Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

Saturday 04th, January 2014 / 21:56 von
Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Nachhaltigkeit scheint eine immer größer werdende Aufmerksamkeit und damit verbundene Beachtung zu bekommen. Der Grund ist vermutlich die auch von Politikern angesprochene negative Veränderung unserer Umwelt. Eine bereits nicht unerhebliche Anzahl von Menschen hat längst begonnen, bewusster zu leben: Bewusster umweltbewusst.

Ist das Interesse an Nachhaltigkeit nun einfach nur ein Trend oder eine langfristige Veränderung? Ein Trend ist eine neue Meinung beziehungsweise Ansicht, die in der Vergangenheit nicht präsent war oder nur durch Wenige vertreten wurde. Stößt ein Trend auf das Interesse von vielen Menschen, löst dies eine gesellschaftliche Bewegung aus. Eine Veränderung ist in der Regel mit einem Ziel verbunden, das erreicht werden soll. Demnach lässt sich Nachhaltigkeit der Veränderung zuordnen, da es das Ziel ist, der Umwelt nicht mehr zu entnehmen, als verfügbar ist. Zusätzlich beschäftigt sich Nachhaltigkeit durch die Nutzung natürlicher Ressourcen auch damit, die Umwelt nicht oder nicht mehr als überhaupt nötig zu belasten. Doch wie lässt sich dies tatsächlich umsetzen?

Vor allem sollte man berücksichtigen, dass kein Mensch perfekt ist, aber jeder die Möglichkeit hat, bei sich selbst zu beginnen. Ob man ab sofort recyclingfähige Verpackungen kauft oder zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt spielt letzten Endes keine Rolle. Das Wichtigste ist, dass man sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und einen Schritt in die Richtung geht, die man für sich gewählt und als richtig befunden hat. Vorwürfe hingegen helfen nicht, sie verleiten nur zu Diskussionen und Streitereien, die nicht nur kraftraubend sind, sondern auch unnötig. Schließlich kann man niemanden dazu zwingen – in diesem Punkt lebt es sich mit dem Motto „Leben und leben lassen“ am Besten.

Um zurück zur eigentlichen Frage zu kommen, wie sich Nachhaltigkeit tatsächlich umsetzen lässt, hier einige Anregungen:

• Energiesparlampen benutzen

• Beim Kauf von Waschmitteln darauf achten, dass keine Weichmacher enthalten sind – die übrigens auch die Kleidung strapazieren

• Statt zur Post mit dem Auto zu fahren, laufen oder das Fahrrad benutzen

• Weniger Fleisch essen: „Eine Senkung der Fleischproduktion würde den Klimawandel bremsen und gleichzeitig Hunderttausende Todesfälle durch Herzerkrankungen verhindern.“ Sueddeutsche.de

• Vorausschauende Fahrweise im Auto: Spart Sprit und schont die Umwelt, zum Beispiel wenn von weitem eine rote Ampel in Sicht ist, Fuß vom Gas nehmen und den Schwung ausnutzen

• Elektronische Geräte komplett abschalten, Stecker ziehen oder Schalter an Mehrfachsteckern umlegen. Auch im Standby-Modus wird Strom verbraucht.

• Regionale Lebensmittel einkaufen, Transporte stoßen viel CO2 aus.

• Stofftaschen statt Plastiktüten kaufen, diese sind stabiler und wesentlich umweltfreundlicher.

• Wäsche mit niedriger Temperatur waschen, für die meisten Waschmittel reichen 30 bzw. 40 Grad aus um die Wäsche zu reinigen. AEG führt übrigens seit neuestem Öko-Waschmaschinen.

• Fenster abdichten lassen, sodass weniger geheizt werden muss.

• Unter Tags lieber ein- bis zweimal mit offenen Fenstern für zwei Minuten lüften, anstatt Fenster ständig gekippt zu lassen.

• Innerorts im vierten oder fünften Gang fahren. Fahren mit hoher Drehzahl erhöht den Treibstoffverbrauch.

Mein letzter Punkt ist gegenseitiger Respekt. Gegenseitiger Respekt ist insofern nachhaltig, da so zwischenmenschlicher Stress reduziert werden kann, was einerseits das Leben angenehmer macht und uns andererseits so mehr Energie über bleibt, um Rücksicht auf unsere Umwelt zu nehmen. Und dies auch gegenüber Menschen, die sich nicht so sehr mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen, schließlich ist das Leben kein Wettbewerb und niemand sollte zu etwas gezwungen werden, das er nicht möchte. Jeder Mensch findet seinen eigenen Weg, ob mit oder ohne Fleisch oder Ökostrom. Jeder kann, aber niemand muss!

Über den Autor

Liliana lebt in Köln und strebt ein Medizinstudium an. Auf The bird's new nest möchte sie sich mit den Themen der Nachhaltigkeit und der gesünderen Lebensweise beschäftigen, selbiges in ihrem Blog Laventhis. In ihrer Freizeit ist sie mitunter auch in der Seelsorge tätig und lässt sonst gerne ihre eigene Seele baumeln.

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2 Comments on “Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

  • Hallo Tanja. 🙂
    Vielen Dank für dein Feedback!
    LED, genau, das habe ich ganz vergessen, obwohl ich es für Küche und Wohnzimmer bereits nutze. :schaem:
    Zu den Energiesparlampen gibt es aber bereits eine entwickelte Alternative ohne Quecksilber: http://www.zeit.de/2013/10/Entsorgung-Energiesparlampe-Quecksilber
    Aber stimmt, LED ist viel besser! Demnächst rüste ich schon den Flur damit aus.

    Nochmals vielen Dank! ♥
    Lily

    Reply
  • Sehr guter Bericht. Ich sage auch immer “Man kann andere Aufklären, aber ändern kann man nur sich selbst”. Und Streit führt prinzipell nicht ans Ziel.

    Aber ein ganz wichtiger Punkt wo es mir die Haare aufstellt: Du empfiehlst gleich als erstes Energiesparlampen zu benutzen. Bitte nicht!
    Wenn, dann auf LED umsteigen, die sind tatsächlich umweltfreundlicher.
    Der Grund wieso Energiesparlampen weniger Energie verbrauchen ist, dass sie mit einer Quecksilberschicht bedampft sind. Wie wir wissen ist Quecksilber höchst gesunheitsgefärdent und auch für die Umwelt schädlich. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch kann das bis zu unbewohnbarkeit der Wohnung und zu enormen Gesunheitsschäden führen. Außerdem sind Energiesparlampen Sondermüll, also alles andere als Nachhaltig!

    Reply

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