Vom Samen bis zur Ernte: Werkzeug

Friday 05th, September 2014 / 20:11 von
Vom Samen bis zur Ernte: WerkzeugBild: Efraimstochter / pixabay.com

Im Garten gibt es ständig etwas zu tun und da erleichtert einem das richtige Werkzeug die Arbeit ungemein. Dieser Kolumnenbeitrag soll eine Übersicht über den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen geben. Doch bevor wir uns diesem Thema widmen, eine Liste der Arbeiten für den September:

Gemüse

Feldsalat aussäen, Spinat aussäen, Rhabarber pflanzen, Winterendivien ernten, Zwiebeln ernten

Obst

Kernobst-Haupternte, die Fruchtreife genau beobachten und den Erntetermin möglichst gut abpassen, manche Sorten neigen dazu, früh vom Baum zu fallen und das führt zu hohen Ertragsverlusten

Anderes

Kakteen ins Warme bringen, unbedingt vor Frost schützen und weniger gießen

Kleider machen Leute

Das wichtigste ist meiner Meinung nach die richtige Kleidung. Für grobe Arbeit im Garten solltest du festes Schuhwerk, Jeans und robuste Arbeitshandschuhe haben. Schutz und Vorsicht sind bei der Arbeit im Garten sehr wichtig! Gerade wenn man mit Werkzeugen zwischen Gemüse, Sträuchern und Dornen arbeitet, muss man unbedingt auf Selbstschutz achten. Nur die Harten kommen in den Garten und man sollte keine Mimose bei der Arbeit sein. Aber mit einer guten Vorbereitung und Aufmerksamkeit bei der Arbeit lassen sich viele unnötige Verletzungen vermeiden. Achte darauf, keine besonders wertvolle Kleidung bei diesen Arbeiten zu tragen, im Garten wird man immer dreckig. Wirklich immer, das gehört dazu.

Gutes Werkzeug, halbe Arbeit

Meiner Meinung nach muss man beim Werkzeug auf einen Mindeststandard achten. Gutes Werkzeug muss nicht teuer sein, aber gerade hier darf man nicht unter einer bestimmten Qualität einkaufen. Abfallende oder -brechende Teile können sonst zu erheblichen Verletzungen führen und oft kann man die Arbeit nicht fortsetzen, wenn ein bestimmtes Werkzeug kaputt geht. Am besten holt man sich jemanden, der selbst regelmäßig mit Werkzeugen arbeitet und dessen Arbeiten einem gefallen. Das sind meistens jene Personen, die am meisten Ahnung vom Werkzeugkauf haben und gerade hier ist dieses Fachwissen unheimlich wertvoll für deinen zukünftigen Erfolg. Vorsicht vor Dampfplauderern, die gibt es zur Genüge, deshalb gebe ich den Tipp, dich vorher von der Qualität ihrer Arbeit zu überzeugen. Im Zweifelsfall können auch die Beratung im Geschäft, oder Kundenbewertungen hilfreich sein, aber auch diese haben ihre Tücken. Ich bin leider auch nur ein Laie und empfehle, das Werkzeug logisch zu betrachten: Das wichtigste ist die Sicherheit. Schlechtes Werkzeug und fehlender Schutz können lebensbedrohliche Verletzungen und schwere Verstümmelungen zur Folge haben. Selbstschutz hat oberste Priorität. Arbeite bitte nie alleine mit gefährlichen Geräten. Es kann sonst lange dauern, bis du Hilfe bekommst und dann ist es vielleicht zu spät.

Kriterien für die Auswahl

Hat das Werkzeug die richtige Größe, Gewicht und Form für dich? Es macht keinen Sinn, ein viel zu großes oder viel zu kleines Gerät für dich einzukaufen, oder eines das du nicht halten kannst. Wenn die Möglichkeit besteht, verwende es in einer Trockenübung. Mit manchen Werkzeugen arbeitet man schon mal länger als eine Stunde, dafür darf das Werkzeug nicht zu schwer sein, sonst kommt man nicht weit. Achte dann auf die Verarbeitung. Bei Gartenwerkzeugen ist häufig die Verbindung zwischen dem Metall- und dem Holzteil anfällig für einen Schaden. Die verschiedenen Teile sollten fest verbunden sein, beim Bewegen nicht wackeln und eine vertrauenserweckende Dicke besitzen. Mit Schaufeln stößt man schon mal auf Ziegelsteine, dabei sollte der Stiel nicht brechen und das Metall sich nicht verbiegen. Achte auf Risse und andere äußere Zeichen von Beschädigungen wie Rost, verbogene und wackelige Teile.

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Bild: giowara / pixabay.com

Welche Werkzeuge brauche ich für den Garten?

Meine Empfehlungen sind: Robuste Handschuhe und Gartenhandschuhe, Gießkanne, Gartenschlauch, Gartenschaufel, Heugabel, Doppelhacke, Blumenkelle, Rechen, Amboss-Schere und Draht. Man braucht nicht all diese Werkzeuge, aber das wäre meine erste Wahl. Handschuhe zum Schutz beim Arbeiten, Gießkanne und Schlauch zum Bewässern der Pflanzen, Gartenschaufel und Heugabel zum großen Graben und Bewegen von Erde, Sand, Steinen und Wurzeln, Doppelhacke und Blumenkelle zum Arbeiten im Beet, der Rechen um Laub und Unrat in großen Mengen zu sammeln und zu entfernen und die Amboss-Schere zum Schneiden von Pflanzen, Draht und Schnur, um damit zum Beispiel Pflanzen hochzubinden.

Bis zum nächsten Mal – das waren ein paar Grundlagen zur Werkzeugnutzung im Garten, aber ich werde mich sicherlich einmal tiefer mit den einzelnen Werkzeugen auseinandersetzen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

Über den Autor

Toni lebt in Wien und ist seit vier Jahren Hobbygärtner. Er möchte mit anderen Menschen die Freude am selbst geschaffenen Essen teilen und zeigen, wie man möglichst einfach sein eigenes Gemüse, Kräuter und Obst anbauen kann.

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