr statt.  „Wir haben so ein Glück“, flüstert mir die Mauritierin zum ersten Mal zu. Es sollte nicht das letzte Mal sein.

Die Zeremonie zu Ehren von Oxun ist in drei Teile geteilt und dauert über drei Stunden. Foto: Doris

Eigentlich ist Fotografieren nicht erlaubt (so sagte man uns vorab): Nachdem aber alle ungeniert mit Smartphone bewaffnet waren, habe ich mich nach zwei Stunden auch verleiten lassen und das iPhone gezückt. Hier die TänzerInnen und SängerInnen der Zeremonie.

Es ist diese Zeremonie, auf die wir im Tempel warten. Eben wurden wir noch vom Sohn der Priesterin höchstpersönlich begrüßt – dann kann es losgehen. „Es ist wie bei mir zuhause“, japst die Mauritierin, deren Name ich nie erfahren habe, „die gleichen Schritte, die gleiche Musik“, sagt sie und klatscht im Rhythmus mit. Ich mache es ihr gleich – wehren ist ohnehin zwecklos, zu mitreißend ist das Trommeln der Alabe (so der Name der männlichen Gruppe). Um die zwanzig Frauen und vier Männer, alle in Weiß gekleidet, die meisten davon in den bauschigen, weiten Röcken, bewegen sich zu den lauten, rhythmischen Trommeln gegen den Uhrzeigersinn im Kreis. Dabei schwingen sie die Hüften, schütteln die Busen, gestikulieren mit ihren Armen und bewegen ihre mehr als üppigen Körper so, wie man es angesichts der Leibesfülle niemals vermuten würde.

Abwechselnd trommeln die Mitglieder der Alambe den Rhythmus vor. Foto: Doris

Abwechselnd trommeln die Mitglieder der Alambe den Rhythmus vor.

Das ist erst der Anfang: Es sollte drei Stunden lang so weitergehen, was sag‘ ich: Mehr werden! Was wie Chaos und nach Leichtigkeit aussieht, verläuft offensichtlich nach einem strengen Protokoll. Dirigiert wird das Ganze vom Sänger und Alabe-Leader, der selbst in seinen Zigarettenpausen noch die Oberhand behält und genau weiß, wann er wieder ein „Kommando“ geben muss. Was genau gesungen wird, das können wir nicht einmal erahnen, wird die Zeremonie doch in der Yoruba-Sprache abgehalten.

Ein lauter Schrei dringt durch die Zuschauer: Alle Blicke richten sich auf eine gefärbte Blondine, die noch Minuten zuvor unbemerkt in der Ecke gelehnt hat. Jetzt schüttelt und beutelt es die Frau, dass es mich nicht wundert, dass die Katholiken im 16. Jahrhundert Cantomblé für eine Teufelssache gehalten haben. Der Schweiß tropft ihr von der Stirn. Das allein wäre aber nichts Außergewöhnliches, ist es doch unglaublich heiß in diesem kleinen Tempel. Und die vielen Menschen, das ständige Kommen und Gehen, machen es nicht besser. Doch im Fall der Blondine ist es anders: Wie sie fallen immer wieder Leute aus dem Publikum, aber auch TänzerInnen in Trance, werden von der Musik (von der Gottheit?) in Beschlag genommen, müssen sich austoben, gestikulieren wild herum und brüllen, kreischen, jauchzen, was das Zeug hält… und immer wieder werden sie von „Ordnungshütern“ aufgefangen und sanft hinaus geführt. Irgendwann tauchen sie dann erneut auf, ganz ruhig, so als wäre nichts geschehen. „Die Leute erinnern sich später an nichts mehr“, wird uns Armando später – nach seinem Abendessen, nach der Zeremonie – im Auto erklären.

Die Sorge habe ich auch. Nicht, dass ich mich nicht mehr an den Abend erinnern kann – zu unvergesslich, spannend, außergewöhnlich und einzigartig ist das Erlebnis. Ich habe Angst, die Details zu vergessen – die Gesten und Handbewegungen, die offenbar alle eine Bedeutung haben. Den Gesichtsausdruck der Priesterin, wenn sie eine Runde dreht, in einer Art Schlaf-Wach-Zustand die Menschen umarmt und alle mit einem Strahlen in den Augen zurücklässt. Die offenen Münder der kleinen Mädchen neben mir, die ihre Hälser strecken mussten, um einen Blick auf die tanzende Menge zu ergattern. Es sind einfach zu viele Sinneseindrücke in zu kurzer Zeit…

„Jetzt hole ich auch gleich mein iPhone heraus“, zischt mir die Mauritianerin zu. Eigentlich hat es geheißen: Fotografieren nicht erlaubt. Daran haben wir uns bis (fast) zum bitteren Ende gehalten, auch wenn ich sie schon anfangs angestupst hatte: „Schau mal, da filmt einer mit dem Tablet!“ Sie hatte es schon gesehen. Tatsächlich sind wohl selten Tanzschritte und Gebets-Gesänge aus dem 16. Jahrhundert mit so vielen Smartphones und iPhones in einem Raum wie an diesem Abend. Nachdem alle rundherum ungeniert filmen, halten wir es nicht mehr aus und greifen zu unseren iPhones. Mit einem unwohlen Gefühl in der Magengrube und schweißnassen Händen. Beides liegt aber eher an meinem schlechten Gewissen, gegen Regeln verstoßen zu haben als einem Trance-Zustand – bei mir zumindest.

Tipps

Laut Lonely Planet sind sämtliche Orixás, also Cantomblé-Zeremonie, auch online zu finden, aber die angegebene Website führt leider zu einer allgemeinen Salvador-Tipps-Seite. Auch die Recherchen meiner mauretanischen Kurzzeit-Freundin auf dem Markt ergab wenig: „Geh in die Straßen von Lapa“, hieß es da. Doch nachdem Orixás meist bei Nachteinbruch (zwischen 19 und 22 Uhr) stattfinden, würde ich keinem raten, allein durch die finsteren Straßen und Gassen Salvadors zu irren. Nehmt euch lieber einen Guide, so wie wir es getan haben.

Wenn ihr ebenfalls Larturismo kontaktieren möchtet, wendet euch per E-Mail an Armando: larturimso.vendas@gmail.com beziehungsweise larturismo.contato@yahoo.com.br. Die Tour startet offiziell um 18 Uhr und endet um 22 Uhr. Kosten: 70 Reais.

Zu bedenken ist: Schwarze Kleidung ist normalerweise nicht erlaubt, am besten trägt frau/man weiß! Fotoapparate sind eher unerwünscht, ein iPhone oder Smartphone darf aber zum Filmen gezückt werden. Vorher aber dennoch bitte fragen, schließlich handelt es sich um religiöse Zeremonien – und da sollte man Respekt zeigen. Es gibt auch bezahlte Orixá-Shows, die allerdings nichts mit den echten Feiern zu tun haben. Leicht erkennbar sind Erstere daran, dass beim Eintreten nochmals Geld verlangt wird. Ich denke nicht, dass sich diese Erfahrung lohnt, um ehrlich zu sein. Kehrt lieber um und wartet auf eine echte Zeremonie.

 

Offenlegung: Larturismo habe ich über das Hostel El Misti gebucht, das mir wiederum aufgrund einer Kooperation mit HostelClub eine Gratis-Unterkunft in Salvador ermöglicht hat. Danke dafür! Die Meinungen und Ansichten bleiben natürlich wie immer meine eigenen.

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Als Vegetarierin durch Brasilien: Teil 2 einer Versuchsreihe

Treffen sich zwei Vegetarierinnen in Salvador, Brasilien… Was der Beginn eines Witzes sein könnte, ist tatsächlich passiert. Die eine Mauritierin, die andere aus Österreich. Wie ihr euch denken könnt: Ich…

Treffen sich zwei Vegetarierinnen in Salvador, Brasilien… Was der Beginn eines Witzes sein könnte, ist tatsächlich passiert. Die eine Mauritierin, die andere aus Österreich. Wie ihr euch denken könnt: Ich war die Andere. Natürlich haben wir uns – kaum die gemeinsame Leidenschaft herausgefunden – über die Schwierigkeiten unterhalten, die wir als Nicht-Fleisch- oder Fischesserinnen in diesem südamerikanischen Land über uns ergehen lassen müssen. Während ich dankbar dafür bin, mir nicht die Aufgabe gestellt zu haben, vegan durch Brasilien zu reisen und mich rettend immer wieder mit einem Pão com Queijo, einem Käsebrot, begnüge, hat die Mauritierin einen anderen Tipp: „Wenn ich nichts finde, werde ich für ein paar Tage zur Frutarierin.“

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Viele verschiedene Früchte gilt es auszuprobieren, meist als Suco = Saft

Gut, das ist natürlich auch eine Möglichkeit – dank den vielen Fruchtsäften und der Menge an neuen Obstsorten, die es hier zu entdecken gibt. Aber auf Dauer ist das ja keine Lösung. Damit ihr nicht vor dem Problem steht, solltet ihr einmal nach Brasilien fliegen, gibt es deshalb ein paar nützliche Vokabeln. Und glaubt mir, ihr werdet mir danken – denn mit Englisch oder Spanisch kommt man hier leider gar nicht weit.

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Flüssignahrung ist auch eine Möglichkeit

Ich bin Vegetarier/In. – Eu so o vegetariano / a vegetariana.
Ich esse kein Fleisch. – Não como carne ou frango.
Etwas ohne Fleisch oder Fisch? – Algo sem carne o peixe?
Fleisch – carne
Hähnchen/Hühnerfleisch – frango
Meeresfrüchte – os mariscos
Fisch – peixe
Wurst – embutido
Gemüse – legume
Butter – manteiga

Auf Pao, Sandwich oder Empanada mit Käse oder Gemüse kann man meist schon zurückgreifen. Gutes „Streetfood“ ist auch Acarajé, das die afro-brasilianisch gekleideten Verkäuferinnen vor allem in Salvador auf der Straße feilbieten. Aber Achtung, immer „sem camarão“ dazusagen, sonst landet eine böse Überraschung in Form eines Shrimps auf eurem Teller.

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Gefülltes Pastel mit Jaca Frucht

Eine gute Alternative sind auch Maiskolben oder aber Tapioca, das die Straßenverkäufer in ganz Brasilien bereit halten. Es ist eine Art Brot, das aus dem Mehl der Maniokwurzel hergestellt und mit diversen Zutaten auf süße oder salzige Art gefüllt wird. Die mit Käse und Kokosflocken kann ich genauso empfehlen wie die klassische Variante mit Käse und Tomaten.

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Tapioca

Ihr merkt schon: Trotz einiger Schwierigkeiten kann man es sich hier in Brasilien auch als Vegetarierin gut schmecken lassen. Eine gute Hilfe für VegetarierInnen, die sich für Brasilien interessieren, ist übrigens auch diese Plattform: http://www.vegetarianos.com.br – vorausgesetzt, man versteht etwas portugiesisch.

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Die nächsten sechs Wochen im Land mit B…

Ich kann nichts dafür, Indien ist schuld. Ich schwöre! Daran, dass ich gleich ein paar Wochen nach meiner Ankunft sofort wieder eine Reise geplant habe. Daran, dass ich mir erneut längere Zeit…

Ich kann nichts dafür, Indien ist schuld. Ich schwöre!

Daran, dass ich gleich ein paar Wochen nach meiner Ankunft sofort wieder eine Reise geplant habe. Daran, dass ich mir erneut längere Zeit – sprich sechs Wochen – zu Beginn des Jahres freigeschaufelt habe, um unterwegs sein zu können. Daran, dass mich die Reiselust wieder gepackt hat!

Aber nicht die Lust an „irgendeinem Reisen“, sondern am längeren Unterwegssein, am Eintauchen in eine Kultur, am freien Entscheiden je nach Gemütslage, wohin es weitergeht, am sogenannte „Zufälle“ auskosten und tief in mir drinnen wissen, dass es die gar nicht gibt. Am Finden von Freunden inmitten von Unbekannten, am Über-Bord-Werfen von Glaubenssätzen, am Eingehen von Risiken und auf meinen Hausverstand vertrauen… Kurz: Am Reisen, so wie ich es in Indien wieder für mich entdeckt habe – oder war es doch umgekehrt, und es hat mich wieder gefunden? Das ist wohl gar nicht wichtig.

Wichtiger ist: Ab dem 22. Januar bin ich in… BRASILIEN!

Endlich schaffe ich es, meine Freunde aus CouchSurfing-Zeiten in Sao Paulo, Rio de Janeiro (und vielleicht auch Recife) zu besuchen! Die Flüge waren überraschend günstig – und Karneval wollte ich – nach Rijeka im letzten Jahr – ohnehin wieder einmal in Südamerika verbringen.

Fragt mich bitte noch nicht nach meiner Reiseroute: Die wird sich ergeben genauso wie alles Andere – auch wenn von überall heiße Tipps auf mich einprasseln. Klar, dass die Liste der Must-Sees – wie üblich – mit jedem Gespräch und jeder gelesenen Zeile der Reiseführer länger wird, aber eines davon kann ich mir diesmal immerhin „ersparen“: Die Wasserfälle von Iguazu habe ich bei meinem achtmonatigen Südamerika-Aufenthalt bereits gesehen. Da kommt man nämlich leicht via Busshuttle von der argentinischen Seite auf die Brasilianische und erhält so einen ganz anderen Blick auf die grandiose Wasserpracht!

Ich bin jedenfalls schon ziemlich auf den Geschmack gekommen und voller Vorfreude – auf unglaubliche Naturspektakel in den Nationalparks, die Traum-Stadt Rio, Ausgehen in Sao Paulo, die Strände und Inseln – vor allem aber auf die Leichtigkeit des Seins, in dem die Brasilianer ja Könner sein sollen.

Also: Carpe diem … oder was auch immer das auf Portugiesisch heißen mag.

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