Greenwatching: Freitag, 6. März bis Donnerstag, 12. März 2015

Friday 06th, March 2015 / 13:40 von
Greenwatching: Freitag, 6. März bis Donnerstag, 12. März 2015

Freitag, 6. März 2015

Phoenix, 14:30 bis 15:15
Mein Auto, kein Auto: Mobile Autonomie der Zukunft

Ein eigenes Auto zu besitzen galt in den letzten 100 Jahren als Fahrkarte zur mobilen Autonomie. Wie aber sieht die Lage heute aus? Immer mehr junge Menschen, insbesondere die in der Stadt, verzichten auf das vermeintliche Status- und Freiheitssymbol Auto und bewegen sich stattdessen mittels öffentlichem Verkehr, Fahrrad oder Carsharing fort. Das macht die Autoindustrie nervös – nicht zufällig investieren immer mehr der großen Autokonzerne in Carsharing-Konzepte.

 

Samstag, 7. März 2015

Phoenix, 11:30 bis 12:15
Schweizer Himmelsstürmer: Mit dem Solarflieger um die Welt

Bertrand Piccard und André Borschberg haben ihr Ziel fast erreicht. Länger als ein Jahrzehnt hat die Entwicklung gedauert, aber nun ist das erste Solarflugzeug, das nonstop fliegen kann, startklar. Das solarbetriebene Wunderwerk heißt Solar Impulse II und wiegt nicht mehr als ein Auto, und das bei einer Spannweite wie ein Airbus A380. Im März wollen Pilot und Flugzeug abheben und sich auf eine Reise um die Welt aufmachen.

Arte, 14:00 bis 14:30
Yourope: Vox Populi – Europas Bürger entdecken die Demokratie von unten

Dass in Europa eine gewisse Politikverdrossenheit zu herrschen scheint, kommt für manche ja vielleicht nicht ganz überraschend. Zwar liegt die Zustimmung zur Arbeit von Merkel und Co in Deutschland noch bei über 50%, in den südlichen Ländern sieht die Lage aber schon ganz anders aus. Nicht einmal jeder Fünfte Italiener, Portugiese, Spanier oder Grieche hat Vertrauen in die heimische Regierung. Immer häufiger entscheiden sich engagierte EuropäerInnen deshalb, selbst aktiv zu werden und auszuloten, wie viel man als Einzelne/r erreichen kann. Yourope nimmt ein paar der politischen Bewegungen unter die Lupe und reist hierfür nach Spanien, Ungarn, Serbien und Schweden.

 

Sonntag, 8. März 2015

Arte, 21:55 bis 22:55
Freiheit hinter Gittern: Frauen in Afghanistan

Was in vielen Ländern ein Grund zum Schutz ist, gilt anderorts als Verbrechen: Flucht vor Zwangsverheiratung oder gewalttätigen Ehemännern zum Beispiel. Nima Sarvestanis Dokumentarfilm stellt afghanische Frauen im Gefängnis von Tachar in den Mittelpunkt, die wegen genau solcher „moralischer Verbrechen“ verurteilt wurden. Auf das „Verlassen des heimischen Herdes“ stehen 16 Jahre Gefängnis, auf Mord hingegen nur sechs. Obwohl die Verhältnisse im Gefängnis unzumutbar sind, ziehen viele der inhaftierten Frauen das Leben hinter Gittern ihrem Leben in Freiheit vor – zu groß ist die Gefahr, aus Rache misshandelt oder sogar getötet zu werden.

Servus TV, 23:20 bis 01:00
New York, die grüne Revolution

Unaufhörlich schreitet die Urbanisierung voran – seit 2008 gilt der Mensch als die Spezies, die überwiegend in Städten zu finden ist. Gleichzeitig wächst die Natur immer weiter in die Metropolen hinein – Pflanzen, Vögel und Säugetiere finden in den Städten ein neues Zuhause. Zeit also, die Natur auch in die Stadtplanung miteinzubeziehen. Wie genau das aussehen kann wird in dieser Sendung am Beispiel New York diskutiert.

 

Montag, 9. März 2015

BR, 20:15 bis 21:00
Jetzt mal ehrlich – Arbeiten ja, verdienen nein: Behinderte in der Armutsfalle

Diese Ausgabe von „Jetzt mal ehrlich“ setzt sich mit der finanziellen Situation von behinderten Menschen in Deutschland auseinander. Und diese ist häufig, um es vorsichtig auszudrücken, angespannt! Laut Gesetz sind Behinderte, aber auch ihre Eltern und EhepartnerInnen dazu verpflichtet, mit ihrem Verdienst zumindest teilweise für die Kosten aufzukommen, die durch die Behinderung entstehen. Gleichzeitig dürfen Behinderte als EmpfängerInnen von Sozialhilfe maximal 2600 Euro Sparguthaben anhäufen –Bausparverträge oder private Altersversorge sind nicht gestattet. Die Bezahlung in Behindertenwerkstätten hat dafür maximal Taschengeld-Charakter. Für etwa 2 Euro stündlich fertigen behinderte Menschen hier Autobezüge oder gravieren Stempel und setzen in ihren Betriebsstätten somit immerhin zwei Milliarden Euro jährlich um.

NDR, 22:00 bis 22:45
45 Min: Goldgrube Müll

Müll ist nicht nur wertloser Abfall, wie man vielleicht glauben könnte. Rohstoffe wie Kupfer, Nickel finden sich beispielsweise in Elektroschrott und auch der Restmüll ist nicht wertlos – als günstiges Brennmaterial beschert er der Recyclingindustrie satte Gewinne. Ungefähr 40 Milliarden Euro werden in der deutsche Entsorgungsbranche jährlich umgesetzt, Tendenz steigend.

 

Dienstag, 10. März 2015

Arte, 17:05 bis 17:30
X:enius – Plastiktüten: Wie gefährlich sind sie?

Dass Plastiksackerl zahlreiche Umweltrisiken in sich bergen, dürfte keine große Neuigkeit sein. Zu oft landen sie anstatt in der Mülltonne in der freien Natur und so auch in die Nahrungskette von Tier und Mensch. Neben der steigenden Umweltverschmutzung ist auch die Herstellung selbst nicht unproblematisch – Plastik wird aus Erdöl produziert, ein Rohstoff, der zunehmend knapper wird. Die EU will die Plastikflut daher eindämmen: Bis 2025 soll jede/r BürgerIn nur noch 40 Plastiksackerl pro Jahr verbrauchen.

ZDF, 22:15 bis 22:45
37°: Willkommen in Deutschland – Ein Dorf und seine Flüchtlinge

Vor kurzem sind 30 Flüchtlinge, Männer aus Syrien und Afghanistan, in eine alte Dorfwirtschaft in Fischen im Allgäu gezogen. Die BewohnerInnen der 300-Seelen-Gemeinde reagieren unterschiedlich begeistert auf deren Ankunft. Viele sind skeptisch und fürchten um ihre finanzielle Existenz in dem von Tourismus abhängigen Dörfchen. Andere bemühen sich, die Neuankömmlinge bestmöglich zu integrieren – der 74-jährige Hans organisiert beispielsweise Brauchtumsabende und Bergtouren, damit sich die Flüchtlinge willkommen fühlen und Förster Andreas versucht, gemeinnützige Jobs zu schaffen. Was bedeuten die Gäste für die kleine Dorfgemeinschaft? Die Doku zeigt, dass es große politischen Lösungen auch hier nicht gibt, dafür aber Menschen, die versuchen, Miteinander und nicht Nebeneinander zu leben.

 

Mittwoch, 11. März 2015

Servus TV, 13:00 bis 14:03
Sagenhafte Natur: Naturfacette Stadt

Und noch eine Doku über Natur in der Stadt. Diesmal liegt der Fokus vor allem auf den Tierarten, die sich in die Ballungszentren verirren. Die anpassungsfähigsten von ihnen werden in dieser Doku vorgestellt.

ORF 2, 23:20 bis 00:05
WELTjournal+

Großbritannien gehört zu den EU-Ländern mit der niedrigsten Arbeitslosenquote – nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung sind dort ohne Beschäftigung. Zumindest offiziell, denn ein näherer Blick auf die britische Arbeitsmarktsituation zeigt, dass die geringe Quote vor allem flexiblen Arbeitszeitmodellen geschuldet ist, die fünf Millionen Britinnen und Briten dazu zwingen, sich als moderne Tagelöhner zu verdingen. Der sogenannte „Null-Euro-Vertrag“ ermöglicht es UnternehmerInnen, ihre MitarbeiterInnen nur dann zu bezahlen, wenn sie tatsächlich gebraucht werden – für die restliche Zeit fallen keine Kosten an. Dass arbeiten unter solchen Bedingungen kein Vergnügen ist und dieses Beschäftigungsmodell zum Missbrauch durch die ArbeitergeberInnen förmlich einlädt, ist wenig überraschend.

 

Donnerstag, 12. März 2015

Arte, 17:35 bis 18:25
Fukushima – Chronik eines Desasters

Im März 2011 kam es in der Atomanlage bei Fukushima zu einer folgenschweren Unfallserie, die in einem nuklearen Super-GAU gipfelte. Viele Aspekte der Frage, wie es zu diesem Unfall kommen konnte, sind bis heute ungeklärt. Anhand zahlreicher Simulationen sowie durch Gespräche mit verschiedenen MitarbeiterInnen versucht diese Doku Antworten zu finden und zu zeigen, dass die tatsächlichen Verhältnisse im Reaktorblock 1 viel gefährlicher waren, als es die ArbeiterInnen in der Kontrollzentrale ahnen konnten.

Über den Autor

Steffi, wohnhaft in Wien, liebt Filme, Musik, Tanzen und Reisen. Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigte sie schon als sie mit elf Jahren einen "Kinder-Natur-Umweltclub" gründete. Einige Jahre später ist The bird's new nest nun der optimale Ort um ihre Gedanken zum Thema zu teilen und neue Dinge dazuzulernen. Jetzt studiert sie Umwelt und Nachhaltigkeitsmanagement und beschäftigt sich besonders mit Nachhaltigkeit im Kunst- und Kulturbereich.

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