Greenwatching: Freitag, 4. April bis Donnerstag, 10. April 2014

Thursday 03rd, April 2014 / 19:08 von
Greenwatching: Freitag, 4. April bis Donnerstag, 10. April 2014Bild: The bird's new nest

Ihr Lieben,

nachdem mich mein Liebster in den letzten drei Wochen beim Schreiben unterstützt hat (für alle, die sich über meinen 180° Schreibstilwechsel gewundert haben), während ich mich nur auf die Programmauswahl beschränkt habe, bin ich diese Woche back on track mit diesem kleinen Fernsehprogramm made with love…

Freitag, 4. April 2014

MDR, 9:45 bis 10:08
Die Honigmacher von Schloss Tonndorf

In einer fünfteiligen Doku-Soap begleitet Susanne Köpcke “Die Honigmacher von Schloss Tonndorf” – Michael Grolm und Harald Stiefel – bei ihrer Arbeit mit den Bienen. Die beiden Männer leben mit ihren Familien in einer 60-köpfigen Lebensgemeinschaft auf dem 15 Hektar großen Areal des Schlosses, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Hier gründeten sie auch ihre Schlossimkerei Tonndorf und kümmern sich dort nicht nur um die Insekten, sondern auch um die “Azubienen” Hanna Thorwart und Max Reschke, die ebenfalls das Imkerhandwerk lernen möchten.

Arte, 21:45 bis 22:40
Wenn die Meere sauer werden

Die Meere sind sauer! Nämlich richtig! Da der weltweite Kohlenstoffausstoß laufend zunimmt und die Ozeane dadurch eine stetig wachsende Menge Kohlendioxyd aufnehmen, verändert sich die chemische Zusammensetzung des Meerwassers – es übersäuert. In ihrer Dokumentation reist die Filmemacherin Sally Ingleton um die Welt, um die Folgen der Übersäuerung zu untersuchen und erfährt dabei, dass nicht nur tausende Korallenriffe (in dem sauren Wasser können viele Tiere überlebenswichtige Skelette und Gehäuse nicht mehr ausbilden), sondern auch zahlreiche Fischarten gefährdet sind, weil sich durch die Übersäuerung der Meere auch die Nahrungskette ändert.

Samstag, 5. April 2014

3Sat, 17:40 bis 18:00
La Réunion – Naturwunder im Indischen Ozean

Im Indischen Ozean vor der ostafrikanischen Küste, zwischen Madagaskar und Mauritius, liegt La Réunion, eine Insel vulkanischen Ursprungs. Heute zeugen spektakuläre und mittlerweile grün überwucherte Kraterkessel vom Aufstieg des Vulkans Piton, welcher La Réunion vor etwa drei Millionen Jahren entstehen ließ. Diese Dokumentation stellt die zu Frankreich gehörende Insel vor, traumhafte, urlaubsstimmungserzeugende Sandstrände inklusive.

Arte, 18:00 bis 18:45
Planet der Spatzen

Sogar die Hausspatzen, die eigentlich so gar nichts mit Haustieren zu tun haben, stehen mittlerweile auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Regisseur Kurt Mayer begibt sich auf die Spuren der Vögel in Städten wie Moskau, New York, Kairo oder Paris und stößt dabei auf einige Hindernisse. Die scheuen Haussperlinge halten sich außerhalb der Brutzeit nämlich selten länger als eine Minute an einem Ort auf, was dazu führte, dass das Kamerateam manchmal drei Tage drehen musste um 18 Sekunden Film in den Kasten zu bekommen. Wer wissen möchte, was das Filmteam für 45 Minuten alles einfangen konnte, sollte sich diese Doku ansehen.

Sonntag, 6. April 2014

ZDF 14.45 bis 15:15
planet e.: Gegenwind für Bürgerstrom

Fast die Hälfte des deutschen Ökostroms wird in Anlagen produziert, die deutschen BürgerInnen gehören. Den Stromkonzernen schmeckt das naturgemäß nicht, da sie daran nicht mitverdienen können. Das “Erneuerbare Energie Gesetz”, das derzeit von der deutschen Bundesregierung geplant wird, könnte diese “Energiewende von unten” allerdings bald zum Stillstand bringen, weil es die Vergütungen aus Solaranlagen senken, den Eigenverbrauch verteuern und die Stromerzeuger zur Selbstvermarktung zwingen würde. Die “planet e.”-Dokumentation zeigt anhand von drei Beispielen, wie BürgerInnen-Energie funktioniert und was die Folgen der geplanten Reform wären.

Montag, 7. April 2014

ZDF Infokanal, 10:30 bis 11:00
planet e.: Grüne Rosen

Die Produktion von Rosen, also der Blumen, die viele von uns vermutlich mit romantischen Gefühlen in Verbindung bringen, hat in den meisten Fällen mit Romantik rein gar nichts zu tun. Für die ArbeiterInnen auf den Blumenfarmen in Kenia, von wo die meisten Rosen kommen, die es hierzulande zu kaufen gibt, bedeutet zum Beispiel der Valentinstag weder Blumen noch Pralinen, sondern vor allem Sonderschichten in der Blumenfabrik, um den Bedarf im Ausland zu decken. “planet.e” besucht gemeinsam mit dem deutschen Fairtrade-Geschäftsführer Dieter Overath Blumenfarmen in Kenia um rauszufinden, ob es auch so etwas wie Massenproduktion unter fairen Bedingungen geben kann.

BR, 20:15 bis 21:00
Nie wieder arbeiten? Das Grundeinkommen für jeden

Geld vom Staat für jeden, das mindestens für das Existenzminimum reicht. Diese Idee findet in Zeiten von Burnout und hohen Arbeitslosenraten immer mehr Fürsprecher und wird mittlerweile als mögliche Reform des Sozialstaates zumindest in Kleinen diskutiert. Rainer Maria Jilg setzt sich in dieser Doku mit den Fragen auseinander, woher die Idee für das Grundeinkommen überhaupt kommt, ob es finanzierbar wäre und wie sich dadurch Arbeits- und Privatleben ändern würden. Hierfür spricht er mit BefürworterInnen und KritikerInnen, Familien und einzelnen BürgerInnen.

Dienstag, 8. April 2014

SF1, 9:00 bis 9:40
Food, Inc. – Was essen wir wirklich?

Wer mutig genug ist, sich schon am frühen Morgen dem Risiko auszusetzen, seinen Appetit zu verlieren, der sollte sich diese wirklich gute und gleichzeitig furchtbar schreckliche US-amerikanische Doku von Robert Kenner zu Gemüte führen (und das gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen – SF1 zeigt Food, Inc. nämlich in zwei Teilen). In seinem Film wirft der Regisseur einen kritischen Blick auf die Oligopolisierung der Lebensmittelindustrie und beleuchtet dubiose Produktionsprozosse (vor allem im Bereich der Fleischproduktion – der Blick auf offene Rindermägen wird einem ebenso wenig erspart wie der in finstere Hühnerfabriken). Gleichzeitig zeigt der Film, dass es auch anders geht und stellt nachhaltige Landwirtschaftsbetriebe made in USA vor.

NDR, 18:15 bis 18:45
NaturNah: Das Phantom vom Fluss – Dem Otter auf der Spur…

Lange Zeit galten Fischotter in Deutschland als ausgestorben. Ende der 1990er Jahre gab es dann die ersten Hinweise auf eine Rückkehr der Tiere. Seit dieser Zeit ist ihnen Hanna Kirschnick-Schmidt, hauptberuflich Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes Ostholstein und ansonsten im Verein Wasser-Otter-Mensch engagiert, auf der Spur. Dennoch hat sie in all diesen Jahren keinen lebenden Otter zu Gesicht bekommen, sondern muss sich meistens mit Spuren oder Kotresten zufrieden geben. Das soll sich jedoch bald ändern: An den Querungen und unter Straßenbrücken, die von den Ottern frequentiert werden, installiert sie Wildkameras. Diese sollen die ersten Videobilder von frei lebenden Ottern einfangen und somit den ultimativen Beweis liefern, dass das “Phantom vom Fluss” tatsächlich existiert.

Mittwoch, 9. April 2014

3Sat, 21:40 bis 22:00
Pfefferminz und Ziegenmilch: Urban Farming in Kairo

Wer ebenso wie ich dem Klischee aufgesesssen ist, dass Guerilla Gardening und Urban Farming Phänomene sind, die sich fast auschließlich in hippen, westlichen Großstädten abspielen, sollte sich diese 3Sat-Doku ansehen. Seit einiger Zeit findet man nämlich auch auf den Hausterassen und Dächern Kairos Obst und Gemüse. Sogar Vieh wird auf dem Dach gehalten. Die Hintergründe dafür sind allerdings weniger davon motiviert, zur Stadtverschönerung beizutragen oder sich in Sachen Lebensmittel unabhängiger von der Supermarktkette ums Eck zu machen, sondern vor allem eine Überlebensnotwendigkeit. Durch Inflation und schwindende Anbauflächen wird die Versorgung der etwa 7,9 Millionen Einwohner der ägyptischen Metropole nämlich immer schwieriger.

BR Alpha, 23:00 bis 23:45
Wege aus der Atomfalle: Kernfragen der Energiewende

In Folge des schweren Kernkraftsunfalls in Fukushima entschied sich die deutsche Bundesregierung 2011 (theoretisch) für den Ausstieg aus der Kernkraft. Dieser Beschluss zieht eine Kettenreaktion von Herausforderungen nach sich, die diese Doku näher beleuchtet.

Donnerstag, 10. April 2014

SF1, 9:00 bis 9:40
Bottled life: Nestlés Geschäfte mit Wasser

Spätestens nach Erwin Wagenhofers “We Feed The World” war klar, dass Nestlé nicht unbedingt das ökofreundlichste oder sozialste Unternehmen der Welt ist. Wie auch? So lassen sich keine Milliardenumsätze erzielen und genau das hat der Lebensmittelmulti perfektioniert. Unter anderem auch durch den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser und das auch in Gegenden in denen Wasser generell Mangelware ist. Der Schweizer Journalist Res Gehringern recherchiert in den USA, Nigeria und Pakistan und legt so Schritt für Schritt die Strategien und Denkweisen des weltweit größten Lebensmittelkonzerns in Sachen Wasserhandel offen.

Arte, 19:30 bis 20:15
Mythos Kongo: Im Reich der Menschenaffen

Diese Doku beschäftigt sich mit den drei großen Primaten-Arten am Ufer des Kongos – Flachlandgorillas, Bonobos und Schimpansen – und offenbart spannende Unterschiede im Sozialverhalten der Tiere.

Über den Autor

Steffi, wohnhaft in Wien, liebt Filme, Musik, Tanzen und Reisen. Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigte sie schon als sie mit elf Jahren einen "Kinder-Natur-Umweltclub" gründete. Einige Jahre später ist The bird's new nest nun der optimale Ort um ihre Gedanken zum Thema zu teilen und neue Dinge dazuzulernen. Jetzt studiert sie Umwelt und Nachhaltigkeitsmanagement und beschäftigt sich besonders mit Nachhaltigkeit im Kunst- und Kulturbereich.

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