YOGANIMAL – Was hat königliches Karma mit Fashion zu tun?

Thursday 18th, December 2014 / 13:23 von
YOGANIMAL – Was hat königliches Karma mit Fashion zu tun?Alle Bilder: YOGANIMAL

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit entdeckte ich auf Instagram den Account “Royalkarma”. Als Yogalehrerin flatterten mir dann gleich mehrere Assoziationen durch den Kopf:

* Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andren zu!
* Royal = königlich = Raja (Raja Yoga ist der Königsweg des Yogas)

Ich wurde neugierig, folgte dem Account und entdeckte herrlich schöne Yoga-Klamotten und süße, kleine, bunte Buddhafiguren. Nachdem ich dann den Onlineshop von YOGANIMAL – so heißt das Label eigentlich – durchstöbert hatte, war ich absolut begeistert. Ich wollte mehr über YOGANIMAL wissen und habe deshalb ein Interview mit Denise Edling, dem Gesicht hinter den Good-Karma-Produkten, geführt.

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Denise, möchtest du dich und YOGANIMAL selbst einmal kurz vorstellen?

Ich habe mein Label YOGANIMAL im Herbst 2013 mit der Unterstützung meines Mannes, durch die Inspiration unseres Katers Rothko und meiner Kraftquelle Yoga, gegründet. Im April 2014 ist dann unsere Webseite online gegangen. Alles, was vorher nur in meinem Kopf und Herzen Formen hatte, war nun geboren. Das war auch wie eine Neugeburt für mich! Meine Lebensphilosophien, Ideen, Ideale, Wünsche und Hoffnungen haben nun einen Guru – YOGANIMAL ist mein ganz persönlicher Guru meine Energiequelle, die mir Kraft gab und gibt. Die Umstände aus denen YOGANIMAL entstanden ist, waren nämlich erst alles andere als erfreulich. Vor der Gründung meines Labels war ich neun Jahre Weltenbummlerin – auch Flugbegleiterin genannt. Im Dezember 2012 wurde ich aber leider unerwartet fluguntauglich geschrieben und meine Lebensplanung, mit damals 41 Jahren, ziemlich durcheinander gewirbelt. Was zuerst eine absolute Katastrophe bedeutete, mündete nach Monaten in eine neue Chance, die sich schon lange in meinem Herzen breit gemacht hatte. Oftmals nimmt man diese Chancen gar nicht wahr, wenn man sich in seinem Hamsterrad befindet – man hat Angst davor, etwas zu wagen und träumt aus Zeitmangel erst gar nicht davon. Aber jeder Mensch braucht einen Guru, eine Energiequelle, etwas, an das man glaubt und etwas, das Lebensfreude schenkt – besonders in Zeiten, in denen man sich ziemlich verloren fühlt! Daher glaube ich aus persönlicher Erfahrung an Dalai Lamas Worte: „Nicht zu bekommen was man will, kann manchmal ein großer Glücksfall sein.“ und „Erst wenn du dich verloren glaubst, wirst du dich finden!” Ich sehe YOGANIMAL als meine Berufung an – denn: Auch wenn du deinen Guru manchmal nicht auf den ersten Blick erkennst, wird er dich finden – wenn du es zulässt und daran arbeitest! Die Reise geht also weiter.

Es gab bestimmt auch Hindernisse die es erschwerten, nachhaltige Kleidung zu produzieren. Was gibt dir den Mut und die Kraft, diese zu überwinden?

Oh ja, Hindernisse gab es und gibt es auch immer noch. Das Schwierigste in der Anfangsphase war, eine Druckerei zu finden, die ausschließlich ökologisch druckt beziehungsweise Farben ohne Phthalate und schädliche Schwermetalle verwendet. Ich bin aber zuversichtlich, dass immer mehr Druckereien dieses Service anbieten werden, wenn auch die Kunden auf diese Kriterien achten. Wir als Käufer haben eine – bisher eher unterschätzte – Macht, Dinge zu verändern! So – BE THE CHANGE!

yoganimal-yoga-punk

Ein Teil der Einnahmen fließt als Spende in Hilfsprojekte. Wie hast du diese ausgewählt und was war dir bei der Auswahl wichtig?

Ja, die Hilfsprojekte sind bei uns Herzensangelegenheiten. Das “Waldpiraten-Camp” kenne ich durch einen persönlichen Besuch mit meinem Mann und einem Freund im Rahmen eines anderen Projektes und finde, es ist eine wundervolle und wichtige Einrichtung! Das Waldpiraten-Camp ist das erste und einzige Freizeitcamp für krebskranke Kinder in Deutschland beziehungsweise im deutschsprachigen Raum und die jährlichen Kosten von zur Zeit rund 900.000 Euro werden fast ausschließlich durch Spenden finanziert. Gerade diesen Aspekt finde ich toll, denn somit bleibt diese Einrichtung unabhängig! Das Projekt BARC – Bali (Dog) Adoption & Rehabilitation Centre – kenne ich durch Facebook und finde die Arbeit, die dort geleistet wird, fantastisch – ebenso wie die Arbeit, die all die anderen Tierschutzorganisationen weltweit leisten! Tiere sind auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen und das, was wir für sie tun, geben sie uns tausendfach zurück! WE LOVE ANIMALS!

Neben tollen Shirts für Männer und Frauen, habt ihr auch andere Produkte in eurem Onlineshop. Passend zur kalten Jahreszeit habt ihr eine wundervolle Kollektion von Beanies herausgebracht. Wovon lässt du dich für den kreativen Part deiner Arbeit inspirieren?

Natürlich fließen in den kreativen Part meiner Arbeit auch Impulse, die ich in neun Reisejahren sammeln durfte! Die meisten Inspirationen für meine Arbeit habe ich in Asien gesammelt. Ich liebe zum Beispiel die Farben Indiens. Aber auch das Streetlife in New York, Buenos Aires und Kopenhagen! Ich kann stundenlang in Cafés sitzen und mir die Menschen und ihren Style anschauen – der Style an sich verrät ja schon sehr viel über einen Menschen und seine Lebensphilosophie. Unsere Beanies und Shirts spiegeln somit auch einen Teil unserer Lebensphilosophie wieder.

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Man kann auch süße kleine Buddhas bei euch bekommen. Buddha als Deko oder steckt mehr dahinter? Auf eurer Homepage steht auch das Mantra „Om Mani Padme Hum“.

Das Mantra „Om Mani Padme Hum“ war das erste, das sich in Tibet verbreitete und ist das älteste und weltweit bekannteste. Es ist das Mantra und der Name des am meisten verehrten Buddhas “Liebevolle Augen”. Es ist dem Mitgefühl zugeordnet. Das Mantra „Om Mani Padme Hum“ ist ein Wegweiser, unablässig zum Wohle aller Lebewesen zu handeln. Es ist mein Lieblingsmantra und ich verbinde es mit dem Wunsch und der Motivation, die auch hinter YOGANIMAL steht, denn auch wir wollen dazu beitragen, mit YOGANIMAL ein Stück Liebe und Mitgefühl in die Welt zu bringen. Genau wie unsere Little Buddhas! Sie machen sich natürlich sehr gut als Deko, sie sind immer ein Hingucker und sie sind sehr fotogen. Aber sie vermitteln uns auch erstrebenswerte Tugenden, die uns auf unserem Weg begleiten und uns sinnbildlich hin und wieder daran erinnern sollen. Und wer könnte uns besser daran erinnern als so ein kleiner, hübscher, farbiger Buddha der in jede Hosen- und Handtasche passt, dass wir alle immer daran arbeiten müssen, tugendhaft zu sein? So, wie wir auch an allem anderen arbeiten, das von Bedeutung für uns ist. Darum: Jeder sollte auf seinem Weg ein Mantra und einen Little Buddha bei sich haben.

Denise, ich danke dir für dieses herzliche, ehrliche Interview!

Über den Autor

Nicole ist Yogalehrerin und Inhaberin des Yogastudios Elbyogisvor den Toren Hamburgs. In Schulen und Kindertageseinrichtungen unterrichtet sie liebend gerne auch Kinderyoga, um schon den ganz Kleinen zu vermitteln, dass es Spaß macht sich zu bewegen, zu entspannen oder wie es sich anfühlt, wenn es mal ganz still wird. Ihr Interesse geht über die Yogamatten hinaus und so schreibt sie auf ihrem persönlichen Blog auch über nachhaltigen Lifestyle.

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