DIY-Kosmetik: Heilerde-Shampoo

Monday 18th, May 2015 / 15:16 von
DIY-Kosmetik: Heilerde-Shampoo

Vielleicht kennt ihr das auch: Im Badezimmer stapeln sich Fläschchen, Tiegelchen und so weiter? Ihr kauft immer wieder Neues, seid euch aber nicht sicher, wie und ob die Produkte überhaupt wirken? Ihr sehnt euch nach ein paar Basics, die locker zum „Heiligen Gral“ werden könnten? Dann probiert doch mal Selfmade-Kosmetik aus. Hier bestimmt ihr, was auf eure Haut darf und was nicht. Zudem lernt man einiges über Wirkstoffe von Kräutern, Gemüse und weiterem. Seit einer Weile probiere ich immer wieder neue Sachen aus und möchte euch hier von meinen Erfahrungen berichten.

Heilerde-Shampoo

Eigentlich sollte ich hier mit einem Erfolgserlebnis anfangen, um euch zu ermutigen, aber leider war es, zumindest bei mir, nicht so. Ich hatte zwei Varianten eines Heilerde-Shampoos ausprobiert, doch ich habe gleich die wichtigste Regel beim Benutzen von selbstgemachter Kosmetik gelernt: Nicht alles wirkt gleich gut bei jedem! Zu meinen Haaren passt es leider nicht. Das heißt, probiert es gerne aus, bei jedem kann das Resultat anders ausfallen.

Ich kann an dieser Stelle leider kein komplettes Rezept preisgeben, da ich mich von einem Buch habe inspirieren lassen. Hier aber eine grobe Auflistung der Inhaltsstoffe, mit denen ich unter anderem mein Shampoo gemixt habe:

– Heilerde
– Kräuter, die gut fürs Haar sind (je nach Haartyp gibt es viele Variationen, zum Beispiel Lindenblätter oder auch Basilikum)
– Eine Ölkomponente (z.B. Olivenöl)

Anwendung

Ich habe leere Gläser und Shampooflaschen gesammelt und meinen Mix beim Haarewaschen ausprobiert. (Vorher schütteln!) Leider ist die Sache mit der Heilerde eine ziemliche Sauerei, welche die Dusche nicht gerade sauber hinterlässt. Nach dem Auswaschen des Shampoos, das natürlich nicht schäumt und lieber warm angerührt werden sollte (nur als Tipp am Rande), habe ich nochmals gründlich mit Wasser nachgespült.

Resultat

Meine Haare sahen sehr hübsch und samtig aus, aber nur in den Spitzen, denn der Rest der Haare war ziemlich ölig. Ich hatte bei beiden Varianten dasselbe Resultat und somit sind diese Rezepte, in denen Heilerde und Öl als Basis verwendet werden, für mich erst einmal gestorben. Auch mit Spülung oder Rinse wurde es nicht besser.

Was habt ihr für Erfahrungen mit Heilerde-Shampoos gemacht? Kommt ihr gut damit klar? Das nächste Mal stelle ich euch mein Lieblingsrezept vor, in dem zwar auch Heilerde vorkommt, das aber nicht für die Haarpflege gedacht ist. Seid gespannt!

Über den Autor

Verena kommt aus Baden-Württemberg. Sie liebt gutes Design und verkauft ihre eigenen Designs unter ihrem Label Milcositas auf DaWanda. Außerdem mag sie Katzen und "Die drei ???". Sie lebt seit einigen Jahren zum Großteil vegan und ist ein kleiner Öko.

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18 Comments on “DIY-Kosmetik: Heilerde-Shampoo

  • Hallo liebe Community,

    ich benutze jetzt seid ca. zwei Jahren Heilerde und teile euch meine Erfahrungen gerne mit. Ich habe schneel fettendes Haar und die schnauze von Shampoos voll, die zwar ein Entfettung versprechen, aber dieses nicht halten konten. Irgendwann habe ich mich dann auf die Suche nach einer natürlichen Alternative gemacht.
    Zunächste ein paar grundsätzliche Infos zur Heilerde: die Benutzung von Heilerde ist besonders bei fettigem Haar zu empfehlen, aber auch dünnes, kraftloses oder strohiges Haar profitiert davon. Es reiningt aber nicht nur von Fett, sondern auch von sämtlichen Dreck, der durch den Kontakt mit der Umwelt hängen bleibt und von Stylingrückständen. Achtung bei coloriertem oder gefärbten Haar: Heilerde zieht auch Farbe raus. Vor der Coloration oder Färbung ist es aber sehr zu empfehlen, das dadurch gründlich gereinigte Haar nimmt die Farbe besser auf. Ob auch die Haltbarkeit verbessert wird, kann ich nicht beurteilen, ich gehe davon aus, dass dies je nach Farbherrsteller verschieden ist.
    Noch ein paar Worte zur Umstellung auf Heilerde: gebt ihr zwei Wochen Zeit. Heilerde entzieht den Haaren auch sämtliche Silikonrückstände, die von früheren Produkten noch über den einzelnen Haaren liegen. Nach den ersten zwei-, drei Anwendungen sieht man erstmal aus, als hätte man seine Haare recht lange sträflich vernachlässigt. Meine waren stohig und glazlos. Der Grund dafür ist einfach: Silikon, auch das von Stylingprodukten legt sich um die einzelnen Haare, und verschönert sie optisch. Unter der Silikonschicht allerdings bleibt das Haar so kaputt, glanzlos und/oder strohig, in meinem Fall waren sie extrem fettig, wie es zuvor auch immer war. Dieses Haar holt die Heilerde zunächt hervor und beginnt dann erst, diese zu regenerieren. Ich empfehle daher, die ersten sieben Tage wirklich täglich die Heilerde zu benutzen. Danach individuallisieren sich die Abstände zwischen den einzelnen Anwendungen. Ich komme, bei regelmäßiger Anwendung, oft auf drei bis vier Tage Pause. Da ich vorher gezwungen war, täglich die Haare zu waschen und sie trotzdem nach wenigen Stunden wieder fettig waren, ist diese Spanne für mich schon ein guter Erfolg. Auch konnte ich positive Veränderungen an meiner Kopfhaut verzeichnen, ich hatte nämlich trotz der hohen Fettproduktion des öfteren auch Schuppen, diese sich vollständig verschwunden.
    Jetzt interessiert euch sicher auch, wie ich die Erde anwende, und welche ich benutze. Ich benutze Luvos Heilerde 2, ds Pulver zum selber anrühren. Anders als im obigen Erfahrungsbericht beschrieben, benutze ich es nicht als Shampoo, sondern als Haarpackung. Diese rühre ich nicht mit Wasser, sondern mit Kamillentee an. Dabei habe ich für mich keinen Unterschied fest gestellt, wenn der Tee noch warm ist, oder schon kalt. Der Kamillentee berühigt die Kopfhaut zusätzlich. Öl setze ich nicht zusätzlich dazu, dies ist bei fettigem Haar eher kontraproduktiv. Bei glanzlosem Haar kann ich mir aber vorstellen, dass der Zusatz von Öl (Olivenöl, Arganöl, ect.) einen zusätzlichen positiven Effekt hat.
    Beim Anrühren folge ich keinem strickten Rezept, achte lediglich darauf, dass die Masse sich noch gut im Haar verteilen lässt und auch nicht so dünn ist, dass direkt alles wieder heraus fällt. Anschließend verteile ich die Masse mit den Fingern über dei Kopfhaut, indem ich durch die Haare kämme und noch ca. einen Hand breit die Haareansätze entlang. Hier sollte ich wohl erwähnen, dass ich hüftlanges Haar habe. Probleme mit dem Fett habe ich aber hauptsächlich am Haaransatz, nicht in den längen oder spitzen, daher packe ich nicht mein komplettes Haar in die Masse ein. Anschließend packe ich ein Handtuch drüber und lasst die Masse zwanzig bis dreißig Minuten trocknen.
    Danach folgt das Ausspülen, weches gerade am Anfang etwas Übung benötigt und durchaus auch länger dauert. Zeitlich kommt es dem Auswaschen von frischer Farbe nah. Trotzdem kann es passieren, dass ein feiner, durchaus unangenehmer Film trockener Erde übrig bleibt. Ich bin daher dazu über gegangen, anschließend noch normal Shampoo (Sikikomfrei!) zu benutzen, damit ich sicher sein kann, auch die Reste der Heilerde ausgewaschen zu haben. Dies ändert aber nichts an der Wirkung der Erde. Hier heißt es aber auch für jeden individuell ausprobieren, Haare sind bekanntlich verschieden.
    Wenn man die ersten zwei Wochen überstanden und sich etwas Zeit für diese Methode genommen hat, wird man mit (natürlich) glänzendem Haar belohnt, dass mehr Fülle bekommt (für mich ein völlig neuer Anblick im Spiegel).
    Habt ihr übrigend noch etwas übrig von der Masse, müsst ihr sie nicht weg schmeißen. Ihr solltet sie abdecken, damit sie nicht verschmutzt, dann könnt ihr sie das nächste Mal wieder benutzen. Ist sie eingetrocknet, einfach wieder etwas Kamillentee runter rühren.
    So, ich hoffe, der eine oder andere konnte etwas mit meiner Erfahrung anfangen. Ich kann Heilerde nur empfehlen.
    Viel Spaß (und ein quentchen Geduld) beim ausprobieren.

    Gruß Katze

    Reply
    • P.S.: Gegen die Sauerrei (da die Erde mit der Hand aufgetragen wird, tropft immer mal was runter) habe ich leider auch kein Rezept. Selbst mit einem Färbepinsel dürfte dies nicht zu verhindern sein. Empfehle die Anwendung daher über der Badewanne oder Dusche. da lässt sich die Erde einfach schnell weg brausen.

      Reply
  • Ich habe Lavera Heilerde Shampoo zu Hause und muss sagen, nach einem Mal waschen hab ich es weggestellt, meine Haare waren total strohig und sahen ganz seltsam aus.Heilerde ist irgendwie nix für mich…

    Reply
    • hey!
      ja, ich denk die haare müssen sich auch drauf umstellen. kommt auch drauf an, mit was man vorher gewaschen hat und die anderen zutaten in diesem shampoo.

      liebe grüße 🙂

      Reply
  • Ich denke, es macht keinen Sinn, in ein Shampoo Öl hinein zu tun, zumindest wenn man Haare hat, die leicht fettig werden. Ich verwende als Shampoo jetzt seit 1,5 Jahren reine Wascherde, die ich nur mir Wasser anrühre (keine fertigen Heilerdeshampoos.) Das ist mein absoluter Favorit unter allen Möglichkeiten, Haare zu waschen. (-; Meine täglich fettigen Haare werden fantastisch sauber, weich und samtig. Das Gefühl auf dem Kopf und er Kopfhaut ist super, und meine Pflanzenhaarfarbe wird nicht herausgewaschen. (-; Wenn ich die Haare mal eingeölt habe geht auch das problemlos mit einer Wäsche raus. Inzwischen mag ich das Gefühl von “normalen” Shampoos gar nicht mehr, weil sie einfach durch die Tenside aggressiver sind. Aber du kannst recht haben, dass die Wirkung auch unterschiedlich ist je nach Haartyp.

    Reply
    • ja, für manche ist grade das öl ganz toll 🙂
      so wie die haut unterschiedlich ist, sind es auch die haare.
      super, dass du so tolle erfahrungen gemacht hast! 🙂

      benutzt du dann heilerde oder sowas wie rhassoul?

      Reply
      • Nachdem ich anfänglich Wascherde von Logona benutzt habe, bin ich jetzt bei Rhassoul (von Alva), das finde ich nochmal feiner und effektiver. Speziell Heilerde habe ich nicht ausprobiert.
        Liebe Grüße!

        Reply
    • Hallo Bettina,

      ich würde mich auch für die Wascherde interessieren, ABER ich habe keine Ahnung wovon Du da sprichst. Macht man das selbst, gibt es das zu kaufen? Bitte hilf mir hier mal weiter.

      Merci, Marlene

      Reply
      • Hallo Marlene, das gibt es zu kaufen, ich kenne es von zwei Naturkosmetikherstellern. Wie oben schon geschrieben einmal von Logona, heißt auch direkt Wascherde, oder von Alva das Rhassoul. Findest du direkt unter diesen Bezeichnungen. Ich persönlich finde das von Alva besser. Wascherde von Logona bekommst du fast in jedem Reformhaus oder Bio Laden, oder eben online. Ich kaufe mein Rhassoul übers Internet und gleich in großer Packung. Ich könnte jetzt links hinzufügen aber das ist vielleicht eher nicht erwünscht, aber man findet es leicht über diese Suchbegriffe.

        Reply
  • Schön, dass du auch misslungene Experimente postest. Ich habe noch kein Heilerde-Shampoo probiert, aber mal ein Rezept mit Öl und Kräutern, die gemixt werden sollten. Das wurde im Endergebnis wie krümeliger Tee-Satz und das Öl machte die Dusche lebensgefährlich rutschig und das Haar sehr ölig. Weshalb ich es dann erst einmal bei diesem Experiment belassen habe 🙂
    Liebe Grüsse,
    Marlene

    Reply
    • hallo marlene!
      so sieht man sich wieder, ich bin auch bei der OSZWC 😀
      Ich denke es ist eben nur für meine Haare nicht das richtige, wenn andere das ausprobieren kann es super klappen^^

      Reply
  • Ich habe das mit der Heilerde als Shampoo auch mal ausprobiert, aber leider auch nicht lange durchgehalten. Ich habe die Heilerde so mit Wasser gemixt, ohne Öl oder Kräuter, und davon wurden meine Haare leider total stumpf. Sie waren halt nicht mehr fettig und sie wurden sauber, aber das war leider auch schon alles. Da hätte ich sicher noch mehr herum experimentieren sollen, aber was mich letztlich ziemlich genervt hat war – wie du es auch schreibst – dass es eine ziemliche Sauerei hinterlässt. Man hat halt ständig Erde in der Dusche 😉

    Ich finde die Idee mit der Heilerde aber immer noch toll, gerade weil man sie so vielseitig einsetzen kann. Daher bin ich gespannt, was du als nächstes vorstellst.

    LG
    Cookie

    Reply
    • hast du es auch mal mit einer sauren spülung danach probiert?
      ja, noch dazu hatte ich keine feine heilerde, sondern etwas gröbere…

      sei gespannt 🙂

      Reply

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