Blogvorstellung: ein bisschen vegan

Sunday 27th, July 2014 / 18:30 von
Blogvorstellung: ein bisschen veganBild: ein bisschen vegan

Seit mittlerweile zwölf Jahren lebt Kathrin, von Beruf Hortpädagogin, streng vegetarisch und inzwischen auch “ein bisschen vegan”. Thematisch deckt sie mit ihrem Blog seit fünf Jahren regelmäßig die Bereiche “(Natur-)Kosmetik & Pflege” sowie “Fair Fashion & Accessoires” ab. In ersterer Rubrik stellt sie ihre Erfahrungen mit Beauty-Produkten aller Art vor, ehrlich und meist mit einem guten Anwender-Tipp bei der Hand. Aktuell testete sie, passend zur Jahreszeit, aluminiumsalzfreie Deos. In letzterem Bereich finden sich, wer hätte das gedacht, ausgewählte Shopping-Empfehlungen für die Öko-Fashionistas unter euch. Mit persönlich haben es ja beim Schmöckern durch den Blog gleich diese sommerlich-bunten Slipper aus Segeltuch angetan (mit dem Erlös werden bedürftige Kinder unterstützt).

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Aber auch Gastro- und Eventkritiken sowie Literaturtipps sind vertreten – so berichtete sie Anfang Juni sehr sympathisch und begleitet von vielen launigen Fotos vom ersten Vegan Camp Deutschlands in Hamburg. Und unter der Rubrik “Food” hat sich sogar die ein oder andere ernährungsbezogene Produktempfehlung eingeschlichen, dort findet ihr beispielsweise ganz aktuell ein spannendes Rezept für Kokos-Minz-Zucker.

Der ermahnende Zeigefinger bleibt in ihren Artikeln aber unten, denn “Aufstehen, die Meinung sagen und etwas ändern funktioniert wunderbar auch mit lackierten Nägeln und in High-Heels”, findet Kathrin. Diese Überzeugung könnt ihr in aller Deutlichkeit auch hier nachlesen. Gemeinsam lässt sich das alles aber gezielter umsetzen als alleine, dachte sie sich wohl und gründete 2013 flugs auch das Vegan Blogger Collective. Sogar im Food Magazine EatSmarter! fand der Blog schon lobende Erwähnung.

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Wer so umtriebig ist, muss näher beleuchtet werden, daher habe ich Kathrin fünf Fragen zu ihr und ihrem Blog gestellt:

Verena: Wie kam es dazu, dass du Veganerin wurdest?

Kathrin: Gleich vorweg: Ich selbst betitele mich nicht als Veganerin. So fair will ich sein. Ich beschäftigte mich mittlerweile seit zwölf Jahren mit den Themen Veganismus und Tierrechte und bin genauso lange Vegetarierin mit einem sehr hohen Anteil an veganer Ernährung. Mein Herz schlägt vegan. Leider schaffe ich es aber vor allem beruflich nicht, immer vegan zu essen, da ich in einer pädagogischen Einrichtung “mitesse” und auf das dortige Essen angewiesen bin. Was Kleidung, Kosmetik und Co. angeht lebe ich aber seit einigen Jahren konsequent vegan.

Verena: Und wie wurdest du vegane Bloggerin?

Kathrin: Das liegt mir wohl ein bisschen im Blut. Meine Mutter ist gelernte Einzelhandelskauffrau und arbeitete viele Jahre in den Abteilungen “Parfümerie” und “Fotografie”. Zwei elementare Bereiche beim Bloggen. Meine Leidenschaft für Kosmetik, Düfte und schöne Dinge wurde schon früh geweckt und so bewegte ich mich zuerst in entsprechenden Foren. Irgendwann wollte ich mich nicht mehr nur in geschlossenen Räumen bewegen und so stellte ich meine Texte für jedermann offen zugänglich ins Netz.

Verena: Was wäre das größte Kompliment, das dir jemand zu deinem Blog machen könnte?

Kathrin: Ich freue mich immer sehr, wenn ich Menschen dazu anregen kann, über ihr Konsum- und Kaufverhalten nachzudenken und vielleicht einmal mehr ein Produkt, welches mit Tierleid in Verbindung steht, im Regal stehen zu lassen. In so einem Blog steckt viel Arbeit und es braucht viel Energie, vor allem, wenn man so wie ich “nebenbei” noch Vollzeit arbeitet. Ich freue mich sehr, wenn das anerkannt und honoriert wird. In meinem kleinen digitalen Wohnzimmer sitze ich ja meist ziemlich alleine auf dem Sofa und bin auf das Feedback der LeserInnen angewiesen (Eigen- und Fremdwahrnehmung ist immer so eine Sache…). Wenn man mir dann sagt, der Blog würde authentisch, ehrlich und undogmatisch rüberkommen und der oder dem LeserIn den Tag versüßen, dann bin ich glücklich.

Verena: Was hat sich in deinem Leben durch das Bloggen verändert?

Kathrin: Da geht es mir wohl so wie vielen: Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und Einblicke gewinnen dürfen, die sonst wohl so nicht möglich gewesen wären. Einige waren weniger erfreulich, andere – und das ist zum Glück die Mehrheit – bereichern mich enorm, was hoffentlich auch auf den Blog ausstrahlt. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich in die Rolle des “Bloggers” reingewachsen bin und damit offen umgehe. Mittlerweile ist das kein Problem mehr für mich und wirkt sich auch auf mein Berufs- und Privatleben aus. Ich weiß, was ich will und was nicht und vor allem lernt man, hinter seinem Baby zu stehen und dieses zu promoten. Hätte man mir das vor zehn Jahren prophezeit…

Verena: Du hast einen Wunsch frei und darfst dir einen Gastblogger/-Autoren wünschen. Welcher wäre das?

Kathrin: Puh, da muss ich mal überlegen. Ich selbst bin die totale Anti-Hausfrau und habe mit Kochen nicht viel am Hut. Da wäre ein Foodblogger wohl am naheliegensten. Generell würde ich aber sagen, dass ich alle reinlassen würde, die mit Herzblut bei der Sache sind, was zu sagen haben und hier keinen Dreck machen…

Auf Facebook folgen könnt ihr Kathrin übrigens auch. Und vielleicht lebt ihr ja auch bald “ein bisschen vegan”.

Über den Autor

Verena ist diplomierte Psychologin und lebt in Hamburg. Als Globetrotter hat sie ihr erstes Lebensjahr in den USA verbracht und auch schon in Oxford, Bristol, Osnabrück, Helsinki, Wien und München gelebt. In ihrer Freizeit trifft man sie in der Natur, in Boulderhallen, Jazzclubs, in der Sauna oder mit einem Buch im Kaffeehaus. Bei The bird's new nest unterstützt sie Edda und schreibt ab und zu auch Artikel.

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