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Kategorie: Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich den Ernährungsratgeber “Peace Food“ von Rüdiger Dahlke vorstellen. Vergangenen Monat habt ihr bereits sein Kochbuch mit dem gleichen Titel…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich den Ernährungsratgeber “Peace Food“ von Rüdiger Dahlke vorstellen. Vergangenen Monat habt ihr bereits sein Kochbuch mit dem gleichen Titel in meiner Kolumne kennengelernt. Informationen zum Autor und über das Konzept von „Peace Food“ finden sich ebenfalls im letzten Kolumnenbeitrag. „Peace Food“ ist 2013 im Gräfe und Unzer Verlag erschienen, ich bekam es als Geschenk von meinem Vater. Die essentielle Botschaft des Autors ist, dass Fleisch und Milchprodukte uns krank machen. Der heilsame Weg findet sich leicht in einer Ernährungsumstellung auf rein pflanzliche, vollwertige Kost. Dadurch bekommt der Körper alles, um körperlich und seelisch in Balance zu kommen.

Die „China Study“

Das Fundament zu dieser These liefert eine wissenschaftliche Studie von T. Colin Campbell. Die „China Study“ besagt: Je weniger tierisches Protein und Kasein ein Mensch zu sich nimmt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit für eine der folgenden Krankheiten: Krebs, Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose oder degenerative Gehirnerkrankungen. Stattdessen sollen Antioxidantien in ausreichendem Maß aufgenommen werden. Von verarbeiteten Lebensmitteln und raffinierten Kohlehydraten (Zucker oder Mehl) wird ebenso abgeraten.

Gleich zu Beginn wird auf die Fehler unseres Gesundheitssystems hingewiesen. Mediziner, Pharmazeuten und ähnliche Berufe profitieren von Krankheit. Am gesunden Menschen ist leider nichts zu verdienen. Nicht zuletzt deshalb sind auch viele Dinge rund um gesunde Ernährung wenigen Menschen bekannt und es kursieren viele Halbwahrheiten. Eine davon ist, dass der Mensch durch Milch seine Kalziumspeicher auffüllt – das Gegenteil ist der Fall.

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Milch

In diesem Kapitel von „Peace Food“ wird erklärt, warum durch hohen Milchkonsum eine Übersäuerung des Körpers stattfindet. „70 Prozent der Knochenbrüche sind dem hohen Konsum von tierischem Eiweiß zuzuschreiben. Dieses erhöht den Säuregrad des Gewebes wie wenig anderes, und der Organismus muss diese Säure wieder neutralisieren, wozu er Kalzium aus den Knochen verwendet, was in der Konsequenz die Kalziumausscheidung im Urin erhöht.“ In Folge von schwachen Knochen kann Osteoporose entstehen.

Wer sich mit dem Thema Milch mehr auseinandersetzten möchte, dem kann ich diesen Kurzfilm empfehlen. Ich bevorzuge die Schulversion des Videos, denn sie bringt das Wichtigste auf den Punkt. Außerdem kommt sie gänzlich ohne Horrorszenen aus. Somit ist sie gut für Kinder und sensible Menschen geeignet.

Gewichtsreduktion

Trendartige Fettleibigkeit ist laut Dahlke auf große Mengen von raffinierten Kohlenhydraten, tierischen Protein und Fett zurückzuführen. Durch die beschriebene Ernährungsweise fällt es leicht, „sein Gewicht“ zu finden und auch zu halten. Dementsprechend verlieren Menschen mit deutlichem Übergewicht schnell Kilos und Schlanke wiederum bleiben nahezu unverändert. Unabdinglich ist natürlich die Aufnahme von vollwertigen, pflanzlichen Lebensmitteln. Zusätzlich fordert diese Kost unseren Organismus mehr als eiweiß- und fettreiche. Sie regt den Stoffwechsel und ebenso unseren Bewegungsdrang an. Man fühlt sich vitaler und lebendiger, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert, am Ende eines jeden ist das Wichtigste kurz zusammen gefasst. Außerdem sind darin 30 vegane Rezepte von Dorothea Neumayr enthalten. Neben einer Anleitung für „Gefüllte Kohlrabi“ kann man zum Beispiel auch „Pochierte Birnen mit Mandelschaum und Veilchenblüten“ nach kochen.

Ich hab das Buch mit Freude verschlungen. Man merkt, dass der Autor voll und ganz hinter seinen Aussagen steht. Die aufgestellten Behauptungen basieren auf wissenschaftlichem Hintergrund. Das Leid der Tiere wird auf nüchterne Art und Weise beschrieben – emotionslos und ungeschminkt. Allerdings bekommt Dahlke auch viel Kritik zu spüren – auch aus den eigenen Reihen. Er wird mit vielen Vorwürfen konfrontiert, seine Behauptungen werden in Frage gestellt. Nichtsdestotrotz kann ich es nur weiterempfehlen. Denn durch das Lesen dieses Buches wurde ich in meinem eingeschlagenen Weg einer pflanzlichen Ernährung bestärkt und bekam neuen Mut.

Was haltet ihr von Rüdiger Dahlke? Findet ihr die Kritik berechtigt oder befürwortet ihr ihn, da er sich letztendlich für eine gute Sache einsetzt?

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Zum Jahresabschluss der Kolumne stelle ich das vegane Kochbuch von Rüdiger Dahlke „Peace Food“ vor. Ich bekam anlässlich meines Geburtstages im Frühjahr ein Exemplar geschenkt und habe…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Zum Jahresabschluss der Kolumne stelle ich das vegane Kochbuch von Rüdiger Dahlke „Peace Food“ vor. Ich bekam anlässlich meines Geburtstages im Frühjahr ein Exemplar geschenkt und habe seither gut ein Drittel der darin beschriebenen Speisen ausprobiert. Offen gestanden bin ich keine sonderliche Freundin von Kochbüchern, meistens landen diverse Hirngespinste auf Basis des Kühlschrank-Inhaltes auf meinem Teller. Da mir aber die Aufmachung des besagten Stücks gut gefällt, hole ich mir gerne Anregungen und koche Rezepte nach.

Aufbau und Inhalt

Das Buch beinhaltet eine ausführliche Einführung, Kochanleitungen für vegane Kleinigkeiten, Peace Food für jeden Tag und die Kapitel „Kochen für Freunde“ und „Vegan & Süß“. Außerdem finden sich im Anhang eine Austauschtabelle veganer Alternativen und eine Vorstellung der RezeptautorInnen. Im ersten Teil wird das „Peace Food“-Konzept erklärt, mit dem Soja-Mythos aufgeräumt und viel Hintergrundwissen zu Gesundheits- und Ernährungsaspekten vermittelt.
Wusstet ihr beispielsweise, dass das Vitamin-B12 von Bakterien produziert wird, die auf den Oberflächen von Feld- und anderen Früchten gedeihen? Somit ist man reichlich versorgt, wenn man in seinem Garten biologischen Eigenanbau betreibt. Man muss die Ernte kaum waschen, wodurch die Vitamine erhalten bleiben.

Was ist Peace Food?

Das Konzept des Peace Food – also Friedensessens – basiert auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, die das Weglassen allen Tierproteins und -fettes aus gesundheitlichen Gründen empfehlen. Im Unterschied zur veganen Lebensweise wird Honig befürwortet. Laut der Homepage von Peace Food macht diese Lebensweise gesund, vital, glücklich, lebendig und friedvoll. Ein Blick auf die Seite lohnt sich. Man kann nachlesen, warum uns Fleisch und Milchprodukte krank machen. Es finden sich dort Studien, ein Restaurantführer und informative Videos. Rüdiger Dahlke ist Arzt, Psychotherapeut und Verfasser zahlreicher Bücher zum Thema Krankheitsdeutung und Heilung, sowie Krisenbewältigung und Ernährung. Dem hervorragenden Bestseller „Peace Food – Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ werde ich mich im nächsten Kolumnenbeitrag widmen.

In der Südsteiermark hat Dahlke das Gesundheitsressort TamanGa geschaffen. „Taman“ bedeutet Garten auf Bali und „Ga“ steht für Gamlitz, den Ort. Auf der Anlage werden Seminare zum Thema Fasten, Gesundheit und Ernährung angeboten. Ein großer Biogarten, Schwimmteiche und vieles mehr laden ein, dort zu verweilen.

Rezepte

Neben den Klassikern der pflanzlichen Kost wie Hummus und Soja-Gemüse-Schnitzel finden sich auch einige außergewöhnliche Rezepte. Hierzu gehören meiner Meinung nach die Rote-Beete-Karotten-Suppe mit Sesam oder die gefüllten Riesenchampignons. Mein derzeitiger Favorit ist der Alt-Wiener-Krautstrudel mit Paprikasoße, den gab es erst letzte Woche bei uns. Wir schwärmen noch immer davon. Ich finde, Weißkraut wird sowieso unterschätzt, gerade in dieser Jahreszeit bietet es sich für schmackhafte Gerichte an.

Gleich auf den ersten Seiten sprang mir folgendes Zitat ins Auge, das ich euch nicht länger vorenthalten möchte: „Die schlechte Nachricht ist: Das Leben vergeht wie im Flug. Die gute ist: Du bist der Pilot.“

Habt Ihr schon einmal von Peace Food oder Rüdiger Dahlke gehört? Wenn nein, dann gibt es in der nächsten Ausgabe mehr davon.

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Empfehlungen für kritische Leseratten: Das Wunder der Selbstliebe „Wer sich selbst liebt, der findet liebe Freunde, lebt Partnerschaft auf einer nährenden Ebene, ist erfolgreicher und lebt gesünder. Wer sich selbst…

Empfehlungen für kritische Leseratten: Das Wunder der Selbstliebe

„Wer sich selbst liebt, der findet liebe Freunde, lebt Partnerschaft auf einer nährenden Ebene, ist erfolgreicher und lebt gesünder. Wer sich selbst liebt, den liebt das Leben.“ Das klingt doch schon einmal nach einem vielversprechenden Buch, nicht? Und genau darum handelt es sich bei „Das Wunder der Selbstliebe – Der geheime Schlüssel zum Öffnen aller Türen“ von Bärbel und Manfred Mohr. Ich bekam das Buch von einer mir nahe stehenden Person anlässlich meiner Matura geschenkt und bin seither sehr begeistert davon. Da das sensible Thema Selbstliebe gerne mal in den Hintergrund rückt und in Vergessenheit gerät, ist es eine Lektüre, die man mehrmals lesen kann und soll. Die Autorin machte ihr Hobby zum Beruf und schrieb viele „Wunsch“-Bücher, Kinderbücher und Beziehungsratgeber. Sie starb kurz nach Fertigstellung dieses Buches. Ihr Mann Manfred führt ihr Werk weiter.

Das Wunder der Selbstliebe, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag, bietet sich für all jene an, die das Gefühl haben, sich selbst (zu) wenig zu lieben oder Probleme damit haben, ihren Körper anzunehmen, wie er ist. Durch aufklärende Worte und simple Übungen bildet das Buch die ideale Basis. Denn vergebens sind die – oft unbewussten – Anstrengungen, die Zuneigung anderer zu erringen. Umso ertragreicher ist die Arbeit an der Liebe und Akzeptanz der eigenen Person. Der Erfolg stellt sich schnell ein und auch das Umfeld verändert sich. Exemplarisch dafür möchte ich kurz die erste Übung des Buches beschreiben. Sie heißt „Selbstliebe-Spiegel-Übung“, ist eigentlich sehr einfach und trotzdem anspruchsvoll. Man stellt sich nackt vor einen Ganzkörperspiegel und liebt und akzeptiert sich selbst. Schritt für Schritt kann man sich ein Körperteil herauspicken, das einem besonders gut gefällt und sich so langsam vorarbeiten. Zum Beispiel: „Meine großen Augen gefallen mir, die Haare sind auch okay. Die Taille sieht ganz gut aus. Und ja, die blassen Beine, ich liebe euch auch – zumindest ein bisschen.“ Mit jedem Mal kann man so ein Stück seines Körpers mehr anerkennen und wertschätzen. Ihr werdet sehen, nach einiger Zeit kann man sogar den Problemzonen etwas Positives abgewinnen – „Meine große Nase entspricht zwar nicht dem gängigen Schönheitsideal, dafür kann ich bestens mit ihr atmen und riechen“.

Sehr gut gefällt mir ein im Buch abgedruckter Test, durch den man sich selbst einschätzen kann. Die genialsten Fragen sind meiner Meinung nach folgende:
• Kannst du dich alleine in ein Kaffeehaus setzen und etwas trinken?
• Angenommen, ein enger Verwandter, der dir sonst immer zum Geburtstag gratuliert, hat es diesmal vergessen. Was schließt du daraus?
• Ein bekannter Choleriker schreit dich vor versammelter Mannschaft an und macht dir ungerechtfertigt Vorwürfe. Wie geht es dir dabei?

Wer die Gründe bei sich selbst sucht, bloß weil der Geburtstag vergessen wurde oder sich doch ein bisschen schuldig fühlt nach der Standpauke des Cholerikers, der hat Handlungsbedarf. Wobei, zugegebenermaßen, haben wir den nicht alle? Ich glaube kaum, dass es viele Menschen gibt, die sich selbst in angemessenem Maße lieben. Kann man sich überhaupt zu viel lieben?

Nein sagen – aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie viel Überwindung es kostet, jemandem eine Bitte abzuschlagen und gezielt zu verneinen. Allzu oft nehme ich mich einer Aufgabe an, damit andere entlastet werden, zum Leidwesen meiner Zeiteinteilung und Entspannung. Gute Laune bleibt nicht zu selten auf der Strecke. In dem Buch wird genau dieses Phänomen angesprochen und gepredigt, öfter in sich hinein zu horchen und abzuwiegen, ob man instinktiv „Ja“ oder „Nein“ sagt. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn meine Antwort zu meinem Gunsten ausfällt. Folgende Frage, die auch in der Lektüre aufgeworfen wird und die wir uns oftmals gar nicht stellen: Was will ich eigentlich? Alleine sich darüber bewusst zu werden, das kann schon wahre Wunder bewirken und unseren Fokus wieder auf essentielle Dinge richten.

Über dieses Zitat stolperte ich in dem Buch, da es mir so gut gefällt, möchte ich es euch hier nicht vorenthalten: „Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, so denken wir, alles sei verloren. Aber dabei beginnt doch nur etwas Neues und Gutes.“ Leo N. Tolstoi

Abschließend möchte ich euch – neben dem Rat, das Buch zu lesen – noch diese Affirmation mit auf den Weg geben:

„Ich liebe mich selbst, egal ob es sonst noch einer tut. Ich liebe mich genauso wie ich bin. Auch wenn ich nicht alles gut finde, was ich tue, liebe ich mich immer selbst, trotz allem und mit allem was ich bin.“

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Empfehlungen für kritische Leseratten: Saubere Diamanten? Diesen Monat behandle ich mit meinem Buchtipp „Saubere Diamanten – Der Kampf gegen schmutzige Geschäfte mit Blutdiamanten am Beispiel Sierra Leones“ ein sehr brisantes…

Empfehlungen für kritische Leseratten: Saubere Diamanten?

Diesen Monat behandle ich mit meinem Buchtipp „Saubere Diamanten – Der Kampf gegen schmutzige Geschäfte mit Blutdiamanten am Beispiel Sierra Leones“ ein sehr brisantes Thema. Das besagte Buch, herausgegeben von „Brot für Welt“, erzählt von den Verstrickungen von Kriegsakteuren im internationalen Diamantenhandel. In den Ländern Afrikas – hier eben explizit in Sierra Leone – werden um die wertvollen Bodenschätze dieses Kontinents Kriege geführt.

Um Unklarheiten zu vermeiden, beginne ich mit einer kurzen Begriffserklärung: Konflikt- oder Blutdiamanten stammen aus Gebieten, die von Truppen kontrolliert werden, die die Regierung des betreffenden Landes bekämpfen. Der Handel mit besagten Gütern läuft außerhalb der regulären staatlichen Kontrollen und ist in der Regel mit Gewalt (Stichwort: Kindersoldaten, Kinderarbeit) verbunden. Der Begriff Blutdiamanten soll den Zusammenhang zwischen dem Handel mit Diamanten und den Kriegen veranschaulichen, die mit dem Erlös aus dem Handel aufrecht gehalten werden. Illegale Diamanten sind alle Diamanten, die aus dem nicht staatlich registrierten Handel stammen, also Schmuggelware. Sie werden aus den Abbaugebieten gestohlen, außer Landes geschmuggelt und dann in den offiziellen Handel eingeschleust. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 20 Prozent der Rohdiamantenproduktion eines Jahres als illegale Diamanten in den Handel einfließen. Im Jahr 2000 betrug der Wert dieser geschmuggelten Diamanten rund 1,5 Milliarden Euro. Allerdings sind nicht alle illegalen Diamanten Blutdiamanten, man schätzt den Anteil zwischen vier (Europäische Union) und bis zu 20 Prozent (Menschenrechtsorganisationen).

Nur schwer vorstellbar ist die Tatsache, dass neben Sierra Leone oder Angola auch die Demokratische Republik Kongo arme Länder sind, obwohl doch ihr Boden reich an begehrten Rohstoffen ist. Diamanten, Gold und Öl wurden ihnen zum Verhängnis, denn jeder will es haben und Kriege werden auf dem Rücken und zum Leidwesen der Zivilbevölkerung ausgetragen. Es erhärtet sich der Verdacht, dass für bestimmte Gruppen Krieg ein sehr profitables Geschäft ist. Durch die Inbesitznahme von Diamanten finanzieren so unter anderem Rebellengruppen ihre Waffen. Mittlerweile gibt es dafür bereits den Begriff der „politischen Ökonomie des Krieges“ (Philippe Le Billon). Hierbei ist der Prozess gemeint, durch den bewaffnete Konflikte aufrechterhalten und Gewalt organisiert wird, um Macht, Reichtum und Armut zu schaffen (!) und zu verteilen. Aufgrund einer Studie der Weltbank wurde herausgefunden, dass die wahren Ursachen von Bürgerkriegen viel häufiger wertvolle Rohstoffe sind als die oft zitieren „politischen, ethnischen oder religiösen“ Spannungen.

Bis in die jüngste Vergangenheit wurde der Frage nach der Herkunft der begehrten Steine nur wenig Beachtung geschenkt. Dass diese auch nicht leicht zu beantworten ist, zeigt sich anhand der verschleierten und in die Irre führenden Begriffe Herkunfts- und Ursprungsland. Während ersteres das Land ist, in dem die Ware zuletzt importiert wurde, gibt erst der zweite Begriff Aufschluss über das Land, in dem der Stein abgebaut wurde. Somit geben auch Importstatistiken keine befriedigende Auskunft. So absurd das auch klingen mag, dass man das Ursprungsland nicht herausfinden kann, so klar wird es anhand von folgendem Beispiel: „Die Schweiz ist ein gutes Beispiel für die bisher üblichen Handelspraktiken. Hier gibt es so genannte zollfreie Freilager, die als Zwischenlager fungieren und nicht in offizielle Import-Statistiken der Schweiz aufgenommen werden. Die Diamanten werden hier in der Regel neu sortiert beziehungsweise zusammengestellt, das heißt, Diamanten unterschiedlicher Herkunft werden vermischt und anschließend exportiert.“

Neben all diesen Gräueltaten, die durch diese reinen Steine entstehen, erfährt der Leser auch, was hinter der Idee des Kimberley-Prozesses steckt und warum dieses Abkommen auch gerne als zahnloser Tiger bezeichnet wird. Des Weiteren findet man im Anhang neben einem ausführlichen Literaturverzeichnis einige Seiten mit wissenswerten Informationen über Diamanten, Auszüge aus Dokumenten der UN-Resolution und des Kimberley-Prozesses und eine Begriffserklärung.
Meines Erachtens bietet sich dieses Buch für alle jene Personen an, die gerne über den Tellerrand schauen. Es ist sehr aufschlussreich, über die Machenschaften zu erfahren, die in unserer Welt hinter vorgehaltener Hand passieren. Das Thema der Konfliktdiamanten ist hier nur stellvertretend für viele andere.

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Empfehlungen für kritische Leseratten Für den August habe ich für euch ein sehr abwechslungsreiches, interessantes Buch über Ernährung ausgewählt. Der Bestseller von Armin Risi und Ronald Zürrer heißt „Vegetarisch leben…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Für den August habe ich für euch ein sehr abwechslungsreiches, interessantes Buch über Ernährung ausgewählt. Der Bestseller von Armin Risi und Ronald Zürrer heißt „Vegetarisch leben – Vorteile einer fleischlosen Ernährung“ – der Titel ist Programm. Der Inhalt ist positiv formuliert und liest sich leicht, ideal auch als Lektüre am See oder für Zwischendurch. Ich habe das Buch bereits vor einigen Jahren gelesen, als ich bereits Vegetarierin war, und blättere auch heute noch gerne die Seiten durch. Bevor es mir mein Papa schenkte, ließ er es von Armin Risi signieren. Dieser schrieb auf die erste Seite den fröhlichen Spruch: „Vegetarisch leben macht Kinder froh und Erwachsene ebenso und die Tiere sowieso.“ Die beiden Autoren verbrachten bereits mehrere Jahre als Mönche, sind Philosophen und leben als eingefleischte Vegetarier in Zürich.

Dieses Buch ist Ausdruck eines bewussten Lebensstils und bezeichnet sich selbst als informatives Grundlagenbuch sowohl für Vegetarier als auch für kritische Fleischkonsumenten. Es ist unterteilt in sechs Kapitel, die sich mit Themen von gesundheitlichen Aspekten über ethische Gründe bis zu Vegetarismus in Weltreligionen befassen. Im Anhang ist außerdem eine ausführliche Liste vegetarischer Kochbücher und Restaurants im deutschsprachigen Raum, man kann ebenso die Kontaktdaten verschiedener Vegetarierorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachlesen. Um neben dem sachlichen Teil den Inhalt etwas aufzulockern, befasst sich zwischen durch ein Kapitel mit prominenten Vegetariern, deren Zitaten und Ähnlichem.

Ich glaube, die gesundheitlichen positiven Auswirkungen auf unseren Körper mit fleischloser Kost sind mittlerweile unumstritten. Heutigen Zivilisationskrankheiten, zu denen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Rheumatismus gehören, kann so langfristig vorgebeugt werden. Was jeden Vegetarier erfreulich stimmen wird, ist, dass in diesem Buch einfach erklärt wird, warum man sich weder um den Eiweißmangel, Eisenmangel noch um den Mangel an Vitamin B12 sorgen muss, bloß aufgrund der Tatsache, dass man kein Fleisch auf dem Teller hat. Diese Themen gehören nämlich einem viel differenzierterem Blick unterzogen. Generell sollte sich meiner Meinung nach jeder, der sich mit seiner Ernährung beschäftigt, damit auseinander setzen. Denn durch den alleinigen Fleischverzehr sind noch lange keine B12-Vorräte geschaffen.

Des Weiteren wird auch das kontroverse Thema Welthunger in Angriff genommen. „Weltweit sind über eine Milliarde Menschen permanent schwer unterernährt und vom Hungertod bedroht. In vielen dieser Länder werden auf den landwirtschaftlichen Flächen jedoch große Mengen an pflanzlicher Nahrung angebaut und in die Industrieländer exportiert, um dort als Mastfutter für Schlachttiere Verwendung zu finden.“ Ich kann dem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen – Jean Ziegler, von dem wir in dieser Buchreihe übrigens noch öfter hören werden – leider nur beipflichten, wenn er sagt: „Die Erde könnte problemlos zwölf Milliarden Menschen hinreichend ernähren. Hunger ist kein Schicksal. Hinter jedem Opfer steht ein Mörder.“

Auf einigen Seiten kann man sich auch hinreichend über die Fleischproduktion und Tiermisshandlungen informieren, darauf möchte ich hier jedoch nicht näher eingehen. Wenn wir von Ethik und Moral sprechen, so kann man bestimmt endlos darüber diskutieren. Da es am Ende des Tages an jedem selbst liegt, eine Entscheidung zu fällen, finde ich folgende Frage berechtigt und sehr wichtig: Ist das vermeintliche Leid, das ich mir durch den Verzicht auf Fleisch bereite, größer als das Leid der Tiere, die getötet werden müssen, damit ich ihr Fleisch kaufen und essen kann?

Töten Vegetarier nicht ebenfalls Lebewesen? Diese und ähnliche Frage bekam ich schon oft von meinem Umfeld gestellt, so treffende und wahre Antworten wie in diesem Buch fielen mir allerdings nie ein. Um euch hiervon jetzt nicht zu viel zu verraten, lest doch einfach selbst nach. Das Beste an diesem Werk ist nämlich, dass nicht nur der Verkaufspreis besonders niedrig ist, da die Autoren auf jegliches Honorar verzichten. Abgesehen davon, kann man es kostenlos online auf folgender Internetseite nachlesen: vegetarischleben.ch

Also, worauf wartet ihr noch?

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Empfehlungen für kritische Leseratten Da mit steigender Temperatur und sich häufender Anzahl von Sommergewittern für viele auch der wohlverdiente Urlaub beginnt, habe ich mich dazu entschlossen, eine Reihe von Bücherrezensionen…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Da mit steigender Temperatur und sich häufender Anzahl von Sommergewittern für viele auch der wohlverdiente Urlaub beginnt, habe ich mich dazu entschlossen, eine Reihe von Bücherrezensionen zu starten, um den Lesefreudigen unter euch Anregungen für die „Auszeitlektüre“ zu liefern. Beginnen möchte ich mit einem Buch, das ich bereits vor einiger Zeit gelesen habe, dessen Thema nichts desto trotz aktueller nicht sein könnte. Karsten Brensing betitelte es mit „Persönlichkeitsrechte für Tiere“. Der Autor ist Meeresbiologe und Verhaltensforscher, er arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt für die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. Diese kurzen Autorenbeschreibungen finde ich sehr wichtig, da sie oft Aufschluss geben über die Kompetenz und das Hintergrundwissen des Schreibers.

In letzter Zeit häufen sich Artikel und Petitionen, die sich für vermehrte Rechte von hochentwickelten Tieren, in erster Linie Menschenaffen und Delfine, aussprechen. Das besagte Buch behandelt auf Basis von wissenschaftlichen Erfahrungswerten die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren in Bereichen der Kommunikation, des Bewusstseins, ihres Sozialverhaltens und anderem. Um euch nun gleich zu demonstrieren, dass es sich hierbei um überaus spannende und ergreifende Tatsachen handelt, zitiere ich folgende Zeilen, die von Verhaltensforschungen an Delfinen handeln: „Ein weiteres Experiment war allerdings wirklich bahnbrechend. Akeakamai bekam Fragen gestellt! Natürlich keine nach dem aktuellen Wetter oder dem werten Befinden, stattdessen ging es beispielsweise darum, ob ein Ball oder ein anderer bekannter Gegenstand im Becken ist oder nicht. War er im Becken, drückte Akeakamai den rechten, war er nicht im Becken, den linken Knopf. Auch wenn es nur um einen Ball oder Ring ging, das Prinzip war entscheidend. Einerseits musste der Delfin das Konzept einer Frage verstehen, also wissen, was überhaupt Fragen sind, andererseits musste er verstanden haben, dass es Dinge gibt, die nicht da sind. Es ist relativ leicht, einen Gegenstand, der da ist, zu erkennen oder zu suchen und ihn irgendwohin zu bringen. Ein gut trainierter Hund würde zum Beispiel eine Ewigkeit mit großer Ausdauer nach dem geforderten Gegenstand suchen, aber er wäre ihm nicht möglich zu sagen: „Das Ding ist nicht da!“ Es ist nämlich ausgesprochen schwer, etwas, das gar nicht da ist, kognitiv zu erfassen und sich darüber im Klaren zu sein, dass es nicht da ist.“

Neben den klassischen Intelligenzbestien des Tierreichs drehen sich auch einige Kapitel um andere Tiere, denen in diesem Kontext meist weniger Beachtung geschenkt wird, wie zum Beispiel Elefanten, Hunden oder Vögeln. Letztere unterschätzte ich zum Beispiel gewaltig. Mir war nicht klar, dass Rabenvögel zu planvollen Handlungen imstande sind. So ist es diesen Tieren gelungen, eine Aufgabe zu meistern, bei der sie mit einem Stäbchen ein weiteres holen mussten, um an ein noch längeres zu kommen, mit dem sie dann letztendlich an die Nahrung gelangen. Weiters wurden bereits vor 25 Jahren Krähen in Japan beobachtet, die Nüsse mithilfe von Autos knackten. Sie ließen einfach ihre Beute über einer Kreuzung fallen, die Autos fuhren darüber und sobald die Ampel den Verkehr stoppte, flogen sie hinunter und verspeisten ihre Mahlzeit. Sehr erstaunlich für diese schwarzen Vögel, die sich im Allgemeinen keiner großen Beliebtheit erfreuen, findet ihr nicht auch? Hier könnt ihr euch das Phänomen auf Video ansehen.

Das Buch klärt darüber hinaus noch auf, wie Tiere zu Gefühlen stehen, ob sie Trauer, Mitgefühl, Fairness kennen. Am Ende jedes Kapitels findet man eine Zusammenfassung, um die wichtigsten Dinge noch einmal Revue passieren zu lassen. Außerdem verfügt das Werk über einen Anhang, der mit einer ausführlichen Quellenangabe gefüllt ist, dies verleiht dem Ganzen meiner Meinung nach noch eine kräftige Portion Authentizität. Es wird das Gefühl vermittelt, dass Brensing sich gewissenhaft und akribisch mit dem Thema auseinander setzte.

Abschließend befasst sich das Werk eingehend mit der Frage, ob all diese Fähigkeiten gewisse Tiere zu einer Sonderstellung berechtigen und was uns eigentlich das Recht gibt, selbst eine Sonderstellung einnehmen zu wollen. Denn auch wenn die zahlreichen Forschungsergebnisse für sich sprechen und die so groß vermutete Kluft zwischen Mensch und Tier verkleinern, kann man die Frage nach (mehr) Rechten für Tiere nicht einfach bejahen. Wer entscheidet denn, welches Tier gescheit genug ist und welches nicht? Dürften wir demnach überhaupt noch unsere Hunde an der Leine führen, an Affen experimentieren oder Schweine und Tintenfische essen? Mein Gedankengang geht sogar noch einen Schritt weiter: Warum sollen genau die Klügsten unter den Lebewesen Rechte bekommen, nicht aber die einfach gestrickten Tiere? Verdienen sie keinen Schutz? Möglicherweise ist auch die Fragestellung unglücklich gewählt und man sollte sich eher auf die Suche nach den leidvollsten Tieren machen. Denn ein Hummer kann vielleicht sein eigenes Spiegelbild nicht erkennen, aber wenn er in brühendem Wasser von uns „zubereitet“ wird, so fühlt er Schmerzen unermesslichen Ausmaßes ebenso. Den besagten Artikel könnt ihr hier nachlesen. Wie bereits vermutet löst das Buch diesen Konflikt nicht mit einer universellen Antwort, aber es weitet das Wissensspektrum und das Bewusstsein des Lesers enorm. Wer seinen eigenen Umgang mit den Tieren, die er zuhause hält, isst oder anzieht, überdenkt, geht den ersten Schritt in die richtige Richtung.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Gefangen im Netz oder warum Schweigen Gold ist Ausschlaggebend für diesen Artikel war die Kuckuckszeile des vorigen Beitrages, die mich ins Nachdenken brachte. Sie lautete: „Egal in welcher Form, über…

Gefangen im Netz oder warum Schweigen Gold ist

Ausschlaggebend für diesen Artikel war die Kuckuckszeile des vorigen Beitrages, die mich ins Nachdenken brachte. Sie lautete: „Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu selten und mittlerweile sehr vernachlässigt) von Angesicht zu Angesicht, Kommunikation ist Normalität.“ Dass die unaufhaltsame Technik einen essentiellen Platz in unserem Kommunikationsverhalten eingenommen hat, darüber philosophiere ich gerne. Denn welchen Stellenwert hat ein persönliches Gespräch in unserem Leben schon?

Will jemand etwas mitteilen oder klären, so wird meistens gleich angerufen. Man wartet nicht ab, bis man die Person trifft, ihr in die Augen sehen und die Reaktion hautnah miterleben kann. Nein, man wählt durch. Ebenso bekommt man frohe Botschaften und Glückwünsche als Textnachricht geschickt oder man wird durch soziale Netzwerke davon in Kenntnis gesetzt. Doch wo bleibt die Emotion, die Spannung? Hat unser schnelles Leben dieses Verhalten, dieses Bedürfnis, verdrängt?

Meiner Auffassung nach fand hier in den letzten Jahren – heimtückisch schleichend – eine gewaltige Werteverschiebung statt. Mittlerweile benötigt jeder zivilisierte Mensch neben einem Smartphone, einen Laptop und/oder ein Tablet, unabhängig von Alter, Tätigkeit oder finanzieller Situation. Kommunikationsgeräte wie die eben genannten avancierten zu Statussymbolen – man braucht immer das neuste und beste.

Dieses traurige Phänomen fällt ganz klar unter die Kategorie Ressourcenverschwendung und hat mit Nachhaltigkeit wenig zu tun. Die geplante Obsoleszenz, das ist die künstliche Reduktion der Lebensdauer eines Gerätes, die auch erklärt, warum Elektrogeräte oft schon früh kaputt werden trotz behutsamer Verwendung, tut ihr übriges. Ganz abgesehen von den ökologischen Kritikpunkten versteckt sich dahinter einiges mehr an Fragwürdigem.

Manchmal muss man sich eine Situation einmal ohne Telefon vorstellen. Angenommen eine Kollegin erzählt mir gerade etwas, plötzlich läutet mein Handy. Es ist kein dringender Anruf, trotzdem nehme ich ihn entgegen. Vergleichbar damit ist doch, wenn ich abrupt ein Gespräch unterbreche, mich umdrehe, um mich mit jemand anderem, der gerade den Raum betritt, weiter zu unterhalten. In beiden Beispielen empfinde ich die Reaktionen als sehr unhöflich. Nichtsdestotrotz handeln wir so. Solche Tatsachen widerfahren mir ständig im Alltag. Oftmals werden während Erzählungen SMS beantwortet oder es wird gar im Internet gesurft. Sollten es uns unsere Mitmenschen nicht wert sein, dass wir ihnen unsere vollkommene Aufmerksamkeit widmen? Wollen wir nicht genauso behandelt werden?

Wie lasse ich meine Kommunikationsgeräte nicht die Herrschaft über mich ergreifen? Trotz irritierter Reaktionen einiger Mitmenschen profitiere ich von folgenden Maßnahmen:

• Ich trage mein Handy, sofern es mir möglich ist, nicht direkt am Körper. Dieser Beitrag beschäftigt sich zwar nicht mit den physischen Auswirkungen von übermäßigem Telekommunikationskonsum, allerdings nehme ich an, dass jeder von euch schon einmal etwas von schädlichen Strahlungen von Elektrogeräten gehört hat.
• Mein Handy ist über Nacht ausgeschaltet, ich nehme es nicht mit ins Bett. Die Weckfunktion übernimmt mein analoger Wecker und die wenigen verpassten Anrufe nimmt die Mobilbox entgegen.
• Ich bin nie permanent online. Bei Bedarf wird mein Internet eingeschaltet.
• Meine Kommunikationsgeräte sind auf ein Minimum reduziert, ich habe eine Handynummer, eine Emailadresse und gegebenenfalls ein Profil in einem sozialen Netzwerk, das reicht.
• Ich lenke meine Aufmerksamkeit stets auf eine Sache. (Also ich vermeide es, fernzusehen und gleichzeitig meine Emails abzurufen.)
• Wenn du zu Abhängigkeiten neigst, so kannst du auch gewisse Tageszeiten und eine maximale Verweildauer für Besuche in sozialen Netzwerken mit dir selbst vereinbaren.

Falls du dich allerdings in Sicherheit fühlst und denkst, davon unberührt zu sein, so stell dir einmal folgende Fragen: Wie fühlst du dich, wenn du dein Handy wo vergessen hast? Gerätst du in Panik? Benötigst du Urlaub in einem Land mit hoher Roaminggebühr, um für längere Zeit offline zu sein? Inwiefern nimmst du deine Umwelt und deine Mitmenschen wahr, wenn du auf dem Weg zur Arbeit mehr auf den Bildschirm als sonst wohin blickst?

Lassen wir das blecherne Kästchen doch ab und zu im Zimmer oder wenigstens stumm, damit befreien wir uns doch selbst von einer Spannung. Der Spannung, in der nächsten Sekunde einen wichtigen Anruf oder ein Mitteilung zu erhalten. Kommunikationsgeräte sind eine tolle Erfindung, keine Frage, doch sie sind keine unabkömmliche Notwendigkeit! Gerade in der heutigen Zeit tun wir alle gut daran, unseren Schwerpunkt auf zwischenmenschliche Verbindungen zu legen, anstatt auf DSL oder 3G.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Wie sage ich’s (richtig)? Kommunikation fasziniert mich. Doch sie passiert automatisch, man nimmt sie als gegeben hin. Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu…

Wie sage ich’s (richtig)?

Kommunikation fasziniert mich. Doch sie passiert automatisch, man nimmt sie als gegeben hin. Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu selten und mittlerweile sehr vernachlässigt) von Angesicht zu Angesicht, sie ist Normalität. Dabei ist die Psychologie dahinter entscheidend, warum genau diese Worte aus uns sprudeln und – was noch viel wichtiger ist – was sie in unserem Gegenüber bewirken. Nicht von irgendwo kommt der Spruch, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat; ich habe meine und du hast deine.

Jede Theorie hat ihre Richtigkeit – erst vor kurzem las ich wieder einmal das Buch von Serena Rust mit dem Titel „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“. Es wird auf unkomplizierte Weise erklärt, wie „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg funktioniert. Ich kann der Autorin nur beipflichten, wenn sie sagt, das Prinzip ist zwar einfach, aber keineswegs leicht. Gespräche werden anhand der „Vier-Schritte-Taktik“ abgehalten, diese sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Zu Beginn drückt man frei von jeder Bewertung seine Beobachtung, also den Fakt, aus. Danach schildert man sein Gefühl – ohne Interpretation. Der nächste Schritt sieht das Bedürfnis vor („Ich brauche…“) und abschließend formuliert man eine Bitte. Demnach könnte ein Gespräch so ablaufen:

A: „Wenn du so schnell fährst, fühle ich mich unwohl.“
B: „Hast du Angst, dass etwas passieren könnte?“
A: „Ja, ich bin ein bisschen besorgt – und ich kann bei dem Tempo die Landschaft gar nicht genießen. Bitte fahre etwas langsamer!“
B: „Okay! Ich freue mich ja darüber, dass wir zum Vergnügen unterwegs sind. Ich fühle mich doch noch etwas angespannt von meinem Job. Was hältst du davon, wenn ich dort vorne am Restaurant anhalte und wir auf der Terrasse einen Kaffee trinken?“
A: „Oh! Das gefällt mir!“

Die Sache bekam für mich herausfordernden Charakter. Ist es möglich, mein Kommunikationsverhalten so zu verändern, dass Bewertungen darin keinen Platz mehr haben? Wie drücke ich meine Gefühle ehrlich aus? Ein noch bekannteres Konzept ist das vom Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun. Das „Vier-Ohren-Modell“ oder „Nachrichtenquadrat“ beschreibt eine Nachricht unter folgenden vier Aspekten: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Der Sachinhalt (worüber ich informiere) tauscht eine Sachinformation aus. In der Selbstoffenbarung (was ich von mir selbst kund gebe) senden wir Details unserer Persönlichkeit aus, dies geschieht unbewusst und automatisch. Was ich mit meiner Nachricht erreichen möchte, zeigt sich im Appellaspekt (wozu ich dich veranlassen möchte). Meistens handelt es sich um Aufforderungen, etwas zu tun. Der zentrale Punkt der Beziehungsseite ist, was ich von meinem Gegenüber halte und wie wir zu einander stehen. Mit einer guten Freundin werde ich anders kommunizieren als mit meinem ungeliebten Nachbarn.

Der Satz „Schön, dass du mal wieder da bist.“ kann zum Beispiel auf den Ebenen folgende Ausprägung haben:
Sachinhalt: „Deine Anwesenheit ist schön.“
Selbstoffenbarung: „Ich bin einsam.“
Beziehung: „Du vernachlässigst mich.“
Appell: „Besuche mich öfter!“

Meiner Meinung nach ist das Feld der Kommunikationspsychologie ein unglaublich spannendes. Alleine das theoretische Wissen vermittelt einen guten Einblick und man wird dadurch hellhöriger. Ich bemühe mich, mein Verhalten an die oben vorgestellten Theorien anzulehnen. Doch wie effektiv sind sie in der Praxis? Wenn mich eine tobende Arbeitskollegin zu Unrecht anschreit, kann ich dann meine Beherrschung wahren und ruhig antworten? Schlucke ich so nicht meinen Zorn hinunter, anstatt ihn loszuwerden? Wie wende ich diese Taktik an, wenn meine Gefühle die Überhand nehmen? Ich bin zwar meistens ein Kopfmensch und begrüße daher solche Strategien, manchmal empfinde ich aber Kommunikation ohne Plan und ohne Regeln als die beste. Man öffnet sich seinem Gegenüber, spricht seine Wahrheit aus und hofft, verstanden zu werden. Denn eine Garantie dafür gibt es ohnehin nie!

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Meiner Erfahrung nach kann man es schlicht und ergreifend nicht richtig sagen! Was man allerdings tun kann, ist, ehrlich zu sein und es auch so zu meinen! Denn was kann authentischer sein als wahre Worte, tief aus dem Knäuel zwischen unseren Rippen kommend? Vielleicht liegt hier ja das eigentliche Kommunikationszentrum (Sprechen und Hören) und findet viel zu selten Gebrauch. Denkt auf alle Fälle bei eurem nächsten Gespräch an Schulz von Thuns Worte: „Wenn einer etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich.“.

Da dies keineswegs der Weisheit letzter Schluss ist, würde ich mich freuen, wenn ihr eure Wahrnehmung in den Kommentaren schildert.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Bitte Einsteigen! Diesmal widme ich mich dem öffentlichen Personenverkehr, also kurz gesagt den Öffis. Bevor ich euch nun mit Argumenten für deren Benützung locken möchte, vorweg eine tolle Nachricht. Vor…

Bitte Einsteigen!

Diesmal widme ich mich dem öffentlichen Personenverkehr, also kurz gesagt den Öffis. Bevor ich euch nun mit Argumenten für deren Benützung locken möchte, vorweg eine tolle Nachricht. Vor einigen Tagen überraschte mich eine veröffentlichte Studie in einem Reisemagazin. Nach dieser sind die Österreicher die zweitfleißigsten Bahn- und Busfahrer der Europäischen Union. Laut Angaben des Verkehrsclubs Österreich legen wir im Durchschnitt 2.970 Kilometer pro Jahr auf diese Weise zurück, dieses Ergebnis können nur die Tschechen schlagen. Nichtsdestotrotz habe ich das Gefühl, dass Straßenbahn, Bus & Co eher verpönt und unbeliebt sind. Abgesehen von den Großstadtbewohnern bevorzugt die Mehrheit der Menschen in meinem Umfeld das Privatauto. Den öffentlichen Verkehr flächendeckend attraktiv zu gestalten, erweist sich zum Teil als schwierig.

Am häufigsten höre ich Beschwerden über regelmäßige Verspätungen und permanente Unzuverlässigkeit (was eigentlich auch eine Art der Zuverlässigkeit darstellt). Die Unternehmen seien ungeeignet zur Transportbenützung aufgrund schlechter Organisation und unfreundlichem Personal. In Einzelfällen mag das durchaus zutreffen, allerdings ist meine langjährige Erfahrung als tägliche Benützerin verschiedener Verkehrsmittel, sowohl in der Stadt als auch am Land, eine gänzlich andere. Meinem persönlichen Empfinden nach ist die Fahrt mit dem Zug oder Bus in den meisten Fällen eine beachtliche Zeitersparnis. Während der Fahrt mit eben solchen kann ich meine kostbare Zeit wertvoll gestalten. Am liebsten lese ich oder arbeite, manchmal höre ich auch Musik, unterhalte mich mit anderen Passagieren oder lasse meine Gedanken schweifen. Wer solchen Beschäftigungen ebenfalls gerne nachgeht, der kann tolle Fahrten erleben.

Als schönen Nebeneffekt empfinde ich (in den meisten Fällen) den Kontakt zu fremden Menschen. Durchwegs ist der Großteil von ihnen sehr aufgeschlossen und ein angenehmer Zeitgenosse. Wer offen dafür ist, dem können bereichernde Begegnungen mit anderen Fahrgästen passieren, nicht selten ergeben sich interessante Gespräche. So saß mir vor ungefähr einem Jahr eigenartigerweise eine junge Frau im Zugabteil gegenüber, mit der ich nicht nur dasselbe Hobby teile, sondern die auch mein Studium beginnen wollte und außerdem ebenso gerne Bücher liest. Dementsprechend viel hatten wir uns zu erzählen und stehen auch bis heute noch miteinander in Kontakt.

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Bild: Thacreations / pixabay.com

Zu guter Letzt ist natürlich die erhöhte Umweltfreundlichkeit anzumerken. Auch wenn ich dafür schon mehrmals schiefe Blicke und Unverständnis erntete: Es ist unumstritten, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder auch durch Carsharing einen lobenswerten Schritt für das Ökosystem tätigt, da man sich weniger oder gar nicht an der Abgasbelastung beteiligt.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Effizienz. Während ein PKW in der Regel 1,3 Personen befördert und pro Tag im Schnitt eine Stunde benützt wird, ist die Belegung und die Nutzungsdauer in Straßenbahnen und U-Bahnen deutlich höher, da diese bis zu 20 Stunden im Einsatz sind. Neben diesen Argumenten für die Teilnahme am öffentlichen Verkehr und meiner positiven Einstellung dazu, sind einige Nachteile nicht von der Hand zu weisen. Die Kehrseiten der Medaille sind neben teilweise frustrierend großen Intervallen in der Peripherie auch generell die umständlichere Anreise durch mehrmaliges Wechseln der Linien und Verkehrsmittel. Jedoch bringt jede Art der Reise und jedes Verkehrsmittel seine Kritikpunkte mit sich.

„Cogito ergo Bim“ – Ich denke, also bin ich… so frei und fahre mit der Straßenbahn!

Die Bedeutung dieses entzückenden Wortspiels erkennt man erst auf den zweiten Blick. Gemeint ist hierbei, dass Bim (=Straßenbahn) fahren ein kluger Akt ist. Ich will hiermit nicht zum Autoboykott aufrufen, denn es ist ein pragmatisches Mittel, das eine gewisse Unabhängigkeit mit sich bringt. Dennoch versuche ich, wenn es die Umstände erlauben, es durch ein anderes Verkehrsmittel zu ersetzen. Wenn ich beispielsweise mit dem Zug auf die Universität fahre, spare ich Zeit. Radle ich in die nächste Bankfiliale, muss ich keinen Gedanken an die Parkplatzsuche verschwenden. Meine tägliche Dosis an Bewegung und frischer Luft ist damit erfüllt, Endorphinausschüttung inkludiert. Jeder kann den öffentlichen Verkehr zu seinem persönlichen Vorteil nutzen! Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Spaß beim Testen und würde mich sehr freuen, wenn ihr eure persönlichen Erfahrungen oder gute Geschichten zum besten gebt.

Ein kleiner Anreiz könnte dieser amüsante Beitrag über erzählenswerte Anekdoten in öffentlichen Verkehrsmitteln sein.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Von der optimalen Reife und dem passenden Zeitpunkt Anlass für das Thema dieses Beitrags gab ein Gespräch mit meiner Schwester vor einiger Zeit, welches mich im Nachhinein sehr nachdenklich stimmte….

Von der optimalen Reife und dem passenden Zeitpunkt

Anlass für das Thema dieses Beitrags gab ein Gespräch mit meiner Schwester vor einiger Zeit, welches mich im Nachhinein sehr nachdenklich stimmte. Einleitend mit einer provokanten Frage, als ich sie in der Küche dabei antraf, wie sie gerade Paradeiser (Tomaten) für ihren Mozzarellasalat zubereitete, begann eine kurze, hitzige Diskussion. Leider scheiterten meine Versuche kläglich, sie davon zu überzeugen, dass es mehr als unnötig ist, im Jänner (Januar) dieses Gemüse zu kaufen. Ebenso wenig fruchtete mein Argument, dass unsere eigenen Paradeiser aus dem Garten im Sommer doch tatsächlichen, vollkommenen Geschmack haben und nicht nur wässrig und blass sind. Sie beendete das Wortgefecht damit, dass, solange es im Geschäft angeboten wird und sie die Möglichkeit zu solch einem Kauf hat, sie diese auch nützen wird. Da ich den gegenwärtigen Umstand nicht zu ändern vermag, gab ich mich geschlagen.

Die Rede ist von saisonalem Essen. Zugegebenermaßen ist es nett, dass wir aufgrund der Globalisierung auch in der Weihnachtszeit Zucchini aus Spanien eingeflogen bekommen, dass das ganze Jahr über Paprika verfügbar sind oder Erdbeeren im Februar zu verlockenden Preisen angeboten werden. Das ist alles wirklich nett, aber schlicht und ergreifend überflüssig und geschieht zum Leidwesen der Umwelt, regionaler Bauern und vergessener Obst- und Gemüsesorten. Die Zahl der Menschen, die auf ihre Ernährung achten und bewusst einkaufen gehen, steigt unaufhaltsam. Man versucht den Fleischkonsum zu reduzieren, regional zu kaufen, biologische Produkte sind beliebt. Auf die Saisonalität von Lebensmitteln wird allerdings gerne vergessen, sie ist das Stiefkind und findet weniger Beachtung. Aufgrund dessen nahm ich mich bei der eigenen Nase und machte mich erst einmal schlau, was es denn im Winter außer Karotten und Erdäpfeln (Kartoffeln) eigentlich noch gibt.

Nicht alles zu jeder, aber jedes zu seiner Zeit!

Glücklicherweise wird man im Internet schnell fündig, es gibt zahlreiche Saisonkalender, zum Beispiel den Biosaisonkalender von Global 2000, in verschiedensten Variationen zum Herunterladen, Ausdrucken und An-den-Kühlschrank-Kleben. Nun, im Winter – um bei der jetzigen und bezüglich frischem Obst und Gemüse ärmsten Jahreszeit zu bleiben – gibt es neben den oben erwähnten Lebensmitteln Eisbergsalat, Käferbohnen und Lauch, die allesamt viele Nährstoffe enthalten. Ebenso bieten sich Spätäpfel und Kren (Meerrettich) an. Darauffolgend im Frühjahr ist Spargel sehr beliebt, ideal sind auch Radieschen und Kohlrabi. Das ergibt auch schmackhafte Gerichte mit Bärlauch, der mittlerweile schon sprießt.

Sobald der Sommer Einzug hält kann sich jeder nach Herzenslust an Erdbeeren, Kirschen und Gurken satt essen. Sie wachsen zu dieser Zeit an der frischen Luft und in der Nähe. Im Herbst sind neben der Kürbissaison noch Mais, Sellerie und Birnen aktuell. Um jeden Interessierten gleich einmal auf den März einzustimmen, folgendes gibt es diesen Monat: Neben frischem Rucola- und Vogerlsalat (Feldsalat) kommt der Spinat. Spätäpfel und Walnüsse gibt es noch in den Lagern. Zusätzlich kann man mit Zwiebeln, Chinakohl, Roten Rüben, Karotten, Porree, Hokkaidokürbis, Knoblauch und Kohl Leckeres zaubern. Wie man erkennt, hält die Natur für jede Jahreszeit eine mannigfaltige Auswahl an Obst und Gemüse bereit, zusätzlich gibt es durch gute Lagerung teilweise auch verlängerte Verzehrzeiten.

Mehr als „nur“ Essen

Den persönlichen Speiseplan mit der jeweiligen Saison abzustimmen, ist zwar augenscheinlich nur ein kleiner Beitrag, doch birgt er meiner Ansicht nach zahlreiche Vorteile. Sämtliche Produkte kann man regional erwerben, sie sind frisch und reif. Außerdem wird die Umwelt durch kurze Transportwege und den Verzicht von energieaufwändig beheizten Glashäusern geschont. Ganz abgesehen davon setzen wir mit unser Ernährung und unserem Einkauf ein Zeichen. Wie allgemein bekannt ist, bestimmt die Nachfrage das Angebot. Ich für meinen Teil bin zwar noch kein „Saisonalitätsprofi“, aber ich will keine Erdbeeren – woher auch immer – im Dezember und deshalb kaufe ich sie nicht. Ich freue mich, sie im Mai selbst vom Feld zu pflücken.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünscht.“ (Mahatma Gandhi)

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