Ende letzten Jahres habe ich mich zum ersten Mal mit Reinhard Mösl getroffen. Nach einem Rundgang in seiner Smoothie-Produktion in Haag in Niederösterreich hat er mir von seinem neuen Vorhaben erzählt: Bio-Smoothies im Glas. Meine erste Frage: „Gibt’s das nicht schon?“ Selten im Glas und vor allem nur schwer beziehbar, so seine Antwort damals. Damit seine Smoothies direkt zu den richtigen Menschen kommen, hat sich Reinhard Mösl gegen den Verkauf im herkömmlichen Handel und für eine Direktzustellung via Bio-Kisten entschieden. Mit dem Biohof Adamah hat er den ersten wichtigen Partner für sein Vorhaben gewonnen. Mit Hilfe einer Crowdinvesting-Kampagne soll nun die notwendige Aufmerksamkeit geschaffen, aber auch eine letzte Finanzierungslücke geschlossen werden. Wie es dazu kam und wie Reinhards Visionen aussehen, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Reinhard, du produzierst seit über zehn Jahren Smoothies. Wie kam es dazu?

Reinhard: Mein Sohn Julian brachte mich dazu. Er ist von Kind auf ein beharrlicher Obstverweigerer und bei einem Australien-Aufenthalt versuchten wir es mit einem Smoothie. Überraschenderweise liebte er diese Mischung aus Fruchtsaft und Fruchtpüree zum Trinken und der Erfolg von Smoothies begeisterte mich so sehr, dass ich in Österreich damit startete Smoothies zu produzieren. Mittlerweile stellen wir in unserer modernen, manufakturartigen Produktionshalle monatlich rund 400.000 bis 500.000 Flaschen Smoothies als Eigenmarken für in- und ausländische Handelsketten her.

Wolfgang: Mit Mösl’s Bio Smoothie startest du jetzt mit eigener Marke. Erzähl doch bitte kurz davon.

Reinhard: Wir wollten wieder unter eigener Marke auftreten und etwas Besonderes schaffen, mit meiner persönlichen Philosophie. So entstand unser Bio-Smoothie in Glas und mittlerweile sind wir mitten in der Umsetzung. Soeben wurde unser Kühltunnel versandbereit gemacht, in dem die heiß abgefüllten Smoothies mit Wasser besprenkelt und innerhalb einer halben Stunde runtergekühlt werden. Diese neue Anschaffung bringt Mösl’s Bio Smoothie einen großen Schritt weiter ans Ziel.

Wolfgang: Was wird das Besondere an Mösl’s Bio Smoothie sein? Auch in Abgrenzung zu anderen Bio-Smoothies.

Reinhard:  Unser Bio-Fruchtsaft kommt im Glas, noch dazu in einem höchst individuellen, extra entwickelten Flaschendesign. Zudem kommt ein regionaler Charakter durch die Verwendung von österreichischem Apfel- und Traubensaft. Exotische Früchte wie zum Beispiel Mango kommen aus kontrolliert biologischen Betrieben. Außerdem setzen wir auf den Vertrieb über Bio-Kisten sowie über den Bio-Handel und die Bio-Gastronomie. Diese Kombination ist in Österreich einzigartig.

Wolfgang: Nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne vor eineinhalb Jahren sammelst du nun auf Conda nochmal Geld. Warum?

Reinhard: Das Geld wurde für die technische Umsetzung verwendet und wir werden vor dem Sommer technisch produktionsbereit sein. Allerdings haben wir uns für eine teurere Variante bezüglich der Produktion der Glasflasche entschieden. Mit dieser größeren Maschine können wir große Mengen von Glasflaschen produzieren und die einzelne Flasche wird dadurch billiger. Aufgrund der Anschaffung dieses Werkzeugs – eine Blasschale – haben wir aber höhere Ausgaben als geplant. Die Zinsen aus der letzten Kampagne wurden an die Lion Rocket InvestorInnen im Jänner bereits das erste Mal bezahlt, wobei wir die Zinsen mit unserem bestehenden Geschäft verdienen. Jetzt geht es darum den Markt zu bearbeiten und das Produkt für den Vertrieb vorzubereiten.

Wolfgang: Bereits vor dem Produktionsstart hast du namhafte Partner für dein Projekt gewinnen können, unter anderem den Biohof Adamah. Welche Rolle werden diese spielen?

Reinhard: Sie sind für uns wichtige Botschafter und Vertriebspartner gleichzeitig. Das Bio-Kistl der Familie Zoubek passt zu uns und gemeinsam wollen wir diese Nischen bedienen. Ab Herbst kann Mösl’s Bio Smoothie direkt über den Biohof Adamah bestellt werden und unsere drei Geschmacksrichtungen Birne, Himbeere und Mango werden dann zusammen mit anderen regionalen Bio-Leckereien direkt ins Haus geliefert. Wir freuen uns auf die Kooperation und hoffen, dass noch viele weitere folgen werden.

Wolfgang: Was erwartest du dir von der Crowdinvesting-Kampagne? Wie können sich die Menschen beteiligen?

Reinhard: Neben dem Einsammeln von Geld ist es die mediale Aufmerksamkeit, die wir bis in den Herbst für den tatsächlichen Start mitnehmen wollen. Wir möchten die Marke gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden groß machen und freuen uns über jede Unterstützung und natürlich viele Vorbestellungen. Unsere Crowdinvesting-Kampagne ist noch bis Anfang Juli online und eine Beteiligung auf Conda ist bereits ab 100 Euro möglich. Insofern freuen wir uns über alle, die uns dabei unterstützen und den Link mit ihren Freundinnen und Freunden teilen. Und natürlich ist jedes Feedback zu unseren Produkten jederzeit willkommen.

Wolfgang: Viel Erfolg weiterhin und vielen Dank für das Interview!

 

Noch bis Anfang Juli 2018 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von Mösl’s Bio Smoothie unterstützen und euch Zinsen in der Höhe von mindestens 4,5 Prozent sichern. Denn Reinhard Mösl hat sich zur Finanzierung seiner Bio-Smoothies für das sogenannte Darlehensmodell (Lending-based Crowdfunding) entschieden. Hier werden Mikrokredite zwischen Privatpersonen und Unternehmen vergeben, die verzinst zurückgezahlt werden. Mehr zu den unterschiedlichen Crowdfunding-Arten findet ihr hier. Weitere Informationen zur Geschichte, zur Herstellung und zum Produkt sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

 

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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