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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden…

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden anbelangt: Die Gumpendorferstraße im sechsten Wiener Gemeindebezirk.

Corns n‘ Pops

Los geht es im kleinen aber feinen Corns n‘ Pops, das sich circa auf der Höhe des Haus des Meeres, in der Gumpendorferstraße 37, befindet. Auch wenn der Name und der erste äußere Eindruck eher nach Frühstückslocation oder sogar eher Coffee to go aussieht – das ist hier nicht alles und das überrascht durchaus angenehm. In diesem Mini-Lokal gibt es eine sehr interessante und in dieser Form fast einzigartige Zusammenstellung aus verschiedenen Bereichen und kulinarischen Schwerpunkten: Zum einen ist da die Selbstbedienungstheke an der man aus vielen verschiedenen Cornflakes und Müslimischungen einen persönlichen Mix zusammenstellen kann, oder einfach nur einen leckeren Kaffee (auch mit Sojamilch erhältlich, leider wie so häufig mit Aufpreis) zum Mitnehmen. Ab Mittags wird dann das Lokal vom Frühstücksbeisl zum beliebten Mittagstreffpunkt. Hier holen sich viele Leute, die in der Gegend arbeiten, eines der leckeren Wochengerichte und es kann schon mal zu einer längeren Schlange kommen, die bis zur Tür geht, was bei der winzigen Größe des Lokals nicht verwundert.

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Bild: Corns n‘ Pops

Zugegebenermaßen sind das Frühstück und auch die Müslimischungen für mich als Veganer nicht interessant genug, da es hier keine Möglichkeit gibt, auf Soja-Joghurt oder pflanzliche Milch auszuweichen, daher wurde das Hauptaugenmerk auf das Mittagsangebot gelegt. Hier ändert sich in der Tat wöchentlich das Programm: Angeboten werden Curry, Bagel, Salat, Couscous und Pasta der Woche. Drei bis vier dieser fünf Schwerpunkte sind meist zumindest vegetarisch, manchmal gibt es auch ein Gericht mit Fleisch, wobei zum Glück sehr viel auf pflanzliche Küche gesetzt wird und man somit auch durchaus Wochen erwischen kann, in der zwei der Gerichte völlig vegan sind. In meinem Fall habe ich einen veganen, sehr leckeren, wenn auch schlichten Bagel und ein veganes Curry genossen. Dies ist super gekennzeichnet und somit weiß man aufgrund eines orangen V-Kennzeichen, dass etwas vegan ist, und bei einem grünen V, dass es vegetarisch ist. Es gibt zudem noch immer eine Tagessuppe, die auch sehr oft pflanzlich ist, um drei Euronen. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und von Karottensuppe mit Wildreis bis Linsensuppe ist alles dabei. Alle Gerichte, egal ob Bagel oder Pasta, sind um vier bis fünf Euro zu haben, sie sind also völlig leistbar und die Portionen sind auch größentechnisch in Ordnung. Sitzplätze gibt es in der Mittagszeit leider kaum, deswegen lieber einpacken lassen und daheim oder im Büro schlemmen.

Fazit: Ein nettes, aber kleines Lokal, das sich vor allem für guten Kaffee und die spannenden Mittagsangebote zum Mitnehmen eignet.

Bewertung: 8/10
Gumpendorferstraße 37,
1060 Wien

Mo – Fr: 7:30 – 17:00 Uhr
Sa: 9:00 – 16:00 Uhr
Sonntag/Feiertag: geschlossen

http://www.cornsnpops.com

Joanelli

Nur ein paar Schritte weiter befindet sich der Eissalon Joanelli. Was aufgrund des Namens vielleicht ein bisschen in die Irre führt: Hier handelt es sich in keinster Weise um einen Eissalon, zumindest nicht mehr. Seit vielen Jahren nun schon ist es aber der Hot Spot für 1060-Hipster und sonstiges Volk. Was macht das Lokal für mich interessant: Seitdem es vor kurzem der Mitbegründer des Naschmarkt Deli, Wilfried Pink, übernommen hat, wurde das Lokal völlig auf vegane Speisen umgestellt. Eigentlich ist das auf den ersten Blick vielleicht eine gute Geschäftsüberlegung, aber dann auch wieder nicht so schwer zu bewerkstelligen. Wie das funktioniert wollte ich mir auf eigene Faust anschauen, vor allem, weil mich interessierte, inwiefern das in einem Abendlokal funktioniert,das sehr viele Weine im Programm hat. Nun gut. Zu Essen gibt es nicht viel. Einen okayen, aber unspannenden Schinken-Käse-Toast habe ich mir reingeschmissen. Weiters stehen noch ein paar andere Toasts, Linsensuppe und ein Baguette auf der kleinen Snack-Karte. Aber gut, das Lokal ist auch absolut nicht auf Essen ausgelegt, man darf sich also nicht beschweren und es ist vor allem nett, dass es abgesehen vom nicht weit entfernten Donau eine andere Fortgeh-Location gibt, in der man Veganes zu essen bekommt, wenn man im Rausch einen kleinen Hunger bekommt.

Viel wichtiger war für mich eigentlich die Getränkekarte. Leider gibt es zwar keine Weinkarte, die bemühte Servicedame konnte mir dann aber einige Weine aufzählen. Ob alle vegan seien? Ja, zumindest glaubt sie das. Sicher war man sich nicht so ganz und später hab ich dann noch erfahren, dass nur ein Weingut der im Joanelli angebotenen Weine als vegan zertifiziert ist. Nun, das finde ich ehrlich gesagt etwas ärgerlich und schreit danach, dass sich hier noch nicht ganz so stark mit dem Thema Veganismus auseinandergesetzt wurde, wie ich es mir erhofft habe. Am Wochenende soll es jetzt allerdings auch immer veganes Frühstück geben, in Bälde werde ich das mal unter die Lupe nehmen, vielleicht wird hier dann mehr darauf geachtet. Wäre wünschenswert, wenn man schon einen auf vegan macht.

Fazit: An sich ein nettes Beisl, das gerade am Samstagabend aber sehr voll werden kann und noch gewisse Schwächen bei der Umsetzung der veganen Karte hat, die hoffentlich bald behoben werden.

Bewertung: 5/10
Gumpendorferstraße 47
1060 Wien

Täglich 18:00 – 2:00 Uhr
Sa/So: Veganes Frühstück
Tel. 0664/786 78 76

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste die frisch eröffnete Pizzeria Fiore nähe Westbahnhof und das lässige Augustin in meiner Hood. Bis dann, macht es gut!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen…

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen meines Alltags – veganes Essen, Konsumverhalten und urbanes Leben – drehen wird und wahrscheinlich noch vieles mehr, die Zeit wird es mir und euch zeigen. Ich freue mich über Kommentare und Tipps zu neuen Lokalen oder Geschäften die ich testen sollte. Ohne Austausch keine Entwicklung, oder so.

Alles auf Anfang

Im Gegensatz zum ersten Beitrag meiner Kolumne steht die „Pizzeria Casa Piccola“ nicht ganz am Anfang, im Gegenteil – seit über 30 Jahren existiert dieses Allround-Lokal direkt am Wiener Gürtel. Allerdings in diesen 30 Jahren mit nur wenig Angebot für Gäste, die auf tierleidfreies Essen wert legen, was sich jetzt durch den durchaus kritisch zu betrachtenden veganen Trend geändert hat, sehr zur Freude meinerseits. Schon einige Male bin ich am Weg zu diversen Gürtellokalen oder auch zu Freunden an dieser extrem zentral gelegenen Pizzeria (direkt am Hernalser Gürtel bei der U6 Station Alser Straße) vorbeigekommen, doch beachtet wurde sie von mir nie eingehend. Man kennt ja eigentlich von jeder ordentlich geführten italenischen Pizzeria die meist vegane Pizza Marinara, allerdings ohne Belag, nur mit Tomatensauce, Knoblauch und Gewürzen – auf Dauer ein wenig arm und fad am Teller. Die einzigen Ketten und Lokale, die noch vor einigen Jahren Pizza mit mehr Belag und Veggie-Pizzakäse anbieten waren entweder extrem schwer zu erreichen wenn man nicht gerade im 22. Bezirk wohnt (Pizza on Tour) oder haben mittlerweile zugesperrt (Pizza Pinocchio). Auf ein Angebot wie in dem von fleischlosen Lokalen verwöhnten Berlin, wo es das „Sifzy Veg“ gibt, eine rein vegane Pizzeria mit über 30 verschiedenen Sorten, die unglaublich gut sind, wird man in Wien noch etwas warten müssen. Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass der Besitzer der Casa-Piccola, Liang Hung Chiang, und sein Team an veganen Pizzavariationen mit pflanzlichem Pizzakäse feilen. Somit begab ich mich auf den Weg.

Die Pizzeria Casa Piccola

Als ich das Lokal betrat war ich erstmal überrascht. Erwartet hätte ich mir wohl ein abgefucktes, aber nettes Mini-Lokal – in der Tat ist es aber eine mittelgroße, modern eingerichtete Pizzeria. Die Speisekarte wurde sofort vom freundlichen und sehr kompetenten asiatischen Personal gereicht und gleich fällt die „grüne Seite“ ins Auge, auf der die veganen Pizzen und auch ein veganes indisches Curry aufgelistet sind. Zur Auswahl stehen die klassischen Sorten wie Margerita, aber auch Pizza Broccoli oder Pizza Ruccola. Auf Fleischersatz wie bei einer Pizza Salami wird aber verzichtet. Alles dafür mit Pizzakäse ohne Muh, Extra-Auflagen gibt es ab 50 Cent Aufpreis. Passt so. Ansonsten spezialisiert sich die Karte auf… Hm, alles. Von Pizza (eh klar), über Pasta, Schnitzel und asiatische Speisen gibt es für Omnivoren so ziemlich alles, was das fleischige Herz begehrt. Sicherlich nicht schlecht, für mich aber natürlich nicht relevant.

Trinken kam schnell und in einem auffällig geschwungenen Glas, auch mal was anderes. Aus dem Radio tönte der übliche Chartspop, war aber erträglich. Pizza kam nach Bestellung innerhalb von nicht mal 15 Minuten – gibt es auch nicht immer und ist positiv zu vermerken, auch wenn ich eigentlich nicht so viel Wert auf Schnelligkeit bei der Zubereitung lege. Bestellt hatte ich mir eine „Florentina“, einfach weil es meinem Namen so ähnelt und ich Lust auf Spinat und Mais und viiiel Knoblauch hatte. Die Pizza war durchschnittlich groß, also nicht übermäßig aber genau richtig, wie ich finde – 33 Zentimeter Durchmesser eben. Geschmeckt hat es dann auch. Der vegane Pizzakäse ist zwar nicht sehr dominant – äußerlich und auch im Geschmack -, das finde ich aber eigentlich ganz gut so. Habe dann leider vergessen auf welcher Basis der Käse gemacht wird oder ob er zum Beispiel von Wilmersburger gekauft wurde – sah aber sehr nach selbstgemacht mit Kartoffelstärke aus -, aber das wird nachgeholt, beim nächsten Mal. Belag war auch in Ordnung, dass man da nichts Frisches, sondern Mais aus der Dose bekommt, ist ja Standard und auch nicht anders zu erwarten. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit der Auswahl, es gibt aber noch sieben andere Sorten, die ich kosten möchte, mal sehen wie die so schmecken. Gezahlt wurde dann 12,70 für Pizza und ein großes Getränk, völlig in Ordnung, wie ich finde.

Fazit: Nettes Nichtraucher-Lokal, netter Service, angemessene Preise, zentral gelegen – hin da!

Bewertung: 8/10
Homepage: casa-piccola.at

Danke für die Aufmerksamkeit!

Bis dann, euer Florin

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An Louise führt in Dresden kein Weg vorbei…

Richard (Wagner), Erich (Kästner), August (der Starke)… ich lasse sie alle links liegen. Für Louise. Denn während die meisten TouristInnen in Dresden zumindest untertags vor allem die barocke Altstadt mit…

Richard (Wagner), Erich (Kästner), August (der Starke)… ich lasse sie alle links liegen. Für Louise. Denn während die meisten TouristInnen in Dresden zumindest untertags vor allem die barocke Altstadt mit Semper Oper, Zwinger und Frauenkirche lieben und nur abends der Kneipen wegen in die Neustadt ziehen, habe ich mein Herz längst an eine Straße auf jener Elbeseite verschenkt. Und ich bin ihr 24 Stunden treu: Denn auf der und rund um die Louisenstraße im sogenannten “Szeneviertel” (blöder Name, wirklich!) Neustadt ist alles zu finden, was ich mag. Getestet und für gut befunden sind folgende Plätze:

Schon auf dem Weg vom Albertplatz zur Louisenstraße liegt die Bäckerei Der Graf, in der es angeblich die besten Kuchen gibt – handgemacht, versteht sich. Die paar Fußminuten zu Louise machen sich mit einer typisch Dresdner Eierschecke (um 1,05 Euro) in der Hand übrigens auch gleich noch einmal so gut.

Der Graf: Königliches Vergnügen für Feinschmecker. Foto: Doris

Sapori D’Italia

Gute Pizzen lassen sich im Sapori D’Italia genießen – das befindet sich an der Ecke Louisen-/Rotheburger Straße. Was aussieht wie ein Feinkostladen kocht Pizza und Pasta, dass es den DresdnerInnen ein Vergnügen ist. Dementsprechend gern gehen sie hin – und so ab 19/20 Uhr sind alle drei Tische sowie der Barbereich am Rand besetzt. Da kann es auch vorkommen, dass man sich den Tisch mit Fremden teilen darf. Tipp: Um 18.00/18.30 hingehen, da hat man meist Glück (so wie wir) und ergattert einen Platz.

Sapori D´Italia: Schaut von außen unscheinbar aus, die Pizze sind aber alles andere als unscheinbar. Foto: Doris

Dürüm Haus

An diesem Eck ist auch der beste Türke der Stadt: Mehrfach ausgezeichnet tischen die Jungs und Mädels vom Dürüm Haus mächtige Portionen auf. Bitte einen Blick nach oben in den ersten Stock werfen: Dort hat mich ein, leider abgesperrter, türkischer Salon fasziniert.

Mahlzeit im Dürüm-Haus. Foto: Doris

Teegadrom

Besonders im Winter eine kuschelige Zufluchtsstätte, aus der man sich auch nicht vom griesgrämigen Ausdruck des Besitzers vertreiben lassen sollte. Alle, die durchhalten, können sich mit einem der selbst zusammengestellten großartigen Tees (zum Beispiel Rote Clara, benannt nach der – nicht mehr vorhandenen – Katze, die einst im Laden ihre Heimat hatte) belohnen.

Teetrinken, Schokolade essen und plaudern - im Teegodrom möglich. Foto: Doris

Nordbad

Das “kleinste Bad” Dresdens ist vielleicht fürs Schwimmen weniger geeignet: Das Wasser geht dir die ersten Meter nur bis zur Brust und dann maximal bis zum Hals. Aber die Sauna ist angeblich einer der “In-Treffpunkte” der Dresdner. Besonderes Schmankerl: Man kann dabei aufs Dach gehen und einen Blick auf Louise werfen. Es ist – so heißt es – auch eine gute Station, um seine NachbarInnen (überraschend) zu treffen oder seine Flirtpraxis zu üben, denn das wird im Nordbad nur all zu gerne getan.

Im Hof vom Nordbad. Foto: Doris

Raskolnikoff

Wer schon nicht im Nordbad schwimmen möchte, der sollte zumindest den Durchgang zur Böhmischen Straße benutzen, um einen Abstecher ins Raskolnikoff zu machen. Das „originellste“ Restaurant- und Galerie-Haus Dresdens ist nicht nur wegen der Optik anziehend, das Konzept (Bio-Küche, wenn leistbar, die BesitzerInnen verwenden keine Autos…) ist auch so sehr ansprechend! Im Raskolnikoff kann man übrigens auch schlafen: Es stehen kleine Zimmer – „keine Schlaf, sondern Lebezimmer“, so heißt es auf der Website – bereit, die sehr gut gebucht sind! Dort gibt es übrigens in einem Separee das einzige Raucherfrühstück Dresdens. Warum ich das weiß? Ich bin mit einem Raucher durch die Neustadt geschlendert…

Pop Up Store Lou 61

Leider schon Geschichte ist der Pop Up Store Lou 61, denn der war nur bis neunten März, also einen Monat lang, Gast in der Louisenstraße. Aber dass es hier, nur hier, diesen Shop geben konnte, zeigt schon den Charakter der Straße. Und was danach in der Louisenstraße 61 entstanden ist, das könnt ihr mir ja berichten.

Leider schon vorbei, der Pop Up Store Lou 61. Foto: Doris

Lebensmittel Bui

Gekommen, um zu bleiben ist hingegen der Vietnamese Bui, dessen Lebensmittel-Kleinstladen alles zu bieten hat, was der Neustädter haben möchte und braucht. Er ist zwar kein Spät-Laden (diese Dresdner Spezialität, in der man des Nächtens auch noch Alkohol einkaufen kann), aber dennoch erwähnenswert!

Jedes Treppenhaus sah/ sieht anders aus. Foto: Doris

Treppenhäuser aus der Gründerzeit

Auch wenn es die Dresdner Altstadt anders vermuten ließe, gibt es richtig alte Gebäude aus der Gründerzeit nur in der Neustadt. Dort wurden einige bemalte Treppenhäuser der Zeit zwischen 1850 und 1890 wieder saniert. Ein Grund, einen Blick hinein zu werfen (wenn man kann, anläuten – vielleicht klappt’s!): Zum Beispiel in die Louisenstraße 67. Und natürlich muss man bei einem Rundgang durch die Gegend auch in die Kunsthofpassage gehen, eine der bekanntesten Kultureinrichtungen Dresdens. Zwischen Alaunstraße und Görlitzer Straße wurden die Höfe kreativ ausgemalt und zu einer Passage verbunden, in der man Stunden mit dem Schmökern durch die zahlreichen Läden, Galerien und Lokale verbringen kann.

Kunsthofpassage - jeder Hof hat ein anderes Thema. Foto: Doris

Sukuma

Knapp vor Schluss steht in der Louisenstraße auch das Büro und der Vereinsraum von Sukuma, einem Verein, der sich nachhaltigem Konsum verschrieben hat, aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal. Der verdient nämlich mehr als nur ein paar Zeilen.

Nein, die Klingel ist nicht defekt. Sukuma Vereinshaus. Foto: Doris

Café Oosteinde

Irgendwann geht ja alles zu Ende – so auch die Louisenstraße. Doch das Gute geht weiter, denn am Ende der Louisenstraße (und eigentlich auch schon auf der Prießnitzstraße, aber sehen wir das mal nicht so eng) ist das Café Oosteinde, wo der „Homo Neustadtienses“ (O-Ton eines eben solchen) seine Sommerabende und Wochenendmorgen verbringt.

Die Prießnitz, der klarste Bach - gleich in der Neustadt. Foto: Doris

Und wenn man da die Stiegen hinunter geht, dann kommt man auch zum angeblich “klarsten Bach” Dresdens, der Prießnitz, in der man sogar schwimmen kann. Das habe ich jetzt der Temperaturen wegen nicht ausprobiert. Würde es wohl auch nicht in der Stadt tun, sondern es den DresdnerInnen gleich machen und dafür lieber etwas weiter den 25 Kilometer Bach entlang in die Dresdner Heide gehen.

Ach, Louise, schön war’s bei dir! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, meine Liebe…

 

Updates aus der Neustadt erfährt man übrigens am besten auf dem Blog Neustadt Geflüster.

Offenlegung: Der Aufenthalt in Dresden wurde durch die Dresden Marketing GmbH ermöglicht. Danke dafür! Meinungen und Ansichten bleiben wie immer meine eigenen.

6 Kommentare zu An Louise führt in Dresden kein Weg vorbei…

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