Volunteer Correct, Project Cape Town: Was denken die Einheimischen?

Wednesday 25th, February 2015 / 18:28 von
Volunteer Correct, Project Cape Town: Was denken die Einheimischen?Alle Bilder: Volunteer Correct

Normalerweise fühlen sich Menschen gesund und energiegeladen, wenn sie in tropische Gegenden reisen. Aber seit ich hier in Kapstadt bin, sind meine Ohren zu und meine Nase läuft ununterbrochen. Vielleicht liegt es am Klima aber möglicherweise liegt es auch daran dass ich mich von Weißbrotsandwich mit Cheddar und Erdnussbutter ernähre.

Das gesamte “Project Cape Town” Abenteuer fängt an sich ganz normal anzufühlen: Das frühe Aufstehen, die Arbeitsabläufe, die vielen Menschen um einen herum und lange Gespräche über Gott und die Welt. Das Abenteuergefühl lässt nach und der Alltag holt dich ein. Wenn ich aber am Pool mit einem Glas Weißwein in der Hand entspanne, dabei meine Musik höre, begreife ich wieder wie fantastisch es ist, hier zu sein. Die ersten Videobeiträge sind gemacht und die positiven Schwingungen verbreiten sich. Alle sind stolz auf ihre Videos und voll motiviert, mehr davon und noch Besseres zu produzieren.

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Aber gestern war einer dieser offiziellen Dreckstage: Es hat sich angefühlt, als ob nichts funktionieren würde. Das Auto wollte nicht starten, die Kommunikation hat gestreikt und ich hab mich gefühlt, als hätten wir die ganze Nacht nicht geschlafen. (Wie bei einem Workaholic, der nicht arbeiten durfte.) Aber ich muss betonen, dass ich hier auch so viele wundervolle, interessante, traurige und kraftvolle Geschichten erfahren habe. Selbst Lisa, die sonst immer durch Clubs und Bars zieht, ist froh, um zehn Uhr Abends im Bett sein zu können, weil die Erfahrungen Zeit zum Verarbeiten brauchen. Natürlich gibt es auch Zeit für Spaß: Wir sind zur Robben Insel gefahren und haben den Tafelberg bestiegen. Was für eine unglaubliche Aussicht! Welche dramatischen, unerwarteten Ereignisse stattfanden, darüber wird euch Niko zweifellos in seinem nächsten Beitrag informieren.

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Das erste Thema, das wir fertig bearbeitet haben, war die Meinung der Südafrikaner über Volunteering. Wir sprachen mit Ansässigen über den “Voluntourism” und kamen zu dem Schluss, dass sie nicht wirklich wussten, worum es dabei ging. “Sie sind hier wegen dem Krieg, um erste Hilfe zu leisten und gegen die Korruption zu helfen, richtig?” Zuerst hielten wir das Ganze für einen Scherz, aber es war durchaus Ernst gemeint. Wir zeigten ihnen daraufhin ein Werbevideo einer ehrenamtlichen Organisation. Ihre Reaktion: “Menschen, die eine Vermittlungsfirma bezahlen, um hier her zu kommen und zu arbeiten, anstatt dafür bezahlt zu werden?” Es dauerte eine Weile bis sie es verstanden. Aber auch uns hat es die Augen geöffnet: Wir hatten keine Ahnung, dass unsere Ansichten über das was wir tun, so drastisch auseinander gehen!

Möchtest du erfahren wie Südafrikaner ehrenamtliche Arbeit im Ausland sehen? Dann sieh dir das Video an:

 

Volunteer Correct, Project Cape Town: How South Africans see Volunteering

Usually people feel extremely healthy and energetic when transported to tropical conditions. But since I’ve been here in Cape Town, my ears are closed and I sniffle all the time. Maybe it is because of the climate, but possibly it is because of eating only white bread sandwiches with cheddar cheese and peanut butter.

The whole Project Cape Town adventure starts to feel so normal: the early mornings, the workflow, having everyone around all the time and the long talks about anything you can imagine. The adventure part is fading, and the grind is kicking in. But sometimes when I am relaxing at the pool with a glass of white wine in my hand, while listening to my music, I suddenly realize again it is just so fantastic to be here. The first video items are done and the positive vibe is going on and on and on. Everybody is proud of their videos and very motivated to produce more and better.

But yesterday was officially an off day. Just a day that felt like it never started. The car did not work, the communication went wrong and I felt like we didn’t sleep at all that night. (I felt like a workaholic who is being kept away from work.) But I really need to say that I see and hear so many interesting, beautiful, sad and powerful stories. Even Lisa, the person who is always in the club or in the pub, is happy to be in bed by 22.00, because all the experiences need time to sink in. Of course there is time for fun as well: we went to Robben Island and we climbed the table mountain. What an incredible view, and dramatic unexpected events that Niko undoubtedly will update you on in his next post.

The first story that we finished, is about the perspective of South-Africans on volunteering. When we talked with some local people about voluntourism we came to the conclusion that they really didn’t know anything about the business that is going on. ‘’They come here for the war and first aid and to help with corruption, right?’’ For a second we thought it was a joke, but it was a serious response. We showed them the promotion video of a commercial volunteer company. Their reaction: “Volunteers who pay an intermediate company to come and work instead of getting paid?” It took a while for them to understand this. It really opened our eyes as well: we had no clue that our views of what we are here to do differed so much!

Do you want to know how South Africans see international volunteers? Check out my video!

Über den Autor

Lisa ist eine lebhafte Studentin aus den Niederlanden und eine der TeilnehmerInnen des "Project Cape Town" der Organisation Volunteer Correct, im Zuge dessen sie ehrenamtlichen Tourismus im Ausland untersucht. Sie studiert Medienwissenschaften und reist sehr gerne. Wenn Menschen aufhören würden, sich Sorgen zu machen und etwas mehr lachen würden, ist sich Lisa sicher, wäre die Welt ein schönerer Ort.

Alle Artikel von Lisa

1 Comments on “Volunteer Correct, Project Cape Town: Was denken die Einheimischen?

  • wow… ganz neue sicht. :/ danke für den artikel! wieso kam niemand vorher auf die idee, die leute, die wir “entwickeln” wollen mal zu fragen was sie davon halten??
    coole arbeit, mutig, thx. denkstoff.

    Reply

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