Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede (Teil 2)

Sunday 27th, December 2015 / 01:34 von
Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede (Teil 2)Alle Bilder: Mahmut Osman

Im ersten Teil ging es um Themen wie “Begrüßungen und Berührungen” oder “Frauen, Verhüllung und Arbeit”. Nun folgt Teil 2 mit weiteren Themen.

Über die Familie und das Heiraten

„Sind die beiden verheiratet?“, lautete erst kürzlich eine Frage von Österreichern, als ein syrisches Paar mit Kindern bei ihnen eine Wohnmöglichkeit fand. Beide hatten unterschiedliche Nachnamen und auch der Altersunterschied von vierzehn Jahren war erst etwas ungewohnt. Die Erklärung: Um die Familie der Frau zu respektieren, tauscht man den Namen nach der Heirat üblicherweise nicht aus. Zusätzlich geht diese Regelung auch auf die Osmanen zurück, wo es noch keine Nachnamen gab und man nach dem Vater benannt wurde, sprich “Tochter/Sohn von” um nachvollziehen zu können, aus welcher Familie man stammt. Der Stamm richtete sich nach dem Stammesoberhaupt, in dem Fall nach dem Vater. Somit war es unüblich, dass die Frau den Namen/Nachnamen des Mannes annahm, weil sie ja nicht aus seinem Stamm stammte. Der Altersunterschied kommt daher, dass die Familie und in weiterer Folge die Kinder als äußerst wichtig gelten, der Mann diese sein ganzes Leben lang zeugen kann und er erst ein schönes Zuhause „erarbeitet“, bevor es ans heiraten geht.

Unsere „europäischen“ Beziehungen gibt es bei syrischen Muslimen kaum – gefällt einem Mann eine Frau, gilt es, sie nach der Telefonnummer ihrer Eltern zu fragen – oder – eine andere Variante: Eine dritte Person zu schicken, um ihre Ehre nicht zu verletzen. Es liegt dann an ihr, ihm die Nummer zu geben oder abzulehnen. Anschließend findet ein Telefonat zwischen seinen und ihren Eltern statt und wenn alles gut läuft, ein Treffen zwischen den beiden samt Eltern. Es wird unter anderem über seinen Job geredet (und auch „überprüft“ ob er wirklich dort arbeitet, wo er angibt und allgemeine Informationen eingeholt). Sind nach wie vor alle (!) einverstanden, können sich die beiden verloben und somit sozusagen eine „Kennenlernphase“ (wahlweise geheim oder öffentlich) starten, bei der – wenn gewünscht – Händeschütteln erlaubt ist, aber keine Küsse und kein Geschlechtsverkehr. Und wenn man sich sicher ist, dass man zueinander passt, heiratet man nach maximal zwei Jahren.

Kochen

Schweinefleisch, Pferde und Hunde

Laut Quran verbietet Gott den Menschen den Verzehr von Schweinefleisch, es gilt somit als „haram“ (verboten), ebenso wie das Trinken von Alkohol oder das Konsumieren von Drogen. Muslime halten sich strikt an diese Verbote, da sie von deren Sinnhaftigkeit überzeugt sind. Alles was Gott erlaubt ist gut für die Menschen, alles was er verbietet, schadet ihnen (unabhängig davon, ob er das sofort „erkennt“ oder nicht). Und während man vor über tausend Jahren noch nicht genau über Schweine als Überträger von Bakterien Bescheid wusste beziehungsweise forschen konnte, gibt es heute immer mehr Forschungen in diese Richtung gehend, zum Beispiel der Nipah-Virus oder der Aujeszky-Virus (übrigens auch der Grund, warum Katzen und Hunde kein rohes Schweinefleisch essen sollten) – und hier auch noch ein Link zu einem “nicht muslimischen” Gesundheitsratgeber, in welchem ebenfalls vom Verzehr von Schweinefleisch abgeraten wird. Auch im Christentum wurde übrigens (im Alten Testament, geht auf Mose zurück) das Schwein als unreines Tier bezeichnet, das nicht verzehrt werden sollte.

Es wird im Islam auch allgemein kein Tier gegessen, das selbst Fleischfresser ist beziehungsweise Blut frisst oder trinkt. Als Grund der Abneigung kann man heute zum Beispiel anführen, dass man beim Verzehr von „brutalen“ Tieren deren Veranlagung und Gene zum Töten sowie auch dessen Verlangen nach Blut in sich aufnimmt. Ich persönlich finde hier den Satz „du bist was du isst“ sehr passend.

Praktizierende Muslime essen „halal-Fleisch“ (halal bedeutet übersetzt „erlaubt/zulässig“), bei dem man Tiere händisch nach einem kurzen Gebet (in Österreich natürlich auch unter Einhaltung der Tierschutzgesetze und mit zusätzlicher Betäubung, Quelle: das biber) schlachtet und ausbluten lässt. Im Gegenzug dazu steht „haram-Fleisch“ (haram bedeutet übersetzt „verboten“). Pferdefleisch wird von Syrern ebenfalls nicht gegessen – dies aber aus Respekt und weil Pferde für Araber ein Teil ihrer Geschichte und Nation sind.

Das Halten von Hunden ist im Islam ebenfalls verboten („haram“), als Ausnahmen gelten der Schutz einer Herde beziehungsweise Farm und die Jagd. Für Muslime gilt der Speichel von Hunden als rituell unrein, deshalb gilt es, nach dem Kontakt mit Hunden oder deren Atem, sich gründlich zu waschen oder zu duschen beziehungsweise die Kleidung zu wechseln. Ähnlich wie oben beschrieben kann man auch hierfür sagen: Alles was Gott erlaubt ist gut für die Menschen, alles was er verbietet, schadet ihnen. Ich kenne allerdings ein paar SyrerInnen, die bei österreichischen Familien mit Hund unterkommen, aber nie ein Wort über den „störenden/unreinen“ Hund verlieren würden. Vielmehr geht es um ein wenig Rücksichtnahme, dass der Hund nicht zwingend alles beschnüffelt und dass der direkte Kontakt für viele sehr unangenehm ist, weil danach eine Dusche notwendig ist.

Über Integration und Neues

Neu sind für SyrerInnen hier in Österreich: Mülltrennung, Zebrastreifen, allgemein das Verkehrssystem inklusive Geschwindigkeitsbeschränkungen, geschlossene Geschäfte am Sonntag und auch unter der Woche Öffnungszeiten „nur“ bis 18, 19 beziehungsweise 20 Uhr, kaum gegenseitiges Helfen (in Syrien werden ohne zu fragen Einkaufstaschen abgenommen, Person per Auto-Stopp mitgenommen…), Alkohol in Torten und Kuchen beziehungsweise allgemein als Konservierungsmittel, süße Hauptspeisen, dunkles Brot und Mineralwasser beziehungsweise kohlensäurehaltige Frucht-Getränke, Hunde im Haus (und in Kinderwägen), Anrufen vor Treffen (und nicht einfach vor der Türe stehen), Stellenwert der Familie und so einiges andere. Beim Punkt Familie kann auch ich etwas neues dazu lernen: Nicht nur einmal habe ich in letzter Zeit gehört: „Wie geht es deinem Papa? Du solltest ihn mal wieder anrufen.“ und wirklich, man schätzt seine Familie und kümmert sich hier leider oft viel zu wenig. „Du kannst eine neue Liebe finden, aber die Liebe zwischen dir und deiner Mama, deinem Papa, deiner Schwester oder deinem Bruder ist absolut unersetzlich.“

Und natürlich ist auch die Sprache neu (inklusive Buchstaben, diese werden in Syrien nur im Englisch-Unterricht verwendet), wobei mir auch hier noch niemand begegnet ist, der diese nicht lernen will. Eher Gegenteiliges ist der Fall und auch der „Deutschkurs Traiskirchen“ ist seit Anfang an immer gut besucht.

Fast alle Syrer wollen nach Kriegsende wieder zurück. „Wir fühlen uns momentan wie Fische ohne Wasser“, um zu zitieren, „das Leben dort ist einfacher für uns – wir lieben Syrien, es ist ein wunderbares Land. Wir sind nicht nach Europa gekommen des Geldes wegen, wir möchten auch niemandem hier den Job wegnehmen, wir sind hergekommen weil wir keine andere Wahl hatten und wir wollen wieder zurück, sobald es möglich ist“.

Das Bild der Medien und Vorurteile

„Wenn all das wirklich stimmt, woher kommt dann das Bild im Kopf vieler europäischer Menschen (einschließlich mir), dass es Steinigungen gibt, die Hände abgehakt werden, Frauen nicht Auto fahren dürfen und so weiter?“, will ich wissen. „Im Islam wird eine Hand abgehakt, wenn man etwas stiehlt (nach Einhaltung einiger Regeln wie zum Beispiel: Der Dieb muss gestehen oder es gibt zwei bis vier Zeugen und einen genauen Plan für den Einbruch inklusive Türe aufbrechen etc. – und: Der Richter muss zustimmen, dass die Person schuldig ist) – ausgenommen sind Dinge, die für das Überleben notwendig sind, wie zum Beispiel Brot oder Geld für Brot. Dieses „Hände abhaken“ gilt aber seit sehr langer Zeit nicht mehr für Syrien sondern wird nur noch in Saudi-Arabien praktiziert! Die Sache mit dem Autofahren betrifft ebenso Saudi-Arabien, in Syrien dürfen Frauen fahren.“

Als wir gemeinsam mit einer österreichischen Freundin Kebap essen sind, die andere Seite: „Bevor wir nach Europa kamen, sahen und hörten wir immer wieder in den Zeitungen und im Fernsehen, in Europa drehe sich alles um Sex und Drogen – es machte den Anschein, als könnte man einfach so auf jeder x-beliebigen Straßenecke oder auf jedem Restaurant-Tisch Geschlechtsverkehr haben – aber das ist genauso wenig wahr wie das Bild welches hier oft in den Medien über uns vermittelt wird“.

Das waren jetzt im gröbsten die kulturellen Unterschiede zwischen Syrien und Österreich – wir könnten noch viel mehr schreiben, möchten an dieser Stelle aber nun auch Teil zwei beenden. Wir, das sind Mahmoud und ich, ohne den dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre – unzählige Gespräche, Wiederholungen, Links, Geduld, Übersetzungen – vielen lieben Dank dafür! Dankeschön auch an Betül und Amine fürs Korrekturlesen der Infos!

Hier findet ihr den Link zum ersten Teil, wenn ihr Fragen zu diesen oder auch weiteren Themen gibt, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen.

Über den Autor

Daniela lebt mit ihrer Dackelmix-Hündin südlich von Wien. Die beiden verbindet unter anderem die Neugier, Landschaften, mystische Wälder und alte Bauwerke zu erkunden. Daheim liest sie gerne bei einer Tasse Tee oder recherchiert. Sie findet Wissen sexy, versucht bewusst zu leben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Alle Artikel von Daniela

12 Comments on “Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede (Teil 2)

    • nur ein Kommentar

      Hallo, ich bin selbst seit 10 Jahren mit einem Syrer verheiratet und ich kenne all diese Unterschiede. Ich weiss aber auch dass sich vor allem Araber gerne alles schön reden. Die Freiwilligkeit des Kopftuchtragens ist relativ. Von früher Kindheit werden die Mädchen zu kleinen Püppchen erzogen, lernen wie sie Tee servieren sollen etc. Frauen, die nie arbeiten mussten, dessen Lebensinhalt nur Kinder und ihre eigene Schönheit ist, haben meistens meiner Erfahrung nach eine sehr einfache infantile Persönlichkeit. Es ist nach wie vor üblich in Syrien dass Frauen gleich mit 18 Jahren “verheiratet” werden ( gerne auch an Cousins) und dann wird so lange auf Schwangerschaft gedrängt dass viele gleich noch mit 18 ihr erstes Kind bekommen. Frauen werden oft noch für blöd verkauft. Ich habe bis jetzr noch keine einzige arabsiche Freundin obwohl ich selbst arabischen Migrationshintergrund habe, aber mit derartigen arabischen Prinzessinnen komme ich nicht zurecht. Und die Frauen, die hier her kommen als Flüchtlinge, wollen oftmals gar nicht arbeiten. Das ist zwar schön und gut in Syrien, wo nur der Mann Lebenserfahrungen sammelt und die Frau blöd zu Hause sitzt oder sich für die nächste Hochzeit und Frauenparty Kleidchen kauft oder Nasen Ops und Brustvergrößerungen sind gerade auch im Trend…aber in Deutschland sind die Frauen wesentlich bodenständiger, weniger verwöhnt, realitätsnäher und waiser und das finde ich auch gut so. Keine Frau sollte so viel arbeiten dass sie keine Zeit mehr für ihre Kinder hat, wie es leider in D manchmal so ist. Dennoch sind Frauen, die nie selbstständig waren und dessen einziges Problem ist, so schnell wie möglich Kinder in die Welt zu setzen und so wenig wie möglich zu arbeiten…nicht unbedingt gerne gesehen hier..egal aus welchem Land. Ich heiße Syrerinnen willkommen, die selbstbewusst ihren Weg gehen, studieren nicht bloß um studiert zu haben sondern auch einmal in ihrem Leben selbstverantwortlich für ihr Leben waren…aber auf Frauen die unterwürfig mit langem Mantel und weissem Kopftuch ihrem Mann dienen…nein danke. Mit solchen Frauen habe ich genug Probleme in meiner Familie. Und ja..die Religion darf man hierzulande kritisieren und Scherze gehören hier auch dazu. Es gibt viele Vorurteile, die nicht stimmen. Dennoch sieht die Realität der syrischen Kultur auch nicht rosig aus. Und ich bin froh dass ich in Deutschland aufgewachsen bin. Die meisten Syrer schlagen ihre Kinder..auch das ist wahr. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass in Syrien die Uhren noch anders ticken…und das Leben nicht so modernisiert ist wie hier. Zu sagen sie sind anders aber okay greift da zu kurz… sie sind anders.aber nicht alles ist okay. Und ob sie fteiwillig hier sind oder nicht, wer sich nicht integtieren will und auf seine Kultur und Religionsfreiheit pocht, sollte bitte freiwillig wieder gehen oder sich gefälligst anpassen. Auch dass ist Höflichkeit…wenn die Syrer schon so sehr auf Höflichkeit achten. Für deutsche Frauen ist der Orient oftmals etwas faszinierendes..exotisches. Die Fassade bröckelt wenn man die rosa Brille absetzt und wie ich in einer arabsichen familie aufwächst oder mit einem Araber verheiratet ist. Dahin wirst du auch noch kommen, wenn du eine Beziehung eingehst, wovon ich dir allerdings abrate. Gleich und gleich gesellt sich gern…ist besser was die Ehe angeht.
      Keine Kultue oder Mensch ist perfekt, aber traue nicht jeder scheinbaren logischen Argumentation der Araber. Sie wissen alles in schöne Worte zu verpacken und dir selbst einen Kieselstein als Diamanten zu verkaufen.

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  • Hallo Daniela.
    Ich finde deine Artikel toll! Es ist so schade dass fast nur die negativen Begegnungen mit Flüchtlingen in der Öffentlichkeit verbreitet werden, deshalb höre/ lese ich immer gerne über positive Geschichten dieser Art. Ich selbst hatte auch schon viele schöne Begegnungen mit Syrern und Afghanen.

    Ich habe aus persönlichem Interesse eine Frage: Wie seid ihr beide, Mahmoud und du, euch näher gekommen? Eher auf die europäische Art oder so in etwa wie du es in den ersten Absätzen beschrieben hast?

    Ich hoffe du hast Zeit zu antworten.
    Lg Anna

    Reply
    • Hallo Anna,
      konkret kennengelernt haben wir uns bei der gemeinsamen Arbeit für die Caritas, er hat den Zugang zum Zelt der Spendenausgabe geregelt (damals war ein großer Andrang) und ich habe den Menschen geholfen, innerhalb kürzester Zeit passende Dinge im Zelt zu finden.
      Bei einer Pause sind wir in der Gruppe zusammengesessen und nachher war ich neugierig auf “seine Geschichte”. Dann folgte am nächsten Tag eine Einladung zum Eistee (also ich würde es eher als europäische Art bezeichnen, sich kennen zu lernen 😉 und gemeinsames philosophieren über Gott und die Welt inkl. einiger plumper Fragen meinerseits wie beschrieben. Dann eine Einladung zu Kentucky Fried Chicken (zu der Zeit wussten wir beide noch nicht dass das nicht “halal” ist), …

      GLG Daniela

      Reply
  • Das ist ein ganz tolle Serie! Ich finde das total spannend. Ich würde mich über ganz viele Artikel dieser Art freuen.
    Liebe Grüße Theresa

    Reply
  • Interessant, danke für den Einblick! Es ist wirklich gut, zu erfahren, wie die Syrer sich selbst sehen und wie sie das Leben in Deutschland erfahren. Einiges schockiert mich, zum Beispiel das Bild, was du im vorletzten Absatz erwähnst. Und auch den letzten Artikel fand ich einerseits erhellend und spannend, andererseits aber auch ein bisschen “erschreckend”, wenn du verstehst, was ich meine: Wenn man solche Gesetze der Berührung etc nicht kennt (und ich wusste bisher absolut gar nichts davon, dass alles, was über einen Handschlag hinaus geht, “erotisch” aufgefasst werden kann), dann resultiert pure westliche Unbedarftheit wohl oft in “falschen Signalen”… Ich würde mir wünschen, dass man darüber auch in den Massenmedien aufgeklärt würde, einfach, um sich gegenseitig besser zu verstehen.

    Reply
    • Ja ich bin ganz Deiner Meinung, dass dies ein netter Artikel ist. Im Gegensatz zu Dir waren mir die (theoretischen) Unterschiede zwischen den beiden Weltreligionen schon bekannt. 😉 Wie das dann ausgelebt wird ist dann wieder eine andere Sache, wie man an den vielen sexuellen Übergriffe erkennen kann.

      Wobei es mich aber aufstößt ist der Ausdruck “westliche Unbedarftheit”! Gehts noch?? Wenn ich nach Syrien fahren würde um dort Urlaub zu machen, hätte ich das alles zu beachten. Aber heut zu Tage kommen Massen von Syrischen Menschen zu UNS!!!! Merkst Du Deinen Denkfehler??
      Und die Massenmedien sollten benutzt werden, ja…aber um diesen neuen Mitmenschen unser westliches Leben näher zu bringen und ein zubläuen wie man sich hier bei uns verhält!

      Reply
  • Interessant, danke für den Einblick! Es ist wirklich gut, zu erfahren, wie die Syrer sich selbst sehen und wie sie das Leben in Deutschland erfahren. Einiges schockiert mich, zum Beispiel das Bild, das du im vorletzten Absatz erwähnst. Und auch den letzten Artikel fand ich einerseits erhellend und spannend, andererseits aber auch ein bisschen “erschreckend”, wenn du verstehst, was ich meine: Wenn man solche Gesetze der Berührung etc nicht kennt (und ich wusste bisher absolut gar nichts davon, dass alles, was über einen Handschlag hinaus geht, “erotisch” aufgefasst werden kann), dann resultiert unsere westliche Unbedarftheit wohl oft in “falschen Signalen”… Ich würde mir wünschen, dass man darüber auch in den Massenmedien aufgeklärt würde, einfach, um sich gegenseitig besser zu verstehen.

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  • Solche Berichte wie die deinen finde ich wirklich sehr interessant – und gerade jetzt halte ich es für wichtig auch mal die andere, nicht medial vermittelte Seite zu erfahren und zu verstehen. Klar wirken deine Texte etwas einseitig, aber das was wir (meinen zu) wissen ist das ja auch^^ Daher kann man sich dann aus dem was man aus den Medien, persönlichen Erfahrungen und deinen (und ähnlichen) Berichten weiß eine eigene Meinung bzw. eine grobe Ahnung bilden.

    Das mit dem Kontakt zwischen Männern und Frauen erscheint mir zwar arg extrem! Müssen wirklich zu einem ersten Kennen-Lern-Treffen schon die Eltern mitgebracht werden und sobald sich alle gut verstehen wird verlobt? Einfach so? Man lernt sich also… hmm, nicht auf der Arbeit aber sagen wir mal im Supermarkt kennen, plaudert ein par mal völlig unverfänglich und oberflächlich und dann gehts schon ans eingemachte? Das ist das, was mir aus diesem Bericht am befremdlichsten vorkommt… Aber es ist sehr interessant!

    Ich würde mich wirklich freuen mehr über diese (mir völlig fremde) Kultur zu erfahren -und vielleicht auch mehr darüber, was Syrer über uns denken würde mich interessieren =)

    LG

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  • Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel!!
    Sorry, ich bin nur so ein Rechtschreibnerd…gibt es nicht irgendjemandem, der den Text korrekturlesen könnte? Natürlich versteh ich, was du sagen willst, aber es schmerzen mich die vielen Fehler einfach :S

    Reply
  • Nach dem ersten Teil habe ich mich schon auf den zweiten Teil gefreut. Es war wieder sehr interessant. Krass wie das Bild über Europa ist. Zum Glück ist es nicht so schlimm. So verroht sind wir noch nicht. Eine Schulfreundin von mir hat mal vor Jahren in Syrien gearbeitet, mir eine Postkarte geschrieben und mir auch vom Land erzählt und etliche Fotos gezeigt. Ihr hat es dort gefallen.
    Ich freue mich immer wieder solche Berichte zu lesen, weil man den anderen dann besser versteht und Vorurteile abgebaut werden. Wenn man dem anderen besser kennt, sieht man auch immer mehr Übereinstimmungen und das ist sehr wichtig für ein friedliches Zusammenleben.
    LG Myriam

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