Importverbot für Soja – Jetzt Petition unterschreiben!

Tuesday 27th, January 2015 / 20:35 von
Importverbot für Soja – Jetzt Petition unterschreiben!Bild: Rettet den Regenwald e.V.

Rettet den Regenwald e.V. hat die Petition “Stoppt Monsanto-Soja!” ins Leben gerufen. Fordern wir gemeinsam ein Importverbot von Soja in die EU.

Warum dies wichtig ist

Etwa 99 Prozent der Sojaimporte gehen in die Produktion von Futtermitteln sowie in die Herstellung von “Biodiesel” und in die Chemieindustrie. In Südamerika werden dafür jedes Jahr Tropenwälder von der Fläche der Niederlande gerodet. Dabei haben die Monokulturen schon jetzt unvorstellbare Ausmaße erreicht: 2009 nahmen die schädlichen Genkulturen (Soja, Mais, Baumwolle und Raps) weltweit schon 134 Millionen Hektar Land (knapp die vierfache Fläche Deutschlands) in Beschlag.

Als Monsanto in den 90er Jahren mit genmanipuliertem Saatgut seinen Weg zur Monopolmacht beschritt, hatte die Firma große Versprechen mit im Gepäck. Durch die Anwendung ihres Anbaumodells wurden viel schnellere und deutlich umfangreichere Erträge bei geringerer Anwendung von Chemikalien in Aussicht gestellt. Diese Prognosen stützten sich auf die Tatsache, dass Monsantos Chemiker das Erbgut der Pflanzen immun gegen das firmeneigene Totalherbizid Roundup machten. Während die patentierten Bohnen die Besprühungen überstehen, stirbt die übrige Vegetation ab.

Doch die Natur verändert sich

Immer mehr Wildkräuter und Insekten passen sich der Situation an und werden ebenfalls resistent gegen das Herbizid. Dies hat zur Folge, dass immer mehr und aggressivere Chemikalien zum Einsatz kommen. Insgesamt werden heute in Argentiniens Landwirtschaft achtmal so viel Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt wie im Jahr 1990. Alleine in Argentinien beläuft sich der Spritzmitteleinsatz auf 200 Millionen Liter pro Jahr. Bis zur Ernte werden die Soja-Monokulturen in der Regel drei Mal gespritzt.

Gesundheitliche Probleme

Weil sich die Plantagen bis zu den Siedlungen ausbreiten und es kaum gesetzliche Bestimmungen gibt, werden die Menschen durch die versprühten Gifte krank oder sterben sogar. Auch Tiere, Böden, Flüsse und das Trinkwasser werden verseucht. In der stark betroffenen Gemeinde Avia Terai gab knapp ein Drittel der Befragten an, dass sie ein Familienmitglied haben, das an Krebs leidet oder litt. Im Dorf Charadai, das sich auf Viehzucht stützt, sind es dagegen nur drei Prozent. In Chaco, Argentiniens ärmster Provinz, haben sich die Fälle von Geburtsfehlern binnen einer Dekade vervierfacht.

Fordere daher auch du ein Importverbot für Soja in die EU: Zur Petition

Über den Autor

Tanja lebt gemeinsam mit ihrem Freund etwas außerhalb von Wien. Sie liebt Tiere und ihre Küche, versucht bewusst zu leben, immer weniger Müll zu produzieren und dem Konsumwahn aus dem Weg zu gehen. Sie findet, weniger ist oft mehr und macht glücklicher.

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3 Comments on “Importverbot für Soja – Jetzt Petition unterschreiben!

  • Ich habe es gerne unterschrieben! Ich habe die Reportagen gesehen und die Leute dort werden so ausgebeutet, krank und das ist furchtbar, ich esse auch Fleisch, aber weniger und wenn es weniger Angebot gibt, ist es mir auch egal, vielleicht gibt es dann endlich mehr Bio! lg babsi

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  • Ich bin prinzipiell dafür aber ich frage mich, wie das funktionieren soll. Du schreibst ja selbst, dass das Gensoja an die Nutztiere verfüttert wird. Und in Europa werden sehr viele tierische Produkte konsumiert! Kein Soja, kein Essen für Nutztiere. Keine Nutztiere, keine tierische Produkte.
    Was? Es gibt keine Bratwurst mehr? Kein Steak? Ich glaube, der großteil wird sich über das schnell zurück gegangene Angebot und über die angestiegenen Preise aufregen.

    Verstehe mich falsch, ich fände das toll! Aber ich befürchte ja eher, dass Tipp bald realität wird…

    Reply
    • Tanja Post author

      Leider teile ich deine Befürchtung, was TTIP betrifft. Dennoch halte ich es für den ganz falschen Weg den wir damit einschlagen würden und wir als Bevölkerung sollten dies auch Kundtun. Mag eine Forderung auch noch so aussichtslos sein, sollten wir einfach nicht schweigen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Außerdem möchte ich mit dem Artikel nicht nur auf die Petition hinweisen, sondern auch Aufmerksamkeit auf das generelle Problem lenken und somit dem Verbraucher die Augen öffnen. Wir als Verbraucher haben nun einmal die Macht uns für oder gegen den Kauf von Produkten zu entscheiden. Ganz ohne Gesetzgeber.

      Reply

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