Greenwatching: Freitag, 14. März bis Donnerstag, 20. März 2014

Thursday 13th, March 2014 / 13:00 von
Greenwatching: Freitag, 14. März bis Donnerstag, 20. März 2014Bild: The bird's new nest

Freitag, 14. März 2014

3Sat, 20:15 bis 21:00
Der Schweine-Baron

Der individuelle Verzicht auf den Verzehr von größtenteils in unentschuldigbaren Bedingungen gehaltenen Lebewesen wird immer wieder als Strategie für die Beendigung von Massentierhaltung vorgeschlagen. Dass die Macht dazu nahezu ausschließlich in den Händen der staatlichen Autoritäten liegt, wird gerne ausgeblendet. Diese aber berufen sich auf den freien Markt, für den Tier wie Mensch meist nur Mittel zum Zweck darstellen. Dass manch armen Schweinen das Glück zukommt, ihre kurze Lebenszeit nicht in größter Agonie verbringen zu müssen, liegt an Regularien und Behörden, die diese anwenden. Diese Dokumentation zeichnet den Weg des “Schweine-Barons” Adriaan Straathof nach: Der Fleisch-Gigant aus Holland hält selbst Minimalstandards beim Bau von Ställen und der Haltung seiner Produkte nicht ein. Die schwer zu betretenden Ställe stellen Kontrolleure vor die Schwierigkeit, zumindest das Recht, das da ist, durchzusetzen. Ob es ihnen gelingt, zeigt 3Sat diesen Freitag.

Arte, 22:00 bis 22:55
Die Saatgut-Retter

À propos Massentierhaltung: Das Futter für die Tiere stammt gemeinhin von Pflanzen, gegen deren Vielfalt Konzerne wie Monsanto zu kämpfen scheinen. Patente auf Gensequenzen und Nahrungsmittel bilden nur die Spitze des Eisbergs, der bald nicht mehr ist. Nicht nur die Unterdrückung von Bauern, sondern auch die Zerstörung der Umwelt ziehen die kriminellen, aber oft leider nicht strafbaren Aktionen der führenden Agrar-Großkonzerne nach sich. Das Gesetz nimmt sie sogar in Schutz, verbietet es Farmern, ihr eigenes Saatgut zu züchten und zu verwenden. Der schnell voranschreitenden staatlich unterstützten Oligopolisierung entgegentretend, versuchen Wissenschaftler und Landwirte, die Vielfalt, die noch existiert, zu erhalten und zu pflegen. Die Saatgut-Retter zeigt wie und auch ob der Kampf gegen die Windmühlen vielleicht nicht eher jenem des Sisyphus gegen die Steigung gleicht.
(For the Partypeople: Wiederholung am Sonntag, 16. März, selber Ort, 10:20 bis 11:25)

 

Samstag, 15. März 2014

3Sat, 10:05 bis 10:50
Hunger, Zorn und leere Teller: Irrtümer und Chancen der Welternährung

Dass es zu wenig Nahrung für die Weltbevölkerung gibt, gehört zu jenen Mythen, die die Apologeten des kriminellen Schweinesystems gerne und oft verbreiten. Warum es soviele Hungernde und an Hunger Sterbende auf der Welt gibt, zeigt diese Dokumentation.

Arte, 12:25 bis 13:15
Unsere Meere – Schön und gefährdet

Alternativtitel: Zensus unter Wasser. Nicht jeder, der der Statistik entkommt, kann sich glücklich schätzen. Ein Großteil des Meereslebens ist unerforscht aber nicht weniger gefährdet als jenes, das wir bereits kennen. Die immer schöne und ehrwürdige Stimme David Attenboroughs (obwohl sie in dieser Ausstrahlung wahrscheinlich übersetzt ist) erzählt vom bedrohten Leben des Unbekannten, das das Forschungsprogramm Census of Marine Life zu katalogisieren sucht, mit der Absicht, es vor Überfischung und Verschmutzung zu retten.

 

Sonntag, 16. März 2014

ZDF, 14:45 bis 15:15
planet e.: Wenn der Berg rutscht

Wenn es um den Tourismus geht, gebührt selbst der Natur unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Ort mit dem schön sprechenden Namen Grindelwald ist eines der klima-gefährdeten Sorgenkinder der Schweiz und deswegen auserkoren für ein besonderes Pilotprojekt. Vor Kurzem wurden dort sieben Klimapfade im Berner Oberland installiert. Ausgerüstet mit Smartphone führt ein elektronischer Bergführer durch die gefährdete Berglandschaft, wo man sich an den Grindelwalder Anti-Bergrutsch-Vorrichtungen ergötzen kann. planet e. ergründet des weiteren auch die Aktivitäten auf der Forschungsstation Sphinx, die eingerichtet wurde, um Klimamodelle zu optimieren (und um genauer vorhersagen zu können, wann der nächste Berg rutscht?).

 

Montag, 17. März 2014

Arte 16:20 bis 17:05
Planet Plankton: Protein-Produzent par excellence

Alles, selbst die ältesten Lebewesen der Erde, müssen irgendwann einmal ihren Einzug ins Verwertungssystem bestreiten. Vor mehr als drei Millionen Jahren schwebten sie durch die Urmeere, seit einiger Zeit werden sie auch getrocknet und zusammengepresst, um in Suppen und Tabletten (Spirulina, etc.) zu landen. Das volle Potential von Plankton wird erst nach und nach erschlossen, selbst den Welthunger sollen sie einmal bekämpfen können. Da nicht nur Wale, Delfine und Co., sondern auch die mikroskopisch kleinen Umhertreiber durch die Umweltverschmutzung hochgradig gefährdet sind, unterstreicht nur erneut die Totalität der Grausamkeit, bzw. die Grausamkeit der Totalität. Dass es sich bei Plankton manchmal um Tiere und manchmal um Pflanzen handelt? Nicht nur das lässt sich durch Planet Plankton erfahren.

ORF III, 22:05 bis 23:10
Gentechnik – Leben außer Kontrolle

Sogar der Wind scheint es nicht gut zu meinen mit den Bio-Bauern: Von fernen Genmais-Feldern weht es das manipulierte Saatgut heran, verseucht also die Ernte. Billige Superlachse verdrängen den halbwegs vertretbaren Verwandten aus der Aquakultur und machen sich in den Pfannen der Fischesser breit. Über die Auswirkungen der Gentechnik auf unseren Körper existieren bisher jedoch kaum aussagekräftige Untersuchungen; zu jung ist diese Wissenschaft noch. Die Dringlichkeit derartiger Ergebnisse lässt sich allerdings nicht bestreiten. Das dachten sich auch ein paar Wissenschaftler, die es wagen, gegen Monsanto und Co zu forschen. Viel Glück!

 

Dienstag, 18. März 2014

ORF III, 19:08 bis 20:00
Nachhaltige Landwirtschaft: Der Agrar Rebell

That’s passion! Bertram Verhaag produziert seit drei Dekaden nichts als sozio- und umweltpolitische Dokumentationen. Dieser eine von insgesamt neun Teilen der Reihe Nachhaltige Landwirtschaft begleitet den experimentierfreudigen Bio-Dyn-Bauern Sepp Holzer auf seinem Salzburger Bergbauernhof. Wer vorher gegen ihn war (Behörden, andere Bauern), hat er von seinen kreativen Pesti- und Herbizidlosen Methoden der Landwirtschaft überzeugt.

ORF 2 20:15 bis 21:00
Universum: Shannon – Geheimnisvoller Fluss im Herzen Irlands

Der Fluss, dessen Name so irisch klingt, dass man meinen könnte, er führe grünes Wasser – Lebensraum für eine große Bandbreite von Tieren Pflanzen – ist wundersamerweise relativ unbekannt. Wo sich Star und Eichhörnchen aus dem Weg gehen, fließt er, der Shannon.

 

Mittwoch, 19. März 2014

Eins Festival, 9:00 bis 9:45
Der Preis der Blue-Jeans

Aus die Zeit, in der die Blue Jeans – bevorzugte Arbeitskleidung für die Minenarbeiter und Cowboys der USA – auch tatsächlich in diesem Land produziert werden. Outsourcing lautet das Zauberwort, Bangladesh und Co der Name für den Standort der giftigen und ausbeuterischen Folterfabriken. Born in the USA? Nope! Der Preis: Zwischen zehn und 1.000 Euro und Blut an den Händen jener, die niemals eine Chance hatten.

NDR, 11:30 bis 12:15
Baiji – der letzte weiße Delfin

Baiji ist genau der Name, den man einem derart gespentischen Wesen wie dem weißen Delfin gäbe, wäre es nicht bald schon wieder unmöglich, mit dem Finger auf ihn zu zeigen, da ihn zu sehen ein immer schwierigeres Unterfangen wird. Die letzten Exemplare tummeln sich noch (!) durch den Jangtse, obwohl sie weder gejagt noch gegessen werden. Das Faktum, dass der Mensch dennoch Schuld an seinem Verschwinden trägt, ist so tragisch wie simpel. Je mehr Platz der eine Säuger bräucht, desto weniger ist für den anderen da. Objekte dieser Reportage sind Artverwandte aus anderen Gewässern, sowie der im selben chinesischen Fluss lebende immer seltener werdende Schweinswal.

 

Donnerstag, 20. März 2014

Servus TV, 13:50 bis 14:20
Naturparadies Schottisches Hochland

“Freedom!” ist es wohl nicht nur Mel Gibson als schottischer Freiheitskämpfer William Wallace in Anbetracht der endlosen grünen Hügel- und Graslandschaften Schottlands ausgefahren. Dass auch die relativ unberührten Highlands nicht ungefährdet sind, damit beschäftigt sich diese Dokumentation.

SF1, 20:05 bis 21:00
Hummeln – Bienen im Pelz

Nur 500 Hummeln tummeln sich zur Hochzeit im Hummelbau; Nachkommen einer Königin, die ganz alleine einen Staat gründen muss, der voller tüchtiger, dicklicher Bienenähnlicher ist. Mit state of the art Technik begibt sich diese Dokumentation in die Tiefen einer Mäusehöhle, in der die Insekten ihr neues Zuhause gefunden haben. Genau so wie die Bienen sind auch Hummeln äußerst wichtig für das Ökosystem um sie herum.

Über den Autor

Steffi, wohnhaft in Wien, liebt Filme, Musik, Tanzen und Reisen. Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigte sie schon als sie mit elf Jahren einen "Kinder-Natur-Umweltclub" gründete. Einige Jahre später ist The bird's new nest nun der optimale Ort um ihre Gedanken zum Thema zu teilen und neue Dinge dazuzulernen. Jetzt studiert sie Umwelt und Nachhaltigkeitsmanagement und beschäftigt sich besonders mit Nachhaltigkeit im Kunst- und Kulturbereich.

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