Natural Cosmetics – Where Glamour Meets Nature

Wednesday 26th, March 2014 / 14:05 von
Natural Cosmetics – Where Glamour Meets NatureAlle Bilder: Natural Cosmetics

Samstag, zehn Uhr, Café Engländer. Ich bin mit Magdalena Riekmann verabredet, der Inhaberin eines hinreißenden kleinen Ladens in der Postgasse in Wien mit dem klingenden Namen Natural Cosmetics. Der Name ist Programm. In dem inhabergeführten Geschäft gibt es alles, was das Herz des Naturkosmetik-Liebhabers begehrt. Schon beim Eintreten erkennt man die Liebe, mit der hier gearbeitet wird. Die Zusammenstellung des Sortiments lässt erahnen, dass viel Zeit und Leidenschaft in die Auswahl der perfekten Produkte gesteckt wird. Wenn jemand mit so viel Begeisterung und Enthusiasmus an seine Arbeit heran geht, möchte ich natürlich unbedingt wissen, welche Geschichte dahinter steckt. Frau Riekmann hat mir ihre bei einem gemeinsamen Frühstück erzählt.

Zwischen Obst und Kaffee erzählt sie mir, dass sie ursprünglich aus der Pharmabranche stammt. “In meiner Position als Business Unit Managerin für ein großes Pharmaunternehmen lag mein Schwerpunkt in den Bereichen Dermatologie und BioTech-Produkte. Schon damals habe ich die Haut nicht nur als Barriere nach außen gesehen, sondern auch als Verbindung zu unserer Umwelt.” Spannend, die Dame hat ihre Wurzeln in der Pharmaindustrie. Damit habe ich nicht gerechnet, welche Überraschung! Im Rahmen eines MBA-Studiums an der Donau Uni Krems hatte Frau Riekmann die Möglichkeit an einem Entrepreneurship-Modul in San Francisco teilzunehmen. “Wir hatten das Glück große Unternehmen wie Google und Facebook besuchen zu dürfen und konnten dort viele Einblicke gewinnen. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Art und Weise wie man in den USA mit Selbstständigen umgeht. Wenn man sich mit einer Idee selbstständig macht, gilt man dort als innovativer Mensch, der allein deshalb schon anerkannt wird. Es macht nichts, wenn man mit seiner Idee keinen Erfolg hat. Man darf sich ausprobieren, Scheitern ist erlaubt.” Ein Jungunternehmer ist ihr in Erinnerung geblieben, sein Credo: “Durch meine Konzepte und Ideen versuche ich meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Ich überlege mir, was ich gut brauchen könnte. Wenn es für mich sinnvoll erscheint, wird das auch für andere Menschen so gelten.” Ein sehr pragmatischer, aber fabelhafter Denkansatz des jungen Herrn. Für Frau Riekmann hat er gut funktioniert.

Nach Abschluss des Studiums kehrte sie der Pharmabranche den Rücken, um “etwas Eigenes” zu machen. Mit den Worten des US-amerikanischen Unternehmers im Ohr, machte sie sich Gedanken über die Möglichkeiten ihre eigenen Bedürfnisse zu stillen. “Für Hautpflege konnte ich mich schon immer begeistern. Ich war Stammkundin in all den großen Parfümerien habe unzählige Cremes, Seren und Masken ausprobiert, um meine komplizierte Haut zu beruhigen. Ein bisschen Anti-Aging, noch ein wenig mehr Feuchtigkeit und die gefühlt hundertste Maske in Folge hatten keinen Effekt. Irgendwann habe ich eine Cremeschachtel umgedreht und gelesen, womit ich meine Haut denn Tag für Tag beglücke. Ich habe nicht mehr als die Hälfte der Inhaltsstoffe gekannt, beziehungsweise verstanden. Ist das nicht absurd? Ich komme ursprünglich aus einer Branche, in der sich alles um die Inhaltsstoffe dreht. Jeder einzelne Bestandteil eines Medikaments muss auf viele verschiedene Arten getestet werden, zu allen Ingredienzien gibt es unzählige Daten. Und trotzdem habe ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine Sekunde überlegt, womit ich meine Haut eigentlich pflege.” Absurd? Irgendwie schon. Irgendwie aber auch nicht, denn kaum jemand tut das. Die Werbung suggeriert, dass wir uns nur Gutes tun, wenn wir die zehnte Gesichtscreme und das fünfzehnte Serum kaufen. Stars und Sternchen lächeln uns aus Zeitschriften, Filmen und von Plakaten entgegen und präsentieren ihre Schönheit, die natürlich aus der Tube und nicht aus Photoshop stammt. “Dermatologisch getestet” – das kann ja gar nichts Schlechtes sein.

riekmannAuf das Aha-Erlebnis folgte eine lange Suche nach Alternativen. Eine Parallelwelt unbekannter Marken tat sich auf. “Das erste Label, das mir aufgefallen ist, war The Organic Pharmacy. Ich habe mir einige Produkte gekauft und schon nach einer Woche war das Ergebnis sichtbar. Meine Haut war beruhigt, ich hatte keine einzige trockene Stelle mehr.” Auch die Inhaltsstoffe hielten der strengen Überprüfung stand. “Für mich war alles verständlich und nachvollziehbar. Dass eine Apothekerin hinter der Marke steht, verstärkte mein Vertrauen in die Produkte noch zusätzlich.” Auf The Organic Pharmacy folgten viele andere Naturkosmetikmarken, die Frau Riekmann ausprobiert und auf ihre Wirksamkeit getestet hat. “Eines muss klar sein. Es gibt auch in der Naturkosmetik kein Allheilmittel. Jeder Mensch ist anders, jede Haut hat andere Bedürfnisse. Die Produktpalette ist aber so breit gefächert, dass für jeden etwas dabei ist. Düfte und Texturen sind so verschieden wie auch die Geschmäcker der Menschen. Diese Vielfalt hat mich von Anfang an begeistert.”

Die Liebe zur Naturkosmetik war erwacht, die Idee zum eigenen Fachgeschäft geboren. Seit 2011 führt Frau Riekmann den Laden in der Wiener Postgasse, getreu dem Motto “Löse deine eigenen Probleme, dann löst du auch die deiner (zukünftigen) Kunden.”. Das gesamte Sortiment besteht zu 100 Prozent aus Naturkosmetik. Die Produkte sind handverlesen und jedes einzelne davon wurde von der Inhaberin höchstpersönlich getestet und für hervorragend befunden. Natürlich habe ich gefragt, wie so ein Test aussieht. “Wenn ich eine neue Marke teste, gönne ich mir am Sonntag einen Schönheitstag. Da wird gecremt, geschmiert, Probe gerochen und ausprobiert was das Zeug hält. Ich frage mich, ob die Produkte gefallen und ob ich dahinter stehen kann. Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin und diese Fragen mit ja beantworten kann, ist die erste Hürde schon genommen.” Für die Männerserie dürfen auch mal Ehemann und Sohn Versuchskaninchen spielen. Ich wage zu behaupten, dass die Herren der Schöpfung ihren Spaß damit haben.

Was macht den Shop nun so besonders? “Ich kenne die Inhaber aller Marken, die ich im Sortiment habe, persönlich. Wenn ich ein Produkt ins Sortiment aufnehme, übernehme ich Verantwortung dafür. Das geht nur, wenn die Menschen dahinter ehrlich und engagiert sind.” Eine Ladenbesitzerin, die nicht nur ihre Produktpalette kennt, sondern auch die Gesichter dahinter. So jemanden trifft man nicht alle Tage. Dass Frau Riekmann von ihrem Sortiment überzeugt ist, erkennt man auf den ersten Blick. “Ich stehe als Inhaberin selbst im Laden, die perfekte Pflege für meine Kunden zu finden ist mir ein persönliches Anliegen. Es ist schön, wenn ich Menschen mit meinen Produkten helfen kann. Ich begleite sie gerne bei ihrem Wechsel zur Naturkosmetik. Es ist jedes Mal spannend zu sehen, wie Menschen auf Düfte und Texturen reagieren. Ich berate gerne und stehe meinen Kunden jederzeit für Fragen zur Verfügung.” Die Dame ist nicht nur von den Produkten überzeugt, sondern in ihrem Denken und Handeln auch noch ganz nah am Kunden. Eine wunderbare Kombination.

Naturcosmetic4.1Wenn ich schon mit einer Expertin am Tisch sitze, möchte ich natürlich auch wissen, welche ihre absoluten All Time Favourites sind. Die Entscheidung fällt schwer, aber sie fällt. Ganz oben auf der Favoritenliste steht die Carrot Butter von The Organic Pharmacy. “Das war mein allererstes Produkt von TOP. Der Duft und die Anwendung sind außergewöhnlich. Nach einem langen Tag angewendet ist der Entspannungsfaktor enorm.” Für die Plätze zwei bis vier gestaltet sich die Entscheidungsfindung schwieriger. Auch die Frage nach den Produkten, die auf eine einsame Insel mitgenommen werden würden, macht es nicht einfacher. “Auf jeden Fall mindestens ein Gesichtsöl, zum Beispiel das Pai Rosehip BioRegenerate Oil und Lippen- und Augenpflege, am liebsten von TOP oder Tata Harper. Und natürlich ein Duschgel mit Rosenduft, das hebt die Laune und entspannt. Mein Favorit ist das Duschgel von Neom.” Auf Platz fünf landet schlussendlich der Laptop mit Datenkarte. Im schlimmsten Fall kann man ja über den Online-Shop nachbestellen.

Zum Abschluss habe ich Frau Riekmann gefragt, was denn ihr größtes Anliegen sei. “Ich wünsche mir, dass die Menschen anfangen für sich selbst zu hinterfragen, ob sie ein Produkt verwenden wollen oder nicht. Sie sollen sich fragen, ob es ihnen gut tut, ob sie die Inhaltsstoffe verstehen und ob sie das verwenden wollen. Egal, ob konventionelle oder Naturkosmetik, jeder soll bewusst seine Entscheidung treffen können, ob er ein Produkt verwenden will oder nicht. Beim Essen und bei Kleidung ist es mittlerweile fast selbstverständlich, dass man sich diese Gedanken macht. Ich möchte auch im Bereich Kosmetik Aufmerksamkeit schaffen und Interesse wecken. ” Noch ist Naturkosmetik ein Nischensortiment. Allerdings befindet sie sich im Wandel, es wird in den nächsten Jahren viel Veränderung geben. Vor fünf Jahren war Naturkosmetik noch weitgehend unbekannt, von einem verstaubten Image will man weg. “Naturkosmetik kann glamourös sein. Die Entwicklung wird dahin gehen, dass man ihr nicht mehr widerstehen wollen wird.” Ich glaube Frau Riekmann aufs Wort. Immerhin bin ich – zumindest was das betrifft – meiner Zeit voraus und empfinde die Produkte jetzt schon als glamourös, sexy und unwiderstehlich. Mein Badezimmer zeugt davon. Natürlich will ich auch noch wissen, was die Zukunft bringen wird. Als Antwort erhalte ich ein verschmitztes Lächeln. “Wir haben einiges geplant, was genau möchte ich aber noch nicht verraten.” So, so. Da kommt Großes auf uns zu, wir können gespannt sein. Wie gut, dass ich Geduld zu meinen größten Stärken zähle. Nicht. Wer die Neuigkeiten auf keinen Fall verpassen möchte, kann sich hier für den Newsletter anmelden.

Nach dem überaus netten Frühstück habe ich Frau Riekmann noch in den Shop begleitet. Immerhin brauchte ich ganz, ganz dringend eine neue Mascara. Was für ein Glück, dass gerade Kjaer Weis ins Sortiment aufgenommen wurde. Schon die Verpackung bringt mich zum Strahlen. Dass alle Produkte nachfüllbar sind, setzt dem ganzen die Krone auf. Glück kann man nicht kaufen, sagt ein altes Sprichwort. Dem stimme ich grundsätzlich zu, im zauberhaften Natural Cosmetics kann man das Glück aber zumindest in Form von Flaschen, Tiegeln und Tuben erstehen. Und jedes Mal, wenn ich den Laden verlasse, lächle ich glückselig. Es geht also doch.

Über den Autor

Nadine lebt in Wien und bezeichnet sich selbst als gnadenlose Optimistin. Sie liebt Bücher, Schokolade und ihre Katzen. Für The bird's new nest fasst sie ihre Gedanken zu den (meist) schönen Dingen des Lebens in Worte.

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4 Comments on “Natural Cosmetics – Where Glamour Meets Nature

  • Danke für deine Antwort, Nadine. Ich freu mich schon auf meinen Besuch dort 🙂

    Reply
  • Liebe Sabine,

    du wirst ihn lieben 😉
    Alle Produkte sind tierversuchsfrei, ein großer Teil auch vegan. Ich hab zwar noch nicht alles ausprobiert, aber sehr empfehlen kann ich Pai, Absolution, Tata Harper und John Masters Organics.

    Liebe Grüße,
    Nadine

    Reply
  • Der Laden hat mein Interesse geweckt, da muss ich mal hin 😉
    Hast du auch was zum Thema Tierversuche der Produkte rausfinden können?

    Reply

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