„Don’t change the yoga, let the yoga change you!“ – Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd im Interview

Wednesday 02nd, September 2015 / 20:31 von
„Don’t change the yoga, let the yoga change you!“ – Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd im InterviewAlle Bilder: Bikram Yoga Wien Süd

Auf meinem Weg zurück zur Fitness habe ich mich nicht nur wieder für Bikram Yoga entschieden, sondern musste mir auch ein neues Studio suchen, das optimaler Weise so nah wie möglich zu meinem Zuhause liegt.

Das Bikram Yoga Wien Süd liegt nicht nur in meiner Nähe, sondern wurde von mir auch getestet und für gut befunden – mittlerweile bin ich schon seit einigen Monaten einmal die Woche beim Bikram Yoga anzutreffen. So habe ich natürlich auch die Inhaber von Bikram Yoga Wien Süd, Srdjan und Claudia, näher kennen gelernt. Und weil ich jede Menge Fragen an die beiden hatte, habe ich sie zu einem Interview gebeten:

Edda: Ihr beide betreibt Bikram Yoga Wien Süd, stellt euch doch bitte kurz vor!

Srdjan: Kurz ist schwierig – über uns gäbe es viel zu erzählen. Was könnte interessant sein? Wir gehen seit über 20 Jahren privat gemeinsam durchs Leben, unsere beruflichen Karrieren waren jedoch sehr verschieden. Obwohl ich hydrotechnisches Bauwesen studierte und in Holland aufgewachsen bin, habe ich keinen einzigen Damm gebaut, denn ich fand mein Arbeitsglück in der Softwareentwicklung – und Claudia ist mit Leib und Seele Pädagogin. Wir sind beide sehr sportbegeistert, aber auch da waren wir sehr unterschiedlich unterwegs. Claudia verschrieb sich unter anderem dem Eiskunstlauf und dem Florettfechten, mich begeisterte jahrzehntelang der Ausdauersport, Triathlon und Radrennfahren. Beim Segeln haben wir uns allerdings gefunden, das B-Schein-Küstenpatent haben wir gemeinsam geschafft. Na ja, und dann kam Yoga.

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Claudia: Ja, mit Yoga bringst du alles in Balance. Wir achten auf gute Ernährung, kochen fast täglich frisch und essen gerne vegetarisch, vorzugsweise mit Familie und Freunden, denn das soziale Element darf im Leben nicht fehlen. Unsere Interessen sind vielseitig, denn wer rastet der rostet, körperlich wie geistig.

Srdjan: Und wir reisen gerne. Bevor wir unser Yogastudio eröffnet haben, sind wir ein Jahr lang um die Welt geflogen. USA, Mexiko, Neuseeland, Australien, Süd-Ost-Asien. Das war eine tolle Zeit. Wir haben ganz viele Bikram Yoga Studios besucht, praktiziert und unterrichtet, wunderbare Menschen kennen gelernt und viele wertvolle Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause gebracht.

Was hat euch zu Bikram Yoga geführt, wie lange übt ihr diese Yoga-Form schon aus?

Srdjan: Wir haben vor mehr als zehn Jahren in Dublin, Irland, mit Bikram Yoga begonnen. Ich hatte zu dieser Zeit einen verantwortungsvollen und fordernden Job als EDV-Spezialist und Claudia war damals als Radiojournalistin tätig. Der berufliche Stress war manchmal schon heftig und drohte sich auf die Gesundheit auszuwirken. Nach eingehender Internetrecherche entschlossen wir uns, es mit Bikram Yoga zu versuchen. Klang irgendwie einfach, spannend und plausibel. Keine Anmeldung, keine unterschiedlichen Kursniveaus, Yoga in seiner ursprünglichsten Form, vorbeikommen und mitmachen… und siehe da, trotz anfänglicher Skepsis, fühlten wir uns bereits nach wenigen Wochen regelmäßiger Yogapraxis wie neu geboren, und aus zwei Mal pro Woche praktizieren wurden bald drei und vier Mal. An unserer Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert.

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Claudia: Wir haben neben Bikram Yoga verschiedene Yogastile ausprobiert, die uns auch gut gefallen, aber keinen halten wir für so effizient und großartig wie Bikrams 26+2. Diese Serie ist einfach genial. Ein Rundumpaket für Körper und Geist. In nur 90 Minuten ist alles drin. Egal ob du dich gut oder schlecht fühlst, ob du neun oder 99 bist, du kannst es immer versuchen, du bestimmst die Intensität. Die Positionen sind so ausgewählt, dass jeder sie versuchen kann und schon nach kurzer Zeit Erfolge sichtbar sind, auch wenn du nicht daran glaubst. Du musst es nur regelmäßig machen.

Was für eine Ausbildung betreffend Bikram Yoga habt ihr?

Srdjan: Man kann es eigentlich mit keiner anderen Yoga-Ausbildung vergleichen – Hardcore pur. Neun Wochen lang lebt und atmet man Yoga. Der Tag beginnt in den frühen Morgenstunden und endet auch dort. Intensives Training unter Bikrams persönlicher Aufsicht. Neben mehreren Yogaklassen pro Tag wartet auf dich ein breites Spektrum von der Anatomie des Yoga, über Philosophie und Geschichte bis hin zur Unterrichts- und Sprechtechnik. Wir wurden an unsere körperlichen und psychischen Grenzen gebracht, haben dabei aber auch selbst gemerkt, dass deine Yogapraxis dir genau die Kraft und Energie gibt alles zu schaffen, was du auch schaffen willst. Eine wunderbare Erfahrung.

Was hat euch dazu bewogen, euer eigenes Studio zu eröffnen?

Srdjan: Als wir uns entschlossen, die Bikram Ausbildung zu machen war klar, dass wir eines Tages auch unser eigenes Studio haben wollten. Bikram Yoga ist im Laufe der Jahre ein integrativer Bestandteil unseres Lebens geworden, so wichtig, dass wir es nicht nur als angenehme Freizeitbeschäftigung sahen, sondern es auch zum Beruf machen wollten. Neben dem Yoga war auch der Aspekt des „community buildings“ ein schöner Gedanke für eine neue Berufswahl. Ursprünglich wollten wir eigentlich ein Studio irgendwo am Meer führen, haben uns aber dann aus familiären Gründen für Wien entschieden und da ganz bewusst für die südliche Peripherie, um auch den Menschen am Stadtrand das zu bieten, was es in der Innenstadt schon längere Zeit gibt – allerdings schaffen wir es auch, das frische Grün des umliegenden Waldes in den Yogaraum zu bringen.

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Claudia: Noch großartiger als die Wohltaten einer Bikram Yoga Klasse zu genießen ist es, diese auch mit anderen Menschen teilen und an sie weitergeben zu können. Zu sehen, wie Menschen müde und erschöpft vom stressigen Alltag, mit Beeinträchtigungen jeglicher Art, ins Studio kommen und wie entspannt und strahlend sie nach Hause gehen. Der sogenannte „yoga glow“! Egal wie anstrengend die Klasse war, nachher ist es immer gut. Ein herrliches Gefühl.

Was muss man für Voraussetzungen mitbringen, um ein Bikram Yoga Studio zu eröffnen?

Claudia: Nur ein zertifizierter Bikram Lehrer kann auch ein offizielles Bikram Studio eröffnen und führen. Du benötigst eine erfolgreich absolvierte Ausbildung, danach viel Unterrichtserfahrung, Referenzen, einen konkreten, detaillierten Plan über dein zukünftiges Studio und dann vor allem Bikram Choudhurys persönliche Genehmigung. Weltweit gibt es heute mehr als tausend Bikram Yoga Studios auf allen Kontinenten, und wir gehören dazu.

Was ist der Unterschied zwischen einem Bikram Yoga Studio und einem konventionellen Yogastudio?

Claudia: Bikram Yoga ist Hatha Yoga, also die ursprünglichste Form des Yoga. Praktiziert wird bei Bikram Yoga aber in einem auf 40 Grad aufgewärmten Raum bei ca. 40 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Hitze ist ein Katalysator und neben bewusstem Atmen, Dehnen und Kräftigen tut sich ganz viel im Körper. Durch das Schwitzen werden Stoffwechselprozesse angekurbelt, Leber und Nieren arbeiten höchst effektiv. Alle Systeme im Körper, zum Beispiel Drüsen- oder Verdauungssystem, können stimuliert und ausbalanciert werden. Die Durchblutung funktioniert besser. Viele wohltuende, chemische Prozesse werden in Gang gesetzt. Du arbeitest einfach tief in den Körper hinein und so ganz nebenbei kommt auch deine Schaltzentrale, also dein Hirn, zur Ruhe.

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Srdjan: Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu anderen Yogaklassen ist auch, dass nicht der Lehrer entscheidet, auf welchen Körperteil er diesmal sein Augenmerk legt. Es wird immer der ganze Körper in Schwung gebracht, nichts wird ausgelassen. Wie zum Beispiel auch Asthanga ist Bikram Yoga ein systemisches Yoga. Bei Bikram Yoga besteht die Serie aus zwei Atemübungen und 26 Körperübungen und wird nie verändert. Warum auch? Die Serie wirkt genauso, wie sie konzipiert wurde. „Don’t change the yoga, let the yoga change you!“ – und wenn es schön warm im Raum ist, dann kann auch die Verletzungsgefahr beim Üben gebannt werden.

Was bietet Bikram Yoga Wien Süd seinen KundInnen alles an?

Srdjan: Das Wichtigste beim Yoga sind die Menschen, die es praktizieren, und für sie und uns wollen wir da nur das Beste, nur das originale Bikram Hot Yoga, keine Verfälschungen. Das Herzstück bei Bikram Yoga ist der Hotroom. Wir verwenden als einziges Hot Yoga Studio in Österreich eine elektronisch geregelte Warmluftheizung mit permanenter Frischluftzufuhr. Es gibt also 90 Minuten immer genügend frischen Sauerstoff bei gleichzeitig perfekter Raumtemperatur. Optimaler Bodenbelag und drei Spiegelwände sowie große Fenster mit Ausblick geben den Rahmen. Du praktizierst also in enger Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten.

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Claudia: Wer viel schwitzt, will nach der Klasse natürlich duschen. Daher war es uns wichtig, dass die Garderoben für Damen und Herren großzügig dimensioniert sind, dass es genügend Haarföhns gibt, dass man sich auch vor und nach der Yogaklasse wohlfühlt. Selbstverständlich gibt es auch einen Bereich zum Chillen und Plauschen, mit kühlen Getränken wie zum Beispiel Kokoswasser. Und wer zum Yoga nichts mitschleppen will, der findet alles vor Ort, zum Ausborgen oder Kaufen: Matten, Handtücher, stilles Mineralwasser, Yogawear…

Zum Abschluss: Habt ihr ein Motto betreffend eurer Yoga-Praxis?

Srdjan: Oh ja, da gibt es einige. „Keep it pure“, „Lead by example“, „Frequency-intensity-precision“, „Hot body-cool mind“… Wir haben uns für das echte Bikram Yoga entschieden, so wie es Bikram lehrt, so wie wir täglich aufs Neue merken, wie gut es tut. Mach’ Bikram Yoga nicht im Garten oder am Strand sondern im Hotroom. Mach’ es regelmäßig und so gut du kannst. Such’ keine Ausreden – was nicht geht, geht nicht, Punkt. Jeder Tag ist neu, jeder Tag bietet eine neue Chance – nutze sie! Manchmal gelingt’s und manchmal nicht und wie Bikram sagt: „Die schlechteste Yogaklasse ist die, die du nicht machst.“ In diesem Sinne, c u on the mat!

 

Habt ihr Fragen betreffend Bikram Yoga? Gibt es etwas, das euch interessiert oder ihr schon länger wissen wolltet? Oder wollt ihr Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd eine andere Frage stellen? Schreibt eure Fragen in die Kommentare und sie werden in einem weiteren Artikel von ihnen beantwortet!

Über den Autor

Edda ist die Herausgeberin und Chefredakteurin von The bird's new nest. Sie wohnt an der südlichen Stadtgrenze Wiens, ist Veganerin, kauft ausschließlich Bio-Produkte und ist ein riesiger Tierfreund. Außerdem liebt sie Bücher, Sonnenschein und ihre Badewanne.

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