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Kategorie: Travel. Outdoor.

Auf dem Jakobsweg: Tag 9, Santiago

Nach Hospital da Cruz vor Ligonde bewegt mich ein steinernes Wegkreuz aus dem 17. Jahrhundert. Auf einer Seite Maria mit dem Kind, wie in einem Ei dargestellt und auf der…

Nach Hospital da Cruz vor Ligonde bewegt mich ein steinernes Wegkreuz aus dem 17. Jahrhundert. Auf einer Seite Maria mit dem Kind, wie in einem Ei dargestellt und auf der anderen Seite Christus am Kreuz. Ein ähnliches Kreuz sehen wir in Santiago. Auf dem Weg aus der Stadt Melinde finden wir einen schönen Rastplatz neben einer Kirche auf einer Bank. Wir genießen einen besonders guten Ziegenkäse mit Apfel, Brot und einem guten Vino tinto. Einfach und himmlisch!

Kurz vor dem Ziel überqueren wir den Monte do Gozo mit dem überdimensionalen Papstdenkmal. Es erinnert an den Besuch von Papst Paul 1993 – und an pompöse Denkmäler aus anderen Zeiten. Damit kann ich nicht viel anfangen. Es beginnt zu regnen und ich empfinde das als die Reinigung, der sich die Pilger aus dem Mittelalter vor dem Erreichen des Ziels unterzogen haben.

Wir nähern uns Santiago. Ich realisiere das noch nicht. Auch bei der Ankunft kommt die immer wieder beschriebene Euphorie bei mir nicht auf. Es regnet immer noch und beim Erreichen der Altstadt tun mir die Füsse weh, ich bin müde. Der Anblick der Kathedrale beeindruckt mich durch die ungewöhliche Vermoosung der Fassade, die gelben Flechten auf der Vorderfront und das blühende Unkraut, das überall auf ihr wächst. Ein Dudelsackspieler steht stimmungsvoll unter einem Torbogen und diese Musik geleitet uns auf den großen Platz vor der Kathedrale. Nachdem wir unser Quartier bezogen haben, gehen wir mit frischer Kleidung und ohne Rucksack in die prunkvolle Kathedrale. Vor einem kleinen Nebenaltar beginnt ein gebrechlicher Priester gerade eine Messe zu lesen. Es sind nur einheimische Frauen und wenige Pilger da. Am Altar zieht eine kleine weiße Marienfigur mit einem goldenen Heiligenschein meine Blicke und meine Empfindungen auf sich. Wie schön, so ruhig und intim in Santiago begrüßt zu werden. Ich beginne anzukommen. Im Hintergrund die hörbare Unruhe durch viele Touristen und murmelnde Fremdenführer.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 8, Portomarin

Schöne Dörfer, alte Esskastanienbäume, Eichen, Steinmauern, romanische Kirchlein, typische kleine Getreidespeicher in jedem Hof. Ganz besonders reizvoll und schlicht ist dieses Wegstück von Sarria bis Portomarin. DAS ist der Jakobsweg…

Schöne Dörfer, alte Esskastanienbäume, Eichen, Steinmauern, romanische Kirchlein, typische kleine Getreidespeicher in jedem Hof. Ganz besonders reizvoll und schlicht ist dieses Wegstück von Sarria bis Portomarin. DAS ist der Jakobsweg für mich!

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Wieder führt uns der Zufall in Portomarin in die schöne, schlichte Nikolauskirche in eine deutschsprachige Messe. Ein Bischof aus Passau hält dort für Priesterseminaristen eine Eucharistiefeier. Die Predigt ist sehr berührend und wunderbar versöhnlich. Ich kann viel für mich mitnehmen. Auf dem Jakobsweg durch Spanien geht man sehr viel auf Asphaltstraßen oder breiten Schotterwegen. Im letzten Teil des Weges durch Galizien findet man weniger Asphalt und dafür abwechslungsreiche Wege durch sehr gepflegte aber auch ungepflegte und verfallene Dörfer, mit Steinmauern umgebene Weiden und Wiesen, keltischen Rundbauten. Viele blühende Rosen schmücken Ruinen, uralte Maronibäume und Eichen säumen den Weg. Es blüht der Fingerhut, in manchen Gärten Azaleen und Kamelien. Vor Santiago dann immer mehr duftende Eukalyptuswälder. Die tagelangen Wege an den Straßen mit unzähligen vorbeidröhnenden Sattelschleppern geraten langsam in Vergessenheit.

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Lokal-Kontakt in Luxemburg

„Schön, dass Sie es geschafft haben.“, der bärtige Mann um die 40 wird herzlich von unserem Guide begrüßt. Unauffällig sieht er aus, in seiner hellen Stoffhose und dem blauen Sommerhemd….

„Schön, dass Sie es geschafft haben.“, der bärtige Mann um die 40 wird herzlich von unserem Guide begrüßt. Unauffällig sieht er aus, in seiner hellen Stoffhose und dem blauen Sommerhemd. Nur seine weißen Zähne stechen beim breiten Grinsen, das auf seinem Gesicht erstrahlt, heraus. „Herr Minister, Herr Minister?“ – okay, er ist wohl doch kein so unauffälliger Mensch. Tatsächlich handelt es sich bei unserem „Neuzugang“ um den aktuellen Minister für Wirtschaft, Innere Sicherheit und Verteidigung des kleinen europäischen Staats Luxemburg, Etienne Schneider. Er hat es sich nicht nehmen lassen, uns – eine Truppe internationaler Journalisten – in der Hauptstadt des 600.000 Einwohner Staates zu begrüßen. Nicht in seinem Büro, sondern in einer Käsethek, in der wir uns gerade die Nasen an den blankgeputzten Auslagen platt drücken und den starken Geruch der Köstlichkeiten in eben diese aufsaugen. Ungefähr zehn Minuten dauert Schneiders Ausflug – Foto mit uns inklusive. Lang ist das nicht, das liegt aber weniger am dichten Zeitplan des Ministers als an unserem – wir müssen schließlich noch weiter durch die City.

E. Schneider imge

Zum Beispiel zum bescheidenen Laden der Starköchin Léa Linster. Sie ist die einzige Frau, die mit dem renommierten Gourmetpreis Bocuse d’Or ausgezeichnet wurde – nicht nur von Luxemburg, sondern der Welt. „Da fährt sie auch schon vor.“, erklärt mir ein Kollege und deutet auf den Wagen, der gerade an uns vorbeibraust. Dass ich die blonde Lady nicht kenne, ist mir einige Minuten peinlich, bis mich der deutsche Bekannte beruhigt: Linster ist vor allem in Luxemburg sowie Deutschland berühmt und bei begeisterten Verfolgern von Kochshows – danke, jetzt ist mir meine Unwissenheit klar. Zurück zu Léa: Die ist in der Zwischenzeit in der Küche des Lokals verschwunden, taucht ein paar Minuten später wieder auf und serviert uns auf einem Tablett ihre „Geheimwaffe“, handgemachte Makronen. Tatsächlich, die schmelzen im Mund nur so dahin und verbreiten Gaumenfreuden, dass ich fast ins Jubeln und Jauchzen ausgebrochen wäre. So abgelenkt bekomme ich nur am Rande mit, dass sich meine amerikanischen Kollegen bereits mit einer Schwarzafrikanerin unterhalten, die in den gepolsterten Kaffeehaus-Sesseln Platz genommen hat. Hätte ich doch besser aufgepasst und mich weniger auf die süßen Leckereien gestürzt: Die Kundin ist nämlich niemand Geringerer als die Stiefschwester des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Und die sitzt einfach so, mitten in Luxemburg, in einem Café und unterhält sich mit den Gästen.

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Als mir dann noch unsere BegleiterInnen vom Tourismus-Amt erzählen, dass beinahe jeder Luxemburger bereits dem Großherzog, dem luxemburgischen Staatsoberhaupt, die Hand geschüttelt hat, wird mir der Kleinstaat irgendwie ein bisschen unheimlich. Klar, wem nachhaltiges Reisen wichtig ist, der tritt mit Einheimischen in Kontakt und sucht die Kommunikation ganz bewusst. Aber das ist in Luxemburg gar nicht notwendig: Da kommt man vielmehr gar nicht drum herum. Sympathisch, diese Vorteile eines Staates, in dem (fast) jeder (fast) jeden kennt, denke ich, und ertappe mich im Laufe meines Aufenthalts immer mehr dabei, jedem Gesicht in der Menge zuzulächeln und in meinen Begegnungen noch eine Spur freundlicher zu sein. Man kann ja nicht wissen, mit wem man hier auf Du und Du geht!

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Soweit die ersten Eindrücke von Luxemburg. Demnächst gibt’s Tipps, wie du durch den zweitreichsten Staat der Welt kommst und deine Börse schmal hältst.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 7, Astorga

In Hospital de Orbigo imponiert die besonders lange, alte Brücke. Wir machen, wie viele Pilger, den Fehler und gehen nach dem Ort den linken kürzeren Weg, der an einer stark…

In Hospital de Orbigo imponiert die besonders lange, alte Brücke. Wir machen, wie viele Pilger, den Fehler und gehen nach dem Ort den linken kürzeren Weg, der an einer stark befahrenen Straße entlang führt. Der Rechte wäre schöner gewesen und es lohnt sich immer wieder, wenn möglich, die Straßen zu vermeiden. Diese muss man sowieso oft und lange ertragen.

In Astorga kommen wir gerade zu einer Messe in der Kirche neben den römischen Ausgrabungen zurecht. Am Altar befindet sich eine Marienikone, die mich als Angehörige der Ostkirche (griech. kath.) besonders anspricht. An diesem Ort denke ich intensiv an eine schwer erkrankte Freundin und auch an meine Mutter und ihre Verbundenheit zu ihrer ukrainischen Heimat. Vor dem Rathaus warten wir in den Arkaden den ärgsten Regenguß ab. Die Kathedrale ist schon geschlossen, wie die meisten Kirchen auf dem Weg verschlossen sind. Die versprochenen Kerzen kann ich nur ganz selten anzünden. Zudem gibt es vorwiegend nur die Möglichkeit mit einer Spende elektrische Lichter zum Leuchten zu bringen. Nach Astorga erleben wir gepflegte Dörfer und der angenehme Weg führt abseits der Straßen durch eine hügelige Landschaft mit hohen gelben Ginster- und violetten bis pinkfarbenen und weißen Erikabüschen. Wunderschön!

In Rabanal del Camino haben deutsche Benediktinermönche aus St. Ottilien 2001 das Kloster San Salvador gegründet. Wir nehmen in einer sehr renovierungsbedürftigen Kirche mit vielen Pilgern an einem stimmungsvollen Abendgebet teil. Um 21:30 gibt es dort täglich den Pilgersegen. Den Aufstieg zum berühmten Cruz de Ferro auf der Hochebene des Monte Irago genießen wir bei herrlichem Sonnenschein, nachdem der Nebel sich verzogen hat. Sehr, sehr viele Menschen, Radfahrer, Fuß- und Buspilger, drängen sich an diesem Platz und legen ihre Steine nieder. Ich bereue es nach kurzer Zeit, hier in diesem Trubel, meinen Stein, der wie eine Marienfigur aussieht und den ich direkt vor mir auf dem Weg stehend gefunden habe, hingelegt zu haben. Wenig später, auf einem Hügel abseits vom Weg, finden wir einen schöneren, menschenleeren Platz mit einem herrlichen Blick in die Landschaft. Konrad findet wieder eine “Marienfigur” für mich und wir legen dort nochmals unsere Steine ab. Ich tröste mich damit, dass meine “Figur” am Cruz de Ferro ja auch immer wieder ruhige Zeiten erlebt.

Im angeblich größten aktiven Kloster Spaniens in Samos feiern wir eine, etwas steife, Pfingstmesse mit. Auch dort wird der heilige Jakobus wie überall in Spanien als Maurentöter dargestellt. Ebenso treten andere Figuren mit dem Fuß auf abgetrennte Köpfe. Die Botschaft der Versöhnung bleibt da ziemlich auf der Strecke. Ich versuche mich von diesem negativen Eindruck nicht zu sehr belasten zu lassen. Es sind die Menschen dieser Zeit, die diese Geschichten erfunden haben und die damit und mit dem unermesslichen Prunk, wie er ganz besonders in Burgos zu sehen ist, die wahre Botschaft Christi überdecken. Viele Eindrücke stimmen sehr nachdenklich.

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Eine (fast) vegane Reise durch Nord-Kalifornien, Teil 1

Im Mai war ich mit meinem Freund CJ etwas über zwei Wochen auf Urlaub im sonnigen Kalifornien. Während ich diesen Artikel schreibe und in den Erinnerungen von der tollen Reise…

Im Mai war ich mit meinem Freund CJ etwas über zwei Wochen auf Urlaub im sonnigen Kalifornien. Während ich diesen Artikel schreibe und in den Erinnerungen von der tollen Reise schwelge, lächle ich. Da CJ vor Jahren in San Jose in der Nähe von San Francisco gelebt und gearbeitet hat, wollten wir zuerst ein paar Tage mit seinen Freunden in San Francisco und der Bay Area verbringen, und anschließend in den Norden fahren. Als ich ihn damals besucht habe, haben wir den Süden Kaliforniens bereist und ich hätte nicht gedacht, dass der Norden des Bundesstaates noch so viele Überraschungen bereithält beziehungsweise so anders ist. Vor allem die Vielfalt der Landschaft und Natur hat mich fasziniert – von schroffen Felsküsten mit schier endlosen Stränden, bis zu riesengroßen Redwood-Bäumen, und Seen auf über 2.000 Meter Höhe. Auch aus kulinarischer Sicht war der Urlaub im wahrsten Sinne des Wortes eine Reise wert, so gut habe ich selten zuvor vegan gespeist.

Mich hat beeindruckt, wie einfach es in Kalifornien ist, sich vegan zu ernähren, wie viele spezielle, rein pflanzliche Restaurants es gibt, aber auch wie in „ganz normalen“ Lokalen Rücksicht auf Sonderwünsche genommen wird. Normalerweise ernähre ich mich im Urlaub und auch im Alltag außerhalb meiner eigenen vier Wände der Einfachheit halber nicht streng vegan, sondern bin mit vegetarischem Essen, falls es sonst nichts gibt, zufrieden. In Kalifornien sind mir jedoch problemlos zwei fast vegane Urlaubswochen gelungen. Wieso fast? Ich habe nicht bei allen Lebensmitteln nachgefragt, ob sie wirklich rein pflanzlich sind (zum Beispiel Brot, Weine, und ähnliches), sondern darauf geachtet, möglichst keine offensichtlichen Milchprodukte oder Eier zu essen.

Bevor ich euch auf die Reise durch Nordkalifornien mitnehme, möchte ich noch ein paar allgemeine Eindrücke von Kalifornien in Bezug auf Nachhaltigkeit mit euch teilen. Ich beschreibe die Aspekte, die mir am meisten aufgefallen sind. Vielleicht wart ihr auch schon dort und habt etwas anderes erlebt, oder auch die gleichen Dinge anders wahrgenommen – schreibt mir doch, am Ende des Artikels gibt es die Möglichkeit zu kommentieren.

In Kalifornien ist es einfach, sich gesund zu ernähren:
– Es gibt zumindest in größeren Städten viele vegane und vegetarische Lokale und oft sind auch in anderen Restaurants Speisen gekennzeichnet, welche vegan oder glutenfrei sind. Davon abgesehen reagieren Kellner auf Nachfragen generell sehr freundlich und kompetent und fragen gerne in der Küche nach, wenn sie selbst nicht auskunftsfähig sind.
– Mir sind viele Bio-Supermärkte, Farmer’s markets und sonstige Stände aufgefallen, an denen frische, lokale Lebensmittel verkauft werden.
– Die Auswahl an speziellen Lebensmitteln in Supermärkten, wie zum Beispiel Chia-Gels, Getränke mit Chia, verschiedenste Pflanzenmilch-Varianten, vegane Käsesorten, Rohkost-Müsliriegel und dergleichen übertrifft jeden deutschen und österreichischen Bio-Markt bei weitem.
– In den Lokalen, in denen es keine Soda-Fountains (siehe unten) gibt, bekommt man immer Leitungswasser mit den fast schon obligatorischen Eiswürfeln serviert – hier wird auch fleißig nachgeschenkt. Das Getränkeangebot in den veganen Restaurants bietet generell weniger Limonaden und dergleichen, sondern oftmals selbstgemachte Eistees, frische Obst- und Gemüsesäfte und Smoothies.

Mindestens genau so einfach ist es jedoch, sich ungesund zu ernähren:
– Vor jeder noch so kleinen Ortschaft findet man eine Vielzahl von Fast-Food-Ketten (davon sind McDonalds, Burger King und Pizza Hut nur die bei uns bekanntesten).
– Die Packungsgrößen der Produkte können extreme Dimensionen annehmen, besonders gestaunt habe ich über eine kiloschwere Philadelphia-Packung, die ein Freund CJs zu Hause hatte (Anmerkung: Er lebt zu zweit und nicht in einer Großfamilie).
– Die Auswahl an süßen, günstigen Backwaren im Supermarkt ist für mich weniger verlockend als erschreckend, so zum Beispiel eine 1,3 Kilo Packung (mehr oder weniger) frisch gebackener Chocolate-Chip-Cookies, die mit einem Preis von fünf US-Dollar beworben wird.
– Sogar Medikamente gibt es in Riesenpackungen – und zwar in Supermärkten – einfach zu kaufen. Aber wer braucht wirklich eine 100 Stück Packung Paracetamol?
– In einigen Lokalen gibt es sogenannte Soda-Fountains, an denen man sich seinen Softdrink so oft man will nachfüllen kann, wobei der größte Becher schon mehr als einen Liter fasst. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten zwischen Cola und den anderen üblichen Verdächtigen Wasser auswählen.

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Abgesehen von größeren Städten wie San Francisco und Sacramento benötigt man leider immer ein Auto. Vergesst auch nicht, dass ihr für Amerika ein Visum benötigt – hier könnt ihr ein ESTA für die USA beantragen. Genau genommen gibt ein einen Unterschied zwischen einem Visum und einer ESTA bei einer Einreise in die USA, genaueres über den Prozess betreffend Visum und ESTA für eine Reise in die USA findet ihr unter dem Link. So kommt ihr sicher in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Leicht übertrieben gesagt hatte ich den Eindruck, dass sich der öffentliche Verkehr fast schon auf Schulbusse beschränkt. So wird oft davon ausgegangen, dass jeder zumindest ein Auto besitzt und dieses ständig verwendet. Für Fußgänger sind die meisten Ortschaften jedenfalls nicht optimiert, manchmal gibt es keine Gehsteige. Die meisten Straßen, die bei uns Nebenstraßen wären, oder maximal einspurig, sind in Amerika oft mehrspurig in jede Richtung. Infolgedessen wird sehr viel Platz für Straßen verwendet und als Fußgänger muss man bei Kreuzungen einiges an Distanz zurücklegen, schon alleine um über die Straße zu kommen. Aber es gibt in Städten auch oft Wege zum Spazierengehen und Laufen, zum Beispiel schön am Meer oder an Flüssen gelegen, allerdings benötigt man unter Umständen ein Auto, um diese zu erreichen. Ich habe während des Urlaubs öfters mit CJ die Laufschuhe angezogen, um so die grüneren Stadtteile und größeren Parks zu erkunden.

Beim Thema Müllvermeidung und Plastik finde ich positiv, dass man in manchen Supermärkten und auch sonstigen Geschäften nicht automatisch eine Plastiktüte erhält, sondern gefragt wird, ob man eine benötigt und es auch öfters Papiertüten gibt. Leider sieht das beim Frühstück in normalen Motels oder Hotels anders aus, hier ist oft alles – sprich Teller, Besteck, Becher – aus Plastik oder Styropor. Die Marmeladen, Erdnussbutter und was es sonst noch so alles gibt, sind in kleinen Plastikbehältnissen, von denen man mehrere benötigt – hier wären grössere zur Selbstbedienung sinnvoll. Wie riesig der Müllsack schon nach einem Frühstück bei einem Hotel ist, kann man sich vorstellen. Mir hat das Herz geblutet und es ist mir wie ein Tropfen auf dem heißen Stein erschienen, wenn ich einen Bagel auf einer Serviette, statt eines Plastiktellers transportiert habe.

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Jetzt geht es aber zu meiner Reise durch Nordkalifornien. Ich werde die schönsten Eindrücke und Fotos mit euch teilen sowie auch den kulinarischen Aspekt mit einbeziehen, das heißt, die veganen Speisen, die den Urlaub zur Genuss-Reise werden ließen. Abseits dieser besonders leckeren Mahlzeiten (einige davon lassen sich ohne weiteres nachkochen, lasst einfach der Phantasie freien Lauf, auch ohne Rezept!), haben wir selbstverständlich mehr gegessen. Der vegane Anteil an Speisen beim Frühstück bestand in den meisten Unterkünften aus Toastbrot oder Bagels mit Marmelade, Erdnussbutter, Oatmeal mit heißem Wasser zubereitet (so eine Art Haferbrei, den es in verschiedensten Varianten, zum Beispiel auch mit Zimt und Gewürzen, gab) und etwas Obst. Mahlzeiten, die in Kalifornien leicht zu finden sind, und auch in veganen Varianten erhältlich, sind diverse Salate, sowie asiatische Speisen (Maki mit Gemüsefüllung, Nudelsuppen mit Gemüse, Veggie Curries), Pasta beim Italiener, vegane Burger, mexikanische Burritos (Weizenfladen mit Bohnenmus, Reis und Gemüse, Avocadomus und vielen scharfen Jalapenos) und für zwischendurch viel Obst, verschiedenste Nüsse und Müsliriegel (wie die echt leckeren, veganen Clif Bars).

An den ersten Tagen haben wir in San Francisco einige von CJs Freunden getroffen und sind einfach durch die Stadt spaziert, haben die Sonne genossen und so nebenbei die klassischen touristischen Sehenswürdigkeiten angesehen. Besonders beeindruckend fand ich einen morgendlichen Lauf zuerst die Marina entlang (die Seelöwen beim Fishermen’s wharf zeigten sich in der Früh abseits der Touristenmassen noch sehr aktiv und verspielt und lieferten uns eine richtige Show) und dann weiter über Crissy Field bis ans andere Ende der Golden Gate Bridge und zurück. Richtig schöne Ausblicke haben sich da aufgetan und mit dem leichten Wind wurde es auch beim Laufen nicht zu heiß.

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Kulinarisch hat San Francisco jede Menge zu bieten, da viele Menschen unterschiedlichster Nationalitäten in der Stadt leben, und so gibt es viele asiatische, vegetarische und vegane Lokale. Wir haben in einem veganen bolivianischen Lokal namens Pena Pachamama gegessen. Die Besonderheit hier ist, dass es – abgesehen vom Essen (vegane Bio-Gerichte, teilweise als Rohkost) – abends verschiedene Tanz-Vorführungen gibt. Leider kann ich euch nicht berichten wie diese sind, an dem Tag hatten wir schon frühzeitig Hunger und haben nur unser Essen genossen. Als Vorspeise bestellten wir Yuca Frita (frittierte Yucca) mit einer Cashew-Sauce, als Hauptspeisen hatten wir Bolivian Stew (einen bolivianischen Eintopf mit Quinoa und Bohnen), sowie Picante de Yuca (ein Gericht mit Yuca, Bohnen, Quinoa und frittierten Kohlchips mit veganem Käse). Alles war sehr lecker und wir haben es nicht zu den Nachspeisen geschafft, da wir schon satt waren.

Fast noch mehr vegane Optionen, zumindest auf kleinerem Raum, gibt es in Berkeley, einer Studentenstadt in der Bay Area ganz in der Nähe von San Francisco. Hier ist uns die Auswahl des Lokals zum Mittagessen so richtig schwer gefallen, da es an einer einzigen Straße gelegen schon fünf verschiedene vegane Restaurants gab. Unsere Wahl fiel dann auf ein veganes Lokal namens Herbivore – „the earthly grill“, das auch zwei Filialen in San Francisco hat und verschiedenste Salate, Sandwiches, sowie Speisen vor allem vom Grill anbietet. Bei dem schönen Wetter hatte ich darauf am meisten Appetit. Ich bestellte das „Orange pepper chicken“ auf Quinoa mit Veggie Huhnstückchen und Gemüse vom Grill mit einer leckeren Orangensauce. CJ hatte die Tagessuppe und ein Sandwich mit gegrilltem Gemüse. Beide Speisen waren so lecker, dass wir darüber hergefallen sind.

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Unseren ersten Zwischenstopp haben wir in Napa und Sonoma Valley zur Weinverkostung gemacht. In den Tälern gibt es über 100 große und kleine Winzer, bei einigen kann man ohne Anmeldung einfach vorbeischauen und los geht es mit dem „Tasting“. Leider ist das bei den größeren Weingütern eine sehr kommerzielle, automatisierte Angelegenheit. Bei den kleineren ist das schon besser, dort kann man direkt mit den Winzern sprechen. Ich finde es total nett, zwischen den Weingütern herumzufahren – CJ hat sich als Fahrer geopfert – und die malerische Landschaft mit den Weingärten zu genießen, und immer wieder ein bisschen Wein zu trinken. Es gibt zwar organisierte Weintouren, doch ist hierfür eine Anmeldung nötig und wir hätten den Besuch vorausplanen müssen. Ein kleiner Tipp: Es ist möglich die Weinprobe zu teilen. Das haben CJ und ich auch gemacht, ich hätte es viel zu schade gefunden guten Wein wegzuschütten. Insgesamt hat mir unser zweiter Tag Weinverkosten im Sonoma Valley besser gefallen, da es hier viel mehr kleinere Weingüter gibt als in Napa, weniger Besucher, und man dadurch mit den Weinexperten besser ins Gespräch kommt. Und eines sind die Kalifornier definitiv, egal ob mit oder ohne Wein: Kommunikativ.

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Als nächstes geht es weiter nach Point Reyes zum Leuchtturm, davon aber näheres in der Fortsetzung meines Reiseberichtes!

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Auf dem Jakobsweg: Tag 6, Leon

Vor Sahagun zieht mich die Eremita Virgin del Puente stark an. Eine kleine alte Brücke führt zu ihr. Ähnlich starke Plätze finden sich oft auf dem Weg. Viele imponierende Sehenswürdigkeiten…

Vor Sahagun zieht mich die Eremita Virgin del Puente stark an. Eine kleine alte Brücke führt zu ihr. Ähnlich starke Plätze finden sich oft auf dem Weg. Viele imponierende Sehenswürdigkeiten finden sich auch in Sahagun. In einer Klosterkirche erleben wir zufällig eine Vesper mit Pilgersegen im Nonnenkloster.

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In Leon gönnen wir uns einen Ruhetag. In der Kirche von San Marco, einem großen Kloster und ehemaligen Hospiz, das jetzt ein Hotel ist, erlebe ich zuerst eine Hochzeitsmesse und dann noch eine Erstkommunionsfeier mit. Die Kinder sind übermäßig herausgeputzt. Die Buben schauen in ihren weißen Anzügen mit goldenen Posamentrien wie Hochseekapitäne aus. Manche tragen Matrosenanzüge. Konrad lässt sich beim Zapatero (Schuster) die offene Naht seiner Wanderschuhe nähen – nach einem Kilometerstand von fast 3.000.

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Die Besonderheit der Kathedrale von Leon sind die vielen sehenswerten Glasfenster. Auffallend für mich ist die Virgen de la Esperanza (Die schwangere Maria) aus dem 13. Jahrhundert. Sehr beeindruckt bin ich von der romanischen Real Basilica San Isidoro (10. bis 12. Jahrhundert) mit seltenen, uralten, großteils noch im Original erhaltenen, Deckenmalereien im Panteon Real, der königlichen Grabkammer. Nach dem vielen Prunk – in Burgos und auch Leon – ist die Kirche Virgin del Camino mit ihrem alten Altar und den künstlerischen modernen Figuren an der Außenfront eine Wohltat.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 5, San Villalcazar de Sirga

Teilweise ist die Meseta eine große Herausforderung. Dann, wenn der Weg endlos eintönig neben einer Straße dahin geht. Ziemlich erschöpft komme ich in Villalcazar de Sirga an. Ein sehr gepflegter…

Teilweise ist die Meseta eine große Herausforderung. Dann, wenn der Weg endlos eintönig neben einer Straße dahin geht. Ziemlich erschöpft komme ich in Villalcazar de Sirga an. Ein sehr gepflegter Ort mit einer besonderen Kirche – mit vielen Störchen auf dem Turm, wie wir sie sehr oft sehen – und den Spuren der Templer. Hier sollte man wieder länger verweilen können.

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Es fühlt sich gleich viel besser an, sobald ein Wasserlauf den Weg begleitet. Der Canal de Castilla belebt den Weg nach Fromista. Dort gibt es wieder mehrere ganz besondere Kirchen. Später im Dorf San Nicolas del Real Camino finden wir ein kleines Restaurant in einer Nebenstraße (nicht bei der Kirche), in dem wir freundlich bedient werden und ausnahmsweise gut essen. Eine Wohltat und eine wunderbare Erholung.

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Die Bewohner am ganzen Weg sind sichtbar pilgermüde. Die Gastfreundschaft in den Bars und Tavernen und vielen Quartieren lässt, mit einigen positiven Ausnahmen, sehr zu wünschen übrig. Vor einer Bar gibt es einen riesengroßen Kaugummi-Automaten in dem sich große Plastikkugeln mit einer Jakobsmuschel mit Kreuz darauf befinden! Immer wieder trifft man in einsamen Weilern tagsüber keinen Menschen, nur Getränkeautomaten – die nicht immer funktionieren, aber das Geld schlucken. In einem Dorf ist ein alter Stadl gepflegt restauriert und gut zehn verschiedene Automaten bieten alles, was das Pilgerherz begehrt. Nur ein einziges Mal auf dem ganzen Weg hat eine Privatperson vor ihrem Haus einen Tisch mit einem Stempel, Keksen und Nüssen für die Pilger hingestellt. Der Herr schaut freundlich aus dem Fenster und will auf keinen Fall eine kleine Spende annehmen. Er macht das für den heiligen Jakobus.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 4, San Juan de Ortega

Es gibt immer wieder Plätze, an denen ich gerne länger verweilt hätte. Aus diesem Grund würde ich jedem empfehlen viel mehr Zeit für den Weg einzuplanen, wie viele andere Pilger…

Es gibt immer wieder Plätze, an denen ich gerne länger verweilt hätte. Aus diesem Grund würde ich jedem empfehlen viel mehr Zeit für den Weg einzuplanen, wie viele andere Pilger es auch getan haben.

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Das Gehen selbst ist Gebet, hat einmal eine Mitpilgerin zu mir gesagt, und so habe ich es auch an vielen wunderschönen Orten, wie ganz besonders auf dem Weg über den Montes de Oca nach San Juan de Ortega, einem ganz besonderen Kloster mit einer einmalig schönen Kirche, empfunden. Ein Wallfahrtsort für Frauen mit Kinderwunsch. Vorher erleben wir zufällig in einem kleinen Dorf einen Umzug durch die Felder mit anschließender Messe, die von einem sehr jungen, dynamischen Priester gehalten wird. Es ist der erste Geburtstag meines kleinen Enkelsohns und ich entdecke passend dazu eine Figur der heiligen Anna als Großmutter mit ihrer Tochter Maria und ihrem Enkel Jesus in der Kirche. Die Beschreibung des ganzen Weges findet man in jedem Führer. Ich erwähne daher in meinem Bericht, in chronologischer Reihenfolge, für mich besonders erwähnenswerte Orte und meine persönlichen Erfahrungen.

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Ein besonderes Glücksgefühl, als wir in der Meseta vor Castrojeriz durch die Ruine des Klosters San Anton gehen. In dem Städtchen Catrojeriz wäre ich gerne einen Tag geblieben und hätte, wie zwei irische Pilgerinnen, die Klosterschwestern besucht, die das Templerkreuz TAU schnitzen. Der Ort hat viele alte Kirchen und gleich in der ersten – einem Museum – begrüßt mich wieder eine beeindruckende Marienfigur und eine weitere Darstellung der heiligen Anna mit Maria und Jesus aus dem 14. Jahrhundert. Viele Pilger hetzen auch dort vorbei.

Nach diesem Ort geht es einen Tafelberg hinauf. Oben ein herrlicher Blick über die endlos scheinende Ebene der Meseta. Dann fliege ich fast hinunter auf die wogenden grünen
Weizenfelder zu.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 4, Akeretta

Um sechs Uhr früh sehen wir aus unserem Fenster bereits die Pilgerkarawane aus der großen Herberge – 120 Personen schlafen in einer Halle – losziehen. Der nächste Tag ist lang…

Um sechs Uhr früh sehen wir aus unserem Fenster bereits die Pilgerkarawane aus der großen Herberge – 120 Personen schlafen in einer Halle – losziehen. Der nächste Tag ist lang und um so mehr genießen wir das schöne Landhotel. Ein altes, sehr schön renoviertes Steinhaus auf einem Dorfplatz in Akeretta – gleich nach Larrosana. Auf der Weide einige Stuten mit ihren Fohlen. Langsam kann ich realisieren, dass ich auf dem Weg bin. Die Landschaft ist noch sehr abwechslungsreich und die asphaltierten Wege werden hin und wieder durch Waldwege aufgelockert.

Ich bin mit meinem Partner unterwegs. Es gibt dazu verschiedene Meinungen. Viele meinen, man sollte lieber alleine gehen. Der gemeinsame Weg könnte die Partnerschaft zu sehr belasten. Ja, es stimmt. Einfach ist es nicht, die verschiedenen Ansätze und Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Für mich steht das Spüren des Weges im Vordergrund, während es Konrad mehr in Richtung Ziel zieht. Ich spüre auch stark, dass mir meine Seele über den Körper mitteilt, wie viel ich ihm zumuten darf. Es braucht über eine Woche, bis wir eine gemeinsame Linie gefunden haben um den Rest des Weges harmonisch zu gestalten. Mit einem kleinen Ritual, bei dem wir gemeinsam an einem starken Ort zwei Steine niederlegen, starten wir den gelungenen Neubeginn.

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Auf dem Jakobsweg: Tag 2 und 3, St. Jean Pied de Port und Pyrenäenpass

Wir starten am 5. Mai erst gegen 10 Uhr in St. Jean Pied de Port, weil wir nur eineinhalb Stunden bis Hutto gehen wollen. In Orisson ist kein Platz mehr….

Wir starten am 5. Mai erst gegen 10 Uhr in St. Jean Pied de Port, weil wir nur eineinhalb Stunden bis Hutto gehen wollen. In Orisson ist kein Platz mehr. Zu dieser Zeit ist es in dem idyllischen Ort St. Jean Pied de Port wieder ruhig. Die meisten Pilger sind bereits unterwegs. Täglich begeben sich in diesen Tagen bis zu 400 Personen auf den Weg. Oben im Torbogen bei der Brücke verabschiedet mich eine kleine Marienfigur.

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Am nächsten Tag gehen wir bei schönem Wetter den bergauf asphaltierten Weg über den Pyrenäenpass. Wir hören, dass das Wetter am Tag vorher sehr schlecht war. Nebel und Kälte haben den Pilgern zu schaffen gemacht und manche haben für den Weg erschöpfende elf Stunden gebraucht. Unterwegs beim Aufstieg kann ich bei einer Marienfigur, der Vierge de Biakorri, die auf einer Felsformation steht, Danke sagen für den angenehmen Aufstieg auf den Pass nach Roncevalles. Auf der Passhöhe geht es dann auf einem Pfad über die Grenze von Frankreich nach Spanien.

Wir dürfen in der sehr schönen Klosterkirche von Roncevalles einen Pilgergottesdienst mit Pilgersegen erleben. Die Kirche ist voll und ebenso alle Herbergen und Pensionen/Hotels. Wir haben unser Zimmer schon am Vorabend reserviert. Für mich ist es noch ungewohnt, nach den ruhigen Wegen durch Österreich und der Schweiz plötzlich mit so vielen Wanderern konfrontiert zu sein.

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